Vollständige Version anzeigen : Alpenüberquerung mit Kindern
karlrichard
13.06.2005, 16:43
Hallo, hat jemand schon die Alpen mit Kindern (10-11 Jahre) überquert?
Egal ob E5 oder München-Venidig...immer nur liest man, dass es machbar wäre.
Welche 10 jährige kann schon 22 km im Gebirge am Tag laufen!!
Oder muß man der Realität einfach ins Auge schauen und noch 4 Jahre warten?
Gruß
ThomasFFM
13.06.2005, 21:22
Hallo!
Ich denke auch, dass eine so große Tour für Zehnjährige zu früh käme. Auch wenn sie zunächst recht mühelos zu gehen scheinen, so werden sie doch schneller müde. In diesem Alter hat man gewöhnlich noch nicht die Physis für "Ausdauer-Sportarten". Das Hauptproblem sehe ich allerdings im Tragen eines schweren Trekkingrucksacks.
Was natürlich geht, sind interessante, nicht zu lange Zwei- oder Dreitagestouren mit Hüttenübernachtung. Wenn Du schon von München - Venedig sprichst: Wie wäre es mit einer Übernachtung auf dem Glungezer? Aufstieg über den so genannten Klettersteig (mit kurzem Seil), Abstieg Richtung Patscherkofel!? Wäre doch eine Idee!? Zumal die Wege relativ kurz sind, fün unsereinen natürlich eine Tagestour... Oder in den Lechtalern mit Seilsicherung auf die Holzgauer Wetterspitze (die Parseierspitze dürfte noch eine Nummer zu groß sein)! Oder - Stichwort München - Venedig - eine Zweitagestour zum Peitlerkofel. Möglichkeiten gibt es schon mehr als genug, nur sollte, wie gesagt, die Tour nicht zu lange sein. Lieber ausreichend Pausen einlegen, mal mit dem Kind irgendwo, wo es sich lohnt, auf Entdeckung gehen usw. usw. Mit 14, 15 oder 16 geht dann eine große Alpenüberquerung immer noch, und zwar, ohne dass man sie vergrault. (Zumal der E5 auch für Erwachsene wegen sseiner Riesenabstiege anstrengend ist, das wird oft unterschätzt.)
Gruß
ThomasFFM
karlrichard
13.06.2005, 22:07
Vielen Dank. Aber vielleicht antwortet ja noch jemand, der die Alpenüberquerung auch mit jungen Kindern gemacht hat. In diesem Jahr gehen wir auf den Lasörling Höhenweg und dort auf einige der Gipfel.
Gruß
Kebnekaise
15.06.2005, 08:52
Ich habe zwar weder eigene Kinder noch die Tour mit Kindern über diem Alpen gemacht. Habe aber Erfahrung im Wandern mit Kindern (Leiter bei den Pfadfindern seit 15 Jahren).
Wie du selber schon gemutmaßt hast, sind 22 KM mit 10-jährigen einfach zu viel. Meines Wissens braucht man als strammer Bergwanderer für die Variante München - Venedig 3 bis 4 Wochen (stimmt das?). Mit Kindern wirst du dann vermutlich 6 bis 7 Wochen unterwegs sein... Außer du planst eine kürzere Variante.
Nach meiner erfahrung ist das eine Zeitspanne, die selbst die gefestigsten Kinder nicht durchhalten, ohne ihnen die Lust am Bergwandern auf ewig zu verleiden. Dazu kommt noch das Problem der schweren Rucksäcke. 10-jährige können nun mal nicht ihren ganzen Kram selber schleppen, also wird einiges davon an dir hängen bleiben.
Wenn ihr unterwegs seid, denke daran, dass Kinder eben entsprechend lange Pausen und Zeit zu Spielen und Entdecken brauchen. Bei einer 22 km Etappe wird dafür wenig Zeit bleiben.
Bei sorgfältiger Planung der Strecken - mM sind 10 bis 12 km in nicht zu anspruchsvollem Gelände möglich, bei Anstiegen muss man entsprechende Abstriche machen - ist die Sache sicherlich durchführbar. Ich würde es mir allerdings noch mal genau überlegen und vielleicht doch noch ein paar Jahre warten.
Ich finde auch das die Kinder auf diese lange Distanz total überfordert sind.
Vor ppar Jahren habe ich mal auf dem Augsburger Höhenweg erlebt, wie
ein Familienvater seine Kinder angeschmauzt hat weil die sich geweigert
haben die Tour weiter zu gehen. So ein Verhalten fand ich unverantwortlich :mad:
ThomasFFM
15.06.2005, 13:11
Hallo, Nepaltrekker!
Dem kann ich mich nur anschließen.
Man sagt doch sonst auch so richtig, dass man sich nach dem Schwächsten in einer Wandergruppe richten soll. Die Schwächsten sind nun mal die Kinder, und nach deren Bedürfnissen sollte man sich richten, sonst überfordert man sie zunächst - und vergrault sie letztendlich. Oder man lässt sie zu Hause, wenn man es partout wild treiben möchte.
Ein Familienvater, der seine Kinder mit auf den Augsburger Höhenweg mitnimmt, gehört eigentlich verprügelt, sorry...
Gruß
ThomasFFM
Ein Familienvater, der seine Kinder mit auf den Augsburger Höhenweg mitnimmt, gehört eigentlich verprügelt, sorry...
Heee, und was willst du dann mit meinem Vater machen, ihn steinigen? :D Ne, finde ich irgendwie übertrieben. Wenn die Kinder das wollen und auch können, warum nicht? Natürlich soll man keinen (Kind hin oder her) so behandeln, wie Nepaltrekker es gesehen hatte.
Grüße
Thomas
Hi Thomas,
verprügeln konnte ich ihn nicht:cool: , aber ich hab auf der Augsburger Hütte dem Hüttenwirt
Bescheid gegeben. Zufälligerweise waren gerade auf der Hütte welche von der Bergwacht
da, die gleich zu den Leuten aufgestiegen sind. Man hat den Vater samt den Kindern
sicher ins Tal geführt. ich hab selber eine Tochter von 6 die auch gerne in den
Bergen ist. ich käm aber nie auf die Idee sie auf eine größere Bergtour mitzunehmen.
Meine längste Tour mit meiner Tochter war 1 1/2 Stunden wobei ich ihr die Pflanzen-
und Tierwelt gezeigt habe.
Gruß Jens
Meine Älteste ist jetzt gute 4 Jahre und redet auch immer vom Berggehen mit dem Papa ;) ! Sie ist ganz stolz auf ihre eigenen Bergschuhe.
Und wir sind einfach hinter unserem Haus einen steilen Bergweg in den Wald gewandert. Eine gute Stunde hatte sie Lust und Spaß an der Sache, dann kehrten wir um. Ihr Interesse galt weniger den geschafften Höhenmetern oder der Aussicht von hoch oben, sondern den Dingen am Wegrand, den Tieren und Pflanzen. Und genau so sollte man mit Kindern wandern: Sie sind das Maß! Nach ihren Interessen muss man sich richten. Etappenziele, gesteckte Zeiten oder Höhenmeter sollte man vergessen.
So kann man in ihnen die Freude an der Natur und am Wandern wecken.
@ karlrichard: Lange Rede, kurzer Sinn: ich würde mit den Kindern eine Probetour machen, auf der sie die ganze Tour lang Dauer, Rastplätze, Ziele unterwegs (zB Bäche zum Spielen) bestimmen. Wenn sich diese Tour im Charakter dann mit deinen Plänen vereinbaren lässt, stünde deinem Plan nichts mehr im Wege.
Grüße,
Andreas
ThomasFFM
15.06.2005, 16:50
Hallo!
@ ThomasDas mit dem Verprügeln war natürlich nicht so ganz ernst gemeint, so gesehen hätte Dein Vater noch einmal Glück gehabt! :)
Ist Dir der Augsburger Höhenweg ein Begriff? Wenn nicht: Ca. 10 Stunden von der ansbacher zur Augsburger Hütte (Lechtaler Alpen) in fast durchweg sehr anspruchsvollem hochalpinem Gelände, steile nordseitige Schneefelder, endlose Hangquerungen (zu schwierig, um einfach "durchzuwandern", leichte Kletterei, unterwegs, soviel ich weiß, kaum Wasser - für Dich wäre das eine echte Herausforderung, aber dass das nichts für Kinder ist, müsste ein auch nur andeutungsweise verantwortungsbewusster Vater doch wissen! Ich denke, Andreas sieht das Thema "Wandern bzw. Bergsteigen mit Kindern" doch sehr gut!
Gruß
ThomasFFM
Tilmania
29.06.2005, 12:00
Hallo,
mein Vater ist vor drei Jahren zusammen mit meinen 3 Schwester (damals 11, 14 und 17) von Bad Tölz bis nach Belluno gewandert. Dabei haben sie fast immer im Zelt geschlafen und sich ihr Essen selbst gekocht.
Nach Erzählungen ging das so gut, weil sich die Mädels immer miteinander beschäftigt haben und somit das Wandern nicht so anstrengend erschien. Die Motivation Weiterzulaufen war also nicht das Problem und durch die Zelte war auch nicht so ein Druck unbedingt die nächste Hütte zu erreichen. Die Zelte und ein großteil der Ausrüstung wurden von den zwei Ältesten (Vater und Schwester) getragen.
Da ich selbst 2004 von München nach Venedig gewandert bin und weiss wie anstrengend das sein kann ist mein Respekt vor ihrer Leistung natürlich unermäßlich.
Also ich denke, wenn man sich keinen Stress macht und die Kinder sich untereinander gut motivieren können, kann man auch ein längere Tour planen.
Gruß
Tilmania
Wir wanderten damals mit unseren 6 - 11jährigen Kindern während 10 Tagen über die Alpen in der Schweiz, und zwar von Kandersteg im Berner Oberland ins Wallis. Dank der vielen Unterkunftsmöglichkeiten konnten wir kurze Etappen planen, sodass die Tour ein voller Erfolg wurde. Allerdings hatten wir Glück mit dem Wetter. Bei Regen ist kein Kind gerne unterwegs, da muss man flexibel sein und halt einen Spieltag einplanen...
Hier der Kurzbeschrieb unserer Tour:
http://www.wandersite.ch/Kindertrekking.html
Flachlandtiroler
24.10.2006, 09:01
Denke an der Tagesleistung scheitert es bei einem Kind nicht, Motivation vorausgesetzt. Das Problem ist, die Leistung (und auch die Motivation) wochenlang aufrecht zu erhalten.
Nach einer Woche hat auch schon mal ein 18jähriger Leistungssportler (obgleich sowohl alpin als auch konditionell ungleich fitter als wir) den Auftrieb verloren -- das geht eben an die Substanz.
Was ja schon anklang: Mit anderen Kindern zusammen ist die Motivation viiiel einfacher.
Gruß, Martin
butterkeks
10.11.2006, 16:54
Um meine Erfahrungen mit Kindern in den Begen auch noch beizutragen:
Meine Mädels sind jetzt 12 und 9, mein Söhnchen 1 Jahr. Mit den beiden Älteren waren wir zum ersten mal in den Bergen als sie knapp 4 und 6 Jahre alt waren. Die Ältere ist gelaufen, die jüngere wurde rauf getragen, bergab lief sie selbst (zumeist an der Hand zur Hilfestellung bei größeren Brocken). Die erste Tour war damals Lünersee bis Lindauerhütte, eine Übernachtung. Wir haben mehr als 8 Stunden gebraucht und kamen als letzte auf der Hütte an. Die ersten 2 Stunden haben wir glaub ich für die ersten 1,5 km um den See (völlig flach! gebraucht: jedes Blümchen wurde abgefeiert, in 3 Bächen mußte rumgeplanscht werden. Dann erst gings richtig rauf. Letztendlich wars für alle körperlich sehr anstrengend, aber meine Kinder waren trotzdem überglücklich. Seitdem sind wir jedes Jahr einen Tag länger unterwegs zwischen 2000 und 3000 m. Meine Kinder haben mittlerweile alles an Wetter in den Bergen erlebt: von 10 Stunden durch den Regen laufen, Eisregen, Schnee, mittem im Gewitter stehen. All das konnte sie bisher nicht davon abbringen jedes Jahr wieder mitzukommen (und das als Großstadtkinder). Auch schwierigere Touren gehen ganz gut: Mindelheimerklettersteig und Heidelberger Höhenweg. Ich denke, auch den Augsburger H. würden sie wohl schaffen. Frage ist nur ob es wirklich sein muß, die Verantwortung liegt beim Erwachsenen und ein Risiko bleiben Höhenwanderungen immer. Mit den lieben Kleinen haben wir uns immer Touren ausgesucht, die am anfang mit einer Gondelfahrt beginnen. So kommt mann schnell auf "Höhe" und kann kann auf dem Level weiterlaufen. Die erste Hütte ist ddann auch meist nicht so weit. Wichtig ist auch die richtigen Stimulantien und Dopingmittel parat zu haben: jede Menge Sweets, die bei Hängern äußerst motivationsfördernd sind. Außerdem haben wir uns drauf eingestellt, daß wir immer etwa doppelt so lange brauchen, wie für die Tour offiziell angegeben wird. Für schwieriger Sachen ist absolut unerlässlich, daß man sich drauf Verlassen kann, daß Anweisungen von den Kindern befolgt werden. Meine Kinder wissen, daß rumbocken zu Hause geht, aber in den Bergen gefährlich werden kann - deshalb nix-da.
Mein Sohn war dieses Jahr zum ersten Mal auch mit. Er ist wahrscheinlich mit 9 Monaten der Jüngste gewesen, der dieses Jahr auf dem Scheseplana war.
Schlauer Wolf
18.06.2010, 01:01
Ich glaube es hängt vom Familientraining ab. Außerdem von der Frage nach der Kindergartenzeit (Waldkindergarten oder normaler KIGA), von der Art wie Eltern sich Wandern vostellen, Von den Ansprüchen, die die eltern und Begleiter an die Route haben.
Kinder sehen noch nicht so weit und brauchen keine Visionen auf den Bergen. Sie erleben tatsächlich eher den Wegesrand und das Aktuelle, weniger das Ziel. Mit zunehmendem Alter (>10) beginnen sie sich auch für "Wege" zu interessieren - wenn sie denn so geformt worden sind.
Ansonsten sollte man sie lieber das tun lassen, was sie auch bewältigen können. Und 20 km sind für eine Kind <10 Jahre kein Pappenstiel. Ohne Training unmöglich und nur mit Tragehilfe denkbar. Dazu noch auf schwierigem Gelände. Die Nerven hätte ich nicht.
Also die Regel könnte lauten: Kleine Kinder <6 - ganz kleine Treckings auf der Wiese um die Ecke oder Tragesitz. Größere Kinder <10 - kleine Treckings bis in die Nachbarschaft und/oder Tragesitz und viele Pausen und noch mehr Zeit. Große Kinder <14 - übersichtliche Strecken, die noch körperlich Spass verbreiten und Gelegenheit zur Umkehr. Sehr große Kinder <18 - Vieles wäre möglich wie bei Erwachsenen, aber längst nicht alles durchführbar.
rasselbande2222
15.05.2011, 21:26
Hallö auch, denke auch das 22 Kilometer wirklich etwas zu viel sind-meine Tochter ist sechs und schafft gute 5-8 Kilometer,die müssen ihr aber auch spaß bringen-und da denke ich liegt der Zauberschlüssel-genau wie mein Vorredner mit den drei Schwestern ;-)- wenn es Spaß bringt und man die Kinder auch mal Kinder seinen lässt, dann geht vieles viel viel einfacher. Bei uns werden auch Pausen gemacht, Käfer angeschaut, Steine gesammelt und und und....mit Druck finde ich haben die Kinder schon im Alltag zu viel zutun und die Freizeit sollte immer mit Vergnügen zu tun haben-denke ich...LG
Hallö auch, denke auch das 22 Kilometer wirklich etwas zu viel sind-meine Tochter ist sechs und schafft gute 5-8 Kilometer,die müssen ihr aber auch spaß bringen-und da denke ich liegt der Zauberschlüssel-genau wie mein Vorredner mit den drei Schwestern ;-)- wenn es Spaß bringt und man die Kinder auch mal Kinder seinen lässt, dann geht vieles viel viel einfacher. Bei uns werden auch Pausen gemacht, Käfer angeschaut, Steine gesammelt und und und....mit Druck finde ich haben die Kinder schon im Alltag zu viel zutun und die Freizeit sollte immer mit Vergnügen zu tun haben-denke ich...LG
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Thread is asbach uralt;)
Rosenfan
22.05.2011, 18:52
Hallo,
verstehe nicht so ganz wie das hier gehandhabt wird, ja der Thread ist alt, aber das Thema doch nicht. Ist doch immer wieder aktuell, besonders wenn jetzt die Trekkingsaison für Kinder wieder angeht. Soll man dann lieber einen neuen Thread aufmachen oder doch hier noch mal reinschreiben? :confused: Hatte so etwas Ähnliches schon mal beim Thema Malediven. Da wurde dann nach geraumer Zeit einfach wieder das Thema aufgegriffen, bzw. der Faden wieder aufgenommen. Ist doch ok, oder nicht?
Also, wer von den "Big Chiefs" hat da mal einen Hinweis wie das laufen soll?
Könnte dafür ja auch mal einen Thread starten bzw. eine Frage an die Moderatoren stellen.:cool:
Lieben Gruß,
Rosenfan
Würde mal sagen, das hängt davon ab, um welches Thema es sich handelt.
Wenn ein alter Thread aufgegriffen wird, in dem konkret Fragen gestellt worden sind, die zeitlich relevant sind (Wettersituation im Juli in Taka-Tuka-Land), dann wäre ein Aufreifen eher sinnfrei ;).
Wenn es sich um zeitlose Themen handelt, dann wird's kein Problem sein, sie wieder aufzugreifen. Hier ist allerdings auch abzuwägen, ob man das Thema nicht "verfeinern" will, indem man neu beginnt.
Kurzum: es gibt keine Vorgaben, wie das zu handhaben ist. Wenn einer von den "Big Chiefs" der Meinung ist, es wäre besser, den Thread neu zu beginnen, kann er immer geteilt werden.
In diesem Sinne: fröhliches Diskutieren
Rosenfan
22.05.2011, 20:47
Hallo Andreas,
ah, alles klar. Vielen Dank! Sehe dann schon was passiert, auch gut.:-)
In diesem Sinne, fröhliches Diskutieren und immer frisch drauf los!
Ist gut!:nicken: Mach ich dann einfach so weiter.
Grüße aus dem Teuto-Wald,
Claudia
Auch wenn es ein alter Thread ist, gibt es inzwischen einen ausführlichen und detaillierten Bericht in Buchform, wie das über die Alpen mit zwei Kindern funktioniert:
einfach mit einer Suchmaschine nach dem Buch mit dem Titel
"mit zwei elefanten über die alpen"
suchen.
Ich bin weder verwandt mit den Verfassern, noch habe ich eine andere Beziehung zu ihnen ausser "ich habe das Buch schon gelesen und viele hilfreiche Dinge daraus gelernt und auch teilweise schon umgesetzt".
Gruß,
uwe
Also die ganze Alpenüberquerung finde ich zu lang und - ehrlich gesagt - auch zu langweilig. Wir sind mit unseren Jungs den Dolomiten-Höhenweg 1 von Süden nach Norden gegangen, als sie 4 und 6 waren. Pro Tag das, was lt. Führer eine 3-4 Std.-Etappe für einen Erwachsenen ist. Da konnten wir ganz ausgiebig über Geröllfelder "klettern" etc. Abwechslungsreich wird das von alleine durch Murmeltiere, Gämsen, Steinböcke, Blümchen, Steine, Kristalle, und schließlich die Hüttenübernachtungen selber. Wir haben die Schiara-Überschreitung ausgelassen wegen des Klettersteigs - dafür waren die beiden damals noch zu kurz - und sind am Passo Duran eingestiegen. Als wir dann am XY-See (da wo der DHW1 im Norden endet) angekommen waren, ist einer von uns mit dem Bus zum Passo Duran gefahren das Auto holen, der andere mit den Kindern per Bus nach Sexten und dort im Fischleinboden übernachtet. War ganz fürchterlich spannend, denn am nächsten Tag hatten wir wir verabredet, uns erst auf der Dreizinnenhütte zu treffen. Außerdem gabs noch den "Klettersteig" auf den Paternkofel (natürlich anständig mit Gurt, Seil und Helm) als Schmankerl.
Man muss vielleicht dabei sagen, dass beide schon immer gute Ausdauertypen waren, wie die Bekloppten Dreirad gefahren sind (auch bergauf, bei uns gabs keine Schiebestange) und jeder schon mit 3 von Hinterstein aufs Prinz-Luitpold-Haus gelaufen war oder ähnliche Unternehmungen dort (Gegend für Unternehmungen mit Kleinkindern suuper!).
Kommt ein bissel spät, aber da deine Pänz ja schon älter sind und sehr sportlich - nur ran!
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