Vollständige Version anzeigen : Höhenkrankheit - ab wann tritt sie auf?
silberbild
02.06.2005, 17:39
Was sind eure Erfahrungen bezüglich der Höhenkrankheit... ab welcher Höhe tritt sie auf?
Schöne Grüße Jo
Hallo Jo,
nachdem du bislang keine Antworten bekommen hast schreib ich mal was.
Höhenkrankhei kann üblicherweise bei einem längeren Aufenthalt über 3000m Höhe auftreten, selten auch schon ab 2500m.
Wohin willst du denn reisen?
Wenn du die Beiträge hier im Forum unter Gesundheit durchliest, wirst du eine Menge Erfahrungen über Berschwerden in der Höhe finden. Wenn du dann noch weitere Fragen hast, werden dir sicher auch andere Forumsteilnehmer antworten.
Grüße,
Gerhard
nachdem du bislang keine Antworten bekommen hast schreib ich mal was.
...
*G*, 18 Minuten sind ja auch noch nicht soooooo lange :cool:
Grüße
Thomas
wetterfest
02.06.2005, 19:02
hallo,
also ich denke bis ca. 3700 m trekkinghöhe brauch man sich keine sorgen zu machen, klar kann man etwas kopfweh etc. bekommen, aber doch harmlos wenn man wieder tiefer schläft.
ganz anders sieht die sache aus wenn es um die schlafhöhe geht, nun da hängt es natürlich auch von der aufstiegs-, startpunkthöhe ab, auf jeden fall dürfte man beim schlafen schon wesentlich niedriger anzeichen der fehlenden höhenakklimatisation spüren..... um mal eine zahl zu nennen, denke so ab ca. 3000 m...... halt abhängig von den übernachtungshöhen vorher.
gruß
helmut
Wenn Du ein paar Sachen beherzigst, tritt sie sehr wahrscheinlich gar nicht auf :-)
Langsam aufsteigen, Akklimatisationstage einlegen (ab 3.500 m), tiefer schlafen als man am Tag schon war, viel trinken.
Bei manchen Unternehmungen nicht immer möglich, z. B. Kilimandscharo.
Viel wichtiger, bei massiven Beschwerden wie üble Kopfschmerzen, Apathie, kein Hunger, Schwindel usw. unverzüglich absteigen. Die meisten Erkrankungen gibt es bei Gruppenreisen. Also nicht hetzen (lassen). :D
Save Trekking!
Hakku
*G*, 18 Minuten sind ja auch noch nicht soooooo lange :cool:
Grüße
Thomas http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/embarassed.gif ups...
hab wohl das Registrierdatum mit dem Beitragsdatum verwechselt....
Grüße, Gerhard
Die Ursachen der Höhenkrankheit sind noch nicht abschließend erforscht und die negativ oder positiv begünstigenden Faktoren sind noch nicht vollständig geklärt. Fakt ist, daß man eine ganze Meng tun kann, um nicht höhenkrank zu werden - den anderen Beiträgen hier kannst Du das wichtigste entnehmen. Ausschließen kann man es leider dadurch nicht. Meine eigenen Erfahrungen mit der Höhenkrankheit kannst Du auf meiner Hompage im Reisebericht Nepal nachlesen. Gruß Jürgen
wanderer
02.06.2005, 22:56
Hallo Jo,
bis 3000 m hatte ich bisher noch keine grösseren Probleme, ausser dass ich etwas schlechter schlafen konnte, also nichts wirklich ernstes.
In Peru auf war ich mal auf 4800 m, dann auf 3800 m übernachtet. Da hatte ich dann einen Anflug der Höhenkrankheit. Sehr üble Kopfschmerzen, die ganze Nacht Schüttelfrost und kaum Schlaf.
Am nächsten Tag wars dann wesentlich besser. Deutlich spürbar ist aber das Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit, das solltest du einkalkulieren.
Usus sollte auf grösserer Höhe immer sein, kein Alk und keine Ziggies!!
Viele Grüsse
Ralph
silberbild
03.06.2005, 00:28
@all: Herzlichen Dank für die vielen Antworten!
Ich fragte, da ich bisher meine Nachtzeiten noch nicht über 3000 m verbracht habe (was selbstverständlich unter der am Tag gegangenen Höhe lag) und nun etwas "höher hinaus" möchte. Bisher hatte ich noch keine Anzeichen einer Höhenkrankheit gehabt und wußte nicht, ob ich mit 3000m überhaupt schon in einem gefärdeten Bereich bin. Euren Aussagen zufolge ist das so ungefähr die Schwelle.
Gibt es eigentlich eine art Zeitbegrenzung in bestimmten Höhen? Also daß man sich nicht länger als ... Tage in bestimmten Höhen aufhalten sollte... Also dies jetzt nur interessenhalber... habe nicht da einen Rekord zu brechen oder so!
Usus sollte auf grösserer Höhe immer sein, kein Alk und keine Ziggies!!
Hi Ralf... also das mit dem Alk verstehe ich ja ... aber meine Ziggi morgens und abends habe ich mir bislang noch auf jedem Berg gönnen müssen :x auch wenn es schei...e ist!
Schlen Grüße Jo
hallo,
also ich denke bis ca. 3700 m trekkinghöhe brauch man sich keine sorgen zu machen, klar kann man etwas kopfweh etc. bekommen, aber doch harmlos wenn man wieder tiefer schläft.
ganz anders sieht die sache aus wenn es um die schlafhöhe geht, nun da hängt es natürlich auch von der aufstiegs-, startpunkthöhe ab, auf jeden fall dürfte man beim schlafen schon wesentlich niedriger anzeichen der fehlenden höhenakklimatisation spüren..... um mal eine zahl zu nennen, denke so ab ca. 3000 m...... halt abhängig von den übernachtungshöhen vorher.
gruß
helmut==
Helmut da muss ich aber widersprechen.
Anzeichen von Höhenkrankheit können schon unterhalt der 3500m Grenze auftreten.
Als ich 1987 zum ersten mal mit einer Gruppe in Nepal war hatten verschiedene Teilnehmer
bereits auf ca. 3500 m Probleme mit der Höhe. Dies ereignete sich zwischen Khumjung
und Tengpoche. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab ob jemand zu Höhenkrankheit
neigt oder nicht. Meistens jedoch bekommen Leute Probleme ab etwa 4000m.
Allerdings weniger wegen Hirn- oder Lungenödem denn mit Kopfschmerzen,Koordinationsprobleme ect. Der Ergeiz in kurzer Zeit in größere
Höhe zu steigen wirkte sich fatal auf 2 Teilnehmer anderer Expeditionen aus,
als ich 1996/97 am Aconcagua war.
Gibt es eigentlich eine art Zeitbegrenzung in bestimmten Höhen? Also daß man sich nicht länger als ... Tage in bestimmten Höhen aufhalten sollte... Also dies jetzt nur interessenhalber... habe nicht da einen Rekord zu brechen oder so!
Hi Ralf... also das mit dem Alk verstehe ich ja ... aber meine Ziggi morgens und abends habe ich mir bislang noch auf jedem Berg gönnen müssen :x auch wenn es schei...e ist!
Wir waren über eine Woche auf über 4.500 m und das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit wurden von Tag zu Tag besser. :cool:
Die Ziggi habe ich mir auch immer schmecken lassen :D
Habe aber mittlerweile aufgehört zu rauchen :-)
Hakku
Flachlandtiroler
03.06.2005, 07:31
Helmut da muss ich aber widersprechen.
Anzeichen von Höhenkrankheit können schon unterhalt der 3500m Grenze auftreten. Genau! Nicht umsonst sitzen fast ständig irgendwelche Höhenmediziner auf der Gnifettihütte (3641m -- paßt für das Beispiel recht gut... http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif). AFAIR hat jeder Zweite oder Dritte, der direkt aus der Ebene auf diese Hütte kommt hat Symptome von Höhenbeschwerden.
Auf Trekking im Sinne von außereuropäisch, gemächlicher Höhengewinn über mehrere Tage bis Wochen trifft Helmut's Aussage trotzdem zu denke ich.
Gruß, Martin
Gibt es eigentlich eine art Zeitbegrenzung in bestimmten Höhen?
Eher im Gegenteil würde ich sagen, je länger du dich in der Höhe aufhältst, desto besser aklimatisiert sich dein Körper. Im Himalaya leben die Menschen ja z. T. auch auf über 4.000 m. Natürlich gibt es nach oben irgendwo eine Grenze - auf 8.000 m sollte man sich sicherlich nicht allzu lange aufhalten ;) - aber wo genau die liegt, kann ich nicht sagen. Sicherlich oberhalb der normalen Trekkinghöhen.
Ich habe mal gehört, dass man auch unterhalb 3.000 m schon Probleme bekommen kann (vielleicht wenn weitere Umstände hinzutreten), es hängt sicherlich auch vieles vom Einzelfall ab und auch davon, wie man sich verhält und was man macht. Wenn man nach Leh in Ladakh fliegt, kommt man quasi von (fast) 0 auf 3.500 m. In aller Regel hat man damit keine Probleme, wenn man es in den ersten Tagen erst einmal seeeehr langsam angehen lässt und sich an die sonstigen Regeln hält (insbesondere viel trinkt). So viel kann ich jedenfalls nach meiner eigenen Erfahrung sagen. Im übrigen wäre wohl noch zu unterscheiden zwischen den ernsteren Auswirkungen der Höhenkrankheit und leichteren Höhensymptomen wie z. B. etwas Kopfschmerzen, die als solche noch relativ unbedenklich sind.
viele Grüße
Christine
wetterfest
03.06.2005, 11:58
hallo,
die grenze liegt ungefähr ab 5100 bis 5300 m. bei längeren aufenthalten ab dieser höhe aufwärts baut der körper kontinuierlich ab. aufenthalte in diesen höhen sind nur begrenzt möglich, dies ist auch der grund weshalb die basislager immer nur maximal bis zu dieser höhe liegen und nicht höher.
gruß
helmut
silberbild
03.06.2005, 12:04
Herzlichen Dank an alle!
Bin doch gut beruhigt für die nächste Tour!
Ich habe bisher bis auf etwas Schwäche am ersten Tag in einer Höhe und dem üblichen leicht erhöhten Puls (an den man sich Nachts gewöhnen muß :o ) keine Probleme. Da ich auch nicht mehr als 1500 Höhenmeter von Nachtlager zu Nachtlager mit meinem Gepäck mache (und schaffe), scheine ich ja auch relativ gefahrlos aufsteigen zu können.
Schöne Grüße Jo
==
Helmut da muss ich aber widersprechen.
...und ich mich anschließen: In den großen Städten der tibetischen Hochebene, also z.B. Lhasa oder Leh die beide auf etwa 3500m liegen, werden regelmäßig Toristen so Höhenkrank, dass sie notfallsmäßig nach "Unten" geflogen werden müssen. Dasselbe hab ich auch schon in Manang erlebt (etwa selbe Höhe), Trekker die in der Überdruckkammer behandelt werden mußten, bis zur nächsten Flugmöglichkeit.
Gibt es eigentlich eine art Zeitbegrenzung in bestimmten Höhen? Also daß man sich nicht länger als ... Tage in bestimmten Höhen aufhalten sollte... Also dies jetzt nur interessenhalber..
Von einer Zeitbegrenzung weiß ich nichts, allerdings gibt es eine Höhe, ab der sich der Körper nicht mehr adäquat anpassen kann: d.h. bleibt man längere Zeit darüber, baut der Körper ab. Diese Höhe liegt interessanterweise genau auf Höhe der höchstgelegenen Basecamps: 5500m, wurde also von den Bergsteigern empirisch gefunden.
Es gibt dazu noch eine interessante Geschichte: In den Anden war eines der höchstgelegenen Dörfer auf ca. 5200m gelegen: die Bewohner wurden von den (Spaniern??) in einem um 500m höher gelegenen Bergwerk beschäftigt. Um nun den täglichen Aufstieg der Arbeiter vom Dorf zum Bergwerk zu "rationalisieren" bauten die (Portugiesen???) ein Arbeiterdorf direkt vor das Bergwerk auf ca. 5700m. Nach einiger Zeit stellten sie fest, dass die Arbeiter krank, schwach, weniger Leistungsfähig wurden und als sie sie probehalber wieder in ihrem Dorf wohnen ließen, dass sich die Arbeiter rasch wieder erholten. Der Zusammenhang mit der Höhe war damals allerdings nicht bekannt.
Grüße, Gerhard
gipfelstürmer
03.06.2005, 18:13
viele antworten , die aber..... genausoviel offen lassen , den menschlich ist eben die reaktion auf höhe , + etwaige nebenerscheinungen..... essen ..trinken...usw ?
kurz wie es mir ergangen ist .... in Marokko....am TOUBKAL null Probleme , die 4200 haben echt spass gemacht , weil wir 10 tage nur rauf und runter sind.... also , alles passte !
heuer in KENJA ...am Mt. Kenja ..... es waren 3 erfahrene + ich , der 4200 als referenz hatte , die sache war absolut falls ...auch von der agentur !!!
wir fuhren bis 3000 mit dem landrover , waren einen tag auf 3 200.... und spazierten auf 3600 , und dann.... auf 4200 ...und 4790....austria hut !
und das ging voll daneben , einer der schon auf 8000ér war , der boss -http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/smile.gif , der keucte wie ich , und ich hate die letzten 70 meter keinen saft mehr , und auch wasser in der lunge , das aber mit den GELBEN tabletten wieder abbaubar war....
leider war ich schon vorher krank.... zu hause habe ich schon ein darmproblem gehabt , das mir in folge zum schaffen machte , und wegen dem ich dnn ohne KILLI nach hause fuhr !
so halb fit ...hast in der höhe nichts verloren , nur wenn alles passt .... macht das sinn !
die nacht auf 4790 war die härte ...der abstieg , 7 std. + 2000 Hm war die sado-Tour , die härtesten tage meines lebens -http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/smile.gif die ich aber nur überstanden habe , weil....ja weil ich im kopf sehr stark war , und die sache hängt sehr viel mit dem kopf zusammen , wollen ...und können , sehr knapp zusammen .....
jedenfalls.....ohne entsprechende medikamente ..... am arsch offen , vieleicht sogar ein opfer des berges !!!
aber mich hat die sache gelehrt...nicht geschockt , und irgendwann....ruft wieder der berg !
alles gute....charly
silberbild
03.06.2005, 18:52
@Gerhard: Klasse! Danke - gute Info... und sogar die passende Geschichte dabei :-) !!! Nunja - so hoch hinaus wollte ich nicht - so kann ich getrost gehen und muß nihct mit einem Abbau meiner Leistung rechnen :D :cool:
Jo
Hallo Silberbild
falls noch weiters Interesse hier mal ein Link, den ich ganz gut finde, mit ausfühlicher Erläuterung zur Höhenkrankheit
http://www.treibel-bergmed.de/
Übrigens 1500 m Anstieg der Übernachtungshöhe sind, mindestens jenseits der 3000 eindeutig zuviel !!! Deshalb sind junge "fitte" Trekker oft anfälliger weil sie einfach zu schnell hoch können´und das dann auch machen!!
Safe trekking
Gruß
und muß nihct mit einem Abbau meiner Leistung rechnen
Nicht dass du da etwas verwechselst: Höhenkrankheit ist eine Sache, körperliche Fitness eine andere - beide haben grundsätzlich nichts miteinander zu tun. Sprich: du kannst in der Höhe gesundheitliche Probleme bekommen, egal wie trainiert du bist. Vielleicht schreibst du ja mal, wo du eigentlich hin willst und was du vorhast?
Christine
silberbild
04.06.2005, 11:34
Nicht dass du da etwas verwechselst: Höhenkrankheit ist eine Sache, körperliche Fitness eine andere - beide haben grundsätzlich nichts miteinander zu tun. Sprich: du kannst in der Höhe gesundheitliche Probleme bekommen, egal wie trainiert du bist. Vielleicht schreibst du ja mal, wo du eigentlich hin willst und was du vorhast?
ChristineEs sollte ja auch nur ein Scherz sein!!! Ich hatte ja vorher gesagt, daß es mich zwar interessiert, ich aber sowas nicht austesten will oder so!!
Der Unterschied war mir schon klar!!!
Schöne Grüße JO
Du auf meiner Hompage im Reisebericht Nepal nachlesen. Gruß Jürgen
hallo jürgen - dein bericht von der tour lukla bis zum island peak ist ein hammer. so spannend und inhaltsreich zugleich . noch nie so was gutes gelesen. hätt bloß noch fragen- ich komm bei adv. train nicht rein , was kostet sowas ca und wie warst du zufrieden ? island peak auf eigene faust ist wohl zu gefährlich ?:cool: bez. d kleinen hundes, von dem du schreibst, warst du tollwutgeimpft in nepal ? warum habt ihr immer gezeltet u nicht in lodges übernachtet ?sieht man vom kala patthar 5550 m direkt auf den khumbu eisfall hinunter?
gratuliere zu dieser tour und hoffe, dein bruch ist wieder ausgeheilt:cool: ;) :)
zlemba
@zlemba:
Vielen Dank für den Eintrag im Gästebuch. Freue mich, das Dir mein Bericht gefällt. Mit AT bin ich sehr zufrieden. Deren Homepage scheint gerade off zu sein - ich kam grad auch nicht rein - sicher nur temporär. Natürlich kannst Du den Islandpeak auf eigene Faust machen wenn Du die nötigen Erfahrungen dazu hast. Die Besorgung des Permit solltest Du allerdings einer Agentur vor Ort überlassen - ist einfacher. Eine Tollwutimpfung brauchst Du meines Wissens in Nepal nicht. Warum wir gezeltet haben? - naja: nur die Harten kommen in den Garten. http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif AT macht die meisten Trekkingtouren mit dem Zelt. Da ist man etwas unabhängiger und spart etwas Geld (obwohl die Lodges auch nicht teuer sind). Im BC und HC des Imja Tse gibt's eh keine Lodge. http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif Meine Hufe sind wieder okay und ich freue mich schon auf die nächste Tour - diesmal in den Kaukasus und auch wieder mit AT.
[QUOTE=silberbild]Es sollte ja auch nur ein Scherz sein!!! Ich hatte ja vorher gesagt, daß es mich zwar interessiert, ich aber sowas nicht austesten will oder so!!
Der Unterschied war mir schon klar!!!
====
Entschuldige, nach 2 miterlebten Todesfälle am Aconcagua durch die Höhenkrankheit
kann ich nicht mitlachen. Zwischen körperlicher Fittness und der Anfälligkeit gegen
Höhenkrankheit besteht kein ursächlicher Zusammenhang !Im Gegenteil, da ein gut
trainierter Bergsteiger schneller aufsteigen kann, ist er mehr gegen die Höhenkrankheit
gefärdert als einer, der langsam im Gelände unterwegs ist. Es gibt Menschen die empfindlicher auf größere Höhe sind als andere. Da kann man persönlich nichts ändern.
Ich verstehe auch nicht, daß die medizinischen Stationen in Manang oder Pheriche
an Trekker Diamox-Tabletten verkaufen und diese trotz Höhenprobleme weiter
aufsteigen.
silberbild
06.06.2005, 10:12
Entschuldige, nach 2 miterlebten Todesfälle am Aconcagua durch die Höhenkrankheit
kann ich nicht mitlachen. Zwischen körperlicher Fittness und der Anfälligkeit gegen
Höhenkrankheit besteht kein ursächlicher Zusammenhang !
... Wie gesagt: Das ist mir klar!!! Es ging zuletzt auch nur rein informativ darüber, ab welcher Höhe der Körper sich nicht mehr an die Höhe gewöhnen kann und abbaut!
Das es immer wieder Fälle gibt, wie du sie beschrieben hast, ist mit Sicherheit bedauerlich und auch nicht immer und in jedem Fall ein Verschulden von den Leuten selbst, aber ich denke jeder, der einen solchen Sport betreibt, weiß um die Gefahren und muß damit rechen nicht mehr heil vom Berg zu kommen! Diese Situation wird sich auch mit Sicherheit in Zukunft nicht ändern, wenn man bedenkt, daß der nächste Millionär sich morgen auf die 8000er der Welt fliegen lassen kann :mad:
Schöne Grüße Jo
Ich glaube, wir reden jetzt alle etwas aneinander vorbei. Was Jo wohl meinte ist, dass er deutlich unter 5.000 m bleiben wird und von daher auch bei längerem Aufenthalt in einer (nicht näher definierten) größeren Höhe nicht mit einem Abbau der körperlichen Leistungsfähigkeit rechnen muss. Wenn ich mal annehmen darf, dass es sich um diese Tour hier handelt http://trekkingforum.com/forum/showthread.php?t=3426 erscheint das wohl logisch - es dürfte schwierig werden, in den Alpen zu Fuss die kritische Höhe von 5.100 - 5.300 m zu erreichen. http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif
Christine
silberbild
06.06.2005, 12:33
Ich glaube, wir reden jetzt alle etwas aneinander vorbei. Was Jo wohl meinte ist, dass er deutlich unter 5.000 m bleiben wird … erscheint das wohl logisch - es dürfte schwierig werden, in den Alpen zu Fuss die kritische Höhe von 5.100 - 5.300 m zu erreichen. http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif
Christine
Genau das meinte ich :D
Cornelia_L.
06.06.2005, 15:12
Hallo,
ein Freund meines Vaters litt bereits bei ca. 2500 m an Höhenkrankheit. Nach der Diskussion hier fragte ich mich nun, ob das denn nun wirklich sein könnte. Nun habe ich mal ein wenig "gegoogelt" bzw. in medizinischen Datenbanken, zu denen ich Zugang habe, gesucht. Ich bin immer wieder auf die Angabe "schon ab 2000 m" gestoßen.
Recht gut erklärt wird die Höhenkrankheit im "Forum alpinum", das ist die Zeitschrift der Schweizerischen Gesellschaft für Gebirgsmedizin: http://www.forum-alpinum.ch/ams.htm
Schöne Grüße von 17 m ü. NN
Cornelia
Hallo Cornelia!
An einer Konferenz in Colorado hatte man beobachtet, dass rund ein Viertel der Teilnehmer auf Höhen zwischen 2000 und 3000 m Anzeichen einer Höhenkrankheit hatten. Es gibt also durchaus Leute, bei denen gewisse Symptome schon auf 2000 m auftreten können. Ich habe gerade einige Artikel drüber gelesen, sie sind aber alle englisch und wissenschaftlich angelegt. Falls trotzdem jemand Interesse hat, kann ich die Titel hier angeben.
Ansonsten stimme ich mit dem überein, was hier in der Diskussion herausgestrichen wurde.
Moni
Hallo,
ich mische mich auch noch ein...
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es durchaus schon auf 2500 Metern echte Probleme geben kann. Ich selbst hatte in Nepal zwischen Ghasa und Jomosom mit Schlafapnoe zu kämpfen. Und das, obwohl ich mir bis dort super viel Zeit gelassen habe und eigentlich optimal akklimatisiert hätte sein müssen. Seither weiß ich, dass ich halt noch länger brauche. Das Einzige was mich daran kratzt sind die Leute, die sich darüber meinen, lustig machen zu müssen :mad:
Es gibt sicher brauchbare Durchschnittswerte, aber schlussendlich ist das Ganze eine sehr persönliche Geschichte. Und selbst wenn man bislang keine Probleme hatte, heißt das nicht, dass man beim nächsten Mal ungeschoren davon kommt.
Gruß
Karin
Hallo Jo,
dieser Tage startet eine Forschungsexpedition mit schweizer Höhenmedizinern zum Muztagh Ata! Infos dazu gibts hier: http://www.swiss-exped.ch/
Gruss
Nima
silberbild
09.06.2005, 12:38
Hi Nima! Danke für den Link! Interessante Sache!
Jo
Hannes33
13.06.2005, 18:24
Ja, Höhenkrankheit fängt zum Teil schon bei 2000m an. Übrigens sind statistisch gesehen die meisten Todesfälle wegen Höhenkrankheit bei höhen zwischen 2500m und 3500m zu verzeichnen. Hängt natürlich auch damit zusammen, daß genau in diesen Höhen in den Alpen sehr starker Tourismus betrieben wird, aber trotzdem... sollte man sich dessen bewust sein.
Ich führe Trekkingtouren u.a. auch in Marokko, und da haben manche Teilnehmer schon bei 1500 Schlafprobleme!!
Die Höhen bis 3000 sind untertags nur selten ein Problem, schwierig wird's beim Schlafen.
Ein paar wichtige Regeln, die eh schon genannt wurden: ab 2500m langsam aufsteigen, d.h. 500 bis max 1000m am Tag. Immer niedriger schlafen als man untertags war, idealerweise ab einer höhe von 3500m ca. 500m niedriger schlafen als man erreicht hat.
Bei einer Trekkingtour in Nepal wird z.B. in Nepal ein "Rasttag/akklimatisierungstag" auf ca. 3000-3500m empfohlen. Wer kein Stress hat, und denn sollte man definitiv nicht haben, legt einen 2 oder 3 ein, dann ist man normalerweise auf der sicheren Seite.
Viel trinken, mit der Höhe nimmt auch die Körperverdunstung zu.
Raucher sollen weiter rauchen.
Die Nepalesen haben mir schon öfters Knoblauch empfohlen... geschadet hat es auf alle Fälle nicht...
Das Thema ist sehr umfangreich und spannend es gibt auch einiges an Fachlitteratur, und es wird Sportmedizinisch intensiv geforscht...
HanneS.
Übrigens sind statistisch gesehen die meisten Todesfälle wegen Höhenkrankheit bei höhen zwischen 2500m und 3500m zu verzeichnen. Hängt natürlich auch damit zusammen, daß genau in diesen Höhen in den Alpen sehr starker Tourismus betrieben wird, Hallo Hannes33,
woher hast du diese Information, würd mich interessieren, da ich noch nie davon gehört habe, v.a. nicht davon, dass es in den Alpen häufig Todesfälle aufgrund Höhenkrankheit gibt. Ich bin davon ausgegangen, dass das nicht mehr oder kaum noch vorkommt.
Grüße, Gerhard
normalerweise merkt man die hoehe schon ab 2000 -2500 m hoehe - man schläft schlecht, hat keinen appetit und füehlt sich schwach - allerdings
in Tirol ist bereits einmal ein mann in 2500 m hoehe an lungenoedem gestorben!!!
also immer daran denken:
wenn man schwächer wird, öfter stehen bleiben muss und wenn man schlecht luft bekommt: es kann auch ein hoehenlungenoedem sein.
am besten merkt man dies, wenn man ausatmet: dann brodelt es in der lunge so, als ob man mit dem strohhalm in wasserglas blasen wuerde -- lebensgefahr!!!!
der mann war am nächsten morgen tot.
sonst kommt des hornödem , welches ebenfalls tödlich enden kann ab etwas 5000 m höehe vor.
merkbar an kopfschmerzen, übelkeit, schwanken beim gehen , verwirrheit.
wenn möglich Dexamethason in tab oder sprizen und SOFORT absteigen, sonst ist es zu spät.
vuiel spass in den Alpen
daxy
Hallo an alle Wissenden und Lehrenden,
vieles kann man im internet und aus Büchern bekommen - wenn man weis, wo es richtig steht.
Soviel vorweg: Akklimatisation und Höhenanpassung bis 5200m möglich.
Meine Frage: wie geht es weiter nach oben? Oberhalb dieser Schwelle baut der Körper ab.
Wenn ich auf 5200m fit bin, kann ich dann die Höhenanpassung nach oben verschieben? Nimmt der Hämatokritwert weiter zu, wenn ich mich oberhalb in höheren Lagern aufhalte? Sind ab der Höhe von 5200m nur noch über eine Hyperventilation größere Höhen möglich?
Auf Erfahrungen und Hinweweise würde ich mich freuen. Vielen Dank im voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
Hallo,
ich möchte auch noch meine Erfahrungen zum Thema Höhenkrankheit einbringen.
1984 bin ich mit dem Bus von Srinagar nach Leh gefahren. In Leh hatte ich bis auf leichte Kopfschmerzen am ersten Tag keinerlei Probleme.
1988 machte ich exakt die gleiche Reise wieder und hatte eine Woche mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Danach allerdings hatte ich auch in Höhen über 5000 m keinerlei Probleme, abgesehen davon, dass die Luft halt immer dünner wird.
Gruß
Volker
Hallo,
neu auf den Markt erschienen für alle, die sich mit Höhenbergsteigen befassen (müssen).
Ich hoffe mein Tip fällt unter Schleichwerbung und wird im Forum genehmigt. Ich will hier keine anderen Bücher auflisten, die ich nicht selber habe.
Autor: Klaus Mees
Titel: Höhenanpassung
Verlag: Bruckmann
Klein und Handlich als ersten Überblick.
Wers genauer wissen will, dem empfehle ich:
Autor: Thomas Hochholzer
Titel: Trekking und Höenbergsteigen
Verlag: Lochner
Auf alle Fälle - kommt gut herunter vom Berg. Umdrehen besser als erfrorene Zehen.
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
Hallo an alle,
meine Erfahrungen mit Höhenkrankheit:
ich habe persönlich eigentlich gar keine Erfahrungen, obwohl ich schon zweimal auf über 5400m Höhe war. Gute Akklimatisation ist absolut notwendig, dann passiert auch nur extrem selten etwas. Ich hatte niemals auch nur leichtes Kopfweh.
Allerdings möchte ich ganz klar sagen, daß dieselben Menschen zu unterschiedlichen Zeitpunkten auch unterschiedlich reagieren. Z.B. unser Porterguide hatte auf dem ersten Trek kaum Schwierigkeiten (außer ein wenig Kopfweh, das auf 4000m schon wieder vorbei war), dieses Mal allerdings hatte er ziemlich schwere Anzeichen (Übelkeit, Erbrechen, Schwindel), die auch auf 3800m weiter persistierten. Da hieß es dann schnell weiter absteigen, auf 3000m war dann endlich eine Ruhe. Und der hat die gleichen Ruhetage eingehalten wie wir.
Zum Lungenödem auf 2500m: Ich würde sagen, das ist äußerst selten! Nur um keine Panik bei den Leuten aufkommen zu lassen. Gut, es allerdings im Hinterkopf zu haben, daß man auch darauf denken muß.
Liebe Grüße,
Soshin
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