Vollständige Version anzeigen : Wasser auf einer Trekkingtour
Hallo alle Zusammen,
ich habe vor eine 1-2 Wöchige Trekkingtour durch Norwegen zu machen. Wie haltet ihr das mit dem Trinkwasser? Wieviel nehmt ihr mit, was benutzt Ihr als Gefäß, kann man irgendwo nachtanken usw.
Tschüss gimpel
Hey Gimpel,
Wasser ist eine wichtige aber auch eine schwere (Gewicht) Sache! Daher soll man sich darüber viele Gedanken machen.
1.) In welcher Form ist Wasser vorhanden? (Eis -> schmelzen (auf keinen Fall ueber laengere Zeit Schnee essen -> Entzuendung im Hals Bereich), verschmutzt -> filtern, entkeimen) (In Norwegen trifft mab eher auf Eis als auf verschmutztes Wasser, hab dort das Schmelzwasser einfach so getrunken)
2.) Bei der Planung der Tagesetappe ausfindig machen ob man auf Wasserquellen (See, Fluss, Firnfeld) trifft? Gute Karten geben hier eine Antwort! In den Norwegischen Bergen ist das meist recht leicht!
3.) Nachtlager möglichst bei einer Wasserquelle aufschlagen, damit du das Wasser nicht dorthin schleppen sollst!
4.) Bei grosser Hoehe mehr bewust trinken (Der Körper verliert dort die Kontrolle wie viel Flüssigkeit er braucht)! In Norwegen nicht der Fall.
Die Kunst ist: Immer genug trinken ohne zu viel Wasser zu schleppen (aber im zweifelsfalle eher mehr schleppen als zu wenig trinken)!
Auf alle Faelle sehr bwewust auf dein Durstgefuehl achten und darauf unbedingt eingehen!
Je nach koerperlicher Anstrengung brauchst du bis zu ca. 5l am Tag! Fall Du nicht die ganze Zeit voll Stoff gibst sind 2l sicherlich ein Minimum welches du auf alle Faelle zur Verfügung haben sollst!
Bei Touren wo man eher weniger Wasser findet und daher mehr schleppen muss find ich Wasserbeutel sehr sinnvoll! Z.B.:
http://www.stormy-horse-ranch.de/shop/images/products/wasserbeutel%20Ortlieb.jpg
(Quelle: http://www.stormy-horse-ranch.de/shop/p139.html (%20http://www.stormy-horse-ranch.de/shop/p139.html%20))
Viel Spass in Norwegen,
Franz
Hiho,
zu 1) Na, meistens ist das Wasser in Skandinavien bedenkenlos trinkbar.
zu 2) Wie gesagt, sollte in Norwegen kaun ein Problem darstellen, einen Blick auf die Karten werfen lohnt sich natürlich schon, nicht nur des Wassers wegen :-)
Je nach koerperlicher Anstrengung brauchst du bis zu ca. 5l am Tag! Fall Du nicht die ganze Zeit voll Stoff gibst sind 2l sicherlich ein Minimum welches du auf alle Faelle zur Verfügung haben sollst!
Naja, ich für mich selbst würde in Skandinavien 1 Liter schon als das Maximum bezeichnen, was ich mitschleppen würde ;-) Gibt doch genügend Bäche und Seen. Höchstens vielleicht für eine Gipfeltour, wo man kaum Wasser findet, könnten etwas mehr angebracht sein.
Grüße
Thomas
Als einfache, recht günstige Möglichkeit kannst du in (klares) Wasser Micropur-Tabletten geben, bloß so zur Sicherheit.
Nachteil: wirken erst nach 2 Stunden
Kebnekaise
01.07.2005, 12:24
In Skandinavien - zumindest dort wo ich unterwegs war - hab ich das Wasser immer aus den Bächen geschöpft. Daher baumelt meine Tasse auch immer außen am Rucksack. In den letzten Jahren hab ich auch gar keine Trinkflasche mehr mitgenommen, man steigt sowieso alle paar hundert Meter in oder über einen Bach.
Fürs Lager habe ich aus bequemlichkeit einen Wassersack mit, aber den kann man sich eigentlich auch sparen. Anders sieht es aus, wenn man auf die Berge steigen will. da brauchts dann halt schon eine Flasche...
Bisher habe ich noch keine Probleme mit dem direkt aus dem Bach süffeln bekommen. Wer aber einen empfindlichen Magen hat...
Saint Am
01.07.2005, 14:14
Ich weiss noch wie wir auf meiner ersten Tour, das war aufm GR 20, und wir bei der ersten Tagesetappe, die uns sowieso total überfordert hat, jeder nur 2 liter im gepäck hatten. Das war dann so zur Mittagzeit am Ende und wir sind an den Tag bis 20h gelaufen. Der ganze Trip hätte sich als sehr problematisch entpuppen können, da wir nach Mittag kein Gewässer mehr passierten, wenn uns nicht ein Gruppe Pfadis entgegengekommen wäre, von denen jeder zusätzlich zur 1,5l Trinkflasche noch 4 liter in Wasserbeuteln dabei hatte, an denen wir uns bedienen durften.
Aber so ein Glück hat man eher selten, deswegen trage ich 2,5l Minimum mit mir.
Angelfish
04.07.2005, 18:30
Hi!
Am Wasservorrat spare ich persönlich ungern, da ich bei zu wenig Wasserzufuhr schnell Kopfschmerzen bekomme und mich überhaupt schnell schlapp fühle. Habe selbst auf kürzeren Tagestouren mindestens 2,5 Liter dabei, die bei jeder Gelegenheit nachgefüllt werden.
Länger war ich bisher nur auf Island unterwegs und da kann man bedenkenlos aus den Flüssen und Bächen trinken. Dürfte in Norwegen ähnlich sein.
Als Behältnisse haben sich die großen 1,5-l-Flaschen von SIGG bewährt - der Inhalt hält lange kühl. Für schnellen Wasserzugriff habe ich auch noch eine Faltflasche von Platypus, die man sich mit dem passenden Etui an den Hüftgurt des Rucksacks clipsen kann.
http://www.payola-online.de/images/medium/cc020_021_358x354.jpg
(Quelle: payola-online.de)
so long
Angelfish
mittichec
12.07.2005, 08:44
ich habe auch immer die 2,5l platypus beutel dabei.
den hab ich dann oben im deckelfach vom rucksack mit diesem schlauch dran, so dass ich konstant ohne anhalten oder sonstiges beim wandern trinken kann.
das hat sich als sehr elegant erwiesen in den letzten jahren und ich würde auf sowas niemehr verzichten.
zum kochen kann man dann auch schonmal was daraus nehmen, wenn grad nix anderes da ist, aber son 2,5l beutel trinkt man mal schnell am tag wenn man ne halbwegs fordernde etappe hat. oft auch 2!!
was ich noch empfehlen würde:
nur wasser aus fließenden gewässern nehmen. in stehenden gewässern sind oftmals viele keime und evtl. sogar unsichtbare larven und dergleichen drin.
ansonsten vielleicht noch ein hinweis: oftmals hat man in norwegen so gelbliches oder rötliches wasser (je nach region.)
nicht direkt abschrecken lassen. schaut euch den bach/fluss erstmal genauer an. meistens kommt das durch die im fluss vorhandenen gesteine oder gesteine im oberlauf des gewässers.
gruß, mitti
vogtländer
05.08.2005, 09:47
hallo zusammen
kann den 4l
beutel von ortlieb nur empfehlen. sehr robust, leicht und ausser im winter auch als kopfkissen zu verwenden. ansonsten ziehe ich nie ohne filterpumpe los (ne pfütze findet sich ja fast überall).
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