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Vollständige Version anzeigen : Erste kleine Tour - Grundsätzliches


Svenja
08.05.2005, 22:12
Hallo,

ich bin neu hier, also erstmal einen schönen guten Tag allerseits! :)

Ich habe vor, mit einer Freundin im Sommer ca. eine Woche durch MeckPomm zu wandern, genauer durch das Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte. Das wird unsere erste "Tour", falls man das so nennen kann. ;)

Was meint ihr, wie weit kommen wir wohl in einer Stunde/an einem Tag, so im Durchschnitt? Ich habe nämlich keine Ahnung, wie viel ich für uns rechnen kann/muss.

Außerdem, wie viele Kilos kann/soll man sich so auf den Rücken packen, als Anfänger? Ich fürchte, ich werde zu viel einpacken...
Kochen wollen wir aber nicht, wir können uns nicht auch noch nen Kocher anschaffen, unser Budget ist doch etwas begrenzt, und ein paar Tage kommen wir auch ohne Selbstgekochtes aus.

Falls jemand Tipps und/oder Hinweise hat wäre ich sehr dankbar.

LG, Svenja

Skin
09.05.2005, 17:51
Hallo liebe Svenja,

für die erste Tour ist eine Woche schon ganz schön lang, aber probierts ruhig aus, danach werdet ihr am besten selber einschätzen können, was für euch am wichtigsten ist.

Ein paar grundsätze die ich euch persönlich mit auf den Weg geben kann:

- Zelt mit hoher Wassersäule (ab. 3000mm), falls es wirklich mal richtig regnet

- maximal Gewicht des Rucksacks bekommt ihr wenn ihr euer Körpergewicht durch vier teilt

- eure Tour sollte an vielen Wasserstellen entlang gehen

- TrekkingStöcke erleichtern das laufen erheblich

- ein guter Rucksack ist Pflicht (Deuter, Tatonka...)

- geht mit nicht mehr als 2,5 l Wasser los

- packt ein paar Pflaster ein, man kann sich schnell mal schneiden oder so

- pro Tag schafft ihr wenn ihr ganz gemütlich geht mind. 25km

- Sonnencreme !



mehr fällt mir im Moment nicht ein, viel spaß bei der Tour.

Princepsarcani
10.05.2005, 10:01
also das ideeal gewicht meines rucksackes (80L) ist 17kg.

man sollte sowas nie verallgemeinern!
rückenschmerzen können die folgen sein,...

ein mann der 160kg wiegt, wird keine 40kg rucksackgewicht, 25km am tag tragen können.

du könntest zwar jetzt maße, gewicht, größe,... durchgeben aber ich bin kein sprot
mediziener und könnte aller höchsten schätzen! und wie weit dies der realität entspricht
ist auch so ne sache.
genau so ist es auch mit dem lauf weg, wenn du auf ein campingplatz übernachtest brauchst
du weniger zeit für dein lager als wenn du im wald ein lager aufschlägst. ich habe mir immer min. vier stunden ziet gelassen für ein lager im wald. es muss abseits von wegen sein.
ihr müsst dann auch leise sein abends und wenn ich wieder am nächsten morgen los läuft
muss der platz genau so aussehen als wärt ihr nie hier gewesen!

MÜLL: muss alles mitgenommen werden!
FEUERSTELLE: erst ein mulde ausheben, die hinterher zugeschüttet wird
"DONNERBALKEN" etwas tieferes loch,- rest wie bei der feuerstelle.

als erste-hilfe-kasten habe ich einen autoverbandskasten gekauft und mit
schmerz tabletten (paracetamol/auch gegen fiber), asperin, kohle tabletten
(gegen durchfall), etwas gegen verstopfung, desinfektions spray (oder hochprozentiger
alkohol), versehen. so habe ich persönlich ein sicheres gefühl. einen erste hilfe kurs
oder erfahrungen mit offenen wunden (wie man sie verbindete) sollte mindestens
einer schon gemacht haben.

ich muss aber skin zustimmen das wenn du noch nie gemacht hast wird eine woche wohl
sehr lange. aber wie ich schon gesagt habe über deine körperliche fitness kann und möchte ich kein rat geben, bin kein artz.

wenn du noch fragen hast immer raus damit,...

mfg andy

Thomas
10.05.2005, 10:12
FEUERSTELLE: erst ein mulde ausheben, die hinterher zugeschüttet wird

Am besten ist es wohl, mal läßt das kleine Feuerchen gleich sein, ist doch eigentlich gar nicht nötig und schadet der Natur mehr als das es dem Machenden nützt :-)

Grüße

Thomas

Karin_S
10.05.2005, 10:34
Hallo,


die Frage, wie schwer ein Rucksack sein sollte, ist immer abhängig davon, wie groß und kräftig derjenige ist, der den Rucksack tragen soll. Die Faustregel, nie mehr als ein Viertel des eigenen Körpergewichtes maximal einzupacken, ist auf jeden Fall schon mal nicht schlecht, wenn es auch nur ein Anhaltspunkt sein kann. Vergessen sollte man dabei auch nicht "Verbrauchsmaterial", insbesondere nicht die Wasserflasche, die immer noch mindestens ein Kilo mehr auf die Waage bringt, wenn sie voll ist.
Und dann kommt noch dazu, welche Statur und welchen Körperbau Du hast, ob die Faustregel so gelten kann und wieviel Spaß man noch an der Wanderung haben will. 17 Kilo können durchaus zuviel sein, weil man irgendwann nur noch mit dem Schleppen, aber nicht mehr mit dem Genuß beschäftigt ist (und ein wenig Spaß will man ja auch haben, oder?).
Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Rucksack gut passt und auch noch mit Gewicht bequem ist. Nix ist schlimmer, als wenn die Grute drücken. Rückenschmerzen sind auf jeden Fall ein Zeichen dafür, dass der Rucksack nicht richtig angepasst ist! Das Gewicht sollen die Hüften tragen, nicht die Schultern und der Rücken.

Was die Wegstrecke angeht, die ihr so laufen könnt, kann man das auch nicht so pauschal sagen, da das nicht zuletzt auch vom Gelände abhängig ist. Geht es viel rauf und runter ist diese natürlich kürzer, als wenn es nur durchs Flache geht.
Die Grundfitness spielt auch eine Rolle, oder wie ihr das grundsätzlich gestalten wollt, mehr mit Genuß auch mal stehenbleiben und nur gucken, nur eine große Pause mittags oder mehrere kleine oder ob ihr Roadrunners seid.
Wenn ihr schon einige Tageswanderungen gemacht habt, könnt ihr vielleicht eher einschätzen, was da so geht an Strecken? Daraus kann man sich schon einen groben Anhaltspunkt errechnen, was geht und was nicht, wenn man 10-15% drunter bleibt. Wenn ihr z.B. einen Schnitt von 4 km in der Stunde habt und jeden Tag 6 Stunden ohne jedes stehenbleiben laufen könnt und wollt, sind 25 Kilometer machbar - ohne Pausen, versteht sich. Kommt da noch eine ausgiebige Mittagspause von 1 Stunde dazu, vielleicht noch eine kleine Pause vormittags und nachmittags von 30 Minuten, sind 8 Stunden das Tagespensum und schon ist der Tag vorbei, wenn man den Rest noch dazu rechnet... Plant man mit mehr Pausen oder mit anderen Eventualitäten, kommt man zwar von der Strecke her nicht so weit, aber hat vielleicht mehr davon.

Ich persönlich plane eher umgekehrt, d.h. wieviel Zeit will ich mir für dies oder das nehmen (z.B. Pausen oder Besichtigungen oder was auch immer, auch die Frage, wo will ich unbedingt hin?), wann will ich morgens losgehen, wann spätestens am/im Lager sein und wieviel Schlaf brauche ich, um fit zu bleiben. Mit der verbleibenden Restzeit kann ich dann meine Wegstrecken nach meinem Tempo planen.

Lieben Gruß
Karin

Svenja
10.05.2005, 16:30
Hallo,

danke für die Antworten!

Mh, erstmal seid ihr euch ja einig, dass eine Woche ziemlich lang ist, aber wir wollen uns ja auch zwischendurch mal etwas ansehen und gemütlich gehen. Ich denke, dass schaffen wir schon. Uns treibt ja nichts... ;)

Ich glaube, 25km sind für uns auch etwas zu hoch gegriffen, 15-20km sind wohl realistischer, wie gesagt, es soll ja doch Spaß machen. :)

Feuer machen wollen wir lieber nicht, erstens haben wir beide keine Ahnung davon und verursachen womöglich noch einen Waldbrand und zweitens brauchen wir ja auch kein Lagerfeuer... So kalt wird es schon nicht werden. :D

Übernachten wollen wir mal auf einem Campingplatz und mal woanders... Ich hab mich mal hier durch das Forum "gewühlt" und rausgefunden, dass man, wenn man nett fragt, wohl irgendwo sein Zelt aufschlagen darf, oder? :confused:
Campingplätze haben aber den Vorteil, dass man sich doch etwas gemütlicher aufhalten kann, vor allem Anfänger wie wir, vermute ich... Und duschen ist zwischendurch auch mal nicht schlecht...:D


LG, Svenja

Skin
11.05.2005, 06:27
Also wenn ich mal mit ein paar Kumpels auf Tour bin, treffen wir nur selten jemanden, doch gefragt haben wir bis jetzt nie jemanden.

Auf einem Campingplatz bin ich auch noch nicht gewesen, mir ist es wichtig, mal weg von der Zivilisation zu sein.

Karin_S
11.05.2005, 07:16
Hallo nochmal,


Problem ist ja, dass in D-Land wildcampen grundsätzlich verboten ist.
Ich persönlich halte nicht viel davon, es trotzdem zu machen, den Kick spare ich mir ;) in meinem Alter... Aber jeder wie er mag.

Ich denke aber, wenn man fragt, ist man immer auf der sicheren Seite - vorausgesetzt, es ist jemand zum Fragen da. Und da liegt halt oft das Problem...

Aber ich habe das Gefühl, dass ihr da schon den richtigen Weg finden werdet:) :) :)

Erzähl doch anschließend mal, wie es gelaufen ist!?!

Liebe Grüße
Karin

phacops
11.05.2005, 18:55
meine 2cents:


Eine Woche ist doch nicht zu lang! Da fängt gerade das feeling an. Machts ruhig!
Zelten wie dus beschrieben hast (fragen, oder spät an versteckter Stelle und sauber abräumen) sollte auch möglich sein.
(Mach ich auch noch in meinem Alter, Karin, ohne daß das ein besonderer Kick wäre - apropos - wo holst du dir denn deine Kicks in "deinem Alter"??? :D

phacops

Svenja
11.05.2005, 20:53
Hallo,

klar, wenn wir wieder da sind gibts einen kleinen Bericht, falls uns nicht ein wildgewordener Jäger/Grundbesitzer/sonstiger Ordnungshüter um die Ecke gebracht hat...:D :D Aber ist ja auch noch nicht so weit.

Wir werden auf jeden Fall eine Woche fahren, wie gesagt, mal Campingplatz, mal nicht... Wie es eben kommt und am besten passt.

@Skin: Klar, aber rund um Müritz und Co wird es eh nicht sooo menschenleer sein... :)

Noch eine kleine Frage, wenn auch grad im falschen "Bereich". Würdet ihr empfehlen, einen Esbit-Kocher mitzunehmen? Hab mich mal informiert, ist ja schön leicht und simpel(und billig!), für morgens einen Kaffee und abends eine "Heiße Tasse" pro Person reicht so einer doch, oder?

LG, Svenja

Skin
11.05.2005, 22:29
Ja, würde dafür reichen.

Ich empfehle aber trotzdem einen kleinen Gaskocher für den anfang, kosgten so ca. 20,-€

Lupus
12.05.2005, 02:19
Hi erstmal


Zum Kocher wollte ich dir nur raten kauf nicht den Campingaz Beulet 270 für ca. 20-24€ sondern kaufe dir lieber den Primus PBS Classic Trail der auch nur 25€ kostet, der aber die Vorteile biete:
1. Er hat eine Windschutz oben wo du den Topf drauf stellst.
2. Er hat 2800Watt im vergleich zum Campingaz der nur 1000 Watt hat
3. Er hat ein Gewindeaufsatz und nicht diese Stechgeschichte

Würde auch lieber einen Gaskocher nehmen als den Esbitkocher. Und außerdem ist er im Endeffekt günstiger , da du keine teuren Taps kaufen musst, sondern eine 440g Gasflasche nehmen kannst, die ca 6Std. hält, und für z.B. 4,90€ kaufen kannst.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.


Also so weit dir viel Erfolg :D

MfG Lupus

Karin_S
12.05.2005, 07:09
Hallo lieber Phacops,

wo ich mir meinen Kick hole, geht Dich gaaaaaar nix an :D :D :D

Aber mal ernsthaft, ich finde wildcampen nicht wirklich prickelnd. Ich meine damit einfach mal so irgendwo sein Zelt aufschlagen. Es mag sein, dass viele hier sich so toll verhalten, wie sie es beschreiben, aber ich denke eben auch, dass es die meisten nicht tun. Und dann ist es für mich auch eine Frage der Beispielwirkung... aber jetzt wird's philodungens und damit will ich Dich doch nicht belasten... :D :cool:
Wenn man die Chance hat zu fragen, sollte man es sowieso tun, ist einfach selbstverständlich.

Wie gesagt, jeder wie er mag, für mich ist es halt nicht das Wahre. Deswegen habe ich aber nix gegen Leute die es machen, wenn sie es denn vernünftig tun. Das sind nur leider die Wenigsten, zumindest ist das meine Erfahrung :(

Lieben Gruß

Karin

Skin
12.05.2005, 11:28
Bloß wenn willst du da Fragen, wenn man mal eine größere Tour durch mehrere Gebiete in Deutschland macht ? Erkundigst du dich da jedesmal vorher wem die ganzen Grundstücke gehören und holst dir von jedem Besitzer eine Schriftliche Erlaubnis oder wie ?

Und ich glaube nicht, das ein Förster oder sonst wer ein großes Fass auf macht, wegen einer Ordnungwiedrigkeit.

Karin_S
12.05.2005, 12:20
Wie gesagt, schlußendlich soll es jeder halten wie er will...

Und es wird im Zweifelsfall ein Faß aufgemacht, wenn man dummerweise ein NSG oder WSG erwischt und das ist schnell passiert, auch wenn man es noch nicht einmal gemerkt hat. Da fragt niemand danach, wie vorsichtig und rücksichtsvoll man sich verhalten hat, man kommt automatisch mit in den größeren Topf mit denen, die sich eben nicht so verhalten.
Man kann sich endlos darüber streiten, ob das okay so ist, wie es ist, aber es ändert nichts daran, dass es zum einen so ist und zum anderen ein derartiges Verbot immer auch einen sinnvollen Hintergrund hat.
Ich würde mich, wenn mir ein Waldstück zum Lebensunterhalt dient auch bedanken, wenn mir die Bäume kaputt gemacht werden, wichtiges Unterholz zerstört oder durch Feuer Wurzelwerk beschädigt würde. Und wenn mir das 5 Mal passiert, dann ist es mir doch egal, wenn der sechste das vielleicht nicht getan hätte, wenn ich ihn erwische. Der kriegt es dann halt ab. Vielleicht nicht in Ordnung, aber menschlich - und im Zweifelsfall hat der Besitzer/Förster das Recht auf seiner Seite...
Alles hat zwei Seiten, sorry. Und ich maße mir nicht an zu beurteilen, ob das Camp, das ich aufschlage, wirklich niemanden schädigt, von der Natur mal ganz abgesehen, die ich in jedem Fall irgendwie beeinträchtige. Die schöne Wiese kann halt auch als Futterwiese dienen oder von geschützten Pflanzen wimmeln... Und ein paar hundert Meter weiter ist vielleicht die Grillhütte vom Landschaftsschutzverein mit Liegewiese... Über solche "Naturliebhaber" kann ich zeitweise wirklich nur den Kopf schütteln. Freiheit und Abenteuer gut und schön, aber muss das wirklich sein? Ich persönlich halte das auch ein Stück weit für rücksichtslos und egoistisch, wobei ich das aber nicht so dogmatisch sehe, dass ich es grundsätzlich für falsch halte. Ich frage mich nur, ob sich Wildcamper wirklich immer Gedanken darüber machen, was sie da tun.
Und wenn man die Chance hat, was kostet dann die Frage?
Außerdem kann man Touren auch so planen, dass der Fall eines wilden Camps nur im Notfall eintritt, auch bei längeren Touren. Wahre Wildnis und Einsamkeit kann ich in D'land sowieso nur noch in Schutzgebieten erleben - deren Schutzwürdigkeit ich aber mit Wildcampen ad absurdum führe...

Ich denke, es muss jeder selbst entscheiden, wie er sich verhalten will. Ich persönlich habe da halt eine andere als viele hier, aber das macht nix :)

Lieben Gruß
Karin

Svenja
13.05.2005, 13:42
Hallo Lupus,

meinst du diesen Kocher?

http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=pr_01010&artbez=Primus+PBS-Gaskocher&k_id=1205&h_kat=Outdoor-K%FCche%2CBeh%E4lter&u_kat=Gaskocher

Ist natürlich nicht schlecht, aber den kann ich mir nur kaufen, wenn ich noch einen Nebenjob auftreiben kann... :D Mein Gespartes ist eng kalkuliert, aber ich habe ja noch ein bisschen Zeit, was zu verdienen...
Auf jeden Fall "Danke" für den Tipp. Und noch eine Frage: Bin ich blöd, oder wo ist der Windschutz?

Zum Thema "Wildcampen": Wir werden entweder fragen oder auf einen Campingplatz gehen, denn wie gesagt, so menschenleer ist es in Deutschland nicht, und ich möchte mir Ärger ersparen. Im Notfall, ok, aber das wäre dann schon schlechte Organisation unsererseits.:)
Aber jeder so wie er es mag, wenn man seinen Müll wegräumt, finde ich es ok.


LG, Svenja

Thomas
13.05.2005, 15:18
So ein Gaskocher ist schon eine nette Sache, habe meinen (von Coleman) für 10 Euro irgendwo (ich glaube bei Därr) im Sonderangebot bekommen. Zum Windschutz: Bei Gaskochern ist es nicht wirklich üblich einen Windschutz zu benutzen, ich habe zumindestens keinen gesehen, der einen dabei hatte. Ich glaube auch nicht, dass das für die Gaskartusche sehr gut ist, weil die sich dabei stark aufheizen würde. Im schlimmsten Fall würde dir die ganze Konstruktion um die Ohren fliegen :) Bei Gaskochern heißt es also eher eine ruhige, sprich windgeschützte Ecke finden.

Grüße

Thomas

Svenja
13.05.2005, 22:22
Oh, okay, danke, wie gesagt, ich hab halt noch keine Ahnung...

Wo ich grad wieder hier bin, noch eine Frage: Was für einen Maßstab würdet ihr bei einer Wanderkarte nehmen? Ich mein, man möchte ja auch die kleineren Wege finden, andererseits mehr als nur zwei Dörfer mit Umgebung auf einer Karte haben...

Konkret suche ich eine vernünftige Karte von McPom, hauptsächlich vom Gebiet der Seenplatte, aber ich finde immer nur Karten von EINEM Teil dieses Gebietes, ich weiß nicht, ob das für eine Wanderung von mehren Tagen mit Bus reicht... Ich meine, wir wollten vielleicht zwischendurch ein Stück mit dem Bus fahren, um möglichst viel unterschiedliches zu sehen...

Was meint ihr? Kennt/besitzt vielleicht jemand eine Karte, die er/sie empfehlen kann? Wäre echt nett! :)

LG, Svenja

arnold
15.05.2005, 18:15
Hai Svenja,

war mit meiner Frau bestimmt schon 6 oder 7 mal im Müritz Nationalpark und wir sind viel mit dem Radel in der Region rumgefahren. Ich denke, ihr tut s e h r gut daran, auf Campingplätze oder Privatgrundstücke auszuweichen. Zumindestens im Nationalparkbereich könntet ihr sonst ebbes Ärger bekommen.
Der Müritznationalpark ist toll, aber man muss sich viel Zeit nehmen, ihn zu entdecken.
Zum thema übernachten könnte man noch als Ideen beisteuern, dass es in Warren an der Müritz eine Jugendherberge gibt, die letztes Jahr renoviert wurde. Da viele Kanu und Kajakfahrer durch den nationalpark paddeln (man kann von Berlin aus über die Havel und Kanäle bis zur Müritz gelangen), gibt es einzelne Landungsstellen , an denen dass Übernachten erlaubt ist. Da habe ich aber keine genauen Lagekenntnisse, aber das solltet ihr bei Interesse rauskriegen können. Vielleicht mal nach Kanutouren Müritz-Berlin googgeln.
Es empfiehlt sich auf jeden Fall Autan oder so was dabeizuhaben, viel Wasser in der Gegend und entsprechende Mengen von Mucken.

Ich wünsche euch viel Spaß auf eurer ersten Tour.
Liebe Grüße
arnold

PS wegen karte ist 1:25000 bis 1:50000 sicher ein guter Maßstab zum wandern. Ist aber dann eigentlich immer so, dass es mehr als ein Blatt ist, vor allem , wenn noch ein teilstück mit dem Bus zurückgelegt werden soll. Kann leider keine genaueren tipps geben, da wir häuptsachlich im Nationalpark gewandert sind, aber so eine Karte habt ihr sicher schon gefunden. Bei einer weiteren Runde gabs Tipps und Karten von unseren Gastgebern dazu, wir haben nämlich immer privat mitten im Nationalpark ein Zimmer gemietet.

Svenja
15.05.2005, 19:27
Hallo Arnold,

ich denke, wir haben genug Zeit. Nicht um alles zu sehen, aber um einen ersten Eindruck zu bekommen. :)

Wie schon gesagt, wir werden nicht wild zelten. Schon gar nicht im Nationalpark!
Jugendherberge ist nichts für uns, erstens muss man da noch zusätzlich Mitgliedsbeitrag zahlen und außerdem finde ich, sind die ganz schön teuer...

An Karten werden wir vermutlich die vom Nationalpark und noch eine, "Vom Plauer See zur Müritz", nehmen, die sind wohl nicht schlecht. Mehr schaffen wir mit Sicherheit nicht, auch nicht mit dem Bus... ;)

Danke für die Hilfe.

LG, Svenja

Lupus
16.05.2005, 15:15
Hi


Der Windschutz ist der Bereich wo du den Topf drauf stelltst.
Bei dem sind die Streben für den Topf nur gebogene Rundstreben
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=cg_01004&artbez=Campingaz+Bleuet+270+Micro&k_id=1205&h_kat=Outdoor-K%FCche%2CBeh%E4lter&u_kat=Gaskocher
bei dem sind die Streben durchgehen und somit ist die Flamme immer ein ein wenig mehr geschütz. Die Flamme hat für den Wind maximal eine Angriffsfläche von der halben Flamme weil der Rest durch die Stelle wo du den Topf drauf stellst geschütz ist.
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=pr_01010&artbez=Primus+PBS-Gaskocher&k_id=1205&h_kat=Outdoor-K%FCche%2CBeh%E4lter&u_kat=Gaskocher

Wünsche dir Viel Erfolg;)

MfG Lupus

ebbel
22.05.2005, 12:57
Hi mädels!
Wenn ihr in MeckPomm unterwegs seid, könnt ihrs auch mit Kanuwandern versuchen. Dann könnt ihr auch mehr Gepäck mitnehmen, denn ich schätze, dass ihr es eh nicht schafft euren Rucksack mit allermax 17kg zu packen:confused: .... Oder probiert euch doch einfach ma an einem Wochenende aus. Packt eure Säcke und geht Freitag los, kommt Sonntag zurück, dann seht ihr auch was ihr wirklich braucht und was nicht ;)

Thomas
23.05.2005, 07:58
@Svenja: Wir sind gestern aus McPomm wieder zurückgekommen. War eine schöne Tour und die Landschaft hat uns sehr, sehr gut gefallen (wir waren im Süden, direkt an der Grenze zu Brandenburg unterwegs). Es gab auch viele, schöne Wanderwege, aber wir sind jetzt hauptsächlich Kanu gepaddelt. Naja, was uns echt erschrekt hat, waren die Campingpreise. Also für einen Drittklassigen Campingplatz 15 Euro für zwei Personen und ein kleines Zelt zu verlangen und dann noch ein Euro für eine Dusche haben zu wollen ist echt super frech :mad: Viel schöner sind die teils zahlreichen, offiziellen Biwakplätze am Wasser, die kostenlos sind aber natürlich keinen Komfor anbieten. Da solltest du dich unbedingt vorher erkundigen, wo du übernachten möchtest, damit deine Kasse nicht so stark gebeutelt wird wie unser (als Studenten müssen wir ja da auch ein bißchen links und rechts schauen :-)).

Grüße

Thomas

Svenja
25.05.2005, 21:39
@ Thomas:
Danke für den Tipp! Ich hab mich mal im Internet umgeschaut, einige Plätze verlangen 15, andere 10 Euro, günstiger habe ich nichts gefunden. Biwakplätze sind nirgendwo aufgeführt...
10 Euro für 2 und Zelt finde ich geht gerade noch, mehr wollen wir auf keinen Fall bezahlen, und eben auch nicht jede Nacht!
Wie sieht das eigentlich mit überdachten Rastplätzen aus, Schutzhütten im einfachsten Sinn, kann/darf man da übernachten? :confused: *grübel*

LG, Svenja

Thomas
26.05.2005, 08:45
@Svenja: Bei einigen überdachten Rastplätzen, an dennen wir vorbeigekommen sind, stand ausdrücklich, das man dort für eine Nacht übernachten darf (Gruppen ausgenommen). Welche Strecke wollt ihr den laufen? Vielleicht finde ich da auf den Kanukarten was nützliches eingezeichnet?

Grüße

Thomas

Svenja
28.05.2005, 19:30
@Thomas:
Wir haben noch keine Tour festgelegt, aber wir können mit dem Auto bis Feldberg mitfahren bzw. vorher natürlich unterwegs irgendwo aussteigen, wo es uns passt.
Zurück wollen wir von Waren mit dem Zug. "Hauptwandergebiet" soll der Nationalpark sein.
Wir wollen uns nach Übernachtungsmöglichkeiten richten und so unsere Tour basteln.
Das klingt aber auf jeden Fall schon mal nicht schlecht.
Ich habe auch eine Mail an die Touri-Info-Stelle vom Nationalpark/Umgebung geschickt, vielleicht können die mir auch noch weiterhelfen.

LG,

Svenja

Svenja
19.07.2005, 22:06
Hallo an alle,

wir sind jetzt seit Freitag morgen wieder zu Hause, und ich muss sagen, es war ein toller Urlaub, aber wander-technisch ein absoluter Reinfall... :o

Also:
Unsere Rucksäcke waren der größte Reinfall, aber das ist unsere Schuld, wir hätten auf euren Rat hören sollen... Na ja, dazu später mehr. An Gewicht hatten wir ohne Wasser jeder so 15-16kg, glaub ich. (Ja, ja, zu viel... nächstes Mal wirds besser... ;) )

1. Tag:
Morgens um 4 Uhr mit dem Auto los, so gegen 12 waren wir nach diversen Pausen in Feldberg.
Da sind wir los, der Vater meiner Freundin hat uns da abgesetzt. Von da wollten wir nur noch zum nächsten Campingplatz. Nach etwas suchen haben wir ein Schild gefunden, natürlich ohne Km-Angabe... Wir haben an einer Dönerbude gefragt, der hat uns den Weg gesagt: "2-3km geradeaus, dann links"
Wir sind los, als wir da waren wussten wir dann auch, nach diesen "2-3km" kamen noch mal 3-4km... :roll: Na ja, wir wollten ja wandern... :D
Der Campingplatz war dann der absolute Preishorror: 17,50€ für zwei Leute+Zelt! Uns wars egal, der nächste Campingplatz war schließlich sonstwo...

Unseren Rücken ging es da noch prima...

Abends kam der Härtetest fürs Zelt: Gewitter, heftiger Regen, Wind und Hagel, die Hagelkörner hatten einen Durchmesser bis mindestens 1-2cm... Na ja, WIR haben es trocken und heil überstanden, die Supermarktzelte sahen etwas mitgenommen aus... ;)

Nach einem Blick auf die Karte wussten wir: Wandern zum nächsten Campingplatz ist nicht, da gibts nirgendwo einen in Richtung Waren in Reichweite... (Ihr merkt, geplant war das alles nicht so wirklich...:o Ich gelobe Besserung...) Wir haben dann rausgefunden, dass wir mit AST und Bus aus diesem Kaff (Carwitz genannt) bis nach Neustrelitz fahren konnten. Von da wollten wir dann weitersehen...

2. Tag:

Mittags waren wir in Neustrelitz, nachdem der Chef des Busunternehmens "TONNE" uns während der Fahrt mit dem AST Nettes über die ehemalige DDR und die heutige Situation erzählt hat. Das war wirklich sehr nett und vor allem interessant.

In Neustrelitz und Umgebung haben wir auch keinen Campingplatz aufgetrieben und da wir eh in Richtung Waren mussten (wegen der Rückfahrt am Donnerstag) sind wir dann eine Station mit dem Zug nach Kratzeburg gefahren. Wir haben also an einem Tag so ziemlich alle Nahverkehrsmittel in McPom ausprobiert... :D

In Kratzeburg gibt es nämlich einen Campingplatz, der nur 10 € die Nacht nimmt, wie ich vorher im Internet herausgefunden habe. Außerdem ist es von da nur ca. 13km bis zum nächsten Campingplatz, die wir dann eigentlich laufen wollten.
In Kratzeburg hat uns der Platz sofort gefallen, wir haben beschlossen, einen "Ruhetag" extra einzulegen. (Wovon wir uns erholen wollten, weiß ich auch nicht, aber wir waren ja schließlich im Urlaub.:D )

An diesem Abend haben wir auch meinen Trangia Mini ausprobiert, den ich mir vor der Tour gekauft habe. Ich bin mit dem Ding sehr zufrieden, für einen reichts ganz locker, für zwei, wenn man nur heißes Wasser will oder so, auch noch. Und mit Wind hat der auch keine Probleme und er ist sehr klein zu verstauen.

3. Tag:
Tja, wir haben, da meine "Mitwanderin" sich endgültig geweigert hat, die 13km zu laufen (Blasen an den Füßen und Druckstellen vom Rucksack), beschlossen, nach Bussen/anderen Verbindungen zu fragen. Gabs aber nicht, der nette Kerl vom Campingplatz hat versprochen, sich nach Leuten umzuhören, die da hin fahren.
Den Tag haben wir mit schwimmen im tollen See verbracht und gelesen - aus der Mitfahrgelenheit wurde auch nix - wir haben noch zwei Tage bis Donnerstag drangehängt. Ich habe dann vorgeschlagen, die Umgebung erkunden zu gehen, der Platz liegt ja im Nationalpark.

Um es abzukürzen, wir sind kein Stück mehr gelaufen, außer zum Bahnhof zurück (ca. 2km) und in Waren (ca.4km).
Immerhin haben wir noch eine kleine Kanutour gemacht, die Seen und Flüsse sind wirklich herrlich, und wir waren viel schwimmen.



Jetzt zur Ausrüstung, die wir mithatten:

-Zelt von Coleman (Nevada oder so), ca. 3,1kg --> sehr gut (höchstens ein bisschen eng mit Gepäck...:D , aber es hat ja, außer am ersten Abend, nicht geregnet)

-ich hatte eine ganz normale, dünne Schaumsoffisomatte, mit so Wabenstruktur, war zwar warm satt, aber sehr unbequem auf die Dauer, Helena hatte so ein billiges aufblasbares Ding, die ging wohl einigermaßen, hat sich aber von selbst entlüftet mit der Zeit... :D

-Rucksäcke: Ich hatte den von Aldi (bitte nicht umbringen, ich weiß, dass ich selber Schuld bin...:o ) Zum Klamotten transportieren ist der gut, ist auch nicht kaputt gegangen, aber zum Tragen... Ich hatte in Kratzeburg ganz widerliche Druckstellen an Hüfte und Schultern... Aus Fehlern lernt man... :cry:
Helena hatte so ein Ding aus irgendeinem Army-Shop, wohl auch nicht der Hit...:x

- Schuhe: Meine von Aldi, ich bin super zufrieden, hab die schon länger, halten gut, sind sehr bequem. Helenas, waren noch nicht richtig eingelaufen, weiß auch nicht genau welche.

- Klamotten: Ich hatte nur atmungaktive Sachen bei, bis auf ein Schlaf-T-Shirt aus Bw. Waren Sachen von Tchibo und Aldi, nur ein T-Shirt von Venice Beach aus dem Schlussverkauf bei Karstadt... Fand alles super, besonders die Trekkingbluse von Tchibo ist gut.

-Sonstiges: Taschenmesser von Victorinox: spitze
Kopfleuchte von Tchibo: gut

So, nachdem ich mir jetzt die Finger wund geschrieben habe, würde ich gerne noch mal ein bisschen Feedback von euch hören...

Ach ja, nächstes Jahr fahren wir noch mal hin, aber mit vernünftigen Rucksäcken und Isomatten und richtiger Planung, alles andere war ja in Ordnung. :D

Und die Gegend hat uns auch super gefallen, deswegen kommen wir auch wieder, sehr zu empfehlen!


LG, Svenja


P.S.: Wer einen Fehler findet, darf ihn ausnahmsweise behalten! :D

Princepsarcani
20.07.2005, 09:22
scheint ja in großen und ganzen ein aufregender trip gewesen zu sein.:-)

ich habe meinen rucksack auch bei aldi gekauf, das war 1998. ich habe ihn immer
noch und der ist besser als mancher marken rucksack.;) zugegeben war es ein reiner
glückstreffer, weil ich eigentlich auch der meinung bin:
"aldi & qualität- passt nicht" (also was trekkingsachen angeht)
aber als ich mir das ding genauer angeschaut habe, fand ich heraus das von der
verarbeitung her dieser recht gelungen war. damals kam ich nicht mal auf die idee
den rucksack an zu probieren, was ganz böse hätte enden können.
was mich so beeindruckte war das der aldi-rucksack, voll verstellbar war und jede
menge taschen und "spannbänder" (z.b. für isomatte) hatte.
nachdem ich dann bestimmt 1 -2 stunden brauchte zu einstellen, konnte es los gehen.

lange rede kurzer sinn: wenn man sich gut auskennt, kann man schon mal ein "aldi-kauf"
wagen.

es freut mich das es euch gefallen hat und ihr habt bestimmt einiges gelernt für
das nächstemal.:D

liebe grüße

andy

Svenja
20.07.2005, 11:15
Hallo Andy,

ja, das dachte ich halt auch, außerdem hatte ich nicht mehr viel Geld, deshalb habe ich den von Aldi gekauft. Wie gesagt, am Anfang ging das auch noch super, aber mehrere Tage kann ich mit meinem nicht 17kg transportieren... :(
Vielleicht bin ich einfach nur empfindlich, aber es war nicht so dolle mit den Druckstellen...:D
Das hält mich jedenfalls nicht davon ab, den Rucksack mit zum Weltjugendtag zu nehmen, danach kann ich ihn dann vermutlich eh wegschmeißen...:D

Danke für deine Antwort!

LG, Svenja

Juno
20.07.2005, 12:41
Hallo Svenja,
was mir spontan zu euren Erlebnissen einfällt:
Vielleicht wäre es sinnvoller, das nächste Mal keine Camping-Wandertour zu machen. Euer Hauptproblem war ja wohl das realtiv schwere Gepäck. In deutschen Mittelgebirgen lässt sich relativ einfach ne Tour von Jugendherberge zu Jugenherberge zusammenstellen. Dann fallen ganrantiert 3 (oder mehr) Rucksack-Kilos weg, und zu bezahlen sind die JH's auch. Möglich, wenn auch teurer, wäre auch eine Anfängertour von Alpenvereinshütte zu Alpenvereinshütte in den deutschen Voralpen. Oder ihr weicht nach Tschechien (z.B. ins Riesengebirge) aus. Dort sind auch "normale" Unterkünfte bezahlbar. Wichtig ist in allen Fällen aber eine gute Vorbereitung der Tour. Das habt ihr ja selbst gemerkt. Man/frau sollte bereits vorher ungefähr wissen, wie es mit der Übernachtungssituation am Abend des Wandertages bestellt ist.

Thomas
20.07.2005, 13:08
@Svenja: Danke für deinen ausführlichen Reisebericht. Es ist immer wieder schön, wenn Leute auch nach eine Tour etwas schreiben :-) Insgesamt erinnert mich dein Bericht stark an meine erste Tour vor ich glaube 8 Jahren oder so, die ich alleine machen wollte (vorher bin ich hauptsächlich mit meinen Eltern unterwegs gewesen). Nur das ich damals nur einen Tag durchgehalten haben :D :D Sollten eigentlich zehn gewesen sein :cool:

Grüße

Thomas

Svenja
21.07.2005, 10:14
@Juno:
Danke für die Tipps, wäre auf jeden all auch mal eine Variante, danke! :)

@Thomas:
Ist irgendwie schön zu hören, dass bei anderen die erste Tour auch nicht soo super geklappt hat... :D
Und dass man von einer Tour berichtet finde ich wichtig, vor allem wenn einem vorher so nett geholfen wurde! ;)


Aber es hat uns ja trotzdem gut gefallen, wie gesagt, das nächste mal wird besser geplant und vorher eingekauft... ;) Ich denke, mit besseren Rucksäcken und etwas Gewichtsreduzierung kommen wir dann auch ganz gut klar. Wenn man dann für nachts noch ne bequeme Isomatte hat... :D

Ach so, noch ne Frage, meint ihr 17 kg (mit Wasser) waren ok, oder haben wir womöglich viel zu viel bei gehabt? Ich weiß nämlich nicht so wirklich, wo ich noch VIEL hätte einsparen sollen...

LG, Svenja

Juno
21.07.2005, 10:52
17 Kilo finde ich zuviel. Ihr habt ja keine Expedition gemacht http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif Ich bin mit 10 k unterwegs, allerdings ohne Campingausstattung. Manche sparen Gewicht, indem sie den Griff der Zahnbürste halbieren http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/biggrin.gif Aber man/frau kann bei einiger Überlegung wirklich etliches einsparen. Zum Beispiel keine volle Shampoo-Flasche, kein dickes Stück Seife, nicht mehr benötigte Karten nachhause schicken, weniger Anziehsachen, dafür ab + an waschen etc. So kommt Gramm zu Gramm, und in der Summe ist es schnell ein Kilo weniger http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/smile.gif

Karin_S
21.07.2005, 12:48
Hallo,

bei mir spielt das Rucksackgewicht zwar nicht so die große Rolle, aber mit 17 Kilo bin ich ausgestattet gewesen, als ich 7 Wochen unterwegs war (und es war immer noch viel zu viel)...

Tipps von mir wären, keine Papiertaschentücher (Toipapier erfüllt den gleichen Zweck) oder gleich riesige Stofftaschentücher, die es auch mal als Hals-, Kopf- oder sonstwastuch tun (natürlich nicht benutzt *ihh*), minimal Klamotten (Waschen geht immer irgendwie), kein Duschgel, die gute alte Seife tut es auch, andere Körperpflegemittel in kleineren Abpackungen (gibt es gerade vor den Sommerferien fast überall), keine schweren Kleidungsstücke wie dicke Wollpullover, Jeans, Baumwollshirts (die brauchen auch zum Trocknen ewig)...

Ich habe es mir zur Regel gemacht zu schauen, dass so gut wie jeder Gegenstand mehr als eine Funktion erfüllt, wenn möglich. Also z.B. Funktionsklamotten, die ich auch mal so anziehen kann, ohne dass man gleich die Herkunft sieht, nicht 3 verschiedene Cremes, weils auch eine für Alles tut, kein Duschgel, weil Seife auch geht (für die Jungs: auch zum rasieren ;) ), Shampoo und Deo als Konzentrate...

Mit ein bisschen Überlegen geht eigentlich (fast) immer was.

Es freut mich, dass ihr doch noch so viel Spaß daran hattet!

Liebe Grüße
Karin

Princepsarcani
21.07.2005, 21:52
hallo svenja,

ich hoffe du hast die "17kg" nicht von mir übernommen.
jeder muss sein eigenes idealgewicht finden, wie das geht
weißt du ja jetzt.

mfg andy

Svenja
21.07.2005, 22:10
Hallo,

@Juno und Karin:
Danke für die Tipps, ich denke, beim nächsten Mal kann ich das Gewicht schon deutlich reduzieren... ;) Ich weiß ja jetzt, was ich brauche und was nicht... Zumindest einigermaßen, und ich will ja nicht in die absolute Wildnis (noch nicht :D ), wo nirgendwo (zur Not) Menschen aufzutreiben sind... :) Wenn dann doch mal was fehlt, ist das auch kein Weltuntergang, soll ja noch ein bisschen Abenteuer dabei sein... :-)

@andy:
Nein, das war Zufall, ich hab halt alles eingepackt, was ich für notwendig gehalten hab...

Wenn man von der "ein Viertel des Körpergewichts"-Regel ausgehen würde, dürfte ich so ca. 15-16 kg tragen, ist wohl ein bisschen viel, vor allem wenn man keine Expedition vorhat...:D :D

Ach so, und Spaß hatten wir wirklich. War zwar jetzt kein Wanderurlaub sondern eher "Campen ohne Auto", aber war toll. :-)
Auch wenn wir beim ersten Campingplatz nach unserem Auto gefragt wurden... :D


Liebe Grüße, Svenja