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Vollständige Version anzeigen : Wandertour in den Vogesen


Didi
21.06.2004, 14:17
???
Ich suche eine Wandertour, möglichst von Ferme Auberge zu Ferme Auberge, so daß ich wieder einfach an den Ausgangspunkt komme.
In jedem Fall in den Hochvogesen !!
Wanderdauer evtl. von Donnerstag bis Sonntag.
Wie reise ich an ?
Wo stelle ich das Auto ab ?
Welches sind die Fermes zum Übernachten ?

ThomasFFM
21.06.2004, 16:08
Hallo, Didi!

Da hast Du aber die Qual der Wahl - fast ebenso könntest Du eine Wandertour in den Alpen suchen!

Ok, ich gehe davon aus, dass Du die Hochvogesen meinst. Am einfachsten kommst Du ins Münstertal westlich von Colmar. Dort sind die Hochvogesen besonders imposant, allerdings am Wochenende auch stark besucht, weil es weit und breit kein zweites Mini-Hochgebirge dieser Art gibt. Trotzdem - wenn Du dort noch nie warst, wirst Du begeistert sein. An Wanderrouten und Fermes-Auberges mit Übernachtungsmöglichkeit herrscht kein Mangel.

Da Du am Donnerstag an- und am Sonntag abreisen willst, wirst Du an diesen Tagen wohl keine Riesenetappen gehen wollen. Daher folgender Vorschlag:

Auto in Metzeral abstellen (liegt im Münstertal, etwas südlich von Münster, also NICHT an der Straße zum Col de la Schlucht!).

1. Tag: Metzeral - Lac de Schiessrothried - Hohneck - Trois Fours (zwei Unterkünfte, nämlich eine Ferme-Auberge und daneben eine bewirtschaftete Hütte des Französischen Alpenvereins), knapp 4 Std.

2. Tag: Trois Fours - Col de la Schlucht - Sentier des Roches (gesicherte, fast klettersteigartige Steiganlage) - Gaschney - Ferme-Auberge Firstmiss, gut 5 Std. (keine Übernachtung, aber nebenan eine unbewirtschaftete, allerdings normalerweise geöffnete Hütte des Club Vosgien, vorher anmelden oder evtl. Tour in umgekehrter Richtung gehen!).

3. Tag: Firstmiss - Col d'Hahnenbrunnen - Petit Ballon, 6 Std.,Übernachtung in der Ferme-Auberge Rothenbrunnen oder, etwas unterhalb, Ferme-Auberge Kahlenwasen (letztere hat mir gut gefallen, bin aber nur eingekehrt).

4. Petit Ballon - Metzeral, gut 2 Std.

Solltest Du noch Fragen haben, ausgerechnet diese Strecke schon gegangen sein usw., dann melde Dich ruhig noch einmal!

Gruß
ThomasFFM

Didi
21.06.2004, 18:08
Hallo Thomas,
du hast recht !!
vielen Dank für Deinen Tip !!
Ich war schon 6-7 mal in den Hochvogesen. Mehrmals auf Ferme Auberge Strohberg, Rothenbrunnen, Kahlerwasen etc. ........aber nur auf Tageswanderungen und zum Melkeressen. Auch mit dem Wohnwagen waren wir schon in Mittlach etc.
Mir fehlt nur noch die mehrtägige Tour zu mehreren Ferme Auberges. Dazu möchte ich dieses Portal nutzen.
Nochmals vielen Dank !!

Gruß
Didi

ThomasFFM
21.06.2004, 19:47
Hallo, Didi!

Eigentlich fehlt Dir die insgesamt dreiwöchige Nord-Süd-Durchquerung der kompletten Vogesen mit dem roten Rechteck! Das wäre natürlich eine Tour der Superlative, wobei ich persönlich die mittleren Vogesen mit ihren Riesenwäldern und den vielen Sandsteinfelsen immer mehr mag. Wenn Du Dich - es geht natürlich auch in Abschnitten - darauf einlässt, wirst Du es nicht bereuen. Ich bin den Weg schon zweimal gegangen!

Sehr schön dürfte auch die fünf- bis sechstägige Tour rund um das Tal von St. Amarin sein; auch dort übernachtet man zumeist in Fermes-Auberges und bleibt die ganze Zeit über auf der Höhe. Und schließlich ist auch die Gegend des Ballon d'Alsace toll. Du siehst: so viele Möglichkeiten, dass ein Menschenleben kaum ausreicht, sie alle zu erkunden!

Gruß
ThomasFFM

Didi
22.06.2004, 07:23
Danke für die Tips,
ich werde die Tour in meine Überlegungen einbeziehen !!,

Guest
20.07.2004, 21:48
Hallo Didi,

ich wandere jedes jahr zusammen mit meiner Frau für etwa 4 Tage in den Hochvogesen, wobei wir denn Frühsommer oder den Herbst als Wanderzeit bevorzugen. Wir haben schon in einigen Ferme Auberges übernachtet, sind aber in den letzten Jahren immer in der Ferme Auberge Trois Fours gewesen. Die haben 5 - 6 Doppelzimmer und ich meine 2 Schlafsäle. Die übernachtung kann man allerdings nur mit Halbpension buchen, wobei typische Elsässer Gerichte wie die Melkermahlzeit, Fleischkuchen, Heidelbeerkuchen, Kassler mit Kartoffelbrei und nicht zu vergessen den selbstgemachten Münsterkäse gereicht wird. Ich glaube ich habe letztes Jahr für eine Übernachtung 32,- €/Person/HP bezahlt.
Du kannst aber auch in der Ferme Auberge Breitouse (direkt an der Route des Cretes, hat aber nur Schlafsaal), Steinlebach beim Markstein (Zimmer u. Schlafsäle), Ferme Auberge Schmargult (Nähe Hoheneck - Zimmer). Es gibt auch noch andere Unterkunftsmöglichkeiten, so direkt am Pass der Col de la Schlucht oder natürlich in den Pensionen und Hotels unterhalb der Hochvogesen (es gibt genügend).
Wenn Du jedoch in einer Ferme Auberge auf über 1100 Meter übernachten willst, empfehle ich Dir Trois Four. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zur Col de la Schlucht und Hoheneck, ca. 500 Meter von der Route des Cretes entfernt. Du hast abends eine Ruhe, wie Du sie sonst nur in wirklich einsamen Gegenden erfährst. Der Sternenhimmel ist nirgends so nah und klar wie dort. Ich würde Dir raten, einen Ferme Auberge Führer zu kaufen, es gibt einige im Buchhandel. Dort kannst Du Dich über die Ausstattung, Übernachtungsmöglichkeiten, Preise, etc. informieren. Zur Abenddämmerung kommen Gemsen (es gibt viele um das Hoheneck, sie sind fast zahm) auf die Wiese vor die Ferme Auberge. Von Trois Four aus kannst Du mehre Tagestouren unternehmen.

1. Trois Four - Hoheneck - Ferme Auberge Schiessrothütte - Gaschney (dort gibt es auch eine Ferme Auberge) - Frankenthal - den Felsenweg Sentier des Roches - Col de la Schlucht - Trois Four.

2. Trois Four - Hoheneck - Schiessrothütte - Lac de Schiessrothried - über den Felsenweg (etwas Anspruchsvoll) -Kerbholz (dort ist eine wunderschöne Wiese zum Rasten) - Ferme Auberge Kastelbergwasen - Hoheneck - Trois Four.

3. Trois Four - Col de la Schlucht - Höhenweg (GR 5, sehr schöner Höhenweg mit Blick Richtung Rheineebene und in die Vogesen hinein) bis zum Lac des Truites (Forellensee). Dort befindet sich für mich einer der schönsten Ferme Auberge le Forlet (Einkehren, Münsterkäse kaufen). - zurück über den Lac Vert (Grüner See) mit Ferme Auberge Gaertlesrerain - Ferme Auberge Seestaettle - Baerenbach - Hirschsteine - Col de la Schlucht - Trois Four.

Man kann auch den GR 5 oberhalb vom Lac des Truites weitergehen bis zum Lac Blanc (Weißer See). Von dort aus zurück über den Lac Noir (Schwarzer See) - Lac des Truites - und dann wie oben beschrieben

4. Trois Four - Hoheneck - Ferme Auberge Firstmiss - über den Rainkopf - Rothenbachkopf - Ferme Auberge Rothenbach -Batteriekopf und zurück. Man kann aber auch weiterwandern auf der GR 5 über den Col de Hanhnenbrunnen zum Markstein (Hotel) und dort übernachten. Bevor man zum Markstein kommt befindet sich ca. 400 meter von der Route des Cretes entfernt die Ferm Auberge Steinlebach (Zimmer und Bettenlager). Von Trois Four bis Steinlebach wäre es eine Tagestour.

Von dort aus kann man am nächsten Tag bis zum Grand Ballon (höchster Berg der Vogesen mit 1424 Meter), immer auf dem Höhenweg, hin und zurück wandern. Einkehren bei Madam Haag (Ferme Auberge Haag) unterhalb des Grand Ballon. Von dort aus sieht man bei klarer Sicht die Berge der Schweiz wie Mönch, Jungfrau etc.

5. Auto an der Route des Cretes und zwar zwischen Col de la Schlucht und Markstein beim Col de Hahnenbrunnen abstellen und auf dem Höhenweg zum Petit Ballon und zurück wandern. Einkehren in der Ferme Auberge Rothenbrunnen (ich glaube die vermieten auch Zimmer und mittags machen zwei Rentner Stimmungsmusik). Auf dieser Strecke ist wenig los. Nicht versäumen darf man, auf dieser Strecke über den Klinzkopf zu gehen, von dort aus hat man eine fantastische Aussicht in die Vogesen und in die Täler.

Es gibt noch sehr viele Wanderstrecken, die ich hier aufführen könnte. Die von mir beschriebenen Touren befinden sich alle in den Hochvogesen. Es gibt aber auch in der zweiten und dritten Reihe (Bergketten in die Vogesen rein) sehr schöne Wandertouren, die weitaus weniger frequentiert sind.
Wenn Du es einrichten kannst, gehe unter der Woche in die Vogesen. Am Wochenende ist dort an der Col de la Schlucht, Rute des Cretes, Markstein, Grand Ballon immer viel los. Unter der Woche gehören Dir die Vogesen.
Kaufe Dir im Buchhandel eine Wanderkarte (z.B. Carte des Vosges -Hoheneck Petit- Ballon Trois Epis, Taennchel Dambach, Grand Ballon Thann etc. , Maßstab 1 : 25.000). Man bekommt die Karte auch dort in den Ferme Auberge oder in Läden.

Noch ein Tip: Münster, Kaisersberg, Geradmer, Lac de Longemer, Lac de Retournemer (Eiszeitseen) sind in der Nähe. Viele Endmoränen und und und...


Viel Spaß


Karl

Guest
21.07.2004, 07:55
:D ;D :) :D ;D
Hallo,
vielen herzlichen Dank für deine Mühe.
Genau dein Klasse-Beitrag hat mir noch gefehlt.
Mehr Anregung geht wirklich nicht.
Vielen, vielen Dank für deine Mühe !!!

Grüße deine Frau und wer weis, vielleicht sieht man sich mal auf einer Ferme Auberge !!

Tschüs und Danke
Roswitha und Dieter

ThomasFFM
21.07.2004, 11:05
Hallo!

Karls Eintrag ist wirklich sehr informativ. Die Ferme-Auberge Trois Fours ist mir auch als sehr angenehm und komfortabel in Erinnerung. Das Gebiet zwischen dem Lac Blanc und dem Hohneck ist sicher das wildeste und alpinste der gesamten Vogesen; so etwas dürfte es in unseren Breiten außerhalb der Alpen kein zweites Mal geben. Allerdings hat sich das - siehe Karls Beitrag - herumgesprochen. An Wochenenden ist etwader - unbedingt Trittsicherheit und schneefreies Wetter erfordernde! - "Sentier des Roches" eine Karawanenstrecke, und man trifft viele, die dort eigentlich nichts zu suchen hätten. Dass nicht mehr passiert, wundert mich.

Auch sollte man an Wochenenden den Bereich der Route des Crêtes möglichst meiden, es sei denn, man liebt die "Musik" der zahllosen Motorräder, deren todesmutige Fahrer tagsüber natürlich auch so manche Ferme-Auberge bis auf den letzten Platz füllen.

Aber die Hochvogesen umfassen schließlich nicht nur die Route des Crêtes und den Petit Ballon und haben auch anderswo noch sehr viel Wildheit und Urwüchsigkeit zu bieten. Und auch Fermes-Auberges mit Übernachtungsmöglichkeit.

Oberhalb von Ribeauvillé liegt die Auberge Claussmatt, oberhalb von Sainte Marie-aux-Mînes und somit zwischen Taennchel und dem unvergleichlich aussichtsreichen Brézouard die komfortable Ferme-Auberge Le Petit Haut, zwischen Le Bonhomme und der Tête des Faux (1220 m hoher Gipfel, Schlachtfeld von 1915) der Gîte d'étape Ètang du Dévin, zehn Minuten vor dem gleichnamigen verlandeten Karsee, wo ich mich erst am Sonntagabend wieder sehr wohl gefühlt habe.

Eine ganz phantastische, stille Kammwanderung führt vom Rainkopf nach Süden über den westlich der Route des Crêtes verlaufenden Kamm. Für die Übernachtung kämen dort die Auberge auf dem Grand Ventron, die Ferme-Auberge Felsach (unvergleichliches Ambiente!) sowie die Ferme-Auberge auf dem Drumont (phantastische Aussichtslage!) in Frage sowie - trotz gegenteiligen äußeren Anscheins - das Hotel Rouge Gazon (auch Schlafsäle).

Ebenso lohnend wäre die neunstündige Höhenwanderung von Thann zum Ballon d'Alsace, die man in der etwas abseits des Weges gelegene Ferme-Auberge du Gsang oder eben am Rouge Gazon unterbrechen könnte (und sollte, weil die Strecke sonst über die Kräfte Normalsterblicher geht). Kurz vor dem Ballon d'Alsace bieten sich die Hütte an den beiden Neuweihern und die Ferme-Auberge Gresson als Quartiere an. Südwestlich des Ballon d'Alsace, an dem Richtung Giromagny - Belfort hinab führenden GR 5, findet man die Ferme-Auberge du Mont-Jean, ein gar nicht mehr elsässisch anmutender Bergbauernhof, wo mir vor einigen Jahren u. a. Baguettes mit warmem Ziegenkäse und ein schönes Rösti vorgesetzt wurden.

Also Möglichkeiten in Hülle und Fülle, es muss nicht immer das Hohneck-Gebiet sein!

Gruß
ThomasFFM

Guest
27.07.2004, 17:09
Hallo Ihr Profis,

auch wollte dieses Jahr in den Vogesen wandern gehen.
Meine Frage, ich hoffe sie ist nicht kätzerisch: Kann man zu den Fermes Auberge mit dem Auto fahren, und dann von dort loswandern und dort wieder übernachten? Dann am nächsten Tag zur nächsten Ferme Auberge etc.
Grund ist natürlich, dass ich gern das Gepäck zurücklassen würde...

Danke und viele Grüße,
Julia

Guest
03.08.2004, 18:39
Hallo Julia,
natürlich kannst Du zu den meisten Ferme Auberge mit dem Auto hinfahren.


Für diejenigen, die in der Ferme Auberge Trois Fours übernachten wollen, hier die Tel.-Nr.:
00333/88864064 (man spricht gebrochen Deutsch).
Einfache, saubere Zimmer, Etagentoilette und Duschen, Waschbecken k/w im Zimmer.
Momentan ist Heidelbeerzeit!


Gruß Karl

Guest
30.08.2004, 12:43
Hallo,

und ich würde gerne noch eine Frage bzgl. einer Wochenendtour in den Nord(?)vogesen anschliessen.

Wir haben leider nur das Wochenende Samstag/Sonntag und würde gern eine 2 Tagestour in den Nordvogesen machen. Grund für die "Nordvogesen" ist die möglichst geringe Anfahrtszeit aus Richtung Saarbrücken.

Wer kann uns hier Hinweise auf schöne (und möglichst wenig belaufenene, was sich am WE schweirig ist) Touren geben. Am besten mit Hinweisen wo es losgeht (Ort) und mögliche Übernachtungen...

Vielen Dank schonmal und liebe Grüße,
Andreas

ThomasFFM
30.08.2004, 15:36
Hallo, Andreas!

Versucht es doch mal mit folgender Runde direkt an der Grenze:

1. Tag: Anfahrt nach Schönau (ab SB wohl über Zweibrücken - Eppenbrunn), das liegt noch in der Pfalz. Nun über Ruine Blumenstein (bis hierher blau-weißer Strich) - Friedenskreuz - Florenberger Hals (gelb-roter Strich), danach wieder blau-weiß über den Bayrischen Windstein bis kurz hinter einen kleinen Weiher. An einem Waldrand - derzeit unmarkiert - links ab auf ebenem Fahrweg, leicht zu finden; wenige Hundert Meter später kreuzt das gelbe Rechteck den Fahrweg. Mit diesem möglichst nach rechts zur Ruine Lützelhardt, dann in Gegenrichtung nach Obersteinbach, insgesamt 4-5 Std. Übernachtung sehr gut im Gîte d'étape bei Mme. Berring-Flaig, 29 Rue Principale, Telefon aus D 0033 / 388 09 55 26. Auf Vorbestellung gutes erweitertes Frühstück! Abendessen am besten im Restaurant Au Wachtfels, 55 (?) Rue Principale.

2. Tag: Kurz auf der Rue Principale Richtung Lembach (östlich), dann links ab mit rotem Rechteck: Ruine Wasigenstein - Zigeunerfels - Ruine Frönsburg. Von dort mit blauem Rechteck links haltend nach Hirschthal (wieder Pfalz) und auf der Straße oder auf der linken Talseite (gelb-grüner Strich) zurück nach Schönau.

Diese route ist nicht so stark begangen wie die Burgen oberhalb des Fleckenstein.

Falls Ihr dieses Gebiet schon kennt, könntet Ihr auch nach Niederbronn-les-Bains (über Bitche) fahren. Von dort am ersten Tag mit rotem Balken nach Lichtenberg, 5:30 Std., (Gîte d'étape, zwei Gasthöfe, Au Soleil gut!) und am zweiten Tag nach der Burgbesichtigung (nicht auslassen!) mit blauem Balken zurück nach Niederbronn, 3:30 Std. Die für die Anmeldung im Gîte nötige Telefonnummer müsste ich nachschlagen. Und hoffentlich hat mir bei den Markierungen mein Gedächtnis keinen Streich gespielt!

Gruß
Thomas

Andycisa
31.08.2004, 18:44
Hallo Thomas,

vielen Dank für die Tips. Wir werden uns mal eine Wanderkarte von der Gegend besorgen und dann wahrscheinlich am 10./11.9. die Gegend unsicher machen!

Danke und Grüße,
Andreas

Andycisa
03.09.2004, 09:33
Hallo, Andreas!

Versucht es doch mal mit folgender Runde direkt an der Grenze:
.......
Gruß
Thomas

Hallo Thomas,

noch eine Frage, welche Karte nutzt Du denn für die Gegend bzw. kannst Du empfehlen und kann man die irgendwo online bestellen?

Danke und Grüße,
Andreas

ThomasFFM
03.09.2004, 11:19
Hallo!

Man kann entweder mit einer Karte des Institut Géographique National und des Club Vosgien im Maßstab 1:25.000 wandern; wo man die bekommt (Versandbuchhandlung Schrieb), habe ich hier irgendwo geschrieben. Die zweite und billigere Möglichkeit für das Grenzgebiet wäre die Karte 1:25.000 "Dahn", herausgegeben vom Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz. Die sollte es vor Ort geben. Die Orientierung bei dieser Tour ist aber auch überall recht einfach.

Gruß
ThomasFFM

Guest
07.09.2004, 18:37
Hey, klasse, da suche ich eine Route für ein Wanderwochenende in den Vogesen und hier steht alles, was ich wissen will :) !!!

...nur noch eine Frage: sind die Ferme-Auberges so voll, daß man vorher buchen sollte, oder kann man da im September auch so unterkommen?

Liebe Grüße
Barbara

ThomasFFM
07.09.2004, 19:48
Hallo, Barbara!

Danke für das Lob! 8)

Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass Du in fast allen Fermes-Auberges unangemeldet unterkommen müsstest, wobei es natürlich sehr auf die Anzahl Deiner Begkommt. Einige Unterkünfte haben nicht so viele Schlafplätze, die Ferme-Auberge Felsach hat z. B. 18. An Wochenenden würde ich mich vorher anmelden. An Werktagen würde ich vom vorherigen Quartier aus anrufen und reservieren. Denk auch daran, dass manche Fermes-Auberges einen Ruhetag haben - da würdest Du vermutlich vor verschlossenen Türen stehen.

Gruß
ThomasFFM

mojo
16.09.2004, 13:44
Hallo Karl!

Bist Du Dir sicher bei der Telefonnummer der Ferme Auberge 'Trois Fours'?

Ich habe zwei andere gesehen:
0033 3.89.77.67.68

und außerhalb der Saison:
0033 3.89.77.31.14

Gruß Thomas

Guest
27.09.2004, 12:44
hey ihr Profis!

freut mich sehr , hier soviel gute Infos auf einem Haufen zu sehen, das ist ja nicht selbstverständlich...

mir bleiben nur zwei fragen offen:

Ich plane eine mehrtägige wanderung ende oktber; haben da die Ferme / Auberges noch geöffnet? (Ich bilde mir ein, die schliessen zum 1.10?)
und zweitens, was zahlt man denn für eine Übernachtung (pi mal daumen?)
Vielen Dank für euere Hilfe!

Gruss, Lutz

ThomasFFM
27.09.2004, 14:12
Hallo, Lutz!

Ich fürchte auch, dass Ende Oktober die meisten Fermes-Auberges geschlossen sind. Welche Route schwebte Dir denn vor? Vielleicht fällt mir dann noch die eine oder andere Übernachtungsmöglichkeit ein. (Der Gîte d'étape beim Étang du Dévin sollte auf jeden Fall geöffnet sein, aber melde Dich vorher vorsichtshalber an! Die Hotels am Col de la Schlucht sind sicher auch nicht alle geschlossen, aber - soweit ich gehört habe - nicht sehr empfehlenswert. Die Hütte des Französischen Alpenvereins auf Trois Fours, oberhalb des Col de la Schlucht, sollte auch geöffnet sein.)

Übrigens würde ich mir so spät im herbst auch nicht mehr unbedingt eine Tour in den Hochvogesen vornehmen. Ende Oktober war, solange ich mich erinnern kann, fast immer Schmuddelwetter. Das heißt nicht, dass es ununterbrochen regnet, obwohl auch das passieren kann, aber der "goldene Oktober" - so es einen gab - war regelmäßig vorbei, und es war sehr windig. Das bedeutet auf den baumlosen Kämmen der Hochvogesen dann in der Regel Sturm, dem man oft stundenlang nicht ausweichen kann. Mir würde das keinen Spaß machen...

Für diese späte Zeit würde ich die Mittel- oder Nordvogesen vorziehen, dort ist man meistens durch den Wald vor dem Sturm geschützt, und lohnende Tourenmöglichkeiten gibt es dort auch.

Ach ja - für Halbpension auf einer Ferme-Auberge solltest Du um die 30 € kalkulieren. Manche sind auch ein paar Euro günstiger, z. B. ganz im Süden die besonders empfehlenswerte Ferme-Auberge du Gresson (oberhalb von Sewen, im Gebiet des Ballon d'Alsace gelegen, übrigens ist das gesamte Gebiet dort unten im tiefen Süden ein wahrer Geheimtipp!).

Ich hoffe, ich habe Dir fürs erste helfen können. Frag ruhig weiter!

Gruß
ThomasFFM

Guest
28.09.2004, 14:54
Hallo Thomas, vielen Dank für die schnelle Antwort!

das schmuddelwetter schreckt mich nicht so sehr (und ich war schon 1-2 mal in der Gegend um Thann :-) ) aber nicht trocken schlafen zu können tut es inzwischen.
Ernsthaft, das habe ich bereits befürchtet(das die Fermes bereits dicht haben).
Sei´s drum,
nordvogesen mag ich auch furchtbar gerne, müsste mir aber mal die gegend genauer ansehen. Bis jetzt lief es immer so ,das wir meistens bekannte tagestouren gemacht haben - zb Die 3 burgentour um den Hanauer Weiher, zur grotte de fees, und in lembach gibt es ein kurzes Stückchen mit 3 "grottes", das wir gerene gegangen sind. Was neulich dazukam war die gegend um den Lac de Maix und dabei auch noch der Lac de pierre perceé.
Wenn du da noch schöne Tagestouren weisst oder Büchertipps hast, immer raus damit :-)
Eine alternative wäre eine Wanderung über mehrere Tage durch die Nordvogesen. Ich würde die erste Etappe der im Buch "zu Fuss durch die Vogesen" beschriebenen Vogesen durchwanderung angehen, aber meine Frage : Gibts da irgendwo erfahrungsberichte?
Meine grölsste Angst ist mehr in Dörfern als auf der Strasse unterwegs zu sein...

Danke schonmal im voraus, Lutz

Guest
28.09.2004, 14:56
Meine grölsste Angst ist mehr in Dörfern als auf der Strasse unterwegs zu sein...




Blödsinn. Soll heissen: Mehr auf Strassen als im Wald.

Und meine Bitte um Wandertiupps bezieht sicht hauptsächlich auf die beiden Lacs :-)

Grüsse, Lutz

ThomasFFM
28.09.2004, 20:34
Hallo, Lutz!

Erfahrungsberichte? Was willst Du denn wissen? Frag mir ruhig Löcher in den Bauch! Die Wanderung von Wissembourg / Weißenburg nach Saverne nimmt fünfeinhalb Tage in Anspruch, verläuft durchweg auf Sandboden (Regenwasser versickert!) und ist wirklich herrlich, wobei die Süd-Nord-Richtung vielleicht noch lohnender ist, weil man da auf die Höhepunkte zu wandert. Rückfahrt mit dem Zug (www.bahn.de).

Die Strecke Saverne - Urmatt wäre auch eine wirkliche Prachttour, landschaftlich fast noch abwechslungsreicher als die Nordvogesen, weil sich die Landschaft allmählich ändert. Dauer: zwei Tage, Gehzeit 7 und 6 Stunden. das im Führer empfohlene À la Chasse" in Urmatt hat allerdings einen neuen Besitzer; ob das Restaurant noch so empfehlenswert ist wie früher, weiß ich nicht. Der Weiterweg zum Donon ist auch sehr schön und einsam, allerdings wegen der vielen Höhenmeter im Aufstieg auch etwas anstrengend. Wenn Du dann noch nicht genug hast, kannst Du über Hautes Chaumes - Chatte Pendue - Salm nach Schirmeck absteigen, insgesamt sicher noch einmal 6-7 Std., aber herrlich und landschaftlich wieder völlig anders!

Schließlich bietet sich auch die Zweieinhalbtagestour Schirmeck - Salm - Chatte Pendue - Hautes Chaumes - Donon - Urmatt an, in dieser Richtung ist sie sogar weniger anstrengend. Vorsicht, ich würde im Herbst nicht in der an sich sehr gemütlichen Ferme-Auberge de Salm übernachten - unbeheizbarer und auch etwas feuchter Schlafsaal!

Gruß
ThomasFFM

Guest
30.09.2004, 12:34
Hallo Karl!

Bist Du Dir sicher bei der Telefonnummer der Ferme Auberge 'Trois Fours'?

Ich habe zwei andere gesehen:
0033 3.89.77.67.68

und außerhalb der Saison:
0033 3.89.77.31.14

Thomas Du hast Recht.

Habe mich bei der Telefonnummer vertan. Es handelt sich hier um eine Ferme Auberge in Neuhäusel, in der wir immer auf dem Rückweg noch Flammkuchen essen. Sorry.
Die richtige Telefonnummer ist die, die Du auch hast(00333/89773114). Habe erst heute dort angerufen und wollte für das Wochenende noch ein Zimmer haben- war alles ausgebucht.

Gruß Karl

keks
11.10.2004, 10:04
Hallo Karl,

ist dass das ganz hintere Haus dort? Ich habe nämlich gehört, dass es 2 nebeneinander gibt. Eines davon soll ziemlich bescheiden sein, das andere dafür spitze.

Gruß
Banu

ThomasFFM
11.10.2004, 15:29
Hallo!

Wenn Du auf dem Zufahrtssträßchen nach Trois Four kommst, ist das größere Gebäude auf der linken Seite die Ferme-Auberge. Ich habe dort übernachtet, allerdings schon 1996; es war wirklich sehr gut und freundlich. Das Haus rechts und weiter hinten ist eine Hütte des Club Alpin Francais; ich habe dort nur mal kurz gerastet und etwas getrunken, kann daher nicht sagen, ob sie "bescheiden" ist. Auf jeden Fall ist die Inneneinrichtung deutlich einfacher, eben hüttenmäßiger.

Gruß
ThomasFFM

Guest
14.10.2004, 20:19
Hallo Banu,

Thomas hat es recht gut beschrieben. Wenn man zunächst die unbefestigte Straße (es sind nur 100 Meter, dann kommt Asphalt) Richtung Trois Fours fährt, dann kommt auf der linken Seite zunächst eine Käserei. Danach kommt die Ferme Auberge und dahinter befindet sich die Hütte vom franz. Alpenverein.

Habe vor einigen Tagen eine e-mail von einem Interessenten erhalten, der am letzten Wochenende eine Wanderung über mehrere Tage wohl dort machen wollte. Wäre nett, wenn er seine Eindrücke hier veröffentlichen würde.

Gruß Karl

keks
19.10.2004, 14:59
Hi Karl&Thomas,

danke für die Antwort.

Bin mit einigen Trekkingfreunden das letzte Oktober-WE dort unterwegs und werde mir selbst einen Eindruck machen.
Ich habe aber gehört das die Fermes Trois Fours geschlossen sein soll.

Wir haben noch was in der F.A. Breitzhousen bekommen. Hoffe dass wir halbwegs trockenes Wetter haben.

Gruß
Banu

Paddeljule
19.10.2004, 21:59
Hallo Thomas,
ich bin ganz neu hier.
1.Frage bist du der Autor von dem Buch " Zu Fuß durch die Vogesen"
Das ist der beste Wanderführer, den ich je hatte.
2.Frage:
wir wollen 3 Tage am 1.Nov. Wochenende in die Vogesen und ich habe folgenden Plan.
1.Tag Mit dem Auto bis Urmatt,
Wanderung bis zum Donon wie im Buch Nr 35 beschrieben. Übernachtung Hotel du donon
2.Tag Wanderung zum lac de la maix, col de la praye, haute chaumes, chatte pendue, Salm
Eigentlich wollten wir in der FA Salm übernachten. Aber jetzt schreibst du ja, dass die im Herbst nicht zu empfehlen ist. Weißt du eine Alternative zum Übernachten. Die F A in Bellefosse soll ja toll sein, aber das ist glaube ich zu weit.
Am 3.Tag wollen wir dann von Schirmeck oder Rothau oder sonstwo mit dem Zug nach Urmatt zurückfahren.

Hast du eine Idee?

Gruß Judith aus Mannheim

ThomasFFM
20.10.2004, 06:53
Hallo, Judith!

Danke für das Kompliment! :) Stimmt, ich habe dieses Buch verbrochen.

Zu Deinen Fragen:

2) Sehr schön und einsam, könnte im Herbst - kürzere Tage - aber auch ein Wettlauf mit der Zeit werden, zumal da man die angegebenen Zeiten auch überbieten kann (viele Höhenmeter im Anstieg!). Ihr solltet schon früh aufbrechen. Ich komme ursprünglich selbst aus Mannheim; mit dem Auto wird man bis Urmatt zwischen zwei und zweieinhalb Stunden reine Fahrzeit rechnen müssen. Das Hôtel du Donon ist wirklich sehr gut und hat neuerdings sogar ein schönes Hallenbad!

Der Abstecher zum Lac de la Maix könnte am zweiten Tag etwas zu viel sein. Für die Etappe Hôtel du Donon - Salm muss man schon gut 5 Std. rechnen, zum Hotel in Fréconrupt noch einmal 45 Minuten ab Salm, gelbes Rechteck; das Hotel ist das erste Haus, das man auf diesem Weg erreicht. So gerne ich Salm mag - Ende Oktober wird es dort wirklich feucht und ungemütlich. Aber die Tour über Hautes Chaumes - Chatte Pendue ist wirklich toll, einer der schönsten Höhenwege der mittelvogesen!

Bellefosse ist wirklich zu weit und, sorry, auch nicht mehr zu empfehlen. Ich weiß nicht, was mit der Wirtin los ist; ich wollte dort mal mit einigen Leuten etwas Käse essen, und sie ließ uns nicht mal in den - angeblich vollen Gastraum (aber draußen standen praktisch keine Autos), scheuchte uns wie lästige Fliegen bzw. wie Landstreicher weg und hatte sichtlich keine Lust. Dabei war ich zweimal dort und habe mich damals sehr wohl gefühlt. Ok, nach Voranmeldung mag es gehen; mich jedenfalls behandelt man nur einmal in dieser Weise.

Von Fréconrupt aus

Wenn Ihr an einem Sonntag von Schirmeck nach Urmatt zurückfahren wollt, informiert Euch vorher über die Verbindungen; die sind an Sonn- und Feiertagen stark reduziert!

Ich hoffe, ich habe Euch etwas geholfen! Wenn Ihr noch Fragen habt, fragt ruhig!

Gruß
ThomasFFM

Paddeljule
20.10.2004, 10:25
Hallo Thomas,
danke für die schnelle Antwort.
Ich habe meinen Plan etwas umgestellt. Was hälst du davon, bzw. ist das empfehlenswert?
1.Tag, Sa :Fahrt mit PKW von MA nach Urmatt, dort weiter mit Zug bis Rothau (10.26 ab, 10.46 an)
Wanderung über Salm, chatte pendue, hautes chaumes,col de praye zum Hotel du donon.
2.Tag, So: Rundwanderung zum Donongipfel, bzw. beide Gipfel und wenn das nicht reicht, noch ¤*#zum lac de maix ¤*#mit kl. Gepäck. nochmal Übernachtung im Hotel du donon.
3.Tag, Mo: Rückweg nach Urmatt um den Donon herum, rocher de mutzig, porte de pierre.
Ich denke, dann wird das nicht ein Wettlauf gegen die Dunkelheit. Außerdem können wir dann den wohl anstrengenden Donongipfel mit leichten Gepäck machen.
Was hältst du davon?
Ich habe noch nicht reserviert im Hotel du Donon, werde ich aber noch tun. Hast du eine Ahnung, wieviel das kostet?

Gruß Judith

ThomasFFM
20.10.2004, 11:29
Hallo, Judith!

Wenn ich mich richtig erinnere, kostet das Doppelzimmer im Hôtel du Donon zwischen 50 und 60 € pro Nacht (mit Dusche, WC, TV); Frühstück (großes Buffet) geht extra. Abendessen ist dann à la carte möglich.

Hmmm - der Weg Rothau (oder Schirmeck, das würde sich zeitlich nichts nehmen) - Chatte Pendue - Hôtel du Donon ist nicht oder kaum kürzer als die Route von Urmatt aus. Es gäbe aber die Möglichkeit, bis Salm - das Wegstück dorthin ist nicht so überragend - mit dem Taxi zu fahren: Taxi Schmitt, Telefon aus Deutschland 00 33 / 388 97 03 60; dort wird allerdings nur Französisch gesprochen. Das sollte man natürlich besser im Voraus bestellen. Die Fahrt spart eineinhalb Gehstunden, zudem muss man den Weg bis Salm nicht unbedingt gegangen sein. Die restliche Strecke umfasst immer noch ca. 5 Std., allerdings verläuft die letzte Stunde ab Col du Prayé zuerst auf einem Fahrweg und dann auf einem kaum befahrenen Asphaltsträßchen, wo man bei eventuell einbrechender Dunkelheit nicht gleich Kopf und Kragen riskiert.

Eine dritte Möglichkeit - aber dazu bräuchtet Ihr dreieinhalb Tage - wäre folgendermaßen:

1) Anfahrt mit PKW nach Urmatt oder Lutzelhouse, mit Bahn nach Schirmeck, Aufstieg zum Hôtel Bellevue (so heißt es, glaube ich) in Fréconrupt.

2) Wanderung Salm - Chatte Pendue usw., evtl. sogar mit Abstecher zum Lac de la Maix - zum Hôtel du Donon.

3) Mit Tagestepäck nach Urmatt, wo das Auto wartet (in dieser Richtung ca. 6 Std. bis zum Bahnhof). Oder ab Porte de Pierre über Jardin des Fées nach Lutzelhouse, etwas länger, aber auch wunderschön. Ab Urmatt oder Lutzelhouse zurück zum Hôtel du Donon, zusätzliche Übernachtung. Oder evtl. das Gepäck oben abholen und schon nach Hause fahren, was aber etwas anstrengender wird.

4) Heimreise.

Für zusätzliche Abstecher am Heimreisetag bieten sich das Musée Oberlin in Waldersbach (wirklich sehr sehenswert!) und natürlich auch das Gelände des ehemaligen KZ Struthof-Natzweiler an, außerdem möglichst die Stiftskirche in Niederhaslach (2 km Abstecher ab Urmatt) mit ihren einmaligen Glasmalereien. Oder Saverne: Stadtbummel, Pralinen einkaufen usw. ;) Oder Sarrebourg: Glasmalereien von Marc Chagall in der Dominikanerkirche (deren französischen Namen ich gerade nicht parat habe, aber das weiß die Wirtsfamilie im Hôtel du Donon, die gut Deutsch spricht). Überhaupt ist es kein Problem, in dieser Gegend etwas Sehenswertes zu finden!

Ich hoffe, Ihr habt noch Glück mit dem Wetter!

Gruß
ThomasFFM

Paddeljule
20.10.2004, 12:11
Hallo Thomas,
Danke nochmal für deine Auskünfte.Da wir diesmal nur zu Zweit unterwegs sind und deshalb bestimmt recht schnell unterwegs sind, bleib ich bei meinem Plan. . Ich werde dann berichten wie es war.
Ich habe im Hotel du donon angerufen und reserviert. Pro Person und Nacht 57 Euro Halbpension
Auf dem Donon gibts doch nur diese Übernachtungsmöglichkeit gell?
Gruß Judith

ThomasFFM
20.10.2004, 12:14
Hallo, Judith!

Stimmt, auf dem Col du Donon gibt es weit und breit kein anderes Quartier als das Hôtel du Donon. Aber mit dem werdet Ihr sehr zufrieden sein. Badesachen nicht vergessen - gerade nach einer Wanderung ist das Hallenbad eine feine Sache!

Gruß
ThomasFFM

Lungta
26.10.2004, 09:23
Hallo,

ich bin bei der Suche nach Informationen zu den Vogesen durch Zufall über die Suchmaschine auf dieses Forum gestoßen und war gleich ganz begeistert. Da hier anscheinend das geballte Expertenwissen zum Thema Vogesen versammelt scheint, hätte ich gleich mehrere Fragen:

1) Vogesen im Winter: Ich habe irgendwo gelesen, dass man in den Vogesen auch sehr gut Ski-Langlauf machen kann. Hat hier jemand Erfahrungen, kann eventuell geeignet Gebiete nennen oder weiss, wo es weitere Informationen dazu gibt? Stimmt es, dass man auf der (für den Autoverkehr dann logischerweise gesperrten) Route des Cretes laufen kann? Gespurt oder ungespurt? Könnte man dort dann evtl. auch eine Ski-Wanderung machen? Es müsste wohl auch einige Hütten geben, die im Winter geöffnet sind; im Internet bin ich hierzu auf die Auberge de Schantzwasen (ehemals Refuge du Sarrois) gestoßen, die der AV-Sektion Saarbrücken gehört.

2) Vogesen Mitte Mai? Ich bin bei den Vorüberlegungen für die Feiertagswochenenden nächstes Frühjahr. Kann man Pfingsten = Mitte Mai schon in den Hochvogesen wandern? D. h. ist noch mit Schneefeldern zu rechnen, sind die Fermes Auberges/sonstige Hütten geöffnet? Oder besser Mittel- oder Nordvogesen? Ansonsten dürfte aber Anfang Oktober (Wochenende vom 1. - 3. Oktober) doch auf jeden Fall noch OK sein?

Ich kenne mich dort leider überhaupt nicht aus, wollte aber schon immer mal hin.

Beste Grüße

Lungta

Paddeljule
26.10.2004, 09:41
Hallo,
Langlauf kann man super machen in Trois fours, dort gibt es Rundloipen, die sind wunderschön. Wir waren letztes Jahr über Silvester dort, da war das der einzige ¤*#Punkt, wo genug Schnee lag. Gewohnt haben wir ca. 1/2 Autostd. entfernt in xonrupt ( da wir dort jemand kennen.) Unsere Kinder haben wir ins Skigebiet von la Bresse gefahren zum Snowboarden und Skifahren. Dort gibts auch ein Loipennetz. Allerdings war dort zu wenig Schnee. Im Februar war dann angeblich viel. Hier auch ein link
http://www.cc-vallee-munster.fr/pages/sportloisirs/skifond/ski.html

zu 2. Mitte Mai kann man super wandern in den Vogesen. Die ferme auberges haben dann auch auf. Aber es ist ja eh zu empfehlen, sich anzumelden telefonisch, denn die haben auch immer mal wieder Ruhetage.
Gruß Judith

ThomasFFM
26.10.2004, 10:18
Hallo!

Das "geballte Expertenwissen" bezieht sich - zumindest was mich betrifft - auf die schneefreie Jahreszeit. Mit Ski habe ich es nicht. Hat persönliche Gründe und ist keine Wertung, die Anspruch auf Allgemeingültigkeit legt.

Meines Wissens muss man im Winter, wenn man sich direkt auf der Kammhöhe bewegt, bei viel Schnee mit Wächten rechnen. Am Rothenbachkopf gab es vor vielen Jahren mal einen tödlichen Unfall infolge einer Wächte.

Im Mai sollte so ziemlich alles in den Hochvogesen schon machbar sein; allerdings sollte man sich bei sehr schattseitigen, im Steilgelände verlaufenden und somit ohnehin oft nassen, glitschigen Steiganlagen, etwa dem "Sentier des Roches" südlich des Col de la Schlucht, schon irgendwo nach den aktuellen Verhältnissen erkundigen.

Als größere Unternehmungen kann ich eine Durchquerung der Hochvogesen (oder auch der gesamten Vogesen) nicht genug empfehlen.

Gruß
ThomasFFM

Lungta
26.10.2004, 19:48
Besten Dank für die schnellen Auskünfte! Der Hinweis auf Trois Fours bringt mich auf jeden Fall erheblich weiter. Und ich weiss, dass ich mit Mitte Mai nicht völlig verkehrt liege. Bei ausgesetzten Passagen würde ich mir ggf. vorher eine Schlechtwetter-Alternative überlegen.

Vielen Dank

Lungta

Paddeljule
02.11.2004, 16:21
Hallo Thomas,
so, gestern sind wir zurück gekommen, von unserer 3-tägigen Tour durch die Mittelvogesen.
Wir habens so gemacht, wie ich beschrieben hatte. Die Tour war wunderschön, die Wege klasse und rechts und links davon 5 m wars auch schön. Leider haben wir aber nicht mehr gesehen, da es die ganze Zeit neblig war und geregnet hat.
Im Hotel du Donon war alles soweit in Ordnung, aber irgendwie doch etwas unpersönlich. Vielleicht hatte die Wirtin auch gerade Stress, da es ziemlich voll war.
Wir werden die Tour auf jeden Fall nächstes Jahr bei gutem Wetter nochmal machen.
Hast du eine Idee, wie man an eine ordentliche Wettervorhersage vom Donon kommt?
So, das nächste Mal sind wir im Winter in den Vogesen zum Langlaufen.
Hoffentlich schneits bald
Gruß Judith



Hallo Thomas,
danke für die schnelle Antwort.
Ich habe meinen Plan etwas umgestellt. Was hälst du davon, bzw. ist das empfehlenswert?
1.Tag, Sa :Fahrt mit PKW von MA nach Urmatt, dort weiter mit Zug bis Rothau (10.26 ab, 10.46 an)
Wanderung über Salm, chatte pendue, hautes chaumes,col de praye zum Hotel du donon.
2.Tag, So: Rundwanderung zum Donongipfel, bzw. beide Gipfel und wenn das nicht reicht, noch ¤*#zum lac de maix ¤*#mit kl. Gepäck. nochmal Übernachtung im Hotel du donon.
3.Tag, Mo: Rückweg nach Urmatt um den Donon herum, rocher de mutzig, porte de pierre.
Ich denke, dann wird das nicht ein Wettlauf gegen die Dunkelheit. Außerdem können wir dann den wohl anstrengenden Donongipfel mit leichten Gepäck machen.
Was hältst du davon?
Ich habe noch nicht reserviert im Hotel du Donon, werde ich aber noch tun. Hast du eine Ahnung, wieviel das kostet?

Gruß Judith

ThomasFFM
04.11.2004, 21:32
Hallo!

Sorry, habe jetzt erst den letzten Eintrag entdeckt!

Um an eine brauchbare Wetterprognose für die Vogesen zu kommen, genügt die Wetterkarte in der ARD oder im ZDF oder auch z. B. auf www.heute.t-online.de - der Donon ist ja z. B. ca. 50 km Luftlinie von der Grenze entfernt, und warum soll es da viel anders sein als in Baden? Wenn eine Schlechtwetterfront angesagt ist, erreicht sie, da von Westen kommend, die Vogesen ein klein wenig früher als den Schwarzwald, aber das dürfte auch schon der ganze Unterschied sein.

Zugegeben, das Hôtel du Donon ist relativ groß, aber es gab dort bei meinem Besuch einen älteren, überaus gesprächigen Kellner, der uns gut bediente und betreute; sogar die beiden Hunde in unserer Gruppe bekamen ein Leckerli vom Haus! So sehr unpersönlich empfand ich es dort nicht. Aber das mag auch daran liegen, dass ich dort schon öfter war und vermutlich bekannt wie ein bunter Hund bin!

Gruß
ThomasFFM

phacops
05.11.2004, 18:41
Sorry, habe jetzt erst den letzten Eintrag entdeckt!


... und ich hab den ganzen thread erst jetzt bewußt wahrgenommen! ¤*#:D
ist mir doch glatt einer der stärksten im Forum überhaupt durch die Lappen gegangen ¤*#:-[!
wo doch einiges kulinarische zu entdecken ist und ich kenn ¤*#es noch nicht! ¤*#>:( wie Melkeressen und sonstige Spezialitäten.
Dafür mach ich gleich mal nen eigenen thread im Gourmetforum auf und lade alle Vogesen-Wanderer ein, dort vorbeizuschauen und ihre Tips für das leibliche Vergnügen dort zu hinterlassen - besondere Einladung natürlich an den Experten ThomasFFM!

phacops

Lungta
09.11.2004, 17:31
@Paddeljule:
Hast du eine Idee, wie man an eine ordentliche Wettervorhersage vom Donon kommt?

Hier:

http://www.meteo.fr/meteonet/temps/activite/mont/nvosges/prev/masprev.htm

ob sie ordentlich ist, kann ich allerdings nicht beurteilen - jedenfalls gibt es SCHNEEEEE! Nächste Woche werden die Langlaufskie gewachst!

Lungta

Lungta
17.11.2004, 20:34
So, Pfingsten steht jetzt als Termin für eine drei- bis (wohl eher) viertägige Wanderung in den Südvogesen erst einmal fest und vielleicht kann mir der (die) eine oder andere noch ein paar Tips geben. Inzwischen habe ich mir den ganz hervorragenden Wanderführer eines gewissen Moderators zugelegt ;D (@Thomas: Landkarten Schwarz hatte ihn vorrätig ;)). Für die Tourenplanung ist er schon mal Gold wert.

Anscheinend muss man an Wochenenden ja mit einem ziemlich Massenansturm rechnen, was wohl erst recht für ein Feiertagswochenende wie Pfingsten gelten dürfte. Den Massen werden wir wohl kaum entgehen können (gehören wir ja schließlich auch selbst dazu), aber vielleicht den motorisierten Fahrzeugen auf der Route des Crêtes. Nach Einzeichnung der beschriebenen Routen bin ich daher auf folgende Idee für eine ungefähre Routenplanung gekommen:

Zug nach Mulhouse, von dort mit dem Bus nach Masevaux oder ggf. bis Sewen - Aufstieg zum Ballon d'Alsace - GR 5 zum Tête des Perches (alternativ: Anreise nach Thann und von dort auf dem GR 5 zum Tête des Perches) - GR 531 über Tête du Rouge Gazon, Col de Bussang, Petit und Grand Dumont, Col d'Oderen, Grand Ventron, Col de Bramont zum Rainkopf - weiter auf GR 531/sentier des roches bis zum Col de la Schlucht (bei Schlechtwetter Alternativroute) - von dort (aus Zeitgründen) mit Bus (?) oder Taxi ins Münstertal, Rückfahrt mit der Bahn.

Natürlich ginge die Strecke auch anders herum, aber ich denke, dass der sentier des roches am letzten Tag = Dienstag nicht ganz so voll sein dürfte. Was haltet ihr von der Route? Alternativvorschläge?

Das ganze ist geplant für eine Gruppe von ca. 10 geübten Wanderern (ich hoffe, es ist realistisch für's Pfingstwochenende noch Unterkünfte zu bekommen).

Lungta

ThomasFFM
17.11.2004, 23:30
Hallo, Lungta!

Deine Pläne sind im Prinzip gut. Dem Massenandrang kann man in den Vogesen an sich ganz gut entgehen.

Du müsstest natürlich einkalkulieren, dass die Anreise nach Thann oder gar Sewen schon recht zeitaufwändig ist.

Ich habe letzten August das Gebiet um den Ballon d'Alsace näher erkundet und muss sagen, dass es mir ebenso gut gefällt wie im Münstertal. Die Wege sind auch ähnlich wild, die Landschaft ist vielleicht noch urwüchsiger. Wegen der etwas weiteren Anfahrt ist dort auch nicht so viel Betrieb, abgesehen vom Gipfelplateau des Ballon d'Alsace selbst natürlich. Nächstes Jahr will ich über Himmelfahrt noch mal hin und ein paar Alternativen erkunden.

Im August sind wir folgende Route gegangen: Anreise nach Sewen, auf GR 531 über Lac de Sewen - Lac d'Alfeld zur Ferme-Auberge Gresson, Übernachtung (gut!). Dann Neuweiher - Abstecher zur Tête des Perches - GR 5 zum Ballon d'Alsace, Übernachtung in der Auberge de la Musardière (etwas sonderbar, aber ok). Am dritten Tag, zu Beginn noch GR 5, dann mit rotem Rechteck zur Ferme-Auberge Fennematt und von dort GR 531 zurück nach Sewen.

Ein User hat die Ferme-Auberge de Gsang empfohlen, die will ich an Himmelfahrt mal ausprobieren. Da böte sich dann folgende Route an: Am Anreisetag bis Dolleren, Oberbruck oder Wegscheid, Aufstieg - zu Beginn wohl Hatscher, aber man wird's überleben - zu den Vogelsteinen und zur F. A. Gsang. Am zweiten Tag GR 5 Richtung Ballon d'Alsace, ab Rouge Gazon evtl. Abstecher zur Cuisine du Diable (kenne ich noch nicht)., dann über Neuweiher zur F. A. Gresson. Oder gleich zum Ballon d'Alsace, s. o. Auf der Ostseite des Ballon d'Alsace verläuft ein offenbar recht anspruchsvoller Steig (Warntafeln "Sentier difficile"), der Aufstieg zum Ballon d'Alsace auf der GR 5 hat es übrigens auch schon etwas in sich), den ich gerne ohne Gepäck mal gehen möchte - Halbtagestour. Am Nachmittag könnte man dann über Fennematt wieder runter nach Dolleren.

Wenn Ihr zum Col de la Schlucht wollt, würde ich ab Thann gehen: Übernachtungen in Gsang, der Ferme-Aubrge Drumont (traumhafte Lage!), dem Refuge du Rainkopf (bzw. Breitshouzen) - und dann nicht gleich GR 531, sondern östlich um den ganzen Kastelberg herum zum Hohneck (traumhaft schöner Höhenweg, viel aussichtsreicher als GR 531), dann auf einem der Wege zur Ferme-Auberge Frankenthal runter (ab Col du Falimont sehr steil, in umgekehrter Richtung eindrucksvoll) und den Sentier des Roches zum Col de la Schlucht. Für vier Tage ist das aber schon eine Menge.

Ich hoffe, das hat Dir jetzt erst mal geholfen.

Gruß
ThomasFFM

Lungta
23.11.2004, 07:48
Besten Dank!

Ich hatte eigentlich vorgehabt, mir das alles am Wochenende in Ruhe anzusehen, aber wie so oft hat die Zeit mal wieder nicht ausgereicht. Aber nächstes Wochenende wird's bestimmt was.

Lungta

Lungta
07.12.2004, 14:50
Hallo ThomasFFM,

wenn ich noch ein letztes Mal fragen dürfte: Du hast natürlich recht, es ist bestimmt viel schöner, von Thann aus zugehen. Die Idee wäre jetzt wie du zum Schluss beschrieben hast: 1. Thann - Gsang; 2. Gsang - Col des Perches - Drumont; 3. Drumont - Rainkopf; 4. Rainkopf - Hohneck - Abstieg nach Metzeral. ich habe jetzt noch einmal ausgiebig die Karten studiert und bin auf dem Boden rumgerobbt, um Kilometer und Höhenmeter zu zählen. Etwas Kopfzerbrechen macht mir die dritte Etappe: ich komme hier auf gut 20 km bei ca. 1.200 m Aufstiegen und, wenn ich die Zeitangaben aus deinem Führer (für die Gegenrichtung) zu Grunde lege, auf ca. 7,5 h reine Gehzeit - erscheinen dir diese Berechnungen realistisch? 7,5 h können zwar (insbesondere bei schlechtem Wetter) ziemlich lang werden, aber das wäre gerade noch so OK, nur wesentlich länger sollte es dann nicht sein. Und mit einer größeren Gruppe kann man halt nicht so einfach mittendrin umdisponieren, wenn man merkt, dass man sich verplant hat. http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/undecided.gif

Bezüglich der Übernachtung unmittelbar nach dem Rainkopf: was würdest du eher empfehlen, das Refuge vom Club Vosgiens oder die F.A. Breitzhousen? Bei Übernachtung im Refuge könnte man in der benachbarten F.A. Firstmiss/Ferschmuss zu Abend essen?

Besten Dank schon mal

Christine

ThomasFFM
07.12.2004, 15:36
Hallo, Christine!

Du darfst so oft fragen, wie Du willst, kein Problem!

Für die Strecke vom Drumnt zum Rainkopf muss man schon um die 7 Std. oder etwas mehr rechnen (Ihr könnt ja den Gipfel des Rainkopf auch umgehen, das spart ein Viertelstündchen), das ist richtig. Allerdings kommen unterwegs zwei Einkehrmöglichkeiten, wobei Ihr in der F. A. Felsach nicht zu lange rasten solltet, lieber auf dem Grand Ventron. Wenn Ihr früh aufbrecht und nicht hastig, aber kontinuierlich vorangeht und erst auf dem Grand Ventron eine große Mittagsrast einlegt, ist das sicher kein Problem.

Wo soll man übernachten? Das Refuge Rainkopf ist einfacher, aber dafür ist es zur F. A. Breitzhousen noch 15-20 Minuten weiter. Das Essen ist in beiden F. A. gut und reichlich, in der F. A. Firstmiss fühle ich mich persönlich aber weitaus wohler. Das liegt daran, dass sie kleiner und uriger ist, während Breitzhousen für den Massenbetrieb ausgebaut ist. Zudem empfand ich in Beitzhousen das Frühstück auch für französische Verhältnisse kärglich. Natürlich kann man in Firstmiss auch frühstücken!

Beide F. A. hben Schlafsäle; die sanitären Anlagen in Breitzhousen sind sicher moderner. Vor etlichen Jahren habe ich im Refuge Rainkopf erlebt, dass einer meiner Mitwanderer völlig eingeseift unter der Dusche stand und das Wasser plötzlich versiegte... ;)

Für den Weiterweg ab Rainkopf würde ich Euch den Höhenweg östlich um den Kastelberg empfehlen - einfach herrlich! Und absteigen werdet Ihr dann ja wohl durch das Wormsatal, wohin man schon kurz vor dem Hohneck auf einem markierten Pfad gelangen kann oder eben ab Hohneck (viel Massenbetrieb, aber tolle Aussicht) mit dem roten Rechteck.

Wenn Ihr noch einen Tag drangeben wollt, könnt Ihr natürlich auch vom Rainkopf auf dem Kamm zum Grand Ballon wandern (an Wochenenden nerven allerdings die vielen Motorradfahrer auf der Route des Crêtes), im Hotel am Grand Ballon übernachten (es hat meines Wissens eine eigene Homepage und auch einen Schlafsaal) und dann mit dem roten Rechteck zurück nach Thann wandern. Das hätte natürlich etwas für sich, falls Ihr in Thann die Autos parkt.

Wie gesagt - wenn Du noch Fragen hast, frag ruhig weiter!

Gruß
ThomasFFM

Lungta
07.12.2004, 17:03
Hallo ThomasFFM,

vielen Dank für die prompte Antwort. Nach der Beschreibung werde ich es zuerst im Refuge am Rainkopf versuchen, insbesondere wenn die Verpflegung in der F.A. Firstmiss kein Problem ist. Der Weg um den Kastelberg müsste der sentier des névés sein (gelbes Kreuz)? Habe dazu eine ganz gute Beschreibung im Internet gefunden. Ab wo genau wir dann absteigen, können wir ja noch spontan entscheiden. Natürlich könnte man immer noch einen Tag dranhängen ... oder zwei ... oder ein Woche ... oder ..., aber leider muss man ja irgendwann mal wieder ins Büro zurück. Die Tour ist sowieso schon von drei auf vier Tage ausgedehnt. Und da wir ohnehin mit der Bahn fahren, bietet eine Rundtour keine Vorteile.

Ich gehe wohl recht in der Annahme, dass FFM für Frankfurt a. M. steht? Na denn, concitoyen, besten Dank nochmals. http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/smile.gif

Christine

ThomasFFM
07.12.2004, 23:39
Hallo, Christine!

Stimmt ich wohne in der Nähe von Frankfurt / Main, im Taunus, ganz präzise, in Usingen.

Der Weg östlich um den Kastelberg ist tatsächlich zuerst mit blauem Rechteck, dann mit gelbem Kreuz markiert, simmt. Er ist auch überhaupt nicht zu verfehlen, wäre es nicht einmal ohne Markierung.

Wenn alle Stricke reißen bzw. das Wetter schlecht wird, könnt Ihr natürlich auch direkt vom Refuge du Rainkopf nach Mittlach absteigen und nach Metzeral weitergehen. Aber schöner ist allemal die Route zum Hohneck und dann durchs Wormsatal runter.

Gruß
ThomasFFM

fußfix
20.02.2005, 14:40
Wer hat die Tour rund um das Tal von St. Amarin (5-6 Tage) schon mal gemacht? Wie und wo kann man übernachten? Bitte berichtet. Danke!

Gruß fußfix

ThomasFFM
20.02.2005, 15:38
Hallo, fußfix!


Ich habe die Tour im Sommer 2006 vor, dieses Jahr komme ich nicht dazu. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, sie ab Thann in der hier angedeuteten Richtung zu machen (also zuert Richtung Rouge Gazon usw., der Aufstieg zum Grand Ballon wäre für den Tourenbeginn doch recht anstrengend). Übernachten kann man u. a. in folgenden Unterkünften:

- Ferme-Auberge Gsang
- Hôtel Rouge Gazon
- Ferme-Auberge Drumont
- Ferme-Auberge Felsach
- Auberge am Grand Ventron
- Refuge du Rainkopf (Club Visgien)
- Refuge du Hahnenbrunnen (am Col du Hahnenbrunne, Besitzer: Touring Club Mulhouse)
- Auberge Steinlebach (Nähe Markstein)
- Hotels am Markstein
- Ferme-Auberge du Haag (vor dem Ostaufstieg zum Grand Ballon)
- Hôtel du Ballon (am höchsten Punkt der Route des Crêtes, 10 Min. unter dem Gipfelplateau des Grand Ballon)
- Ferme-Auberge Molkenrain (angeblich)

Ich denke, da hast Du die Qual der Wahl. Falls Du am Wochenende oder in einer Gruppe von mehr als zwei bis drei Personen losziehen willst, wäre Voranmeldung dringend zu empfehlen. Ohnehin wäre es am sichersten, zumindest vor dem Beginn einer Tagesetappe beim nächsten Quartier anzurufen oder anrufen zu lassen, damit Du auch sicher sein kannst, einen Schlafplatz zu bekommen. Du solltest auch wissen, dass die Hütten am Rainkopf und Col du Hahnenbrunnen Selbstversorgerhütten sind (allerdings gbt es jeweils wenige Minuten entfernt eine Ferme-Auberge), lediglich am Col du Hahnenbrunnen gibt bzw. gab es früher Getränke; diese Hütten werden, soviel ich weiß, von Vereinsmitgliedern betrieben und sind nicht immer geöffnet.

Ich hoffe, das hilft Dir erst mal weiter. Zu welcher Jahreszeit willst Du denn die Tour angehen? Vor Mai würde ich das nicht empfehlen.

Gruß
ThomasFFM

fußfix
20.02.2005, 16:16
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Antwort.

Wenn wir die Tour machen dann im Herbst. Wir sind eine 5-köpfige Familie, und unsere Jüngste ist 8 Jahre alt und ich bin mir unsicher ob sie die Tour schafft.

Gruß fußnix

ThomasFFM
20.02.2005, 19:39
Hallo, fußfix!


it einer Achtjährigen würde ich die Tour tatsächlich auch nicht gehen. Das eine Problem sind die relativ langen Tagesetappen, aber die Tour ist - aus den Augen eines Kindes betrachtet - auch nicht sehr spektakulär. Wo wir Erwachsenen die urwüchsige Landschaft und die riesigen Wälder wahrnehmen und die Strecken am freien Kamm mit weiter Aussicht und weitem Horizont genießen, da vermisst ein Kind die spektakulären Details, und auf so etwas achten Kinder nun einmal besonders. Der Blick fürs große Ganze kommt erst mit den Jahren.

Ich würde da eher eine Tour oberhalb des Münstertals vorziehen. Dort ist es entschieden spektakulärer und felsiger, es gibt sogar zwei klettersteigartige Steiganlagen (mit gutem Schuhwerk unbedenklich), dazu schöne, wilde Bergseen. Und nicht zuletzt kann man aufgrund der größeren Zahl an Übernachtungsmöglichkeiten die Etappen kürzer gestalten. Leiber mal vier statt sechs oder sieben Stunden (wenn es mal länger regnet, mam sich einfach durchbeißen muss, dann sinkt die Wanderbegeisterung eines Kindes ohnehin schnell gegen Null) und dafür evtl. noch die eine oder andere Zugabe. Man sollte beim Wandern mit Kindern auch genug Rastzeit und Zeitreserven, um zu spielen oder einfach auf Entdeckung zu gehen, einkalkulieren. Fest steht: Wie grundsätzlich beim Wandern das schwächste Mitglied der Gruppe den Rhythmus vorgibt, so gibt erst recht das Kind den Rhythmus vor - nicht diktatorisch, aber man sollte seine Bedürfnisse schon mal über die eigenen stellen, sonst wird man es von künftigen Wanderungen eher abschrecken, als seine Begeisterung für dieses schöne Hobby zu wecken.

Eine Alternative wäre natürlich eine mehrtägige Tour am nördlichen Alpenrand, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Gruß
ThomasFFM

ArminF
19.04.2005, 21:25
Hallo Thomas,

ich möchte Anfang Mai mit ein paar Freunden in die Hochvogesen zum Wandern gehen. Im Forum habe ich gelesen, dass du die folgenden Touren von der Ferme Auberge Trois Four empfiehlst.



Wie viel Gehzeit benötigt ein Durchschnittswanderer für diese Touren? Wie sind die sonstigen Anforderungen (Kondition, Steilheit, Wegbeschaffenheit usw.)?



1. Trois Four - Hoheneck - Ferme Auberge Schiessrothütte - Gaschney (dort gibt es auch eine Ferme Auberge) - Frankenthal - den Felsenweg Sentier des Roches - Col de la Schlucht - Trois Four.



2. Trois Four - Hoheneck - Schiessrothütte - Lac de Schiessrothried - über den Felsenweg (etwas Anspruchsvoll) -Kerbholz (dort ist eine wunderschöne Wiese zum Rasten) - Ferme Auberge Kastelbergwasen - Hoheneck - Trois Four.



3. Trois Four - Col de la Schlucht - Höhenweg (GR 5, sehr schöner Höhenweg mit Blick Richtung Rheineebene und in die Vogesen hinein) bis zum Lac des Truites (Forellensee). Dort befindet sich für mich einer der schönsten Ferme Auberge le Forlet (Einkehren, Münsterkäse kaufen). - zurück über den Lac Vert (Grüner See) mit Ferme Auberge Gaertlesrerain - Ferme Auberge Seestaettle - Baerenbach - Hirschsteine - Col de la Schlucht - Trois Four.

Man kann auch den GR 5 oberhalb vom Lac des Truites weitergehen bis zum Lac Blanc (Weißer See). Von dort aus zurück über den Lac Noir (Schwarzer See) - Lac des Truites - und dann wie oben beschrieben



4. Trois Four - Hoheneck - Ferme Auberge Firstmiss - über den Rainkopf - Rothenbachkopf - Ferme Auberge Rothenbach -Batteriekopf und zurück. Man kann aber auch weiterwandern auf der GR 5 über den Col de Hanhnenbrunnen zum Markstein (Hotel) und dort übernachten. Bevor man zum Markstein kommt befindet sich ca. 400 meter von der Route des Cretes entfernt die Ferm Auberge Steinlebach (Zimmer und Bettenlager). Von Trois Four bis Steinlebach wäre es eine Tagestour.





5. Auto an der Route des Cretes und zwar zwischen Col de la Schlucht und Markstein beim Col de Hahnenbrunnen abstellen und auf dem Höhenweg zum Petit Ballon und zurück wandern. Einkehren in der Ferme Auberge Rothenbrunnen (ich glaube die vermieten auch Zimmer und mittags machen zwei Rentner Stimmungsmusik). Auf dieser Strecke ist wenig los. Nicht versäumen darf man, auf dieser Strecke über den Klinzkopf zu gehen, von dort aus hat man eine fantastische Aussicht in die Vogesen und in die Täler.






Viele Grüße

Armin:)

ThomasFFM
20.04.2005, 20:44
Hallo, Armin!

Die Vorschläge sind zwar nicht von mir, können sie gar nicht sein, weil ich den - korrekt - Lac du Forlet nicht Lac des Truitet nennen würde; "Lac des Truites" beruhte auf einem Übersetzungefehler des alemannischen Namens Forlensee (Forle = kleine Föhre, nicht Forelle!). Aber ich will gerne antworten, weil ich die Wege ja alle kenne.

Die Tour 1 würde ich in umgekehrter Richtung gehen; evtl. gibt es auch eine Einkehrmöglichkeit im Frankenthal. Wegbeschaffenheit: Von Trois Fours zum Col de la Schlucht netter Waldweg (rotes Rechteck) - oder Sessellift und Sommerrodelbahn. Bis Frankenthal versicherte, recht alpine Steiganlage, schattseitig, daher oft feucht. Bei Schneeresten könnte es evtl. problematisch werden. Bis Gaschney Pfad, recht urwüchsig, schön. Zum Hohneck und zurück nach Trois Fours großteils problemlose Bergpfade, im Aufstieg z. T. etwas blockig. Ein wenig trissicher sollte man schon sein, ein klein wenig alpine Erfahrung kann nicht schaden.

Tour 2: Beschwerlich ist die Strecke vom Spitzkopfkamm zur Ferme-Auberge Kerbholz, der Rest ist einfach (aber "einfach" ist in den Vogesen nicht gleichbedeutend mit "Stadtparkwege", es handelt sich um Pfade und Steige!). Gehzeit ab Trois Fours: ca. 5 Std. Man könnte die beiden Touren gut kombinieren, insgesamt 6-7 Std.

Tour 3: Gesamtgehzeit um die 6 Std.; der Abstecher zu den Hirschsteinen ist ein kurzer, netter "Klettersteig" (richtiger: eine gesicherte Steiganlage), der Rest ist einfach.

Tour 4: Keinerlei Probleme. Die Gehzeit richtet sich danach, wie weit Du gehst, kehr einfach um, wenn Du keine Lust mehr ahst! Wobei man als Alternativen zuweilen auch Wege durch die Ostflanke des Kamms benutzen kann. "Alpine" Schwierigkeiten gibt es nirgends.

Tour 5: Vom Col du Hahnenbrunnen zu den Fermes-Auberges am Petit Ballon sind es ca. 3 Std.; der Klintzkopf wird zwingend überschritten. Etwas unterhalb der Ferme-Auberge Rothenbrunnen liegt die Ferme-Auberge Kahlenwasen (beide bieten Übernachtungsmöglichkeit); dort habe ich mich besonders wohl gefühlt.

Viele Grüße über den Taunuskamm nach Mainhattan!

ThomasFFM

Andycisa
30.05.2005, 09:37
Hallo Thomas,

nachdem Du uns mit Deinem Tourenvorschlag für ein Wochenende in den Nordvogesen (siehe einige Beiträge weiter oben) letzten Herbst so richtig Lust auf die Vogesen gemacht hast, würden wir gerne zu zweit Mitte September eine ganze Woche dort verbringen, diesmal gerne etwas "alpiner".....

Aus Deinem (absolut genialen!) Buch haben wir uns schon die gegen um den Col de la Schlucht bzw. den Teil auf den GR531 ausgeguckt und ich hätte noch ein paar Fragen die ich gerne auf diesem Weg stellen würde....

Also, als Rahmendaten soll es eine 5-6 tägige Tour werden, los gehen soll es Sonntags, zurück dann Samstags. Die Tour darf gerne anspruchsvoller sein, wir (2, 30 + 31 Jahre "jung") gehen normalerweise 5-7 Stunden-Etappen. Trittsicherheit und gute Ausrüstung ist (hoffentlich) auch gegeben....
Hättest Du einen Tourenvorschlag in der Gegend mit dem man schöne Landschaften, reizvolle Wege und nette Unterkünfte kombinieren kann?
Bzgl. Unterkünften würden Fermes mit DZ und HP präferieren um den Rucksack um den Essensproviant zu erleichtern...

Wie macht man es sinvollerweise mit der Anreise? Wir könnten ggf. mit 2 Autos anreisen und eines jeweils an den Anfang und das Ende der Tour stellen. Sollte es öffentliche Alternativen für den Transport vom Ende zum Anfang der Tourgeben würden wir die präferieren.....

Schonmal vielen Dank und liebe Grüße aus Heidelberg,
Andycisa

ThomasFFM
30.05.2005, 15:37
Hallo, Andycisa!

Wenn Ihr aus Heidelberg anreist und zeitig weg kommt, könntet Ihr innerhalb eines halben Tages unten sein. Mit öffentlichen Verkehrsverbindungen ist es in den Vogesen tatsächlich nicht weit her; die Idee mit den beiden Autos bietet sich da natürlich an. Andernfalls hätte man nach einer fünf- bis sechstägigen Rundwanderung Ausschau halten müssen, was natürlich auch möglich wäre.

Wie wäre denn - als Streckenwanderung - die Strecke Lac Blanc - Thann? Da wäre man auch mit dem Auto schnell vom Start- am Zielpunkt. Etappeneinteilung in etwa:

1) (Halbtagestour): Lac Blanc - Hautes Chaumes - Lac du Forlet - Lac Vert - Auberge Schanzwasen.

2) Hirschsteine (Mini-Klettersteig, toll, keine Klettersteigausrüstung erforderlich!) - Col de la Schlucht - Trois Fours - bis hierher Halbtagestour. Am Nachmittag mit leichtem Gepäck zurück zum Col de la Schlucht - Sentier des roches - Ferme-Auberge Frankenthal (mein Lieblingsplatz in den Hochvogesen!) - Col du Falimont (etwas steile, aber eindrucksvoller Aufstieg!) - Trois Fours.

3) Hohneck - westlich auf Höhenweg um den Kastelberg herum - Rainkopf (Gipfel nicht auslassen!) - Grand Ventron - evtl. weiter zur Ferme-Auberge Felsach.

4) Drumont - Rouge Gazon - möglichst Abstecher zur Tête des Perches - Sternsee - Neuweiher - Ferme-Auberge Gresson.

5) Hinauf zur GR 5 - weiter Richtung Thann bis Ferme-Auberge Belacker - Ferme-Auberge Gsang.

6) Vogelsteine - GR 5 nach Thann.

Am Anreisetag könntet Ihr das Auto auch ein Stück südlich des Lac Blanc an einem Parkplatz mit Autowegweiser zum Lac Vert abstellen (Wäldchen, die Straße erreicht hier fast den Kamm und beschreibt eine markante Rechtskure, mit einer guten Karte ist das schon zu finden). Von dort den Kamm nördlich hoch zum Taubenklangfelsen (sorry, der heißt wirklich so, auch auf Französisch!) und wie oben runter zum Lac du Forlet. Dadurch verkürzt sich die erste Etappe um ca. 1:30 Std.

Falls es mit den beiden Autos nicht klappen sollte, könntet Ihr natürlich auch mit der Bahn nach Thann anreisen, da kommt man schon noch bis Gsang. Dann in umgekehrter Richtung gehen, zum Schluss auf einem der vielen Wege nach Metzeral oder Munster runter und wieder in den Zug steigen. Auf diese Weise käme man natürlich auch nach Thann zurück, falls Ihr nur mit einem Auto fahren wollt (www.bahn.de (http://www.bahn.de)). Die Bahnfahrt beinhaltet allerdings zweimaliges Umsteigen, dafür dürfte kaum weniger als ein halber Tag draufgehen! Ob man an Sonn- und Feiertagen überhaupt mit der Bahn durchkommt, müsste man nachprüfen.

Leider haben nicht alle Fermes-Auberges Doppelzimmer, sondern meistens nur Mehrbettzimmer oder Matratzenlager. Doppelzimmer müsste es meines Wissens in den Ferme-Auberge Trois Fours und Gresson und auf dem Grand Ventron geben, Ihr müsstet sie aber unbedingt vorher buchen. Die Auberge Schanzwasen (DAV!), die Hütte des Französischen Alpenvereins auf Trois Fours, Felsach und Gsang haben nur Schlafsäle.

Ich hoffe, ich habe Euch damit halbwegs weitergeholfen - andernfalls fragt ruhig noch einmal!

Viele Grüße in meine alte Heimat (na, ja, stimmt nicht ganz, aber beinahe...)!
ThomasFFM

Andycisa
30.05.2005, 15:49
Hallo, Andycisa!

.......
Leider haben nicht alle Fermes-Auberges Doppelzimmer, sondern meistens nur Mehrbettzimmer oder Matratzenlager. Doppelzimmer müsste es meines Wissens in den Ferme-Auberge Trois Fours und Gresson und auf dem Grand Ventron geben, Ihr müsstet sie aber unbedingt vorher buchen. Die Auberge Schanzwasen (DAV!), die Hütte des Französischen Alpenvereins auf Trois Fours, Felsach und Gsang haben nur Schlafsäle.

Ich hoffe, ich habe Euch damit halbwegs weitergeholfen - andernfalls fragt ruhig noch einmal!

Viele Grüße in meine alte Heimat (na, ja, stimmt nicht ganz, aber beinahe...)!
ThomasFFM
Hallo Thomas,
Dein Vorschlag hört sich sehr gut an, ich werde mich gleich am Wochenende mit Karte und Deinem Buch an die Detailplanung machen... Finde ich dort auch die Kontakmöglichkeiten der Ferme Auberges und der Hütten? Brauchen wir für die Auberge Schanzwasen einen DAV-Ausweis?

Danke schonmal und ich werde mich sicher nochmal melden... :-)

Grüße,
Andycisa

ThomasFFM
30.05.2005, 20:19
Hallo, Andycisa!

Für Schanzwasen braucht Ihr nicht unbedingt einen DAV-Ausweis, aber wenn Ihr dort mitglied seid, nehmt ihn auf jeden Fall mit - damit spart Ihr ein klein wenig ein! Und die Telefonnummern der Hütten und Fermes-Auberges müssten eigentlich aufgeführt sein. Wenn nicht, melde Dich, ich werde sie dann schon finden!

Gruß
ThomasFFM

OLLI
01.06.2005, 08:02
Hallo, anbei ein LINK zu einer französischen Seite, die auch ohne Sprachkenntnisse selbsterklärend ist und alle Infos zu vielen Fermes bietet:


http://www.rescator.org/baladapied/Balades/LISTES/LIS%20005%20Fermes%20Vosges.htm (http://www.rescator.org/baladapied/Balades/LISTES/LIS%20005%20Fermes%20Vosges.htm)

Die Hauptseite selbst:

http://www.baladapied.com (http://www.baladapied.com/)

Viel Spass beim Suchen der Fermes und beimWandern.

Wir haben vor ein paar Wochen eine grosse Runde von Schanzwasen aus über den Grand Ballon und Petit Ballon zurück nach Schanzwasen gedreht. Es war sagenhaft und sogar die Regentage haben wir genossen......

Gruss OLLI

elron
25.05.2006, 20:51
Hallo ThomasFFM,
ich habe eine Frage! Ich will mit meiner Familie und meinem Freund jetzt in den Pfingstferien eine Wandertour über 5 ,vll. 6 Tage machen.
Da wir schon öfters im südlichen Teil des Elsass unterwegs waren, hatten wir vor dieses Mal im nördlichen Teil wandern zu gehen. Leider waren meine Recherchen weniger erfolgreich.
Kannst du mir helfen?

Außerdem will ich fragen, wie dein Buch heißt und in welchem Verlag es erschienen ist.

Also schon mal Danke

gruß elron

ThomasFFM
28.05.2006, 22:01
Hallo, elron!

Deine letzte Frage kann ich Dir hier leider nicht beantworten - ich möchte auch nicht den leisesten Verdacht aufkommen lassen, Werbung zu betreiben. Sorry!

Deine andere Frage habe ich Dir schon bei Deinem anderen Posting beantwortet.

Gruß
ThomasFFM

elron
28.05.2006, 23:24
Vielen Dank!

AndreasF
30.03.2007, 21:50
Der Wanderführer heisst "Zu Fuss durch die Vogesen", ISBN 3-932354-01-X.

Gruß Andreas

Bernardo
22.09.2007, 01:18
Hallo an alle,

das klingt ja wirklich schmackhaft, was da so alles beredet wurde.
Nehmen wir an, ich bin ein absoluter Neuling, was das Wandern und habe mich mit meiner Freundin zwei Tagestouren lang im Vogesenvorland umgeschaut.
Wenn wir nun in den Hochvogesen wandern wollten, sagen wir sicher über 1000 Meter Höhe und das über nächsten Samstag und Sonntag. Wäre das noch planbar und gäbe es da schöne (geschlossene) Touren mit einer guten Übernachtungsmöglichkeit (Auto ist vorhanden)? (Soweit wie ich das hier überblickt habe, gehen die Touren, die hier beschrieben wurden, über mehr als 2 Tage, deswegen meine Frage :))

Meine Freundin und ich würden gerne am Wochenende wirklich gerne so eine Tour machen.
Habt dank, für jede Info..

Viele Grüße....

ThomasFFM
22.09.2007, 08:40
Hallo!

Zweitagestouren gibt es in den Hochvogesen auch mehr als genug. Die Touren, die hier meistens gesucht wurden, verliefen mehrere Tage auf der Höhe, aber man kann ja ständig ins Tal bzw. zum Auto zurückkehren.

Wenn Du eher Anfänger bist, würde ich nicht gleich die anspruchsvollsten Wege gehen, also vielleicht nicht gleich den Sentier des Roches, mit dem bei nassem Wetter ohnehin nicht gut Kirschen essen ist.

Frage, bevor ich Euch was vorschlage: Wie soll denn Euer Übernachtungsquartier beschaffen sein? Dürfen es auch Mehrbettzimmer bzw. Schlafsäle sein oder wollt Ihr lieber ein Hotelzimmer? Und wie lange sollen die Tagesetappen sein? Erst mal um die fünf Stunden?

Wenn Du mir kurz antwortest, ist es kein Problem, Dir was vorzuschlagen.

Gruß
ThomasFFM

Bernardo
22.09.2007, 11:29
Wow,

vielen Dank für die schnelle Antwort. An Unterkünften stellen wir für eine Nacht keine großen Ansprüche. Und 5 Stunden pro Tag wären kein Problem.
Ich war noch nie in den Hochvogesen. Ich bin sehr gespannt und hoffe mal auf "großes Kino" :), dass man weitestgehend mit sich alleine ist und man
erhabene Szenarien sieht :).

ps. Je erhabener und überwältigender, desto besser :), dafür nehmen wir auch "etwas schwieriger" in kauf :).

vielen Dank nochmals für die Antwort...

ThomasFFM
22.09.2007, 13:10
Hallo, Bernardo!

Klick doch mal folgenden Link an:

http://www.trekkingforum.com/forum/showthread.php?t=2280&page=3

Hier habe ich gerade vor wenigen Tagen eine Tour vorgeschlagen, die Euch gefallen könnte und auch Anfänger nicht überfordern sollte. Zudem kann man flexibel planen.

Allerdings: Bei Dauerregen macht das Ganze keinen Spaß. Da siehst Du auch nicht viel von den Hochvogesen. Die Prognosen sind momentan ja so, dass ich froh bin, keine Ferien zu haben...

Gruß
ThomasFFM

Bernardo
28.09.2007, 16:42
Hallo,

vielen Dank für die Zusammenstellung der Strecke; die werden wir als nächstes bewandern. Auf Grund der Wetterlage fällt leider die Wanderung am Wochenende aus :o .

Viele Grüße,

Bernardo

ThomasFFM
28.09.2007, 22:15
Hallo, Bernardo!

In der Südpfalz - habe heute dorthin angerufen - gab es heute schon keinen Regen mehr, sondern wolkiges Wetter, sogar mit etwas Sonne. Je weiter man nach Süden kommt, desto besser wird's offenbar. Ich würde nicht so schnell die Flinte ins Korn werfen.

Gruß
ThomasFFM

Jolina
20.01.2008, 12:32
Hallo alle zusammen,

Jolina ist der Name unseres Hundes, mit dem wir im Frühjahr mal für vier bis fünf Tage in den Vogesen wandern wollen ... - ist eine èbernachtung mit Hund in den fermes möglich (wer hat erfahrungen damit) und wir suchen auch einen Vorschlag für eine Rundwanderung von vier vis fünf Tagen (so an die fünf Stunden Wanderzeit täglich) ....
Liebe Grüsse
Jolina, Susanne, Jürgen

ThomasFFM
20.01.2008, 14:14
Hallo, Susanne und Jürgen!

Das Problem ist vor allem, dass die Betreiber einer Ferme-Auberge in aller Regel selbst einen Hund haben, der u. U. sein Terrain verteidigen wird. Und in Schlafsäle darf man Hunde normalerweise auch nicht mitnehmen...

Vielleicht geht eher was in den Nord- oder Mittelvogesen, wo man in einfache Hotels ausweichen kann - aber das müsste man natürlich beim jeweiligen Hotelier erfragen.

Gruß
ThomasFFM

pepenipf
24.01.2008, 17:31
Hallo zusammen.
Wir waren ja nun mit Hunden schon in den Hochvogesen. Eine Tour über 4-5 Tage an denen wir immer in einer Ferme schlafen konnte haben wir nicht gefunden. Spätestens wenn die Franzosen einen eigenen Hund haben, darfst du nicht bleiben...
Aber in einigen wenigen ist es schon möglich.
Viele Grüße
Nina und die Wuffels

worokili
07.01.2010, 13:30
Hallo Didi,

ich wandere jedes jahr zusammen mit meiner Frau für etwa 4 Tage in den Hochvogesen, wobei wir denn Frühsommer oder den Herbst als Wanderzeit bevorzugen. Wir haben schon in einigen Ferme Auberges übernachtet, sind aber in den letzten Jahren immer in der Ferme Auberge Trois Fours gewesen. Die haben 5 - 6 Doppelzimmer und ich meine 2 Schlafsäle. Die übernachtung kann man allerdings nur mit Halbpension buchen, wobei typische Elsässer Gerichte wie die Melkermahlzeit, Fleischkuchen, Heidelbeerkuchen, Kassler mit Kartoffelbrei und nicht zu vergessen den selbstgemachten Münsterkäse gereicht wird. Ich glaube ich habe letztes Jahr für eine Übernachtung 32,- €/Person/HP bezahlt.
Du kannst aber auch in der Ferme Auberge Breitouse (direkt an der Route des Cretes, hat aber nur Schlafsaal), Steinlebach beim Markstein (Zimmer u. Schlafsäle), Ferme Auberge Schmargult (Nähe Hoheneck - Zimmer). Es gibt auch noch andere Unterkunftsmöglichkeiten, so direkt am Pass der Col de la Schlucht oder natürlich in den Pensionen und Hotels unterhalb der Hochvogesen (es gibt genügend).
Wenn Du jedoch in einer Ferme Auberge auf über 1100 Meter übernachten willst, empfehle ich Dir Trois Four. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zur Col de la Schlucht und Hoheneck, ca. 500 Meter von der Route des Cretes entfernt. Du hast abends eine Ruhe, wie Du sie sonst nur in wirklich einsamen Gegenden erfährst. Der Sternenhimmel ist nirgends so nah und klar wie dort. Ich würde Dir raten, einen Ferme Auberge Führer zu kaufen, es gibt einige im Buchhandel. Dort kannst Du Dich über die Ausstattung, Übernachtungsmöglichkeiten, Preise, etc. informieren. Zur Abenddämmerung kommen Gemsen (es gibt viele um das Hoheneck, sie sind fast zahm) auf die Wiese vor die Ferme Auberge. Von Trois Four aus kannst Du mehre Tagestouren unternehmen.

1. Trois Four - Hoheneck - Ferme Auberge Schiessrothütte - Gaschney (dort gibt es auch eine Ferme Auberge) - Frankenthal - den Felsenweg Sentier des Roches - Col de la Schlucht - Trois Four.

2. Trois Four - Hoheneck - Schiessrothütte - Lac de Schiessrothried - über den Felsenweg (etwas Anspruchsvoll) -Kerbholz (dort ist eine wunderschöne Wiese zum Rasten) - Ferme Auberge Kastelbergwasen - Hoheneck - Trois Four.

3. Trois Four - Col de la Schlucht - Höhenweg (GR 5, sehr schöner Höhenweg mit Blick Richtung Rheineebene und in die Vogesen hinein) bis zum Lac des Truites (Forellensee). Dort befindet sich für mich einer der schönsten Ferme Auberge le Forlet (Einkehren, Münsterkäse kaufen). - zurück über den Lac Vert (Grüner See) mit Ferme Auberge Gaertlesrerain - Ferme Auberge Seestaettle - Baerenbach - Hirschsteine - Col de la Schlucht - Trois Four.

Man kann auch den GR 5 oberhalb vom Lac des Truites weitergehen bis zum Lac Blanc (Weißer See). Von dort aus zurück über den Lac Noir (Schwarzer See) - Lac des Truites - und dann wie oben beschrieben

4. Trois Four - Hoheneck - Ferme Auberge Firstmiss - über den Rainkopf - Rothenbachkopf - Ferme Auberge Rothenbach -Batteriekopf und zurück. Man kann aber auch weiterwandern auf der GR 5 über den Col de Hanhnenbrunnen zum Markstein (Hotel) und dort übernachten. Bevor man zum Markstein kommt befindet sich ca. 400 meter von der Route des Cretes entfernt die Ferm Auberge Steinlebach (Zimmer und Bettenlager). Von Trois Four bis Steinlebach wäre es eine Tagestour.

Von dort aus kann man am nächsten Tag bis zum Grand Ballon (höchster Berg der Vogesen mit 1424 Meter), immer auf dem Höhenweg, hin und zurück wandern. Einkehren bei Madam Haag (Ferme Auberge Haag) unterhalb des Grand Ballon. Von dort aus sieht man bei klarer Sicht die Berge der Schweiz wie Mönch, Jungfrau etc.

5. Auto an der Route des Cretes und zwar zwischen Col de la Schlucht und Markstein beim Col de Hahnenbrunnen abstellen und auf dem Höhenweg zum Petit Ballon und zurück wandern. Einkehren in der Ferme Auberge Rothenbrunnen (ich glaube die vermieten auch Zimmer und mittags machen zwei Rentner Stimmungsmusik). Auf dieser Strecke ist wenig los. Nicht versäumen darf man, auf dieser Strecke über den Klinzkopf zu gehen, von dort aus hat man eine fantastische Aussicht in die Vogesen und in die Täler.

Es gibt noch sehr viele Wanderstrecken, die ich hier aufführen könnte. Die von mir beschriebenen Touren befinden sich alle in den Hochvogesen. Es gibt aber auch in der zweiten und dritten Reihe (Bergketten in die Vogesen rein) sehr schöne Wandertouren, die weitaus weniger frequentiert sind.
Wenn Du es einrichten kannst, gehe unter der Woche in die Vogesen. Am Wochenende ist dort an der Col de la Schlucht, Rute des Cretes, Markstein, Grand Ballon immer viel los. Unter der Woche gehören Dir die Vogesen.
Kaufe Dir im Buchhandel eine Wanderkarte (z.B. Carte des Vosges -Hoheneck Petit- Ballon Trois Epis, Taennchel Dambach, Grand Ballon Thann etc. , Maßstab 1 : 25.000). Man bekommt die Karte auch dort in den Ferme Auberge oder in Läden.

Noch ein Tip: Münster, Kaisersberg, Geradmer, Lac de Longemer, Lac de Retournemer (Eiszeitseen) sind in der Nähe. Viele Endmoränen und und und...


Viel Spaß


Karl

Hallo Karl,

ich habe heute mal in das Forum reingeschaut und mit Interesse Deine Tipps an Didi gelesen.
Da ich mit einem Kumpel eine Tour in den Vogesen plane kommen mir Deine Ausführungen wie gerufen.
Ich habe vor in der Ferme Auberge Trois Fours zu nächtigen und die von Dir beschriebenen Touren zu machen. Meine Frage hierzu: Wie lange sind die Touren, die von Dir mit 1. - 4. beschrieben sind ?

Herzlichen Dank für Deine Antwort

Gruß Wolfgang