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Vollständige Version anzeigen : Ein Leben ohne Trekking.....


Nemo
22.08.2005, 18:55
...ist möglich, aber sinnlos. (etwas abgewandelt von Loriot) :-)

Also ich muß irgendwie mal weg. Da ich erst so im Dezember nach Südamerika zurück kann, möchte ich mir die lange Warte-Zeit mit einem Kurztrip etwas versüßen. Habe so an 10 Tage Dolomiten oder Pyrenäen gedacht. Weiß jemand von euch wie es da wettermäßig so etwa Mitte September aussieht? Ich fände etwas Sonne schon ganz nett, also zumindest will ich nicht im dichten Nebel rumirren oder so in der Art. Ja und dann würde ich gerne noch wissen wie viele Leute um diese Zeit da noch rumstapfen, ich denke die Saison ist dann doch vorbei, oder? Ja und wenn noch jemand ` ne schöne Tour für mich weiß oder empfehlen kann, tja dann bin ich nicht mehr zu bremsen. Denn wie gesagt: ein Leben ohne...

Gruß Ute

Thomas
22.08.2005, 19:19
Hallo Ute,

und ich habe schon beim Titel des Postings Angst bekommen, dass mir jemand weißmachen will, dass es ein Leben ohne Trekking gibt :D

Ein "Kurztripp" von 10 Tagen, na, nicht schlecht :-)

Aber zum Thema, "eigentlich" soll es im September sowohl in den Pyrenäen als auch in den Dolomiten das Wetter ziemlich gut sein, vor allem ist es oft stabiler (weniger Gewitter) als die vorherigen Sommermonate. Bei kälteren Temperaturen gibt es aber eine tolle Fernsicht. Vor allem in den bekannten Teilen der Dolomiten (so rund um Cortina oder das Grödnertal) ist es aber irgendwie in den letzten Jahren in Mode gekommen auch im September loszuziehen, ist zumindestens so mein persönlicher Eindruck. Pyrenäen habe ich mal im September probiert, naja, das war die bisher längste Regenperiode die ich jemals, irgendwo erlebt habe: 8 Tage Dauerregen. Aber in diesem Jahr tendiert dieser Raum eher zur Trockenheit wärend es in Oberitalien ja schon seit längerem ziemlich regnerisch zugeht. Wenn du spontan fahren kannst würde ich mich auf kein Ziel konkret festlegen. Außerdem kann man dann für zwei Gebiete sich schon mal die Topokarten reinziehen und ein bißchen Bilder schauen und so, und das ist ja schon mal der halbe Spaß, oder?

Grüße

Thomas

Lungta
22.08.2005, 22:14
und ich habe schon beim Titel des Postings Angst bekommen, dass mir jemand weißmachen will, dass es ein Leben ohne Trekking gibt

... und ich, es sei etwas schlimmes passiert (Knie unheilbar kaputt oder sowas).

Zwei Wege/Gebiete, die mich mal reizen würden (und von der Jahreszeit her noch hinkommen sollten): GTA und Vanoise. Aber vermutlich hast du selbst schon so viele Ideen...

Christine

Nemo
22.08.2005, 22:21
Hallo Christine, Thomas,

in meinen Infos über die Pyrenäen habe ich gelesen, dass sich das Wetter im Spätsommer stabilisieren soll. Natürlich läßt sich nun wieder nicht genau definieren wann der Spätsommer beginnt. Aber klar, Wetter ist meistens auch Glückssache. Nur auf den von dir beschrieben Dauerregen habe ich keinen Bock, da kann ich ja auch hier zu Hause bleiben...;) (wie ist es momentan in meiner Lieblingsstadt Dresden?) Italien und Österreich wird im Moment von Tief Norbert begossen, und es kann eigentlich nur noch besser werden.
Aber zurück zu den Pyrenäen. Kennst ihr/du die Route vom Vall dÀran durch die Aigüestortes bis zum Mittelmeer? Damit habe ich liebäugelt, da könnte ich sozusagen als Bonus im MM abschließend noch ein Bad nehmen, denke ich mir zumindest so. Allerdings ist das wieder NP und stark frequentiert, wahrscheinlich auch im September. Bei den Dolomiten habe ich so an das Gebiet um die Marmolada gedacht, natürlich auch eine Atraktion schlechthin.
Ich glaube, ich werde mich so um den 08.09. entscheiden, da soll es ungefähr losgehen. Vielleicht belese ich mich noch über Schweden, da war ich lange schon nicht mehr und im Sarek zum Bsp. ist es schön einsam. Hach, ist das wieder alles schwierig, nirgends strapaziert sich der Mensch mehr, als bei der Jagd nach Erholung - wie wahr. :D

Gute Nacht Ute

Thomas
23.08.2005, 09:22
...wie ist es momentan in meiner Lieblingsstadt Dresden...

oh, und ich dachte deine Lieblingsstadt wäre nun Osnabrück :D Hier in Dresden ist es am Regnen, dass kann man ja kaum glauben :-( Immerhin macht es einem leichter zu ertragen, dass man ehe keine Zeit für eine kleine Tour zwischendurch hat *G*

Sarek um die Zeit wäre natürlich echt was tolles! Im Nordeuropaforum hat gerade jetzt Fjaellraev einen Link zu seinem Reisebericht vom Sarek gepostet, super Bilder!

Grüße

Thomas

Ingrid
24.08.2005, 08:33
Moinmoin Ute,

wenn Du schon auf der Landkarte bei den Pyrenäen bist - hast schon mal über die Picos de Europa nachgedacht ?
Die wären sicher auch was für Dich, muß so richtig schön wildromantisch sein, und es gibt Dörfer, wo man nicht mit dem Auto hinkommt.

liebe Grüße
vom Ingrid (das Dich sooo gut verstehen kann :-) )

Nemo
24.08.2005, 10:01
- hast schon mal über die Picos de Europa nachgedacht ?

Hallo Ingrid, habe ich noch nie was von gehört, (:omuß ich mich jetzt schämen?) klingt aber gut. Muß gleich mal im Internet suchen - wenn ich nicht wandere, surfe ich nämlich :D

Laß dir den Tag nicht von der Arbeit vermiesen, Gruß Ute

Ingrid
24.08.2005, 17:12
Nix mußt Du Dich schämen ! Dafür kennst Du Ecken in Südamerika, von denen ich noch nix gehört hab :-):-).

Vermute mal, Du bist schon fündig geworden.
Dann kennst bestimmt auch den Link - der ist neu und gigantisch gut, weil sie sogar die Routen beschrieben haben !!
http://www.picoseuropa.net/
(hach, allein die Bildschen gucken macht mich voller Fernweh...).
Ich glaub, Bulnes war der Ort, in den man nur zu Fuß oder Pferd oder Esel kommt - siehe unten :-).

Falls Du Dich für diesen September für was anderes entscheidest, und die Picos vielleicht aufs nächste Jahr verschieben würdest, so stell ich schon mal die offizielle Anfrage, ob Du dafür dann vielleicht noch einen Mitläufer suchst :-)
Dies Jahr geht net, zu viel auf dem Schreibtisch :(.

liebe Grüße
vom Ingrid, das recht gern arbeitet (aber dann nicht über weite Fernen nachdenken darf )

PS: ich hatte letztes JAhr mal ne Frage hier zu den Picos drin gehabt - mit vielen Antworten
http://www.trekkingforum.com/forum/showthread.php?t=1637

Nemo
25.08.2005, 08:06
Moinmoin Ingrid,

ja das mit den Picos sieht echt toll aus und könnte durchaus das Ziel meiner September-Hikingbegierde werden.
Bin aber noch unentschlossen, schwanke zwischen den Pyrenäen, der Pindos-Traverse und jetzt den Picos (nur wegen dir :D).
Werde das dann spontan entscheiden, hängt auch von den Flugpreisen ab die dann angeboten werden.

Nett dass du gefragt hast wegen nächstem Jahr, aber eine Antwort habe ich noch nicht für dich. Ich weiß ja noch nicht mal genau was ich ich in 14 Tagen machen
werde, vom nächsten also Jahr ganz zu schweigen. Unentschlossenheit ist nämlich einer meiner Charakterfehler, und ich mag mich nicht so recht entschließen, diesen Fehler
zu korrigieren. Und ich mache auch nicht gern langfristig feste Pläne, weil ich die sowieso immer wieder ändere. Dazu sind ja Pläne auch da. Dieses Jahr wollte ich
eigentlich den Pacific Crest laufen, nix war, dafür war ich völlig ungeplant ewig lange in Brasilien und sonst wo, nur nicht auf dem Pacific Crest. Spontanität ist da
eher meine Stärke, und von daher ist es also nicht ausgeschlossen, dass ich mit dir diesen Trip mache, wenn es denn paßt (bin ab ca.Dez./Jan. für länger weg),
vorausgesetzt du willst dir das ganz wirklich antun....

Bis dann Ute

Ingrid
25.08.2005, 08:57
Lalalalala - nun muß ich mich wohl schämen, wie ? :cool:

Also daß Du mir heute noch keine Antwort wegen nächstem Jahr geben kannst, ist mir völlig klar !! (ehrlich !)
Im Grunde bin ich ja ähnlich geartet, daß ich ungern langfristig plane.
Von daher: hast ja die Tel. No - und das Mail - wenn's Dir spontan in den Kopf kommt, irgendwann in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren diese Picos zu besuchen, dann sag einfach Bescheid. Passieren kann, daß ich dann sage "oh, ich war da schon" - aber das wird mich dann auch nicht abhalten, da wieder hinzufahren. Die haben so was magisches an sich, dort fahr ich glatt mehrmals hin.

Soll ich Dich mit noch was ins Grübeln bringen ??
Ich war die letzten Tage (4 Stück) in meiner Heimat, dem Saarland - sozusagen auf Wurzelsuche (und Fund), Verwandtschaftsbesuch und gucken.
Habe festgestellt, daß es gar einfach wunderschön dort ist (vom Essen ganz zu schweigen - ohh, hab bestimmt ein paar kg zugenommen).
Und - dabei habe ich festgestellt, daß es ein wunderschönes Trekkinggebiet ist.
Gibt sogar einen Trekkingführer mit 25 Routen. Zwar nicht Mehrtagestouren, aber die könnt man bestimmt basteln.
Aber nette, wilde, mystische und so weiter.

Gut, gut - das ist nicht das, was Du Dir für den September vorgenommen hast, aber so für ein verlängertes Wochenende ist das auch von Osnabrück aus zu machen.
Kann Dir das Büchlein mal ausleihen, und hab in der Zwischenzeit auch schon viele Links gefunen.

viele Grüße beim weiteren Grübeln (und nein, ich schäm mich nicht :cool: )
Ingrid

Nemo
25.08.2005, 13:07
Schämen? Son Quatsch, für ne Frage? Mal sehen was aus meiner Septembertour überhaupt wird, hatte nämlich gestern kleinen Unfall. Ich schreib das hier mal:

Also ich bin mit dem Fahrrad auf dem Heimweg aus meiner Lieblingskneipe, nüchtern wegen Apfelschorle. Es ist schon spät und stockdunkel. Schön, dass ich nicht an einer viel befahrenen Straße entlang fahren muss, sondern sich einer dieser Geh-/Radwege anbietet. Die sind schön breit und dekorativ von Gestrüpp gesäumt. Rechts am Rand stehen 2 Fußgänger ins Gespräch vertieft. Kein Grund für mich meine rasante Fahrt zu unterbrechen, es ist ja Platz genug. Was ich nicht gesehen habe, dass die 2 ins Gespräch vertieften Fußgänger von einer Bodenwurst (kleiner Hund) begleitet wurden. Diese Bodenwurst also war gerade am kacken, versteckt und unsichtbar auf der linken Seite des schönen, breiten von Gestrüpp gesäumten Geh-/Radweges. Und was ich erst recht nicht sehen oder erahnen konnte war, dass diese ins Gestrüpp kackende Bodenwurst ausnahmsweise auch noch vorschriftsmäßig angeleint war, und zwar mit so einer Leine die dem Hund Freilauf gewährt. Nun passierte folgendes: ich fahre über die Leine die ich nicht sehen konnte, der Hund war ja im Gebüsch beschäftigt. Die Leine kommt irgendwie stramm und verhakt sich in meinem Fahrrad. Da ich ziemlich flott bin, merke ich nur einen Widerstand und höre ein klägliches Jaulen und Winseln sowie ein Schreien und Toben dieser beiden nun nicht mehr ins Gespräch vertieften Fußgänger. Natürlich habe ich, so erschrocken wie ich war, sofort scharf gebremst und bin dabei über den Lenker vom Rad gefallen. Nun lag ich da neben der Bodenwurst die ich wohl 2-3 Meter mitgeschleift habe. Der Hund war schneller wieder auf den Beinen als ich und betrachtete aufmerksam sein Herrchen das total hysterisch auf mich einschrie und tobte und wütete und Anstalten machte mich tätlich anzugreifen. Als er mich mit Rotkopf, Tierquäler und anderen nicht sehr schmeichelhaften Ausdrücken emotional schwer verletzt hat und mit Anzeige wegen fahrlässiger fast Hundetötung drohte, nahm er sein Viech auf den Arm und zog von dannen, ohne sich vielleicht mal danach zu erkundigen ob ich auch ok bin. Ich saß immer noch völlig geschockt und verdattert neben meinem Fahrrad. Die Anspannung löste sich erst bei mir zu Hause, in Form eines Lachkrampfes.
Auch wenn dieser Beitrag vielleicht nicht unbedingt ins Forum passt und zur allgemeinen Erheiterung beiträgt und Andreas gleich mal eben statt "schreibt viel" "quasselt viel dummes Zeug" einsetzt, würde ich gerne mal wissen was du/ihr davon haltet. Ich meine, ich habe mir echt wehgetan (ziemlich viele Prellungen, vor allem am Knie und ne dicke Beule am Kopp). Und den Hund habe ich wirklich nicht gesehen, nicht sehen können. Von der Leine ganz zu schweigen. War ich nun wirklich fahrlässig oder muß so ein Hundehalter nicht auch ein wenig darauf achten wo sein Tier rumschnüffelt oder sonst was macht? Also mir braucht niemand mehr was von irgendwelchen Gefahren auf Trekkingtouren erzählen. Was mir so in der Zivilisation wiederfährt finde ich viel gefährlicher. An Zebrastreifen werde ich von wildgewordenen Autofahrern anvisiert, die solche wohl als Safarizone betrachten und auf Radwegen werde ich des Nachts von hysterischen Hundehaltern angegriffen. Da kann ich wirklich nur sagen: Irres Deutschland oder zumindest: lokal etwas eingeschränkt: alles verrück(t) in Osnabrück. Mein Lokalpatriotismus ist echt angeschlagen. Und ab sofort stimme ich für beleuchtete Hundeleinen!

Wer bedauert mich? Gruß Ute

Thomas
25.08.2005, 14:14
Hallo Ute,

na, du machst ja Sachen! Aber ist ja gut, dass nicht mehr passiert ist. Mir ist fast so ein ähnlicher Unfall passiert, ist aber bestimmt schon sechs oder sieben Jahre her. Hundebesitzer (Bodenwurst finde ich übrigens: :up: ) :) steht im Hauseingang und plaudert mit Nachbarin, Hund an Hundeleinen (die Dinger sind immer dann angeleint, wenn sie nicht sollen, wenn ich am Elbufer laufen gehe rennt mir bestimmt gleich ein Köter hinterher, aber der will ja nur spielen!!!) steht am Baum, die Hundeleine ist also schön vom Hauseingang quer über den Bürgersteig, den Fahrradweg bis hin zum Baum gespannt. Es war glaube so Dezember am späten Nachmittag, also schon recht dunkel. Naja, der Rest der Geschichte fast wie bei dir. Nur das ich nicht hingeflogen bin. Ich natürlich auch zuerst total perplex, warum der Hundebsitzer mich da so anmacht (dafür hat er aber keine so tollen Ausdrücke benutzt wie bei dir), eigentlich hätte ich ja sagen soll: "Ich will ja nur mit dem Hund spielen!", aber in dem Moment ist man irgendwie mit allem überfordert :-) Na, da aber weder mir noch dem Hund was passiert ist, hatte das keine rechtlichen Konsequenzen. Habe mich aber nach dem Unfall mal so ein bißchen kundig gemacht (da es schon so lange her ist kann ich dir leider keine Quellen nennen): In solchen Fällen, wenn die Hundeleine quer über den Fahrradweg läuft hat der Hundebesitzer zu 100% die Haftungspflicht. Was anderes ist, wenn es sich um einen reinen Gehweg handelt, da braucht der Hundebesitzer nicht mir Fahrradfahrern rechnen. Bei dir würde ja wahrscheinlich noch Beleidigung, unterlassende Hilfeleistungs und Fahrerflucht (oder muss man da Fußgängerflucht sagen???) hinzukommen. Naja, hoch lebe diese Land!

Grüße & Viel Besserung

Thomas

Lungta
25.08.2005, 15:21
Fahrerflucht (oder muss man da Fußgängerflucht sagen???)

Wie wär's mit Unfallflucht? Das ist jedenfalls der richtige Ausdruck.

Also aus dem Bauch heraus würde ich Folgendes zu der Geschichte sagen: Auf einem gemeinsamen Fuß-/Radweg muss man als Fahrradfahrer angemessen auf andere Verkehrsteilnehmer (also auch Fußgänger und was da sonst noch rumwuselt) Rücksicht nehmen. Bedeutet z. B.: ich kann an einem schönen Sonntagnachmittag nicht einfach über den Mainuferweg brettern und erwarten, dass mir die ca. 500 anderen Fahrradfahrer, Fußgänger, Inline-Skater, Kinder, Hunde, ... schon rechtzeitig aus dem Weg springen werden. Ich würde aber mal behaupten, dass man unter den von dir geschilderten Umständen nicht damit rechnen musste, dass quer über den Radweg eine Leine gespannt war, an deren anderem Ende ein Hund hing. Es sei denn ... du hättest kein Licht angehabt und die Leine wäre mit Licht beizeiten zu erkennen gewesen. Umgekehrt muss man sich natürlich auch als Fußgänger so verhalten, dass man keine Gefahren für die anderen Wegbenutzer schafft. Sofern es die Situation auf dem Weg zulies (also z. B. nicht die oben geschilderten Zustände eines Sonntagnachmittags auf dem Mainuferweg herrschten), würde ich mal behaupten, musste ein Hundehalter damit rechnen, dass ein Fahrradfahrer mit Fahrradtempo auf dem Weg fährt und im Dunkeln die Hundeleine nicht sehen kann. Und dementsprechend dafür verantwortlich ist, wenn dadurch ein Fahrradfahrer stürzt. Unschuldig ist dagegen der Hund. http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif Er kann schließlich nichts für seine Besitzer.

Ich wünsche dir jedenfalls ganz schnell gute Besserung!

Christine

Karin_S
25.08.2005, 15:47
Hallo,

mal so kurz reingehängt:

Dat ist dem Bodenwurstbesitzer (der Begriff ist total klasse) sein Problem. Wenn Du mit Licht unterwegs warst (und das unterstell ich mal), hätt er seinen Kampfdackel ranholen müssen.
Das ist kein Fall für den bösen Radfahrer sondern für den dummen Luxustierbesitzer, der haftet dann und zahlt. Sehen nur viele Luxustierbesitzer anders...

Bringt Dir nur wahrscheinlich nicht viel, weil Du ja nicht weißt, wer es war. Das er weg ist, ist ganz klar ne Unfallflucht in Kombination mit noch ganzen Menge anderer Dinge wie unterlassene Hilfeleistung, Beleidigung, Nötigung...

Auch von mir gute Besserung.

Karin

Thomas
25.08.2005, 15:50
Wie wär's mit Unfallflucht? Das ist jedenfalls der richtige Ausdruck.

Ok, hört sich irgendwie besser an :D Bin einfach nicht drauf gekommen!

Grüße

Thomas

Ingrid
25.08.2005, 18:19
Auch von mir erst mal gute Besserung, Ute.
Auch wenn du Dich sicher nicht danach fühlst mit Deinen Prellungen und der Beule - ich hab im zweiten Moment auch halb über der Tastatur gelegen, als ich fertig war mit lesen. Dein Sarkasmus in der Situation bzw. nachher ist gigantisch !
Auch Deine Vergleiche mit der Ungefährlichkeit des Trekking im Vergleich zum Großstadtdschungel sind sehr treffend !

Aber zum Vorfall.
Bodenwurstbesitzer, genauso wie Kampfhundbesitzer usw sind beim Ausführen derselben verpflichtet, auf selbige zu achten.
Deshalb haben sie ja die Leine, die sie dazu "befähigt".
Und das schließt ein, daß man auch mit anderen Bodenwurstbesitzern schwätzend, seine Wurst und die sie umgebende Situation nicht aus dem Auge verlieren darf !
Egal wo, weil schließlich sind er und seine Wurst nicht allein auf diesem Planeten. Auch auf einem Gehweg, egal, ob der nun für Fahrradfahrer extra ausgewiesen ist oder nicht.
Und in der Situation ebenfalls, denn wenn der Hund rechts im Gebüsch kackt, muß sich streng genommen der Besitzer auch nach rechts begeben, und nicht links ¤*#¤*#¤*#¤*# rumstehen und nicht auf das Geschehen achten.

Nur - wie Karin schon schreibt - die Wurstbesitzer sehen das anders, und umso weniger, je kleiner die Wurst ist.

Abgesehen mal von den verschiedenen Tatbeständen, die der werte Herr Dir so an den Kopf geschleudert hat, und daß er sich nicht nach Dir erkundigt hat, sollte er sich über eins im Klaren sein:
ein Hund ist eine Sache
ein Fahrrad ist eine Sache
ein Mensch ist keine Sache.

Du könntest ihn also streng genommen wegen Fortbewegungsmittel-fast-Tötung belangen... :cool:.

Aber im Ernst - ich hoffe, daß ich nie in so eine Situation geraten werde, denn ich vermute, ich würde dann wegen tätlichen Angriffs auf solche Besitzer im Knast landen.
Ich würde ihn sogar anzeigen, auch wenn er Dir nicht bekannt ist.
Du bist in jedem Fall im Recht, vor allem, weil Du Dich verletzt hast.

liebe Grüße
Ingrid

PS: ich liebe Hunde und sonstige Tiere, nur damit kein Mißverständnis aufkommt

Nemo
25.08.2005, 19:58
Danke, danke das tut ja sooo gut. Aber so schlimm wie es erst aussah ist es nicht, sind nur blaue Flecken. Der erste Schreck war größer. Außerdem ist Lachen nach wie vor die beste Medizin. Und ich habe mich schon mehrfach gebogen vor Lachen. Und alle die diese Storry zu hören bekommen haben auch. Dann noch die Kommentare dazu, eigentlich tut mir jetzt mehr der Bauch vor Lachen weh weh als alles Andere. Es muß echt das perfekte Video für Pleiten Pech und Pannen gewesen sein. Die Schimpfkonade von dem Hundehalter war im Nachhinein auch zum schießen. Krass ist eigentlich nur, das der einfach so abgezogen ist ohne mal zu fragen ob mir was passiert ist. Was lernen wir daraus: ein Fahradfahrer ist scheinbar weniger wert als eine Bodenwurst, zumindest bei Bodenwursthaltern mit brutaler, mitleidsloser Metzgermentalität.
Was du Thomas so berichtest kenne ich auch: da kommt ein Hund von der Größe eines Menschenfressers kläffend auf dich zu, der Halter ruft Sitz und Platz und bei Fuß und Pfui (letzteres finde ich geradezu beleidigend). Der Hund gehorcht aufs Wort, leider nur nicht aufs Erste. Dann bekommt man zu hören: der will doch bloß spielen. Na klasse, der macht 2x happ und ich bin futsch, wieso sind sich manche Halter immer nur so sicher? Schuld hat natürlich immer der unsensible Nichthundehalter weil er sich nicht in die zarte Seele und Psychologie eines Hundes einfühlen und reindenken kann.

@Lungta: ich bin mit Licht gefahren, hätte vielleicht noch klingeln sollen. Aber was bringt das, es ist meistens ziemlich aussichtslos.

Fußgänger hört es klingeln, oh es hat geklingelt, kommt jetzt ein Fahrrad? Fußgänger dreht sich erst mal ganz langsam um. Denn ohne eine Begründung zu haben, warum er vielleicht zur Seite gehen sollte, geht er nicht. Nur klingeling reicht nämlich nicht, kann ja jeder kommen. Also bleibt er erst mal stehen und schaut nach ob zur Seite gehen wirklich schon jetzt zwingend erforderlich ist. Vielleicht möchte er aber auch nur den durchaus lästigen Radfahrer der ihn aus seinen sanften Fussgängerträumen gerissen hat zeigen wer hier auf den Radweg gehört? Nun braucht es ja nicht mehr viel Phantasie wenn man die Situation auf mehrere Fußgänger mit einer oder mehreren Bodenwürsten ausweitet.

Radfahrer: wußte schon als er klingelte um die Aussichtlosigkeit dieser Situation und hat inzwischen schon auf Schrittgeschwindigkeit abgebremst oder ist vielleicht schon abgestiegen, vielleicht hat er auch einen halsbrecherischen Haken geschlagen, oder ist so wie ich: auf die ****** gefallen.
Fazit: Bauchschmerzen....
:-) :-) :-) höhö

Gute Nacht euch Allen. Man sollte alles was man im Leben tut ernst nehmen, nur sich selber braucht man nicht ganz so sehr ernst zu nehmen. Nicht das hier der Verdacht aufkommt ich bin gegen Fußgänger, ich fahre ja nicht nur Fahrrad...
Ute

Lungta
25.08.2005, 21:09
Hallo Ute,

ne, klingeln hätte ja nichts (mehr) gebracht. Zu dem Fußgängerverhalten hätte ich aber noch eine zweite Variante: Fußgänger geht eigentlich weit genug an der Seite, Radfahrer käme (gerade so) noch vorbei. Da bei Fußgängern aber immer mit scheinbar unmotivierten, unvorhersehbaren Schlenkern zu rechnen ist (besonders auf dem Mainuferweg), klingelt Radfahrer vorsorglich um sein Kommen anzukündigen. Was macht Fußgänger darauf hin (der eigentlich nur genau da bleiben müsste, wo er ist: genau. Er erschrickt und springt zur Seite, und zwar nicht etwa zur Wegrandseite, sondern natürlich mitten auf den Weg. :mad: Super. Aber sobald man nicht klingelt, kann man sicher sein, dass genau im Augenblick des Überholens ohne erkennbaren Grund einen Schlenker macht und einem genau ins Rad läuft.

Aber das sind ja die harmloseren Fälle. Problematischer sind (viele, nicht alle) Autofahrer, die anscheinend völlig verärgert sind, wenn sie feststellen, dass es da noch einen Radfahrer gibt, den die "weg mit den Radfahrern, frei Fahrt für Autos"-Verkehrsplanung dieser Stadt an dieser Stelle noch nicht auf einen handtuchschmalen, mit Baumwurzeln, gepflasterten Einfahrten und Straßeneinmündungen durchsetzten, da auf dem Bürgersteig verlaufend folglich fröhlich von den Fußgängern mitbenutzten "Radweg" verbannen konnte.

Christine

Nemo
25.08.2005, 21:39
Zum Thema Radweg fand ich folgendes Bild bei lustich.de

Hakku
25.08.2005, 21:44
Zum Thema Radweg fand ich folgendes Bild bei lustich.de
Da brauch man gar keine Bodenwurst mit Besitzer :D

Hakku

Ingrid
27.08.2005, 20:40
Huhu Ute,

um noch mal auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen - wohin.
Hab grad Bilder gesehen von einer Gegend namens Pinineos. Muß in Aragón sein.
Und nun ja - ich denk mal, das wär auch was für Dich.
Hat ein Gast namens Ricardo im Südeuropa Forum reingestellt:
http://www.trekkingforum.com/forum/showthread.php?p=20221#post20221

Es gibt da auch die tollsten Tiere der Welt :-):-):-):-):-):-).

Was machen die Bodenwurst-Auswirkungen ?
Wünsch Dir noch nen schönen Rest vom Wochenende
Ingrid

Nemo
28.08.2005, 15:54
Was machen die Bodenwurst-Auswirkungen ?



Hi Ingrid,
Danke der Nachfrage, schon viel besser.
Ich nehme jetzt als latent gefährdeter (angehängte Grafik 1) an einem Selbstverteidigungkurs (angehängte Grafik 2) gegen hyperagressive Hundehalter teil, damit ich auf die Folgen durch Unfälle die durch (angehängte Grafik 3) verursacht werden, angemesener reagieren kann.
Da wir Beide die Einzigen hier im Forum sind, die die schöne alte, fast in Vergessenheit geratende Tradition des Anhängen von Grafiken noch am Leben erhalten, füge ich sie auch diesmal wieder im Anhang bei,.statt sie direkt einzubinden.

Dein Vorschlag ist auch wieder mal sehr verlockend, aber ich habe mich nun schon für die Überquerung der Pindos entschieden. Habe auch einen preiswerten Flug
nach Athen gefunden. Und da ja jetzt, rein statistisch gesehen, die Gefahr eines Flugzeugabsturzes in Griechenland unwahrscheinlich ist (hoffe ich jedenfalls), kann ich mich auch relativ unbeschwert in ein Flugzeug nach eben dorthin begeben. Was man doch so alles beachten muß bei einer Reiseplanung! :D In ca. 10 Tagen gehts los. Bis demnächst mal
wieder Ute

dat_nadine
03.09.2005, 18:16
:D

so hier meldet sich dann mal ein Bodenwurst-Halter. (für manche Hunderassen finde ich den Ausdruck auch sehr passend)

Kurz zum vorfall: als hundehalter ist man natürlich dafür verantwortlich, was sein hund macht und das man niemanden (radfahrer, fußgänger, etc..) gefährdet. Gerade diese langen Leinen, sind äußerst gefährlich, denn sie können wenn an beiden Seiten gezogen wird, binnen kürzester Zeit auf Spannung stehen.

Ich habe für meinen Hund auch eine solch lange Leine (keine Flexileine, die sich von selber wieder einzieht) und wenn ich mit ihm spazierengehe und er ist an so einer Schleppleine, muss ich natürlich immer darauf achten ob von vorne, hinten, unten oder oben irgendjemand kommt, falls ich es mal nicht oder zu spät mitbekomme, das ein Radfahrer kommt, lasse ich die Leine los und rufe zu, das er drüber fahren kann.
Das einzige was dann passiert, ist das der hund, vorrausgesetzt er bewegt sich gerade, einen kurzen Leinenruck abbekommt. Da die Geschwindigkeit und Masse des Radfahrers = Kraft, dann viel größer sind, als die Kraft des Hundes ist es für den Radfahrer auch nicht gefährlich.

Das ist wirklich kein schöner Vorfall gewesen und ich hoffe es geht dir wieder gut und du hast deine blauen Flecken auch überstanden, ich hoffe nur, das Du von nun an nicht böse bist auf jeden Hundehalter den du siehst oder gar noch auf den Hund, der dafür ja nun wirklich gar nichts kann.

Manche Leute haben einen Hund und bedienen so ziemlich jedes Klischee. Diese Leute sind ¤*#¤*#¤*#¤*# und daran kann man leider nichts ändern.
Das schlimme daran ist, das andere Hundehalter durch diese "rücksichtslosen Besitzer" Nachteile haben und oft mit Vorurteilen kämpfen müssen. Ich wohne wohl in einer der hundeunfreundlichsten Städte Deutschlands und werde SEHR OFT von irgendwelchen Passanten an der Straße doof angemacht, die mir einfach Ihren Hass und Unmut nahebringen wollen, ohne das mein Hund auch nur in Ihre Nähe gekommen ist.
Aber durch solche Situationen wie du sie geschildert hast, verstehe ich auch wenn manche Leute von vornerein jeden Hund respektive Hundebestitzer hassen.


Anbei ein Bild von meiner "Wurst"

Nemo
03.09.2005, 20:37
hallo nadine,

ich hoffe dir ist nicht entgangen, dass vieles nicht ganz sooo ernst gemeint ist. Ich bin absolut kein Hundehasser, im Gegenteil -ich hatte als Kind selber einen. Nur als er tot war, war ich so traurig dass ich nie wieder einen haben wollte.
Eigentlich ärgert mich nur die Gedankenlosigkeit vieler Halter. Sie lassen ihre (unerzogenen) Hunde frei laufen. Klar, wenn ein schnaufender Jogger kommt ist das für den Hund interessant, also nix wie hinterher.... Nicht jeder Jogger versteht das und bekommt Angst. Die Aussage das der Hund ja nur spielen will oder "der tut nix" reicht da nicht. Es gibt aber auch viele Leute die ihre Hund eimmer angeleint haben, oder wenn nicht die Hunde top erzogen sind. Da kommt es vor, dass ein Pfiff vom Halter reicht und der Hund setzt sich hin und wartet bis ich vorbei bin, ohne an meiner Wade zu schnüffeln oder vielleicht sogar reinzubeißen (das ist mir nämlich auch schon passiert). Die Tiere können nie was dafür, das ist mir völlig klar. Somit käme ich auch nie auf die Idee irgendjemanden mit Hund so was wie Hass spüren zu lassen. Also kann man wieder feststellen - jetzt kommt ein verbotenes Wort: A....löcher gibt es in jeder Bevölkerungsschicht und überall auf der Welt. Mir geht es schon lange wieder besser und ich muß im nachhinein auch drüber lachen. Es war ja irgendwie zu komisch. Also nix für ungut, viel Spass mit deinem Bello und viele nette Leute beim Gassigehen!
Ute