Andreas
13.02.2004, 11:29
Eben in Spiegel-Online gefunden:
VOGELGRIPPE IN OSTASIEN
Trekking-Touristen sollten besonders vorsichtig sein
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Zwar sehen die WHO und das Auswärtige Amt keinen Grund, generell vor Reisen in die mit dem Vogelgrippen-Virus infizierten Länder wie Thailand oder Vietnam zu warnen. Doch Touristen sollten sicherheitshalber die beliebten Märkte, auf denen auch Geflügel verkauft wird, meiden.
Düsseldorf/Genf - Nachdem am Montag auch Pakistan bekannt gab, von der Vogelgrippe betroffen zu sein, grassiert die Viruserkrankung nun in acht asiatischen Ländern. Das Reisen in diesen Ländern ist nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation WHO derzeit kein Problem, Gründe für eine Reisewarnung gebe es derzeit nicht. Anders als bei der Lungenkrankheit Sars werde das hoch ansteckende Virus H5N1 nicht von Mensch zu Mensch übertragen und daher bei Reisen nicht weiterverbreitet, erläuterte der Leiter des WHO-Grippeprogramms, Klaus Stohr, in Genf.
Das Risiko sei minimal, sagt auch Irmela Müller-Stöver vom Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf. "Urlauber sollten allerdings vermeiden, mit Geflügel in direkten Kontakt zu kommen." Bisher seien ausschließlich Personen infiziert worden, bei denen das der Fall war. Der Verzehr von gebratenem oder gekochten Hühnerfleisch sei nach jetzigem Kenntnisstand unbedenklich, sagte die Medizinerin. Die WHO rät daher allen Konsumenten, generell sowohl Eier als auch Geflügelfleisch auf mindestens 70 Grad Celsius zu erhitzen.
Urlauber sollten sicherheitshalber Märkte meiden, auf denen Geflügel verkauft und oft Hunderte von Tieren auf engem Raum eingesperrt sind, rät Müller-Stöver. "1997 beispielsweise ist die Geflügelpest in Hongkong auf einem dieser Märkte ausgebrochen." Erhöhte Vorsicht sollten Trekking-Touristen walten lassen, die sich auch auf dem Land aufhalten und beispielsweise auf Bauernhöfen übernachten. "In solchen Fällen ist das Risiko, mit Geflügel in Kontakt zu kommen, unvermeidlich erhöht."
Während die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken trotz der Entwarnung für gegartes Fleisch seine Filialen in Vietnam schloss und ankündigte, demnächst nur noch Fried Fish in seinen Restaurants anzubieten, lässt sich Thai Airways nicht so leicht beirren. Die thailändische Fluggesellschaft vertraut auf ihre informierten Passagiere und serviert auf internationalen Flügen weiterhin Hühnchen: Vielen Leuten mache das nichts aus, versicherte Supranee Anutchotkul, Mitarbeiterin im Krisenzentrum von Thai Airways. "Man muss sich vor lebenden Hühnern in Acht nehmen, nicht vor gekochten, und die Leute wissen das." Und doch - auf Inlandsflügen wurde Geflügel vom Speiseplan gestrichen: Statt Hühnchen werden nun Krabben serviert.
Quelle: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,283762,00.html
Andreas
VOGELGRIPPE IN OSTASIEN
Trekking-Touristen sollten besonders vorsichtig sein
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Zwar sehen die WHO und das Auswärtige Amt keinen Grund, generell vor Reisen in die mit dem Vogelgrippen-Virus infizierten Länder wie Thailand oder Vietnam zu warnen. Doch Touristen sollten sicherheitshalber die beliebten Märkte, auf denen auch Geflügel verkauft wird, meiden.
Düsseldorf/Genf - Nachdem am Montag auch Pakistan bekannt gab, von der Vogelgrippe betroffen zu sein, grassiert die Viruserkrankung nun in acht asiatischen Ländern. Das Reisen in diesen Ländern ist nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation WHO derzeit kein Problem, Gründe für eine Reisewarnung gebe es derzeit nicht. Anders als bei der Lungenkrankheit Sars werde das hoch ansteckende Virus H5N1 nicht von Mensch zu Mensch übertragen und daher bei Reisen nicht weiterverbreitet, erläuterte der Leiter des WHO-Grippeprogramms, Klaus Stohr, in Genf.
Das Risiko sei minimal, sagt auch Irmela Müller-Stöver vom Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf. "Urlauber sollten allerdings vermeiden, mit Geflügel in direkten Kontakt zu kommen." Bisher seien ausschließlich Personen infiziert worden, bei denen das der Fall war. Der Verzehr von gebratenem oder gekochten Hühnerfleisch sei nach jetzigem Kenntnisstand unbedenklich, sagte die Medizinerin. Die WHO rät daher allen Konsumenten, generell sowohl Eier als auch Geflügelfleisch auf mindestens 70 Grad Celsius zu erhitzen.
Urlauber sollten sicherheitshalber Märkte meiden, auf denen Geflügel verkauft und oft Hunderte von Tieren auf engem Raum eingesperrt sind, rät Müller-Stöver. "1997 beispielsweise ist die Geflügelpest in Hongkong auf einem dieser Märkte ausgebrochen." Erhöhte Vorsicht sollten Trekking-Touristen walten lassen, die sich auch auf dem Land aufhalten und beispielsweise auf Bauernhöfen übernachten. "In solchen Fällen ist das Risiko, mit Geflügel in Kontakt zu kommen, unvermeidlich erhöht."
Während die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken trotz der Entwarnung für gegartes Fleisch seine Filialen in Vietnam schloss und ankündigte, demnächst nur noch Fried Fish in seinen Restaurants anzubieten, lässt sich Thai Airways nicht so leicht beirren. Die thailändische Fluggesellschaft vertraut auf ihre informierten Passagiere und serviert auf internationalen Flügen weiterhin Hühnchen: Vielen Leuten mache das nichts aus, versicherte Supranee Anutchotkul, Mitarbeiterin im Krisenzentrum von Thai Airways. "Man muss sich vor lebenden Hühnern in Acht nehmen, nicht vor gekochten, und die Leute wissen das." Und doch - auf Inlandsflügen wurde Geflügel vom Speiseplan gestrichen: Statt Hühnchen werden nun Krabben serviert.
Quelle: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,283762,00.html
Andreas