Vollständige Version anzeigen : Gewitter und Zelten
Hallo! Wer kann mir sagen, wie sicher, bzw. unsicher der Aufenthalt im Zelt während eines Gewitters ist? Ist eine Isolierschicht aus Schlafsack / Isomatte über dem Zeltboden ausreichend, um die Person vor Blitzschlag zu schützen? Oder sollte man das Zelt besser verlassen? Wer kann weiterhelfen? Danke im Vorraus! :)
Hallo straty,
Also etwas älter ist dieser Beitrag ja doch, aber vielleicht interessiert es ja den Einen oder Anderen immernoch.
vieles hängt davon ab, wie gefährlich es ist, sich bei einem Gewitter im Zelt aufzuhalten.
Wetter, Feuchtigkeit, Zelt und Stangenmaterial, Gewitterart usw usw
Generell sucht sich der Blitz:
¤*# ¤*# ¤*#- den kürzesten Weg.
¤*# ¤*# ¤*#- den Weg der am besten leitet
¤*# ¤*# ¤*#- den Weg mit der größten Feldstärke (Erdpotential)
Da nicht jeder damit etwas anfangen kann hab ich nochmal im Netz etwas gekramt,
und bin auf Folgendes im Lexikon unter Gewitterschutz gestoßen:
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Auf dem Zeltplatz
- Zum Schutz vor Blitzeinschlägen auf dem Zeltplatz sollen ein mindestens 10 Meter hoher
Blitzableiter in 100 Meter Entfernung zum nächsten Zelt aufgestellt werden. Je weiter die
Zelte weg sind, desto Höher muss der Blitzableiter sein. Bei einem Gewitter ist ein Radius
von 100 Metern um die Zelte tabu.
- Der Zeltplatz muss geräumt werden, wenn nicht alle folgenden Punkte vorliegen:
a. Die Zelte müssen metallfrei aufgestellt sein: Als ohne z.B. metallhaltige Stangen oder Heringe.
b. Kein Baum darf dichter als sein Höhe an einem Zelt stehen.
c. Ein Blitzableiter muss vorhanden sein
d. Innerhalb des Abstandes zum Blitzableiter darf kein Gegenstand höher sein als dieser.
e. Die Zelte sind gegen Orkanböen geschützt.
Quelle: www.gewitter.de
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Da es ja doch hin und wieder vorkommt das Trekkies nicht auf einem Zeltplatz übernachten, ist es "nicht so wirklich passend". Aber diese Richtlinien wurden nicht wilkürlich aufgestellt.
Ich denke 100%ige Garantie kann es nicht geben, auch wenn mann alle erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen hat. Aber man kann die Gafahr extrem minimieren durch beachten dieser Maßnahmen. Je mehr man beachtet um so sicherer wird es.
Tip: ¤*# ¤*# - Wenn Du große Angst vor Gewitter hast, such Dir doch einfach das "gewitterlose" Land. Schau Dir mal auf oben geposteter Page unter "Blitze" an, wo viele und wo weniger auftauchen.
Hoffe Dir und allen die dieses Thema interessiert ein Stück weiter geholfen zu haben.
Smeagol
Hi,
also leider kann ich sagen, das diese Geschichte, von wegen der schlägt nur am höchsten Punkt etc, gar nicht mehr aktuell ist, auch wenn es noch voen vielen gesagt und geperdigt wird.
Hierzu gibt es massenhaft Beispiele von Blitzeinschläge in Menschen.. letzter Einschlag in einen Motorradfaherer mitten auf der Autobahn, wo in nächster umgebung Strommasten stadnen, die wirklich höher sin als der motorradfaherer.
Wie sich das nun im bezug aufs Zelten auswirkt, weis ich nicht, aber diese Theorie, dürfte somit hinfällig sein :(
LG
Kathrin
>>>>Die Zelte müssen metallfrei aufgestellt sein: Als ohne z.B. metallhaltige Stangen oder Heringe.
Das finde ich interessant. Ich dachte immer wenn man ein Zelt mit Metallgestänge hat, dann befindet man sich in einem Farraday'schen Käfig und ist damit sicher. So wie man auch in einem Auto vor Blitzen sicher ist.
Aber vielleicht sind Zelte doch keine Farraday'schen Käfige.
Grüße Björk
Da muß ich bjöerk zustimmen, aber vielleicht haben wir ja einen Physiker unter uns der es erklärt.
Im Gebirge benutzen ich aber Glasfibergestänge, trotzdem würde mich ne Antwort interressieren.
unkas
Hallo,
Ich bin zwar kein Physiker, aber ¤*#8)
Ein Faraday'scher Käfig wirkt nur dann, wenn man von Metall umgeben ist, als ob man im »Käfig« sitzt. So verteilt sich die Ladung z. B. in einem Auto über die Karrosserie und dringt dann in den Boden weiter ein. Im Inneren des Autos ist es für die geladenen Teilchen »leicher« über den Metallrahmen zu laufen, als einen Blitz im Inneren von Decke zu Boden entstehen zu lassen.
Im Zelt ist man ja von nicht leitenden Materialen umgeben. Wäre die Zelthaut ebenfalls aus Metall, dann würde auch dort der Käfig-Effekt wirken. So wirken die Zeltstangen im Extremfall einfach nur als Blitzableiter und die Ladung verteilt sich nicht...
Andreas
>>>>Ein Faraday'scher Käfig wirkt nur dann, wenn man von Metall umgeben ist, als ob man im »Käfig« sitzt
Ja so denke ich mir das auch. Wenn man halt ein Zelt aus Metallgestänge hat? Dann ist es doch ein Käfig? Natürlich unter der Vorrausetzung der Blitz schlägt ins Gestänge ein. Ob beim durchstrom der ladung dann die Zelthülle in Flammen steht ist ja ne andere Sache. ;D
Zumindest dürfte der Blitz vom Metallgestänge nicht in die Zeltinsassen übergehen.
Grüße Björk
Also ein Faraday'scher Käfig ist ein Zelt wohl nicht.
Elektrische Felder kann man durch geerdete Drahtgitter, Drahtgeflecht oder Metallflächen abschirmen. <-- Irgendwie sieht mein Zelt anders aus ¤*#;)
>> Vorher den Wetterbericht hören ist wichtig.
Tip: ¤*# ¤*# - Der Wetterbericht gibt uns Auskunft über Kleidung, Proviant, spezielle Ausrüstung und evtl. Medikamente. Zu einer guten Vorbereitung gehört das Hören des Wetterberichtes unbedingt dazu!
Smeagol
Der Abstand der "Gitter" im Zelt ist viel zu groß als daß man damit einen Farrady'schen Käfig basteln könnte. Wenn es also ins Zelt reinschlägt fährt der Blitz da durch wo es ihm am besten paßt (Leitfähigkeit etc.). Nebenbei ebtzündet der Blitz das Zelt auch noch was einen Effekt haben dürfte wie ein durchzündender Benzinkocher.
Dagegen helfen (hoffentlich) nur die allgemeinen Tipps:
Erhöhte Punkte meiden, Abstand von Erhebungen (Bäumen, Masten etc.) halten, Metallgegenstände meiden usw.
Ach ja - im Fadenkreuz eines Gewitters zu stehen ist sehr unangenehm. Wenn plötzlich alle Metallgegenstände "Feuer" fangen und auf der Haut brennen sollte man schleunigst Deckung suchen und die typischen Maßnahmen treffen (keine große Schritte, beim Hinhocken Beine geschlossen usw.)
Und auch dann macht es keinen Spaß.
Alex
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