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Vollständige Version anzeigen : Einwöchige Tour in Ungarn - Tipps?


Koschka
26.05.2011, 13:33
Hallo,

wir wollen Anfang August eine Woche nach Ungarn, wandern.
Ich war mehrmals in Skandinavien und in Rumänien, es waren aber immer erfahrene Trekker dabei, deswegen ist das die erste Tour die ich quasi alleine plane, da mein Freund null Wandererfahrung hat.
Wir haben etwa eine Woche Zeit und werden mit dem Tarp unterwegs sein. Am liebsten wäre es uns etwas abseits der touristischen Gebiete, in einer Gegend wo die Leute noch eher traditionell leben. Ich war schonmal in Ungarn und habe da erlebt, dass die Ungarn fast nirgends Englisch bzw. Deutsch sprechen (und das Ungarische ist ja ziemlich kompliziert), in Rumänien war es ähnlich, deswegen habe ich Bedenken, dass man in den ländlichen Gebieten Verständigungsschwierigkeiten haben wird - hat da jemand von euch Erfahrungen gemacht?
Außerdem: wird wild campen in Ungarn geduldet? Da unser Budget knapp ist würden wir gerne aus Campingplätze etc verzichten.

Soviel erstmal, würde mich freuen wenn jemand eine schöne Gegend/Strecke empfehlen könnte!

grüße
Koschka

falk1
26.05.2011, 14:45
Hallo Koschka,

meine Ungarn-Tour liegt schon 7 Jahre zurück. Damals sind wir eine Woche durch das Zemplén-Gebirge im Nordosten Ungarns gewandert. Es war eine Rundtour, Start und Ziel war Tokaj. Überlaufen fand ich das Gebirge nicht, wir waren allerdings Anfang Oktober dort (Weinlese). Ob wild campen im Land geduldet wird kann ich nicht sagen, Probleme hatten wir damit jedenfalls nicht.
Hier mal ein Erlebnisbericht (http://www.eastern-images.de/Reisen/2004/ReiseHU2004.htm)

Gruß Falk

Harp Booth
27.05.2011, 06:11
Hallo Koschka,

ich war vor vielen Jahren mal im Bükk Nationalpark zum Klettern.
Die Gegend ist an einigen Stellen bis zum Horizont bewaldet und Du siehst kein einziges Haus.
Es soll sogar noch Bären in der Region geben. Echt wild da!

FSME Impfung nicht vergessen. Die Gegend wimmelt vor Zecken und es standen sogar Warnschilder aus.

Wir haben an einem für Wochenendausflügler eingerichteten Grillplatz gezeltet.

Am zweiten Abend kam der Förster mit dem Mofa vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Das war aber mehr um sich zu versichern, das mit uns alles in Ordnung ist.

Die Leute hatten zumindest damals recht wenig Geld. Routenabsicherung war damals aus teilweise echt exotischen recycelten Materialien (z.B. Türangel) gebastelt. Die Kletterer aus der Region biwakierten häufig am Felsen. Keiner hat sich hierüber beschwert, dass er regelmäßig verjagt wurde.

Aber das ist wie gesagt schon mehr als 15 Jahre her, also nicht unbedingt hilfreich, da vielleicht nicht mehr übertragbar.

Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist mir jedoch in guter Erinnerung geblieben und dürfte sich wohl kaum geändert haben.
Ganz alte Leute sprechen oft noch Deutsch.

Ich war jedoch mit einem ungarischen Freund unterwegs, der übersetzen konnte.

Gruss Harald

Alibotusch
30.05.2011, 07:56
Hallo Koschka,
es gibt Erinnerungen an den früher ersonnenen, grenzüberschreitenden Fernwanderweg Eisenach-Budapest, auch EB-Weg genannt.
Den gibt es ja noch und der führt durch die ungarischen Gebirge Zempleni, Matra, Bükk und Pilis und Buda Hegy. Beschreibungen findest du auch hier:
,Weitwanderungen EB-Streckenverlauf Ungarn'. Auch unter der Rubrik EB-Weg steht einiges. Paar touristisch lohnende Ziele in Verbindung mit eurem Vorhaben vorher heraussuchen, - Burgen im Zempleni, Höhlen (Aggteletek oder so), evtl.Thermalbäder die am Wanderwege liegen.
Empfohlenes Zusatzgepäck: Mückentötulin und Fernglas für Vogelbeobachtungen. Ob ein Tarp da das Richtige ist ???...lasse ich mal dahingestellt.
Von unseren Radtouren mit EbsEls sind mir einige ,1NachtCamps' auf Sportplätzen in Erinnerung, ansonsten im Gebüsch aber ohne Feuer zu machen.
Das ungarische Zauberwort hieß ,teshik',(bitte) und dann haben sich für uns dort alle Türen geöffnet.
Paar Hinweise findest du in deiner Stadt auf der Louisenstraße im Reisebuchladen bei Ingolf, so der denn da ist, ggf. auch Wanderkarten.
Alibotusch