Vollständige Version anzeigen : Trekkingtour auf eigene Faust von Huraraz aus
Meine Freundin und ich möchten Mitte September eine 5 - 9 tägige Trekkingtour auf eigene Faust von Huaraz aus unternehmen. In den Trekkingführern geht alles immer nur mit Führer, Treibern und Mulis. Wir möchten das aber gern allein machen, können aber nicht abschätzen ob das überhaupt geht, wegen Sicherheitslage, Wegfindung, genügend Nahrungsmittel mitnehmen etc...
Könnte mir jemand seine Erfahrungen mitteilen?
Außerdem würde mich interessieren welche Trekkingtouren für den genannten Zeitraum interessant sind. Wir haben bis jetzt Touren wie z.B. Pachma var, oder Hond ulta Tal auf der Liste.
Freue mich sehr über jede Rückmeldung
Jan
Hallo Jan,
die Gegend hat mich auch schon gereizt und hatte oft die selbe Frage, da ich gerne ohne Führer gehen würde. Was ich mich informiert habe ist, dass es zumindestens was die Sicherheitslage und Wegfindung angeht kein großes Problem sein sollte. Nur muss man halt alles tragen, und die Päße gehen auch mal über 5000m, dass kann schon anstrengend werden :D Naja, vielleicht meldet sich hier jemand auch mit eigenen Erfahrungen.
Grüße
Thomas
Kommt vielleicht schon zu spät, aber trotzdem einige Hinweise zum Thema.
Wenn man will kann man von Cuzco bis Quito wandern. Das ist die Anden Inca Road oder was ich persönlich schöner finde: die Königsstraße der Inkas.
Zwangsläufig kommt man da in die Region Huaraz rein. Also kann man logischerweise auch von Huaraz nach Norden oder nach Süden auf dieser Route wandern
oder Wanderungen zu Rundtouren kombinieren. Der schönste Abschnitte ist zw. Huari und Yanahuanca, also genau in der Huaraz Area bzw. in der Cord. Blanca.
Man kann recht gut einfach 2 Pässe verbinden und kommt dann so auf ca. 1 Woche bis 10 Tage Gehzeit. Dafür kann man den Proviant tragen. Auch gibt es dort genügend Dörfer oder Ansiedlungen wo man von den Ansässigen etwas kaufen kann; Kartoffeln, Mais usw. In der Region laufen inzwischen sehr viel Touristen rum und die Einheimischen versuchen ,durch Verkauf von Lebensmitteln oder indem sie für Wanderer kochen, sich paar Sol zu verdienen. In Huaraz kann man sich recht gut verproviantieren. Die Pässe sind natürlich oft an die oder über 5000 Meter, aber die Wege dazwischen verlaufen durchschnittlich auf so ca. 3000-4000m. Bei guter Höhenanpassung ist das kein großes Problem, denn die Wege sind eigentlich nicht sehr schwierig zu gehen.
Also ich hatte keine Problem beim Alleinwandern, zur Sicherheitslage in SA habe icvh sowieso meine eigene spez. Meinung und habe mich dazu auch schon mehrfach hier im Forum geäußert, so das ich das jetzt nicht wiederhole. Ich denke, dass gerade um die Gegend von huaraz unorganisierte Touren noch mit am besten möglich sind.
Gruß Nemo
Danke euch beiden für eure Antworten.
Wir waren in Huaraz und wir waren auch allein unterwegs. Ohne Führer und ohne Mulis. Traumhafte Landschaft, staubige Strassen, überwältigender Sternenhimmel, riesige Berge und gigantische Wasserfälle...
Sind von Marcara nach Chacas gelaufen.... wollten eigentlich nach Shilla haben uns dann aber nach diversen "Verlaufern" umentschieden.
Die Täler sind sehr sehenswert. Nach Vicos wird es einsamer, davor ist das Tal ziemlich dicht besiedelt. Auf der anderen Seite vom Pass sieht man lange Zeit keinen Menschen.
Gefährlich war es auf keinen Fall, werden auf alle Fälle wieder auf diese Art reisen und auch die schweren Rucksäcke und die damit verbundene Langsamkeit in Kauf nehmen.
Chacas ist ein sehenswerter kleiner Ort! Wer dorthin kommt sollte sich etwas Zeit nehmen die wunderschönen geschnitzten Balkone und die Kirche anzusehen.
Gruß
Jan
Gefährlich war es auf keinen Fall, werden auf alle Fälle wieder auf diese Art reisen und auch die schweren Rucksäcke und die damit verbundene Langsamkeit in Kauf nehmen.
Gratulation zu einer guten Entscheidung. Hat man/frau einmal Blut geleckt geht es gar nicht mehr Anders und das mit der oftmals propagierten Gefährlichkeit relativiert sich dann auch von ganz alleine:D Für mich sind die Menschen in SA die Nettesten und Liebenswertesten überhaupt! Naja, ich merke es schon selbst - der Lokalpatriotismus geht wieder mit mir durch;)
Gruß Nemo
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