Vollständige Version anzeigen : Ausrüstung für Aconcagua
pauli2040
03.11.2005, 22:18
hallo, ich bin auf der suche nach passender ausrüstung für den aconcagua, bzw. fragen dazu, was von meiner bisherigen ausrüstung ich verwenden kann bzw. was von meiner ausrüstung ich anpassen kann
bei meiner himalayatour bin ich auf grenzen meiner ausrüstung gestossen.
schuhe, ich habe einen lowa tibet, auf 6000 m bei minus 20 grad war von der temperatur ende, konnte meine zehen schon nicht mehr spüren. was würdet ihr bis minus 30 grad empfehlen?
kleidung, verschiedene schickten, schätze, da werd ich darüber noch jacke und hose aus daune brauchen, was könnt ihr empfehlen?
zelt, habe ein vaude ferret 1 kann ich das verwenden Oder kann ich da bei sturm probleme bekommen?
schlafsack, habe einen ajungilak tyin nato, hatte in ladakh mehrere nächte mit ca. -10 grad, das ging noch, wenns recht kälter wird, sicher problem. würd ich da einen anderen brauchen, oder kann ich mit einem inlet oder einem 2. schlafsack den temperaturbereich os weit nach unten ausdehnen das ich bei den möglicherweise sehr tiefen temperaturen am aconcagua keine probleme habe?
mit welchen fäustlingen habt ihr die besten erfahrungen gemacht?
dank euch für tipps hab jetzt zwar schon einige erfahrung, aber das ist doch wieder neuland für mich.:confused:
APuschendorf
06.11.2005, 15:44
Hallo,
im Anhang findest Du meine Packliste in Excel.
Man kann damit auch sehr gut das Gewicht der einzelnen Gepäckstücke
abschätzen (interessant für Flug (20kg) und Maulesel).
Mit den Sachen in der Packliste hab ich mich am Aconcagua sehr wohl gefühlt.
Hab den Ajungilak Tyin Winter... aber bin von dem nicht sehr überzeugt, er ist nicht gerade sehr warm. Ist der Tyin Nalo vergleichbar ?
Für den Aconcagua hatte ich ein Salewa Diadem 1300. Der war bestens.
Fäustlinge ... hab ich nicht gebraucht. Hatte aber Expeditons Mitt von Marmot.
Die Profis raten von reinen Daunenfäustlingen ab, da sie sich an den Innenflächen, wenn man die Trekkingstöcke hält, zusammendrücken und dort dann nicht mehr isolieren.
Bye
Andreas
pauli2040
06.11.2005, 23:54
dank dir für die liste, wann warst du oben? ich finde auf deiner liste kein zelt, hattest du dort eines von der agentur? mit welcher agentur warst du oben? was hast du für die tour bezahlt? bin im internet draufgekommen, das da die preisschere ganz schön weit auseinander geht.
wär ein hit, wenn du über deine tour ein klein wenig schreiben könntest. wär ein hit:-) :-)
APuschendorf
07.11.2005, 11:23
Alles zu finden in meinem kleinen Bericht...
ExpeditionAconcagua6965m.pdf (http://www.puschendorf.net/ExpeditionAconcagua6965m.pdf%20)
(1,9MB)
War mit Amical.de unterwegs.
Bye Andreas
albatross02
07.11.2005, 15:25
Hallo,
Daunenkleidung hatte ich für den Aconcagua nicht.
Eine Dauenweste für Pausen und sitzen ist aber ganz sinnvoll und gibt es zur Zeit bei Globetrotter recht günstig ( Yeti Design ).
Als Schlafsack hatte ich Western Mountaineering Puma SDL ( bis - 30 Grad ).
Wichtig ist ein sturmstabiles Zelt ( habe The North Face Starburst, Geodäde ).
Während meiner Zeit dort, hat der Sturm 6 Zelte zerissen ( El Nino, Dez. 1997 ).
Gruss
Dieter
Hallo und vor allem Andreas - Respekt,
ich habe deinen Bericht gelesen. Du warts ja immer gut gelegen mit deinen Puls- und Sauerstoffsättigungswerten. Warum hat es nicht geklappt? Nochmal probieren.
Was mir aufgefallen ist: wie konntest du den Luftdruck messen? Mir sagen die Werte nichts, da man den Luftdruck gemessen aber umrechnet auf NN Höhe. (So habe ich das einmal gelesen, bin mir aber nicht sicher)
Interessehalber würde mich auf eine Antwort freuen bezüglich Luftdruckmessung und bezüglich dein Fazit nachdem der Herbst gekommen ist. Im ersten Moment sind manche Sachen einem nicht bewußt genug. Das Resumee kommt meistens später.
Mit freundlchen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
Hallo!
Wie misst man eigentlich die Sauerstoffsättigung in den Bergen und was sagt sie genau aus? :confused:
Gruß Eric
Flachlandtiroler
11.11.2005, 07:59
Mit einem Pulsoxymeter. Gibt an, wie gut Dich Dein Blut mit Sauerstoff versorgt und ist damit ein direktes Maß für die Akklimatisation.
Gruß, Martin
Hallo,
Pulsoxymeter klingt gut, aber man muss die angezeigten Werte auswerten können, oder nicht?
Werden die Sauerstoffsättigung in Prozent angegeben?
Kann ich auf jeder Höhe 100% erreichen?
Ab wieviel Prozent darf ich zum nächsten Höhenlager aufsteigen?
Das sind Fragen, über die ich gerne näheres genaueres wüßte.
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
pauli2040
11.11.2005, 10:19
und wo krieg ich sowas her und was kostet so ein oxyometer?
peakbagger
11.11.2005, 10:50
Hallo!
Wir hatten am Cho Oyu zwei von den Dingern dabei. Die Messung der Sauerstoffsättigung läuft offenbar über das Absorptionsverhalten des Gewebes bzw. des Blutes. Der Finger wird dabei durchstrahlt und je nachdem, wieviel Strahlung (rot und infrarot) durchkommt, lässt sich der Sättigungsgrad berechnen - so etwa hat´s mir mal ´ne Ärztin erklärt.
Uns wurde gesagt, dass z.B. auf 5000m jeder Wert unter 75% gefählich werden kann. Einer aus der Gruppe hatte eine niedrige 60, für den war die Expedition schon vor dem Basislager beendet, weil er in größeren Höhen anfällig für Ödeme gewesen wäre. Im Extremfall ist dann in zwei Stunden Schluss! Im Basecamp auf 5700m sollte der Wert auf jeden Fall über 70% liegen, besser über 80%. Ich hatte praktisch über zwei Wochen konstant 84%, das war für mich offenbar die Obergrenze. Damit lag ich aber auch mit vorn in der Gruppe. Nach einem Gang auf 6400m waren die Werte im Basecamp bei allen um 5-10% gefallen, am nächsten Morgen hatten wir uns wieder erholt. Übrigens hatten unsere Sherpas keine wesentlich besseren Werte als wir...
Ach ja, diese Oxymeter kosten rund 400Euro. Wäre schon praktisch, so ein Ding. Bevor ich zum Everest gehe, kauf´ich mir noch eins ;) !
LG
Klaas
albatross02
11.11.2005, 14:33
Hallo,
als Anhaltspunkt für die Akklimatisation habe ich immer den Ruhepuls genommen.
Der sollte am Schlafplatz unter 78 liegen.
Bei etwa 57 bin ich weiter aufgestiegen.
Wichtig viel trinken und viel Knoblauch.
Gruss
Dieter
pauli2040
12.11.2005, 09:56
hallo, ich weiß zwar das knoblauch gesund ist, und ich mag ihn auch sehr gerne:D aber was hat knoblauch mit der höhenaklimatisation zu tun?
bei meinem letzen 6 tausender hatte ich immer sehr gute pulswerte, im basecamp war mein ruhepuls um die 50, beim aufstieg (von 4900 auf 6122 in 4 h 45 min) höchster puls 163, meist um die 150, auf dem gipfel (aufenthalt 45 min) immer so um 100 bei leichterbewegung.
kein kopfweh oder sonstige anzeichen. wär glaub ich nicht so schlecht.
peakbagger
12.11.2005, 17:26
Hallo pauli2040!
Ich überlege, welcher Berg 6122m hoch ist. Da fällt mir nur der Hualcan in Peru ein...
LG
Klaas
pauli2040
12.11.2005, 19:03
hallo, leichter tippfehler 6121m stok kangri, ladakh
peakbagger
12.11.2005, 19:42
Hallo pauli2040
Der Stok Kangri steht bei mir auch noch auf der Wunschliste. Soll ja nicht sooo schwer sein. Bei der Besteigung auch schön ans Permit gedacht ;) ?
LG
Klaas
APuschendorf
12.11.2005, 20:40
Hallo und vor allem Andreas - Respekt,
ich habe deinen Bericht gelesen. Du warts ja immer gut gelegen mit deinen Puls- und Sauerstoffsättigungswerten. Warum hat es nicht geklappt? Nochmal probieren.
Naja, 2006 ist Elbrus + Island Peak dran. Für 2007 plan ich wieder ein 7000er (FuquPeak direkt neben Shisha Pangma). Es hat mich jetzt auch nicht so sehr getroffen, das ich nicht auf dem Gipfel war. Es war ne coole Tour. Fertig :-)
Was mir aufgefallen ist: wie konntest du den Luftdruck messen? Mir sagen die Werte nichts, da man den Luftdruck gemessen aber umrechnet auf NN Höhe. (So habe ich das einmal gelesen, bin mir aber nicht sicher)
Ich hab die Uhr Suunto Vector. Die zeigt einmal den aktuellen Umgebungsluftdruck (in der Fliegerei als QFE bezeichnet) und den auf Meereshöhe bereinigten Luftdruck (QFF oder auch Sealevel). Vor dem Abflug hab ich meine Uhr mit den Daten der Wetterstation des Flughafen Hannover abgeglichen bzw. angepasst (Bin mit aber schon bewusst, das die Suunto Vector den Sealeveldruck nicht ganz sauber ausrechnet, aber um ne Tendenz rauszukriegen, reicht es allemal). Zu diesem Thema (Luftdruckmessung + Suunto Vector & Co.) gibt es ja auch noch einige interessante Thread's hier im Forum.
Der Luftdruck in meinem Bericht ist immer der aktuelle Umgebungsluftdruck (QFE).
Für Wetterbeobachtungen hab ich natürlich nach dem QNH geschaut. Find den QFE aber interessanter, weil man daran in etwa abschätzen kann, wieviel "Sauerstoff" noch in der Luft ist...
Interessehalber würde mich auf eine Antwort freuen bezüglich Luftdruckmessung und bezüglich dein Fazit nachdem der Herbst gekommen ist. Im ersten Moment sind manche Sachen einem nicht bewußt genug. Das Resumee kommt meistens später.
Die Frage hab ich jetzt nicht verstanden ? Kanst Du mir die nochmal genauer erklären ?
Grüße Andreas
APuschendorf
12.11.2005, 20:48
Hallo,
Pulsoxymeter klingt gut, aber man muss die angezeigten Werte auswerten können, oder nicht?
Werden die Sauerstoffsättigung in Prozent angegeben?
Kann ich auf jeder Höhe 100% erreichen?
Ab wieviel Prozent darf ich zum nächsten Höhenlager aufsteigen?
Das sind Fragen, über die ich gerne näheres genaueres wüßte.
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
Hi,
ein Pulsoxymeter ist einfach noch eine gute zusätzliche Hilfe, den Akklimatisationszustand zu überwachen.
Evtl. schau doch mal nach dem Buch "Höhenanpassung", Verlag Bruckmann, ISBN 3-7654-4274-7, dort ist dies Thema sehr ausführlich erklärt.
100% erreicht fast kein Mensch. Normal sind 96-98% auf Meereshöhe für ein "Standard"-Mensch.
Bye Andreas
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