PDA

Vollständige Version anzeigen : Garwhal Himalaya - Khalindi Khal


Alpin
26.08.2004, 05:31
Hallo Himalayafreunde,

da meine aufgrund der unglücklichen Umstände sehr kurzfristige Suche nach einem Partner für eine Kailash-Tour im September (s. Schwarzes Brett) wohl erfolglos bleibt, denke ich an das kommende Jahr.
Eine Alternative zum Kailash wäre der indische Himalaya, z.B. der Garwhal.

Frage:
- Hat jemand mit der Überschreitung des Khalindi Khal (zwischen Rishikesh und Badrinath) bereits Erfahrungen?
- Welche Reisezeit ist zu bevorzugen (April o. Mai, Oktober?)
- Welche indische Agentur ist zu empfehlen?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann!

Peter

Guest
28.08.2004, 09:22
Hi Peter, falls du dich verschrieben hast, und du meinst den Kalindipass zwischen Gangotri und Badrinath, empfehle ich dir zu meiner Frage, bzw. den Antworten weiter hinten zu gehen. Ungefähr Seite 4. Der Eintrag heißt Gangotri-Badrinath. Falls dir noch Infos zu meiner Frage einfallen - her damit. Die Aussagen der empfohlenen Quellen sind nämlich sehr wiedersprüchlich. Von "anspruchsvoller Wandertour" bis "hochalpines Unternehmen mit allem drum und dran (Seil, Steigeisen...)"...

Joachim1
20.03.2005, 21:03
Hallo Himalayafreunde,

da meine aufgrund der unglücklichen Umstände sehr kurzfristige Suche nach einem Partner für eine Kailash-Tour im September (s. Schwarzes Brett) wohl erfolglos bleibt, denke ich an das kommende Jahr.
Eine Alternative zum Kailash wäre der indische Himalaya, z.B. der Garwhal.

Frage:
- Hat jemand mit der Überschreitung des Khalindi Khal (zwischen Rishikesh und Badrinath) bereits Erfahrungen?
- Welche Reisezeit ist zu bevorzugen (April o. Mai, Oktober?)
- Welche indische Agentur ist zu empfehlen?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann!

Peter
Wir sind am 8. September 2004 in Gangotri aufgebrochen und habe nach Überschreitung des Kalindi Khals am 23. September 2004 Badrinath erreicht.

ingolf
21.03.2005, 12:07
Ja und, wie wars? Ist er ohne technische Hilfsmittel paßierbar? Wurde unterwegs das Permit kontrolliert? Lohnt sich die Tour? Ich war damals der Gast und hatte mich für die Tour interessiert. Leider war dann im Oktober die Schneesituation zu heikel.

Gruß, Ingolf.

AndreasW
22.03.2005, 06:50
@Joachim1: Erzähle uns doch bitte ein wenig mehr über deine Erfahrungen auf diesem anspruchsvollen Trek! - Gibt's auch Bilder?

Eine aktuelle Beschreibung dieses 12-Tage Trekkings habe ich bisher nur hier (http://www.gmvnl.com/trekdetails.html) gefunden.

Danke, und Willkommen hier im Forum!

Gruß AndreasW

P.S. Deine Piemont-Erfahrungen auf der GTA interessieren mich auch...http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif

AVillwock
29.03.2005, 20:11
Hallo zusammen,

ich wäre auch an Details zum Trekk interessiert, da wir die Reise im nächsten Jahr machen wollen.

Gruß

Arnd

Joachim1
29.03.2005, 21:46
Wir sind am 8. September 2004 in Gangotri aufgebrochen und habe nach Überschreitung des Kalindi Khals am 23. September 2004 Badrinath erreicht.
Wetterkonditionen: Meist stabiles Sonnenwetter. Morgens gelegentlich trüb. Nur an einem Tag regen/Schnee. Temperaturen: Bis auf 5.000 Meter tagsüber über 8-15 Grad. Nachts um die 0° C. Über 5.000 Meter auch tagsüber Temperaturen um die Minus 5° C. Nachts: 5.300m/-7°C; 5.600m/-18°C. Passquerung (5.950 m) bei strahlendem Sonnenschein gegen 11.30 Uhr ca. -10°C. Langsam steigende Temperaturen während des Abstieges hinunter zum Lagerplatz Raj Parao.



Der Weg zum Pass verläuft über die Mittelmoränen des Seta Bamak. Hier muss man weiter ober über den Gletscher auf eine weitere Mittelmoräne wechseln, die bei guter Sicht an ihrem oberen Ende nach rechts Richtung Kalindi Khal einschwenkt. Aus der Ferne betrachtet verläuft diese Mittelmoräne unterhalb eines auffälligen, fotogenen Gletscherbruches. Dieser Gletscherbruch wird jedoch nicht erreicht, sondern man bleibt auf der Mittelmoräne, die wie gesagt in einem großen, weichen Bogen nach rechts zum Kalindi Khal einschwenkt. Nach dem Verlassen der Moräne empfielt es sich, Steigeisen anzulegen.



Der Pass war wegen der guten Sicht und Schneelage relativ gut zu bewältigen. Im oberen Teil ca. 30°-35° Steigung. Anstieg über die linke Flanke unterhalb des Kalindi Peaks. Die rechte Flanke unterhalb des Avalanche Peak sollte man tunlichst meiden. Es empfielt sich das Gehen in einer Seilschaft, da sich in dem weiten Gletscherfeld doch einige Spalten verbergen, die wie wir erfahren mussten, unter Neuschnee verborgen waren. Erfahrene mögen diese wohl erkennen aber man sollte die Regeln einer Gletscherbegehung unbedingt einhalten. Vor allem, wenn man über das Eis/Schneefeld aufsteigen will. Am Fuße des Kalindi Peaks kann man auf schmalem von Gesteinsschutt übersähtem Saum ebenfalls recht gut zum Pass emporsteigen. Der Aufstieg über die rechte Flanke des Gletschers ist wesentlich gefährlicher - vor allem wegen der ständigen Lawinengefahr vom Avalanche Peak.

Vorsicht!! Sobald sich das Wetter ändert kann die Überquerung lebensgefährlich werden. Besonders das Gehen in diesem "grobblockigen" Gelände ohne Wegspuren bereitet Probleme.

Das letzte Lager haben wir auf etwa 5.600 Meter eingerichtet. Ist man auf der richtigen Mittelmoräne, so kann man den Lagerplatz rechterhand des Moränenkamms daran erkennen, dass größere Steinblöcke zur Seite geräumt und kleine einigermaßen ebene Flächen, teilweise auf blankem Eis eingerichtet wurden. Außerdem liegt leider Müll in der Nähe herum.

Eines der Hauptprobleme dürfte die Versorgung mit Trinkwasser sein. Eis ist genug da. Aber eben Eis. Das aber muss erst geschmolzen werden. Bei wärmeren Wetterlagen durchströmen das Eis gewaltige Wassermassen, die gelegentlich zutage treten. Sobald die Temperaturen sinken, erstarren diese Wassermassen und Stille breitet sich - auch im Gletscher - aus.

Natürlich lohnt sich die Tour. Aber wie schrieb mir mein Agent: First I would like to congratulate you and your team that in Garwal everyone inform me that it had never happen after the permits were allowed on this route that any group who were on Kalidi Khal trek have completed the trek where all the foreign members crossed the pass and yours is the first group where all the members crossed the pass.

Also, der Kalindi Khal lohnt sich schon. Aber eine ordentliche Vorbereitung in jeder Hinsicht sollte das mindeste sein. Unsere Permits wurden auf dem Gletscher nicht mehr kontrolliert. Der letzte Kontakt vor dem Pass war bei Tapovan. Dort war ein militärischer Posten, der offenbar von uns wußte. Allerdings forderte er keine Permits. Nach Überschreitung des Passes erst wieder in Gastoli Kontakt mit der Armee. Dort allerdings wurden alle Papiere von uns gefordert.

Wir hatten übrigens einen Liaison-Officer dabei, da wir die Besteigung des Chaturangi I bein IMF angemeldet hatten.

Gruß

Joachim

Joachim1
29.03.2005, 21:52
@Joachim1: Erzähle uns doch bitte ein wenig mehr über deine Erfahrungen auf diesem anspruchsvollen Trek! - Gibt's auch Bilder?

Eine aktuelle Beschreibung dieses 12-Tage Trekkings habe ich bisher nur hier (http://www.gmvnl.com/trekdetails.html) gefunden.

Danke, und Willkommen hier im Forum!

Gruß AndreasW

P.S. Deine Piemont-Erfahrungen auf der GTA interessieren mich auch...http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif
Ich halte am 8. April 2005 in Oldenburg/Oldb. einen Diavortrag über die Expedition. Wer in der Nähe wohnt, sei herzlichst eingeladen. Der Vortrag findet bei CORPUS Sport- und Gesundheitszentrum, Giesenweg19, 26133 statt. Dort gibt es natürlich auch Bilder. Aber im wesentlichen berichte ich über die Vorbereitung und Durchführung dieser Expedition.

Viele Grüße

Joachim

Joachim1
29.03.2005, 21:53
Hallo zusammen,

ich wäre auch an Details zum Trekk interessiert, da wir die Reise im nächsten Jahr machen wollen.

Gruß

Arnd
Ich halte am 8. April 2005 in Oldenburg/Oldb. einen Diavortrag über die Expedition. Wer in der Nähe wohnt, sei herzlichst eingeladen. Der Vortrag findet bei CORPUS Sport- und Gesundheitszentrum, Giesenweg19, 26133 statt. Dort gibt es natürlich auch Bilder. Aber im wesentlichen berichte ich über die Vorbereitung und Durchführung dieser Expedition.

Viele Grüße

Joachim

Joachim1
29.03.2005, 21:58
Hallo Himalayafreunde,

da meine aufgrund der unglücklichen Umstände sehr kurzfristige Suche nach einem Partner für eine Kailash-Tour im September (s. Schwarzes Brett) wohl erfolglos bleibt, denke ich an das kommende Jahr.
Eine Alternative zum Kailash wäre der indische Himalaya, z.B. der Garwhal.

Frage:
- Hat jemand mit der Überschreitung des Khalindi Khal (zwischen Rishikesh und Badrinath) bereits Erfahrungen?
- Welche Reisezeit ist zu bevorzugen (April o. Mai, Oktober?)
- Welche indische Agentur ist zu empfehlen?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann!

Peter
Hallo Peter,

versuchs mal hier. Ich habe mit denen ausgezeichnete Erfahrungen sammeln können:

Snowland Holidays Pvt. Ltd.

Upstairs Himcoop Juice Bar Manali - 175 131

Distt Kullu (HP) INDIA

Phone : 91-1902-252248, 236185

E-mail : snowland@vsnl.com (snowland@vsnl.com)

Ansprechpartner wäre ein Irvinder Singh.

AVillwock
31.03.2005, 23:58
Ich halte am 8. April 2005 in Oldenburg/Oldb. einen Diavortrag über die Expedition. Wer in der Nähe wohnt, sei herzlichst eingeladen. Der Vortrag findet bei CORPUS Sport- und Gesundheitszentrum, Giesenweg19, 26133 statt. Dort gibt es natürlich auch Bilder. Aber im wesentlichen berichte ich über die Vorbereitung und Durchführung dieser Expedition.

Viele Grüße

Joachimaus Stuttgart leider ein wenig zu weit ;)

Kann man Deine Bilder evtl. auch im Internet sehen?

Gruß

Arnd

Joachim1
01.04.2005, 00:19
Ich halte am 8. April 2005 in Oldenburg/Oldb. einen Diavortrag über die Expedition. Wer in der Nähe wohnt, sei herzlichst eingeladen. Der Vortrag findet bei CORPUS Sport- und Gesundheitszentrum, Giesenweg19, 26133 statt. Dort gibt es natürlich auch Bilder. Aber im wesentlichen berichte ich über die Vorbereitung und Durchführung dieser Expedition.

Viele Grüße

Joachim
Die GTA liegt bei mir schon einige Jahre zurück. Ich würde sie aber noch mal ablaufen, weil es einfach ein wunderschöner Weg ist. Was möchtest Du denn zur GTA wissen?

Viele Grüße Joachim

phacops
01.04.2005, 08:05
Natürlich lohnt sich die Tour. Aber wie schrieb mir mein Agent: First I would like to congratulate you and your team that in Garwal everyone inform me that it had never happen after the permits were allowed on this route that any group who were on Kalidi Khal trek have completed the trek where all the foreign members crossed the pass and yours is the first group where all the members crossed the pass.

Also erstmal mein Kompliment für die Tour und Danke! für diesen klasse Bericht, Joachim1!! Das sind für mich die highlights des Forums! :-) Und dafür kriegt der thread von mir 5 Sterne!
Da fängt man am liebsten gleich an zu planen!


phacops

AndreasW
01.04.2005, 17:47
Also erstmal mein Kompliment für die Tour und Danke! für diesen klasse Bericht, Joachim1!! Das sind für mich die highlights des Forums! http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/cheesy.gif Und dafür kriegt der thread von mir 5 Sterne!
Da fängt man am liebsten gleich an zu planen!


phacopsOh ja, das wäre was! 5 Sterne auch von mir!
Danke für den Bericht.

Gruß AndreasW

Joachim1
01.04.2005, 19:49
[QUOTE=Joachim1]I von II

Ich habe heute 13 jpegs für Interessenten aus dem Forum vorbereitet. Es handelt sich dabei im einzelnen um folgende Bildnummern:

6737 Im oberen Teil des Chaturangigletschers. Abschnitt zwischen Suralaya Bamak und Seta Bamak. Hier gleitet der Gletscher durch eine Enge. Ein Ausweichen auf die Flanken ist bei gutem Wetter auch wegen der massiven Steinschlaggefahr kaum möglich. Seitenmöränen sind hier nicht ausgebildet.

6799 Der in den Chaturangigletscher einmündende Kalinda Bamak. Innerhalb von 5 Minuten hatte sich das Wetter dramatisch verschlechtert. Biwak auf der Mittelmoräne zwischen Kalinda und Seta Bamak.

6826 Blick von der Mittelmoräne, die Kalinda Bamak (links schwenkend) von Seta Bamak (rechts schwenkend) trennt.

6859 Anstieg zum Kalindi Khal. Der kleine schwarze Berg halblinks im Hintergrund ist der Kalindi Peak. Davor geht es rechts hoch zum Pass.

6870 Der Blick auf den Kalinda Bamak wird frei. Die kleine schwarze Bergspitze rechts vor der weißen Wolke ist der Kalindi Peak.

6876 Ziemlich genau in der Bildmitte befindet sich ein mächtiger Eisbruch. Vor diesem Eisbruch führt die richtige Mittelmoräne lang und schwenkt dann nach rechts Richtung Kalindi Khal.



6915 Auf der Mittelmoräne vor dem Eisgruch. Oberhalb der Bildmitte auf der Moräne laufen drei Träger, die hier nur als winzige Punkte zu erkennen sind.



6924 Die Mittelmoräne unterhalb des Eisbruchs.



6928 Deutlich ist das Einschwenken der Mittelmoräne Richtung Aufstieg zum Kalindi Khal zu erkennen. Etwa an diesem Standort haben wir unser letztes Lager aufgeschlagen.



6944 Aufstieg zum Kalindi Khal. Das so liebliche Schneefeld ist von mächtigen Gletscherspalten durchzogen, die nicht immer so schön zu erkennen sind. Sinks am Bildrand sieht man einen Schuttsaum, der fast bis zum Pass hinaufführt. Vorsicht! Steinschlaggefahr. Diese Bergflanke liegt den ganzen Tag in der Sonne.



6957 Der Pass ist überschritten. Im Osten grüßen der mächtige Kamet mit seinen 3 Satelliten.


Weitere 3 Bilder im nächsten Bericht

Joachim1
02.04.2005, 22:32
Wegen der vielen Anfragen betreffend den Kalindi Khal hier eine Webadresse, mit einem wunderschönen Sattelitenfoto das fast des gesamten Areal von Gangotri über Tapovan, Nandanban, den Chaturangigletscher, dem Kalindi Khal (Pass), der Lokalität Raj Parao und dem westlichen Teil der Arwa Tals:

http://earthobservatory.nasa.gov/Newsroom/NewImages/images.php3?img_id=16584

Auch ein paar wichtige allgemeine Hinweise werden gegeben:

Desweiteren sind folgende Karten jedem zu empfehlen, auch wenn sie nicht neuesten Datums sind:

Garhwal-Himalaya-West, Herausgegeben von der Schweizerischen Stiftung für alpine Forschungen, Maßstab 1:150.000. Diese Karte eignet sich gut für die Vorbereitungen wie auch für den eigentlichen Trek. Da die Kartengrundlage schon älteren Datums ist, muss man zumindest bei den Ortsangeben darüber hinwegsehen, das zum Geispiel der Wallfahrtort Gangotri mit drei bis vier kleinen Haussybolen vermerkt ist, obwohl dort zumindest in den Sommermonaten ca. 3.000 Einheimische leben. Ganz zu schweigen von den >250.000 Pilgern pro Saison. Mit Hilfe weiterer Lektüre lassen sich heute noch einige benannte Gipfel nachtragen, die zwar kartiert aber damals wohl (noch) nicht benannt waren. Was besseres ist wohl nicht zu bekommen.

Dehra Dun, Edition-1 AMS (Army Map Service), Serie U502 Sheet NH 44-5. Diese Karte gibt einen guten Überblick über das Gebiet zwischen Rishikesh im Süden und Gangotri (am oberen Blattrand und Dehra Dun am linken Blattrand gelegen. Sie eignet sich allerdings nicht gut zum wandern. Für die Anreise per Jeep durchaus zu gebrauchen.

Leoman Maps: Indian Himalaya Maps Sheet 7, Garhwal (U.P.Himalaya) Gangotri, Har Ki Dun & Musoorie area und Sheet 8 Kumaon & Garhwal (U.P.Himalaya) Pindari Glacier, Badrinath & Nanda Devi area, beide Blätter 1:200.000. Auf diesen Karten sind nur die Ridges als Linien und die auf ihnen liegenden Gipfel darbestellt. Der Trek von Gangotri nach Bdrinath ist als gestrichelte Linie dargestellt. Einige knappe allgemeine Hinweise auf den Rückseiten der Blätter. Aber insgesamt für unseren verwöhnten Geschmack keine richtige Wanderkarte.

Aus dem nationalen Kartenwerk India 1:50.000 gibt es im freien Handel schon seit langem keine Karten mehr für diese Grenzregion. Sollte jemand eine Idee haben, wäre ich dankbar für einen Hinweis.

Die Literatur ist extra zu behandeln. Je nach Interessenschwerpunkt gibt es zwar nicht viel aber doch einiges. Übrigens auch im Internet zu finden.

Hier noch ein paar Tipps, die ich Euch mitteilen kann:

- 1026 Peaks and passes of the Garhwal Himalaya, Babicz, E, 1990 The guide book for climbers and across-country alpinists

Weierhin empfehlenswert sind die Bücher (auf englisch) des Inders

Harish Kapadia, z. B.
Across Peaks and Passes in Garhwal-Himalaya, Indus Publisdhing Company, New Delhi 1999. Harish Kapadia ist u. a. auch Hon. Editor des Himalayan Journal, 72, Vijay Apartments, Carmichael Road, Bombay - 400 026.

Ein kurzer Artikel stand in der Zeitschrift: Die Alpen, Ausgabe 6.2001 des SAC

Titel: Unterwegs im Indischen Garhwal-Himalaya. Impressionen aus der gangotri Gruppe. Diese kurze Artikel ist mit einigen wunderschönen Bildern versehen.

Antiquarisch gibt es zum Garhwal faszinierende Bericht, wie z. B.

Berge Der Welt, Zweiter Band, Interverlag AG, Züprich 1947; Bericht über die schweizerische Garhwal-Expedition von 1947. Neben Band vier der Reihe wohl der seltenste Band. Aber der halbe Band handelt vom Garwhal.

Rudolf Jonas: Im Garten der göttlichen Nanda - Bergfahrten im Garhwalhimalaya, Verlag Seidel & Sohn, Wien 1948

Garhwal Himalaya: Index of peaks, maps, panoramas, Babicz, E, 1992, these maps, as well as pictures and observations made by various expeditions provided source material for the index of summits, panoramas and sketch maps.

Tip für die antiquarischen Bücher:

http://www.zvab.com/SESSz191850899811112477075/gr2/de/index.html


Ich hoffe, allen Interessenten ein wenig weitergeholfen zu haben. Viel Spaß bei der Lektüre und dem Studium des Kartenmaterials.

Joachim

phacops
04.04.2005, 18:36
Ein herrliches Satellitenbild!:-)


und bei den indischen 50 000er Karten schließe ich mich an ;) . Vielleicht hat unser admin, dar ja bekennender Karten-freak ist, eine Idee oder sogar die eine oder andere Karte?

phacops

Joachim1
04.04.2005, 19:45
[QUOTE=Joachim1]I von II

Ich habe heute 13 jpegs für Interessenten aus dem Forum vorbereitet. Es handelt sich dabei im einzelnen um folgende Bildnummern:

6737 Im oberen Teil des Chaturangigletschers. Abschnitt zwischen Suralaya Bamak und Seta Bamak. Hier gleitet der Gletscher durch eine Enge. Ein Ausweichen auf die Flanken ist bei gutem Wetter auch wegen der massiven Steinschlaggefahr kaum möglich. Seitenmöränen sind hier nicht ausgebildet.

6799 Der in den Chaturangigletscher einmündende Kalinda Bamak. Innerhalb von 5 Minuten hatte sich das Wetter dramatisch verschlechtert. Biwak auf der Mittelmoräne zwischen Kalinda und Seta Bamak.

6826 Blick von der Mittelmoräne, die Kalinda Bamak (links schwenkend) von Seta Bamak (rechts schwenkend) trennt.

6859 Anstieg zum Kalindi Khal. Der kleine schwarze Berg halblinks im Hintergrund ist der Kalindi Peak. Davor geht es rechts hoch zum Pass.

6870 Der Blick auf den Kalinda Bamak wird frei. Die kleine schwarze Bergspitze rechts vor der weißen Wolke ist der Kalindi Peak.

6876 Ziemlich genau in der Bildmitte befindet sich ein mächtiger Eisbruch. Vor diesem Eisbruch führt die richtige Mittelmoräne lang und schwenkt dann nach rechts Richtung Kalindi Khal.



6915 Auf der Mittelmoräne vor dem Eisgruch. Oberhalb der Bildmitte auf der Moräne laufen drei Träger, die hier nur als winzige Punkte zu erkennen sind.



6924 Die Mittelmoräne unterhalb des Eisbruchs.



6928 Deutlich ist das Einschwenken der Mittelmoräne Richtung Aufstieg zum Kalindi Khal zu erkennen. Etwa an diesem Standort haben wir unser letztes Lager aufgeschlagen.



6944 Aufstieg zum Kalindi Khal. Das so liebliche Schneefeld ist von mächtigen Gletscherspalten durchzogen, die nicht immer so schön zu erkennen sind. Sinks am Bildrand sieht man einen Schuttsaum, der fast bis zum Pass hinaufführt. Vorsicht! Steinschlaggefahr. Diese Bergflanke liegt den ganzen Tag in der Sonne.



6957 Der Pass ist überschritten. Im Osten grüßen der mächtige Kamet mit seinen 3 Satelliten.


Weitere 3 Bilder im nächsten BerichtHier die letzten, fehlenden Bilder vom Abstieg:

6983 Abstieg vom Kalindi Khal auf der Ostseite. Anseilen ist wärmstens zu empfehlen.



6987 Dieses Spaltenfeld will überquert sein.



Für diese Tagesetappe vom Standort (siehe Bild 6.928) über den Pass bis hinunter nach Raj Parao benötigt man bei guter!! Kondition ca. 12 - 13 Stunden.

Allen Trekkern Viel Spaß

AndreasW
05.04.2005, 06:55
Ein herrliches Satellitenbild!http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/cheesy.gif


und bei den indischen 50 000er Karten schließe ich mich an http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif . Vielleicht hat unser admin, dar ja bekennender Karten-freak ist, eine Idee oder sogar die eine oder andere Karte?

phacopsHallo zusammen,

hier meine bisherigen Recherchen zu den "Survey of India Maps 1: 50000". Ein paar Statements zur anachronistischen Situation findet man in den folgenden Links:

http://www.gisdevelopment.net/magazine/gisdev/1999/mar-apr/rmi.shtml
http://www.gisdevelopment.net/policy/india/technology/intech019.htm
http://www.ias.ac.in/currsci/aug252000/srikantia.pdf
http://www.ias.ac.in/currsci/jun10/articles9.htm

Diese super Karten sind in Indien zu einem Spottpreis (je 5 Rs) erhältlich. Kartenindex und Bezugsadressen hier: http://members.rediff.com/gisindia/soi_topo.htm

Nur, man darf sie in Indien nicht besitzen und erst recht nicht exportieren. Es ist nur einem bestimmten Personenkreis erlaubt diese Karten zu erwerben. Mittlerweile kenne ich zwar in Indien Leute, die zu diesem Personenkreis gehören. Habe es mir aber bisher nicht getraut, diese Karten im großen Stile zu exportieren. - Hab' aber ein paar von der Himachal Region zwischen Sutlej und Pin Parvati Pass daheim...

Wer Russisch kann, für den sind vielleicht die russischen Generalstabskarten 1:100000 eine Alternative, die man über Därr in München beziehen kannn. http://daerr.de/Landkarten/russ/eigene/Asien/Himalaya.htm
Deren Genauigkeit, was Pfade und Wege betrifft, kenne ich allerdings nicht. Hat da von euch jemand Erfahrungen?

Viel Spaß beim Schmökern!

Gruß, AndreasW

PS. Die Unibibliothek in Göttingen hat vereinzelte Karten im Bestand. Dort habe ich mir schon Kopien anfertigen lassen.

zu Himachal: http://gso.gbv.de/DB=2.1/SET=3/TTL=1/CMD?ACT=SRCHM&MATCFILTER=Y&MATCSET=Y&NOSCAN=Y&PARSE_MNEMONICS=N&PARSE_OPWORDS=N&PARSE_OLDSETS=N&ACT0=SRCH&IKT0=4&TRM0=himachal&ACT1=*&IKT1=1004&TRM1=&ACT2=*&IKT2=5040&TRM2=&ACT3=*&IKT3=8580&TRM3=&SRT=YOP&ADI_JVU=&ADI_TAA=&ADI_LND=&ADI_MAT=K
zu Garhwal: http://gso.gbv.de/DB=2.1/CMD?ACT=SRCHM&MATCFILTER=Y&MATCSET=Y&NOSCAN=Y&PARSE_MNEMONICS=N&PARSE_OPWORDS=N&PARSE_OLDSETS=N&ACT0=SRCH&IKT0=4&TRM0=garhwal&ACT1=*&IKT1=1004&TRM1=&ACT2=*&IKT2=5040&TRM2=&ACT3=*&IKT3=8580&TRM3=&SRT=YOP&ADI_JVU=&ADI_TAA=&ADI_LND=&ADI_MAT=K
zu Uttar Pradesh: http://gso.gbv.de/DB=2.1/SET=6/TTL=11/CMD?ACT=SRCHM&MATCFILTER=Y&MATCSET=Y&NOSCAN=Y&PARSE_MNEMONICS=N&PARSE_OPWORDS=N&PARSE_OLDSETS=N&ACT0=SRCH&IKT0=4&TRM0=uttar+pradesh&ACT1=*&IKT1=1004&TRM1=&ACT2=*&IKT2=5040&TRM2=&ACT3=*&IKT3=8580&TRM3=&SRT=YOP&ADI_JVU=&ADI_TAA=&ADI_LND=&ADI_MAT=K

Alle Survey of India Karten der Uni Göttingen:
http://goopc4.sub.uni-goettingen.de:8080/DB=1/SET=2/TTL=40/MAT=/NOMAT=T/REL?PPN=103733493&RELTYPE=TT

Dort würde ich mich gerne mal einsperren lassen http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif ...

Joachim1
06.04.2005, 14:25
Hallo Himalayafreunde,

da meine aufgrund der unglücklichen Umstände sehr kurzfristige Suche nach einem Partner für eine Kailash-Tour im September (s. Schwarzes Brett) wohl erfolglos bleibt, denke ich an das kommende Jahr.
Eine Alternative zum Kailash wäre der indische Himalaya, z.B. der Garwhal.

Frage:
- Hat jemand mit der Überschreitung des Khalindi Khal (zwischen Rishikesh und Badrinath) bereits Erfahrungen?
- Welche Reisezeit ist zu bevorzugen (April o. Mai, Oktober?)
- Welche indische Agentur ist zu empfehlen?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann!

PeterHallo Peter,

ich will noch einmal kurz zum Thema "Erfahrungen" etwas hinzufügen.

Unter folgender Adresse:

http://www.dav-ringsee.de/index.php?id=220&backPID=219&tt_news=37

läßt sich eindrucksvoll und ehrlich nachlesen, das man am Kalindi Khal auch scheitern kann. Frau Riedl mußte umhehren, bevor sie in die Region kam, die ich weiter oben in diesem Thread mit Fotos vorgestellt habe. Ihre Erfahrungen stehen im Kontrast zu meinen, verdienen aber wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für das "Höhentrekking" Beachtung.

phacops
07.04.2005, 21:53
@ AndreasW: Das Kartenthema sollten wir vertiefen. Kriegst nächste Woche ne PN (wese morgen ab bis Dienstag). :cool:


phacops

Joachim1
08.04.2005, 00:28
@ AndreasW: Das Kartenthema sollten wir vertiefen. Kriegst nächste Woche ne PN (wese morgen ab bis Dienstag). :cool:


phacops
Ich freu mich drauf.:)

Joachim

AndreasW
29.05.2005, 06:45
Karten kaufen in Indien: - Hab' gerade diesen Erlebnisbericht eines Inders gelesen! - Köstlich!!!

Quelle: http://www.indianexpress.com/full_story.php?content_id=68791

The individual and the state

Those demented lines of lassitudehttp://www.indianexpress.com/grfx/trans.gif

If you want to buy a map of this country from the Survey of India, you have to switch off your mobilehttp://www.indianexpress.com/grfx/trans.gifhttp://www.indianexpress.com/grfx/trans.gif

SHOBHIT MAHAJAN (http://www.indianexpress.com/about/feedback.html?url=http://www.indianexpress.com/full_story.php?content_id=68791&title=Those%20demented%20lines%20of%20lassitude)


A big, blue board informs us that this is a ‘Restricted Area’. The three sentries behind the sandbags, totting carbines and other assorted arms look surprisingly benign though!

We have just stopped by the Survey of India office in Dehradun. It is a Friday afternoon and I thought it a wonderful opportunity to stock up on maps. I have always been a great fan of the Survey of India maps—large, clear, well-produced and ridiculously cheap. I have several of them. Knowledge of geography is, to my mind, very essential for a well-rounded education. One frequently reads statistics about how more than 50 per cent school students in the US can’t even identify their own country on a map. I think, we might be doing a shade better than this, though my own impression is that the general interest in maps is waning. And this is what makes it all the more important for good, affordable maps to be easily available for everyone. But alas, the nodal agency for doing this—the Survey of India—is nowhere near being up to speed for this.

http://banners.expressindia.com/banner/grfx/advertisement.gifSet up by the British in 1767, it has the distinction of being the oldest scientific department of the Government of India. The charter of the Survey of India, as the website helpfully tells me, is vast—from carrying out geodetic surveys to research and development in cartography, printing. Any map published in India has to be approved by the Survey of India. I step into the ‘‘welcome’’ office where I have to fill in my name, address in a register. I am told by a visibly ‘‘non-welcoming’’ type of a person to switch off my mobile phone. The Map Sales Office is a small room in a building with a 10-foot verandah and has another ‘‘non-welcoming’’ personage sitting at a computer. On my asking for maps, I am told to go to another office from where I am guided to another dusty room where I explain the purpose of my visit to an officious looking person. He helpfully tells me to go right back to the sales office!

The sales person, having achieved his objective of convincing me that nothing in life comes easy, is now more receptive. He asks me which maps I want. I ask for a catalogue and am told that there is none. I very diffidently ask to look at the maps kept behind him so that I could choose; that I am told is obviously not permissible. By this time, my patience has got the better of my interest in geography and I randomly chose a few maps and ask for the bill. The gentleman confidently opens up database and starts entering the details ( with a single finger!) of the maps to produce a bill. At last after the fourth attempt I get a computer generated bill. I finally come out of the complex, thankful that only about an hour was wasted to get some random maps of dubious utility. On thinking about this incident, I realised that the experience was not unique. Everywhere, one finds a reluctance to part with their wares.

If these departments work out even a minimal marketing plan, I am sure that not only will they benefit from the revenue generation, but will also fulfill a major need—whether for good maps or cheap reproductions of great Indian paintings. Instead, the idea is to deter everyone but the most determined customer. Most others like me will just have to make do with looking at poor quality maps on the web!

The writer is professor at the Dept. of Physics & Astrophysics at Delhi University Schönes Wochenende http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/wink.gif

AndreasW

Vetter
11.06.2005, 10:42
Hallo Leute!

Ihr habt doch bestimmt einen Tipp für einen Trekkingführer, Reiseführer und Trekkingkarten zu Gharwal Himal?!
Ich will im Oktober hin, und brauche mal einen aktuellen Überblick!