Vollständige Version anzeigen : Dia-Film für Expedition
Ich unternehme im Sommer eine Expedition auf den Mustagh Ata in China. Wer kann mir sagen, welcher Dia-Film (Marke, ISO/ASA etc.) sich für die Verhältnisse dort am besten eignet: Schnee, Sonne, Nebel etc. Bei meinen letzten Trekking-Touren habe ich meist einen 200-ASA-Fuji-Film verwendet - bei Mittagssonne aufgenommene Bilder wurden nix - überbelichtet. Ich verwende eine Olympus-Mju:II-Automatikkamera. Für Rat und Tipps wäre ich sehr dankbar.
Hallo Tom,
nachdem ich mich nun schon einige Jahre lag durch diverse Marken und Typen durchgeknipst habe bin ich inzwischen seit 3 Jahren bei KODAK Ektacrome 100 SW bzw. Ektacrome 100 VS gelandet. Habe damit u.a. in Tibet bis auf knapp 6000 Meter fotografiert, in Darjeling und Sikkim bei viel Dunst und Nebel - ich bin begeistert und nehme inzwischen kein anderes Fabrikat mehr. Leuchtende, klare Farben ohne Überstrahlung, superfeine Körnigkeit wie man es bei normalerweise nur einem 64ér oder sogar 25ér erwartet, weder Blau- noch Braunstich und dabei hatte ich in 4500 Meter Höhe nicht mal einen UV-Filter, geschweige denn ´nen Pol mit! (Vergesen, lag noch daheim :) )
Mit Fuji habe ich in Namibia nicht so gute Erfahrungen gemacht - bei höchstem Sonnenstand neigen die Bilder zum Verblauen.
200ér würde ich sowioeso als Diafilm nicht nehmen, er ist im Vergleich doch recht grobkörnig ¤*#und die geringfügig höhere Lichtempfindlichkeit macht das nicht wett. Dann lieber ein gescheites, etwas lichtstärkeres Objektiv mitnehmen oder wenigstens ein Stativ, wenn die Belichtungszeiten zu lang werden drohen; aber nicht auf die Feinkörnigkeit verzichten. Das merkst Du ganz schnell beim Projektieren mit einem guten Werfer auf eine größere Leinwand (z.B. 2x3 Meter). Und da man solche Touren nicht so häufig macht sollten die Dias dann auch gut werden.
Schau´ Dich auf alle Fälle beizeiten nach den o.g. ¤*#Typen um, es gibt sie nicht übersll und die Preisunterschiede sind auch gravierend. Liegen nach meiner Erfahrung zwischen 5,50 € und 9 € das Stück!! Das Internet ist auch hier äußerst hilfreich ¤*#;)
Grüße
Steffen
Hallo Guest oder Tom,
mit deiner Olympus-Mju:II-Automatikkamera wird es keine guten Bilder im Schnee und bei der Höhe geben, unabhängig welches Filmmaterial du benutzt. Kannst du 1/3 Blendenwerte auf- oder abblenden? Ich verwende nur Filmmaterial mit 100ASA. Falls ich 400ASA benötigen würde bei dunklen Verhätnissen, dann helfe ich mir mit einem Stativ. Versuche mit deiner Kamera vor deinem großen Urlaub auf einer Gletschertour Dias zu machen. Aufgrund dieser Ergebnisse kannst du dir überlegen, ob deine Kamera brauchbare (nach deinem Geschmack) Bilder macht.
Viel Erfolg wünsche ich dir beim Mustagh Ata
Matis, der Junge aus Norwegen
Ich nehme fast auschließlich FUJI sensia 100. hatt vor Jahren dummerweise 2 verschiedene Filme nämlcih den genannten und den 100er Ektachrome dabei. Due farblichen Unterschiede sind deutlich zu erkenne. Der Fuji neigt zu mehr blau gibt aber grundsätzlich Farben satter und kräftiger wieder. Der Ektachrome hat meiner Ansicht nach eine eigenartige grau-lila tendenz. Kann ich schwer beschreiben. Am wenigsten zufreieden war ich bisher mit AGFA. Farbtendenzen sin aber letzlich Geschmackssache. Auf jeden FAll eher nen 100er als nen 200er nehmen. Meine besten Egebnisse habe ich aber mit dem Fuji Velvia 50 gemacht. Gestochene Schärfe, brillante Farben, Nachteil: brauchst nen Stativ, Filme sind sauteuer.
Hellman
nehme immer nur filme mit 100 ASA meist Kodak, aber auch Fuji ist nicht schlecht und bin immer gut gefahren.
Hallo Leute,
Also ich fotografiere auch nur mit Fuji. Der Sensia 100 ist bei mir die Nummer 2, die Nummer 1 ist ganz klar der Velvia 50. Für mich gibt es keinen besseren Diafilm. Die Brillianz die Farben die Schärfe alles vom feinsten, nur mann braucht sehr oft das Stativ, aber das lohnt sich:up:
martinsch.
24.08.2005, 11:58
Hallo zusammen
Wir benutzten für unsere Pumori Expedition (und auch in den Alpen) ausschliesslich Fuji Velvia 100 Filme. Alle Teilnehmer hatten unetrschiedliche Kameras mit dem selben Filmaterial. Wir konnten dadurch die Dias für Vorträge mischen, ohne allzu grosse farbliche Unterschiede zu sehen. Die Kameratypen reichten von vollautomatischen Olympus MiuII bis zur teuren Spiegelreflex Kamera. Dass eine günstige MiuII Kamera in der Höhe und im Schnee nicht funktioniert kann ich nicht bestätigen. Meine hat immer funktioniert, am Morgen bei -30°C im Zelt und auf 7165m auf dem Gipfel. Wenn wir unterwegs waren, hatte ich die Kamera natürlich immer in der Brusttasche verstaut. Ich bin nicht der "Foto-Typ" aber mit meinen Bildern sehr zufrieden. Sicherlich hat ein Profi andere Ansprüche und wäre mit meinen Bildern vielleicht nicht glücklich. Auf den Fujifilm kannst Du dich aber verlassen (siehe auch Pumori Bericht unter der Rubrik Expeditionen).
Gruss Martin
Hallo,
prinzipiell duerften alle Kameras gehen, auch eine Kompakt Kamera.
Meiner Meinung nach ist aber die Kombination von Objektiven und Film wesentlich an der Qualitaet des Bildes verantwortlich.
Die meisten Redaktionen wollen Profimaterial, d.h. 50/64 Asa. wo nach meiner Erfahrung (in Italien) Fuji 50 Velvia klar bevorzugt wird fuer Repro arbeiten. 64er Kodak sind weniger gefragt.
Wenn jedoch das Objektiv gerade mal Lichtstaerke 5,6 oder darueber hat, dann bin ich mit den 64/50 Filmen sowieso schon weit davon entfernt, ueberhaupt halbwegs verwacklungsfreie Bilder zu machen.
Ein Tischstativ kann hier gut helfen, Manfrotto/Hama z.B. haben so ein kleines ausziehbares, das mir sehr gut gefallen haben (aber ich nicht brauche).
Ohne Stativ verwacklen bei jeden die meisten Bilder, ein Stativ gehoert zur Kamera wie die Beine zum Menschen. Dieser Mehraufwand macht ja meist den technischen Unterschied aus, weniger die die Kamera, die heute Dank Technik ja meist bereits die Faehigkeiten des Fotografen uebersteigen.
Ich wuerde also erstmals die Objektivlichtstaerke ueberpfruefen, bedenken dass sich auf gewissen hoehen das Licht wesentlich intensiver (und damit die Verwendung von niedrigeren ISO/ASA zahlen erlaubt) sowei sich die UV Strahlung erhoet.
Prinzipiell wuerde ich also 100/50 mitnehmen, die Filmmarke haengt wie bereits von anderen beschrieben, auch von dem eigenen Geschmack ab, einfach mal eine Bildredaktion anschreiben und fragen was Sie momentan gerne haetten. Das sind unabhaengige Auskuenfte die sich nicht an Marken sondern den effektiven taeglichen Anforderungen der Bildverarbeitung richten.
Da ich in Italien auch Bilder veroeffentliche, kann ich nur bedingt fuer Deutschland sprechen. Theoretisch jedenfalls kann man auch mit einer guten Kompaktkamera wie der Olympus-Mju:II unter Umstaenden eine Titelseite gestalten. Wenn es noch ein Filtersystem gaebe (weiss ich nicht), dann wuerde zumindest der Polarisationsfliter, wenn behutsam eingesetzt, eine weitere Bildqualitaetsverbesserung erreichern.
Schoene Reise und gute Bilder
Navyo
fuer eisige, scheeige gegenden mit viel licht ist sicher ein polfilter zu empfehlen.
ansonst, wie gesagt nehme ich 100 ASA filme.
mit den 200 bin ich nicht gluecklich
Fuji velvia ist auch super. habe damit schon sehr schoene fotos gemacht.
Hallo,
als Profi (Werbefotograf) würde ich Dir in Deinem Fall eher zum Negativfilm (100er) raten, da dabei das wirkliche Bild erst im Minilab entsteht und so können Belichtungsfehler in einem Bereich von mehreren Blenden super korrigiert werden!
Wenn Du mit den Filmen dann zu einem Fotografen gehst, der ein eigens Minilab (z.B. Fuji Frontier) hat, kannst Du mit dem Fotografen die Bilder am Monitor korrigieren, ausbelichten und auch auf CD brennen lassen.
Dabei bekommst Du DinA4 Bilder auch auf CD aus denen Du auch wieder Dia's machen lassen kannst wenns schon umbedingt für den Diavortrag sein soll.
Ansonsten halt viele Dia's mittels Belichtungsreihen machen und jedes Bild bis -3 Blenden verschieden hell fotografieren.
LG
Düval
Hallo,
ich persönlich habe beste Erfahrungen mit Kodak Elite extracolor gemacht, der Film ist nicht so zickig, was die Belichtung angeht, und kommt nach meinem Empfinden einem Negativfilm von den Möglichkeiten her recht nahe.
Gruß
Karin
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