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Vollständige Version anzeigen : SARS Gefahr oder Hysterie?


Guest
09.04.2003, 22:16
Hallo
Wie seht ihr die Gefahr durch SARS? Ist das eine ernste Gefahr oder nur Hysterie?
Wir wollen nach Indien. Bis jetzt gibt es ja keine SARS-Fälle in Indien, aber webnn es überschwappt von China oder Singapur, ist Indien wohl sehr gefährdet. Die Hygienbedingungen dort sind ja besonders schlecht! Kann es ein, daß eine richtige Seuche ausbricht?
cu
Caro

Peter_N
09.04.2003, 23:03
Hallo Caro,

eine gute Informationsquelle, neben vielen anderen natürlich, ist in solchen Fällen das Auswärtige Amt.
Du kannst es Dir unter dem Link anschauen:
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/index_html
Dort steht in der rechten Rubrik bereits ein Link zum SARS;

oder direkt für das Reiseland Indien
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_
html?type_id=14&land_id=60
In der rechten Rubrik sind alle notwendigen Links aufgelistet.

Eine gute Adresse über Infos zum SARS ist die vom Robert-Koch Institut:
http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM?/INFEKT/ARSUU.HTM&1


Gruss, Peter

Nepalfan
10.04.2003, 07:46
Hallo
Wie seht ihr die Gefahr durch SARS? Ist das eine ernste Gefahr oder nur Hysterie?
Wir wollen nach Indien. Bis jetzt gibt es ja keine SARS-Fälle in Indien, aber webnn es überschwappt von China oder Singapur, ist Indien wohl sehr gefährdet. Die Hygienbedingungen dort sind ja besonders schlecht! Kann es ein, daß eine richtige Seuche ausbricht?
cu
Caro


Namasté Caro,

Bislang hab ich noch nie über die Gefahr nachgedacht. Könnte eine richtige Epidimie werden, wenn man die Nachrichten so hört. Hab bislang aber noch keine Fälle von Ansteckung auf Touris gehört. Wär aber nicht fein, mit Mundschutz herumzulaufen. Ist sie auch übner Berührung (Bierflasche;D) übertragbar?
Würde die Meinung eines Arztes genre hören.

@ Peter: Die Links sind okay, sind aber nur Warnungen, keine Darstellung der Gefährlichkeit.

nachdenklich,
Nepalfan

Peter_N
10.04.2003, 09:09
@ Peter: Die Links sind okay, sind aber nur Warnungen, keine Darstellung der Gefährlichkeit.


Du musst mal auf den Link vom Robert-Koch Institut gehen (s.o.). Im PDF Dokument ("Fragen & Antworten" zu SARS") ist viel über diese Krankheitsform beschrieben. Ansteckung, Erkennbarkeit, Verlauf, Tipps zum Verhalten usw...

Gruss, Peter ¤*#;)

JoBlue
10.04.2003, 12:51
Hi,

also laut WHO gibt es bisher 2353 bekannte Fälle von SARS-Erkrankungen, wobei davon 84 Menschen gestorben sind. Das macht also eine ungefähre Sterblichkeitsquote von 3,5 %.

Quelle: http://www.who.int/csr/sarscountry/2003_04_04/en/

Andreas
14.04.2003, 09:56
Hallo Caro,

Ich denke mal, es ist wie bei allen Dingen auf Reisen: Man muss Infos einholen (auch und gerade vor Ort), hinterfragen und abwägen. Man ist sich selbst gegenüber in der Verantwortung.

Meiner Meinung nach wird, um auf deine Frage einzugehen, SARS derzeit eher 'hysterisiert'. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen vorausgesetzt, besteht als Reisender kaum Gefahr, daran zu erkranken.

Sehr gute Infos über die Gefährlichkeit findest du hier:
http://www.reisemed.at/news.html

Um aus diesem Artikel kurz zu zitieren:
Übertragen wird die Infektion wahrscheinlich durch Tröpfcheninfektion, allerdings ist ein enger Kontakt mit einem Erkrankten für eine Übertragung nötig. Die Pneumonie ist also nicht hochansteckend (wie z.B die Feuchtblattern oder Masern) bei "Zufallskontakten" und damit für touristisch Reisende nicht als ernste Bedrohung anzusehen.Bedauerlich ist, dass die Gesundheitsministerien einzelner Länder völlig diverse und uneinheitliche Reiseempfehlungen aussprechen, was weiter zur Verunsicherung beiträgt. So gibt z.B. das CDC für Vietnam eine Warnung, gleichzeitig ist dies aber die Region, die seit 8 Tagen keine neuen Fälle mehr hat und bei einer Inkubationszeit von etwa 10 Tagen scheint es sehr wahrscheinlich, dass dort der Ausbruch erlischt. Es steht in diesem Artikel auch:Anmerkung: Diese Erkrankungen sind absolut ernstzunehmen und sollen nicht verharmlost werden - es soll jedoch nicht das gesunde Augenmass für die epidemiologische Beurteilung fehlen: Ein Tourist hat praktisch keine Chance, die Krankheit zu bekommen.
Sehr interessant ist auch eine beigefügte Grafik, wie sich SARS ausgebreitet hat!

Ich hoffe, dass mein Beitrag geholfen hat.
Schöne Grüße,
Andreas

Mansur
16.04.2003, 20:21
Hallo,

ich weiss jetzt auch nochnicht so vieldarüber und als ich von diesem ersten verdacht vor einer woche hörte war ich auch erst beunruhigt. wir wollen ja auch diesen sommer nach indien (Mit Kind).

klar... Informieren ....!

Um es aber nur in erinnerung zu rufen .... vor ca. 5 Jahren gab es ja diese "Lungenpest" in indien.

da habe ich noch die schlagzeilen in erinnerung "Endemische Ausmaße .... Millionen Tote ....".
schlussendlich was ja dann doch nicht so viel los.

Ich glaube schon, daß die indische regierung einiges an Maßnahmen ergreifen könnte .... Hat ja eine funktionierende "Demokratie".

Außerdem denke ich hat "Schmutz" ansich ja wahrscheinlich nicht so viel mit der verbreitung zu tun. Eher schon die Bevölkerungsdichte und die Qualität der Krankenhäuser ....

Ich wünsche Dir nicht zu viele Sorgen ....
vielleicht eine schöne reise...

Mansur


Hallo Caro,

eine gute Informationsquelle, neben vielen anderen natürlich, ist in solchen Fällen das Auswärtige Amt.
Du kannst ¤*#es Dir unter dem Link anschauen:
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/index_html
Dort steht in der rechten Rubrik bereits ein Link zum SARS;

oder direkt für das Reiseland Indien
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_
html?type_id=14&land_id=60
In der rechten Rubrik sind alle notwendigen Links aufgelistet.

Eine gute Adresse über Infos zum SARS ist die vom Robert-Koch Institut:
http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM?/INFEKT/ARSUU.HTM&1


Gruss, Peter

Andreas
29.04.2003, 08:39
Vietnam hat SARS unter Kontrolle
Weiterhin Einschlepp-Gefahr durch internationalen Reiseverkehr
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Hanoi (pte, 28. April 2003 11:00) - Laut der vietnamesischen Regierung ist die Lungenkrankheit SARS im südostasiatischen Land unter Kontrolle. Seit 20 Tagen hat es im ganzen Land keine Neuerkrankung mehr gegeben. Dieser Zeitraum entspricht der doppelten Inkubationszeit und dient als Kriterium dafür, Reisewarnungen aufzuheben, da die Krankheit als eingedämmt gilt. "Der SARS-Ausbruch wurde in Vietnam erfolgreich eingegrenzt", bestätigt auch die Gesundheitsministerin Tran Thi Trung Chien, heute Montag. Vietnam zählt infolgedessen nicht mehr zu den gefährlichen Regionen.

"Allerdings ist wegen des internationalen Reiseverkehrs die Gefahr groß, dass SARS wieder eingeschleppt wird", zitiert der australische Nachrichtendienst News.com.au http://news.com.au eine Warnung der Gesundheitsministerin. Auch die WHO warnt, dass Vietnam die Lungenkrankheit aus China, wo sich SARS weiterhin ausbreitet, und von Reisenden, die aus anderen SARS-Gebieten einreisen, importiert werden könnte.

Vietnam wurde als erstes Land auf die WHO-Liste der SARS-Gebiete aufgenommen. Insgesamt wurden etwa 60 Fälle bekannt, fünf Menschen starben offiziell an der Lungenkrankheit. (Ende)

Quelle: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=030428019

[hr]

SARS: 24-Stunden-Quarantäne für chinesische Banknoten
Bank bestrahlt Geld wird mit UV-Licht
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Peking (pte, 29. April 2003 08:36) - Chinesische Banken greifen im Kampf vor weiteren Ansteckungen mit der Lungenkrankheit SARS zu einer unkonventionellen Maßnahme. Bevor Papiergeld wieder in Umlauf gebracht wird, behalten die Banken die eingenommenen Geldscheine 24 Stunden lang ein. Laut Experten gibt es zwar keinen eindeutigen Beweis, dass die Erkrankungshäufigkeit bei jenen Personen, die häufig mit Banknoten hantieren, größer ist. Die People´s Bank of China http://www.pbc.gov.cn/english will aber dennoch verstärkt neue Banknoten in Umlauf bringen, um die Übertragung des SARS-Virus einzudämmen. Die Bank rät auch zu Verwendung von Bankomatkarten, um den engen Kontakt mit anderen Menschen einzuschränken.

Auch die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) http://www.95588.com/e_index.jsp hat Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit getroffen. "Verdächtige Scheine werden zunächst desinfiziert und vier Stunden lang mit UV-Licht bestrahlt", zitiert die People´s Daily http://english.peopledaily.com.cn einen Sprecher der ICBC. Zudem werden jeden Tag die mehr als 700 Bankomaten der ICBC in Peking desinfiziert. Ebenso wie die People´s Bank of China rät die ICBC zur Benützung von Bankomaten, E-Banking und Telebanking.

Inzwischen bereitet sich Peking auf eine weiteren Anstieg der SARS-Erkrankungen vor. So soll ein neues Krankenhaus mit rund 1.000 Betten gebaut werden. Auch jenes Krankenhaus, in dem derzeit die meisten SARS-Patienten liegen, wird um weitere 184 Betten aufgestockt. (pte-special SARS) (Ende)

Quelle: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=030429003

[hr]

Die erste Meldung scheint mir in den Bereich des seriösen Umgangs mit der Gefahr zu sein, der zweite Artikel fällt wohl eher in die Kategorie 'Hysterie'.

Andreas