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Vollständige Version anzeigen : Insektenstiche


Kebnekaise
28.06.2005, 13:20
Weil der Thread unten ja allem Anschein nach kommerziell ist und bald wieder verschwindet, ein neuer Pfadfindertipp (neu deshalb, weil er von einem Lager vor zwei Jahren stammt), der außerdem total unkommerziell ist:

Gift von Bienen, Wespen, Hornissen etc. wird offensichtlich durch Hitze denaturiert. D.h. wer gestochen wurde heize sich einen Löffel auf (die Oberseite mit einem Feuerzeug anheizen sodass die Unterseite - die nach außen gewölbte - heiß wird), irgendwo testen, ob´s nicht zu heiß ist und dann den Löffel auf die Stichstelle drücken - solange man es eben aushält.

fügt euch bitte keine schweren Verbrennungen zu. Ich übernehme keine Verantwortung für Brandblasen etc.

Wir haben das im San-Zelt mal emmpirisch ausprobiert. Ein junger Teilnehmer wurde von zwei Wespen in je einen Unterarm gestochen. Links die "Löffel-Behandlung", rechts die konventionelle Methode mit Schmiere (keine Ahnung welche). Ergebnis: Links waren die Symptome bereits am nächste Tag verschwunden, rechts hat er noch drei weitere Tage gepinselt...

Trotzdem ist das keine Behandlungsmethode für Allergiker!!!!!!

Jens
29.06.2005, 07:48
[QUOTE=Kebnekaise]Weil der Thread unten ja allem Anschein nach kommerziell ist und bald wieder verschwindet, ein neuer Pfadfindertipp (neu deshalb, weil er von einem Lager vor zwei Jahren stammt), der außerdem total unkommerziell ist:

Gift von Bienen, Wespen, Hornissen etc. wird offensichtlich durch Hitze denaturiert. D.h. wer gestochen wurde heize sich einen Löffel auf (die Oberseite mit einem Feuerzeug anheizen sodass die Unterseite - die nach außen gewölbte - heiß wird), irgendwo testen, ob´s nicht zu heiß ist und dann den Löffel auf die Stichstelle drücken - solange man es eben aushält.
===
Würde ich persönlich nicht empfehlen, da die Entzündungsgefahr doch recht hoch ist.
Ein Gang zur Apotheke ist viel sinnvoller.

Kebnekaise
29.06.2005, 08:49
Über die Entzündungsgefahr kann ich nichts sagen. Lediglich! Diese Methode ist von unseren Ärzten (war ein Großlager mit 3500 Teilnehmern, es waren also tasächlich Mediziner anwesend) als Standartmethode bei Wespenstichen angewendet worden. Insoferne verlasse ich mich persönlich also schon auf dieses indirekte Urteil eines Fachmannes.

Nochmals zur Anwendung: der Löffel - oder was auch immer heiß ist, Freundin funktioniert nicht :D - soll eben heiß sein und nicht glühen. Bitte keine Brandwunden verursachen, wenn ihr das ausprobiert - ich übernehme auch keine Verantwortung. Am Besten macht das der Patient selbst, der weis nämlich am Besten, wenn die Sache unangenehm und schmerzhaft wird...

Ich hab allerdings noch nie davon gehört, dass sich die Stiche selbst - ohne Kratzen - entzünden. Werde mich da aber mal schlau machen...

Wie gesagt, das ist ein Tipp, der schon erfolgreich getestet wurde. Wer´s machen will soll´s übernehmen, wer lieber zur Apotheke geht hat auch meinen Segen...

Jens
29.06.2005, 09:41
Sorry ich kann mit Deinem Post nichts anfangen.

Einerseits schlägst Du eine Behandlung mittels heißem Löffel vor und andererseits kannst keine Du keine
Auskunft über evtl Nebenwirkungen (Entzündungen,Brandwunden ) geben.
Ein eigenständiges Herumdocktern an Verletzungen halte ich für nicht ratsam.
Ich bin kein Arzt und würde bei solchen Stichwunden evtl. eine schmerzlindernde
kühlende Salbe zum Abschwellen des Stichs verwenden.

Kebnekaise
29.06.2005, 10:30
Ich bin auch kein Arzt...

Aber! Mir wurde diese Methode von praktizierenden Ärzten empfohlen. Über Brandwunden habe ich deutlich geschrieben, dass sie nicht verursacht werden sollen!

In der Zwischenzeit habe ich mich schlau gemacht (ich bin Biologe): Bei Hautflüglern sind Entzündungen als direkte Folge des Stiches auszuschließen. Entzündungen entstehen hier vor allem durch sekundäre Infektionen, wenn durch Kratzen Schmutz in die Wunde gerät. Kratzen tut man sich aber nur, wenn der Stich juckt. Juccken tut der Stich aber nach der Hitzebehandlung nicht mehr.

Nach Auskunft eines Kollegen (Insektenspezialist) wird das Gift der Hautflügler tatsächlich durch Hitze denaturiert und verliert dadurch (offensichtlich) seine Wirkung.

Vielleicht hast du jetzt weniger Zweifel. Es ist halt mehr so etwas wie ein Hausmittel - ähnlich wie Cola trinken und Salzstangen essen bei leichtem Durchfall (nicht bei Cholera), das auch mein Hausarzt empfiehlt.

Wenn du lieber Salbe drauftust, dann mach das so. Ich wollte diese Methode hier deshalb posten, weil sie sich bei ca. 1000 gestochenen Pfadfindern als erfolgreich bewährt hat, sie von Medizinern als sinnvoll empfohlen wurde und sie mir als kostengünstige Behandlungsmethode erscheint, die überall einsetzbar ist...

Harp Booth
29.06.2005, 10:38
Hallo zusammen,

wieso kann man den Tip nicht einfach so verstehen wie er gemein ist: Ein einfacher Hinweis auf ein altbekanntes und vielleicht ein altbewährtes Hausmittel.

Es verstehlt sich doch aus meiner Sicht von selbst, das jeder bei solchen Hausmitteln selbst entscheiden sollte, ob er wenn keine "normale" medizinische Versorgung möglich ist, auf so etwa zurückgreift oder nicht.
Das der Tipgeber sich gegen eventuelle Rechtsansprüche absichert, ist fast schon ein Symtom unserer Zeit.

Meine Urgroßmutter hat uns in vor 30 Jahren bei Bienenstichen in der Kindheit empfohlen drauf zu pinkeln oder den "Rotz" aus Opas Pfeiffe draufzuschmieren. Ob ich das heute noch machen würde, stell ich mal in Frage (zumal ich zumindest keine Pfeiffe auf Touren bei mir habe).

Damals hat es geholfen oder zumindest hatten wir als Kinder den Eindruck das es hilft. Vielleicht war es auch nur der Trost oder der Gedanke das sich einer um einen kümmert. Manchmal versetzt halt der Glaube auch Berge. Einen entzündeten Bienenstich hatte ich bisher noch nie, selbst vom drüber pinkeln als Kind noch nicht. Wichtig ist halt, das der Stachel mit der Giftdrüse, der bei Bienen in der Wunde verbleibt, schnell und sauber entfernt wird, ohne ein Stück abzubrechen oder die komplette Giftdrüse in den Stich auszupressen.

Ich jedenfalls werde die Löffelbehandlung beim nächsten mal testen. Wenn ich mich dabei verbrenne, hab ich mich halt selbst zu blöd angestellt. Ich denke jedenfalls dass ich dabei nichts verschlimmern werde.

Danke für den Tip!

Gruss Harald

zlemba
29.06.2005, 16:55
halte auch den tip für ein gutes hausmittel -

danke für die meinungen, ist interessant jedenfalls !

zlemba

Svenja
29.06.2005, 17:11
Hallo allerseits!

Ich denke, solche Tipps sind Gold wert, denn man hat schließlich nicht immer grad Salben oder so etwas dabei... ;) Außerdem sind solche Hausmittel keine Auslöser von allergischen Reaktionen oder ähnlichem, die manche von Salben oder so etwas schnell bekommen.
Ich werds mir merken und ausprobieren, falls ich mal gestochen werde.

Jedenfalls danke für den Tipp!

Ein anderer Tipp bei Bienen- und Wespenstichen ist eine frisch aufgeschnittene Zwiebel, hat bei mir immer geholfen, als ich klein war... Einfach mit der Schnittfläche auf den Stich drücken, dass kühlt und soll angeblich das Gift entziehen. Aber ich übernehm genausowenig irgendeine Garantie für die Wirkung o. ä. :D

Falls der Tipp schon mal gepostet wurde tuts mir leid, fiel mir nur grad so ein...

LG, Svenja

Harp Booth
29.06.2005, 17:58
Hallo,

ich denke der Hinweis auf allergische Reaktionen ist anders gemeint:

Es ist wohl weniger die allergische Reaktion auf das Mittel gefährlich, als die allergische Reaktion auf das Gift.

Wenn eine solche auftritt, kann das Ganze je nach Veranlagung lebensbedrohlich werden wenn nicht richtig und sofort behandelt wird.

Bei mir war es noch nie lebensbedrohlich, aber mit einer solchen Reaktion hab ich schon mal Bekanntschaft gemacht.

Ich bis mal beim Klettern in Ungarn von einer Wespe in den Unterarm gestochen worden (ca. 10 cm oberhalb des Handgelenkes. Innerhalb von 4 Stunde konnte man zusehen wie der Arm und die Hand ausgehend von der Stichstelle anschwoll. Am Ende war die Schwellung bis zum ersten Fingerglied fortgeschritten. Alle Falten der Hand waren verschwunden und die Abgrenzung zum nicht betroffenen Areal war derart scharf, das es aussah als hätte ich einen Handschuh aus Haut an.

Ich hab dann doch Angst bekommen und einen lokalen Arzt aufgesucht. Ich bekam einfach zwei Calciumtabletten in Wasser aufgelösst und direkt vor Ort eine Salicylsalbe aufgetragen und nach 1 Stunde war der Spuk verschwunden. Seit dem gehören Calciumtabletten bei mir immer ins Reisegepäck.

Gruss Harald

Kebnekaise
30.06.2005, 15:15
Ganz richtig!

Mit dem Hinweis auf die Allergiker ist die Reaktion auf das Gift gemeint. Es gibt ja Menschen, die auf Bienen und Wespenstiche allergisch reagieren und entsprechende Antihistamine und Medikamente brauchen und auch immer dabei haben sollten (und auch über die Anwendung Bescheid wissen).

Für Allergiker empfehle ich die Heiße Löffel Methode ausdrücklich nicht!

Svenja
30.06.2005, 16:08
Hallo

Na, dass war ja mal wieder ein Missverständnis. Ich meine natürlich NICHT die allergischen Reaktionen auf die Gifte! Die sind natürlich sehr gefährlich und benötigen entsprechende Behandlung.
Ich kenne aber einige, die auf die SALBEN gegen Insektenstiche allergisch reagieren, was auch zu durchaus unangenehmen Nebenwirkungen führen kann.

Sorry für das Missverständnis, hätte mich vielleicht genauer ausdrücken sollen... :o


LG, Svenja

Saint Am
30.06.2005, 23:03
Ich mach das immer mit ner Kippe, klappt super. habe mich aber selbst nur bei Mückenstichen behandelt.
Hm...ich suche mir mal nen Löffel und ne Wespe....:p

Hakku
30.06.2005, 23:28
Das mit der Kippe habe ich auch immer praktiziert, funktioniert. :D Übernehme keine Garantie bla, bla....

Nur habe ich aufgehört zu rauchen und muss mir dann einen Raucher suchen.

Aber ruhig weiter so mit den Hausrezepten. Aber auf eigene Verantwortung, denn die wenigsten von uns sind sehr wahrscheinlich Arzt oder Jurist :-)

Der Hakku

Harp Booth
01.07.2005, 08:44
@Saint Am
Wie geht das mit der Kippe?
Glühend auf die Mücke drücken, bevor Sie zusticht???;)

Gruss Harald

Hakku
01.07.2005, 11:03
Wie geht das mit der Kippe?
Glühend auf die Mücke drücken, bevor Sie zusticht???;)
Eine Möglichkeit :D , ich habe es aber anders praktiziert.

Nach dem Stich die glühende Zigarette so nah wie möglich (wie man es eben aushält) an den Einstichpunkt halten. Ein paar Sekunden reichen meist.

Liebe Kinder, nicht nachmachen und nicht an allen Körperstellen probieren ;) !


Hakku

Saint Am
01.07.2005, 14:05
Hakku hats erfasst! ;)

mittichec
12.07.2005, 08:51
also, das mit dem löffel werde ich ja dann spätestens in 2 wochen in norwegen ausprobieren. bin sehr empfindlich bei mückenstichen, die werden bei mir immer so groß wie ne dicke bohne.
werde dann mal die erfahrungen posten.
was ich allerdings auch als erfahrung posten kann (ist zwar kein hausmittel, hilftmir aber immer TOP) ist ganz einfach fenistil gel.
früher hab ich meine zeltkollegen vom schlafen abgehalten, weil ich die ganze nacht meine beine kaputtgekratzt habe. das hab ich nicht ausgehalten, echt nich.
seit dem gel, null problemo.
werde aber die heiss-methode mal mit dem gel vergleichen.
bericht kommt dann in 4 wochen spätestens!

gruß, mitti

Angelfish
12.07.2005, 09:57
Hi!

Nachdem mir in letzter Zeit die Blutsauger auch ordentlich zugesetzt haben, hab ich mir letzte Woche dieses Click-Away-Teil besorgt:
http://www.globetrotter.de/jpg_prod/z/zf07101-.jpg
(Quelle: globetrotter.de)


Funktioniert mit der von Feuerzeugen bekannten Piezo-Zündung und soll das Insektengift zersetzen. Leider - oder soll ich besser sagen zum Glück ;) - hat mich seither keins von den Biestern mehr gestochen, so dass ich zwecks Funktionalität selbst noch gar keine Aussage machen kann. Meinen Freund hab ich schon damit "behandelt" und er meinte, eine Linderung zu verspüren. Kann natürlich aber auch der berühmte Placebo-Effekt sein...

Die Löffel-Methode klingt aber auch nicht schlecht... Der Sommer ist ja noch lang und früher oder später werd ich in die Verlegenheit kommen, beide Methoden mal auszuprobieren :D.

so long
Angelfish

Harp Booth
12.07.2005, 20:04
Wenn ich die Aussage von Kebnekaise richtig deute, wird bei Bienen- oder Wesepnstichen deren eiweisshaltiges Gift durch die Hitze denaturiert.

Da Mücken ja lediglich eine Substanz mit Ihrem Speichel in die Stichstelle absondern, die die Gerinnung verhindert und i.d.R. kein Gift, sollte man bei Nichterfolg der Methode bei Mückenstichen nicht schließen, dass es auch bei Bienenstichen nicht hilft.

Gruss Harald

Kebnekaise
13.07.2005, 12:18
Vollkommen richtig!

Die Empfehlung bezieht sich nur auf die Stiche von Hautflüglern (Bienen, Wespen etc.). Bei Mückenstichen hab ich das noch nicht ausprobiert. Wenn von euch jemand Erfahrung damit sammelt oder gesammelt hat, dann lasst es mich wissen. Ich werde es selber mal in Finnland testen und mich am Inari mal einen Tag zerstechen lassen...

Karin_S
13.07.2005, 13:07
Hallo,


lass das mal mit dem Zerstechen, bei Mücken hilft es nicht... leider :cry:

Viele Grüße
Karin

Pater Noster
13.07.2005, 20:13
Inzwischen ist die von mir vorgesehene Antwort schon gegeben worden: Eco-Click oder Click Away (Globetrotter und anderswo) soll am besten helfen.

Servus, Pater Noster