Vollständige Version anzeigen : Fotoausrüstung Kili
meerseen
09.05.2005, 16:16
Hallo!
Welche Fotoausrüstung nimmt man am besten mit auf den Kili und Mt. Mero?
Ich fotografiere sehr viel und habe eigentlich recht hohe Ansprüche an meine Bilder. Bisher habe ich immer mit SLR und mehreren Objektiven fotografiert auf Diafilm und die Bilder dann in Dia-Überblendshows anderen Leuten präsentiert.
Dies gilt auch für unsere Mt. Kenya Tour.
Nun planen wir eine Tour auf den Kili, am liebsten via Western Breach und ich befürchte, dass diese Tour mich an den Rand meiner Kräfte bringen wird.
Daher überlege ich, wie man die Fotoausrüstung gewichts-optimieren kann.
Mich würde daher mal interessieren, was ihr so an Ausrüstung mitnehmt. Alles kleine Digitalknipsen oder gibt es auch noch Leute mit (analogen) SLR.
Was ist da so sinnvoll?
Möchte mit den analogen Knipsen niemanden beleidigen oder kränken. Aber es ist halt ein Unterscheid, ob ich Bilder ins Internet setzen möchte oder in 10*15 printen lasse oder aber auf einer 2 bis 3 Meter großen Leinwand präsentiere.
Bin neugierig!
Schöne Grüße
Georg
Flachlandtiroler
09.05.2005, 17:34
Bei 'ner vergleichbaren Tour (Höhe, Träger):
vollmechanische SLR, zwei Festbrennweiten (24er, 35er) und ein Zoom (60-300mm, Asche über mein Haupt). 15-20 Filme, kein Stativ, kein Blitz. Nahlinse und Umkehrring, Pol-, UV/Skyfilter, Drahtauslöser. Gesamtgewicht 2.5...3kg würde ich schätzen (was wiegt so'n Filmröllchen?!).
Gruß, Martin
Hallo,
auch ne mechanische SLR, drei Zooms 18-35, 28-70, 70-200, jeweils mit Skylight 1b, Polfilter für das mittlere Zoom und ein leichtes Stativ.
Ach ja, ausreichend Filme, je nach dem, wie lange die Tour...
Kommt so bei 3-4 Kilo raus, das Ganze.
Mit nem Superzoom (28-200) wird es leichter, klar, aber man muss bei der Qualität Abstriche machen (können). Stativ muss auch nicht sein, kann aber sinnvoll sein.
LG
Karin
CarstenO
12.05.2005, 21:08
Hallo,
ich hatte eine handelsübliche Digicam (Sony DSC V1) am Kili dabei. Ausser mit der Akkulaufzeit und dem hohen Speicherkartenverbrauch bei 5 MP hatte ich keine Probleme - auch am Gipfel nicht.
Die Qualität der Bilder fand ich auch gut. Aber mach dir selbst ein Bild, denn auf meiner Webseite sind massig Bilder zu finden: www.bergwandern.net (http://www.bergwandern.net)
Grüße
Carsten
Hallo !!
Ich war in Februar auf dem Kili und dem Meru.
Auch über die Western Breatch Wall.
Hatte nur eine Canon IXUS Digicam dabei. War auch gut so. Wenn Du die zusätzlich Foto Ausrüstung schleppen musst ist das wahnsinn.
In der Gipfelnacht bist du so dick eingepackt und schleppst noch Tee, Reserveklamotten, Steigeisen usw. mit.
Ist alles zusammen ca. 8- 10 kg im Rucksack. Und dann noch eine schwere Fotoausrüstung ???
Würde ich nicht machen. Zumal Du je nach Wetter auch nicht allzu lange am Gipfel bist.
Wir waren bei Sonne und Sturm und Minus 14 °C ca. 30 Minuten am Gipfel.
Die IXUS hat sehr gute Bilder trotz der niedrigen Temperatur gemacht.
Viel Spass
Gruß
Chribo
Hallo Georg,
ich war vor vier Jahren in Tansania mit kompletter Ausrüstung. Da du hohe Ansprüche an Dias stellst und selber Diashows vorträgst, würdest du dich nachträglich ärgern bei schlechten Dias. Deshalb mein Tip: für Safari lange Brennweite und Stativ; für Kibo habe ich ein Stativ, Weitwinkel und ein kleines Tele mitgenommen. Da ich ein externes Batteriefach habe, benötige ich keine mechanische Kamera. Als Reserve ist sie dabei. In der Früh konnte ich den Sonnenaufgang im Lager festhalten und in der Überblendung meiner Diashow als Abfolge präsentieren. Du siehst schon, wenn einer eine Reise tut, muss man sich im klaren sein, ob man als Fotograf unterwegs ist oder nicht. Danach richtet sich die Tour aus. Buchtip: Reisefotografie von H. Weyer
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
Hallo
Für das Stativ gibt es eine recht leichte Ausweichmöglichkeit, leider keine echte Alternative. Nennt sich Fadenstativ (Begriff muß nicht genau stimmen) und besteht im Grunde genommen nur aus einer Schnur mit einer Schlaufe und einer Schraube mit der man die Schnur an der Kamera befestigt.
Die Schlaufe dient dazu die Schnur mit dem Fuß am Boden zu fixieren und mit der Schraube wird die Schnur an der Kamera befestigt, so hat man eine recht einfache Hilfe um die Kamera ruhiger zu halten.
Vielleicht dient sowas als Denkanstoß.
MfG
Christian
Hallo Christian,
das Fadenstativ ist mir bekannt. Es nützt nicht viel, weil oben angekommen war ich froh, die Kamera auf den Stativ setzen zu können. Und für Bilderfolgen oder Selbstauslöser ist ein Stativ richtig wichtig. Es geht bei Bilderfolgen nur darum den Ausschnitt unverändert einzufangen und beim Selbstauslöser kann ich vorher den Ausschnitt wählen. Die Kamera jemanden anderen abzugeben, der halt ein Erinnerungsfoto knipst und nicht die richtigen Horizontlinie oder Hintergrundkulisse berücksichtigt, könnte ein Fehler sein. Ein leichtes Stativ ist dafür ausreichend. Ich will ja nicht länger als 1/4sec belichten. Ich hoffe, du kannst meine Gründe pro leichtes Stativ nachvollziehen. Die Vorstellung, dass die Fotos nichts werden und ich somit für meine Diashow keine Bilder gehabt hätte, haben mich dazu gebracht, auf Nummer sicher zu gehen.
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
Guten Morgen
Alles Klar! :-)
MfG
Chrisse
meerseen
08.06.2005, 21:53
Hallo!
Danke für die Anregungen und Tipps.
Es gibt im Übrigen noch eine sehr gute Möglichkeit ein Stativ zu nutzen ohne was zusätzlich zu schleppen.
Es gibt von Leki einen Wanderstock, der oben einen Holzknauf drauf hat. Diesen kann man abschrauben und darunter ist ein Stativgewinde. Somit kann man den Leki als Einbeinstativ benutzen.
Ich habe mich entschlossen eine Minimalausrüstung mitzunehmen. Eine SLR, möglichst leicht. Mir schwebt da die Nikon F65 vor. Ist zwar nicht die Topkamera, hat aber alles, was man so braucht. Dazu 2 Zoomobjektive, ein 24-85 und ein 70-300. Macht alles in allem 1200g, dazu noch Filme, ein paar Filter. Batterien empfinde ich nicht ganz so als Problem, wenn man mit (gewärmten) Ersatzbatterien arbeitet.
Das sollte noch zu händeln sein, oder?
Kann man eigentlich unter Umständen einen Teil der Ausrüstung mit den Trägern vorher nach unten schicken? So nach dem Motto: Die ersten 4-5 Tage am Berg hat man eine umfangreiche Ausrüstung und am Gipfeltag nimmt man nur was kleines mit. Geht das? Natürlich mit einem gewissen Risiko. Aber wäre schon praktisch.
Schöne Grüße
Georg
Kebnekaise
09.06.2005, 14:08
Von Leki gibt oder gab es auch noch andere Fotostöcke! Das ist ein Makalu (mit Federung) bei dem sich unter den Griffen je wien Normgewindeschraube verbirgt. Hat den Vorteil von tauglicheren Stöcken und kommt außerdem paarweise in den Handel. Die Dinger nennen sich - glaub ich - Leki Makalu Foto.
Habe auch mal irgendwo ein Teil gesehen, bei dem man drei solcher Fotostöcke in einen Kugelkopf schrauben kann. Für Leute die zu zweit auf Tour gehen sinnvoll einer allein muss halt immer einen dritten Stock mitschleppen :D .
Gewicht sparen kann man bestimmt mit dem Einsatz von Plastiklinsen anstatt der Glaslinsen - ich schlepp´ immer noch Glasteile mit mir rum. Ist halt wieder eine Frage der Qualität - bei mir auch der Finanzen.
Ich nehm 2 Festbrennweiten (28, 50 mm) und ein Zoom (80 - 200mm) plus 4-Fach Konverter mit. Skylightfilter vor allen Objektiven sind Standart. Und dazu pro Tag 2 bis 3 Filme, bin aber drauf gekommen, dass das zu wenig ist. Überlege mir daher schon die Anschaffung einer digitalen Spiegelreflex, aber da ist das Problem mit den Finanzen...
Hallo Zusammen,
möchte meine Nikon D70 (digitale Spiegelreflex) samt 18-70mm f/3.5-4.5G mitnehmen. Dazu ein relativ leichtes und kleines Stativ. Ich habe die "Leki Air Ergo Makalu Ultralite" befürchte aber, dass ich diese nicht als Stativ nutzen kann.
Meine Frage an alle Fotografen. Ist es bis auf Akkulaufzeit wirklich unbedenklich für die Kamera? Hat jemand von euch Tips zum Handling während dem Fotografieren unter den kilitpyischen Bedingungen (Luftfeuchtigkeit, Kälte, Staub, etc.)
Danke
Andreas
"Leki Air Ergo Makalu Ultralite" befürchte aber, dass ich diese nicht als Stativ nutzen kann.
Nein, kannst du nicht (habe die gleichen). Das ist ein spezieller Stock von Leki, der das Gewinde oben hat. Ist dann zunächst aber auch erst mal nur ein Einbeinstativ. Ich spare mir das Stativ meistens und versuche, die Kamera ggf. irgendwo aufzulegen oder wenigstens abzustützen (z. B. an einem Felsblock).
Christine
Hallo meerseen und Russi,
ein Stativ meiner Wahl war damals das Cullmann 52013 mit 150cm max Auszug und 40cm eingeschoben. So passte es an oder in den Rucksack. Gewicht: 650g. Das Einbeinstativ ist sicherlich leichter, doch bei Einsatz von 300mm Brennweite würde ich dem Dreibeinstativ den Vorzug geben.
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
Flachlandtiroler
05.07.2005, 09:04
So ein Leicht-Dreibeinstativ habe ich auch (Slik 500g). Meine Erfahrung ist, mit langen, schweren Objektiven (hier: 400mm, knapp 1kg und gut 20cm Baulänge) wird das ohne weitere Maßnahmen nichts, der Aufbau neigt zum Schwingen. Also entweder ein richtig solides Stativ oder Kamera irgendwo auflegen ("liegender Anschlag"). Mit einem leichten und kurzen 300er (Spiegeltele) werden dagegen sogar Freihandaufnahmen scharf -- nicht alle aber immerhin.
Gruß, Martin
Hallo Flachlandtiroler Martin,
na klar ist ein Stativ gegen Verwackelung besser.
Ich war am Wochenende mit Manfrotto 055pro unterwegs. Um 4 Uhr aufstehen, auf den Berg gehen und den Sonnenaufgang im Gebirge zu fotografieren, ist eine tolle Sache.
Aber wer schleppt 2,5kg nur für das Stativ auf den Kibo?
Andreas hat ein Objektiv bis 70mm und Georg wird sein kleines Zoom bis 85mm mitnehmen. Die langen Tüten wird vermutlich aus Gewichtsgründen keiner mit auf den Kibo nehmen. Oder täusche ich mich in meiner Annahme?
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
Flachlandtiroler
06.07.2005, 11:31
Aber wer schleppt 2,5kg nur für das Stativ auf den Kibo? Das war bitte nicht als Empfehlung für die Tour zu verstehen; ich wollte nur beleuchten, was mit welcher Brennweite und welchem Stativ noch geht und was nicht.
Andreas hat ein Objektiv bis 70mm und Georg wird sein kleines Zoom bis 85mm mitnehmen. Die langen Tüten wird vermutlich aus Gewichtsgründen keiner mit auf den Kibo nehmen. Oder täusche ich mich in meiner Annahme? Wozu hat er es dann? Klar, die meisten Gipfelfotos sind Panoramaaufnahmen für die man kein Tele braucht. Die meisten dieser Bilder sind denn auch langweilig...
Wenn ich schon 'ne SLR mit hinaufschleppe, dann geht auch noch das Extra-Pfund für's Tele [edit: genau gesagt 600g für's Zoom, alternativ 300g Spiegeltele oder 900g für das 400er], um die aufgehende Sonne groß ins Bild zu setzen ;)
Wie gesagt, für reine Fernaufnahmen gibt es immer die Option, den ganzen Kram auf den Boden zu legen -- zwar unbequem, aber das verwackelt garantiert nicht.
Gruß, Martin
Extra-Pfund für's Tele 500g für ein Tele ist natürlich nett. Mein Telezoom wiegt über 1.300 g, aber ich habe ja auch nicht vor, auf den "Kili" zu steigen, ob mit oder ohne Tele. ;)
Christine
Hallo Andreas und Georg,
welche Ausrüstung nehmt ihr jetzt mit? Karin_S hat da einen passablen Vorschlag gemacht. Aber denkt an die Safari! Da braucht es lange Brennweiten und schwere Stative. Wenn ihr die Ausrüstung aufteilen könnt und nur einen Teil mit auf den Kibo schleppt, dann wäre es ideal. Oder am letzten Abend einen Teil (versteckt eingepackt) in den großen Rucksack den Porters mitnehmen lassen.
Viel Erfolg beim Highest Point of Africa - Uhuru Peak!
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
meerseen
21.08.2005, 10:24
Hallo!
Erst mal sorry für die große Verspätung der Antwort. War im Urlaub (nicht in Afrika) und habe einiges zu tun.
Wie auch immer, die Reise von uns ist für Januar geplant, so dass ich noch genügend Zeit habe, mir alles genauestens zu überlegen.
Den letzten Urlaub, den ich gemacht habe, war in Österreich, genauer Osttirol, fast in Italien. Mit einen guten Tourmöglichkeiten, vor allem Klettersteige.
Da hab ich mal absichtlich getestet, um zu schauen, wie man das in Afrika machen könnte.
Mit dabei war ganz absichtlich eine komplette digitale Ausrüstung.
Ich sollte eigentlich mal dazusagen, dass ich nicht unbedingt ein Freund der digitalen Fotografie bin. Da es aber der Trend der Zeit ist, und ich damit rechen, dass man in ein paar Jahren nicht mehr mit Filmen fotografieren kann, wollte ich mal den Umstieg ausprobieren.
Ich glaube, ich werde dazu einen längeren Bericht dazu in der Rubrik Reisefotografie posten.
Die Tendenz für Kili sieht aber so aus:
Nikon D70 mit 24-120 VR für den Kili. Das Objektiv entspricht einem 36-180mm und sollte eigentlich für die meisten Bergsituation ausreichen. Die Anti-Verwackelung lässt auch Spielraum bei der Belichtung und ermöglicht auch bei (Morgen-) Dämmerung gute Bilder. Vielleicht noch ein 12-24mm dazu (entspricht 18-36mm) Liegt im Gesamtgewicht bei 1,4 bis 1,8kg.
Für die Safari dann noch ein Nikon 70-200 VR mit Anti-Verwacklung und Telekonverter. Entspricht dann Final einem 600mm Tele und auch dies sollte ausreichen.
Danke noch mal für die Anregungen! :)
Schöne Grüße
Georg
Ist natürlich eine Frage des Geldes, aber es gibt ja digitale Spiegelreflexkameras, die auch bei höchster ISO-Einstellung (1600 ISO, ich denke da primär an die 20D von Canon) noch hervorragende und weitestgehend rauschfreie Bilder produzieren, was ein Stativ weitestgehend überflüssig macht. Ein Ersatzakku und ausreichend Speicherkapazität dazu - sollte passen. Aber wie gesagt natürlich eine Geldfrage. Man macht ja an so eine Kamera auch kein billiges Objektiv dran.
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