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Vollständige Version anzeigen : Umfrage - wie sieht für Euch die ideale Trekking-Lodge aus?


Ingrid
28.03.2005, 12:58
Hallo liebes Forum,



zunächst einmal ein herzliches Danke an Andreas :-) , der mir erlaubt (und mich ermutigt hat), hier mein „Lebenswerk“ vorzustellen, und Euch um Mithilfe zu bitten, daß es nicht an der Realität vorbei geplant wird, sondern das wird, was es sein soll: ein wunderschöner Ort, an dem sich alle wohlfühlen, die Berge lieben.



Hab ja hier schon das eine oder andere gepostet, bei dem zwischen den Zeilen was über mich steht, aber vielleicht sollte ich mich doch nochmal kurz vorstellen:

Bin 45, seit ca. 16 Jahren in „Arbeit und Brot“ (technisches Marketing) bei einer recht großen Firma. Mein Job macht mir Spaß, bin dort glücklicherweise viel auf dem Globus herumgekommen, Südamerika, Asien, USA, Südafrika. Mir hat schon immer das „Zusammensein“ mit Menschen aller Kulturen Spaß gemacht, ich habe sehr viel in allen Ecken dieser Welt gelernt. Entsprechend bin ich auch in meiner Freizeit am liebsten so unterwegs – rumreisen, viel sehen, viel erleben, viel kennenlernen, viel lernen.

Alles das mit meinem geliebten Rucksäcki und dem Zelt und all dem anderen Geraffel, was man so braucht. Dabei bin ich lieber in Ecken unterwegs, die noch nicht so bekannt sind, weil diese für mich mehr von ihrer Ursprünglichkeit bewahren (vielleicht ein Vorurteil).



Und seit Jahren sitzt in meinem Kopf dieser Gedanke, selbst in den Bereich „Tourismus“ einzusteigen. Blödes Wort, mir fällt aber nichts besseres ein.

Natürlich sollte das was für Rucksackreisende sein, und auch für Menschen wie (letztendlich) mich, die also im Job recht heftig zu tun haben, und wenn sie Urlaub machen, ihrer Seele was Gutes tun wollen. Nur was man selbst kennt, macht man am besten (denke ich).

Ein Platz mit „Betten“, und allem, was es an Outdooraktivitäten gibt, in jedem Fall aber Pferde, und Trekkingmöglichkeit.

Seit ca. 7 Jahren suche ich also sporadisch nach DEM Platz, an dem sich meine Seele wohl fühlt, und an dem ich den Lebenstraum realisieren werde. Hab an Kolumbien gedacht, an der Küste, auch an Sizilien, an die Picos de Europa, und natürlich an mein geliebtes Patagonien.

Als ich dann Ende letzten Jahres zu meinem 2-Monatstrip „Patagonien“ aufgebrochen bin, wußte ich, daß ich es dort finde.

Was ich allerdings nicht wußte war, daß es ausgerechnet bei Mendoza liegt, also nicht wirklich Patagonien. Ich bin aus Zufall zunächst in Mendoza gelandet, weil ein Kumpel sich dort mit mir treffen wollte.

Und als ich im Bus saß, morgens, und diese unendliche Weite der Cordillere auf mich zukommen sah, ist es passiert – eine Faszination, wie ich sie nie zuvor erlebt habe.

Lange Rede kurzer Sinn – ich war 2 Wochen in Mendoza, bin geritten, bin gewandert, habe den Wein genossen. Dann kam ein kurzer Abstecher nach Nordpatagonien, die Gegend um Bariloche, El Bolson, Villa La Angostura und San Martin de los Andes.

Aber immer saß der Cerro del Plata (6100 m, südwestlich von Mendoza) in meinem Kopf, und so kam – mußte - ich dann wieder nach Mendoza zurück. Und 4 Tage später fand ich ihn, den Platz, an dem ich wußte – hier ist es, hier und nirgendwo sonst werde ich für den Rest meines Lebens leben.



Und obwohl ich sonst ein nüchterner Chemiker bin (ähm), habe ich dort gelernt, an Schicksal zu glauben ;) . Während meiner ganzen Überlegungen, wo denn der Platz sein wird, war meine größte Sorge, daß ich jemanden finden müßte, der genauso idealistisch ist wie ich, und der sich um die Outdoor Aktivitäten kümmern würde. Idealistisch, damit meine ich, daß es mir nicht darum geht, meine zukünftigen Gäste abzuzocken, sondern lieber was kleines zu bauen, als Unmengen von Übernachtungsmöglichkeiten, die ich dann doch nicht „handlen“ kann. Die Leute sollen sich wohlfühlen, individuell das bekommen, was sie sich vorstellen oder wünschen, und nie das Gefühl haben, in einem Massenunternehmen gelandet zu sein.

Und was die Outdoor Aktivitäten betrifft – nicht das 0-8-15 Zeug, das jeder anbietet, sondern Aktivitäten, die immer einen Bezug zum Land haben, wo man also was über das Land, den Boden, die Pflanzen, die Tiere lernt, das Wetter, die Leute, die Kultur. Kurzum – wo die Leute mehr mitnehmen, als sie mitgebracht haben.

Und genau diesen Menschen habe ich dort, genau in diesem Mendoza getroffen. Er ist halb so alt wie ich, aber besitzt trotz seiner 22 bereits eine ziemliche „Reife“ (blödes Wort), vielleicht weil einer seiner Großmütter Indigena ist, und er in den Bergen aufgewachsen ist und sozusagen jeden Stein kennt. Er ist Guia Nacional, hat ein unglaubliches Wissen über die Provinz, besitzt die Gabe, zu reden und zu schweigen, ganz im richtigen Moment, und jeden immer in alles einzubeziehen. Ich hatte vorher 3 Touren mit ihm gemacht, und dann noch einen Trip in den Süden der Provinz – und nach 3 Wochen täglichem Zusammensein war ich mir sicher, daß er es ist. Wir denken in so vielen Dingen absolut identisch – einer sprach immer das aus, was der andere gerade dachte, wenn es um die Planung ging.



Ah, und nun zu dem Wichtigsten: DER Platz:

Er liegt 70 km südwestlich von Mendoza entfernt, sozusagen am Fuß des Cerro del Plata (siehe oben), auf 2300 m Höhe, 17 km von der Ruta 7 entfernt (der Hauptverbindung zwischen Buenos Aires und Santiago de Chile). 1 km entfernt liegt ein kleines Skigebiet, und an der Ruta 7 liegt ein Stausee, der bald eröffnet wird, gespeist vom Rio Mendoza, der Rafting Klasse 4 hat. Der Hausberg, Pico Franke (sichtbar vom Grundstück) ist 5100 m hoch, und drum herum liegen lauter 4000-er und 5000-er. Hinterm Grundstück fließt ein Fluß, gespeist vom Cerro del Plata, also immer wasserführend.



Und nun das allerwichtigste – das, wobei ich Eure Hilfe brauche, damit es wirklich DER Platz wird.

Das Grundstück ist 6000 m2 groß, ziemlich uneben und voller Hagebuttenbüsche. Hier und da liegen Steine, teilweise ziemlich große. Es ist also recht „wild“, was aber so bleiben wird an den Stellen, an denen wir nichts bauen. Es hat genug ebene Flächen, auf denen wir die Häuser errichten wollen.

Geplant ist also:

1 Haupthaus mit Restaurant (in dem ich den Kochlöffel schwingen werde), Aufenthaltsraum, Terrasse / Balkon mit freier Sicht auf die Berge und irgendwo ein PC für Internet;

1 Haus mit 4 Schlafsälen (5 Zimmer mit je 4 Betten), Dusche, WC – für die Bergsteiger und Trekkis;

5-10 Cabanas, also kleine Ferienhäuser, mindestens 1 (vielleicht 2) für 2 Personen, die anderen für 6 bis 12 Personen. Alle so angeordnet, daß die Terrassen Blick auf die Berge haben. Alle mit Bad und Küche.

Durch die Unebenheit des Grundstückes können wir einen kleinen Wasserfall anlegen, der dann in ein Flüßchen und einen kleinen See am Haupthaus übergeht.



Restaurant:

Ich versuche mich also als Koch. Habe rein überhaupt keine Ambitionen auf Sterne (die haben wir nachts genug am Himmel :-) ), sondern daß es schmeckt. Bisher hab ich keine Klagen gehört, wenn ich zu Hause meine Riesenparties veranstaltet habe und vom Herd nicht wegkam :-) .

Es soll „internationale“ Küche geben, also einige Schmankerln aus meiner Geburts-Heimat, dem Saarland, und Dinge, die ich auf meinen Reisen schätzen (und kochen-) gelernt habe: Gazpacho, Apfelstrudl, Spätzle, Moussaka, Tzatziki, WOK Gerichte, und vieles mehr. Weil ich ab und an mal eine vegetarische Phase habe, wird es auch viel vegetarisches geben. Immer mal was Neues, denn ich probier auch gern neues aus.

Und natürlich argentische Spezialitäten. Maxi (mein Partner) ist ein meister im Asado bereiten, wilder Thymian wächst den Berg hoch, ist also immer da :) . Und natürlich werde ich mir auch einen „Lebensmittel“-Garten anlegen, wo ich alles anbaue, was wächst und ich zum Kochen brauche. Ökoanbau selbstverständlich.

Wir planen, auf der Website, die ich wohl bald anfangen werde, zu basteln, bei der Anmeldung ein Feld „Essenswünsche“ aufzunehmen, in dem dann vegetarisch angekreuzt werden kann, und auch spezielle Wünsche aufgeführt werden können.

Getränke – Maxi kennt zig Mixgetränke und kann sie auch zubereiten, so daß er dann abends an der Bar die einzelnen Wünsche erfüllen kann. Als leidenschaftlicher Teetrinker werde ich dafür sorgen, daß immer genug verschiedene Tees da sind. Bisher hab ich in Argentinien noch nicht alles gefunden, was ich hier gern trinke, aber zur Not lasse ich mir was als Care Paket schicken. Grünen japanischen wird es auch geben, meine Freunde in Japan haben mir schon die Care Pakete versprochen :-) .

Und natürlich Wein ! Mendoza ist die größte Weinanbaugegend von Argentinien und produziert herrlichsten Wein. Allein vom Gedanken an den Shiraz läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Wir werden mit ein paar Weingütern zusammenarbeiten, d.h. deren Weine auf der Getränkekarte haben, und dann natürlich auch Touren auf deren Güter anbieten (wir fahren die Gäste hin, die Weingüter machen die Touren).



Im Aufenthaltsraum, der von allen Gästen benutzt werden kann, wird unsere umfangreiche Berg- und Reise-Bibiothek zusammengetan – eine fröhliche Mischung aus englischen, deutschen und spanischen Büchern. Natürlich vorwiegend Argentinien, aber auch anderes, z.B. Tibet, Himalaya, Spanien, die schönen Teile von Nordamerika, Japan.

Außerdem wird es für fast jeden Geschmack Krimis und sonstige Lesebücher geben, zum Ausleihen während des Aufenthalts. Später auch eine Tauschbibliothek („ich lass eins da und nimm eins mit“ – so wie das sonst überall funktioniert).

Und wir brauchen natürlich auch einen Internetanschluß, so daß wir das Netz dann auch zur Verfügung stellen können.

Ein Schwarzes Brett mit möglichen Touren (welche, die wir selbst anbieten, und welche, die wir empfehlen), und natürlich auch mit Infos zu anderen Teilen von Argentinien und Chile. Bei meinen Reisen dort unten habe ich so viele gemütliche Plätzchen kennengerlernt, die ich natürlich auch empfehlen werde, wir werden also Prospekte der einzelnen Hostels, Campingplätze, Refugios, Tourmöglichkeiten auslegen, und wenn gewünscht, dort auch vorausbuchen. Maxi wiederum kennt sich in der Provinz Mendoza und San Juan und San Luis aus, und wird da auch entsprechende Hilfestellungen geben.

Natürlich auch Wetterverhältnisse.

Musik – selbstverständlich, ein wilder Mix aus Klassik und Latino Musik, und guten alten Rock.

Und wenn die Bücher alle ausgelesen sind, und die Musik ausgehört ist, gibt es auch TV mit Video, bin gerade dabei, meine „Tatort“ Sammlung möglichst anwachsen zu lassen. Gibt aber auch Bergfilme (Everest, Patagonien) und Krimis.



Auf der Terrasse wird es Hängematten geben, für die Sommertage und die Sommerabende.



Die Cabanas werden nach „Ländern“ eingerichtet, ich nehme alle meine Mitbringsel aus aller Welt mit, und kann sogar Japanern ein gewisses Stück Heimat geben (hihi).

Man wird wählen können zwischen „all inclusive“ (also Essen im Restaurant, täglicher Reinigungsservice, Bereitstellung aller „Textilien“) oder „nichts“ (alles wird selbst mitgebracht, selbst gekocht und selbst gereinigt), d.h. jeweils mit entsprechenden Preisunterschieden.



Im Dormitorio Gebäude wird es heiße Duschen, WCs, Möglichkeit zum Waschen und einen Kühlschrank geben, und wie gesagt, der Aufenthaltsraum des Haupthauses kann benutzt werden. In der Küche werde ich eine Ecke haben, in der die Dormitorio Gäste kochen können.

Und weil wir beide natürlich viel Ausrüstung besitzen, so kann immer mal was verliehen werden, wenn was vergessen wurde.



Und weil ich mich schon immer mit Kräutern und deren Wirkkräften befaßt habe, habe ich das Glück, daß ein Kumpel von uns mir alles über die dortigen Kräuter beibringen wird, so daß wir sie für alles Mögliche verwenden können: Herstellung von Ölen, Cremes, fürs Essen, als Heilkräuter-Zubereitung, usw.

(hier muß ich erst mal aufhören und in Teil 2 weitermachen, hab sonst zuviele Zeichen)

Ingrid
28.03.2005, 12:58
... so, weiter im Text:


Outdoor Aktivitäten:

Reiten: wir werden ca. 10 Pferde haben, geführte Touren;

Trekking: es ist ein unglaublich vielfältiges Gebiet, mit allen Möglichkeiten, geführte Touren als auch auf eigene Faust; wir werden noch einen Plan der Gegend erstellen, bzw. den existierenden ausweiten, Touren markieren und ausmessen (km und Gehzeiten);

Expeditionen: Pico Franke (mit 5100 m) und Cerro del Plata (mit 6100 m) bieten sich an, Maxi hat schon mehrere Begehungen geführt; er kennt auch einen der besten Bergsteiger für den Aconcagua, so daß auch diejenigen nicht zu kurz kommen, die ihn besteigen wollen;

Rafting: Argentina Rafting ist 17 km entfernt, eine der renommierten Tour Operators für Rafting auf dem Rio Mendoza;

Kayak / Kanu: wir werden ein paar Kayaks und Kanus haben, die ausgeliehen werden können, um auf dem Stausee herumzufahren;

Windsurfen: soweit ich gehört habe, wird es ein Surfzentrum am Stausee geben, sobald der für den Tourismus freigegeben wird (ca. Ende 2006);

MTBs: wir werden auch ein paar MTBs zur Verfügung stellen, und aber vorher geeignete Strecken aussuchen – die Natur dort ist noch recht unberührt, und wir möchten gern, daß es noch eine Weile so bleibt (also keine wilden Fahrereien).



Und last but not least:

Die Gegend um Mendoza / Santiago hat viele Vulkane, entsprechend auch viele Thermen. Zwar ist Chile dafür mehr bekannt, aber an der Ruta 7, in Cacheuta, gibt es ein Hotel mit Thermalquellen. Man kann dort Tageskarten kaufen, und alle Einrichtungen nutzen (Sauna in einer Steinhöhle, Massagestrahl mit Thermalwasser, Pools mit 45° heißem Wasser, Fangopackungen, ein Schwimmbad und ein hervorragendes 3-Gänge Menü.



So, nachdem ich nun fast ellenlang geschrieben habe, was wir so vorhaben mit dem, was das Land zu bieten hat:



Wie stellt Ihr Euch Euren Traumurlaub vor ?

Was fehlt auf der Liste unserer Pläne ?

Was braucht Ihr ganz dringend, um zufrieden zu sein und heimzukommen und zu sagen „der Urlaub war toll“ ?

Was ist für Euch wichtig, wenn Ihr in einer „Trekkingbasis“ wohnt ?

.... und was Euch sonst noch so alles einfällt.



Ach ja, habe noch was wichtiges vergessen – den Namen.

Unser Platz heißt „Tierra del Alma“ (Land der Seele).

Es kann keinen anderen Namen geben, denn er reflektiert das, was es für uns ist, und was wir auch unseren Gästen bieten wollen.



Daher ist es wichtig für mich, Eure Meinung und Anregungen und Kritik zu hören (äh lesen).



Danke schon mal im Vorraus, und auch danke, daß Ihr bis jetzt das Lesen durchgehalten habt :-)

Ingrid

phacops
01.04.2005, 09:14
Liebe Ingrid,


von deinen Plänen, deinem Mut und Idealismus bin ich beeindruckt!

Nachdem ich gestern abend in AndreasW´s Spiti-Vortrag war und dabei von seinem intensiven Kontakt zur dortigen Bevölkerung mit ihrem kulturellen/religiösen Hintergrung beeindruckt wurde, fällt mir auf, daß du bisher die einheimische Bevölkerung nicht ausdrücklich in deine Pläne einbezogen hast.

Nun kenne ich Südamerika (leider!) noch zu wenig um zu wissen wie es mit der authochtonen Bevölkerung in "deinem Gebiet" aussieht. Ich könnte mir vorstellen, daß es eine sehr interessante Ergänzung des Konzeptes wäre, den Kontakt zu den Menschen im Land, ihren Lebensweisen, kulturellen und sonstigen Errungenschaften (einschließlich lokalen Festen etc) zu ermöglichen. Da du schreibst, daß dein Partner eine indigene Großmutter hat und so wohl noch Kontakt zu "seinen Leuten" hat, wäre ein Einstieg sicher nicht allzu schwer?


Und dann muß ich natürlich anregen, daß du einen Schwerpunkt auf die regionalen Speisen legst (bei den Getränken habe ich nach deinem posting keine Sorge :p ;) ).

Soweit meine zwei Cent.

Viel Erfolg!!

phacops

zlemba
01.04.2005, 20:49
hallo ingrid !


:-/ ich bewundere ja deinen mut und deine entschlossenheit, so etwas anzusprechen u ins auge zu fassen. aber ganz im ernst, hast du auch schon bedacht, welche mittel du dazu brauchst, um solche pläne ernsthaft in die tat umzusetzen. alleine die logistischen unternehmungen eines solchen projektes werden einer tätigkeit einer mittleren baufirma für die dauer von mindestens 1 jahr gerecht. über die finanziellen dimensionen und betriebswirtschaftlichen perspektiven möchte ich hier noch gar nicht reden.:) ;) aus deinen ausführungen geht jedoch hervor, daß du ernstlich daran denkst, solch ein projekt durchzuziehen. nun, hoffe ich doch sehr , daß die phantasie und vorfreude mit realem hintergrund gepaart sein möge, damit du deine träume verwirklichen kannst. ich wünsche dir dazu wirklich alles gute und hoffe, daß du :p :cool: die notwendige portion glück haben wirst.

ps: hast du schon einmal ganz normal haus gebaut ? - ich meine, im inland, ein einfamilienhaus mit keller, massiv und garage ? - wenn du die frage bejahen kannst , hast du gute voraussetzungen für deine pläne .


;) :) zlemba

Ingrid
04.04.2005, 18:53
Hi @phacops,

danke für Deine wichtige Anmerkung - hast vollkommen recht, das hab ich glatt vergessen, zu erwähnen..... Bei meinen früheren Ideen zu Kolumbien wollte ich damals sowas wie lokales Handwerk anbieten, und immer mal wieder eine Art "Kunstausstellung" machen, mit Bildern, Musikabenden usw.

Also Maxis Großmutter ist leider schon verstorben, aber er selbst hat sich ziemlich intensiv mit den Indigenas der Gegend befaßt. Wir wollen z.B. die Cabanas und verschiedene Gerichte oder Getränke schon mit lokalen Namen benennen.
Er kennt sich recht gut mit den "Wirkungen" der verschiedenen wilden Gewächse aus, also Kräuter, und sonstige Pflanzen und Bäume.
Und das mit den Sitten und Gebräuchen und Festen werden wir auch auf unsere Liste schreiben.
Das Schöne ist, in "unserem" Tal und dem Nachbartal leben relativ viele Gauchos, die also noch wie früher ihre Rinder durch die Gegend treiben. Mit denen haben wir uns schon angefreundet, und das heißt für die Zukunft: viele leckere Asados am Holzfeuer draußen mit Mate und Wein und endlosen Diskussionen oder Schweigen unter dem 5 Milliarden Sternehimmel.

Was Deine Vorliebe für kulinarische Genüsse betrifft - hihi, das hab ich ja schon in diversen Threads gelesen, daß Du ein Gourmet bist.
Keine Angst, die lokalen Speisen gibts im Überfluß. Ich hab im Januar Empanadas machen gelernt, und eine Freundin schreibt grad fleißig alle Empanada Rezepte der verschiedenen Provinzen auf, damit wir 1x die Woche eine neue Sorte "basteln" können.
Und auch der Rest wird berücksichtigt, Eintöpfe, Dulces und was sonst noch so auf den Speisekarten bei Oma steht :)
Also wenn ich mit Dir dann mal die Speisekarte besprechen dürfte, dann wäre das prachtvoll :-)


@zlemba:
ähm, also Mendoza liegt in Argentinien, d.h. die bautechnischen, finanziellen, betriebswirtschaftlichen, steuerlichen Bedingungen sind a weng anders als in Europa.
Was das finanzielle betrifft - nur mal so als Idee: ich hab 1,50 Euro für den erschlossenen (!!) m2 bezahlt. Was mich das Bauen der Gebäude kostet, schreib ich besser nicht, denn es ist ein Bruchteil dessen, was es hier kostet.
Argentinien hatte Währungscrash, der Peso, der früher 1 USD wert war, ist heute 0,3 USD wert - und gut und gern 0,27 Euro.
Außerdem hab ich schon bei mehreren Häusern hier mitgeholfen, sie nach deutschen Baugesetzen zu errichten, mein Vater ist Elektriker, ich habe ihm oft genug (auch bei unserem eigenen Haus) bei der Elektrik im Hausbau geholfen. Mein Großvater war Schreiner.
Eine Baufirma wird sich an uns keine goldene Nase verdienen, weil genau das auch ein wichtiger Aspekt an dem Projekt für mich ist: daß ich ab einem Zeitpunkt x nie wieder jeden Tag 10 Stunden die Maus über den Schreibtisch schubsen muß, sondern mit meinen eigenen Händen was erschaffe (dazu sie m.E. mal in der Evolution "erfunden" worden sind).
Aber danke, daß Du Dir darüber auch Gedanken gemacht hast.

LG Ingrid

phacops
04.04.2005, 19:04
Hi @phacops,

Keine Angst, die lokalen Speisen gibts im Überfluß. Ich hab im Januar Empanadas machen gelernt, und eine Freundin schreibt grad fleißig alle Empanada Rezepte der verschiedenen Provinzen auf, damit wir 1x die Woche eine neue Sorte "basteln" können.
Und auch der Rest wird berücksichtigt, Eintöpfe, Dulces und was sonst noch so auf den Speisekarten bei Oma steht :)
Also wenn ich mit Dir dann mal die Speisekarte besprechen dürfte, dann wäre das prachtvoll :-)

LG Ingrid
Und ich würde die natürlich am liebsten vor Ort nicht nur besprechen, sondern durchprobieren!! :p :-) ;) .
Halte uns also auf dem Laufenden, wann wir anreisen können. :cool:

Viel Glück und Erfolg und toitoitoi!

phacops

Ingrid
04.04.2005, 19:12
Hihihi :-)

aber ich hatte eh daran gedacht, vorher noch eine größere "Abschiedsparty" zu machen, irgendwo im Alpenraum, mit Freunden u.a. aus dem DAV und ÖAV.
Vielleicht könnten wir dann ja ein fröhliches Mix Treffen machen, irgendwo, wo man auf/an einer Hütte noch Lagerfeuer (=> Asado) bruzzeln darf.
Kitzbühel wäre ne Idee, nachdem ich letztes Jahr zum Treffen wegen "Land unter" nicht kommen konnte, und das für mich auch ein Stück Heimat ist.

Ab Dezember 05 wird das Haupthaus gebaut, aber wann der Putz-Koch anreist, weiß noch keiner. Bin noch in der Verhandlungsphase mit "Arbeit und Brot" hier. Idee wäre Nordhalbkugel-Sommer nächts Jahr, so daß dann einiges ab Südhalbkugel-Sommer aufnahmebereit wäre :-)
LG Ingrid

phacops
04.04.2005, 19:13
Ich hab im Januar Empanadas machen gelernt, und eine Freundin schreibt grad fleißig alle Empanada Rezepte der verschiedenen Provinzen auf Mir tropft der Zahn, wie Ute zu sagen pflegt http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/tongue.gif .
Über ein gelegentliches rezept oder sonstwas im thread Kulinarisches in Südamerika http://trekkingforum.com/forum/showthread.php?t=2203
freue sicher nicht nur ich mich http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif .

Gespannt...
und hungrig (also melde ich mich jetzt ab und gehe Essen... http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/tongue.gif )

phacops

Lungta
05.04.2005, 09:30
Hallo Ingrid,

deine Beschreibung klingt echt toll. Ich war zwar noch nie in Südamerika - mir war immer der Flug zu weit - aber das könnte mich schon verlocken. Wie ich hier grad bei Regen im Büro sitze, da bin ich richtig neidisch auf so ein Vorhaben. Ich habe den Eindruck, dass du alles sehr gut durchdacht hast, auch das Finanzielle. Falls du es nicht ohnehin schon gemacht haben solltest, wäre vielleicht ein Geschäftsplan (neudeutsch business plan) nicht schlecht mit den zu erwartenden Ausgaben und hoffentlich dann auch Einnahmen über die nächsten Jahre.

Was ich noch nicht erwähnt gefunden habe: wie sieht es mit der Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel aus? Ich kenne mich mit Südamerika wie gesagt nicht aus, habe aber immer gehört, dass die meisten dort mit dem Bus herumreisen.

Viel Spass bei der weiteren Planung, die sicherlich harte Arbeit ist, und viel Glück und gutes Gelingen für dein Vorhaben.

Christine

Ingrid
05.04.2005, 17:45
Hallo Christine,

jo, wenn ich aus dem fenster schaue, juckt es mich und ich muß auf "Roboter" umschalten, um die Zeit zu überbrücken.
Businessplan mach ich noch, also wenn "Arbeit und Brot" zu seinem Wort steht, bin ich in jedem Fall abgesichert, bis ich 150 Jahre alt wäre :) . Für mich wird es in jedem Fall mehr Spaß / Freude als "Arbeit" werden, denn die Aussicht auf das, was ich mir da vorgenommen habe, reicht aus, um mich dann auch die 150 Jahre alt werden zu lassen.
Aber danke, daß Du das mit der Anbindung schreibst, das hab ich ja auch noch nicht eindeutiger beschrieben.
Generell ja - in Südamerika reist man am besten mit dem Bus. In Mendoza gibt es einen riesigen Busbahnhof (80 Gleise oder so), und von dort fahren auch Busse Richtung Potrerillos, was also das Dorf 17 km entfernt von uns ist.
Je nachdem, ob sich die Bussituation bis dahin geändert hat (mehr Busse pro Tag nach Potrerillos und einen Busverkehr "rauf zu uns") werden wir natürlich auch jeden abholen, der sich ankündigt.

LG Ingrid

ebbel
22.06.2005, 17:56
krasses Konzept. Dann kannst du Leute und Guides einstellen. Wenn du'n professionellen Erlebnispädagogen für Aktivitäten mit Kindern und/oder Jugendlichen brauchst: ebbelzappel@west.de

Kebnekaise
28.06.2005, 12:05
Liest sich beeindruckend!

Ich wünsch dir als Erstes mal viel Erfolg für deine Pläne, lass uns hören, wie es dir ergeht und wie weit die einzelnen Bauphasen schon fortgeschritten sind.
Du hast dir offfensichtlich schon viele Gedanken gemacht, daher auch keine Bedenken von mir, die hast du wahrscheinlich selber genug...

Hast du auch an die Zeltbesitzer gedacht? Nicht als offiziellen Campingplatz mit Dauercampern, aber vielleicht irgendwo eine eben Wiese, auf der man ein paar Trekkingzelte aufstellen kann??

Eine Verbindung zu den Einheimischen aufzubauen finde ich ebenfalls noch wichtig: Einheimisches Personal, Lieferanten für Lebensmittel, Material aus der Umgebung - also irgendwie menschenfreundlich und ökologisch. Dazu vielleicht noch Begegnungen mit den dort lebenden menschen, die über das bloße Sight-Seeing hinausgehen....

Ach ja - du hast keine Sauna erwähnt...

Svenja
28.06.2005, 15:33
Hallo Ingrid,

ich geb jetzt als Neuling auch mal meinen Senf dazu:

Ich habe alles durchgelesen, was du geschrieben hast, und für mich klingt es wunderbar! Wenn ich jemals nach Südamerika komme, würde ich gerne zu euch kommen. ;)

Das einzige, was auch schon erwähnt wurde, wäre die Frage nach einer Wiese o. ä. für Zelte, denn es gibt bestimmt einige, die lieber im Zelt schlafen... Allgemein denke ich, dass Kebnekaise interessante Punkte angesprochen hat, die unter Umständen wichtig sein könnten, so auch mit den Einheimischen. Du hast ja auch schon geschrieben, dass ihr euch angefreundet habt. ;)

Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück und Erfolg! :) Und bitte berichte weiterhin, wie es so läuft!

LG, Svenja

Ingrid
08.07.2005, 06:12
Hallo Svenja, Kebnekaise und ebbel,

danke für Eure Kommentare und Anregungen :) .
Hihi, dabei habe ich wieder mal gelernt (wie weiter oben bei phacops), daß ich doch noch ein paar wichtige Sachen vergessen habe, zu erwähnen.
Vor allem, weil wir ja hier im Trekkingforum sind, also eher gewohnt sind, im Zelt zu schlafen...... Schuldigung, ich Dödel.

Also:
zuerst mal gibt es auf der anderen Seite vom Bach ein riesiges Gelände, das auch teilweise eben genug ist, daß man sein Zelt aufstellen kann, und nicht morgens woanders aufwacht als da, wo man sich abends abgelegt hat :-) . Das würde unser Platz für die Zelte sein, wenn wir mal ganz weit sind und die 10 Cabanas aufgestellt haben.
Aber das Grundstück ist ansonsten groß genug, daß überall ein Zelt aufgeschlagen werden kann. Und das schließt selbstverständlich die Benutzung der "Einrichtungen" mit ein, also Duschen, WC, Kühlschrank zum deponieren der Lebensmittel, Waschmaschine, Trockenraum (wenns mal regnet), Bibliothek, usw.

Sauna - hm, die ist noch nicht geplant. Aber wir haben die Idee, daß wir einen Pool aufstellen werden, der beheizt wird, damit abends die müden Knochen dort entspannen können. Bin sogar am Überlegen, ob es lohnen wird, das mit Solarenergie zu heizen (muß mir die Wetterverhältnisse mal genau beobachten). Sowas in der Art wie die japanischen Onsen, also mit wirklich heißem Wasser.
Weiter unten im Tal ist ja ein Thermalbad, und auch ein Hotel mit Thermalanwendungen, beim nächsten Mal quetsche ich die aus, wo sie ihr Thermalwasser herhaben. Weiter oben Richtung Santiago bei Puente del Inca gibt es Schwefelquellen, und ansonsten ist die gesamte Region für ihre Thermalbäder bekannt (ok, eher auf der chilenischen Seite).

Was die Einheimischen angeht: ja, wir haben uns bereits mit einigen Gauchos angefreundet, die dort in der Gegend leben. Ich möchte in jedem Fall versuchen, ob wir dann nicht von denen Lebensmittel in Form von Milch bekommen können (wobei es deutlich mehr Rinder waren, die wir dort sahen). Fleisch wird schwieriger, denn wir müßten ja auch sehen, daß wir das "verfüttert" bekommen. Stellt mich vor die Frage, wieviele Gäste wir mit 1 Rind satt bekommen können :-) .
Und was die anderen Dinge betrifft: Lebensmittel und Material aus der Umgebung: in "unserem" Tal wohnen noch nicht so viele, aber im Nachbartal. Beim nächsten Mal werden wir da auch herumstreifen und nachschauen, wer uns Lebensmittel liefern könnte. Ich mag auf keinen Fall "Plastikessen" anbieten, sondern so frisch wie möglich. Das Tal nebenan heißt Valle del Sol, wird also mit Sicherheit genug Bauern geben, die uns Gemüse und sonstiges Frisches liefern können.

Und was das "Ambiente" betrifft (mir fällt grad kein besseres Wort ein, bin wohl überarbeitet) - mir war bei allen Überlegungen immer sehr wichtig, daß die Gäste sich wohl fühlen und auch was "mitnehmen" von dem, wo sie sind. Also von der Kultur, den Einstellungen, den Werten der Menschen in der Gegend. Ich hoffe auf viele Asados, mit Gästen und Nachbarn und Menschen aus der Umgebung. Mit Sicherheit kommen auch oft Freunde aus Mendoza, und die wiederum mit ihren Freunden usw.
Was ich meine: ich hab bei meinen Trips so viel von den Leuten gelernt, also auch über mich, über mein Leben, egal wo ich war, und die ganzen Gespräche / Diskussionen usw haben mir viel "Blickrichtung-Änderung" gebracht, auch bestimmt auch den Menschen, denen ich begegnet bin im umgekehrten Fall.
Deshalb ist mir das auch so wichtig, daß dort kein "abgeschlossenes" Touri-Plätzchen entstehen wird, sondern ein Platz, wo sich alle möglichen Leute gerne treffen und schwätzen und erleben und genießen und lernen.
Deshalb haben wir es ja auch Tierra del Alma / Land der Seele genannt.

Püh, ich hab grad erhebliche Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden, bin wohl wirklich tot-gearbeitet und zu viel Durcheinander im Hirn.....
Aber ich denke mal, Ihr wißt, was ich meine.

Hab ich Eure Fragen bewantwortet ?
Und vielen lieben Dank für Eure ermunternden Worte :-)

LG Ingrid

Kebnekaise
08.07.2005, 07:32
Nur so eine Idee...

Wenn es da Thermalwasser - heißes - gibt, wäre es dann nicht eine Möglichkeit, das Haus mit geothermaler Energie zu heizen? ich bin kein Geologe, aber da du ev. Leitungen für deinen Pool legen willst, könnteich mir vorstellen, dass das eine billige und ökologische Methode ist, deine Cabanas und das benötigte Heißwasser - für Dusche, Pool etc. - zu erzeugen...

Da muss dann natürlich eine Menge Fachwissen ran. Tiefbohrungen werden für dich nicht in Frage kommen und ich stell mir das wahrscheinlich auch einfacher vor, als es in Wirklichkeit ist, aber möglicherweise findet sich ja hier im Forum jemand, der damit Erfahrung hat.
Ansonstemn denke ich mir, dass im Lonely Planet Forum bestimmt ein geoingenieur mitliest....

Caminate
11.07.2005, 19:45
Moin Ingrid,

habe mir deine Pläne und Träume durchgelesen und möchte dir meine Gedanken dazu mitteilen. Ich bin sehr viel in Lateinamerika rumgekommen (kein Trekking) und habe u.a. auch 3 Jahre in Chile gelebt. Deshalb bin ich mit der Sprache und Mentalität der Leute dort vertraut. Außerdem ist meine Frau eine Latina.

Nun zu deinem Projekt.
Du willst/musst eine Menge Geld investieren und irgendwann soll auch etwas wieder zurückfliessen, weil du auch davon leben möchtest/musst.
Daher solltest du dir im Vorfeld im Klaren sein, welche Gäste, Klienten du ansprechen willst. Ich glaube kaum, dass du deine Betten nur mit Leuten aus nichtlateinamerikanischen Ländern belegen kannst. Der größte Teil dieser Leute, die mit dem Rucksack anreisen wollen/müssen auf ihr Geld schauen und können sich deine Anlage vielleicht nicht leisten.

In Lateinamerika ist Trekking noch nicht so bekannt und beliebt wie bei uns, daher wird die Anzahl der "Rucksacklatinos" auch nicht so hoch sein um deine Betten kostendeckend zu belegen.
Bleiben also die etwas besser betuchten "Latinos". Nichts gegen die Argentinier, aber ein Großteil dieser Leute gelten als ein wenig arrogant (mit Ausnahmen wie immer). Diese Gruppe Leute, wenn Geld vorhanden, wollen auch Luxus und sich vielleicht nicht mit dem "normalen" Rucksacktrekker zusammentun oder -sein.
Daher erwähnte ich, welche Art von Gästen du ansprechen willst.

Ich möcht dir nicht die Illusionen und Träume rauben, aber ich denke, dass ist auch ein wichtiger Punkt, der bei deiner Plannung berücksichtigt werden sollte.

Trotzdem wünsche ich dir viel Erfolg und ein gutes Gelingen.

Horst

Ingrid
27.07.2005, 18:59
Hallo @Kebnekaise und @Caminate:

danke für Eure Anregungen und Ideen.

@Kebne:
das hört sich extrem gut an, aber ich bezweifele, daß das so einfach möglich wäre. Also entweder extrem tief bohren, oder das Wasser von der ca. 20 km entfernten Quelle hochleiten.
Ich frag mal nach, wenn ich wieder dort bin !
Solarenergie aber in jedem Fall.

@Caminate:
deine Bedenken, was das Trekkingverhalten der Latinos betrifft, kann ich nachvollziehen. Mir sind auch immer in Südamerika weniger trekkende Latinos als Europäer, Australier und Amis begegnet.
Deswegen (weil ich weiß, daß ich das ganze nicht nur durch die Trekker finanzieren kann), hab ich ja auch das Restaurant und die Cabanas und das "Hostal" geplant, also ein separates Gebäude, in dem Stockbetten stehen, max 4 Betten pro Zimmer und auch 1-2 Zimmer mit nur 1-2 Betten. Und die Möglichkeit, ein Zelt aufzustellen.
Also für jeden Geldbeutel und jeden Wunsch nach Trubel oder Abgeschiedenheit was.
Die, die sich dann in den Cabanas einmieten, können selbst entscheiden, ob sie sich dort abschotten wollen (und in ihrer Kochnische kochen), oder sich ins Gewühl des Restaurants stürzen wollen. Es wird Staffelpreise geben, je nachdem, wie sie die Cabanas buchen wollen. Oder Rabatte im Restaurant für die Cabana-Gäste (muß ich nochmal rechnen und recherchieren, wie das üblich ist).

Vielleicht ist das idealistisch oder arrogant von mir, wenn ich mir vorgenommen habe, daß Leute, die unbedingt Luxus wollen, bei uns eher verkehrt sind, und ich denen das auch so sagen oder schreiben werde, wenn sie sich erkundigen.
Es soll ein Platz werden, bei dem alle Leute vertreten sind, sich wohl fühlen und abspannen können.

Wenn ich mir das Reiseverhalten der Argentinos anschaue, so sind die eher in Cabanas unterwegs, weil sie viel in Kleingrüppchen reisen.
viele Grüße und danke
Ingrid

PS: in Anlehnung an einen anderen Thread: Golfer und juwelenbehangene Menschen sind definitiv nicht bei mir erwünscht :-) )

_Matthias_
29.07.2005, 21:28
Hallo Ingrid,

hören sich richtig gut an, deine Pläne, ich wünsch dir viel Erfolg damit.

Als kleine Idee um deine Zimmer voll zu bekommen:
Ich mache im Urlaub normalerweise organisierte Rundreisen, aber nicht so von Hotel zu Hotel, sondern mit "Abenteuer"/Trekking-Teilen und übernachtet wird meistens in einfachen Unterkünften. Manchmal organisieren die Ünterkünfte dann auch ein oder zwei Tagesprogramme. An deiner Stelle würde ich mich darum bemühen bei soetwas mit ins Programm zu kommen, denn dann hast du eine relativ sichere regelmäßige Belegung. Die nehmen auch gern deutschsprachige Unterkünfte.
Und von den Gästen her unterscheiden die sich nicht viel von "echten" Backpackern, nur dass sie zu faul zum selber organiseren sind.
Nur so ne Idee.

_Matthias_