Vollständige Version anzeigen : Wanderstöcke
Hi,
ich möchte ja Mitte Juni noch Cornwall um da zu wandern. Dummerweise bin ich letzten Freitag mit dem Fahrrad gestürzt und habe mir eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zugezogen. Der Arzt meinte, das könne länger dauern, aber ich bin ganz guten Mutes, weil es sich schon sehr viel besser anfühlt und hoffe, das das bis dahin verheilt ist.
Jetzt überlege ich aber, ob ich mir Wanderstöcke zulegen soll, um im schwierigen Gelände das Fußgelenk zu schonen. Hat da jemand Erfahrung mit? Bringen die Dinger, auch wenn man sie noch nicht so gewohnt ist, zusätzliche Sicherheit, gerade nach so einer Verletzung, oder empfindet man die eher als Belastung, wenn man noch nicht geübt mit ihnen ist?
Ich werde auf großen Abschnitten mein Gepäck mit mir rumtragen müssen (ca. 8 kg in gutem Rucksack) und habe einfach ein wenig Angst, da wieder umzuknicken.
gruß,
Capella
Hallo Capella,
natürlich kann man solche Sachen auch mit dem Arzt bereden :D Aus meiner Erfahrung, und was ich von vielen auch gehört habe, entlasten zwar Wanderstöcke vor allem die Knie erheblich, aber die Sicherheit beim Gehen nimmt je nach Person, vor allem wenn man es nicht gewohnt ist, schon eher ab, da man sich teilweise zu viel auf die Stöcke verläßt und daher eventuell öfters umknickt oder stolpert. Würde es daher eher skeptisch in deinem Fall sehen.
Grüße
Thomas
ThomasFFM
23.05.2005, 07:07
Hallo!
Stimmt, die Trittsicherheit nimmt ab, wenn man Stöcke benutzt. Ich habe das auch so erlebt, bin allerdings auf sie angewiesen, weil meine Knie einfach schon bessere Zeiten erlebt haben.
Andererseits muss ich sagen, dass ich mit den Stöcken kaum je umgeknickt bin. Ich denke, es kommt da auch darauf an, wie man geht. Wenn Du nicht zu schnell und vor allem nicht zu unruhig gehst (d. h., beim Gehen ruckartige Bewegungen vermeidest), ist das Risiko umzuknicken schon geringer.
Eine Bänderdehnung braucht normalerweise oft schon zwei, drei Wochen, um zu heilen, und in dieser Zeit sollte man das Fußgelenk nicht mehr als unbedingt nötig belasten. Aber wenn Du Mitte Juni fährst, könnte sie schon ausgeheilt sein. Wichtig ist, dass Du Dich jetzt, wo Du die Besserung merkst, nicht zu früh zu stark fühlst. Das sind allerdings nur Erfahrungswerte - ich bin kein Arzt!
Gruß
ThomasFFM
Kebnekaise
23.05.2005, 09:07
Dem schließe ich mich an!
Stöcke entlasten in erster Linie die Knie und das vor allem bergab. Es gibt da eine Studie des Alpenvereins, die festgestellt hat, dass bei massivem Gebrauch der Stöcke das Gleichgewichtsgefühl nachlässt. Soll heißen: wenn du die Stöcke benützt brauchst du eine gewisse Zeit, um dich wieder umzustellen...
Ich persönlich bin aber mit Stöcken nie gestolpert oder umgeknickt. Ich kann die Dinger nur empfehlen und setze sie auch gerne und oft ein.
Schden werden sie dir auf jeden Fall nicht. Ich würde dir entsprechend hohe Stiefel (am Besten mit langem Schaft und guter Schnürung) empfehlen. Damit sinkt die Gefahr des Umknickens erheblich und du hast noch eine gute Stütze für dein lädiertes Gelenk. Außerdem kannst du ja die besonders rauen Wege meiden...
_Matthias_
23.05.2005, 22:49
Hallo Capella,
eigentlich hab ich beim Wandern lieber die Hände frei, aber, als ich einmal bei winer Wanderung umgeknickt bin und mir auch Bänder am Knöchel gedehnt hatte, war ich froh, das mir ein Mitwanderer seine Stöcke geliehen hat. Da das zusätzliche Gewicht des Rucksacks ja ungewohnt ist und man dadurch das Umknicken nicht mehr abfangen kann, sind die Stöcke doch ganz hilfreich, weil man relativ leicht das Gewicht weg vom umknickenden Fuß auf einen Stock verlagern kann, falls nötig.
Es gibt da auch relativ günstig so Klett-Manchetten für den Knöchel, die noch zusätzlichen Halt geben. Vielleicht wär das auch was für dich, die unterstützen praktisch die Bänder des Knöchels.
Gruß,
_Matthias_
Hi,
ich danke euch allen ganz herzlich für eure Einschätzungen und Hinweise. Das mit so einer Klett-Manschette ist auf jeden Fall eine gute Idee, da hab ich noch gar nicht dran gedacht. So eine werd ich mir auf jeden Fall besorgen.
Ich glaube, das mit den Stöcken werde ich eher lassen und lieber darauf setzen, möglichst wenig Gepäck mitzunehmen und schwierige Strecken eben auszulassen oder zu umgehen.
gruß,
Capella
Hallo Capella,
vielleicht kannst Du Dir ja auch von Deinem Arzt eine Sprunggelenks-Bandage verschreiben lassen - jaja ich weiß, die Ärzte verschreiben nicht mehr so gerne ... :-/ aber versuchen kannst Du es ja.
Ich selbst benutze Wanderstöcke sehr gern, allerdings stecke ich sie auch immer mal wieder an den Rucksack um das Gleichgewichtsgefühl nicht zu verlieren.
In schwierigem Gelände finde ich sie auch oft störend.
Aber beim bergauf- und bergab gehen in "normalem" Gelände entlasten sie die Gelenke doch sehr (glaube mal gelesen zu haben etwas um 20%).
Nichts desto trotz ist gutes Schuhwerk das Wichtigste, mit einem anständigen Wandeschuh mit hohem Schaft sollte Dein Sprunggelenk so weit geschützt und gestützt sein, dass nichts passieren kann.
Viel Spaß auf jeden Fall in Cornwall
Liebe Grüße
Denise
capella!
wanderstöcke würde ich jedenfalls anraten. in kombination mit knöchelhohen, leichten bergschuhen oder trekkingschuhen kannst du ein leicht lädiertes bein abfedern. eine klettmanschette wirst du vielleicht gar nicht mehr unterbringen, sogar als lästig empfinden ?!
noch ein tip - täglich zwei mal ca 10 min eisgel (gibts plastikverschweißt! - und in ein tuch einhüllen, damit nicht extrem kalt) auflegen, anschließend lauwarm abbrausen und voltaren oder etrat-gel auftragen .
hat sich bei solcherart verletzungen bestens bewährt. auf alle fälle möglichst ruhig stellen - wenig belasten. körper zeigt dir sofort, wenns wieder geht -:D ;)
lg grüße zlemba
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