PDA

Vollständige Version anzeigen : Fotoobjektive, und was sind das für Zahlen?


Thomas
05.06.2005, 12:46
Hallo,

kann mir jemand vielleicht mal erklären, was dass immer für komische Zahlen bei den Fotoobjektiven sind? Ich meine jetzt nicht die Brennweite, das ist mir schon klar :D Aber dann steht immer noch so was wie 3,5 : 4,7 und so ne Zeug. Irgendwas soll das mit Lichtstärke zu tun haben, aber was blos?

Grüße

Thomas

AndreasW
05.06.2005, 13:44
Diese Zahlen meinen die größtmöglichste Blende deines Objektives! Wenn 2 Zahlen angegeben sind, heißt das, daß sich die Blende in Abhängigkeit zur Brennweite verändert (z.B. Zoomobjektive bei 70mm 3,5 und 200mm 5,6).

Festbrennweiten und teurere Zooms haben nur eine größtmögliche Blende...

Alles klar...;)

Gruß AndreasW

Thomas
05.06.2005, 14:20
mh, jetzt bin ich ganz durcheinander :confused: Warum steht dann im vor diesem Zahlenmengen "Lichtstärke"? Oder hängt das irgendwie indirekt mit der Blende zusammen?

Grüße

Thomas

AndreasW
05.06.2005, 14:45
mh, jetzt bin ich ganz durcheinander http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/confused.gif Warum steht dann im vor diesem Zahlenmengen "Lichtstärke"? Oder hängt das irgendwie indirekt mit der Blende zusammen?

Grüße

ThomasBlende und Lichtstärke hängen direkt zusammen! - Je gößer die Blende (kleinere Zahl!), um so mehr Licht trifft auf Film oder Sensor...

http://www.flaschenboden.de/images/irisblende.gif

Große Blende >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Kleine Blende

Hier ist der Zusammenhang von Blende, Lichtstärke und daraus resultierender Schärfentiefe gut erklärt:
http://www.digitalkamera.de/Tip/04/35-de.htm
http://www.digitalkamera.de/Tip/04/36-de.htm

Noch Fragen?

Gruß, AndreasW

_Matthias_
05.06.2005, 22:14
Hallo,

wie schon erklärt wurde bedeutet eine kleinere Zahl, eine größere Blende.
Da man die Blende ändern kann, z.B. um die Tiefenschärfe zu regulieren, gibt die Zahl am Objektiv die größt mögliche Blende an (bzw. bei Zoom-Objektiven die größt mögliche Blende bei kleinster und größter Brennweite).

Bei größerer Blende kann man kürzer belichten, d.h. mit einem lichtstarken Objektiv (=mit großer Blende) kann man noch aus der Hand fotografieren, wenn man bei lichtschwachen Objektiven wegen der längeren Belichtung und der daraus resultierenden Verwacklungsgefahr schon ein Stativ braucht.
Leider hat eine große Lichtstärke meist auch einen großen Preis zur Folge.

_Matthias_

Lungta
05.06.2005, 22:31
Hallo,

die anderen haben ja schon alles erklärt. Zu ergänzen wäre vielleicht noch, dass man bei einem lichtstarken Objektiv natürlich nicht nur länger aus der Hand fotografieren kann, sondern auch eher/stärker Abblenden, um mehr Tiefenschärfe zu erreichen, was in der Landschaftsfotografie meistens erwünscht ist (Blende 8 bis 16). Gute Objektive haben häufig eine Lichtstärke (=größtmögliche Blende) von um die 2.8, mein lichtstärkstes Objektiv (Nikon 85mm) hat z. B. eine Lichtstärke von 1.8. Wie Andreas schon erwähnte, haben gute Zoom-Objektive in der Regel eine durchgehende (= brennweitenunabhängige) Lichtstärke.

Christine

Thomas
06.06.2005, 14:51
Hiho,

danke für die ganzen Antworten. Jetzt klärt sich bei mir einiges :-) Habe trotzdem noch zwei Fragen:

1) Je besser die Lichtstärke, desto teurer die Objektive, ok! Aber warum hat dann mein Uralt-Objektiv (50mm Festbrennweite) eine Lichtstärke von 1,7? Ich meine, das Ding ist ja bestimmt schon 15 Jahre alt (hängt an einer Minolata XG) und kostet heute wahrscheinlich nicht die Mark. Oder verwechsle ich da etwas?

2) Was sind eigentlich noch akzeptable Wert bei der Lichtstärke? Ich habe z.B. letztens bei Saturn ein Tamron-Objektiv 28mm-300mm gesehen. Würde mich ja echt reizen, ist zwar eigentlich zu teuer :D, aber bei dem Format (vielleicht so 5cm groß!). Lichtstärke wird mit 3,5-6,3 angegeben. Gut, jetzt verstehe ich ja dank eurer Hilfe die Zahlen, aber für mich als anspruchslosen "Fotographen", der dies noch nichtmal als Hobby betreibt, und somit recht niedrige Anforderungen an ein "gutes Bild" hat, was soll ich jetzt von den Angaben halten? Ist es noch ganz ok, in Anbetracht der Tatsache, dass ich niemals 3kg Fotoausrüstung mit mir rumschleppen werde, um den Zoom-Bereich mit Festbrennweiten abzudecken?

Grüße

Thomas

AndreasW
06.06.2005, 15:24
) Je besser die Lichtstärke, desto teurer die Objektive, ok! Aber warum hat dann mein Uralt-Objektiv (50mm Festbrennweite) eine Lichtstärke von 1,7? Ich meine, das Ding ist ja bestimmt schon 15 Jahre alt (hängt an einer Minolata XG) und kostet heute wahrscheinlich nicht die Mark. Oder verwechsle ich da etwas?
Nicht unbedingt! Es ist einfacher ein lichtstarkes 50mm zu bauen als ein lichtstarkes Zoomobjektiv. Daran kann man heute kaum noch etwas verbessern! Heb's dir gut auf bzw. nutze es.

2) Was sind eigentlich noch akzeptable Wert bei der Lichtstärke? Ich habe z.B. letztens bei Saturn ein Tamron-Objektiv 28mm-300mm gesehen. Würde mich ja echt reizen, ist zwar eigentlich zu teuer http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif, aber bei dem Format (vielleicht so 5cm groß!). Lichtstärke wird mit 3,5-6,3 angegeben. Gut, jetzt verstehe ich ja dank eurer Hilfe die Zahlen, aber für mich als anspruchslosen "Fotographen", der dies noch nichtmal als Hobby betreibt, und somit recht niedrige Anforderungen an ein "gutes Bild" hat, was soll ich jetzt von den Angaben halten? Ist es noch ganz ok, in Anbetracht der Tatsache, dass ich niemals 3kg Fotoausrüstung mit mir rumschleppen werde, um den Zoom-Bereich mit Festbrennweiten abzudecken?
Um dir einen Rat zu geben, sollte ich erst noch paar Dinge mehr wissen. Bezieht sich deine Frage auf eine digitale Spiegelreflexkamera oder fotografierst du noch auf 100 ASA Film (z.B Dias)? Suchst du ein Autofokusobjektiv oder noch ein manuelles für die Minolta?

Gruß, AndreasW

Thomas
06.06.2005, 17:40
@AndreasW: Ich suche ein Zoomobjektiv (autofokus) für meine analoge Canon 3000V, z.Z. mache ich eigentlich nur Dias (hatte auch bisher nur 100 ASA-Filme). Für einen Rat wäre ich sehr dankbar!

Grüße

Thomas

AndreasW
06.06.2005, 18:50
@AndreasW: Ich suche ein Zoomobjektiv (autofokus) für meine analoge Canon 3000V, z.Z. mache ich eigentlich nur Dias (hatte auch bisher nur 100 ASA-Filme). Für einen Rat wäre ich sehr dankbar!

Grüße

ThomasHallo Thomas,

gut, das wollte ich wissen! Du hast sicher dieses TAMRON (http://www.tamron.de/index.php?id=106&kc_prid=452) in der Hand gehabt. - Obwohl diese "Superzooms" in den letzten Jahren sicher besser geworden sind, haben sie alle konstruktionsbedingt irgendwo ihre Schwächen (müssen mindestens 1-2 Blenden abgeblendet werden für akzeptable Ergebnisse).

Wenn du mit 100 ASA Diafilmen fotografierst, behaupte ich mal ganz provokannt, daß du zwischen 200-300mm Brennweite freihand kein scharfes Bild hinbekommst!!!
Beispiel: Volles Sonnenlicht erfordert eine Belichtungszeit 1/250sec bei Blende 8-11

Ein 300mm Tele ist mit 1/250sec Belichtungszeit nicht mehr verwacklungsfrei zu halten! Wenn sich dann noch eine Wolke vor die Sonne schiebt, ist's ganz aus. Dann hilft nur noch ein Stativ...

"Freihand Superzooms" hören meiner Meinung nach bei 200/210mm Brennweite auf (bezieht sich auf 100 ASA Filme)!

Wenn schon Zooms, empfehle ich immer den Brennweitenbereich zu teilen. Also je nach Vorlieben ein 24/28mm - 105/135mm und ein 70 - 200/210mm.
Ersteres als "Immerdrauf Objektiv" (ausreichend für 80% der Fotos) und letzteres bei Bedarf für die Teleaufnahmen.

Ein sehr gutes Budget Objektiv ist das SIGMA 28-105mm F 2,8-4 IF Asph. (http://www.sigma-foto.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=36&idart=86) (NEU: ca. 200.- €)
Da hättest du eine größere Lichtstärke, Innenfokusierung, d.h keine drehende Frontlinse - wichtig bei Polarisationsfiltern...

Und ein 70-210mm F 3,5-(4,5)5,6 bekommt man bestimmt auch günstig auf dem Gebrauchtmarkt. - Z.B. das hier (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=80379&item=7519765892&rd=1) (steinigt mich nicht... http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif ) war super!
Noch Fragen?

AndreasW

Hakku
06.06.2005, 19:08
Also ich habe das Tamronobjektiv bewusst gekauft. Ideales Reisezoom und wer nicht so anspruchsvolle Aufnahmen wie Du, AndreasW, machen will, der ist damit gut bedient.
Habe früher bis zu 6 Kilo Fotoausrüstung mit mir herum geschleppt, jetzt nicht mehr.

Für 399,-- € günstig und bei schwachem Licht ändere ich die ASA-Stärke, da ich digital fotografiere :D

Gruß
Hakku

AndreasW
06.06.2005, 19:19
und bei schwachem Licht ändere ich die ASA-Stärke, da ich digital fotografiere http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif
Ja, lach' nur ;) ! - Wir "analogen Grufties" sind halt an die Gesetze der Physik gebunden, wenn wir nicht ständig Filme wechseln wollen, oder dafür noch Zweit- und Drittgehäuse mitschleppen wollen... Und 200 ASA Diafilme sind für mich keine Alternative!

AndreasW

Lungta
06.06.2005, 19:41
Aber warum hat dann mein Uralt-Objektiv (50mm Festbrennweite) eine Lichtstärke von 1,7? Ich meine, das Ding ist ja bestimmt schon 15 Jahre alt (hängt an einer Minolata XG) und kostet heute wahrscheinlich nicht die Mark. Oder verwechsle ich da etwas?Hallo Thomas, das Alter eines Objektivs hat nichts mit seiner Qualität zu tun. Auch vor 15 Jahren hat man schon optisch gute Objektive hergestellt, neu sind nur Sachen wie Zoom, Autofokus oder Verwacklungsreduktion, im Gegenzug haben viele neue Objektive dann keinen Blendenring mehr http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/angry.gif .

Zum Tamron und Alternativen hat Andreas ja schon alles gesagt. Falls dir die Ausgabe für ein zweites Telezoom zu teuer und das Mitschleppen zu schwer ist, könnte auch ein Telekonverter erst einmal eine Lösung darstellen. Die gibt es als 1.4- und 2fach Konverter, d. h. die Brennweite wird mit 1,4 bzw. 2 multipliziert. Der Konverter führt zwar auch zu einem Lichtverlust und - jedenfalls beim 2fach Konverter - zu einem gewissen Qualitätsverlust; ein gutes Tele/Telezoom ersetzt er nicht. Dafür sind die Dinger relativ klein und leicht und - insbesondere wenn man sie gebraucht bekommt - nicht so teuer. Beim Kauf muss man darauf achten, dass sie auch mit dem beabsichtigten Objektiv verwendet werden können (und sie müssen natürlich an die Kamera passen, in deinem Fall also Canon-Anschluss).

Reviews von Kameras + Zubehör findest du übrigens (auf englisch) hier: http://www.photozone.de/active/news/index.jsp

Christine

Hakku
06.06.2005, 19:45
Lieber AndreasW,
ich war doch bis vor kurzer Zeit auch noch ein "Analoger" und es ist mir wirklich schwer gefallen zu wechseln.
Trotzdem habe ich es nicht bereut. Und das ich mit einem "schwachen" Objektiv fotografiere sieht man, aber das liegt dann auch wieder nicht am Objektiv. Denn wer nicht schwimmen kann, braucht auch keine bessere Badehose ;)

Gruß vom
Hakku

AndreasW
06.06.2005, 20:12
Lieber AndreasW,
ich war doch bis vor kurzer Zeit auch noch ein "Analoger" und es ist mir wirklich schwer gefallen zu wechseln.
Trotzdem habe ich es nicht bereut. Und das ich mit einem "schwachen" Objektiv fotografiere sieht man, aber das liegt dann auch wieder nicht am Objektiv. Denn wer nicht schwimmen kann, braucht auch keine bessere Badehose http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif

Gruß vom
HakkuDas glaube ich dir gerne!!! - Ich habe ja auch nur Thomas einen Rat gegeben und extra nachgefragt mit was er fotografiert.

Die digitale Fotografie ist heute schon eine verlockende Alternative! - Aber selbst dann würde ich meine Lieblingsfestbrennweiten 15mm 3,5 - 20mm 1,8 - 77mm 1,8 - 200mm 2,8 wieder mitschleppen! - Fotografen sind doch Masochisten...http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif

Für mich wird das Ganze erst interessant, wenn die Präsentationstechnik nachzieht, d.h HDTV Beamer (1920 x .... Pixel) Standard und bezahlbar werden! - Aber das dauert noch....

AndreasW

Thomas
07.06.2005, 11:46
@AndreasW: Vielen dank für deinen Hinweis. Vielleicht ist es wirklich eine gar nicht mal so schlechte Alternative sich zwei Objektive zuzulegen (muss ja nicht gleich alles auf einmal sein). Wegen Verwackelung: Gibt es einen Schätzwert für die Belichtungszeit, ab wann ich noch ein Foto ohne Stativ machen kann?

Grüße

Thomas

AndreasW
07.06.2005, 17:38
@AndreasW: Vielen dank für deinen Hinweis. Vielleicht ist es wirklich eine gar nicht mal so schlechte Alternative sich zwei Objektive zuzulegen (muss ja nicht gleich alles auf einmal sein). Wegen Verwackelung: Gibt es einen Schätzwert für die Belichtungszeit, ab wann ich noch ein Foto ohne Stativ machen kann?

Grüße

ThomasEine Faustregel besagt, daß (bei Kleinbildkameras) die Belichtungszeit (in Sekunden) nicht länger sein sollte als der Kehrwert der Brennweite (in mm).

Wenn du eine Brennweite von 50mm benutzt, sollte die Belichtungszeit folglich nicht länger als 1/50stel Sekunde sein. Diese Zeit hast du aber zur Einstellung nicht zur Verfügung, deshalb solltest du die nächstkürzere Zeit wählen. Das wäre in diesem Beispiel die 1/60stel.

Wenn du hingegen ein Objektiv mit einer Brennweite von 200mm benutzt, solltest du die längste vertretbare Zeit 1/200stel (ebenfalls nicht verfügbar, deshalb 1/250 einstellen) nicht überschreiten.

Vielleicht hast du ja eine ruhigere Hand, aber ich halte mich tunlichst an diese Faustregel... http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif

Gruß, AndreasW

Thomas
07.06.2005, 20:04
@AndreasW: Danke für den Hinweis!

Grüße

Thomas

_Matthias_
07.06.2005, 22:35
Und dann gibts da ja auch noch Objektive mit Bildstabilisator. Die gleichen leichtes Wackeln automatisch aus (funktioniert wirklich und erstaunlich gut), dann gehts aus der Hand auch noch wenn man länger als den Kehrwert belichtet. Bei Cannon heißt das dann beim Objectiv IS (image stabilizer), bei Nikon VR und bei Sigma OS.

Und was den Kehrwert angeht, so sollte man besonders bei langen Brennweiten darauf achten lieber noch kürzer zu belichten, da sich Bewegungen des Objektivs noch viel stärker auswirken.

_Matthias_

Thomas
08.06.2005, 09:28
Und dann gibts da ja auch noch Objektive mit Bildstabilisator. Die gleichen leichtes Wackeln automatisch aus (funktioniert wirklich und erstaunlich gut), dann gehts aus der Hand auch noch wenn man länger als den Kehrwert belichtet. Bei Cannon heißt das dann beim Objectiv IS (image stabilizer), bei Nikon VR und bei Sigma OS.

Habs letztens auch im Geschäft gesehen, scheinen aber unbezahlbar zu sein. Ich meine, ich muss mir ja noch den dazugehörigen Urlaub leisten können, um mit dem Fotoapparat auch Fotos machen zu können :-)

Grüße

Thomas

_Matthias_
08.06.2005, 18:52
ich muss mir ja noch den dazugehörigen Urlaub leisten können, um mit dem Fotoapparat auch Fotos machen zu können :-)
Aber rechne doch mal wieviel das kostet wenn du nochmal hin mußt, weil alle Bilder verwackelt sind :D

Aber im Ernst, im Vergleich zu den wirklich lichtstarken Zooms, sind die mit Stabilisator nicht teuer, aber du hast schon recht, ein Schnäppchen sind sie nicht. Ich hab mir eins (Nikkor AF-S VR 3.5-5.6 24-120mm) im Kit mit meiner D70 geleistet, war im Vergleich mit den anderen Kits nicht wesentlich teurer, hat aber auch noch einen größeren Brennweitenbereich. Für mich das ideale "immer drauf" Objektiv. Nur fürs richtige Tele muß es runter, da konnte ich mir aber keinen Stabilisator leisten.

Ich kenn mich bei Canon nichts so aus, aber ich dachte immer, die haben auch recht "günstige" IS Objektive.

Aber wie auch immer "echte" Fotografen nehmen eh nur Festbrennweiten (mir ist aber lieber, z.B. im Gebirge, mit dem Zoom das Motiv richtig ins Bild zu bekommen, als zu nahe an den Abgrund zu müssen, nicht nur wegen meiner Höhenangst)

_Matthias_

Thomas
08.06.2005, 20:28
Aber rechne doch mal wieviel das kostet wenn du nochmal hin mußt, weil alle Bilder verwackelt sind :D

Tja, ist mir noch schlimmer auf Sardinien letztes Jahr passiert, kein einziges Foto bei 10 Filmen. Fotoapparat war kaputt, nur habe ich das nicht gemerkt :-(


Ich kenn mich bei Canon nichts so aus, aber ich dachte immer, die haben auch recht "günstige" IS Objektive.

Hab mir das Programm mal angeschaut, aber als Student werde ich mir wohl noch nichteinmal das billigste Objektiv von Canon leisten können.


Aber wie auch immer "echte" Fotografen nehmen eh nur Festbrennweiten (mir ist aber lieber, z.B. im Gebirge, mit dem Zoom das Motiv richtig ins Bild zu bekommen, als zu nahe an den Abgrund zu müssen, nicht nur wegen meiner Höhenangst)

Puh, da bin ich echt beruhigt, dass ich noch nichteinmal ein halber Fotograf bin, habe ehe immer schon zuviele Kilos (jetzt im Rucksack, meine ich :D), da brauche ich auch nicht noch nen Koffer Objektive :-)

Grüße

Thomas

_Matthias_
08.06.2005, 21:48
Tja, ist mir noch schlimmer auf Sardinien letztes Jahr passiert, kein einziges Foto bei 10 Filmen. Fotoapparat war kaputt, nur habe ich das nicht gemerkt :-( Das ist ja echt der Super-Gau :(:(

aber als Student "damals" hatte ich auch nur ne Kompaktknipse und als ich mir ne Spiegelreflex besorgt habe, hats auch erstmal ein Sigma 28-200 getan. Du kannst ja mal in bei dem bekannten Internetauktionshaus nachschauen, diese "Einsteiger"-Zooms gibts dort oft schon ganz günstig, besonders wenn man auch gebrauchte in betracht zieht.

Aber wie schon gesagt, mit denen brauchst du dann aber einen empfindlicheren Film (ich hatte meist nen 400ASA Negativfilm benutzt). Oder das von AndreasW empfohlene Sigma 28-105 2.8-4, von dem hab ich auch schon öfters gutes gehört, da hast du einen kleineren Zoombereich aber dafür die Lichtstärke. Das hängt natürlich auch davon ab, was du schon für Objektive hast (du wirst ja nicht nur den Canon Body haben)

Puh, da bin ich echt beruhigt, dass ich noch nichteinmal ein halber Fotograf bin Geht mir genauso :D Aber jeder hat da seine Vorlieben und eigentlich ist das auch gut so, wär ja echt langweilig wenn alle immer einer Meinung wären:cool:

habe ehe immer schon zuviele Kilos (jetzt im Rucksack, meine ich :D)
das Problem hab ich auch (leider nicht nur im Rucksack)

_Matthias_

_Matthias_
08.06.2005, 21:55
Da fällt mir gerade noch ein, warum willst du den überhaupt ein neues Objektiv?
Beim Fotowettbewerb war dein Foto doch klasse, ich hatte dich sogar bewählt :cool:
Aber wenn ich da gewusst hätte, dass du kein Profi bist ... :D:D:D

_Matthias_

Thomas
08.06.2005, 22:17
Da fällt mir gerade noch ein, warum willst du den überhaupt ein neues Objektiv?
Beim Fotowettbewerb war dein Foto doch klasse, ich hatte dich sogar bewählt :cool:
Aber wenn ich da gewusst hätte, dass du kein Profi bist ... :D:D:D

Hehe, natürlich danke für die Wahl :-) Aber, um das jetzt mal einzugestehen, entstand das Foto mit einer Kompaktkamera (Olympus Mju 3), also einfach nur draufhalten und losschießen. Das ist mir aber dann doch etwas zu wenig, und für meine Spiegelreflexkamera habe ich nur ein altes, sehr schlechtes Objektiv, dass noch von meiner alten Canon stammt, daher der Wunsch nach einem neuen Objektiv.

Grüße

Thomas

AndreasW
09.06.2005, 07:49
In einem anderen Thread wurde dieses Buch schon mal empfohlen.

http://images-eu.amazon.com/images/P/3763360174.03.LZZZZZZZ
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3763360174/qid=1118294988/sr=8-2/ref=sr_8_xs_ap_i2_xgl/028-5405779-7147708

Das ist "die Bibel" für alle Berg- und Outdoorfotografen, die ihre Fotos verbessern möchten! Ich kenne kein besseres Buch, in dem die "Regeln und Gesetze" der Fotografie so verständlich, kompakt und praxisbezogen erklärt werden.
Etwas von diesem Hintergrundwissen im Kopf bringt viel mehr, als die teuerste Kamera im Rucksack...

Allen "Gut Licht"
AndreasW

_Matthias_
10.06.2005, 19:01
@ Thomas
Das beweist mal wieder das es letztendlich beim Fotografieren auf den Fotografen ankommt, wenn man der hinter der Kamera nicht gut ist, hilft auch das beste Equipment nichts. Und selbst wenn die Kamera alles automatisch macht, muss man immer noch den Ausschnitt wählen, die Kamera gerade halten und im richtigen Moment abdrücken.

Da passt auch der Buchtipp von AndreasW. Danke, kannte ich noch nicht hört sich aber sehr interesant an. Ich suche schon länger ein Buch, das mehr auf die Outdoorfotografie eingeht, aber alles was ich bisher gesehen hatte war zwar an "Anfänger" gerichtet, aber die Tipps kann dann nur ein Profi umsetzen. Da liest man dann sowas wie man soll das Motiv mehre Tage beobachten um den Zeitpunkt des besten Lichts herauszufinden. Auf Tour nicht wirklich praxistauglich, schon gar nicht, wenn einem Fotografieren zwar wichtig ist, aber nicht am wichtigsten.
@ AndreasW: Ist das bei dem vorgeschlagenen Buch anderst?

_Matthias_

Thomas
29.06.2005, 21:13
@AndreasW: Habe mir gestern das Buch besorgt, es ist wirklich super! Danke für den Tipp. Tolle Erklärungen, die auch auf meine Frage hier eingehen :-) Und die Bilder, einfach toll!!!! Viele kenne ich sogar aus Zeitschriften, Zeitungen und Werbung.

Grüße

Thomas

Lungta
30.06.2005, 00:20
yep, das Buch ist wirklich gut, habe es schon seitdem ich es vor ein paar Jahren mal bei Globi entdeckt habe. Bernd Ritschel ist übrigens ein bekannter (Berg-)Fotograf, der häufig u. a. in "Berge" veröffentlicht, die Fotos im Bergsteiger-Kalender sind von ihm und er hat natürlich einige eigene Bildbände gemacht. Wen es interessiert: er bietet auch Workshops an (www.lightwalk.de).

Falls sich jemand mal einen richtig guten Bildband aus dem Bereich Tier- und Naturfotografie leisten will (auch von guten Bildern anderer lernt man schließlich): "Die Faszination des Augenblicks. Natur in Südtirol" herausgegeben von Strix - Naturfotografen Südtirol. Einfacht traumhaft.

Christine

_Matthias_
30.06.2005, 20:56
Hab mir das Buch auch besorgt. Ich finds auch super. Nur seine Meinung zur Digitalfotografie ist etwas altmodisch, aber dafür ist der Praxisteil um so besser.

_Matthias_

AndreasW
01.07.2005, 08:41
...Nur seine Meinung zur Digitalfotografie ist etwas altmodisch...
_Matthias_

Das Buch wurde ja auch schon 1998 geschrieben! Wo stand denn damals die digitale Spiegelreflexfotografie? - Seitdem hat sich ja einiges geändert! Dazu müßte man andere Bücher bemühen (Hab' dazu aber keinen Tip, weil ich selbst noch ein "analoger Grufti" bin und wieder mit 100 Filmen losziehe... ;) )

Das fotografische Grundwissen wird aber seine Gültigkeit niemals verlieren...

AndreasW

_Matthias_
01.07.2005, 21:24
Das Buch wurde ja auch schon 1998 geschrieben! Wo stand denn damals die digitale Spiegelreflexfotografie? - Seitdem hat sich ja einiges geändert! Stimmt, aber ich hab ein Buch der dritten Auflage und die ist auf Stand von 2002. Ich geb ja zu, 3 Jahre sind im Digitalbereich auch schon ne Menge, besonders was die Preise angeht.
Ich hab ja auich nix gegen analog, ich hab auch noch meine Analog-Ausrüstung und bin erst im Frühjahr umgestiegen. Mich stört halt nur seine negative Grundstimmung gegen das Digitale.

Am Besten er hätte den Digitalteil ganz weggelassen, denn:

Das fotografische Grundwissen wird aber seine Gültigkeit niemals verlieren...
Das erklärt er richtig gut und sehr praxisnah und deswegen hab ichs mir eigentlich gekauft und würds auch wieder kaufen. Und da ist es auch egal ob analog oder digital.

Und wenn man deine web-Seiten anschaut, gibts für dich ja auch keinen Grund von den Dias abzulassen. Aber als Anfänger ist es schön gleich zu sehen, dass das Bild verhunzt ist.

_Matthias_

Thomas
02.07.2005, 08:41
@_Matthias_: Irgendwie kann ich den Mann aber schon verstehen, wenn er sich ein bißchen gegen die Digitalfotographie stellt. Immerhin hat er 20 Jahre lang analog geknippst. Würde mir dann auch nicht anders gehen, wenn ich dann umsteigen müßte. Aber vielleicht würde ich das eigentlich nicht in einem Buch auslassen *G*.

@all: Habe übrigens, nachdem ich ein Tamron 28-300mm Objektiv testen konnte, doch darauf verzichtet so eins zu kaufen. Erstens macht es auch mich einen etwas billigen Eindruck, was die Verarbeitung angeht, und bei wenig Licht und im Ende des Zooms hat man schon einen deutlichen Helligkeits- und Schärfeabfall in den Ecken gesehen (und wenn ich schon sowas :D)). Habe mir dann doch jetzt ein auch etwas günstigeres 90-300 von Canon (3,5-5,6) geholt, ist zwar genau so schwer wie das 28-300 von Tamron und deutlich schwerer, aber die Dias, die ich damit gemacht habe, gefallen mir auch schon viel besser *G*.

Grüße

Thomas

_Matthias_
03.07.2005, 20:37
Von mir aus kann er gerne analog weiter fotografieren, hab ich nichts dagegen, macht er ja auch klasse. Aber schon berufsmäßig hab ich halt nem Hang zu digital.
Aber ich hab mir den Umstieg auch lange überlegt, besonders wegen der Archivierung.

Fotografierst du mit dem 90-300m freihändig oder mit Stativ?
Ich suche nämlich noch ein stabiles, leichtes fürs mitnehmen auf Touren, braucht nicht hoch zu sein, kann man ja irgendwo draufstellen, solte aber ne Spiegelreflex mit Objektiv stabil tragen und trotzdem möglichst leicht sein. Hab mir schon ein paar Tischstative angeschaut aber die sehen alle so wackelig aus, oder man kann die Beine nicht unterschiedlich hoch einstellen (für unebenen Untegrund).
Hat hier jenand nen Tipp?

_Matthias_

Lungta
03.07.2005, 21:12
Kommt darauf an, wieviel du anlegen willst. Es gibt ein paar kleine und leichte (Tisch-)Stative von Gitzo (www.gitzo.com), aber nicht gerade billig. Für Nostalgiker: Das Ministativ von Berlebach (http://www.berlebach.de/).

Christine

_Matthias_
03.07.2005, 22:10
Danke für die Links, das ist ja genau was ich mir vorgestellt habe.
Jetzt weiss ich was ich will (G0027), jetzt muss ich mir nur noch was suche, dass ich mir auch leisten kann. :-/
Nicht gerade billig ist ja sehr höflich ausgedrückt.

Ich hab auch schon bei anderen Herstellen geschaut, aber nichts vergleichbares gefunden. Meistens bieten die etwas mehr Höhe sind dann aber gleich mehr als doppelt so schwer.
Hilft wohl nur sparen.

_Matthias_

Thomas
03.07.2005, 22:32
@_Matthias_: Habe meinen ersten Testfilm verschossen und mal aus Spaß bei 300mm ein bißchen freihändig Fotografiert. Naja, auch bei 1/250s verwackelt *G* (siehe auch weiter oben, was AndreasW dazu geschrieben hat). Ich habe ein kleines, leichtes Stativ (so 10 Euro vom Saturn), dass aber bei dem großem Objektiv (430g) nach vorne kippt :-) Habe noch ein ganz großes (1,5m hoch und 1,2kg schwer), aber naja, das werde ich sicherlich nicht in die Berge mitschleppen. Mit dem Thema leichtes, kleines, kostengünstiges Stativ werde ich mich auch noch befaßen müssen :-)

Grüße

Thomas

AndreasW
04.07.2005, 17:23
Jetzt weiss ich was ich will (G0027), jetzt muss ich mir nur noch was suche, dass ich mir auch leisten kann. http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/undecided.gif
Nicht gerade billig ist ja sehr höflich ausgedrückt.
Da hast du dir aber ein schnuckeliges Edelteil ausgesucht (ca. 300 Teuros ohne Stativkopf)! - Das hätte ich auch gern als "immer dabei Stativ"... - GITZO ist aber auch der "Mercedes" unter den Stativen. Es ist aber ein Kauf fürs Leben!!!

Ich habe vor einigen Jahren schon in eins der ersten Carbonstative G1228 investiert und nie bereut. Man muß nur etwas aufpassen, daß es keine harten, spitzen Schläge abbekommt.

Um 200 oder 300mm Objektive wirklich schwingungsfrei zu bekommen, ist es aber trotzdem ratsam das Stativ an der Mittelsäule irgendwie zu beschweren (Netz mit Steinen, Fototasche etc...)!
Wenn die Mittelsäule unten einen Haken hat, ist das von großem Vorteil! Für diesen Zweck habe ich immer eine Zeltschnur inkl. Spanner und einen kurzen, stabilen Gummispanner mit Haken dabei. Die Zeltschnur binde ich so an den Mittelsäulehaken, daß sie sich mit dem Zeltspanner in der Länge verstellen läßt (... so wie man halt ein Zelt abspannt...). In die Schlaufe am unteren Ende hänge ich dann die beiden Enden des Gummispanners ein. Nun muß man das ganze so justieren, daß man mit einem Fuß in die "Gummischlaufe" treten kann und durch die senkrecht nach unten wirkende Zugkraft das Stativ mindestens 2kg schwerer macht! - Dann wackelt nichts mehr und man hat mehr Freude an seinen Teleaufnahmen...http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif - Kost' fast nix und wiegt kaum was... Probiert's aus!

Gruß
AndreasW

_Matthias_
04.07.2005, 19:29
Da hast du dir aber ein schnuckeliges Edelteil ausgesucht (ca. 300 Teuros ohne Stativkopf)! Wenn schon, denn schon:D

Aber das ist von den Maßen einfach ideal, klein zusammenlegbar, nicht zu niedrig und ziemlich leicht. Leider hab ich kein anderes mit diesen Dimensionen gefunden, dürfte auch etwas schwerer sein, oder kleiner, wenns dafür auch günstiger wäre.

Im Moment hab ich so ein billig Teil, das ist auch leicht, wackelt aber schon wenn man es scharf ansieht. Das hatte ich auch schon mal mit Schnur und drauftreten probiert, da sind dann die Beine eingefahren. Aber bei nem vernünftigen Stativ ist das bestimmt ne feine Sache.

_Matthias_