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Vollständige Version anzeigen : Trekking-Tour im Nov/Dez/Jan


Bernd
21.06.2005, 23:22
Hallo,

kann mir jemand eine Trekking-Tour in den Wintermonaten (Nov/Dez/Jan) empfehlen? Vielleicht ein Fernwanderweg oder etw. ähnliches.
Da bei uns Winter ist, kommen wohl nur Länder auf der Südhalbkugel in Frage.

Danke,
Bernd

Stacho
22.06.2005, 07:06
[...]
Da bei uns Winter ist, kommen wohl nur Länder auf der Südhalbkugel in Frage.Hey, warum? :)
Tekking kann auch im Winter wunderschön sein. Ist doch eine Frage der persönlichen Vorliebe. Wenn Du es wärmer magst, steht Dir doch eine Menge offen. Australien? Da ist dann Sommer, wenn Du es warm haben magst...

Harp Booth
22.06.2005, 08:47
Hallo Bernd,

wir haben letztes Jahr im Oktober den GR-R2 auf la Reunion absolviert.
Wie sind wir drauf gekommen? In einer Buchhandlung fiel mir ein Buch in die Hand "Outdooraktivitäten: wann und wo?" oder so ähnlich. Jedenfalls gab es zu den verschiedenen Aktivitäten immer so schöne Tabellen welche Monate an welchem Ort besonders geeignet sind.

La Reunion wird für Wandertouren fast ganzjährig empfohlen.

Praktisch ist: La Reunion ist ein Übersee Department von Farnkreich und gehört somit zu Europe. Flüge dahin sind ab Paris vergleichsweise günstig.

Ab November beginnt allerdings die eher feuchte warme Zeit, mit Gefahr von Cyclonen. Bis Ende Oktober war das Wetter sehr akzeptabel, wie es sich später weiterentwickelt, hab ich leider keine Erfahrung.

Zu der Tour gibt es einige Informationen im Netz. Einfach mal Googlen.

Auf meiner HP sind zumindest bereits ein paar Infos zur Organisation, Kosten usw. hinterlegt. Tourenbericht ist leider erst für die ersten 6 Tage fertig.

Bei Rückfragen bitte melden.

Gruss Harald

Princepsarcani
22.06.2005, 08:53
grüß dich,

benutz mal die such-funktion hier im forum,
da findest du soviele tourenvorschläge,...

die umrundung von menorca soll ganz interessant sein,
bin aber die strecke noch nicht gelaufen.


mfg andy

Lungta
22.06.2005, 10:39
Hallo,

vielleicht solltest du mal etwas präzisieren, was genau du dir vorstellst (Dauer der Tour, Anspruch, Erfahrung, Gebirge/Hochgebirge ja/nein, Übernachtung in Hütten/Zelt, Kosten etc.). Im Winter kann man z. B. auf Madeira schön wandern, allerdings wohl nicht im Sinne einer Trekkingtour. November ist in Nepal Hochsaison. Südamerika bietet sicherlich Trekkingmöglichkeiten in Hülle und Fülle. Sofern es nicht in die Berge gehen soll, kann man aber auch in Deutschland oder im benachbarten Ausland einen der Fernwanderwege in Betracht ziehen (z. B. Pfälzer Wald / Nordvogesen, wobei sich dann natürlich die Frage stellt, was an Quartieren zur Verfügung steht).

Christine

Bernd
22.06.2005, 13:58
Vielen Dank für eure Ideen. Werd mich mal über la Reunion, Menorca, Madeira informieren.

@Lungta:

Dauer der Tour: mind. 1-2 Wochen, gerne aber auch länger
Anspruch, Erfahrung: schwierig zu beschreiben, war aber z.B. auf dem GR20/Korsika unterwegs; wenn ich meine Tour für die Sommermonate planen würde, wäre z.B. Nordnorwegen ein Ziel für mich
Gebirge/Hochgebirge: ja (aber nicht so viel Schnee, dass Ski/Schneeschuhe benötigt werden)
Übernachtung: am liebsten im Zelt
Kosten: Anreise + was eben für die Selbstversorgung anfällt...
evtl. das ganze solo.

Grüße,
Bernd

Harp Booth
22.06.2005, 15:37
Hallo Bernd,

zu Deinen Anmerkungen an Lungta bezüglich GR-R2 auf la Reunion.
dauer des GR-R2: ohne Ruhetage ca. 13 Etappen
deutlich kürzer der GR-R1
Anspruch/Erfahrung: Auch wir waren auf der Suche nach was vergleichbaren zum GR20, der uns vor 9 Jahren super gefallen hat. Reunion ist eher weniger anspruchsvoll, wenn auch teilweise wegen sehr steiler Passagen und schwüler Witterung etwas anstrengender. Wege in tadellose Zustand mit GR typisch einwandfreier Markierung.
Schnee: eher nicht, wenn es auch auf dem Piton de Neige schon mal schneien soll.
Übernachtung im Zelt: gestaltet sich äußerst schwierig, durchgängig Zeltplätze zu finden.
Alle Etappen haben am Endpunkt Hütten, die jedoch teilweise bereits Wochen im Voraus reserviert werden müssen. Die Hüttenwirte kann man natürlich fragen, ob man in der Nähe ein Zelt aufstellen kann, jedoch ist die direkte Kontaktaufnahme schwierig. Teilweise ist auch einfach kein geeignetes Gelände vorhanden oder man steht direkt im Vorgarten des Wirtes auf dem Rasen. Das Gelände ist in den Cirque=Vulkankesseln so steil, das auf quasi allen ebenen Flächen (Ilets) Dörfer sind. Wir haben jedoch zwischendurch vereinzelt Leute gesehen, die zelten oder auch die komplette Tour mit Zelt machen wollten.
Kosten: Anreise ab Deutschland ca. 850 € über Paris, Übernachtung ca. 13,50 € im Lager, Essen 3-Gänge ca. 10-15 €, Frühstück ca. 5 €
Insgesamt nicht ganz billig, aber man sollte bedenken, das man zwar über 10.000 km von Deutschland entfernt ist aber sich immer noch in Europa befindet. Das Preisniveau ist wegen der hohen Überseezulagen der dort arbeitenedn Festlandfranzosen teilweise höher als in Deutschland/Frankreich. Das gap zwischen arm und reich ist riesig (40% Arbeitslose)
solo: kein Problem, man lernt schnell Leute kennen, die den gleichen Weg gehen. Insbesondere das Abendessen auf den Hütten ist sehr kommunikativ. I.d.R. eine lange Tafel für alle. Sprachprobleme werden mit Rhum schnell überwunden.

Gruss Harald