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Vollständige Version anzeigen : Schlafsack


Barbara
11.03.2003, 15:01
Ich mache in zwei Wochen eine Trekking Tour in Nepal (Annapurna-Umrundung) Von einem Bekannten habe ich einen alten, aber kaum benutzten Daunen-Schlafsack der Marke Happy Pack (heute: Big Pack) bekommen. Hat vielleicht jemand Erfahrung mit einem solchen Schlafsack? Er sollte einen Komfortbereich von bis zu -5 Grad haben. Leider ist kein HInweis über den Temperaturbereich mehr dran. Es steht lediglich die Marke drauf und die Größe (L). Er ist olivgrün, innen gelblich, man kann den Innenteil und auch die Kapuze zusammenziehen.
Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, ob ein solcher Schlafsack ausreicht oder ob ich ihn evtl. noch mit einem Inlet kombinieren muss. Für einen neuen habe ich kein Geld. Vielen Dank!

Peter_N
12.03.2003, 07:45
Hallo Barbara,

ich selbst kenne dieses Schlafsack-Modell nicht, würde aber um sicher zu gehen, den Schlafsack einpacken, in ein Fachgeschäft gehen und mich beraten lassen.

Ich selbst war in Nepal, habe auf gut 5000 m geschlafen. Die Temperaturen erreichen schnell -15 , sogar -20 Grad. Ein guter Schlafsack und Unterlage ist da unbedingt wichtig, auch wenn der Schlafsack u.U. in den tiefer gelegenen Tälern zu warm ist. ¤*#Auch bei Deiner Tour geht es über 5000 m hohe Pässe, allerdings weiss ich nicht, wie hoch geschlafen wird.

Schlaf doch einfach mal eine Nacht mit diesem Schlafsack draußen zu Hause auf dem Balkon/Terrasse und auf einer ISO Matte, dann weisst Du wenigstens, ob er bei den jetzigen Nachttemperaturen ausreicht. Nicht das in Nepal das böse Erwachen kommt. ¤*#;)

Gruss Peter

Guest
21.03.2003, 10:32
Hallo,

ich denke mal, dass es sich in Deinem Fall um einen Drei-Saison-Schlafsack handelt. Wichtiger als der Komfort-Temperatur (ist meistens total subjektiv) ist die Menge und Art der Daunenfüllug.
Bedenke außerdem bei Daunenschlafsäcken, dass sie auf keinen Fall naß werden düfen, da sie dann nicht mehr wärmen und auch nicht wiede trocknen.
Aber einen Schlafsack, der alles kann, gibt es nicht. Daune ist nicht zu übertreffen im Gewicht/Wäme- Verhältnis.

Philipp.

Barbara
21.03.2003, 13:41
Hallo, vielen Dank für Eure Tipps!

Der Fachmann im Trekkingladen konnte mir auch nicht genau sagen wie warm mein Schlafsack wohl ist. Habe ihn dann vor ein paar Tagen mal auf dem Balkon ausprobiert (bei ca. -4 Grad), und nach ca. einer Stunde war es nicht mehr so ganz gemütlich. Vor allem von unten war es kalt, obwohl ich auf einer Therm A Rest-Matte lag. Zum Glück konnte mir nun noch jemand anderes einen Schlafsack leihen. Es handelt sich um das Modell Yeti Ätna. Ist zwar keine Daune, aber dafür garantiert warm genug. Natürlich ist er etwas schwerer als das Daunenmodell, aber das nehme ich in Kauf, wenn ich dann auch wirklich nicht frieren muss.
Viele Grüße, Barbara

Andreas
22.03.2003, 10:12
Hallo Barbara,

Also das mit der Temperaturangabe bei Schlafsäcken ist so 'ne Sache: dem einen mag bei einem Komfortbereich bis -4° schon furchtbar frösteln, dem anderen anderen ist wohlig warm. Man muss diese Angaben als Richtwert verstehen und nicht allzu ernst nehmen. Das Temperaturempfinden ist bei jedem unterschiedlich! Hängt ab von...
* prinzipielle Kälteempfindlichkeit
* Tagesverfassung (lange Wanderung, müde und ausgekühlt)
* Unterlage
* im Freien oder in der Lodge
* nackt / frisches Nachgewand / getragenes Nachtgewand
Das eine mal mag man bei 0° frösteln am nächsten Tag hat man keine Probleme mehr.

Ausprobieren finde ich gut und wichtig! Aber bitte in möglichst realistischer Situation. Wenn du bei -4° am Balkon fröstelst, so würdest du bei -4° in einem Lodgezimmer möglicherweise nicht frösteln, weil kein Wind im Zimmer ist, weil es von unten her wärmer ist.
Also, statt am Balkon Fenster auf (tagsüber schön auskühlen lassen) und im Zimmer am Boden in windgeschützter Ecke schlafen. Das Gewand anziehen, das du wahrscheinlich beim Trekking tragen wirst. Vielen fröstelt auch am ganzen Körper, wenn die Füße nicht warm sind. Vielleicht helfen warme Socken bei ansonsten gleichen Verhältnissen zu einer angenehmeren Nacht.

Du machst ja die Annapurnarunde, also Lodgetrekking. Meiner Erfahrung reicht da ein mittelguter Schlafsack, über den man überall in den Zimmern sich befindliche Decken schlagen kann, wenn du in kalte Gefilde kommst (wahrscheinlich ab Chamje). Natürlich sind die Decken nicht sonderlich hygienisch, aber dein Schlafsack schützt dich vor direkter Berührung.

just my thoughts...

Grüße,
Andreas

PS: Vielleicht kannst du dich ja von unterwegs (Internetcafe) mal einloggen... ¤*#;)
Auf alle Fälle alles Gute und wunderbare Tage in Nepal wünsche ich.