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Vollständige Version anzeigen : Trek Korzok - Kibber


Andreas
07.01.2002, 17:19
Hallo,

Hat schon einmal jemand den Trek vom Tso Moriri nach Kibber in Spiti unternommen?
Mich würde interessieren, wie es war... Habe gehört, in Kiangdam soll es spektakulär schön sein?

Andreas

Erich
24.02.2002, 15:01
Ich habe diese Route von Kibber nach Karzok im Jahr 2000 durchgeführt. Es ist ein sehr einsamer Weg, der etwa 1 Woche dauert. Höhepunkt dieses Treks ist einerseits der Parang La (Pass, ca 5600m), der über einen großen Gletscher erstiegen werden muss, anderseits der Tso Moriri (See) der etwa 30 km lang und 6 km breit ist, und auf einer Höhe von 4600 m liegt. Im Gegensatz zu den Beschreibungen in diversen Führerwerken ist dieser See ein SÜßwassersee! Von Karzok bis Kibber ist die ganze Gegend menschenleer - kein Dorf, kein Haus- ¤*#keine Hütte!
Der Ort Kiangdam ist eine große Wiese, die direkt am Ufer des Tso Moriri liegt und mit dem intersiven Grün einen großen Kontrast zum tagelangen Marsch durch das wüstenhafte Tal des Pare Chu bietet. Der Tso Moriri hat eine kobaltblaue Farbe und ist von Gletscherbergen eingerahmt. Die höchsten Berge in dieser Gegend erreichen 6800m (Gya) und liegen direkt an der tibetisch-indischen Grenze.
Erich

Andreas
24.02.2002, 15:07
Hallo Erich!

Erstmal willkommen im Forum!
Bei mir kristallisieren sich die Pläne für diesen Sommer langsam heraus und ich denke, ich werde rund um den Tso Moriri mehrere Tage verbringen! Einerseits möchte ich 'wildlife' sehen, also Tiere, andererseits Nomaden treffen. Wie war die Strecke entlang des Sees nach Korzok? Geht es in einem Tag von Korzok nach Kiangdam? Wie sieht die Ostküste aus? Möchte in drei Tagen einmal rund um den See marschieren und dabei, wenn möglich, Nomaden treffen. Habe gehört, in Kiangdam seien immer welche anzutreffen?
Ist das Wasser so 'süß', dass man es zum Kochen verwenden kann?

Schöne Grüße,
Andreas

Erich
24.02.2002, 16:15
Hallo Andreas,
Du kannst schon in 1 Tag von Karzok nach Kiangdam gelangen, allerdings ist das ein langer Marsch, etwa 10 Stunden. Genieße lieber die großartige Landschaft und lass dir Zeit! Die Wanderung ist einfach (also auch mit Pferden durchführbar).
Das Wasser des Sees haben wir auch zum Kochen verwendet! Nur im Bereich von Karzok selbst ist wegen möglicher bakterieller Kontamination Vorsicht angebracht. Karzok ist ein Touristenziel, das mit Autos von Leh aus in 8 Stunden erreichbar ist. Also bist du dort nicht alleine. Ein paar Kilometer den See entlang (südwärts) gibts noch Manimauern, dann ist nur noch Natur - bis nach Kibber.
Wenn du an Fauna interessiert ist, dann hast du vielleicht die Chance, einen Snowleoparden zu sehen. Wir hatten jeden Tag frische Pfotenspuren gesehen, auch der typische Katzengeruch war bemerkbar, und das auch in der Nähe unserer Zelte. Rund um Kiangdam gibts Wasservögel zu beobachten, ¤*#¤*#auch die Himalaya-Streifengans soll dort leben. Den See umrundet haben wir nicht, unser Guide behauptete, dass dies am Ostufer nicht möglich sein ¤*# solle. (???) ;) Am Ostufer ist eine Art Fiord eingeschnitten, mit steilen Wänden - der müßte aber schon zu umgehen sein.
Nomaden leben in ihren schwarzen ¤*#Yakhaarzelten und hunderten von Schafen und Ziegen in der Nähe von Karzok auf der Alm Karzok Puh. Diese Alm ist durch eine kurze Schlucht in 1 Stunde vom Ort erreichbar.
Erich

Andreas
24.02.2002, 17:09
Danke Erich, das sind ja schon mal viele Informationen! Denkst du, dass es möglich ist, in Korzok Pferde plus Treiber nach Kiangdam aufzutreiben? Ich nehme mal an, nach Karzok Puh pilgern alle Touris... Aber wir werden ohnehin schon Ende Juni dort sein, also noch vor der Hauptsaison!

Schneeleopardenspuren habe ich 1993 in Kirgisien gesehen und in Gefangenschaft im snowleopard-breedingcenter in Darjeeling: edle Tiere!

Nach meinen Informationen (und meiner Karte 1:250.000) sollte das Ostufer schon begehbar sein!

Wie seid ihr denn von Korzok weiter gekommen? Hat da ein Jeep auf euch gewartet?

Grüße,
Andreas

Erich
24.02.2002, 20:06
Hallo Andreas,
in Karzok gibts keine Agenturen, wohl aber Bauern und Nomaden, die über Pferde verfügen. Mag sein, dass dort eine Möglichkeit besteht die Tiere zu mieten.
Wir haben vorgehabt, nach der Ankunft in Karzok den Chamser Kangri (6636m) zu ersteigen. Dieser Berg steht genau östlich des Tso Moriri, gemeinsam mit dem Lungser Kangri bildet er das gewaltige Gletschermassiv hoch über dem See. Leider gab es bei uns gesundheitliche Probleme, sodass wir diese Tour nicht unternehmen konnten. Als Ersatz sind wir einge Tage in Karzok Puh geblieben und haben die Gegend erforscht. Schließlich wurden wir zum (in Spiti)vereinbarten Termin von Jeep und LKW abgeholt.
Welche Karte 1:250000 hast du da in Verwendung? Wir haben eine Karte der US Army auch in diesem Maßstab verwendet, diese war aber teilweise eine Märchenbuch. Gestimmt haben nur die Flussläufe und Höhenangaben. Die Darstellung der Vergletscherung war völlig daneben.
Schöne Grüße
Erich

Andreas
25.02.2002, 07:00
Ich habe von dieser Karte gesprochen:
http://trekkingforum.com/grafiken/g/tsomoriri.jpg

Vermutlich hattest du die gleiche! Leider ist diese Karte das beste, das man bekommen kann, wenn auch furchtbar veraltet und bloß auf die alten Karawanenrouten ausgelegt. Dass die Gletscher nicht stimmen können, hatte ich mir auch schon gedacht, denn es ist unwahrscheinlich, dass Chamser Gangri bei der Höhe praktisch eisfrei sei!

Ich hatte mir für meine bevorstehende Tour übrigens auch vorgenommen, den Chamser zu besteigen, aber nun ist eine Person in meiner Gruppe, der eine solche Strapaze nicht zugemutet werden kann!

Da ich weiß, dass Korzok 'touristisch' ist, habe ich auch vor, an anderen Seen einige Zeit zu verbringen. Hast du Infos über den Kiagar Tso, den Startsapuk Tso und den Tso Kar? Ich nehme mal an, auf eurer Jeeptour weg von Korzok seid ihr am Tso Kar für eine Nacht geblieben? Habt ihr das Bön-Kloster gesehen, von dem ich gelesen habe?

Grüße,
Andreas

Erich
25.02.2002, 20:23
Nun Andreas,
wir sind von Karzok aus direkt nach Leh gefahren, dabei haben wir das eindrucksvolle obere Industal kennengelernt. Von der Mahe-Bridge abwärts fährt man über Stunden in einem caynonartigen Felstal mit eindrucksvollen Felswänden. Weitere Seen haben wir nicht besucht, außer dem kleinen , auf der Passhöhe des Namshang-Passes (Straßenverbindung Mahebridge-Tso Moriri) gelegenen, prächtigen Thazang Guru-See. Dieser ist wirklich ein Salzsee und hat eine ähnliche Farbe wie der Tso Moriri.

Der Chamser Kangri ist in 3 Tagen ab Karzok erreichbar, vorausgesetzt, man ist bestens akklimatisiert. Die Schneegrenze liegt bei etwa 6000 Meter. Technisch unschwierig, im obersten Bereich besteht jedoch Gletscherspaltengefahr. Der Gipfelbereich besteht aus einem großen Plateau, das sich wellig über 1.5km erstreckt, und überschritten werden muss. Der Gipfel selbst ist durch einen Steinmann gekennzeichnet. Dieser Berg ist jedoch permitpflichtig, die Soldaten in und um Karzok interessieren sich dafür......;)

Wenn du dich für einen kleineren Berg interessierst, dann empfehle ich dir den Yalangnong (6111m). Es ist dafür keine Gletscherausrüstung notwendig und er kann in 7 Std. erstiegen werden. Vom Vorgipfel gibts eine tolle Aussicht auf den 1500m tiefer liegenden Tso Moriri!

Deine Karte ist detallierter, als jene die wir verwendet haben. Bei den Gletschern scheinen die aber voneinander abgeschrieben zu haben. (Ich habe die Karte am PC, leider kann ich das Bild nicht ins Forum stellen ..???.)
Es grüßt dich
Erich

Andreas
25.02.2002, 20:39
Hallo Erich,

Kannst du mir kurz erklären, wo der Yalangnong genau liegt? Westlich oder östlich des Sees? Wo ist der Ausgangspunkt? Leider sind die Infos in den div. Reiseführern recht schlecht und als ich 98 das erste Mal in Ladakh war, hatte ich mich hauptsächlich in den westlichen Landesteilen aufgehalten, sodass ich keine Infos über die Gegend rund um den Tso Moriri eingeholt habe!

Was die Wanderung rund um den See betrifft, scheint es wirklich möglich zu sein, weil ich im Netz eine indische Trekkingagentur gefunden habe, die einen solchen Trek anbietet:
http://www.ladakh-tourism.com/tours/changtang-lakes.html (http://www.ladakh-tourism.com/tours/changtang-lakes.html)

Gruß,
Andreas

Erich
26.02.2002, 20:18
Hallo Andreas,
Der Yalangnong ist ein Berg , der sich nördlich der Alm Karzok Puh erhebt und als auffällig runde Kuppe zu sehen ist. Der Anstieg führt über den Nordgrat, der direkt in der Schotterebene von Karzok Puh (bei einem Nomadenpferch) beginnt und flach, mit ausschließlichem Gehgelände in etwa 4 Std zu einem Hochplateau führt(5400m). Dort setzt erst der eigentliche Gipfelaufbau an, eine runde Kuppe, die am Rande eines Gletschers erstiegen wird. Über losen Schutt und Felsblöcke wird der Vorgipfel (6035m). unschwierig erstiegen. Nach einigen Metern Abstieg, wird nun ein Plateau von 1,2 km Länge überschritten, das ganz am nördlichen Ende seinen höchsten Punkt hat. Diese Hochebene ist schneebedeckt, aber kein Gletscher! Der mittlere Wert des GPS-Höhenmessers zeigte hier 6111m und die Position von N 33-03-31 E 78-11-09. Wir haben am 18. August 2000 dort ein Steinmännchen errichtet und Gebetsfahnen befestigt. Also technische Schwierigkeiten gibt’s keine, bei Nebel und unsichtigem Wetter kann der Abstieg probelematisch sein, wegen der Orientierung (der Berg ist weglos), und da nicht in die steilen Schluchten abgestiegen werden soll, da diese sehr steile Schuttflanken haben und voller losem Gestein und absturzbereiter Felsblöcke sind. Besser am Grat bleiben! Aufstieg 7 Std, Abstieg 3Std, Höhenunterschied :1500m, Luftlinie der Wegstrecke: 10,5 km. (one way)
Es grüßt dich:
Erich

Andreas
27.02.2002, 10:35
Hallo Erich,

Vielen herzlichen Dank für diese detaillierte Wegbeschreibung! Klingt ja geradezu ideal :D! Wer von unserer Gruppe (wir werden 4 Freunde sein) hinauf will, kann es wagen, während die anderen einfach in Korzok oder Korzok Puh bleiben können! Ich freue mich schon auf dieses Abenteuer und hoffe auf schönes Wetter!

Wenn ich deine Angaben richtig interpretiere, dürfte es dieser Berg sein:
http://trekking.cc/grafiken/g/yalangnong.jpg
und die rote Linie wäre dann der Aufstieg! Korzok selber ist auf diesem Kartenausschnitt nicht mehr drauf, befindet sich aber gleich südlich 'hinterm' Blattrand!

Vielen Dank nochmal!

Es grüßt
Andreas

Guest
28.02.2002, 13:03
Betreffend der Karten:
Bei Daerr in München (www.daerr.de) gibt´s russische Generalstabskarten bis 1:100000 runter. Diese detaillierten Karten sind jedoch nicht lagernd, sondern werden etwa jedes halbe Jahr aus Moskau geholt, d.h. rechtzeitig bestellen! Notwendig sind hierzu auch Kenntnisse der kyrillischen Schrift. Ich kenn diese Karten jedoch nicht für das fragliche Gebiet sondern nur für die Mongolei. Aber diese sind empfehlenswert.
Gruss, Harald

Andreas
28.02.2002, 13:20
Hallo Harald,

Ich kenne die rus. GStK auch, ebenfalls von den Mongoleikarten (habe die 500.000er flächendeckend), aber die 100.000er sind ja praktisch nicht zu bekommen. Diesbezüglich hatte ich schon beim Daerr nachgefragt... man konnte nicht garantieren, dass wirklich die gewünschten Karten vom Himalaya hereinkommen; außerdem hätte ich gleich 10 Karten bestellen müssen; bei fehlenden Blattschnitten im M 1:100.000 etwas schwierig! Für meine Tour im Juni wird es wohl zu knapp!

Aber vielleicht gibt es ja jemanden, der dieses Gebiet hat?

Schöne Grüße,
Andreas

Erich
02.03.2002, 21:11
Hallo Andreas,
Die Markierung auf der Karte mit dem Ausschnitt stimmt nicht ganz, der beschriebene Berg Yalangnong ist der westliche Nachbarberg.Ich habe für das Forum ein Bild eingefügt, das von einem Hügel (oberhalb von Chumuk Shilde auf 5000m gelegen) die ganze Szenerie zeigt: Der Tso Moriri, links hinten ist Karzok , links im Schatten am Seeufer liegt Kiangdam, rechts der ist der Chamser Kangri zu sehen.
http://trekkingforum.com/grafiken/g/Tsomoriri-Erich.jpg
Den Berg den du markiert hast, ist jener, dessen Grat scharf in Licht und Schatten geteilt ist und genau die Ortschaft Karzok markiert. Der Yalangnong ist links davon, der flache Plateauberg, der an den Horizont grenzt.
Grüße!
Erich

Andreas
03.03.2002, 06:48
Hallo Erich,

Danke für das Foto: Jetzt ist alles klar!
Ich habe mal die beiden Kartenblätter zusammengeklebt und eingescannt:
http://trekkingforum.com/grafiken/g/yalangnong2route.jpg
Stimmt die Aufstiegsroute ungefähr? Oder führt sie eher weiter östlich den Rücken bergauf?
Wenn man das so sieht, steigt die Vorfreude nochmal stark an!

Andreas

PS: Hänge doch ein paar Bilder über diese Trekkingtour an deinen Beiträgen an! Das wäre wirklich toll!

Erich
03.03.2002, 12:28
Hallo Andreas,
Ich schicke dir ¤*#nun die geänderte Karte mit der genauen Anstiegsroute, die ich schwarz-punktiert eingezeichnet habe. Der Nord(west)grat des Aufstieges ist in deiner Karte sehr gut zu sehen! Der Hauptgipfel liegt am Ende des Plateaus (schwarzer Punkt) der Vorgipfel ist auch durch einen schwarzen Punkt gekennzeichnet.
http://trekkingforum.com/grafiken/g/yalangnong3route.jpg
Der Gletscher, der sich nach Osten vom Gipfelplateau herabzieht, ist mit blauer Farbe unterlegt (Soweit wir ihn sehen konnten). Die violett gepunktete Linie zeigt jene Schlucht an, durch die man nicht absteigen sollte, da dort akute Steinschlaggefahr herrscht und zudem dieser Abstieg viel mehr Zeit in Anspruch nimmt. Grün angemalt sind die ausgedehnten Wiesenflächen von Karzok Puh, der Alm, wo die Nomaden ihre Zelte errichtet haben.
Grüße
Erich


Änderung: Bild, welches 'verloren' war, wieder eingefügt.
Andreas

Andreas
03.03.2002, 12:38
Hallo Erich,

Was für ein Service :up: !
Vielen Dank für deine Mühe!
Ein Hoch auf die moderne Kommunikation! Dieser Thread könnte wegweisend für das gesamte Forum sein! Vielleicht finden sich bald noch mehr Routenbeschreibungen und Geheimtipps auch in den anderen Gebietsforen!

sonntägliche Grüße,
Andreas

phacops
07.05.2002, 18:55
Hallo Andreas, hallo Erich!!

Kompliment und Gratulation!!!!!
Habt ihr echt klasse hingekriegt.

Weiter viel Erfolg!
phacops

Andreas
17.09.2005, 10:49
Julley,

Die Beiträge bis hierher sind mehr als drei Jahre alt!
Mittlerweile hat sich einiges getan: Inzwischen gibt es zB die Karten von abram und einige Leute waren vor Ort.

Es wäre sehr interessant zu erfahren, wie sich die Besteigungsroute an Hand der abram-Karte darstellt (Scan?) und welche Aufstiegsrouten ihr gewählt habt.

Bilder von Besteigungen und vom Trek können nun angehängt werden und solche würden eure Beschreibungen bestens illustrieren können.

Ich, der ich 2002 diesen Thread begonnen habe, war schließlich nicht dort. Andere Ziele wurden angesteuert, doch für den Sommer 2007 plane ich eventuell diese Ecke aufzusuchen.

Grüße,
Andreas

Lichtblick
17.09.2005, 17:42
Julley,
wir kommen gerade zurück aus Ladakh - waren u. a. auf dem Yalangnong. :-) Allerdings auf anderen Wegen, als ihr sie hier ausgearbeitet habt...
Wir waren auf dem Treck Rumtse-Tsomoriri, die letzte Nacht haben wir in Gyama (5100m) verbracht. Wir sind Richtung Yalung Nyau La gegangen, dann aber ca. 1 Std. vor dem Paß links ein trockenes Flussbett hochgegangen. Mann muss nur bis zum Ende des Flussbettes gehen und dann links bergauf gehen, dann kommt man zum Vorgipfel. Das Schneefeld muss auf diese Weise nicht gequert werden. Es gibt natürlich keinen Weg, aber der Schotter und die Steinplatten sind relativ fest. Ganz gut zu gehen. Oben geht man noch ca. 20min. bis zum Hauptgipfel. :D
Der Abstieg war wesentlich schwieriger zu finden. Wir wollten natürlich abkürzen, nicht den gleichen Weg zurückgehen sondern direkt nach Korzok gehen. Wir haben versucht, Erichs Vorschlag zu folgen, das schlug allerdings fehl. Letztendlich sind wir doch eine Schlucht hinunter gegangen (nicht die erste sondern eine weiter links). Zum Glück fanden wir keinen Abbruch vor - Steinschlaggefahr war sicher - aber es ging zum Glück nichts ab. Von unten haben wir gesehen, dass wir sicherlich nach dem Schneefeld noch viel weiter links hätten gehen sollen und dass es wahrscheinlich doch günstiger gewesen wäre, das Schneefeld zu queren. Wir haben das Schneefeld rechts umgangen.
Letztendlich haben wir insgesammt 10 Stunden gebraucht und konnten uns wirklich nicht vorstellen, wie wir von Korzok aus in 7 Stunden den Gipfel erreichen könnten. Es ist wirklich weit! Wenn man vom Campingplatz in Korzok Puh losgehen würde (Nomadencamp), würde man sich aber wenigstens etwas Zeit sparen... Von Korzok aus sind es allerdings noch 500 hm mehr als von Gyama aus!
Ich habe keinen Scanner - kann also den Kartenausschnitt nicht einscannen.
Fotos sind noch nicht fertig bzw. ich habe auch keine digitalen... Wenn sie fertig sind und ich eine Lösung finde, sie "in den Computer zu bringen", hänge ich noch welche an!
Hoffe, unsere Erfahrungen können weiterhelfen...
Übrigens die Höhe des Yalangnong: Wir haben noch 2 andere Karten gesehen, auf der einen war er 6060m, auf der anderen 6075m, auf unserem Höhenmesser waren´s 5920m (am gleichen Tag in Gyama 5100, in Korzok 5600m - was passen würde). Aber wir haben beschlossen, dass er definitiv über 6000m hoch ist - und die Aussicht ist gigantisch!!!!
Gruß
Katharina

abram
20.09.2005, 20:49
Hi

thank's for those valuable informations on the path up to the Yalungnong summit. Just before some illegal scan appears here on the forum I provide you with an little update of the southern map (150dpi ! 485Kb).
http://www.abram.ch/temp/yalungnong.jpg
regards

abram

Andreas
21.09.2005, 07:58
Wow!

Merci beaucoup, Abram!
Ich glaube, jetzt bleiben keine Fragen mehr offen.
Toll, dass wir dich hier im Forum haben!
Und entschuldige, wenn hier unbedacht von Scans gesprochen worden ist.

Hast du eigentlich Informationen über den Namen des 6080 m hohen Gipfel just north of Korzok?

Beste Grüße,
Andreas

abram
21.09.2005, 08:05
No I don't have the name of this summit, but in case anybody knows it I'll add it

regards

abram

Jarda
09.08.2007, 18:05
Hallo. We are a group of six guys. We are planning to go in two week s to Indian Himalaya, to area Spiti and Kinnaur. We want to make a trek from Kibber in Spiti to Korzok at Tso moriri lake. And then to go by bus or jeep to Leh.
Please, could somebody tell us, how many days we need for the trek from Kibber to Tso Moriri? Some guides say 6 some 12 days!! (we would also appreciate a description of the way).
Do somebody also have a experience, how difficult it can be to catch a jeep or a bus in Korzok for a way to Leh (for group of 6 people).
Thank’s a lot.