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Vollständige Version anzeigen : Trekking in Israel?


suppenteller
02.02.2005, 16:08
hallo,

ich würde gerne in israel eine mehrtägige trekkingtour unternehmen, finde aber leider kaum informationen im netz.

was für gebiete gibt es in israel die in frage kommen würden? eignet sich die wüste negev?

habe bereits mehrere touren hinter mir, bisher allerdings nur nördliche gegenden, tundren etc.? kann man trotzdem problemlos mit der passenden ausrüstung (zu zweit) durch aride gebiete wandern?

vielen dank!

Andreas
02.02.2005, 16:49
Hallo Suppenteller,

Trekkingtouren habe ich in Israel noch keine unternommen, aber einige Tageswanderungen. Mehrtägige Trekkingtouren könnte man in der Negev schon unternehmen; das Problem ist natürlich das Wasser!

Schön ist es in Mizpe Ramon (Negev) mit seinem Einschlagkrater: sehr schöne Gegend; gute Wanderwege zum Kraterboden; auch Reiten möglich. Kann man durchaus mehrtägig ausdehnen. Ich habe keine Adressen, aber ich erinnere mich, dass es dort Agenturen gibt.

Gefallen haben mir auch Schluchtwanderungen im Golan (Südwestabdachung zum Yam Kinnereth (See Genezereth) hin): man beginnt auf der Höhe und wandert durch die Schluchten teilw. sogar in den Bächen flußabwärts. Eine dieser Schluchten kann man nur in Badekleidung erwandern, weil man an einigen Stellen über kleine Wasserfälle springen muss; fast ein wenig wie alpine Schluchting ;).

Andreas

Dominik
03.02.2005, 01:20
ich würde gerne in israel eine mehrtägige trekkingtour unternehmen, finde aber leider kaum informationen im netz. Geht mir ähnlich ... is wirklich nur schwer zu finden und wenn überhaupt, dann irgendwelche kommerziellen Anbieter.
Schade eigentlich, aber kann man auch net ändern ... das Land ist einfach nicht für diese Art von Tourismus ausgelegt.

was für gebiete gibt es in israel die in frage kommen würden? eignet sich die wüste negev?
JO, kann man sagen. Israel ist so ne Sache für sich ...
Eigentlich eignet sich das ganze Land zum Trekken und Reisen, wenn die politische Lage nicht so "heikel" wäre. Ich vertrete zwar nach wie vor die Meinung, dass es nicht umbedingt gefährlicher ist, als hier in Deutschland auf der Autobahn zu fahren, aber das ist ein anderes Thema.

Gebiete die sich imho eignen würden:

Golan:
Am besten nur auf den ausgeschilderten Treks in den National Parks ... da man ansonsten schnell auf ne Mine tritt. Gibt aber wirklich ne Menge zu sehen dort und ist von der Gegend her genial ... Auch Galilea kann ich sehr empfehlen ... die Gegend um den See Genezareth herum ...
Bilder hier: http://code-foundation.de/reisen_golan.php?id=1

Negev:
Wie Andreas schon sagte, Problem: Wasser ... ist in jeder Wüste das gleiche. Je nach Jahreszeit wird Dein Wasserverbrauch steigen oder fallen. Mizpe Ramon ist herrlich ... aber teilweise schon fast ein wenig überlaufen.
Unter google findet man bei trekking Israel immer wieder kommerzielle Anbieter, bei denen Du Touren in den Negev buchen kannst ... sofern Du das willst.
Ich mein, Du kannst natürlich auch auf eigene Faust losziehen, wenn das Dein Ding ist, jedoch hast Du eben das Problem mit dem Wasser.
Brunnen bzw. Oasen sind rar, wie immer ...
Kartenmaterial kriegst Du in Tel-Aviv und Jerusalem auf jeden Fall ... ist ziemlich gut kartographiert.

Ich weiss nicht ob ich es empfehlen würde, zu zweit einfach so loszulaufen, mit Karte usw ... muss jeder selbst wissen.

Aber ich hätte da was für Dich:
http://code-foundation.de/reisen_massada.php?id=1

Zu Fuß von Arad nach Massada ans Tote Meer. OK, kann man locker in 2 Tagen machen, aber die Tour ist gut erweiterbar ... gerade Richtung Süden.

Oder hier: http://code-foundation.de/reisen_wadiquelt.php?id=1
Von Jerusalem nach Jericho - der tiefstgelegensten Stadt der Welt. Durchs Wadi Quelt - den Weg, den der barmherzige Samariter angeblich geritten ist ;-)
Immer noch one of my favourites.

Mizpe Ramon hab ich grad keine BIlder online...aber wie gesagt sehr zu empfehlen. Alles was südlicher kommt läuft im Endeffekt aufs gleiche raus ... Wüste ... Wüste und nochmals Wüste ... ich werd trotzdem wahrscheinlich auch im April dorthin runterfahren ...

habe bereits mehrere touren hinter mir, bisher allerdings nur nördliche gegenden, tundren etc.? kann man trotzdem problemlos mit der passenden ausrüstung (zu zweit) durch aride gebiete wandern? Mach Dir ausführlich Gedanken über das Problem "Wasser" und wie Du es lösen willst ... ich hab damals im Sommer bei +-40 Grad locker 5 Liter pro Tag geschluckt ...
Ansonsten, mit guter Navigation und guter Ausrüstung und vor allem einem guten Plan müsste das gehen. Aber wie gesagt ... eigentlich kann Dir niemand die Frage abnehmen. Das muss man schon selbst wissen und sich selbst einschätzen ... in der Wüste stirbt man schnell.

Andreas
10.02.2005, 21:38
Ach ja, aprospos Mizpe Ramon: Ich habe ganz vergessen, etwas zu erwähnen!
1995 wollten wir nicht nur Tagestouren, sondern Mehrtagestouren unternehmen. Es gibt dort einen Trail, der eine interessante Trekkingtour sein / werden könnte. Die »Petra-Gaza-Spice-Route«, ein antiker Handelsweg vom jordanischen Petra bis zur Mittelmeerküste. Man kann natürlich nicht über die Grenze wandern, aber an der Wadi Arava Road (Straße Nr. 90) beginnen, die sie kreuzt.
Es war damals eine Art Geheimtipp unter Backpackern, aber nur wenige hatten genug Infos, um die Tour tatsächlich zu machen. Man wollte seitens der 'Negev Tourism Development Administration' diese Tour / Route sogar promoten als Wüstentrek, aber dann kam die 2. Intifada und die Touristen blieben aus. Zumindest gibt es die Negev Touring Map, die diese Route darstellt und wichtige Infos gibt. Ich habe diese Map gerade vor mir liegen: Die Trekkingroute geht durch Schluchten und führt mitten durch den Mizpe Krater; Wasserstellen sind eingezeichnet und es gibt sie in durchaus vertretbaren Tagesetappen-Abständen. Entlang der Route kommt man an Ruinenforts vorbei, die die Route einst bewachten. Was es sonst entlang der Route gibt: Zitat: "A camel passageway hewn out of the rock, allowing access from the entrance of the Nekarot canyon to Khan Sha'ar Ramon" (sieht spannend aus auf der Karte); dann Römerfestungen, Quellen in Oasen, einen versteinerten Wald, Vulkanintrusionen, Fossilienfundstellen, Sanddünen, Nomadenlager, ...

Wie gesagt, ich bin diesen Trail nicht gewandert; wir hatten uns nur dafür interessiert und uns die Karte gekauft.

Andreas

Dominik
10.02.2005, 22:14
Hört sich ja super an, noch nie von dem Ding gehört. Ähh, woher hast Du die Karte? Bzw. woher kann ich die bekommen? :D
Ich hab noch gute Kontakte zu Leuten vor Ort, die allerlei gutes Kartenmaterial besitzen und auch wissen, wo man Karten herbekommen kann, dennoch ist es schon ein Nachteil, wenn man nicht hier richtig planen kann.

Ich plane eventuell für April ne Negevdurchquerung von der jordanischen Grenze bis zur ägyptischen Grenze unterhalb Rafas ...
Es muss aber nicht umbedingt sowas sein ... Deine Beschreibung is schonmal sehr reizvoll.

Andreas
11.02.2005, 08:01
Hallo Dominik,


Ich habe diese Karte 1995 in Eilat bei der 'Negev Tourism Development Administration' gekauft! Sie ist eigentlich nichts Besonderes, sondern eher eine Tourikarte und weniger eine Topokarte. Natürlich gibt es sehr gute 50.000er, die man aber nur in Israel selber bekommt. Nein, Moment mal, bei www.omnimap.com (http://www.omnimap.com/) gibt es die auch: (Israel 1:50,000 Hiking/Topographic Maps. 1:50,000. Detailed topographic maps with hiking trails shown and additional tourist information. In Hebrew only / siehe angehängten Blattschnitt) Die schauen recht gut aus!


Auf neueren (Satelliten-)Bildern kann man erkennen, dass mittlerweile manche Strecken der Petra-Gaza-Spice-Route jeepable gemacht worden sind. Und besonders manche Teile im Mizpekrater kann man auch per Jeep erreichen. Neuere Infos sind unbedingt nötig! Probier mal den Tourismusverband von Mizpe zu erreichen!


Wenn du die Negev durchwandern willst, solltest du unbedingt den Mizpe Krater 'mitnehmen'.


Andreas

Dominik
11.02.2005, 12:25
Moin Andy,

danke für die Infos. Werd ich die Tage mal auschecken ...:)

Dominik
17.02.2005, 14:15
Heho Andreas,

ich hab mir da nochmals Gedanken drüber gemacht, über die Spice -Route und sie hört sich echt sehr geil an. :D
Für die, dies interessiert:

http://www.bibleplaces.com/spiceroute.htm

Ganz unten findet mal related links, welche teilweise sehr interessant sind.

Nochmals zu den Karten:
Könntest Du nochmals auf Deine Karte nachschauen, wo genau die Spice-Route die Straße.90 im Osten kreuzt? Is das bei Sappir - En Rahel, dort in der Nähe ?
Und geht sie dann straight nach Avdat?, also in west-nordwestlicher Richtung?

Auf Deiner Übersicht, die Du gepostet hast, müsste das Blatt 14 sein, oder? Diese würde ich mir dann auch bestellen. Aber wenn die komplette Spice-Route, also zumindest von diesem Gebiet wie oben genannt, auf Deiner Karte drauf ist ... könntest Du mir dann den genauen Namen - ISBN wenn möglich oder so, nennen? Würde mir die dann auch rauslassen.
Danke soweit für Deine Hilfe ...

Andreas
17.02.2005, 20:33
Hallo Dominik,

Bin jetzt zuhause und habe mir gerade die Karte herausgekramt: Also, die Route beginnt südlicher als Sapir / Ein Rahel. Etwa 1 km südlich von Zofar geht es ab von der #90 ziemlich genau nach Westen, biegt dann im Mizpe-Krater nach Norden ab und dann erst straight nach Nordwesten nach Avdat (kennst du Ein Avdat schon? ist ein toller Canyon). Die weitere Strecke nach Nordwesten bis Gaza ist eher uninteressant: geht durch die langweilige Holot Haluza Steinwüste bis Gaza; und dort mussman ja auch nicht unbedingt hin :-/!

Ich habe mir die Links von dir angesehen. So, wie es wirkt, dürfte die Petra-Gaza-Spice-Route mittlerweile durchgehend für 4x4 befahrbar sein. Könnte also sein, dass ein gemütliches Erwandern durch Jeep-Ausflügler gestört wird.

Übrigens habe ich auf der Karte gelesen, dass man den jordanischen Teil von Petra bis zur Grenze im Wadi Arava auch zum Teil erwandern darf; allerdings nur mit geführten Touren und nicht allein (nochmals der Hinweis auf den Stand: 1995): von Petra über El Barid durch das Wadi Moussa und dem Bir Madhkur Fortress bis zur Nord-Süd-Verbindung durch das Wadi Arava auf jordanischer Seite!


Es müssten die Karten 17, 18 und 15 sein. ISBNs habe ich leider keine! Sieh bei Omnimap!

Andreas

Dominik
17.02.2005, 23:41
Perfekt, die Infos hab ich gebraucht und hab mir dazu gleich die Sache nochmals ernsthaft überlegt.

Die Route muss, so wie Du sie beschrieben hast, relativ nah an der 40 vorbeilaufen, was nicht umbedingt in meinem Interesse liegt. Zudem hab ich gerade mit einem Freund in Beersheva telefoniert und ihn ein wenig ausgefragt. Es sagt, dass das schon ein ziemlicher Anlaufspunkt für Touris wäre, die sich da mit ihren gebuchten Touren und den 4X4 Geräten durch die Canyons zwingen ... hört sich grauenhaft an :p:p.

Mein neuer Plan, vielleicht kannst ja was dazu sagen, da Du Dich anscheinend auch auskennst:

Ca. 50 Km nördlich von Sappir, wo die 227 auf die 90 trifft (gleich bei Hazeva) würde ich starten. Dann in west-südwestlicher Richtung auf den Ramon Krater zu. Vielleicht über Har Drahot und Har Gerafon ... müssten etwa grob geschätzt zwischen 100-150 Km sein, also gut machbar in 10 Tagen.
Was denkst Du ? Ich mein, ich kenn das Gebiet nicht umbedingt ... von daher ... aber ich denke, es wird schon was hermachen.
Kritik erwünscht. :-)

Andreas
21.02.2005, 15:32
[...]Ca. 50 Km nördlich von Sappir, wo die 227 auf die 90 trifft (gleich bei Hazeva) würde ich starten. Dann in west-südwestlicher Richtung auf den Ramon Krater zu. Vielleicht über Har Drahot und Har Gerafon ... müssten etwa grob geschätzt zwischen 100-150 Km sein, also gut machbar in 10 Tagen.
Was denkst Du ? Ich mein, ich kenn das Gebiet nicht umbedingt ... von daher ... aber ich denke, es wird schon was hermachen.
Kritik erwünscht. :-)Hmmm, sieht auf meiner Karte nicht so attraktiv aus. Ich bin nur an dem Gebiet vorbeigefahren; doch Erinnerung und Fotos zeigen ein eher unattraktives, langsam ansteigendes, sehr trockenes, steiniges Land. Die Entfernung überschätzt du übrigens. Es sind grob 30 km Luftlinie. Da die Wadis aber alle genau West-Ost verlaufen dürfte ein 'normales' Wandern ohnehin nicht möglich sein; die Strecke könnte sich also wegen eines Zick-Zack-Kurses durchaus verdoppeln. Es gibt im 5km-Umkreis von Hazeva drei Wasserstellen, dann aber bis zum Ramonkrater nichts mehr (Ein Orhot läge offroute im Westsüdwesten); es gibt keine historischen und Natur-Besonderheiten auf dieser theoretischen Route. Dann wohl doch eher die Petra-Gaza-Spice-Route. Wenn du außerhalb der Ferien und unter der Woche unterwegs bist, dürfte die Begegnung mit 4x4-Touristen eher die Ausnahme darstellen!

Andreas

Bundschuh
21.02.2005, 20:37
Grüß euch,

War 1999 auf Rundreise in Israel. Hier ein paar vielleicht hilfreiche Tipps:

Akko ist sehr empfehlenswert, das Johanniterspittal unbedingt ansehen und in der Altstadt nicht vergessen die gefüllten Fladenbrote zu kosten (bis heute weiß ich nicht ob man diese als "Döner Kebap" bezeichnen könnte)

Badehose+Schlapfen (unbedingt notwendig sonst verbrennt man sich die Fußsohlen wenn man so Juli/August hinfährt))+Zeitung (für Foto) für das Tote Meer nicht vergessen (da drin hält man es eh nicht länger als 3 Minuten aus, so ist es zumindest mir gegangen)

NIE mit einem Israelischen Autokennzeichen durch Gaza,Westbank (Hebron) fahren; wir machten schlechte Erfahrungen mit palästinensischen Jugendlichen in Hebron, in Bethlehem machte es erfahrungsgemäß nichts (1999).
Mit den Checkpoints dürfte man ebenfalls keine Probleme haben. Man sollte aber trotzdem immer aufpassen!

Günstige Unterbringungsmöglichkeiten in ganz Israel, insbesondere für Trekker, bieten die Kibbuz (...eine eigene Art israelischer Wohnkomunen)

Fazit: Mittel und Nordisrael sind kulturell und landschaftlich meiner Meinung nach sehenswerter als der Süden.
In Beer Sheba unbedingt den Beduinenmarkt zeitig in der Früh besuchen, es wird sich lohnen!
Für den See Genezareth sollte man sich auf alle Fälle mehr Zeit nehmen-


PS: Durch die politische Lage seit 2000 ist es vorerst nicht mehr ratsam durch Palästinensergebiete auch nur durchzufahren!

Na dann alles Gute! :cool:

Dominik
21.02.2005, 21:14
Grüß euch, Grüss Dich

Akko ist sehr empfehlenswert, ACK, vor allem der Sonnenuntergang is definitiv der beste dort ;-)

NIE mit einem Israelischen Autokennzeichen durch Gaza,Westbank (Hebron) fahren; wir machten schlechte Erfahrungen mit palästinensischen Jugendlichen in Hebron, in Bethlehem machte es erfahrungsgemäß nichts (1999).
Mit den Checkpoints dürfte man ebenfalls keine Probleme haben. Man sollte aber trotzdem immer aufpassen! Ähh, ich habs zwar nie probiert, hab aber davon gehört, dass Europäer mit Auto (israelisches Kennzeichen) gar nicht mehr in die "harten" Gebiete gelassen werden, da für keine Sicherheit garantiert werden kann. Stand: 2002/2003
Ich würds trotzdem, wie Du sagtest, auch nicht herausfordern. Dann lieber per Bus und zu Fuss.
War einmal alleine mit Auto in Bethlehem nachts unterwegs, also am Stadtrand, da Ausgangssperre. Mach ich nie mehr ... jedoch: Das gefährlichste an der Aktion waren nicht die Palis, sondern die jungen "Freaks" an den Checkpoints ... da sitzt der Finger sehr locker.


PS: Durch die politische Lage seit 2000 ist es vorerst nicht mehr ratsam durch Palästinensergebiete auch nur durchzufahren!

Na dann alles Gute! :cool: Naja, bin da geteilter Meinung. Wir waren damals auch in Hebron, Nablus usw ... mit Gush-Shalom bei der Olivenernte usw ... die Gefahr geht meiner Meinung nach dort nicht von den Leuten aus, sondern von Situationen in denen Palis auf IDF-Leute treffen ... dann knallts schnell und man sollte sich nicht rumtreiben. Ansonsten sind die Leute sowas von nett und aufgeweckt ... is einfach genial.
Aber prinzipiell haste schon Recht ... vor allem Ausgangssperren sollte man nicht missachten - hab ich am eigenen Leib erfahren müssen. :p

Es sind grob 30 km Luftlinie. Huch? OK, das sieht auf der Karte die ich hab anders aus ... is aber auch eine vom gesamten Nahen Osten. --> Ich werd mir die Karte s.o. bestellen, sonst hat das ja keinen Sinn. :)

gibt im 5km-Umkreis von Hazeva drei Wasserstellen, dann aber bis zum Ramonkrater nichts mehr Das is weniger das Problem, werd mein Wüstenschiff voraussichtlich mitnehmen.

OK, also das klingt ja nicht umbedingt berauschend was Du mir da erzählst ... ich werd die Route nochmals überarbeiten. Dank Dir

Dominik

suppenteller
22.02.2005, 16:37
hallo,
vielen dank für die mittlerweile hier ja massigen infos, werde mal sehen was ich dann persönlich angehen werde, erstmal einen überblick gewinnen
werde übrigens im mai fliegen

ciao
s.

suppenteller
22.08.2005, 12:51
hallo,

ich wollte nochmal einen kurzen bericht zu meinen israel treks geben

zuerst waren wir im norden unterwegs, sind von akko richtung golan aufgebrochen, was uns vor ort empfohlen wurde, sich aber rasch als öde rausstellte (fast nur kulturlandschaft), also abbruch und mit dem bus weiter direkt in den golan. dort sind wir dann den israel national trail in einer 3tagestour nach süden bis zum see genezareth gelaufen. sehr schöne strecke, viel durch enge täler, wadis, natürliche pools. teilweise stark belaufen, oft aber auch total einsam. die kurzen, sehr steilen anstiege können bei der hitze ganz schön schlauchen, zumal wir gepäck für 4wochen auf dem rücken hatten, die meisten israelis die wir getroffen haben waren dann auch sehr erstaunt über all unser gepäck

dann haben wir eine tagestour im östlichen golan unternommen, nordöstlich des see genezareth liegt der wadi yehodia, in dem man eine entspannte tagestour durch den wunderschönen wadi unternehmen kann. man läuft mit einem kurzen, aber heftigen abstieg in das steile tal hinein, unten dann im am ganzjährig wasserführenden fluss lang, immer mal wieder seitenwechsel über den fluss (kein problem) durch den schattenspendenen bewuchs. an einigen stellen breitet sich der fluss dann komplett aus und nimmt den mini-canyon komplett ein, hier kann man nur noch weiterschwimmen. also sachen packen, schuhe aus und rein ins kühlende nass. die schwimmstrecken sind maximal so 25m lang und eine willkommene abkühlung. mit den kleinen wasserfällen zudem auch sehr idyllisch.
an verschiedenen stellen kann man aus dem tal wieder raus, sehr steile aufstiege auf die die unerbittliche sonne knallt. insgesamt alles leicht zu gehen und von der länge alles ein kinderspiel, selbst wenn man die größte runde dreht (genaue km strecke könnte ich nicht benennen, wir waren aber bei langsamen gehen, vielen chilligen pausen nur vom morgen bis zum nachmittag unterwegs und wir waren langsam unterwegs, immer mal wieder schwimmen etc). in dem canyon noch einen ranger des nationalparks gefunden, der dort den müll einsammelte, den zahlreiche wanderer hinterlassen hatten, ist irgendwie überall der gleiche mist.


im negev haben wir tagestouren unternommen, alle in dem riesenkrater ramon (von mizpe ramon aus). nicht nur geologisch sehr interessant, sondern auch attraktive strecken, es gibt gekennzeichnete wege, alle nicht zu lang, aber gerade für uns aufgrund der unglaublichen hitze genau richtig (mittags frühzeitig einen der wenigen schattigen plätze aufsuchen und einfach warten, was anderes ist bei temperaturen über 40grad im mai (!!) nicht drin). sehr lohnt sich der weg, der vom "camel point" einmal quer durch den krater führt und an der einzigen strasse durch ihn endet (von da aus trampen, kein problem in israel). man durchläuft alle zonen des kraters und hat auch einen schönen aufstieg drin, inklusive grandioser aussicht/rückblick. wer sich nur ansatzweise für geographie und geologie interessiert, bekommt den mund eh nicht mehr zu.

wenn jemand interesse hat, scanne ich gerne mal ein paar bilder ein und stelle sie hier rein.

für längere touren ist israel aufgrund der größe kaum geeignet, außer man möchte den gesamten israel national trail laufen, der von nord nach süd durch das gesamte land läuft, aber auch viel durch bewohntes gebiet und kulturlandschaft führt. kürzere touren oder auch tagestouren sind fast überall immer problemlos drin. die israelis äußerst freundlich und hilfsbereit, wir haben da nur positive erfahrungen gemacht. absolut empfehlenswert, gerade auch abseits vom trekking

Andreas
22.08.2005, 18:41
@ suppenteller: ja, bitte stelle ein paar Bilder ein. Zwei dieser Canyons im Golan kenne ich selber. Sind wirklich tolle Plätze!

Andreas