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Vollständige Version anzeigen : Malaria Nepalgunj


Klaus
06.08.2005, 17:53
Hallo allerseits,
auf dem Weg zum Kailash übernachten wir Mitte September in Nepalgunj und das liegt ja ziemlich tief. Ist um diese Jahreszeit dort Malaria ein Thema?

Prophylaxe im Sin von Medikamenten kommt wegen der einen Nacht ganz sicher nicht in Betracht, sollte man aber auf "passive" Maßnahmen wie lange Ärmel, Autan, evtl. Moskitonetze etc. achten oder ist das überhaupt kein Thema???

Danke schonmal für Euere infos!


Gruß

Soshin
09.08.2005, 13:14
Hallo, Klaus...

Kleiner Tip, so eine ortsbezogene Frage vielleicht doch besser zum Länderthema hineinstellen.

Zur Frage: Malaria ist in Nepal de facto ausgerottet. Aber ganz alleine wegen der Lästigkeit der Viecher und wegen des Juckens und Brennens der Einstichstellen würde ich an Deiner Stelle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Nepalgunj liegt auf der selben Höhe wie Gorakhpur, und das ist ein elendes Gelsennest.

Daher: Nächtens Moskitonetz, Tagsüber (vor allem Nachmittags und Abends) lange Ärmel und... Autan? Das trinken die Dir aus der Falsche und prosten Dir zu.

Es gibt in Indien und Nepal Gelsenmittel indischer Provenienz von zweifelhaftem gesundheitlichen Wert, vor allem für die Gelsen. Wenn man diese Mittelchen nicht allzu lange schmiert, sind sie wahrscheinlich für die eigene Gesundheit kein Problem, für die der Gelsen schon. :D

Namaste,

Soshin

Klaus
09.08.2005, 20:24
Hallo Soshin,

danke für die Info, für KTM und die Bergregion war mir das klar, unsicher war ich für Terrai und die indische Grenzregion in der ja Nepalgunj liegt.

Naja, die eine Nacht werden wir überstehen:-/
Ab Simikot ist es dann sowieso kein Problem mehr!

Gruß

Birgit Walkemeier
21.10.2005, 16:58
Hallo Klaus!

Ich bin im Juli in Nepalgunj gewesen und habe dort auch gleich 3 Tage fest gesessen, weil in Simikot schlechtes Wetter war. Übernachtet habe ich im Hotel Batika und habe drinnen wie draussen nicht eine einzige Mücke gesehen. Trotzdem habe ich mich von Kopf bis Fuss eingeschmiert mit einem Mückenabwehrstoff, der auch gegen tropische Mücken wirkt. Wir hatten aber Malariamittel dabei, für alle Fälle. Nur auf die Prophylaxe hatten wir verzichtet.
Ich würde es wieder so machen.
Viel Glück und schöne Erfahrungen!

Klaus
21.10.2005, 18:44
Hallo Birgit,
sind inzwischen auch wieder zurück.
Hatten zum Glück nur eine Nacht in der "Waschküche" und die haben wir ohne Mückenprobleme überstanden!

unser Flieger ging am nächsten Morgen schon um 8 Uhr!


Gruß

Hannes33
24.10.2005, 14:52
Zur Frage: Malaria ist in Nepal de facto ausgerottet.

Soshin

Hallo Soshin,

kannst du diese behauptung irgendwie untermauern? ich fänd es ja toll wenn es so äre, aber glauben kann ich das nicht...
Kannst du eine quelle zitieren?
Danke,
ciao
HanneS.

Soshin
24.10.2005, 21:21
Hallo, Hannes,

nein, Schande über mich, :) kann ich so aus dem Handgelenk jetzt nicht. Aber ich bringe das nach.

Watch that Space,

Soshin

Promedic
09.01.2006, 18:16
Hallo, Klaus...

Kleiner Tip, so eine ortsbezogene Frage vielleicht doch besser zum Länderthema hineinstellen.

Zur Frage: Malaria ist in Nepal de facto ausgerottet.
Soshin

zum Fakt Malaria ausgerottet:

Risiko Malaria in Nepal:

http://www.crm.de/img/dummy.gif ganzjährig


mittleres Risiko (höher in der Regenzeit, geringer in der Trockenzeit) im südlichen Tiefland (Terai Distrikte), besonders im Regenwaldgürtel entlang der indischen Grenze mit den Nationalparks Royal Chitwan und Bardia;
geringes Risiko in den nach Norden ansteigenden Tälern des Himalaya;
als malariafrei gelten Höhenlagen über 1.300 m und Kathmandu

http://www.crm.de/img/dummy.gif
Vorbeugung:

http://www.crm.de/img/dummy.gif Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).
Die wichtigsten Maßnahmen sind:


In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom Warmen ins Kalte)
Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen).
Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in Hochrisikogebieten)

Soshin
10.01.2006, 21:47
Nachdem ich dafür jetzt schon doppelt eine "Watschen" bekommen habe, möchte ich es richtigstellen:

RICHTIGSTELLUNG:


Ich habe bahauptet, daß Malaria in Nepal de facto ausgerottet ist. Diese Behauptung ist unwahr. Wahr ist vielmehr, daß es im Monsun ein mittleres und in der Trockenzeit ein geringes Malariarisiko im südlichen Tiefland, besonders in der Gegend von Regenwäldern gibt.

Das Risiko, an Malaria zu erkranken ist in den Tälern nach Norden zum Himalaya zu auch in der Regenzeit gering.

Ab 1300m gibt es keine Malaria.


Tut mir leid, daß ich so etwas gepostet habe. Aber wenigstens waren die Verhaltensmaßregeln, die ich in meinem ersten Posting gegeben habe, richtig. :o

Namaste,

Soshin

kjoe
29.01.2006, 23:56
Wegen dem geringen Risiko würde ich persönlich keine Malariaprophylaxe nehmen. Was Gift für die Malariaerreger ist, ist auch Gift für den Körper. Vermutlich sterben mehr Menschen an der Prophylaxe, als an der Malaria. Einige Tabletten stehen in Verdacht Paranoia auszulösen, die dann häufig zu Selbstmord führt (1 :1000). Da dies nicht nachweisbar ist, sind die Tabletten auch auf den Markt. Die Pharmaindustrie macht damit jedenfalls ein Bombengeschäft. Auch sonst sind die Nebenwirkung enorm, niemand kann die Dinger länger als sechs Wochen nehmen ohne gesundlhietlcihe Schäden. Malaria ist früh erkannt heilbar! Dann bleibt auch nichts nach. Wichtig ist bei Symptomen dann einen Arzt aufzusuchen, die Diagnostik ist relativ einfach.

Promedic
30.01.2006, 08:14
kjoe

Diese Meldung ist unqualifiziert und falsch!

mit Boulevard Kommentaren sollte sich hier jeder etwas zurückhalten.

angenehmen Tag

AndreasW
30.01.2006, 08:44
kjoe

Diese Meldung ist unqualifiziert und falsch!

mit Boulevard Kommentaren sollte sich hier jeder etwas zurückhalten.

angenehmen Tag
Nö, wieso... nur mal kurz "gegoogelt"... :confused:

Bsp: Lariam
Some people have reported a temporary problem which interferes with the way the brain works (neuropsychiatric disorder), causing symptoms such as paranoia and depression. You shouldn't take it if you have experienced a psychiatric illness in the past. Common side-effects include dizziness, headache, tummy upsets and sleep disorders.7,8 Quelle: http://hcd2.bupa.co.uk/fact_sheets/html/malaria_prevention.html

kjoe
30.01.2006, 09:21
Nun, das erste mal wurde ich skeptisch als ich den Amtsarzt in meinem Kreis, der auch Reisende berät, grfragt habe, ob die Sürdafrikaner die Prophylaxe andauernd nehmen.

Er meinte das würde nicht gehen, denn es würde den Körper vergiften.

Das mit den Suicidtoten hatte ich dann in irgeneiner englischen Publikation entnommen (weiss leider nicht mehr in welcher). Ich weiss das solche Erkrankungen sehr schlimm sind, die Leute verlieren jeden Kontakt und den Sinn zur Realität. Aufgrund des Verdachtes und der hohen Schadenersatzansprüche in den USA ist die Pharmaindustrie in den USA wesentlich vorsichtiger, die Hinweise sollen sehr deutlicher sein.
Als Jurist weiss ich, das in Deutschalnd Schadenersatzansprüche in Deutschland fast kaum erfolgreich sind, da die Ursache für Paranoia vielfältig sein können und die Gerichte einen zweifelsfreien Nachweis der Ursache verlangen.

Die übliche Prophylaxe ist mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Darauf macht mich ein Arzt aufmerksam, der in Indonesien lebte, eine Doktorarbeit geschrieben hat, und selber an Malaria erkrankte (muss natürlich seinen Angaben trauen). Er fand das Durchleben der Krankheit auch nicht schlimmer als eine Grippe. Meine Idee auf Symptome zu achten, und Malaria zu behandeln, wenn sie auftritt, fand er gar nicht verkehrt. Die Malariatoten kommen daher, weil viele Menschen sich die Behandlung nicht leisten können, dann kann sie durchaus tödlcih verlaufen, unbehandelt aber nicht.

Ein Link zu dem Arzt bzw seiner Organisation findet sich auf meiner HP zu Indonesien:
http://home.freiepresse.de/uwdel/baliinfo.html#health

Übrigens kann die Kombination Malariaprophylaxe in Verbindung mit Tauchen oder Höhe eine gefährliche Kombination sein, man erkundige sich gerade wegen Nepal, ob die Tabletten und die Höhenkrankheit nachteilig sein können.

Nicht umsonst versucht die Pharmaindustrie neue, unbedenkliche Mittel zu erforschen.
Bei 100 Millionen Reisenden (alleine Thailand mehrere Millionen jährlich) und mehr ist dies ein guter Markt. Es gibt auch neue Medikamente, aber diese sind sehr teuer. Wenn nicht, als der Nachteil der Nebenwirkungen der alten, rechtfertigt deren Preis?

Ich werde gern schlauer. Das sollte aber wissenschaftlich fundiert sein und nicht durch irgendwelche Schlagworte wie "Boulevardwissen" qualifiziert sein.

kjoe
30.01.2006, 09:24
was ich vergessen hatte. Der Arzt hatte seine Doktorarbeit über Malaria gschrieben (nach seinen Angaben) .

Soshin
30.01.2006, 12:10
Hallo an alle!

Ich habe 1999, kurz im Anschluß an meine Indonesienreise, die mich auch in die Gegend östlich von Flores gebracht hat, Malariasymptome gehabt.

Bei uns auf der Infektionsabteilung des Wiener Universitätsspitals, wo ich auch arbeite (allerdings auf der Kardiologie) hat man den Erreger im "dicken Tropfen" praktisch sofort nachgewiesen, ich habe Medikamente bekommen, und war zwei Wochen im Krankenstand.

Ich habe schon deutlich unangenehmere Krankheiten mitgemacht (Hepatitis A, Pfeiffer's Disease, Virusgrippe). Alles in Allem halb so schlimm. Wenn man gleich einmal zu einer kompetenten Stelle geht und sich untersuchen läßt.

Namaste,

Soshin