Ingrid
28.03.2005, 12:58
Hallo liebes Forum,
zunächst einmal ein herzliches Danke an Andreas :-) , der mir erlaubt (und mich ermutigt hat), hier mein „Lebenswerk“ vorzustellen, und Euch um Mithilfe zu bitten, daß es nicht an der Realität vorbei geplant wird, sondern das wird, was es sein soll: ein wunderschöner Ort, an dem sich alle wohlfühlen, die Berge lieben.
Hab ja hier schon das eine oder andere gepostet, bei dem zwischen den Zeilen was über mich steht, aber vielleicht sollte ich mich doch nochmal kurz vorstellen:
Bin 45, seit ca. 16 Jahren in „Arbeit und Brot“ (technisches Marketing) bei einer recht großen Firma. Mein Job macht mir Spaß, bin dort glücklicherweise viel auf dem Globus herumgekommen, Südamerika, Asien, USA, Südafrika. Mir hat schon immer das „Zusammensein“ mit Menschen aller Kulturen Spaß gemacht, ich habe sehr viel in allen Ecken dieser Welt gelernt. Entsprechend bin ich auch in meiner Freizeit am liebsten so unterwegs – rumreisen, viel sehen, viel erleben, viel kennenlernen, viel lernen.
Alles das mit meinem geliebten Rucksäcki und dem Zelt und all dem anderen Geraffel, was man so braucht. Dabei bin ich lieber in Ecken unterwegs, die noch nicht so bekannt sind, weil diese für mich mehr von ihrer Ursprünglichkeit bewahren (vielleicht ein Vorurteil).
Und seit Jahren sitzt in meinem Kopf dieser Gedanke, selbst in den Bereich „Tourismus“ einzusteigen. Blödes Wort, mir fällt aber nichts besseres ein.
Natürlich sollte das was für Rucksackreisende sein, und auch für Menschen wie (letztendlich) mich, die also im Job recht heftig zu tun haben, und wenn sie Urlaub machen, ihrer Seele was Gutes tun wollen. Nur was man selbst kennt, macht man am besten (denke ich).
Ein Platz mit „Betten“, und allem, was es an Outdooraktivitäten gibt, in jedem Fall aber Pferde, und Trekkingmöglichkeit.
Seit ca. 7 Jahren suche ich also sporadisch nach DEM Platz, an dem sich meine Seele wohl fühlt, und an dem ich den Lebenstraum realisieren werde. Hab an Kolumbien gedacht, an der Küste, auch an Sizilien, an die Picos de Europa, und natürlich an mein geliebtes Patagonien.
Als ich dann Ende letzten Jahres zu meinem 2-Monatstrip „Patagonien“ aufgebrochen bin, wußte ich, daß ich es dort finde.
Was ich allerdings nicht wußte war, daß es ausgerechnet bei Mendoza liegt, also nicht wirklich Patagonien. Ich bin aus Zufall zunächst in Mendoza gelandet, weil ein Kumpel sich dort mit mir treffen wollte.
Und als ich im Bus saß, morgens, und diese unendliche Weite der Cordillere auf mich zukommen sah, ist es passiert – eine Faszination, wie ich sie nie zuvor erlebt habe.
Lange Rede kurzer Sinn – ich war 2 Wochen in Mendoza, bin geritten, bin gewandert, habe den Wein genossen. Dann kam ein kurzer Abstecher nach Nordpatagonien, die Gegend um Bariloche, El Bolson, Villa La Angostura und San Martin de los Andes.
Aber immer saß der Cerro del Plata (6100 m, südwestlich von Mendoza) in meinem Kopf, und so kam – mußte - ich dann wieder nach Mendoza zurück. Und 4 Tage später fand ich ihn, den Platz, an dem ich wußte – hier ist es, hier und nirgendwo sonst werde ich für den Rest meines Lebens leben.
Und obwohl ich sonst ein nüchterner Chemiker bin (ähm), habe ich dort gelernt, an Schicksal zu glauben ;) . Während meiner ganzen Überlegungen, wo denn der Platz sein wird, war meine größte Sorge, daß ich jemanden finden müßte, der genauso idealistisch ist wie ich, und der sich um die Outdoor Aktivitäten kümmern würde. Idealistisch, damit meine ich, daß es mir nicht darum geht, meine zukünftigen Gäste abzuzocken, sondern lieber was kleines zu bauen, als Unmengen von Übernachtungsmöglichkeiten, die ich dann doch nicht „handlen“ kann. Die Leute sollen sich wohlfühlen, individuell das bekommen, was sie sich vorstellen oder wünschen, und nie das Gefühl haben, in einem Massenunternehmen gelandet zu sein.
Und was die Outdoor Aktivitäten betrifft – nicht das 0-8-15 Zeug, das jeder anbietet, sondern Aktivitäten, die immer einen Bezug zum Land haben, wo man also was über das Land, den Boden, die Pflanzen, die Tiere lernt, das Wetter, die Leute, die Kultur. Kurzum – wo die Leute mehr mitnehmen, als sie mitgebracht haben.
Und genau diesen Menschen habe ich dort, genau in diesem Mendoza getroffen. Er ist halb so alt wie ich, aber besitzt trotz seiner 22 bereits eine ziemliche „Reife“ (blödes Wort), vielleicht weil einer seiner Großmütter Indigena ist, und er in den Bergen aufgewachsen ist und sozusagen jeden Stein kennt. Er ist Guia Nacional, hat ein unglaubliches Wissen über die Provinz, besitzt die Gabe, zu reden und zu schweigen, ganz im richtigen Moment, und jeden immer in alles einzubeziehen. Ich hatte vorher 3 Touren mit ihm gemacht, und dann noch einen Trip in den Süden der Provinz – und nach 3 Wochen täglichem Zusammensein war ich mir sicher, daß er es ist. Wir denken in so vielen Dingen absolut identisch – einer sprach immer das aus, was der andere gerade dachte, wenn es um die Planung ging.
Ah, und nun zu dem Wichtigsten: DER Platz:
Er liegt 70 km südwestlich von Mendoza entfernt, sozusagen am Fuß des Cerro del Plata (siehe oben), auf 2300 m Höhe, 17 km von der Ruta 7 entfernt (der Hauptverbindung zwischen Buenos Aires und Santiago de Chile). 1 km entfernt liegt ein kleines Skigebiet, und an der Ruta 7 liegt ein Stausee, der bald eröffnet wird, gespeist vom Rio Mendoza, der Rafting Klasse 4 hat. Der Hausberg, Pico Franke (sichtbar vom Grundstück) ist 5100 m hoch, und drum herum liegen lauter 4000-er und 5000-er. Hinterm Grundstück fließt ein Fluß, gespeist vom Cerro del Plata, also immer wasserführend.
Und nun das allerwichtigste – das, wobei ich Eure Hilfe brauche, damit es wirklich DER Platz wird.
Das Grundstück ist 6000 m2 groß, ziemlich uneben und voller Hagebuttenbüsche. Hier und da liegen Steine, teilweise ziemlich große. Es ist also recht „wild“, was aber so bleiben wird an den Stellen, an denen wir nichts bauen. Es hat genug ebene Flächen, auf denen wir die Häuser errichten wollen.
Geplant ist also:
1 Haupthaus mit Restaurant (in dem ich den Kochlöffel schwingen werde), Aufenthaltsraum, Terrasse / Balkon mit freier Sicht auf die Berge und irgendwo ein PC für Internet;
1 Haus mit 4 Schlafsälen (5 Zimmer mit je 4 Betten), Dusche, WC – für die Bergsteiger und Trekkis;
5-10 Cabanas, also kleine Ferienhäuser, mindestens 1 (vielleicht 2) für 2 Personen, die anderen für 6 bis 12 Personen. Alle so angeordnet, daß die Terrassen Blick auf die Berge haben. Alle mit Bad und Küche.
Durch die Unebenheit des Grundstückes können wir einen kleinen Wasserfall anlegen, der dann in ein Flüßchen und einen kleinen See am Haupthaus übergeht.
Restaurant:
Ich versuche mich also als Koch. Habe rein überhaupt keine Ambitionen auf Sterne (die haben wir nachts genug am Himmel :-) ), sondern daß es schmeckt. Bisher hab ich keine Klagen gehört, wenn ich zu Hause meine Riesenparties veranstaltet habe und vom Herd nicht wegkam :-) .
Es soll „internationale“ Küche geben, also einige Schmankerln aus meiner Geburts-Heimat, dem Saarland, und Dinge, die ich auf meinen Reisen schätzen (und kochen-) gelernt habe: Gazpacho, Apfelstrudl, Spätzle, Moussaka, Tzatziki, WOK Gerichte, und vieles mehr. Weil ich ab und an mal eine vegetarische Phase habe, wird es auch viel vegetarisches geben. Immer mal was Neues, denn ich probier auch gern neues aus.
Und natürlich argentische Spezialitäten. Maxi (mein Partner) ist ein meister im Asado bereiten, wilder Thymian wächst den Berg hoch, ist also immer da :) . Und natürlich werde ich mir auch einen „Lebensmittel“-Garten anlegen, wo ich alles anbaue, was wächst und ich zum Kochen brauche. Ökoanbau selbstverständlich.
Wir planen, auf der Website, die ich wohl bald anfangen werde, zu basteln, bei der Anmeldung ein Feld „Essenswünsche“ aufzunehmen, in dem dann vegetarisch angekreuzt werden kann, und auch spezielle Wünsche aufgeführt werden können.
Getränke – Maxi kennt zig Mixgetränke und kann sie auch zubereiten, so daß er dann abends an der Bar die einzelnen Wünsche erfüllen kann. Als leidenschaftlicher Teetrinker werde ich dafür sorgen, daß immer genug verschiedene Tees da sind. Bisher hab ich in Argentinien noch nicht alles gefunden, was ich hier gern trinke, aber zur Not lasse ich mir was als Care Paket schicken. Grünen japanischen wird es auch geben, meine Freunde in Japan haben mir schon die Care Pakete versprochen :-) .
Und natürlich Wein ! Mendoza ist die größte Weinanbaugegend von Argentinien und produziert herrlichsten Wein. Allein vom Gedanken an den Shiraz läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Wir werden mit ein paar Weingütern zusammenarbeiten, d.h. deren Weine auf der Getränkekarte haben, und dann natürlich auch Touren auf deren Güter anbieten (wir fahren die Gäste hin, die Weingüter machen die Touren).
Im Aufenthaltsraum, der von allen Gästen benutzt werden kann, wird unsere umfangreiche Berg- und Reise-Bibiothek zusammengetan – eine fröhliche Mischung aus englischen, deutschen und spanischen Büchern. Natürlich vorwiegend Argentinien, aber auch anderes, z.B. Tibet, Himalaya, Spanien, die schönen Teile von Nordamerika, Japan.
Außerdem wird es für fast jeden Geschmack Krimis und sonstige Lesebücher geben, zum Ausleihen während des Aufenthalts. Später auch eine Tauschbibliothek („ich lass eins da und nimm eins mit“ – so wie das sonst überall funktioniert).
Und wir brauchen natürlich auch einen Internetanschluß, so daß wir das Netz dann auch zur Verfügung stellen können.
Ein Schwarzes Brett mit möglichen Touren (welche, die wir selbst anbieten, und welche, die wir empfehlen), und natürlich auch mit Infos zu anderen Teilen von Argentinien und Chile. Bei meinen Reisen dort unten habe ich so viele gemütliche Plätzchen kennengerlernt, die ich natürlich auch empfehlen werde, wir werden also Prospekte der einzelnen Hostels, Campingplätze, Refugios, Tourmöglichkeiten auslegen, und wenn gewünscht, dort auch vorausbuchen. Maxi wiederum kennt sich in der Provinz Mendoza und San Juan und San Luis aus, und wird da auch entsprechende Hilfestellungen geben.
Natürlich auch Wetterverhältnisse.
Musik – selbstverständlich, ein wilder Mix aus Klassik und Latino Musik, und guten alten Rock.
Und wenn die Bücher alle ausgelesen sind, und die Musik ausgehört ist, gibt es auch TV mit Video, bin gerade dabei, meine „Tatort“ Sammlung möglichst anwachsen zu lassen. Gibt aber auch Bergfilme (Everest, Patagonien) und Krimis.
Auf der Terrasse wird es Hängematten geben, für die Sommertage und die Sommerabende.
Die Cabanas werden nach „Ländern“ eingerichtet, ich nehme alle meine Mitbringsel aus aller Welt mit, und kann sogar Japanern ein gewisses Stück Heimat geben (hihi).
Man wird wählen können zwischen „all inclusive“ (also Essen im Restaurant, täglicher Reinigungsservice, Bereitstellung aller „Textilien“) oder „nichts“ (alles wird selbst mitgebracht, selbst gekocht und selbst gereinigt), d.h. jeweils mit entsprechenden Preisunterschieden.
Im Dormitorio Gebäude wird es heiße Duschen, WCs, Möglichkeit zum Waschen und einen Kühlschrank geben, und wie gesagt, der Aufenthaltsraum des Haupthauses kann benutzt werden. In der Küche werde ich eine Ecke haben, in der die Dormitorio Gäste kochen können.
Und weil wir beide natürlich viel Ausrüstung besitzen, so kann immer mal was verliehen werden, wenn was vergessen wurde.
Und weil ich mich schon immer mit Kräutern und deren Wirkkräften befaßt habe, habe ich das Glück, daß ein Kumpel von uns mir alles über die dortigen Kräuter beibringen wird, so daß wir sie für alles Mögliche verwenden können: Herstellung von Ölen, Cremes, fürs Essen, als Heilkräuter-Zubereitung, usw.
(hier muß ich erst mal aufhören und in Teil 2 weitermachen, hab sonst zuviele Zeichen)
zunächst einmal ein herzliches Danke an Andreas :-) , der mir erlaubt (und mich ermutigt hat), hier mein „Lebenswerk“ vorzustellen, und Euch um Mithilfe zu bitten, daß es nicht an der Realität vorbei geplant wird, sondern das wird, was es sein soll: ein wunderschöner Ort, an dem sich alle wohlfühlen, die Berge lieben.
Hab ja hier schon das eine oder andere gepostet, bei dem zwischen den Zeilen was über mich steht, aber vielleicht sollte ich mich doch nochmal kurz vorstellen:
Bin 45, seit ca. 16 Jahren in „Arbeit und Brot“ (technisches Marketing) bei einer recht großen Firma. Mein Job macht mir Spaß, bin dort glücklicherweise viel auf dem Globus herumgekommen, Südamerika, Asien, USA, Südafrika. Mir hat schon immer das „Zusammensein“ mit Menschen aller Kulturen Spaß gemacht, ich habe sehr viel in allen Ecken dieser Welt gelernt. Entsprechend bin ich auch in meiner Freizeit am liebsten so unterwegs – rumreisen, viel sehen, viel erleben, viel kennenlernen, viel lernen.
Alles das mit meinem geliebten Rucksäcki und dem Zelt und all dem anderen Geraffel, was man so braucht. Dabei bin ich lieber in Ecken unterwegs, die noch nicht so bekannt sind, weil diese für mich mehr von ihrer Ursprünglichkeit bewahren (vielleicht ein Vorurteil).
Und seit Jahren sitzt in meinem Kopf dieser Gedanke, selbst in den Bereich „Tourismus“ einzusteigen. Blödes Wort, mir fällt aber nichts besseres ein.
Natürlich sollte das was für Rucksackreisende sein, und auch für Menschen wie (letztendlich) mich, die also im Job recht heftig zu tun haben, und wenn sie Urlaub machen, ihrer Seele was Gutes tun wollen. Nur was man selbst kennt, macht man am besten (denke ich).
Ein Platz mit „Betten“, und allem, was es an Outdooraktivitäten gibt, in jedem Fall aber Pferde, und Trekkingmöglichkeit.
Seit ca. 7 Jahren suche ich also sporadisch nach DEM Platz, an dem sich meine Seele wohl fühlt, und an dem ich den Lebenstraum realisieren werde. Hab an Kolumbien gedacht, an der Küste, auch an Sizilien, an die Picos de Europa, und natürlich an mein geliebtes Patagonien.
Als ich dann Ende letzten Jahres zu meinem 2-Monatstrip „Patagonien“ aufgebrochen bin, wußte ich, daß ich es dort finde.
Was ich allerdings nicht wußte war, daß es ausgerechnet bei Mendoza liegt, also nicht wirklich Patagonien. Ich bin aus Zufall zunächst in Mendoza gelandet, weil ein Kumpel sich dort mit mir treffen wollte.
Und als ich im Bus saß, morgens, und diese unendliche Weite der Cordillere auf mich zukommen sah, ist es passiert – eine Faszination, wie ich sie nie zuvor erlebt habe.
Lange Rede kurzer Sinn – ich war 2 Wochen in Mendoza, bin geritten, bin gewandert, habe den Wein genossen. Dann kam ein kurzer Abstecher nach Nordpatagonien, die Gegend um Bariloche, El Bolson, Villa La Angostura und San Martin de los Andes.
Aber immer saß der Cerro del Plata (6100 m, südwestlich von Mendoza) in meinem Kopf, und so kam – mußte - ich dann wieder nach Mendoza zurück. Und 4 Tage später fand ich ihn, den Platz, an dem ich wußte – hier ist es, hier und nirgendwo sonst werde ich für den Rest meines Lebens leben.
Und obwohl ich sonst ein nüchterner Chemiker bin (ähm), habe ich dort gelernt, an Schicksal zu glauben ;) . Während meiner ganzen Überlegungen, wo denn der Platz sein wird, war meine größte Sorge, daß ich jemanden finden müßte, der genauso idealistisch ist wie ich, und der sich um die Outdoor Aktivitäten kümmern würde. Idealistisch, damit meine ich, daß es mir nicht darum geht, meine zukünftigen Gäste abzuzocken, sondern lieber was kleines zu bauen, als Unmengen von Übernachtungsmöglichkeiten, die ich dann doch nicht „handlen“ kann. Die Leute sollen sich wohlfühlen, individuell das bekommen, was sie sich vorstellen oder wünschen, und nie das Gefühl haben, in einem Massenunternehmen gelandet zu sein.
Und was die Outdoor Aktivitäten betrifft – nicht das 0-8-15 Zeug, das jeder anbietet, sondern Aktivitäten, die immer einen Bezug zum Land haben, wo man also was über das Land, den Boden, die Pflanzen, die Tiere lernt, das Wetter, die Leute, die Kultur. Kurzum – wo die Leute mehr mitnehmen, als sie mitgebracht haben.
Und genau diesen Menschen habe ich dort, genau in diesem Mendoza getroffen. Er ist halb so alt wie ich, aber besitzt trotz seiner 22 bereits eine ziemliche „Reife“ (blödes Wort), vielleicht weil einer seiner Großmütter Indigena ist, und er in den Bergen aufgewachsen ist und sozusagen jeden Stein kennt. Er ist Guia Nacional, hat ein unglaubliches Wissen über die Provinz, besitzt die Gabe, zu reden und zu schweigen, ganz im richtigen Moment, und jeden immer in alles einzubeziehen. Ich hatte vorher 3 Touren mit ihm gemacht, und dann noch einen Trip in den Süden der Provinz – und nach 3 Wochen täglichem Zusammensein war ich mir sicher, daß er es ist. Wir denken in so vielen Dingen absolut identisch – einer sprach immer das aus, was der andere gerade dachte, wenn es um die Planung ging.
Ah, und nun zu dem Wichtigsten: DER Platz:
Er liegt 70 km südwestlich von Mendoza entfernt, sozusagen am Fuß des Cerro del Plata (siehe oben), auf 2300 m Höhe, 17 km von der Ruta 7 entfernt (der Hauptverbindung zwischen Buenos Aires und Santiago de Chile). 1 km entfernt liegt ein kleines Skigebiet, und an der Ruta 7 liegt ein Stausee, der bald eröffnet wird, gespeist vom Rio Mendoza, der Rafting Klasse 4 hat. Der Hausberg, Pico Franke (sichtbar vom Grundstück) ist 5100 m hoch, und drum herum liegen lauter 4000-er und 5000-er. Hinterm Grundstück fließt ein Fluß, gespeist vom Cerro del Plata, also immer wasserführend.
Und nun das allerwichtigste – das, wobei ich Eure Hilfe brauche, damit es wirklich DER Platz wird.
Das Grundstück ist 6000 m2 groß, ziemlich uneben und voller Hagebuttenbüsche. Hier und da liegen Steine, teilweise ziemlich große. Es ist also recht „wild“, was aber so bleiben wird an den Stellen, an denen wir nichts bauen. Es hat genug ebene Flächen, auf denen wir die Häuser errichten wollen.
Geplant ist also:
1 Haupthaus mit Restaurant (in dem ich den Kochlöffel schwingen werde), Aufenthaltsraum, Terrasse / Balkon mit freier Sicht auf die Berge und irgendwo ein PC für Internet;
1 Haus mit 4 Schlafsälen (5 Zimmer mit je 4 Betten), Dusche, WC – für die Bergsteiger und Trekkis;
5-10 Cabanas, also kleine Ferienhäuser, mindestens 1 (vielleicht 2) für 2 Personen, die anderen für 6 bis 12 Personen. Alle so angeordnet, daß die Terrassen Blick auf die Berge haben. Alle mit Bad und Küche.
Durch die Unebenheit des Grundstückes können wir einen kleinen Wasserfall anlegen, der dann in ein Flüßchen und einen kleinen See am Haupthaus übergeht.
Restaurant:
Ich versuche mich also als Koch. Habe rein überhaupt keine Ambitionen auf Sterne (die haben wir nachts genug am Himmel :-) ), sondern daß es schmeckt. Bisher hab ich keine Klagen gehört, wenn ich zu Hause meine Riesenparties veranstaltet habe und vom Herd nicht wegkam :-) .
Es soll „internationale“ Küche geben, also einige Schmankerln aus meiner Geburts-Heimat, dem Saarland, und Dinge, die ich auf meinen Reisen schätzen (und kochen-) gelernt habe: Gazpacho, Apfelstrudl, Spätzle, Moussaka, Tzatziki, WOK Gerichte, und vieles mehr. Weil ich ab und an mal eine vegetarische Phase habe, wird es auch viel vegetarisches geben. Immer mal was Neues, denn ich probier auch gern neues aus.
Und natürlich argentische Spezialitäten. Maxi (mein Partner) ist ein meister im Asado bereiten, wilder Thymian wächst den Berg hoch, ist also immer da :) . Und natürlich werde ich mir auch einen „Lebensmittel“-Garten anlegen, wo ich alles anbaue, was wächst und ich zum Kochen brauche. Ökoanbau selbstverständlich.
Wir planen, auf der Website, die ich wohl bald anfangen werde, zu basteln, bei der Anmeldung ein Feld „Essenswünsche“ aufzunehmen, in dem dann vegetarisch angekreuzt werden kann, und auch spezielle Wünsche aufgeführt werden können.
Getränke – Maxi kennt zig Mixgetränke und kann sie auch zubereiten, so daß er dann abends an der Bar die einzelnen Wünsche erfüllen kann. Als leidenschaftlicher Teetrinker werde ich dafür sorgen, daß immer genug verschiedene Tees da sind. Bisher hab ich in Argentinien noch nicht alles gefunden, was ich hier gern trinke, aber zur Not lasse ich mir was als Care Paket schicken. Grünen japanischen wird es auch geben, meine Freunde in Japan haben mir schon die Care Pakete versprochen :-) .
Und natürlich Wein ! Mendoza ist die größte Weinanbaugegend von Argentinien und produziert herrlichsten Wein. Allein vom Gedanken an den Shiraz läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Wir werden mit ein paar Weingütern zusammenarbeiten, d.h. deren Weine auf der Getränkekarte haben, und dann natürlich auch Touren auf deren Güter anbieten (wir fahren die Gäste hin, die Weingüter machen die Touren).
Im Aufenthaltsraum, der von allen Gästen benutzt werden kann, wird unsere umfangreiche Berg- und Reise-Bibiothek zusammengetan – eine fröhliche Mischung aus englischen, deutschen und spanischen Büchern. Natürlich vorwiegend Argentinien, aber auch anderes, z.B. Tibet, Himalaya, Spanien, die schönen Teile von Nordamerika, Japan.
Außerdem wird es für fast jeden Geschmack Krimis und sonstige Lesebücher geben, zum Ausleihen während des Aufenthalts. Später auch eine Tauschbibliothek („ich lass eins da und nimm eins mit“ – so wie das sonst überall funktioniert).
Und wir brauchen natürlich auch einen Internetanschluß, so daß wir das Netz dann auch zur Verfügung stellen können.
Ein Schwarzes Brett mit möglichen Touren (welche, die wir selbst anbieten, und welche, die wir empfehlen), und natürlich auch mit Infos zu anderen Teilen von Argentinien und Chile. Bei meinen Reisen dort unten habe ich so viele gemütliche Plätzchen kennengerlernt, die ich natürlich auch empfehlen werde, wir werden also Prospekte der einzelnen Hostels, Campingplätze, Refugios, Tourmöglichkeiten auslegen, und wenn gewünscht, dort auch vorausbuchen. Maxi wiederum kennt sich in der Provinz Mendoza und San Juan und San Luis aus, und wird da auch entsprechende Hilfestellungen geben.
Natürlich auch Wetterverhältnisse.
Musik – selbstverständlich, ein wilder Mix aus Klassik und Latino Musik, und guten alten Rock.
Und wenn die Bücher alle ausgelesen sind, und die Musik ausgehört ist, gibt es auch TV mit Video, bin gerade dabei, meine „Tatort“ Sammlung möglichst anwachsen zu lassen. Gibt aber auch Bergfilme (Everest, Patagonien) und Krimis.
Auf der Terrasse wird es Hängematten geben, für die Sommertage und die Sommerabende.
Die Cabanas werden nach „Ländern“ eingerichtet, ich nehme alle meine Mitbringsel aus aller Welt mit, und kann sogar Japanern ein gewisses Stück Heimat geben (hihi).
Man wird wählen können zwischen „all inclusive“ (also Essen im Restaurant, täglicher Reinigungsservice, Bereitstellung aller „Textilien“) oder „nichts“ (alles wird selbst mitgebracht, selbst gekocht und selbst gereinigt), d.h. jeweils mit entsprechenden Preisunterschieden.
Im Dormitorio Gebäude wird es heiße Duschen, WCs, Möglichkeit zum Waschen und einen Kühlschrank geben, und wie gesagt, der Aufenthaltsraum des Haupthauses kann benutzt werden. In der Küche werde ich eine Ecke haben, in der die Dormitorio Gäste kochen können.
Und weil wir beide natürlich viel Ausrüstung besitzen, so kann immer mal was verliehen werden, wenn was vergessen wurde.
Und weil ich mich schon immer mit Kräutern und deren Wirkkräften befaßt habe, habe ich das Glück, daß ein Kumpel von uns mir alles über die dortigen Kräuter beibringen wird, so daß wir sie für alles Mögliche verwenden können: Herstellung von Ölen, Cremes, fürs Essen, als Heilkräuter-Zubereitung, usw.
(hier muß ich erst mal aufhören und in Teil 2 weitermachen, hab sonst zuviele Zeichen)