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Vollständige Version anzeigen : Welcher Schlafsack für Nepal?


Monika
04.04.2005, 07:21
Hallo,

ich werde Anfang November in Nepal eine Trekkingtour ins Everest-Gebiet machen (höchste Schlafhöhe 4.000 Meter). Übernachten werde ich in Lodges. Nun stellt sich für mich die Frage nach einem guten Schlafsack, kann mir hier jemand Tipps geben?

Momentan sind zwei Schlafsäcke in der engeren Wahl: Mountain Equipment Glacier 1000 oder Carinthia ECC Line 1000. Hat mit diesen Schlafsäcken schon jemand Erfahrungen gemacht?

Vielen Dank im voraus für Eure Hilfe.

Gruß
Monika

albatross02
04.04.2005, 13:19
Hallo,

entscheidend ist das der Schlafsack zur Körpergröße passt.
Ich habe mich für Western Mountaineering Puma SDL ( -30 Grad, ist denke ich aber für Lodges nicht erforderlich ) entschieden und absolut zufrieden.

Flachlandtiroler
04.04.2005, 14:59
Ok., Frauen frieren ja leichter aber die beiden Tüten sind schon ganz schön Overkill für das genannte (Lodge-) Trekking. Ist sozusagen eine zukunftssichere Investition, falls es mal noch höher hinausgehen soll. ;)

Mir ist klar, daß mancher Veranstalter in seine Ausrüstungsliste -20°C Komfortgrenze schreibt, aber bekanntlich wäscht eine Hand (die des Veranstalters) die andere (des Ausrüstungshändlers).

Ein Bekannter nutzt den MEC Glacier 750 (also weniger Füllung nehme ich an) für _Biwaks_ in Schneehöhlen auf Wintertour in den Alpen, wo es regelmäßig auch zweistellige Minusgerade hat, aber eben kein Haus drumherum und keine zusätzlichen Decken.

Ich hatte vor Nepal bereits einen "normalen" Drei-Jahreszeiten-Schlafsack (Kunstfaser) und habe da einen zweiten kleineren (Daune) hereingestopft, den ich jetzt auch in den Alpen nutze. Mit der Kombination konnte man auf fast 5000m tagelang prima im Zelt schlafen.

Gruß, Martin

Thomas
04.04.2005, 15:21
Ich selber benutze u.a. auch den ME Glacier 1000. Es ist ein toller Schlafsack, der aber seine Stärken erst beim winterlichen Zelten oder unter sonstigen, nassen Bedingungen auspielen kann. Für Lodge-Trekking dürften es auch einfachere und günstigere Modelle tun. Hängt halt davon ab, was du sonst noch so machen möchtest.

Grüße

Thomas

Monika
04.04.2005, 18:07
Hallo,

vielen Dank schon mal für Eure Antworten.
Mit dem Carinthia hat bisher noch keiner Erfahrungen gemacht? Das wäre ja eine günstigere Alternative, die sicherlich auch ausreichend ist.

Ich bin für jeden weiteren Tipp dankbar.

Gruß
Monika

wetterfest
04.04.2005, 18:26
hallo moni,


ich bin begeisterter carinthia fan, habe meinen schon einige jahre und nur supergute erfahrungen gemacht, auch freunde von mir sind bisher nur gut damit gefahren....

neben der guten qualität auch ein prima preisleistungsverhältnis,

gruesse
helmut

Lungta
04.04.2005, 18:32
Würde mich gerne mal hier dranhängen, da ich evtl. vor der gleichen Überlegung stehe. Wenn ich das richtig verstehe, sind die Schlafräume der Lodges doch normalerweise ungeheizt? (Schwere) Decken (sofern dort vorhanden?) nutzen bei einem Daunenschlafsack vermutlich nicht so viel, weil sie auf den Schlafsack gelegt die Daune zusammendrücken würden. Mit welchen Temperaturen müsste ich denn sagen wir mal auf 4.500 Metern Höhe im November so rechnen?

Meine Überlegungen gehen Richtung (realistische) -15 bis - 20°C Komfortbereich, den Schlafsack könnte ich dann auch für Wintertouren verwenden. So etwas wäre nach euren Aussagen wohl für Nepal (Khumbu) im November locker ausreichend?

Viele Grüße

Christine

Flachlandtiroler
04.04.2005, 19:15
Jo, stimmt genau. Wenn jetzt aus 4000m und Anfang November 4500m und Ende November muß mit Außentemperaturen um -15°C wohl gerechnet werden. In den ungeheizten Schlafräumen ist es sicher erheblich wärmer, außerdem wird es ja tagsüber meistens sogar über Null.

Wenn die Lodgetour "once in a lifetime" sein soll, würde ich nicht so viel Geld 'rausschmeißen. Klar in so 'ner Luxustüte schläft es sich schon kuscheliger, dafür ist sie dann im normalen Trekking"alltag" kaum zu gebrauchen bzw. halt schwerer als nötig. Je nach Ausgangspunkt des Treks kann es z.B. im Terai noch ganz schön warm werden.

Wer sowieso Wintertouren macht, für den ist die Sache klar.

Gruß, Martin

Micha
26.04.2005, 21:11
Hey Leute,
bin Mitte März über den Thorung La und wir hatten im Pedi high Camp (4800m) um die -8°C.Habe einen North Face Blue Kazoo(Komfort -7°C)...und das war die einzige Nacht in der ich meinen Schlafsackreißverschluss komplett schließen mußte.Ansonsten war der "Sack" zu warm!
Mein Inlett hab ich jedenfalls umsonst mitgeschleppt.
mfG
Micha

OPRgoesEBC
15.05.2005, 11:35
Moin, Moin

auch ich plane den Nepal Tripp, kann aber hier mal zum Thema folgendes preis geben.
Habe mir für meinen Salewa Mount (Kunstfaserfüllung, -11°C) von meiner Oma aus dickem Fleece ein Inlet nähen lassen. Schnitt wie der Schlafsack. Bei -20°C im Freien habe ich überlegt, wie ich Luft in den Sack bekomme, es war sehr warm. Das Inlet kann man auch als Decke in der Pause benutzen. Wir fahren viel Kajak, der Sack und das Inlet trocknen schnell und nehmen auch von der Feuchtigkeit kaum Schaden.
Beim Lodge - Trekking solltest Du wohl eher darauf achten, dass der Schlafsack Ungeziefer-Resistent ist. :D
Aber mal im Ernst. Vom reinen Hüttenschlafsack würde ich abraten. Wenn Du nicht allzu empfindlich bist, ist Komfortbereich -5°C wohl geeignet. Wenn Du spät ankommst, keinen Platz mehr findest - musst Du natürlich höher rangehen, weil kalt.
Grüsse aus der Mark Brandenburg
Jens