Vollständige Version anzeigen : Tod durch Malariaprophylaxe
Mir ist zu hören bekommen, das einige Malariapräperate lebensgefährlich sein sollen, weil sie in Verdacht stehen Paranoia zu bewirken mit hoher Suicidgefahr. Wegen hoher Schadenersatzforderungen in den USA soll dies auf den Beipackzetteln dort erwähnt sein. Hier soll das nciht erwähnt sein, weil unsere Schadenersatzbeträge niedriger sind und der Nachweis schwieriger sein soll.
Mir wurde ferner berichtet, das man wegen der Giftigskeit der Tabletten diese nicht langfristig einnehmen soll und das der Körper 2 Jahre braucht,um das Gift abzubauen.
Ferner wurde mir geraten Malariaprophylaxe nur in Hochrisikogebiet Amazonas und Mittelafrika einzunehmen keineswegs sind Südostasien.
Bei einer Schwangerschaft soll die Gefahr der Mißbildung bestehen.
Ferner sollte Malariamittel nur dann genommen werden, wenn wirklich man erkrankt ist. Dabei sollte man lieber auf die Ärtze vor Ort vertrauen, die sich besser auskennen sollen als hiesige Ärzte.
was ist von solchen Ratschlägen zu halten, die mich ziemmlich verwirrt haben?
Klar ist, dass Malariaprophylaxe-Tabletten Nebenwirkungen haben. Schwangere sollen sie nicht nehmen. Alles andere scheint mir ins Reich der Gerüchte zu gehören.
Im Grunde genommen gibt es nur einen Tipp: einen Tropenmediziner aufsuchen und alle Fragen durchgehen!
Andreas
Hallo,
auf die möglichen Nebenwirkungen auf die Psyche bei der Einnahme von Lariam wird im Beipackzettel durchaus hingewiesen, gerade bei der längerfristigen Einnahme des Präparats. Wenn ein langfristiger Aufenthalt in einem Malariagebiet geplant wird, sollte man sich sowieso Gedanken darüber machen, ob die Mitnahme eines stand-by Präparates (je nach dem Lariam oder Halfan) nicht sowieso sinnvoller ist, als eine dauernde Einnahme.
Auch auf die Gefahr von Missbildungen bei Föten wird im Beipackzettel auch hingewiesen, diese besteht aber bei fast allen Medikamenten. Und spätestens seit Contergan wird sich kein Hersteller mehr gerade dieses Ei ins Nest legen...
Über die Frage, wie sinnvoll eine Malariaprophylaxe überhaupt ist, wird schon lange gestritten, nicht zuletzt auch, weil diese zu einer Resistenzbildung beim Erreger führen kann. Viele raten auch auf diesem Hintergrund zur stand-by-Therapie.
Stand-by heißt übrigens, dass man erst bei Verdacht auf eine Erkrankung bzw. deren Nachweis, mit der Einnahme von Medikamenten beginnt.
Es ist sicher richtig, dass sich Ärzte vor Ort mit Malaria besser auskennen, weil es für sie das ist, was für einen europäischen Mediziner der Schnupfen. Sich aber darauf zu verlassen, halte ich für fahrlässig, da die hygienischen Verhältnisse das Risiko, sich etwas Anderes (Schlimmeres?) einzufangen doch sehr erhöhen und man nie weiß, wie alt die vor Ort vorhandenen Medikamente sind. Mal ganz davon abgesehen, dass im Notfall der nächste Arzt Tage entfernt sein kann...
Wie Andreas schon sagte, am besten mit einem Tropenmediziner reden!
Karin
es ist leider nicht richtig, dass sich ärzte in malariagebieten mit malaria auskennen. malaria verläuft ausserdem bei der einheimischen bevölkerung (in malariagebieten) anders als bei touristen aus nicht malariagebieten. selbst in ländern mit relativ guten medizinischen standards und in grossstadtkrankenhäusern (beispiel thailand, chang mai) sind diese z.t. nicht in der lage eine malariadiagnose aus dem blut durchzuführen. auch in europäischen krankenhäusern ist die diagnose nur an spezialabteilungen sicher zu stellen. richtig ist, dass ärzte in europa die diagnose oft übersehen, da sie den erkrankten nicht nach tropenaufenthalten fragen. ¤*#dabei ist die prognose einer malaria tropica vor allem davon abhängig wie schnell die diagnose gestellt wird und die behandlung erfolgt. eine zu spät begonnene behandlung einer malaria tropica endet leider sehr häufig mit dem tod. deshalb ist eine stand by medikation (= medikamente nur im fall eines malariaverdachtes zu nehmen) hochriskant, wenn man sich nicht sehr gut über erkrankung, deren symptome sowie die malaria art die in dem gebiet das man bereist zu erwarten ist erkundigt hat. oft hat man auch dass problem, dass man malariaerkrankt die medikamente nicht mehr aufnehmen kann, da man andauernd erbricht. auch wenn man mit der behandlung begonnen hat, muss man sofort ein krankenhaus aufsuchen (so rasch wie irgend möglich) da die orale einnahme der medikation zumeist nicht ausreicht.
wer also keine malariaprophylaxe einnehmen will, geht ein gewisses risiko ein, das er zumindest durch sehr gute information vor der reise minimieren sollte (am besten das nächste tropenmedizinische institut befragen).....
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