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Vollständige Version anzeigen : Suche Tipps richtige Wahl Rucksack


Guest
16.02.2003, 15:39
Leute hallo,

Mein Name ist Roland und noch unerfahren im Reisen.
Ich möchte mir eine Ausrüstung zulegen und mit dem Rucksack beginnen.

Welchen Rucksack könnt ihr empfehlen?
Marke egal!
Besser gefragt: Worauf muss ich bei der Wahl des Rucksackes achten? (Fächer, Gestell, Tragesystem, usw.)

Ich bin dankbar für alle Tipps!
Roland Neuhold

Peter_N
16.02.2003, 21:39
Hallo Roland,

Thema Rucksack ist sehr umfangreich. ???

Aber, schreibe doch mal kurz, für welchen Verwendungszweck Du den Rucksack benötigst.
Bergsteigen Wandern, Trekking, Klettern ...?
Welche tiefen Temperaturen soll er aushalten können?
Wieviel Liter Volumen soll er ca. haben?

Gruß Peter

Guest
18.02.2003, 18:13
Hallo Roland
In erster Linie kommt es darauf an was Du damit machen möchtest.
Wenn Du zum Trekken willst, oder Hüttentouren in den Alpen reichen so 50-65 Liter.
Außentaschen sind in diesem Fall sehr wünschenswert, sowie Befestigungsgurte für Schlafsack, Telestöcke, Isomatte usw.
Wenn Du zum Kettern gehen willst sollte der Rucksack schmal sein.
Auf den Tragecomfort ist auf jeden Fall zu achten, aber das merkt man meistens erst wenn es zu spät ist.
Vor dem Kauf im Laden möglichst ein paar Hanteln oder ähnlich schweres Materil einpacken, gut ausstopfen und ein paar Runden durch die Abteilung marschieren. Schultern sollten oben breit unten schmal zulaufen und gut gepolstert sein.
So ich hoffe ich habe Dir ein wenig weitergeholfen,
kauf Dir auf jeden Fall einen guten Qualitätsrucksack, denn mir ist es schon passiert, daß jeden Tag ein anderes Stück aufgerissen, oder die Schnallen kaputt gegangen sind.
Falls Du noch mehr wissen willst, oder konkrete Fragen hast, kannst Du mir auch einen Mail schicken.
Gruß Regina

Susanne
18.02.2003, 22:03
hi roland

ich gehe einmal davon aus, daß du mit deinem neuen rucksack trekken möchtest. dazu will ich folgendes zur diskussion beisteuern:

trekkingrucksäcke müssen prinzipiell sehr genau ausgewählt werden. grundlegend ist die richtige rückenlänge und passform des tragesystems, wie du schon selbst gedacht zu haben scheinst. da verhält es sich mit dem rucksack nicht anders als mit bergschuhen: sie müssen passen. nur dann hängt das gewicht des rucksacks nicht auf den schultern, sondern wird auf die hüfte gebracht. also wie regina sagt: ausprobieren im laden!

rucksäcke mit außengestell sind heute auch schon deutlich bequemer als früher, kommen in der regel aber trotzdem nur noch für immense lasten bis 30 kg zum einsatz. und wer trägt das schon bei 'normalem' ¤*#trekking. wer sich heute auf tour begibt, hat sein gepäck in einem rucksack mit innengestell verstaut. dank technisch aufwändigen tragesystemen lassen sich gut 24 kg transportieren. die vorteile zum außengestell: jedes innengestell ist leichter, bringt den rucksack näher an den körper (schwerpunkt liegt günstiger), ist weniger sperrig. zudem lassen sich feinheiten in der passform (durch verformen der aluschienen) ändern.

um und auf ist der hüftgurt. der ist entweder angenäht, eingeschoben (relativ flexibel, gute bewegungsfreiheit) oder sogar fest mit den schienen verschraubt. je torsionssteifer er in sich selbst ist, desto mehr gewicht kann mit dem rucksack getragen werden, ohne dass der packsack nach unten verrutscht. erreicht wird die torsionsfestigkeit des gurtes durch eingearbeitete kunststoffplatten. unterstützend dazu sollte er konisch geschnitten sein, d.h. oben enger als unten, um nicht von der hüfte abzurutschen. bezüglich der rückenlänge werden rucksäcke entweder in verschiedenen längen oder mit verstellbarem tragesystem angeboten; gängig ist das anpassen durch verstellen (in der höhe) der schultergurte. s-förmig geschnittene gurte sind inzwischen standard. sie umschließen das schultergelenk sehr gut, liegen glatt und sauber auf.
http://www.globetrotter.de/de/beratung/media/rs1.gifDeckelfach, oft höhenverstellbar, dadurch variables Volumen.

Hauptfach

Bodenfach, zum Hauptfach abgetrennt durch einen (meist per Reißverschluss) heraustrennbaren Zwischenboden.

Rundbogen-Öffnung am Bodenfach: Erleichtert das Beladen des Rucksacks mit sperrigen Dingen; Schlafsack etc.
http://www.globetrotter.de/de/beratung/media/rs2.gifSeitliche Kompressionsriemen: Ideal zum Befestigen separater Außentaschen wie auch zur Fixierung außen zu transportierender sperriger Dinge wie Zeltstangen, Ski, Wanderstöcke etc.
http://www.globetrotter.de/de/beratung/media/rs3.gifHöhenverstellbares Deckelfach:
gerade bei kleineren Rucksäcken nützliches Zubehör zur Volumenvergrößerung. Auch gut geeignet, um z.B. einen sehr großen Schlafsack oder ein feuchtes Zelt, sicher außen am Packsack zu befestigen. Der Packsack selber kann in der Größe mitwachsen" (daraus resultiert die Liter-Angabe plus 10 oder 15 etc).http://www.globetrotter.de/de/beratung/media/rs4.gif
Die oberen (2-stufige) Lageverstellriemen müssen immer Tendenz nach oben haben; optimal ist ein Winkel von 45°.

Der Zugpunkt am Schultergurt sitzt in Höhe des Schlüsselbeines.Ist das Tragesystem korrekt eingestellt, liegen die Schultergurte glatt auf. Die Polster dürfen sich nicht von der Schulter abheben; es passiert leicht, wenn die oberen Lageverstellriemen zu fest angezogen werden.

Stabilisierungsriemen: fixieren den Packsack bombenfest an der Hüfte. Bei höheren Gewichten sollten sie grundsätzlich angezogen sein.
http://www.globetrotter.de/de/beratung/media/rs5.gifAnatomisch geformte Schultergurte (S-Form) geben mehr Bewegungsfreiheit und entlasten die Schultergelenke.

Brustgurt: dient der zusäzlichen Entlastung der Schultergelenke. Die Bewegungsfreiheit, z.B. beim Skilaufen oder beim Klettern, wird deutlich erhöht.


soweit mein senf dazu.
susanne

Guest
19.02.2003, 20:40
Hallo Peter, Regina und Susanne,

Wow, gleich 3 Antworten in kurzer Zeit! In einem anderen Forum habe ich nach einer Woche immer noch keine Antwort bekommen.

Obwohl Susanne fast alle Fragen mit ihrer Expertenliste schon beantwortet hat, die ich noch gar nicht gestellt habe (danke für die Mühe), trotzdem noch:
Ich möchte mitr dem Rucksack wandern ohne und mit Zelt. Regina du schreibst 65 l in den Alpen Hüttentouren machen reicht. Gilt das nicht für Trecking in den Rockies?

Wieviel Volumen braucht man bei Zelttouren in Kanada zum Beispiel? Also: Zelt, Schlafsack, Kocher, Essen mit dabei? 80 l ? Kann man die überhaupt noch schleppen?

Peter, welchen Unterschied macht die Temperatur? Gewebe?

Tschuldigung, wenn ich euch Löcher in den Bauch frage, obwohl Susanne schon do detailreich geantwortet hat! Aber ich werde Geld ausgeben und will gutes Zeugs für bekommen. Ein Bekannter hat mir geraten, mich in einem Laden beraten zu lassen. War dort, aber die hatten keinen Tau dort!

Zum Gruß,
Roland

Bjoerk
02.03.2003, 22:00
Hm....also wenn du Selbstverpfleger mit Zelt bist, ist 80L sicher das mindeste!
Ansonsten kann ich nur meine persönliche Erfahrung in die Schale werfen.
Ich finde Rucksäcke ohne Schnörkel am besten. Je weniger drann ist, umso weniger kann kaputt gehen und umso geringer ist das Eigengewicht.

Wenn man mit Teleskopstöckern geht oder den Rucksack auch für Skitouren nimmt, sollten die Schultergurte eher schmal sein, sonst behindern sie das Gelenk.

Wenn du noch unerfahren bist, musst du schauen, ob du gleich mit Zelt und allem anfangen willst. Oder doch erstmal ne Hüttentour in Nepal oder Alpen?

Was du schleppen kannst, hängt von deiner Physis ab. Und du sollst ja auch noch Spaß dran haben! ;)

Greetz Bjöerk

Becks
10.03.2003, 16:48
Lies mal hier:
http://www.saloon12yrd.de/index.html/aid.255/

Damit dürften eine Reihe der Fragen beantwortet sein.
Solltest Du Tipps zu Schottland suchen: http://forum.saloon12yrd.de/ -> Suchen und dort Schottland eingeben. Wurde schon zigfach durchgekaut. Ansonsten kannste auch mal nach "Rucksack" suchen, auch da sind noch ne Menge Tipps findbar.

Alex

Nepalfan
24.03.2003, 17:35
hi roland

ich gehe einmal davon aus, daß du mit deinem neuen rucksack trekken möchtest. dazu will ich folgendes zur diskussion beisteuern:

trekkingrucksäcke müssen prinzipiell sehr genau ausgewählt werden. grundlegend ist die richtige rückenlänge und passform des tragesystems, wie du schon selbst gedacht zu haben scheinst. da verhält es sich mit dem rucksack nicht anders als mit bergschuhen: sie müssen passen. nur dann hängt das gewicht des rucksacks nicht auf den schultern, sondern wird auf die hüfte gebracht. also wie regina sagt: ausprobieren im laden!

rucksäcke mit außengestell sind heute auch schon deutlich bequemer als früher, kommen in der regel aber trotzdem nur noch für immense lasten bis 30 kg zum einsatz. und wer trägt das schon bei 'normalem' ¤*#trekking. wer sich heute auf tour begibt, hat sein gepäck in einem rucksack mit innengestell verstaut. dank technisch aufwändigen tragesystemen lassen sich gut 24 kg transportieren. die vorteile zum außengestell: jedes innengestell ist leichter, bringt den rucksack näher an den körper (schwerpunkt liegt günstiger), ist weniger sperrig. zudem lassen sich feinheiten in der passform (durch verformen der aluschienen) ändern.

um und auf ist der hüftgurt. der ist entweder angenäht, eingeschoben (relativ flexibel, gute bewegungsfreiheit) oder sogar fest mit den schienen verschraubt. je torsionssteifer er in sich selbst ist, desto mehr gewicht kann mit dem rucksack getragen werden, ohne dass der packsack nach unten verrutscht. erreicht wird die torsionsfestigkeit des gurtes durch eingearbeitete kunststoffplatten. unterstützend dazu sollte er konisch geschnitten sein, d.h. oben enger als unten, um nicht von der hüfte abzurutschen. bezüglich der rückenlänge werden rucksäcke entweder in verschiedenen längen oder mit verstellbarem tragesystem angeboten; gängig ist das anpassen durch verstellen (in der höhe) der schultergurte. s-förmig geschnittene gurte sind inzwischen standard. sie umschließen das schultergelenk sehr gut, liegen glatt und sauber auf.
http://www.globetrotter.de/de/beratung/media/rs1.gifDeckelfach, oft höhenverstellbar, dadurch variables Volumen.

Hauptfach

Bodenfach, zum Hauptfach abgetrennt durch einen (meist per Reißverschluss) heraustrennbaren Zwischenboden.

Rundbogen-Öffnung am Bodenfach: Erleichtert das Beladen des Rucksacks mit sperrigen Dingen; Schlafsack etc.
http://www.globetrotter.de/de/beratung/media/rs2.gifSeitliche Kompressionsriemen: Ideal zum Befestigen separater Außentaschen wie auch zur Fixierung außen zu transportierender sperriger Dinge wie Zeltstangen, Ski, Wanderstöcke etc.
http://www.globetrotter.de/de/beratung/media/rs3.gifHöhenverstellbares Deckelfach:
gerade bei kleineren Rucksäcken nützliches Zubehör zur Volumenvergrößerung. Auch gut geeignet, um z.B. einen sehr großen Schlafsack oder ein feuchtes Zelt, sicher außen am Packsack zu befestigen. Der Packsack selber kann in der Größe mitwachsen" (daraus resultiert die Liter-Angabe plus 10 oder 15 etc).http://www.globetrotter.de/de/beratung/media/rs4.gif
Die oberen (2-stufige) Lageverstellriemen müssen immer Tendenz nach oben haben; optimal ist ein Winkel von 45°.

Der Zugpunkt am Schultergurt sitzt in Höhe des Schlüsselbeines.Ist das Tragesystem korrekt eingestellt, liegen die Schultergurte glatt auf. Die Polster dürfen sich nicht von der Schulter abheben; es passiert leicht, wenn die oberen Lageverstellriemen zu fest angezogen werden.

Stabilisierungsriemen: fixieren den Packsack bombenfest an der Hüfte. Bei höheren Gewichten sollten sie grundsätzlich angezogen sein.
http://www.globetrotter.de/de/beratung/media/rs5.gifAnatomisch geformte Schultergurte (S-Form) geben mehr Bewegungsfreiheit und entlasten die Schultergelenke.

Brustgurt: dient der zusäzlichen Entlastung der Schultergelenke. Die Bewegungsfreiheit, z.B. beim Skilaufen oder beim Klettern, wird deutlich erhöht.


soweit mein senf dazu.
susanne



Namasté Susanne,

Wow! Ist 'ne tolle Info! Bringt auch Leuten wie mir etwas, die schon einen Rucksack haben.
Danke, Nepalfan