Vollständige Version anzeigen : Kolumbien
Ich suche Informationen über Reisemöglichkeiten in Kolumbien. Informationen zur aktuellen Gefährdungslage bzgl. Geiseln? Trekking möglich?
_Matthias_
24.10.2005, 20:51
Kolumbien interessiert mich auch. Was natürlich abschrecckt ist die Reisewarnung von Auswärtigen Amt. In Internetforen liest man in letzter Zeit meistens, dass die Großstädte so sicher bzw. unsicher sind wie andere südamerikanische Großstädte auch. Bestimmte Gebiete Kolumbiens sind immer noch Kriegsgebiet und sollten gemieden werden. Kleinkriminalität soll ähnlich sein wie im Rest Südamerikas auch. Touristen sind angeblich kaum welche unterwegs, aber in Berichten werden die Kolumbianer immer als äußerst freundlich und hilfsbereit beschrieben. Da man sowieso als Tourist erkannt wird ist es angeblich sicherer wenn man nicht für einen US-Amerikaner gehalten wird.
Obige Infos hab ich aus verschiedenen Reiseforen, da ich auch gerde überlege ob ich nach Kolumbien gehe oder nicht.
Matthias
Sorry - aber für mich ist das ausw. Amt wie die "Bild".... Die warnen doch vor jedem Land, wahrscheinlich deshalb, damit wir Deutschen nicht merken was wir für Kotzbrocken sind und wie nett die Menschen in anderen, insbesondere ärmeren Ländern.
Kolumbien: Ich war leider nur in Santa Martha und Cartagena. In Cartagena war ich zu Besuch bei einer ehemal. Studentin und somit in Begleitung einer Einheimischen. Vielleicht deshalb null Problem. Gilt also nicht. In S.M. war ich aber allein unterwegs und kann nicht behaupten dass ich mich gefärdet gefühlt habe. Ich fand die Menschen jedenfalls total nett
Zum Trekking: selber keins gemacht, noch nicht. Es soll verschiedene NPs geben, die aber total unstruktoriert sind und laut Aussage von Kolumbianern auch viel von den Ganoven (Geiseln?) als Versteck usw. genutzt werden. was daran wahr oder nicht wahr ist, weiß ich leider auch nicht, aber ich werde es nächstes Jahr ausprobieren. Und ich bin fest überzeugt, sollte ich wirklich gekidnappt werden, dass die mich spätestens am nächsten Tag freiwillig wieder laufen lassen (dt. Kotzbrocken) :D
N.
wanderfalke
29.10.2005, 17:25
Sorry - aber für mich ist das ausw. Amt wie die "Bild".... Die warnen doch vor jedem Land, wahrscheinlich deshalb, damit wir Deutschen nicht merken was wir für Kotzbrocken sind und wie nett die Menschen in anderen, insbesondere ärmeren Ländern.
Kolumbien: Ich war leider nur in Santa Martha und Cartagena. In Cartagena war ich zu Besuch bei einer ehemal. Studentin und somit in Begleitung einer Einheimischen. Vielleicht deshalb null Problem. Gilt also nicht. In S.M. war ich aber allein unterwegs und kann nicht behaupten dass ich mich gefärdet gefühlt habe. Ich fand die Menschen jedenfalls total nett
Zum Trekking: selber keins gemacht, noch nicht. Es soll verschiedene NPs geben, die aber total unstruktoriert sind und laut Aussage von Kolumbianern auch viel von den Ganoven (Geiseln?) als Versteck usw. genutzt werden. was daran wahr oder nicht wahr ist, weiß ich leider auch nicht, aber ich werde es nächstes Jahr ausprobieren. Und ich bin fest überzeugt, sollte ich wirklich gekidnappt werden, dass die mich spätestens am nächsten Tag freiwillig wieder laufen lassen (dt. Kotzbrocken) :D
N.
Hallo Nemo,
ich war noch nicht in Kolumbien, kann die Situation also nicht aus erster Hand beurteilen, aber mit Verlaub, was du da so schreibst klingt für mich ganz schön naiv.
Ich glaube zwar gerne, das die Menschen in Kolumbien im allgemeinen sehr nett sind, aber ich glaube mich auch zu erinnern, dass Kolumbien mit weitem Abstand das Land mit den meisten Entführungen der Welt ist, scheint dort eine regelrechte Industrie zu sein. Und Kotzbrocken hin oder her, als Europäer ist man nun einmal eine fette Beute.
Das soll jetzt nicht heißen, das man unter gar keinen Umständen dort hin fahren sollte, aber ich denke das es wichtig ist sich bewusst zu sein, dass man ein Risiko eingeht.
P.S Wie schaffst du es eigentlich, ständig unterwegs zu sein? :-) Bewunderung!
Viele Grüsse Gerald
... was du da so schreibst klingt für mich ganz schön naiv....
Ich bin ziemlich oft und lange im gesamten südamerik. Raum unterwegs gewesen und kenne inzwischen jedes Land des Kontinents. Und ich kenne diese Länder nicht nur von 4 Wochen Urlaub, sondern war in jedem mehrere Wochen oder auch Monate und habe dort teilweise mit den Einheimischen gelebt. Von daher meine ich, mir schon ein Urteil erlauben zu dürfen was gefährlich ist und was nicht. Natürlich subjektiv gesehen, der Eine empfindet etwas als gefährlich was der Andere als völlig unbedenklich ansieht. Das AA warnt doch komplett vor Südamerika, in Brasilien läuft man Gefahr erschossen zu werden, in Kolumbien und Venezuela wird man entführt, in Peru und Bolivien ausgeraubt, in Equador ermordet...... usw. Lediglich Argentinien und Chile sind unter Vorbehalt zu bereisen. Und das tun ja die meisten Sicherheitsfanatiker auch, natürlich nicht ohne das absolut richtige Zelt, einer Reise-und Rückholversicherung und einer Impfung gegen Tollwut.
Ich bin immer alleine unterwegs gewesen, sporadisch in Begleitung von Reisebekanntschaften und mir ist nie was passiert. So wie man in den Wald nämlich reinruft schallt es wieder heraus! Und wenn ich von Kotzbrocken rede, dann meine ich das auch so, weil sich Einige einfach so aufführen und sich dann wundern wenn dien ach so netten Leute gar nicht mehr nett sind. Außerdem sind schon einige Regeln zu beachten wenn mensch in diesen Ländern unterwegs ist, genau die Regeln die einem nicht zur fetten Beute machen. Damit sollte man sich schon auseinandersetzten. Und in Kolumbien ist das auch nicht anders wie in anderen sa. oder afrik. Ländern auch, da kann das AA schreiben was es will. Und ich habe mich bestimmt schon mehr als du informiert (vor Ort wohlbemerkt!) was in Kolumbien NPs möglich ist und was nicht.
Die Sache mit der Entführung sollte witzig gemeint sein, tut mir leid dass du es nicht verstanden hast. Mich deswegen als naiv zu bezeichnen finde ich allerdings nicht mehr witzig, wobei ich mir zugegeben schon eine recht fatalistische Einstellung fürs Reisen zugelegt habe. Aber ich bin mit Sicherheit nicht suizidsüchtig oder so was:D
Es stört mich nur immer iweder, dass gewisse Länder durch schlechte Propaganda und überspitzte und einseitige negative Darstellungen in Verruf geraten. Das ist nämlich sehr schade, einerseits für die Menschen die dort leben und andererseits auch für die Leute die gern hinwollen sich aber nicht trauen weil ja.....
Im übrigen: ständig lese ich von vermissten Trekkern in Nepal, wenn ich mir das Forum hier so anschaue meine ich das ca. 75% nepalinfiziert (und Umgebung) sind, sind die auch alle naiv???
Gruß Ute
peakbagger
01.11.2005, 21:36
Hallo,
ich bin auch Südamerika-Junkie (knapp 2 Jahre Aufenthalt über verschiedene Reisen verteilt, praktisch komplett solo) und während einer halbjährigen Südamerika-Umrundung (Caracas- Ushuaia-Caracas) auch durch Kolumbien gekommen. Bilanz: Popayan, Bogota, Bucaramanga, Villa de Leiva, Cucuta ohne negative Vorkommnisse. Es ist ein wunderschönes Land, trotzdem fährt man durch Patagonien etwas entspannter, insbesondere wenn man Zeitung liest. Ich würde gerne mal in der Sierra Nevada de Santa Marta und in der Sierra Nevada de Cocuy trekken - scheint aber mittlerweile "off limits" zu sein.
Zur Kriminalität in Südamerika: Überfallen wurde ich bisher zweimal am Strand von Copacabana (Rio ist trotzdem toll!) und einmal haben mich Taschendiebe auf dem Markt von Quito überlistet. Dazu einmal Falschgeld in Huaraz (im Wert von 2 Dollar) - das war´s. Ich finde, das geht...
Gruß, Klaas
PS: In zwei Wochen geht´s wieder hin - Juchu!:D
Hallo Leute ;-)
ich lebe in Barranquilla - Kolumbien und habe das land weitgehend bereist.
Es ist traumhaft schön, aber wirklich nicht ungefährlich.
Die menshcen hier bhelfen wo und wie sie können, sind sehr freundlich. Auch die Behörden sind zwar korrupt , aber hilfsbereit.
In den Städten Kolumbiens besteht in den Zentren und im Süden immer die Gefahr von Überfällen.
Wichtig!!!: Waffen werden in Kolumbien eingesetzt - nicht nur zur Drohung. Deshalb bitte nicht kämpfen, wenn es sich vermeiden lässt.
Zu meinden sind auch die Hügelzonen an den Großstädten, insbesondere um bogotá, Cali und Medellin.Dort ist die Chance ausgeraubt zu werden beinahe 100 % - tig.
Überland und in der Peripherie ist die Gefahr, Guerilla oder Paraeinheiten zu treffen hoch, doch sie legen keinen großen Wert auf die Entführung von Backpackern. Das passiert selten.
Dennoch solltet ihr die Departementos Putumayo, Pasto, Choco und Norte de Santander meiden.
Den Amazones bitte nicht über den Putumayo zu Fuß oder Bus versuchen zu erreichen. Das ist tiefstes Guerillagebiet.
Herzlichst,
William
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