Vollständige Version anzeigen : Mein erstes Mal....
Hallo zusammen,
ich habe mir schon einige Beiträge im Board durchgelesen und auch mir auch die Nepal-Wiki angeschaut. Hut ab Jungs! Da habt ihr euch echt Mühe gegeben!
Trotzdem möchte ich euch nicht mit meinen Post verschonen...
Ich (39) habe mir in den Kopf gesetzt im kommenden Jahr durch das Everest Gebiet (Gokyo-Seen) zu trekken (ein lange gehegter Wunsch).
Nun bin ich aber ein Bürohengst und untrainiert. Um eine solche Reise ( zu schaffen, habe vor 2 Wochen mit mit Jogging (Intervalltraining zum Konditionsaufbau) und ausgedehnterem "Gassi"-Gehen angefangen. Das will ich jetzt Schritt für Schritt ausbauen, bis dabei ausgedehnte Wanderungen von 4 bis 8 Stunden (mein Hund zeigt mir wahrscheinlich den Vogel) herauskommen.
Leider kann ich dabei nicht feststellen, ob ich diese Leistungen auch in den Höhenlagen abrufen kann (die Eifel hat nicht soviele 4.000er im Angebot). Ich habe jetzt schon eine Menge über die Höhenproblematik gelesen und enormen Respekt davor bekommen, aber mich interessieren auch eure persönlichen Erfahrungen und Tipps zur Vorbereitung. Macht es zum Beispiel Sinn vorher mal ein "paar" Trainingseinheiten in einem "Höhenbalance Institut" (das wäre bei mir in der Nähe) abzuleisten?
Ich hoffe ihr lacht euch jetzt nicht schlapp über so einen Deppen und wäre echt dankbar für eure eigenen Erfahrungen/Vorbereitungen, Tipps und Ratschläge.
Gregor aus Essen
24.07.2011, 07:38
Hallo,
zunächst mal: willkommen im Forum.
Die Fähigkeit zur Höhenanpassung hat nix mit Alter,
Kondition, Erfahrung etc. zu tun.
Von daher hat jeder Mensch die Möglichkeit sich an die Höhe an zu passen.
Ausschlussgründe sind (können sein): eine Vorerkrankung, die z.B. das Immunsystem
geschwächt hat (also ne fette Grippe, Halsentzündung ....)
Empfohlen wird i.d.R. ein Aufbautraining (später dann Ausdauertraining)
von mindestens 3 x die Woche für mind. 45 Minuten.
Von daher ist dein Trainingplan ok.
Wenn du dich beim Höheninstitut testen lassen willst - warum nicht?
Ist ja wahrscheinlich auch ne Kostenfrage??
Wenns da gut läuft, ist das natürlich überhaupt keine Garantie dafür, dass es
im Khumbu auch gut läuft.
Grüße aus Essen,
Gregor
Johannes
24.07.2011, 08:26
Ich (39) habe mir in den Kopf gesetzt im kommenden Jahr durch das Everest Gebiet (Gokyo-Seen) zu trekken (ein lange gehegter Wunsch).
Du hast dich ja schon informiert und gelesen, dass es wichtig ist, langsam in die Höhe zu kommn. Keine Nacht höhe als 400 - 500 Meter über der vorigen, Akklimatisierungstage einlegen (Namche empfiehlt sich). Hier wäre eine Tageseinteilung von Luka nach Tokyo mit Akklimatisierungsausflug von Namche nach Thame:
Lukla (2700 m) -> Benkar (2900 m)
Benkar -> Namche Bazar (3446 m)
Akklimatisierung (Namche Gompa, Syangboche)
Namche Bazar -> Thame (3800 m)
Thame -> Khumjung (3780 m)
Khumjung -> Dole (4040 m)
Dole -> Machermo (4410 m)
Machermo -> Gokyo (4790 m)
Gokyo Ri (5483 m)
Hier noch ein bisschen Motivation:
http://www.bilder-aus-nepal.de/Pages/Grossbilder/10.Gr.Khumbu/2004_0063.html
http://www.bilder-aus-nepal.de/Pages/Grossbilder/10.Gr.Khumbu/2004_0067.html
http://www.bilder-aus-nepal.de/Pages/Grossbilder/10.Gr.Khumbu/2004_0068.html
http://www.bilder-aus-nepal.de/Pages/Grossbilder/10.Gr.Khumbu/2004_0069.html
http://www.bilder-aus-nepal.de/Pages/Grossbilder/10.Gr.Khumbu/2004_0070.html
Gute Zeit,
Johannes
Freut mich zu hören und bestärkt mich in meinem Vorhaben.
Die Tour ist ja auch geführt - also nicht selbst geplant, da denke ich das die Schritte schon im grünen Bereich sein sollten. Im Moment tendiere ich zu der Hauser-Tour "Mt. Everest - Gokyo Peak - Hütten-Trekking" - für andere Vorschläge bin ich aber offen.
@Johannes:Tolle Bilder - werde die mir für´s Training auf die Netzhaut brennen lassen ;)
@Gregor: habe gesehen, das ihr am 10.12. ein Nepaltreffen macht - vieleicht schaff ich´s ja dazuzustossen...
Wenn du dich beim Höheninstitut testen lassen willst - warum nicht?
Ist ja wahrscheinlich auch ne Kostenfrage??
Es wäre nicht nur ein Test, sondern ggf. auch ein "Höhentraining" - die Preise sind zwar nicht ganz das was man vom Aldi kennt, aber anschauen werd ich´s mir wohl mal...
Hi,
empfehlen würde ich Dir die Verpflichtung eines Porterguides.
Vorteil wäre, dass Du das Gehtempo bestimmt.
Zum Interesse an diesen tollen Aussichtberges kann man Dir nur gratulieren.
Falls möglich , kannst Du mal in die Alpen zum wandern fahren.
Für die Gokyo Tour würde ich knapp 2 1/2 - 3 Wochen einplanen.
ich bin 2009 diesen Weg gelaufen
1. Tag : Lukla-Phakding
2. Tag : Phakding- Namche Bazaar
3. Tag : Namche Bazaar-Thame-Namche Bazaar
4. Tag : Namche-Everest view hotel- Khumjung-Khunde- Namche (schöner Tagesausflug )
5. Tag : Namche -Dole
6. Tag : Dole-Alm Machermo
7. Tag : Machermo-Gokyo
8. Tag : Gokyo-Gokyo Ri
9. Tag : Gokyo-5h Lake-Gokyo
10. Tag: Gokyo-Phortse
11. Tag : Phortse- Tengpoche
12 Tag : Tengpoche-Namche
13. Tag : Namche-Phakding
14. Tag : Phakding-Lukla
lG
Jens
P.s. Auf dem Benutzbild siehst du mich auf den Gokyo Peak mit dem Cho Oyu
ich glaube, am ehesten kriegen noch die leute probleme, die sehr sportlich und gut trainiert sind (oder sich dafuer halten) und sich dann ueberschaetzen.
meine eltern (beide ueber 60) waren 2008 mit einer reisegruppe im khumbu. die fittesten und großspurigsten (meist juengeren) maenner, die anfangs immer draengelten, fielen dann als erstes aus. die bedaechtigeren ü50/60 hatten keine probleme.
also ich denke, langsam angehen lassen, sich zeit nehmen, keine zu ehrgeizigen ziele setzen, auch mal spontane ruhetage machen... dann kann nicht so viel schief gehen.
schreibt eine, die immerhin 2 naechte auf rund 5000m (gorak shep) ueberstanden hat. einen tag vorher hatte ich noch wg schwindel und durchfall eine geplante strecke ausgelassen... das war am ende der schoenste tag gewesen - voellig verlassenes quartier, kaum eine menschenseele in der umgebung. ich habe wundervolle fotos - die schoensten der tour - geschossen!!!
ich wuerde dir empfehlen, statt mit einer gruppe, lieber nur mit einem guide bzw nur wenigen anderen touristen unterwegs zu sein. dann gibts keinen gruppenzwang.
ich war 2008 als normal fitte frau anfang dreißig (vorbereitung: ca. halbes jahr 1-2x woche 45-60min jogging) allein mit "meinem" nepalesischen guide im khumbu/ebc unterweges und es war physisch alles sehr gut machbar.
und wir haben sehr sehr gute gespraeche gefuehrt und ich habe sachen erlebt und erfahren, die meinen eltern bei der erwaehnten gruppenreise voellig verborgen geblieben sind.
http://s7.directupload.net/images/110808/aivl45pd.jpg (http://www.directupload.net)
Hallo Kangoo,
meine Tips aus eigener Erfahrung sind:
1. Langsam
2. Langsam
-Versuche immer ein für dich angenehmens Tempo zu gehen.
-Nicht mehr als 400-500 Meter pro Tag aufsteigen.
-Ab 3000 Meter alle 1000 Höhenmeter einen Ruhetag einlegen.
-Ruhig ein/zwei Ruhetage am Berg zusätzlich in Reserve haben.
http://nepal2011.de/nepal/faq/trekking.php
http://nepal2011.de/nepal/faq/hoehenkrankheit.php
Dann sind die Chancen gut, dass du entspannt auf den Gokyo-Ri stehen wirst.
Viele Grüße :)
Michael
Johannes
09.08.2011, 11:35
1. Langsam
2. Langsam
Genau, und in nepal sagt man: "bistare, bistare" :)
Grüße,
Johannes
Ich glaub in Machermo kann man sich in einer kleinen Klinik auf evtl. Symptome mittags gegen eine Spende testen lassen.
Wenigstens fand ich ein Hinweisschild dort.
In Google Maps ist eine schöne Übersiichtskarte mit der Aufstiegsroute auf den Gokyo Ri:cool:
Der Link Gokyo Ri muss angeklickt werden.
http://maps.google.de/maps?hl=de&q=Gokyo+Ri&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&biw=1536&bih=762&wrapid=tlif131288606907110&um=1&ie=UTF-8&sa=N&tab=wl
Hallo,
als erste Tour in Nepal und als Bürohengst würde ich immer mich an eine (gute) Agentur oder Veranstalter wenden, auch lokalein Kathmandu und zumindest mit einen Führer und/oder (wenigstens englischsprachigen) Träger gehen, wenn man halbwegs Englisch kann. Das ist für eine erste Nepalreise immer gut, sich vor Ort dann nicht um alle Details zu kümmern müssen und hat die Sicherheit, eine Referenzperson auch im Hochgebirge dabei zu haben. Andere trekker die man unterwegs oder in Kathmandu trifft haben oft auch keine ausreichende Hochgebirgserfahrung und Erfahrung im Umgang z.B. mit Höhenkrankheit.
Natürlich sollte man schon etwas trainieren oder wandern, bevor man zum Everest aufbricht! Ansonsten braucht man nicht unbedingt ein Alpinist zu sein, die Wege sind meist technisch einfach zu gehen.
Da ich in der Branche vor Ort tätig bin, nenne ich Dir keine Agenturen, rate dir aber gut zu überlegen ob allein gehen oder nicht doch dich an Hauser oder einer lokalen Agentur wendest. Wenn du deinen Urlaub gern geniesst ohne stress, dann ist es sicher besser organisiert zu reisen in deinen Fall.
Was für andere leicht ist, kann durchaus sehr schwierig sein für jemanden, der noch nie dort war.
Viel Spaß in Nepal!
Navyo
Austriangirl
09.08.2011, 19:35
Hut ab Jungs! Da habt ihr euch echt Mühe gegeben!
Servus,
den Ratschlägen habe ich nichts hinzuzufügen -aber dagegen protestiere ich jetzt!:kopfschuettel:
LG, Carmen
Hut ab Jungs! Da habt ihr euch echt Mühe gegeben!und natürlich auch Mädels - sorry....:schwitz:
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