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Vollständige Version anzeigen : Unerfahren und trotzdem nach Ladakh?


Guest
06.09.2004, 20:45
Hallo ihr lieben :D

Nächstes Jahr habe ich vor nach ladakh zu reisen und das obwohl ich unerfahren in Sachen Trekking bin.
( Manche haben das wahrscheinlich ahnhand meiner vorhergestellten Fragen schon bemerkt )

Ich bin 21 Jahre und im moment auch nicht körperlich die fitteste, trotzdem habe ich mir in den Kopf gesetzt diese Reise zu machen.

Ein kleiner Einblick in meine TOur:
- DEhli - FLug nach Leh
- 8 Tage akklimatisierung in Leh
- Markha Valley Tour
- 3 Tage leh
- Fahrt nach Padum
- 2 Tage Aufenthalt in Padum
- Trek von Padum nach Darsha
- Von Darsha nach Dharamsala
- und zurück nach dehli

Jetzt meine Frage an euch:

Haltet ihr mich für Verrückt diese Tour als Anfängerin zu machen??? ;D

Ich weiss das ich eine sehr gute KOndition haben muss und werde mich natürlich dementsprechend vorbereiten.

Auch habe ich vor vorher noch ein paar Wochenenden in Deutschland trekken zu gehen.

Bitte sagt mir( und eigentlich noch viel mehr meinen besorgten Eltern) das ich nicht verrückt bin und das schaffen werde. :P

Bin für jede Meinung / Tip / Information dankbar :-*

Schöne Grüße
Dana

P.S.: Könnt ihr mir bitte etwas zur Politischen Situation in diesem Gebiet erzählen, habe mich zwar gut informiert, muß aber meine Eltern noch überzeugen. Danke

Lupo
06.09.2004, 21:13
Hallo Dana,

1. Trekking an sich und im speziellen in Ladakh ist NICHT verückt sondern vielleicht die beste Entscheidung die du in deinem leben getroffen hast.

2. Wenn du erst nächstes Jahr fahrst, dann hast du ja jede menge zeit zum trainieren. du solltest zumindest 1000 hm in max. 3h bewältigen können ohne danach fix fertig zu sein - dann ist der trekk kein problem. als vorbereitung ist es wichtiger höhenmeter anstatt horizontalkilometer zu trainieren.

3. 8 tage akklimatisation sind überflüssig, es sei den du willst ALLE klöster rund um leh besichtigen. 3 tage sind ausreichend um sich an die höhe zu gewöhnen und alles notwendige für den trek vorzubereiten.

4. Du kannst diech bei einer Agentur einer gruppe anschliessen oder dir selbst einen "horseman" organisieren. je nachdem wie viel geld du ausgeben kannst und wie du dich wohler fühlst.

5. Ladakh ist sicher ! das krisengebiet Kashmir ist 2 Tagesreisen entfernt - so weit fliegen keine raketen. Ausserdem haben die Pakistani und Inder erst heute den Waffenstillstand verlängert.

6. Nimm dir auch zeit für delhi - das ist ein intensives erlebnis ;-)

greets, Lupo

Andreas
07.09.2004, 07:39
Hallo Dana,

Lupo hat das Meiste ohnehin schon gesagt. Deine Vorbereitung auch in Bezug der Höhe scheint sehr vernünftig.

Du wirst hier im Forum auch Tipps zu Literatur über Ladakh und viel über das Anreisen per Flug oder Bus erfahren. Nur kurz: Buche die Flüge rechtzeitig, am besten schon im Winter!

Deine Route ist sehr interessant. Gratuliere: du hast dir eines der schönsten und interessantesten Gebiet unseres Planeten ausgesucht. Noch viel Freude bei der Vorbereitung!

Andreas

Guest
07.09.2004, 10:36
Hallö
;D
Danke erstmal für eure antworten!

Habe ein kleines Problem in Bezug mit dem Training, zumindest mit den Hm ich wohne in Dortmund und da gibt es bekanntlich nicht allzuviele Berge. ( eigentlich gar keine).
Habe mir überlegt, das Laufband im Fitnessstudio dementsprechend zu verstellen ( das ist bei diesen tollen Teilen ja möglich ) das ich zumindest bergauf laufe.
Ausserdem werde ich wohl öfters mal ins Sauerland fahren und dort wandern gehen.

Falls ihr noch irgentwelche TIps bezüglich des Trainings habt, ich bin für alle Ratschläge offen.

Ein großes dankeschön an alle und ein großes Lob an den Admistrator für dieses super Forum, wäre mit meiner Planung wahrscheinlich noch nicht halb so weit, wenn ich auf mich allein gestellt gewesen wäre. :D

Schöne Grüße

Dana

Andreas
07.09.2004, 10:46
Ein Gedanke zum Training:

Habt ihr einen hohen Kirchturm? Täglich einmal die Treppen rauf und runter trainiert auch ;)

Aber nun ernst: Vor einem Jahr begleitete mich mein Vater (61) ins Everestgebiet. Er hatte nie gesportelt und auch nicht trainiert. Ich hatte anfänglich schon Bedenken, aber es stellte sich heraus, dass das Training während des Trekkens ganz von alleine geschah. Man muss es nur langsam angehen, zu Mittag schon aufhören und auf seinen Körper achten. Dann funktioniert das schon! Und Höhe kann man zuhause ohnehin nicht trainieren! Geschieht auch nur durch Anpassung vor Ort.

Wenn du in Leh zum Shanti Stupa die Stufen rauf gehst und am nächsten Tag den Tsenmo-Hügel besteigst, wirst du den Effekt schon spüren. Vielleicht auch eine Tagestour von Leh nach Sabu einplanen (abends mit Taxi oder Bus retour) und den Markhatrek langsam angehen (zwei Nächte vor dem Shingo La), dann wird es sicher gut gehen mit dem Training.

Aber natürlich spricht nichts gegen Touren im Sauerland oder einen Abstecher in die Alpen ;)

Andreas

Bapako
07.09.2004, 12:45
Hallo Dana

eine Tour in Ladahk und Zanskar ist traumhaft schön.
Zu Zweit sind wir in Lamayuru gestartet und in Darsha
angekommen ca 21 Tage.

Wir hatten auch keinerlei Erfahrung - aber es hat alles
geklappt. In Leh haben wir uns selber einen Guide gesucht (Mundpropaganda - die Agenturen waren für uns Studies zu teuer), welcher gekocht geführt und mit seinen Pferden transportiert hat.

Zur Höhengewöhnung brauchst du wirklich keine 8 Tage und es gibt wunderschöne Ziele in Leh selber, wo man etwas trainieren kann ;).

Wir fühlten uns nicht eimal in einer bedrohlichen Situation !


Viel Spass ;D

Guest
07.09.2004, 15:35
Da bin ich wieder

Hatte eigentlich vor die beiden Treks ohne Führer und Pferd zu gehen, meint ihr das ist leichtsinnig. ???
Der Markha Valley Trek soll ja sehr begangen sein, da sehe ich eigentlich keine Probleme, meint ihr das ist auch bei dem Trek von padum nach Darcha gut möglich.
Habe ja schon erfahren, das um diese Jahreszeit ( Juli, August) die meisten Trekker unterwegs sein sollen.
Mein Freund kann mit Kompass und Karte umgehen und daher dachten wir das wir das auch so schaffen und ein wenig Geld sparen.

Bis nächstes Jahr habe ich ja noch Zeit zum trainieren um meinen Rucksack selber zu tragen. ;D

Bis Bald

Dana

Guest
08.09.2004, 07:03
Hallo Dana!
Wir wohnen auch in Dortmund und sind letzte Woche aus Ladakh zurückgekommen. Wir haben zwei leichte Trekkingtouren gemacht und wir haben natürlich einige Dias, die vielleicht deine Eltern beruhigen.
Wir bereiten uns immer mit Wandern und Radfahren im Sauerland vor.
Liebe Grüße von Steffi

Guest
08.09.2004, 09:05
Hallo Steffi

Das trifft sich ja gut. ;D
Hättest du eventuell mal Lust/ Zeit dich mit mir zu treffen, dann könntest du mir "aus erster Hand " alles erzählen. Ich würd mich freuen. :D

Schöne Grüße

Dana

Lupo
08.09.2004, 14:23
Hallo Dana,

zum thema mit oder ohne pferd:
leichtsinnig ist gar nichts, denn wenn dir der rucksack zu schwer ist kannst du immer noch umdrehen (das stellt sich ohnedies am ersten tag heraus).

generell sei gesagt dass der rucksack ordentlich schwer wird. ihr benötigt in etwa:
- zelt
- matten
- schlafsäcke
- kocher mit ausreichend Benzin (oder gaskartuschen)
- lebensmittel für die geplante dauer + reserverationen
- klamotten
- medikamente + verbandspäckchen
.... ach es gibt genügend checklisten zu diesem thema.
jedenfalls reden wir da von ca. 25 kg pro person !!!
das bedeutet schleppen, aufgescheuerte hüften vom hüftgurt, schmerzende schultern, .....

wenn ihr einen "horseman" nehmt, dann tragt ihr nur einen tagesrucksack was den genuss wesentlich steigert. auch unterstützt ihr dann die lokale bevölkerung, erfahrt interessante dinge die in keinem führer stehen und habt besseren zugang zu den locals.

it's up to you,
Lupo

Guest
08.09.2004, 15:34
Hallo Lupo

Das habe ich mir schon gedacht, allerdings sehe ich immer den Kosten punkt.
Mir wurde von mehreren berichtet, das man p. Pferd ca 10 Euro p. Tag rechnen kann. das wären für beide Treks schon an die 200 E. Ist vielleicht nicht viel, aber mein Freund ( wir leben zusammen, daher gemeinsam Konten ) brauch dann auch noch eins das machewn schon 400 E. Ist nicht gerade wenig.
Probier das vorher mal aus, an einem Wochenende in den Bergen ( oder sauerland ) und werde dann sehen ob ich mir das Zutraue oder nicht.

Was du meintest zum Thema " die bevölkerung besser kennen lernen" , so muß ich sagen, das ich von manchen gehört habe, das sie nur Probleme mit ihrem Ponyman hat. ( Mußten dort rast machen wo er wollte, Verständigungsprobleme, etc.)


Kannst mir ja mal deine Erfahrungen schildern. Würd mich freuen.

Schöne Grüße

Dana

phacops
08.09.2004, 18:10
jedenfalls reden wir da von ca. 25 kg pro person !!!


also 25 kg habe ich noch nie selber geschleppt (max 18kg, die Kunst liegt in der Beschränkung ;) ) - und das würde ich auch niemand empfehlen, schon gar nicht Dana als Einsteigerin - da ist der fun-faktor schnell dahin!

Aber den Markha-Trek würde ich nach meinen eigenen erfahrungen ohne ponymen und Pferde gehen. Habe dazu schon was gepostet und vielleicht kommen noch ein paar Berichte dazu. In mehreren Orten kannst du bei Einheimischen Unterkunft und verpflegung bekommen, daß du nicht so viele Lebensmittel schleppen mußt.

Zu Lamayuru - Padum gilt das zumindest für den ersten Teil. Vielleicht kommt noch ein Bericht von Annalina oder anderen.

Das Thema horsemen ist komplex und widersprüchlich. Kommt u.a. darauf an, welchen man gerade erwischt und wie er sich verhält. Man kann schon danebengreifen oder reinfallen. Vielleicht ist das einen eigenen thread wert...

Aber bis nächstes Jahr kannst du noch einiges an Infos sammeln und dir Kondition aneignen (steige schon mal schön alle Treppen anstelle von Aufzügen :D )!

phacops

gege
08.09.2004, 19:56
hallo dana,

ich will dich nicht von deinen plänen konditionstraining zu machen abhalten, aber vielleicht kann ich dich mit folgendem beitrag (selbstzitat aus einem alten posting) ein wenig entlasten:

"ich denke das beste vorbereitungstraining ist wandern.
bin einmal den annapurna round im frühjahr völlig untrainiert mit meiner frau drauflosgegangen. unsere taktik war sehr langsam beginnen zum konditionstanken. für die ersten tagesetappen nahmen wir uns ca 2 tage zeit (pro etappe) und ziemlich alle haben uns natürlich überholt. aber eineinhalb wochen später haben wir dann viele trekker wieder getroffen. die konnten nicht weiter, weil sie probleme mit gelenken, der haut auf den füssen (blasen) und ähnliches hatten....
nach den ersten 10 tagen waren wir ziemlich fit, man braucht aber viel disziplin für diese taktik, besser also vorher viel laufen und beim bergabgehen auf die knie aufpassen...."

und noch etwas: wer langsam drauflos geht wird selten höhenkrank.....

viel spaß bei der vorbereitung,

gerhard

Guest
09.09.2004, 15:34
An alle

Ich danke euch für eure Info´s. :D

Werde mich noch öfters hier blicken lassen und bin für jeden Ratschlag offen.

Bis Bald

Dana

pamam
07.10.2004, 17:38
hi hierzu eine Frage was kostet der Horseman am Tag -?

Hallo Dana

eine Tour in Ladahk und Zanskar ist traumhaft schön.
Zu Zweit sind wir in Lamayuru gestartet und in Darsha
angekommen ca 21 Tage.

Wir hatten auch keinerlei Erfahrung ¤*#- aber es hat alles
geklappt. In Leh haben wir uns selber einen Guide gesucht (Mundpropaganda - die Agenturen waren für uns Studies zu teuer), welcher gekocht geführt und mit seinen Pferden transportiert hat.

Zur Höhengewöhnung brauchst du wirklich keine 8 Tage und es gibt wunderschöne Ziele in Leh selber, wo man etwas trainieren kann ¤*#;).

Wir fühlten uns nicht eimal in einer bedrohlichen Situation !


Viel Spass ¤*#;D

pamam
07.10.2004, 17:45
ich bin zwar nicht grad unerfahren, habe aber gerade zeit und Lust spontan in die Berge. Erfahrungen imNepal-Himalayagebirge bis 5000. So da aber allerdings alles kurzfristig und leider nicht so geplant... 1. bekomt man gut einen Flug von Dehli nach Leh? Flug nach Delhi hab ich noch nicht. Los gehen soll es ab 20.Okt. +2-4 Tage.. DH ich starte Trekking im November.
Zu kalt?
bin allein-Frau ( reiseerfahren, bereits auch in Indien allein)-sollte ok sein oder?

2.Gibt es Routen ähnlich wie Nepal mit Möglichkeiten zum Ü/+ Essen oder sollte man ein Horseman mieten und muss man sich für die Tour mit entsprechenden Nahrungsmitteln eindecken , sowie Zelt (dies dort leihbar? )oder gibt es Unterkünfte
mercy für deine antwort im voraus

Lupo
08.10.2004, 13:18
Hallo Pamam,

Ende Okt./Anfang Nov. ist sehr spät für Ladakh. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Schnee zu rechnen, sowohl auf der Strasse Manali-Leh als auch auf den Trekkingrouten. Im Übrigen ist Leh zu dieser Zeit touristisch tot was seine Vor- und Nachteile hat.
Vorteil: wenig (fast keine) Touristen
Nachteil: es is nix los, Bars und Restaurants sperren teilweise ganz zu, auch viele Hotels.

Am Luftweg kommt man immer nach Leh. Entweder mit Indian Airlines (staatlich) oder Jet Airways (privat). Beide fliegen täglich für ca. USD 80,- one way.

Prinzipiell hast du in Ladakh als allein reisende Frau nichts zu befürchten. Jedoch würde ich mich zu dieser zeit nicht allein auf einen trek begeben. die touristische saison ist ende Oktober längst vorbei und die Treks sind fast unbegangen. wenn dir was passiert und es kommt den ganzen tag niemand mehr vorbei .....

Also benatwortet sich die Frage mit dem horseman von selbst. Je nachdem welche tour du vor hast - Unterkünfte sind rar und schon gar nicht mit denen in Nepal vergleichbar. wenn du aber alleine mit dem horseman unterwegs bist gibt es gute chancen bei den locals unterzukommen - sicher ein tolles erlebnis. die tages etappen sind damit an die wenigen dörfer gebunden.
wenn mit zelt dann besser schon in Leh ausleihen.

greets, Lupo

sankara
17.01.2006, 11:46
Das ist richtig aufmunternt zu lesen.
Ich bin dabei als "Büromensch" ( mit durchschnittlich 1/2h fahrradfahren am Tag) zusammen mit Frau und Kind-9Jahre nach Ladakh zu reisen.

Flug nach Leh
Trekking nach Angebot vor Ort - wohin gehe ich am besten?

Kopfzerbrechen macht mir meine Tochter Pia-9Jahre und der Flug nach Leh.
Ob da die Gefahr der Höhenkrankheit schon gegeben sein kann?
Sie war auch schon auf anderen Reisen in Indien dabei, aber noch nie auf Trekkingtour oder in solchen Höhen.

Generell: wie lange brauchen denn untrainierte Menschen im Alter von 42 Jahren zur Aklimatisation?

Danke Euch für Info!


Im übrigen finde ich das Podium super und konstruktiv!

hhhannes
17.01.2006, 13:33
Zitat: "Generell: wie lange brauchen denn untrainierte Menschen im Alter von 42 Jahren zur Aklimatisation?"

Genauso lange, kürzer oder länger als deine 9 jährige Tochter:-)

Akklimatisierung hängt überhaupt nicht mit der Fitness zusammen! (Kannst übrigens im Forum hier viel drüber finden!)
Alter spielt auch keine Rolle. Mit 9 Jahren ist deine tochter ja auch Alt genug eventuelle Symptome zu äussern und zu beschreiben. Mit Kleinkindern und Babys würde ich nicht in Höhe gehen.
Informieren kannst dich hier im Forum es gibt hier auch Links zu Höhenmedizinern, die ganze Abhandlungen online gestellt haben.

Viel Spass wünscht hannes