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Vollständige Version anzeigen : NEWS: Diverse Outbreaks


Andreas
11.01.2003, 11:02
DIVERSE OUTBREAK NEWS:

KENIA:
Excessive Regenfälle haben in zahlreichen Provinzen des Landes zu Überschwemmungen geführt - das Nachfolgen einer gewaltigen Malariaepidemie war mit Sicherheit zu erwarten. Erste Erkrankungs- und Todesfälle bei österreichischen Touristen um Weihnachten sind bereits bekannt geworden.Dies gilt insbesonders auch für die touristisch besonders beliebte Region der Masai Mara! Malariaprophylaxe ist absolut nötig!

USA:
Wie auch schon in den vergangenen Jahren ist das West-Nile-Virus wieder v.a. im Bereich der Ostküste hochaktiv. Für gesunde Menschen kaum ein Problem, für alte Menschen durchaus gefährlich. Schutz: Repellents (das Virus wird durch Stechmücken übertragen). Für Interessierte hier der link zu den genauen Daten: http://www.idph.state.il.us/envhealth/wnvsurveillance_data02.htm

DENGUE-UPDATE:
Indonesien meldet Dengue in West-Kalimantan, Indien meldet Dengue aus Bombay (!), Nicaragua meldet über 1000 Fälle. Taiwan setzt numehr bereits das Militär zur Bekämpfung der Mücken ein, nachdem die schwerste Epidemie seit 1988 aufgetreten ist. Auch Fiji meldet kürzlich einen Dengue-Ausbruch

MALARIA-UPDATE:
Indian (Region Bombay) und Afghanistan melden verstärkt Malaria. V.a. für die Region Bombay, die bisher als frei gegolten hat, ist dies zu beachten.

NIGERIA:
Nigeria meldet mindestens 8 Fälle von hämorrhagischem Fieber, mit großer Wahrscheinlichkeit Lassa. Risiko vernachlässigbar.
in der Provinz Kadune (Nordnigeria) ist erneut Poliomyelitis ausgebrochen. Impfung dringend erforderlich.

SENEGAL:
Senegal kämpft bereits seit einigen Wochen mit einer Gelbfieber-Epidemie. Trotz Impfkampagnen ist aber bis dato eine weitere Ausbreitung zu beobachten. Betroffen sind: Dakar, Touba, Mbacké und Bambey District, Diourbel Region, Gossas, Fatick und Guinguinéo Distrikt, Darou Mousty und Kébémer Distrikt, Louga Region, Khombole und Thiadaye District, Thiés Region.
Impfung unbedingt nötig, auch für die Hauptstadt!

BURKINA FASO:
anhaltende Meningokokkenmeningitisepidemie. Impfung dringend zu empfehlen.

ANGOLA: SCHLAFKRANKHEIT
Pressemeldungen sprechen von etwa 100.000 Erkrankungen durch T.b.gambiense in den Bürgerkriegsregionen des Landes, vornehmlich im Norden. Das Risiko für dorthin fahrende Jounalisten etc ist gering.

KONGO, DR:
Im Nordosten des Landes sind wieder Fälle von Affenpocken registriert worden. Bisher 32 Fälle und 12 Tote. Hat nichts mit den echten Pocken zu tun! Risiko gering.

AFGHANISTAN:
In Afghanistan wird ein Pertussisausbruch (Keuchhusten) vermutet, mit bis dato 140 Toten (!!). In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass alle erwachsenen Personen, die für eine Diphtherie/Tetanus Impfung anstehen, nun gleich mit einer 3-Komponentenimpfung auch gegen Pertussis geimpft werden sollen - gilt auch für Mitteleuropa.

Quelle: reisemed.at

Nepalfan
17.01.2003, 11:57
Namasté Andreas,
Im Newletter hast du geschrieben, daß in Wien 2 Reisende an Malaria gestorben sind. Ich habe gehört, daß es sogar 4 waren, die eine Safari mitgemacht haben und infiziert worden sind.
Aprospos Malaria, ich habe einnmal erlebt, daß Rucksakcreisende homäopatische Malariaprophylaxe genommen haben. Jetzt nichts gegen Homäopathie, aber bitte mit Verstand. Den Malariaerregern wird es vollkommen piep sein, ob jemand homäopatische Malariaprophylaxe betreibt. Da hilft nur die chemische Keule. Und besser ein paar nebenwirkungen in Kauf nehmen, als an Malaria zu sterben.
Nepalfan

(bald wieder unterwegs, allerdings in malariafreies Gebiet)

Karin_S
21.01.2003, 21:48
Also was die Malaria angeht, scheiden sich ja die Geister - die beste Vorbeugung nutzt nix, wenn ich mich nicht vor den Stichen schütze, kriegen tue ich sie trotzdem :-/
Und wenn ich sie nicht kriege, dann werden die blöden Viecher resistent und die (zu oft arme) Bevölkerung hat das Nachsehen, weil sie nicht an Medikamente rankommt...
Beratung bei einem Tropeninstitut und/oder einem entsprechend geschulten Arzt sollten immer selbstverständlich sein und dann vernünftig nachdenken, wie groß das Risiko wirklich ist, dass man sich die Malaria einholt. Soll ich 11 Wochen Lariam schlucken, weil ich in 6 Wochen Nepal 3 Tage im Terai verbringe? Da sind mir persönlich die Nebenwirkungen zu heftig, lieber einen Malariaschnelltest und ein Stand-by-Präparat...
Karin

Nepalfan
22.01.2003, 20:54
Namasté
Karin, hast ja recht. Meinte auch nur im Fall Kenia. Wenn ich nur drei Tage im Terai bin, nehm ich sicher auch keine Chemiekeulen!
Nepalfan

...noch 38 Tage...