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Vollständige Version anzeigen : Trekking auf Papua Neuguinea


Guest
22.09.2004, 14:44
hi! ich habe mal von einem wandertrack auf png gehört der geht so viel ich weiss am meer entlang und hat irgendwie was mit dem zweiten weltkrieg zu tun. kann mir jemand sagen wie der heisst?/er schön ist? lisa.

Andreas
22.09.2004, 16:38
Hallo Lisa,

Ein engagiertes Ziel! Ich kenne nur das Danum Valley als potentielles Trekkingziel; und das ist im Landesinneren.

Andreas

Kebnekaise
21.10.2004, 13:15
Also Trekking Routen und Touren-Vorschläge in PNG würden mich auch interessieren. Ich muss dabei nicht unbedingt Hill-Tribes besuchen (bei Menschen"Sight-Seeing" fühl ich mich nicht wirklich wohl), aber vielleicht weis einer was, was sonst nicht in den Führern steht...

Hans-Wien
13.12.2004, 11:30
Hallo Kebnekaise !

Da ich von einer längeren Reise zurück komme , habe ich jetzt erst deine Anfrage gelesen.
Ich habe in den vergangenen 2o Jahren , 4 Touren in verschiedene Gebiete von Irian Jaya ( indonesische Teil ) gemacht.( Asmat - Koroweis - Yales - Dani mit Besteigung des Punjak Trikora ) zu Zweit und Träger vor Ort angeheuert.
Wenn dich eine Tour interessiert,sende mir ein E-mail.

Grüße Hans Wien

Hans-Wien
14.12.2004, 18:15
Hallo Markus ( Kebnekaise )

Betrifft: Tekking in Irian Jaya.

Ich habe zwischen 1985 und 2000 vier verschiedene Gebiete durchwandert.

Bei allen Gebieten erfolgt die Anreise mit Flug Jakarta - Sentani und mit Bus weiter 45 km nach Jayapura.Im Imigrationsoffice ( Polisi Kantor Abt. Bajion Intelpam ) Permit für das betreffende Gebiet beantragen.( wird im allgemeinen bewilligt,außer es sind Kämpfe in diesem Gebiet , es giebt eine starke Rebellengruppe ).
Ausgangspunkt für alle Touren ist Wamena.

1. Tour Asmat : Ein rießiges Sumpfgebiet,das weiterkommen nur mit Booten möglich.

2. Dani und der Berg Punjak Trikora : Von Wamena 3 Tage durch das Baliemtal zum Dorf Daela, hier anmieten von Trägern. 4 Tage bis zu einem Notbiwak (wegen der Kälte steigen die Träger nicht mit auf ). 2 Tage bis zum Gipfel und retour (der Trikora ist mit seinen 3860 m der zweithöchste Berg Irian Jayas ).

3. Tour zu den Yales : Einer der interessantesten Stämme. 7 Tage durch eine grandiose Landschaft in das Zentrum nach Anguruk.

4. Tour Vom Hochland in die Tiefebene zu den Korowei ( berühmt wegen ihrer großartigen Baumhäuser:
Mit einem gecharterten Missionsflugzeug ins Hochland zum Dorf Sumtamon.Anmieten von Trägern.Geplant war in 3 Wochen eine Missionsstation im Gebiet der Koroweis zu erreichen. Bei der Hälfte der Tour leider Abbruch,im Tiefland waren Stammeskämpfe ausgebrochen,einige Missionare getötet und der Rest wurde mit Hubschrauber ausgeflogen ( wegen der unsicheren Rückreise,war uns das Risiko zu groß ).

Wenn du an einer Tour interessiert bist, kann ich dir den genauen Routenverlauf zusenden.


Grüße Hans

Gert
21.12.2004, 23:52
Wenn Du Papua Neuguinea meinst und nicht West Papua, dann handelt es sich bestimmt um den Kokoda Trail - wurde im Krieg ziemlich umkämpft und ist ein beliebtes Trekking Ziel in PNG.
Generell gibt es sowohl in PNG als auch West Papua unzählige Trails und Trekkingmöglichkeiten.

Christian-Graz
01.10.2006, 19:19
Hallo Hans-Wien!

Ich möchte nächstes Jahr nach Irian Jaya zu den Korowais.
Könntest Du mir bitte eine genaue Routenbeschreibung senden und eventuelle Kontaktpersonen nennen.
Ich danke Dir schon im Voraus!

Christian

Luccycavy
04.10.2006, 13:10
Hallo Christian,

ich bin z.Zt. auch gerade dabei für nächstes Jahr Irian Jaya zu planen. Vielleicht können wir unseren Info-Stand mal austauschen wenn du magst.

Gruß
Klaus
aus Bayern

Christian-Graz
04.10.2006, 17:40
Hallo Klaus!

Es freut mich, daß Du auch nach Irian Jaya reisen möchtest. Bis jetzt habe ich nur Informationen, welche ich über das Trekkingforum bezogen habe. Dadurch kann ich Dir leider im Moment nicht helfen.
Falls Du Informationen hast, welche nicht hier neidergeschrieben sind, bitte ich Dich diese mir zu übermitteln.

Grüße,
Christian

rsonline
02.11.2006, 23:58
hallo zusammen
ab februar bin ich auch in PNG aber nur teilweise zum trekken . ich mach dort ein praktikum in gorkora (hochland von PNG)
nun stellt sich für mich die frage wie komme ich am BILLIGSTEN hin.

flug nach Jayapura und dann einreise von dort ..ist laut meinem wissenstand am besten.
stimmt das ?
hat jemand aktuelle preis / tips ?
gruss ruben

Hendrik Kardinal
28.11.2006, 12:49
Hallo,
im Mai 2007 soll es für 4 Wochen zum Trekking nach Irian Jaya gehen, die Informationen über bestehende Routen sind aber eher rar, will heißen ich bin für jeden Tip dankbar.
Grüße. Hendrik

@Hans, würdest du mir auch ein paar Infos zukommen lassen wenn ich dir eine e-mail zukommen lassen?

Nemo
28.11.2006, 13:51
die Informationen über bestehende Routen sind aber eher rar, will heißen ich bin für jeden Tip dankbar.


Versuch doch mal das Buch aus der Reihe Abenteuer Trekking NEUGUINEA zu bekommen.
Habe grade mal drin geblättert und da sind 8 Touren auf PNG detailliert beschrieben mit Tourenprofilen, Karten, Tour-Charakteristik usw. Das müßte doch schon mal ein wenig helfen. Leider ist diese schöne Reihe fast kpl. vergriffen, aber hier und da findet man noch Restexemplare.
Z. Bsp. hier: http://www.bookbutler.com gib mal in der Suche die ISNB 3-7654-2950-3
Gruß N.

Hans-Wien
30.11.2006, 17:37
Hallo Christian und Hendrik !

Ich war sehr lange unterwegs und komme Mitte Dez. zurück , kann dann
in meinen Unterlagen nachzusehen. Welche Auskunft braucht ihr ?

Grueße Hans - Wien

Luccycavy
30.11.2006, 20:48
Hallo Hans,darf ich mich da dranhängen? bitte schicke auch mir alles was du an Chriatian und Hendrik schickst. Im Voraus vielen Dank.GrüßeKlaus

Hans-Wien
05.12.2006, 09:36
Hallo Neu Guinea Trekker !

Zur Klarstellung : Es betrifft Irian Jaya , den zu Indonesien gehörenden westl. Teil der Insel und es ist jedenfalls NICHT mein Lieblingsgebiet , ( das ist unbestritten Ladakh und Tibet ) obwohl ich einige male einen Freund begleitete , der verschiedene Stämme und ihre Sprache erforschte.( übrigens: auf der Insel Neu Guinea gibt es 984 verschiedene Sprachen , wobei ein Großteil nur noch von wenigen Menschen in ihrem Gebiet gesprochen werden.)
Touristische Einrichtungen gibt es in Jayapura , Wamena in einigen Küstenstädten und vor allem im breiten Baliamtal , in dem man einige kurze Trekkingtouren unternehmen kann.
Für alle anderen , im unzugänglichen Landesinneren , liegenden Ziele wird ein Kleinflugzeug benötigt und diese Flugzeuge gehören Missionsgesellschaften , die äußerst unwillig , Touristen zu Missionsstationen mitnehmen. Es ist wichtig zu wissen , welcher relig. Verein eine Station betreibt und dann versuchen mit einem Frachtflug , mit finanz. Beteiligung , mitzukommen.Das kann langes Warten beim Flughafen Sentani bedeuten.Vor allem muß man sich bewußt sein , die Trekkingtour kann teuer werden ( wir haben für das Rausfliegen mit einem Hubschrauber , bei unserer abgebrochenen Tour zu den Korowei , 2000 US bezahlt ).
Hat man sein Zielgebiet doch erreicht , ist es in den Dörfern verhältnissmäßig einfach Träger anzuwerben , aber da sich die Männer nicht zu weit und zu lange von ihrem Dorf entfernen wollen, muß ihnen in langwierigen Verhandlungen , die Dauer der Tour und das mittragen von genügend Verpflegung eindringlich erklärt werden ( Hauptnahrungsmittel sind Süßkartoffel und Tarowurzel ) ansonsten kehren sie nach einigen Tagen wieder in ihr Dorf zurück.Ein weiteres Problem ist , daß sie mit einem anderen Stamm in Feindschaft leben und nicht weiter gehen wollen.
Den ausgehandelten Tagessatz niemals im vorhinein bezahlen ( wir haben alle 2 Tage bezahlt , viel Kleingeld notwendig ) aber trotzdem wurde nach einigen Tagen ein höherer Betrag verlangt , hart bleiben , sonst wiederholt sich das Spiel jeden Tag.
Bei einer Tour sind nach dem vieren Tag alle Träger in der früh verschwunden ( ohne unser Gepäck ) aber das kann tödlich werden , deshalb das !!! ALLERWICHTIGSTE !!! ein verläßlicher Führer der den Trail kennt und eventuell neue Träger anheuern kann.
Ohne ortskundigen Guide einen Weg durch den dichten Urwald zu finden ist sowieso unmöglich.Manchmal wird auf , glitschigen , gefällten Baumstämmen über einen Abgrund balanziert , tief unten Dornen bewehrtes Gestrüpp , ( zur Erheiterung der Träger bin ich sehr oft mit dem Hosenboden darüber gerutscht ) und noch ärger ist es im Sumpfgebiet , da liegen die Stämme unter Wasser , da heißt es bis zur Brust , dicht hinter dem Führer bleiben , der den Weg kennt.
Es regnet jeden Tag ab Mittag bis zum nächsten Morgen und bei diesem Dauerregen wird auf einem 45 Grad Hang hinaufgekeucht um am Bergrücken festzustellen , auf der anderen Seite geht das selbe wieder hinunter und das wiederholt sich jeden Tag ( Ausblick im dichten Urwald gleich null ) , ein anhalten an Baumstämmen oder Gestrüpp ist wegen der starken Dornen schwer möglich ( starke Handschuhe mitnehmen ! ).Als Schuhe empfehle ich , hohe Leinenschuhe mit dicker Gummisohle , sogenannte " Rancherschuhe " die sind beweglich und trocknen schnell ( keinesfalls feste Bergschuhe ).Abends , bis auf die Unterhose durchnäßt , bei Dauerregen aufstellen des Zeltes und in den hoffentlich trockenen Schlafsack ( Unbedingt wasserdichte Hüllen mitnehmen ).
In den Dörfern , das Übernachten in den Hütten der Einheimischen habe ich mir schnell abgewöhnt , entweder erstickt man am Rauch oder ist in der Früh mit tausenden von Insekten bedeckt , auch im Schlafsack.
Die größte Freude für das ganze Dorf ist ein Badetag bei einem nahen Wasserfall.Viel Gewisper und Gekicher im Busch , das der Fremdling auch einen Penis besitzt im aber nicht wie ihre Männer , stolz mit einer Kürbishülle darüber herzeigt , sondern in einer Hose versteckt.Geschenke für Dorfvorsteher und Frauen nicht vergessen , für Frauen und Kinder , Seifen , Drahtputzlappen für das Geschirr und sehr beliebt Plastik oder Glasperlen , die man auffädeln kann um Hals oder Handgelenkketten zusammen zu stellen. Für Männer , Klappmesser , Schweitzermesser und Rasierklingen ( werden gebraucht um Palmenfasern für ihre Netze herzustellen).
Beim aufstellen des Zeltes in einem Dorf bist du den ganzen Tag nicht alleine , alle sitzen im Halbkreis um das Zelt , bewundern und befühlen alles und die größte Show war unser Gaskocher.
Ich bin der Meinung , man muß leicht verrückt oder Mosochist sein , um in Irian Jaya zu trekken , aber wer totzdem Lust darauf hat , den kann ich 4 Touren mit einfacher Handskizze anbieten.

Grüße Hans - Wien

Hans-Wien
05.12.2006, 09:59
Hallo Neu Guinea Trekker !

Vier Touren mit genauer Beshreibung und einfacher Handskizze zur Auswahl !

1. Das Sumpfgebiet von Asmat , es reicht bis zu 100 km ins Landesinnere und ist nur mit Motorboot und Einbaum zu bereisen.
Wir machten eine Bootstour von Agats am Brazzafluß zu den Baumhäusern der Koroweis.

2. Von Wamena durch das Gebiet der Danis zum Punjak Trikora , mit Besteigung des zweithösten Berges 3860 m von Neu Guinea ( leichte Kletterei ).

3. Von Wamena in das Hochland zu den Yales nach Anguruk.
Die Yales sind ein eizigartiger Stamm mit süßen Lianenröckchen für die Männer und rießigen Kürbishüllen als Penisschutz.

4. Von Sumtamon im Hochland zum Berg Gurla Mandala ( Besteigung zwei mal gescheitert).

Eine interessante Tour , vom Hochland in das Tiefland zu den Koroweis mußten wir leider bei der Hälfte abbrechen.( Bericht darüber im Forum Seite 2 unter "Expetition in Irian Jaya zu den Koroweis ).

Grüße Hans - Wien

Luccycavy
11.12.2006, 12:46
Hallo Hans,

du hast mir nicht unbedingt Mut gemacht mein Vorhaben weiter zu verfolgen, aber trotzdem bitte ich dich mir die 4 Handskizzen zur Verfügung zu stellen, vielleicht bin ich doch so verrückt. e-mail: licht(dot)klaus(ät)freenet(dot)de

Grüße
Klaus

Hendrik Kardinal
12.12.2006, 17:28
Guten Tag Hans,
hätte ich nicht solchen Spass daran mich zu schinden und jeden Tag im Matsch zu suhlen, dann hättest du mir jetzt schon einen großen Teil meiner Reiselust genommen.
So aber würde es mich freuen wenn du mir ebenfalls die Skizzen deiner Routen zukommen lassen könntest.
Außerdem würde mich interessieren wie du mit dem Zelt im Wald zurecht gekommen bist den ich hatte an Hängematte mit Moskitoschutz und Tarp gedacht? Hast du wirklich auf Tour jeden Tag den Gaskocher genutzt, auch da hatte ich wenn an einen Benziner (MSR) gedacht. Wie sieht es mit Strom aus macht ein Solarpanel Sinn um Batterien für Kamera etc. zu laden?
Da sich die Kletterei wie ein roter Faden durch mein Leben zieht sind natürlich die Touren im Hochland von großem Interesse bin aber bisher Abgeschreckt durch den großen logistischen Aufwand der da betrieben wird. Alle Publikationen drehen sich um die Carstensz Pyramide, gibt es noch andere Möglichkeiten?
Da ein Geldautomat sicher schlecht zu finden ist würde ich auch gerne wissen wie du das mit den Finanzen geregelt hast.

So das reicht erstmal. Grüße aus A. Hendrik

Hans-Wien
13.12.2006, 22:33
Hallo Trekkingfreunde !

Bitte um etwas Geduld bis nach den Feiertagen .

Hans - Wien

Hendrik Kardinal
15.12.2006, 07:45
Na gut,
wünsche dir besinnliche Feiertage.

Grüße. Hendrik

Luccycavy
15.12.2006, 12:03
Hallo Hans,

das ist schon ok nach den Feiertagen. Ich freu mich schon auf deine Erkenntnisse.

Ich wünsch dir ebenfalls schöne Feiertage und einen guten Rutsch.

Viele Grüße
Klaus

Hans-Wien
16.12.2006, 14:08
Hallo Hendrik !

Vorerst einmal eine Antwort auf deine Fragen.
1. Das aufstellen des Zeltes war wegen des dichten Gestrüpps und der unebenheit des Bodens manchmal nicht möglich , dann krochen wir in den Unterstand , den die Träger in erstaunlich kurzer Zeit aus Zweigen und Blättern herstellten.
Das schlafen in Hängematten kann ich mir bei den Dauerregen , wo es wie aus Eimern schüttet , schwer vorstellen!

2. Wir hatten Gaskocher benützt , aber auch sehr oft am offenen Feuer der Träger mitgekocht.

3. Über Solarpaneele kann ich leider nichts sagen.

4. Für die Carstensz Pyramide ist ein Permit notwendig ( in Jayapura zu bekommen ) aber die Besteigung ist doch etwas schwieriger.
Einfacher ist der Punjak Trikora ( zweithöchster Berg mit 4743 m ) da der Anmarsch von Wamena erfolgt.

5. Wir haben immer eine große Menge an indon. Geld in kleinen Scheinen mitgenommen ( bereits in Jakarta bei den Banken gewechselt ) da die Träger einzeln , jeden zweiten Tag bezahlt wurden , eine gemeinsame Auszahlung wurde abgelehnt.

Falls Andreas ein Artikelforum für " Australien und Pazifik " einrichtet , werde ich eine Beschreibung von 5 Touren mit Fotos und Skizzen , dort plazieren , ansonsten als Antwort senden.

Schöne Weinachten an alle und viel Erfolg bei einer Tour in Irian Jaya im nächsten Jahr.:up:

Hans - Wien

Hans-Wien
23.01.2007, 15:01
Hallo Klaus und Hendrik !

Ich habe jetzt 5 Touren in Irian Jaya an das " Australien - Ozeanien " Forum gesendet.
Eine erlebnissreiche Wanderung in Papua Neuguinea.

Grüße Hans - Wien

olepat
16.10.2007, 01:21
Hallo an alle etwas verspätet:
hmm, Irian Jaya oder West Papua, einer der wenigen oder der einzige Flecken der Welt, wo das normale trekken so richtig schön anstrengend, glitschig, matschig dornig und wer weiss nicht alles gewesen ist. Wir wollten anf den Puncak Jaya und haben es zuerst mit einem Missionsflugzeug vom Norden her versucht. Wir sind dann in Bilogai gelandet und einfach dort steckengeblieben, weil man uns nicht mehr aus dem Dorf herauslassen wollte (Unabhängigkeitskampf). Wir haben es ein paarmal versucht, sind jedoch immer wieder schnell umgekehrt. Es war einfach aussichtslos, ohne genaue Ortskenntnis und detaillierte Karten dort ein 40km entferntes Ziel zu erreichen. Wir haben es dann noch einmal von Timika aus versucht, und sind dem berg ganz nahe (tantalisch nahe) gekommen, als wir durch grosses Glück einer "Betriebsführung in der Grasbergmine beiwohnen durften. Das ganze Areal - so sagte man uns - war von bewaffneten Sicherungsleuten abgeschirmt, und da es dort immer mal wieder fatale Zwischenfälle gab (ich glaube auch mit einem Bergsteiger), wollten wir das lieber nicht nachprüfen. Das ganze war ein einziges grosses Konfliktgebiet. Weiss nicht, wie es heute dort so aussieht. Trekken würde ich bei gleichen Verhältnissen dort jedenfalls nie und nimmer mehr.
Zur Ausrüstung: Dschungelboots sind gut, die echten amerikanischen. Hängematte: ein Spitzenprodukt ist die Hennessyhängematte. Kann ich nur empfehlen. Gaskocher, wenn man die Kartuschen kaufen kann - weiss ich nicht. Wir hatten riesenprobleme, und haben dann in Biak med. Alkohol aufgetrieben und Watte, und uns was eigenes zusammengezimmert. sehr robuste Handschuhe sind wichtig. Man sagte, ab einer bestimmten Höhe (Hochtäler) gäbe es keine Malaria mehr, aber ich hatte mich nicht darauf verlassen und Lariam genommen. Das bekam mir gar nicht gut, als ich das Solarpanel auf dem Dach des Gesundheitszentrums repariert hatte, bekam ich auf einmal Höhenangst....
Es ist sicher gut, wenn man sich vor WestPapua etwas an das tropische Klima gewöhnt, muss ja nicht im Dschungel sein. Wir waren ja gut vorbereitet, wir hatten knapp 4 Monate ständig im Regenwald des Temburong (Brunei Darussalam) gelebt und Touren durchgeführt. Aber das ist eine andere Geschichte.
Bereitet Euch ordentlich vor!