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Vollständige Version anzeigen : Trekking in Patagonien


Mütze
24.03.2005, 19:48
Meine Freundin und ich, wollen im November/Dezember für vier bis fünf Wochen nach Patagonien. Geplant ist zuerst eine mehrtägige Wanderung beim Vulkan Villarica mit dessen Besteigung, danach Wanderung Huapi Nationalpark, danach Circuito Torres del Paine abschließend noch etwas am Fitz Roy und Cerro Torre die Füße vertreten. Alternativ noch eine Rückfahrt mit dem Schiff von Puerto Natales bzw. Arenas (weiss im Moment nicht wo das Teil abfärt) nach Puerto Montt. Bei der Fahrt mit Schiff müsste natürlich etwas anderes bei der ohnehin knappen Zeit von vier bis fünf Wochen etwas anderes gestrichen werden. Jetzt zu den Fragen:
Kann uns jemand Tips geben in Bezug auf Fortbewegunsmittel bei der geplanten Route (Bus oder Flugzeug). Wir nehmen auch gern Verbesserungsvorschläge an. Kann mir jemand einen Tip zur Zeltwahl geben (mein altes ist hin) und welchen Schlafsack ihr empehlen könnt. Meine Freundin ist eher eine Fostbeule und ich eher nicht (habe einen alten Salewa Diadem 600, mit dem ich schon so manches Biwak in den Alpen durchstanden habe), wir haben dabei an Yeti gedacht.

Ingrid
28.03.2005, 14:27
Hi mütze,

ich versuch mal mein bestes :-)
Am besten in Patagonien ist natürlich immer Fliegen, aber soweit ich weiß, gibt es noch keinen Flugpaß, der beide Länder berücksichtigt. Und argentinische flugpässe sind relativ teuer.
Deshalb der Vorschlag:
am besten mit dem Villarica starten, dann rüber nach Argentinien, im Nahuel Huapi Park wandern (es gibt Busse von Osorno nach Bariloche und umgekehrt). Dann wieder zurück nach Chile, also Puerto Montt und die Navimag von Norden nach Süden nehmen. Also Puerto Montt nach Puerto Natales.
Dann seid Ihr gleich in der Ausgangsstadt (äh Dorf) für den Torres del Paine.
Es gibt dort zig Busse am Tag, die in den Park und zurück fahren.
Vielleicht gibt es in der Zwischenzeit auch eine Busverbindung von "Cerro Castillo", das ist das Dörfchen (Ansammlung von Häusern) an der Grenze Argentinien-Chile kurz vorm Abbiegen in den Torres del Paine Park. das würde Euch das Zurückfahren nach Puerto Natales und wieder hochfahren nach Calafate ersparen.
Wenn nicht, dann Bus Puerto Natales - Calafate, der Ausgangsbasis für den Perito Moreno Gletscher und den Fitz Roy, also El Chalten.
Bus PN - Calafate ca 6 Stunden, Bus Calafate - El Chalten ca. 6 Stunden.

Zurück - je nachdem, was für Transatlantik Flüge Ihr habt: wenn Santiago hin und zurück, dann würde sich m.E. ein Lan-Chile Paß lohnen, mit einem Flug Santiago - Puerto Montt am Anfang, einem Flug Punta Arenas - Puerto Montt (um da vielleicht dann noch ne weitere Wanderung zu machen, oder dann erst in den Nahuel Huapi Park gehen), und dann wieder Puerto Montt - Santiago.

Beim Nahuel Huapi empfehle ich Euch, nicht in Bariloche länger zu bleiben (ich find's häßlich wie die Nacht), sondern nach Villa La Angostura zu fahren (dort hält auch der Bus von Osorno nach Bariloche). Dort ist es schnuckeliger, man kann genauso gut wandern, es ist deutlich preiswerter, und hat den PN Los Arrayanes (Myrthenwald).
Und wenn Ihr noch 1-2 Tage Zeit habt, dann fahrt Bus von Bariloche oder Villa La Angostura nach San Martin de los Andes, auf der Ruta de los 7 Lagos - eine absolute Traumstrecke, durch Märchenwald.

Guck mal hier:
http://www.interpatagonia.com/loslagos/index.html
Das ist ne ganz nette Seite mit Infos zu den jeweiligen Orten in Chile und Argentinien. Darüber hab ich mich für Villa La Angostura entschieden und es nie bereut.


Was Deine Frage zu Zelt und Schlafsack betrifft: Yeti ist in jedem Fall gut, hatte zwar noch nie einen, aber hab nur gutes davon gehört. Ich hab einen von Finnmark bzw. Western Mountaineering Equipment, die bis -10 Grad gehen, und zusammen mit einem Seideninlett nie gefroren, selbst in windigen Südpatagonien. Bin keine Frostbeule, aber ich habs trotzdem gern schnuckelig warm im Schlafsack.

Zelt - hm, seit meinem letzten Trip bin ich ein überzeugter Hilleberger. Wenn Euch der Preis nicht abschreckt, dann das Nallo. Ich hab das Akto (1 Pers.), aber bin jedesmal, wenn ich reingekrabbelt bin, oder es in Strömen geschüttet hat, Lobeshymnen auf die Hilleberg Designer getrötet, die sind einfach genial leicht und absolut wasserdicht.

LG Ingrid

Kone
03.08.2005, 13:40
Hallo,

einige Infos kannst Du gerne auch meiner Webseite entnehmen.

http://www.dededede.de

Empfindlich kühl kanns in den Torres immer werden. Mein Schlafsack war ein ajungilak tauglich bis -10°C und natürlich Thermorest - Unterlage. Einwandfrei!

Viel Spaß!
Konrad

Mütze
21.09.2005, 18:57
Hallo,

wir haben jetzt unsere Flüge gebucht und fliegen ab Frankfurt, am 11.11.05 (Helau), über Santiago nach Temuco. Dort werden uns in der Umgebung von Pucon etwas warm laufen evtl. Parque National Huerquehue und/oder Parque Nacional Villarica; je nach Wetter und wie es mit der Zeit so hinhaut. Am 23.11.05 fliegen wir weiter nach Punta Arenas um von dort zum Torres del Paine zu fahren und dort den Circuit zu machen dann mit dem Bus weiter zum Fitz Roy um uns dort noch etwas aus zu laufen um dann am 18.12.05 von Punta Arenas wieder nach Hause zu fliegen.
Wir haben uns jetzt ein Helsport Fjellheimen 3 Camp, und dazu noch ME Glacier 1000-Tüten zugelegt. Jetzt versuche ich noch meinen Primus Multifuel in einen Trangia Sturmkocher zu fummeln. Dann haben wir alles und es kann endlich losgehen.

Mfg Mütze
Donde esta lavabos

Mütze
23.09.2005, 22:34
Eine doofe Frage habe ich noch: Macht eigentlich ein Wasserfilter sinn, oder reichen Tabletten oder brauch man keins von beiden?

Mfg Mütze

Kone
27.09.2005, 22:29
Eine doofe Frage habe ich noch: Macht eigentlich ein Wasserfilter sinn, oder reichen Tabletten oder brauch man keins von beiden?

Mfg Mütze

Soweit mir bekannt kannst Du Dir die sparen. Allerdings solltest Du Mineraltabletten mitnehmen wenn Du im Torres del Paine unterwegs bist. Zur Not tuts auch ein Stein zum lutschen :-) Das Wasser dort enthält keine Mineralien!

Viel Spaß!