Vollständige Version anzeigen : Zu viele Angebote
Hi,
Ich würde gerne im Sommer eine Wanderreise/Trekkingreise(besteht da ein Unterschied?)
nach Tibet-Kailash/Ganden-Samye machen. Suche nun schon seit gut ein einhalb Monaten im Internet und in den örtlichen Reisebüros nach einem Angebot das mich anspricht. Konnte mich aber nicht entscheiden, wegen, der zu hohen Anzahl an Angeboten/der ziemlich extremen Preisunterschiede [Bis zu 1000€!!](Und manchmal muss ich zugeben, bin ich auch ein bisschen überfordert mit dem ganzen Organisieren/raussuchen was das richtige ist). Dies ist meine erste Reise die ich alleine Buche/alleine mache! Deswegen habe ich ein bisschen Angst mein ganzes Geld auf den Kopf zu hauen, und nachher ist es ein riesiger flop!
So nun erhoffe ich mir das mir hier jemand ein paar Tipps geben kann, wie ich denn die richtige Agentur/Organisation heraussuche, die mich dann nicht, wenn ich in Tibet stehe, im Stich lässt (Habe da schon ein paar Horror Berichte gelesen). Da ich erst im 1 ten Lehrjahr bin und nicht soviel Geld habe, sollte sich das schon lohnen.
Und noch eine Frage, gibt es denn irgendwelche Probleme, wenn ich noch nicht Volljährige bin, wenn ich die Reise antrete ? Oder ist das egal wenn ich mit einer Gruppe dort trekke.
Danke fürs lesen(Vielleicht musste ich mir das auch nur von der Seele schreiben)
Danke schonmal im vorraus fürs Antworten!
Mfg Tioga
PS: Entschuldige mich gleich auch für möglich aufkommende Rechtschreib-/Grammatikfehler.
Hi Tioga,
finde es total klasse, das du schon solche Pläne hast! Ich hoffe, das deine Träume in Erfüllung gehen!
Am billigsten ist es, wenn du via China nach Lhasa einfliegst und dir in Lhasa ein Reisebüro suchst, was dir sympatisch ist. Noch "billiger" wirds, wenn du in Lhasa ein paar Leute findest, die mit dir mitkommen wollen und ihr euch den Jeep teilen könnt. Sowas zu organisieren, hört sich jetzt für dich bestimmt sehr knifflig an, ist es aber eigentlich nicht. Wenn du willst, kann ich dir da noch detailliert Tips geben.
Zu der Altersgeschichte kann ich dir nichts sagen, aber ein Anruf beim Auswärtigen Amt dürfte eigentlich genügen!
Also, viel Spaß!
Ähm, falls dir das alles doch zu teuer wird, in Nepal und erst recht in Indien, kannst du sehr billig in tibetobuddhistischen Gebieten trekken (sieht aus wie in Tibet, dort leben "Tibeter" ist aber ein paar Kilometer vom Mutterland entfernt). Aber das weißt du wahrscheinlich selbst, bzw. warst schon da (irgendwie muß man ja als 16/17 jährige/er erst mal auf Samye, Kailash usw. kommen. Ich wußte da noch nicht, was Dalai Lama bedeudet...).
Gruß, Ingolf.
Hi Ingolf,
Danke erstmal für die schnelle Antwort!! Also das man zuerst nach Lhasa/Kathmandu fliegt und dort unten alles Organisiert, habe ich mir auch schon durch den Kopf gehen lassen. Bin aber zu dem Entschluss gekommen(Vielleicht machten mir auch manche Beiträge, in denen stand, das man dort dann erstmal 2 Wochen einplanen müsste, bis es losgeht, die Entscheidung leichter.[Wenn du andere Erfahrungen gemacht hast, sag es mir!)) das ich das lieber von hieraus planen würde. Aber würde gerne trotzdem auf dein Angebot zurückkommen, das du mir ein paar detaillierte Tipps geben könntest(So wie sich das anhört, hast du das schon selber gemacht)
So nun zu den tibetobuddhistischen Gebieten. Also gehört habe ich schon davon. Habe mich aber noch nicht so richtig darüber informiert (Merke: Über tibetobuddhistische Gebiete informieren ;) ) Wäre nett, wenn du oder andere Forumsmitglieder ein paar Informationen über solche Gebiete hätten. Sofern es euch/dir keine Umstände macht!
Falls es dich interesiert, lese zurzeit sehr viel über den tibetischen Buddhismus und finde das alles sehr interessant und logisch. Deswegen wollte ich mir das mal vor Ort anschauen :-) . Und ich denke, man bekommt den besten Kontakt zu den Menschen und der Natur, wenn man sehr viel läuft/wandert/trekkt, und nicht mit einem Touristenbus eine Sehenswürdigkeit nach der anderen Abfährt.
LG
Tioga
Hi Tiola,
Wie es mit den Wartezeiten in Kathmandu z.Zt. ist weiß ich nicht, da ich über Chengdu/China einreise. Die beliebteste Travellerabsteige in Chengdu ist das Traffikhotel. Im Hotel gibt es auch ein fähiges Reisebüro, die Flugtickets nach Lhasa verkaufen. Bearbeitungszeit 1-2 Tage, ca. 200 Euro.
In Lhasa gibt es einige Reisebüros die die Jeeptour zum Kailash anbieten. Sympatisch und "preiswert" ist das Büro im Bannak Shol Hotel (die Zimmer sind auch recht billig). Sag denen bescheid, wenn du noch Leute im Jeep mitnehmen willst (ist billiger, da du pro Jeep und nicht pro Person bezahlst), da die manchmal schon Wartelisten von anderen Jeepteilinteressierten da haben. Du kannst auch in den Travellerhotels Aushänge an die Infotafeln hängen, mit dem Hinweis, an welcher Hotelrezeption in Lhasa die Antworten abzugeben sind.
Prinzipiell ist es vor der Hauptsaison wesentlich billiger. Tibet auf dem Landweg nach KTM zu verlassen, benötigt auch keine Wartezeit. Vielleicht wäre ein Gabelflug (Deutschland-Chengdu/KTM-Deutschland) für dich interessant. Nach Samye wie Ganden fahren täglich Linienbusse (billig!). Dort kann man auch übernachten. Zum Trekk findest du Infos weiter unten.
Ladakh in Nordindien wird auch Kleintibet genannt. Dort findest du tibetische Landschaften und authentisch-buddhistisches Leben. Du kannst sogar in einigen Klöstern übernachten, mit den Mönchen in der großen Klosterküche essen und an ihren Pujas teilnehmen. Empfehlen kann ich dir die touristisch nicht so stark frequentierten Klöster wie Rizong oder Likir (vielleicht kennst du den Film Samsara? Genau, das ist das Likirkloster). Ladakh ist auch das infrastrukturell erschlossenste Gebiet und somit auch das am meisten besuchte. Trekken kann man praktisch grenzenlos. Beliebt sind der Weg nach Zanskar, oder der Markataltrekk. Die an Ladakh angrenzenden Regionen sind auch herrlich! Dort ist das Dorfkloster oftmals noch die einzige Unterkunftsmöglichkeit. Diese Regionen heißen Lahaul (fährt man mit dem Bus durch wenn man nach Ladakh will. Kennen die meisten auch nur als Durchfahrtsstrecke, was dem Gebiet in keiner Weise gerecht wird!), Zanskar, Spiti und Nordkinnaur. Unterkünfte gibt es in Nordindien während einer Trekkingtour kaum. Du bräuchtest also ein Zelt und Lebensmittel. Eventuell Lasttiere+Guide vor Ort mieten.
In Nepal gibts eigentlich nur zwei große tibetische Gebiete. Dolpo und Mustang. Dolpo ist fantastisch, aber das Permit ist sehr teuer und die Anmarschwege Maoistenverseucht-vergiß es. Nord- und Zentralmustang ist auch sehr teuer (Permit), aber Südmustang liegt auf der Annapurnarunde (sehr populärer Trekk um den 8000er Annapurna) und ist somit großzügig mit Lodges (Unterkünfte mit Restaurant) ausgestattet. Die Ecke ist auch schon sehr tibetisch und jedes Dorf hat sein Kloster (das Klosterleben kommt aber nicht annähernd an das nordindische herran). Du kannst dort mit leichtem Gepäck in Ruhe die fantastischen Dörfer und Berge genießen. Ansatzweise gibts in Nepal noch andere tibetische Ecken, aber nicht mehr in diesem Umfang.
Noch was. Meine erste außereuropäische Reise machte ich mit 19, von Delhi auf dem Landweg nach Hong Kong. Gerade durch die absoluten Neuigkeiten, wurde diese Reise für mich zu einem meiner intensivsten Erlebnissen meines Lebens. Wir sind heute heilfroh, das eine organisierte Reise für uns nicht in Frage kam, da wir somit auf dieser Reise ein Gefühl von Freiheit erfuhren, das uns vorher komplett unbekannt war! Eine Art des Reisens, die über eine Agentur nicht durchführbar gewesen wäre. Ich war seit dem jedes Jahr in Asien...
Nur mal so.
Gruß, Ingolf.
Ich hab noch einen Buchtip für dich. Hans Weihreter "Westhimalaya". Es geht um die Kultur der nordindischen Himalayagebiete und Westtibet (Changtang). Ist sauteuer, aber unschlagbar! Gruß, Ingolf.
Hi,
Also so ganz ohne Vorbereitung losfliegen würde mich schon reizen. Aber nun ist das "problem" ich Reise zum ersten mal allein, und dazu kommt noch das ich fast keine Trekkingerfahrungen gemacht habe. Würde mich schon ein bisschen wohler fühlen wenn mich jemand begleiten würde. Aber lasse mir das mal durch den Kopf gehen.
Werde mich jetzt erstmal ein bisschen über die Ladakh Region informieren. Das was du über diese Region geschrieben hast, hört sich wirklich sehr interesant und spannend an. Auserdem muss ich mich noch ein bisschen über Trekkin-Ausrüstung und Proviant informieren :). Also noch viel zu machen. Glaube muss mich überwinden und mich einfach in das "Abenteuer" (Für mich schon) stürzen :p :D .
Also ich melde mich dann nochmal mit möglichen Rückfragen ;)
Mfg
Tioga
PS: Danke für hilfreichen Tipps, von einem erfahrenem trekker :p
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