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Vollständige Version anzeigen : Schneetour durch die Hardanger: Erfahrungen gesucht !!!


Artcontrol
12.01.2005, 16:50
Moin !

Wir planen gerade eine Skitour durch die Hardanger.
Mit TourenSki und Pulka.
Bevorzugt in unbewirtschafteten (!) Hütten (3 Nächte) und 5-6 Nächte im Zelt und Iglo.
Aufgrund der Pulka kein steiles Gelände (daher Hardanger).

Wer kennt eine schöne Strecke für 7-8 Tourtage mit dem gleichen Start/Endpunkt ? Tagesstrecken bis 20km.

Ist es um Ostern (1 Woche vor und nach) wirklich so brechend voll in dem Gebiet ? Wir wollen Ruhe und Einsamkeit und keine "Menschenmassen" (bes. auf den Hütten und tags mit Ihren Snowmobilen usw... Ja, alles ist relativ, aber ich will absolute Einsamkeit im Rahmen der Hardanger Möglichkeiten ! )

Wie ist normalerweise das Wetter Anfang April ? Liegt noch viel Schnee und ist es noch richtig kalt, oder kommt der Frühling dann doch durch ? Nicht das tagsüber wieder 5°C sind und der Schnee anschmilzt....:(
Oder sollte man besser vor Ostern, also mitte März fahren ?

Wir wollen 2 Tage auf einem See zurücklegen. Wie lange trägt das Eis ?

Wo bekommt man die GPS-Koordinaten der Hütten her ? Gibt es dazu Links oder tolle Karten ? (Im Schneestrum können 200m Meßfehler aus ner schlechten Karte schon reichen, um die Hütte nicht zu finden...)


Freue mich über zahlreiche Antworten und Erfahrungen !!!

Vielen Dank !

Helena Kol
13.01.2005, 14:33
Hallo Aircontrol,

ich kenne zwar Hardanger nicht, war aber vor 2 Jahren in Lapland, landschaflich ist es glaub ich vergleichbar.
Die Hütten sind im Winter unbewirtschaftet, vor Ostern ziehen die Wirtsleute ein, und Ostern soll es sehr voll sein.
Wir sind Ende Februar-Anf. März von Abisko den Kungsleden nach Süden gelaufen und sind in 10 Tagen in einem Bogen nach Abisko zurückgekehrt. Es war noch sehr ruhig und einsam.
Zu der Ausrüstung: man sieht Verschiedenes, manche gehen mit Schneeschuhen, die meisten aber haben eine Art Telemarkski wie in Skandinavien allgemein üblich, mit Pulkas oder öfter einfach mit Rucksack. Die Pulkas kann man oft vor Ort mieten, aber auch die kleinsten sind für paar Tage in der Natur einfach unnötig groß und schwer.
Da wir Langläufer sind, haben wir die Tour mit alten Langlaufski gemacht. Weil mit dem Rucksack auf dem Rücken der schmale Ski einbrechen würde, haben wir uns für selbergemachte Pukas entschieden. Wir haben uns die billigsten Kinderbobs aus Plastik gekauft die es gab, die an einen Beckengurt mit Gummi befestigt und den Rucksack mit Gummizügen drauf. So haben wir uns die Option offengelassen, den Rucksack samt dem leichten Bob zu schultern und auf Stellen ohne Schnee (oder zu steil) zu laufen.
Auf diese Weise konnten wir richtig schnell laufen.
In der relativ flachen, gewellten Landschaft muss man bei Tourenski mehrmals am Tag die Felle auf- und abziehen (nasse Felle kleben schlecht), kommt langsammer vorwärts, die Abfahrten lohnen nur selten. Die ganze schwere Tourenausrüstung wirkt auf die leichtgewichtig ausgerüsteten Skandinavier sehr exotisch.

Helena