Alibotusch
13.07.2011, 21:04
Bulgarien mal anders
Wie üblich kam ich etwas spät zum Flieger, schaffte es aber noch, die Reiseunterlagen abzuholen, einzuchecken und nach unspektakulärem Flug war das immer mal auftretende Kniebroblem nach zwei Stunden abgehakt. Wenn ich so zurückdenke, wie sich die Anreisen vor über 30 Jahren gestalteten, dem endlosen Sitzen mitunter auch stehen in der Bahn durch Rumänien, mutet dieser Hopser ja geradezu wie eine Bahnfahrt von Dresden in die Sächsische Schweiz an. Reichlich 30 Jahre ist das her, und doch begann in Bulgarien eigentlich meine Bergeschichte, von der ich hier schon etwas erzählt habe.
Mein erster Versuch ab Airport Burgas mit Buslinie 15 zum Gara vorzudringen scheiterte an einem völlig überladenem Bus. Es war warm und trocken in Burgas, als ich dann mit dem zweiten Versuch am Gara ankam. In Burgas liegen Busbahnhof, Bahnhof, Hafen, Badestrand und Meeresgarten kaum 500m auseinander.
Die von „Melnik 13“ herausgefundene Adresse existierte real offenbar nicht, also suchte ich, beladen mit dem 18kg schweren Ungetüm auf meinen Schultern erst mal eine andere Bleibe,die sich möglichst in der Nähe des Bahnhofs befinden sollte.
Für 15,-Lewa eine Absteige - das ging noch.
Das Zimmer ließ sich nicht verschließen, und die Sauberkeit hielt sich in batalen Grenzen,- sieht bei mir so ähnlich aus.
Abends habe ich mir bei Zagorka- Bier entlang der Flaniermeile die bulgarischen Mädels mal angesehen. Da waren wirklich unerlaubt hübsche Exemplare dabei!
einige auch aufgehübscht, andere einfach gut zusammengeschraubt.
Hingucken kann man ja noch.- trotz fortgeschrittenen Alters.
Jemand war in der Zeit im Rucksack. Was wertvolles war ja nicht drin. Vermisse seit dem Abend eine dünne Ersatzhose, - Augen zu und durch.
Unter die Klinke habe ich nachts einfach einen Schrank geschoben, so dass ich vor nächtlichen Gepäckkontrollen verschont geblieben bin.
Die Preise sind absolut verträglich, auch für kleine Kassen. Bier zwischen 1,5 und 2 Leva. Suppe so um 2 Leva, Pizza auch so in etwa. Was das Wort Schkembe bedeutet, in rumänisch Ciorba de burta, habe ich sehr schnell herausgefunden.
Am Vormittags bin ich dann ohne Hatz zum Autogara und habe mich von dem Sofioter Bus an der Autobahn 13km neben Plovdiv absetzen lassen.
Bin von dort nach Plovdiv getrampt. Von Plovdiv dann weiter mit dem Bus südwärts, vorbei an der Festung des einstigen Zaren (Assenovska Krepost) die über der Straße in den Bergen liegt und vorbei auch am Batschkovo- Kloster. Heute umgeben von zig Verkaufs und Imbissbuden, die mit Rhodopenhonig und Ikonen, Mineralen und Holzsplittern des Heiligen Kreuzes handeln. Bis Smoljan ist die Straße malerisch aber sehr stark frequentiert und ich kann niemand empfehlen, hier eine Radtour zu machen. In Pamporovo warten riesige Hotels auf Gäste und machen einen etwas trostlosen Eindruck. Ich finde in Smoljan im Hostel der Drei Tannen sehr gute Unterkunft. Die Frau war früher Reiseleiterin, spricht deutsch und englisch und versteht sehr gut touristische Fürsorge und Geschäft zu verbinden. Von ihr
habe ich zwei gute Empfehlungen für weitere Ziele, als sie von meinem Wanderprojekten durch Südbulgarien hört. Vergeblich suche ich abends nach einer Schraubkartusche, hore aus einer Kneipe so einen tragenden Rhodopengesang, der mir unter die Haut geht und schon bin ich mitten drin.
Früh kaufe ich nach zig Bemühungen schließlich einen neuen Piezo-Kocher mit Ersatzkartusche für 25 Leva und glaube unsinnigerweise, das Problem gelöst zu haben.
Früh setzt mich die Wirtin an der Ausfallstraße ab und die eigentliche Tour beginnt .
Diesmal hatte ich eigentlich die Durchquerung Südbulgariens geplant, mir viele intressante Objekte herausgesucht und wollte selten begangene Gebirge durchstreifen.Bulgarien hat immerhin 8 Gebirge mit über 2000m hohen Bergen, und davon lagen einige auf meiner Wegstrecke.
ich gliedere die Tour mal in
Westrhodopen
Smoljan - WasserfallCanyon- Goljam Perelik /Trigrad-Djavolsko Gjarlo-Trigradsker Canyon-Jagodinahöhle-Römische Brücken – Borinovo - Dospat
Alibotusch und Südpirin
Dorf Pirin – Malinahütte- Pirinhütte – Berg Orelek- Hütte Papatchair - Deltchevo - Parilsko Prochod – HütteSlavinka- Alibotusch - Dorf Golechovo - Izvora Hütte -
Katunchi- Zlatolist - Ljuboviste - Rozen – Melnik
Belastrica Gebirge
Hütte Belasica - Hütte Kongur - Berg Kongur und Reservat- Stadt Petritch – Thermalbad Rupite und Fels Rid – Kresenski Klissura (Durchwanderung des Kresnadurchbruchs)-Stadt Sandanski
Piringebirge
Sandanski – Hütte Sandanski – Hütte Begovitsa – Hütte Tevnoto Ezero - Hütte Bezbog – Hütte Goze Deltchev – Stadt Dobrinischte – Rhodopenschmalspurbahn nach Septemvri. - Burgas
In Burgas wird gerade der Goldschatz von Panagurischte ausgestellt. (Morskoje Gradinitsa). Also was lag da näher als dieses kulturelle Schmackerl mitzunehmen.
Fürs Schwarze Meer blieb auch noch Zeit.
Drei Stunden später saß ich im Flieger.
Alibotusch
Wie üblich kam ich etwas spät zum Flieger, schaffte es aber noch, die Reiseunterlagen abzuholen, einzuchecken und nach unspektakulärem Flug war das immer mal auftretende Kniebroblem nach zwei Stunden abgehakt. Wenn ich so zurückdenke, wie sich die Anreisen vor über 30 Jahren gestalteten, dem endlosen Sitzen mitunter auch stehen in der Bahn durch Rumänien, mutet dieser Hopser ja geradezu wie eine Bahnfahrt von Dresden in die Sächsische Schweiz an. Reichlich 30 Jahre ist das her, und doch begann in Bulgarien eigentlich meine Bergeschichte, von der ich hier schon etwas erzählt habe.
Mein erster Versuch ab Airport Burgas mit Buslinie 15 zum Gara vorzudringen scheiterte an einem völlig überladenem Bus. Es war warm und trocken in Burgas, als ich dann mit dem zweiten Versuch am Gara ankam. In Burgas liegen Busbahnhof, Bahnhof, Hafen, Badestrand und Meeresgarten kaum 500m auseinander.
Die von „Melnik 13“ herausgefundene Adresse existierte real offenbar nicht, also suchte ich, beladen mit dem 18kg schweren Ungetüm auf meinen Schultern erst mal eine andere Bleibe,die sich möglichst in der Nähe des Bahnhofs befinden sollte.
Für 15,-Lewa eine Absteige - das ging noch.
Das Zimmer ließ sich nicht verschließen, und die Sauberkeit hielt sich in batalen Grenzen,- sieht bei mir so ähnlich aus.
Abends habe ich mir bei Zagorka- Bier entlang der Flaniermeile die bulgarischen Mädels mal angesehen. Da waren wirklich unerlaubt hübsche Exemplare dabei!
einige auch aufgehübscht, andere einfach gut zusammengeschraubt.
Hingucken kann man ja noch.- trotz fortgeschrittenen Alters.
Jemand war in der Zeit im Rucksack. Was wertvolles war ja nicht drin. Vermisse seit dem Abend eine dünne Ersatzhose, - Augen zu und durch.
Unter die Klinke habe ich nachts einfach einen Schrank geschoben, so dass ich vor nächtlichen Gepäckkontrollen verschont geblieben bin.
Die Preise sind absolut verträglich, auch für kleine Kassen. Bier zwischen 1,5 und 2 Leva. Suppe so um 2 Leva, Pizza auch so in etwa. Was das Wort Schkembe bedeutet, in rumänisch Ciorba de burta, habe ich sehr schnell herausgefunden.
Am Vormittags bin ich dann ohne Hatz zum Autogara und habe mich von dem Sofioter Bus an der Autobahn 13km neben Plovdiv absetzen lassen.
Bin von dort nach Plovdiv getrampt. Von Plovdiv dann weiter mit dem Bus südwärts, vorbei an der Festung des einstigen Zaren (Assenovska Krepost) die über der Straße in den Bergen liegt und vorbei auch am Batschkovo- Kloster. Heute umgeben von zig Verkaufs und Imbissbuden, die mit Rhodopenhonig und Ikonen, Mineralen und Holzsplittern des Heiligen Kreuzes handeln. Bis Smoljan ist die Straße malerisch aber sehr stark frequentiert und ich kann niemand empfehlen, hier eine Radtour zu machen. In Pamporovo warten riesige Hotels auf Gäste und machen einen etwas trostlosen Eindruck. Ich finde in Smoljan im Hostel der Drei Tannen sehr gute Unterkunft. Die Frau war früher Reiseleiterin, spricht deutsch und englisch und versteht sehr gut touristische Fürsorge und Geschäft zu verbinden. Von ihr
habe ich zwei gute Empfehlungen für weitere Ziele, als sie von meinem Wanderprojekten durch Südbulgarien hört. Vergeblich suche ich abends nach einer Schraubkartusche, hore aus einer Kneipe so einen tragenden Rhodopengesang, der mir unter die Haut geht und schon bin ich mitten drin.
Früh kaufe ich nach zig Bemühungen schließlich einen neuen Piezo-Kocher mit Ersatzkartusche für 25 Leva und glaube unsinnigerweise, das Problem gelöst zu haben.
Früh setzt mich die Wirtin an der Ausfallstraße ab und die eigentliche Tour beginnt .
Diesmal hatte ich eigentlich die Durchquerung Südbulgariens geplant, mir viele intressante Objekte herausgesucht und wollte selten begangene Gebirge durchstreifen.Bulgarien hat immerhin 8 Gebirge mit über 2000m hohen Bergen, und davon lagen einige auf meiner Wegstrecke.
ich gliedere die Tour mal in
Westrhodopen
Smoljan - WasserfallCanyon- Goljam Perelik /Trigrad-Djavolsko Gjarlo-Trigradsker Canyon-Jagodinahöhle-Römische Brücken – Borinovo - Dospat
Alibotusch und Südpirin
Dorf Pirin – Malinahütte- Pirinhütte – Berg Orelek- Hütte Papatchair - Deltchevo - Parilsko Prochod – HütteSlavinka- Alibotusch - Dorf Golechovo - Izvora Hütte -
Katunchi- Zlatolist - Ljuboviste - Rozen – Melnik
Belastrica Gebirge
Hütte Belasica - Hütte Kongur - Berg Kongur und Reservat- Stadt Petritch – Thermalbad Rupite und Fels Rid – Kresenski Klissura (Durchwanderung des Kresnadurchbruchs)-Stadt Sandanski
Piringebirge
Sandanski – Hütte Sandanski – Hütte Begovitsa – Hütte Tevnoto Ezero - Hütte Bezbog – Hütte Goze Deltchev – Stadt Dobrinischte – Rhodopenschmalspurbahn nach Septemvri. - Burgas
In Burgas wird gerade der Goldschatz von Panagurischte ausgestellt. (Morskoje Gradinitsa). Also was lag da näher als dieses kulturelle Schmackerl mitzunehmen.
Fürs Schwarze Meer blieb auch noch Zeit.
Drei Stunden später saß ich im Flieger.
Alibotusch