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Vollständige Version anzeigen : Lowe Trekkingrucksack: Abblätternde Beschichtung


greenroom
10.05.2003, 19:52
Hallo:
Ich habe einen Lowe Trekkingrucksack bei dem schon nach ca. 4-5 Jahren die Beschichtung anfing sich ab zu lösen :(. Dadurch habe ich jetzt immer kleine Schnippsel Beschichtung in den Klamotten, was besonders bei Wollpullies nervt, bekommt man kaum noch raus :P.
Kennt jemand dieses Problem und vor allem:
Weiß jemand wie Lowe mit Reklamationen umgeht, wenn ein Rucksack schon
älter ist ¤*#???
Danke und Gruß

Peter_N
15.05.2003, 11:27
Hallo,

vielleicht hilft Dir diese Info.
Mein Freund hat auch einen Lowe Rucksack, 15 Jahre alt, keine Rechnung, Quittung und dergleichen mehr vorhanden.
Waren letztes Jahr gemeinsam auf Bergtour als während der Tour ihm die gesamten Tragegurte vom Rückenteil abgerissen sind. Vermutlich Verschleisserscheinung.
Wieder zu Hause angekommen hat er sich mit der Firma Lowe in Verbindung gesetzt, einen kurzen Brief geschrieben und der Rucksack wurde kostenfrei repariert.

Hier die Adresse an die Du Dich wenden kannst:


LOWE ALPIN
Lochhamer Str. 29
82152 Martinsried

Tel: 089 - 899603 13 (oder -14; -20)


Ansprechpartner: Frau Mecklenburg oder Herr Radke.


Wünsche Dir viel Erfolg, ;)

mit bergigen Grüßen, Peter

greenroom
16.05.2003, 21:05
Hallo, Danke für die Antwort.

Das werde ich auf jeden Fall mal versuchen und denen den Sachverhalt schildern. Ich suche nämlich jetzt einen neuen Rucksack, aber eigentlich nur weil der Alte durch die Beschichtungsschnippsel unbrauchbar geworden ist.

Werd mal berichten wie es gelaufen ist.

Gruß, Jörn

greenroom
11.06.2003, 16:09
So, die Sache ist durch.
Ich habe einen Brief an Lowe geschrieben, daraufhin wurde ich gebeten, den Rucksack einzuschicken. Nach einer Woche bekam ich dann Bericht:
Die Beschichtung ist u.a. durch UV-Strahlung abgeblättert... Hm, ich habe ihn eigentlich nicht so oft benutzt...
Na, wie dem auch sei, Lowe hat mir ein Angebot gemacht. Da der Rucksack schon 12 Jahre alt ist können sie mir nicht einfach einen Neuen schicken. Dazu hätte ich ihn früher reklamieren müssen.
Kann ich verstehen. Ich bekomme jetzt einen neuen Cerro Torre 65L für 120€. Ich denke das ist fair.
Allgemein waren die Mitarbeiter die ich dort am Telefon hatte hilfreich und freundlich. Bin zufrieden.

Peter_N
11.06.2003, 19:39
Ich denke, da kannst Du wirklich zufrieden sein, zumal der Cerro Torre 65 Ltr. neu ca. 195 € kostet.

Na denn, viele schöne Touren mit dem "Neuen". ¤*#;)

Gruss Peter

greenroom
11.06.2003, 22:52
:) Werde ich sicher haben und danke für die Tipps! Morgen oder übermorgen kommt er an, bin schon ganz gespannt ::)

epp4
02.12.2006, 17:09
Ich schreibe jetzt bei diesem Uralt-Thread weiter, weil ich mit meinem Lowe Alpamayo genau das gleiche Problem habe.

Mein Rucksack wurde 1995 gekauft und weist nun innerhalb einer kurzen Übergangszeit auch massive Abblätterungen der inneren Beschichtung auf. Nun, ich wohne direkt in der Nähe von Lowe und habe dies beim Werksverkauf, der die letzten Tage lief, angesprochen.

Man war der Meinung, dass dies eine normale Abnutzung bzw. Alterung sei und ich deshalb keine Rechte habe. Als ich daraufhin auf die Lifetime Warranty verwies und auch den Umstand, dass dieser Rucksack wirklich nur wenig im Einsatz war (ich führe ein Tourenbuch und da komme ich auf gerademal 110 Einsatztage in 11 Jahren), erhielt ich eine Antwort, die alles andere als akzeptabel war: "Da kann man nichts machen, wenn die damals etwas versprochen haben, was sie nicht halten können". Was auch noch auffiel, dass ich den Fehler erst gar nicht lange beschreiben musste und mehr oder weniger sofort gekontert wurde: "Hat sich die Beschichtung aufgelöst?"

Aber nochmals zurück zur Vorgeschichte und zur Beurteilung der zu erwartenden Lebensdauer:
Ich habe den Rucksack gleichzeitig mit einem Bergfreund gekauft, einziger Unterschied war die Größe: bei mir 70+20l gegenüber 55+15l. Nach dem Erkennen des Beschichtungsfehlers kontrollierte mein Bekannter auch seinen Rucksack, hier ist noch alles o.K. Beide Rucksäcke hatten in etwa den gleichen Einsatzzeitraum, die meisten Touren wurden dabei sogar gemeinsam durchgeführt. Also dachte ich zunächst, ich hätte ein Exemplar aus einer schlechten Serie erwischt und damit sollte die Lifetime Warranty auch greifen.
Aber es scheint fast so zu sein, dass hier bei Lowe ein generelles Problem vorliegt. Der Rucksack von greenroom dürfte anhand seiner Angaben aus dem Jahr 1998/99 stammen, also ist die Sache mit einem einmaligen Ausreißer der Beschichtungsqualität nicht zu erklären. Es gibt z.B. auch noch bei ciao einen Erfahrungsbericht zum Cerro Torre 65, wo ebenfalls eine Garantieleistung bei Beschichtungsproblemen abgelehnt wurde.

So ein Premiumrucksack (Listenpreis 1995: 510.-DM!!!) muss meiner Meinung nach bei normaler Hobbynutzung (10-15 Tage/Jahr) mindestens 20 Jahre halten. Zum Vergleich: Mein Salewa Rucksack, den ich immer für Tagestouren nutzte, war nach ca. 23 Jahren endgültig fertig, weil er allgemein verschlissen war, aber nicht infolge von Materialauflösungen. Oder auch der Lowe Rucksack eines anderen Bekannten (Bj. 1981), der nach 24 Jahren seinen Dienst sehr gut erledigt hatte und schlussendlich auch einmal "aufgebraucht" war.

Jetzt bin ich einmal gespannt, was Lowe auf meine anschließend geschriebene Mail antwortet. Ich bin ja gerne bereit, für ein Neuteil 50% des Listenpreises zu löhnen. Schließlich habe ich in etwa die halbe Lebensdauer aufgebraucht. Aber ich bin etwas im Zweifel, ob das Beschichtungsproblem prinzipiell bereinigt ist, oder ob man zukünftig mit dem gleichen Effekt rechnen muss, wenn es schlimm kommt, bereits nach 4-5 Jahren wie bei greenroom. Nach einem Defekt innerhalb von lediglich 5 Jahren hätte ich jedenfalls der Pseudokulanz-Lösung wie bei greenromm nicht so ohne Weiteres zugestimmt, jedenfalls nicht zu den genannten Konditionen. Bei einem Kulanzpreis von 120.- gegenüber einem Neupreis von 195.- haben die doch nochmals daran verdient, obwohl es eigentlich ein Garantiefall wäre, zugegeben mit dem Problem der Beweisführung.

Es wäre auf jeden Fall interessant zu wissen, ob solche Fehler auch noch bei Rucksäcken der neueren Baujahre aufgetreten sind.
epp4

epp4
02.12.2006, 23:12
Ach ja, da fällt mir noch eine Bemerkung zu der Antwort von Lowe an greenroom ein:
Das mit der UV-Strahlung ist wirklich eine gelungene Ausrede. Wenn diese Begründung wirklich richtig sein sollte, wie ist dann zu erklären, dass bei mir auch die Beschichtung innerhalb der inneren Deckeltasche Ansätze von Auflösungserscheinungen zeigt?
Wenn das durch UV verursacht wurde, dann muss ich direkt froh sein, als Rucksackträger diese extrem durchdringende Strahlung überhaupt überlebt zu haben!!!
Da müsste man glatt unter einer doppelschichtigen Kleidung zusätzlich noch einen Sunblocker auftragen.
epp4

Caminate
03.12.2006, 13:17
Moin,

mir hatte 2005 jemand mit dem Trekkingstock ein Loch ins Deckelfach bei meinem Cerro Torre (55+10) gestossen.
Habe das Fach über meinen Outdoorladen eingeschickt und bereits nach kurzer Zeit mit einem Flicken zurück bekommen.
Die Reparatur war kostenlos, daher kann ich den ausgezeichneten Service von Lowe bestätigen. :up:

Gruss

Horst

epp4
03.12.2006, 16:09
Ich glaube durchaus, dass Lowe prinzipiell einen guten Service abliefert, solange die Teile noch reparierbar sind. Insofern gibt es durchaus sehr positive Berichte zu finden.

Aber bei den Beschichtungsablösungen scheint man voll auf Tauchstation zu gehen und dies als ganz normale Abnutzung bzw. Alterung darzustellen, damit man aus der Sache rauskommt. Die - leider nur mündliche - Aussage des Lowe-Mitarbeiters mit dem nicht haltbaren Garantieversprechen (siehe mein erster Post 3 Einträge weiter oben) spricht doch Bände.

Wahrscheinlich hat man Angst davor, man könnte eine Lawine auslösen, wenn man dieses Abblättern als Garantiefall bestätigen würde.
epp4

Comet1000
03.12.2006, 21:21
Hallo, kann dir nur den Rat geben, Garantiesachen (auch außerhalb der Garantiezeit) immer über einen Fachhändler abzuwickeln, ich habe eigentlich (arbeite im Fachhandel) immer sehr gute Erfahrungen gemacht mit Lowe und anderen Premium Marken, wie gesagt wenn es über den Händler läuft bei dem du die Sachen gekauft hast, wir sind sehr an zufriedenen Kunden interessiert und kümmern uns dann auch. Will jetzt hier auch keine Diskussion über Outlet`s und Internetverkäufe lostreten. Gruss Frank

epp4
14.12.2006, 16:15
So die Sache ist jetzt gelaufen.
Den Rat von Comet1000 konnte ich nicht umsetzen, dazu müsste man die Rechnung noch haben und nach 10 Jahren brauche ich ohne diese nicht mehr beim Händler auftauchen.

Die gleichartigen Fälle, über die im Internet berichtet wurde, bekamen ein Ersatzkaufangebot in der Höhe von 120-130 EUR.
Da es nun Lowe auch nicht für nötig gehalten hat, meine Email-Anfrage zu dem Thema zu beantworten, habe ich mir jetzt einen Salewa Tahoe 75+10 geordert. Der kostet mich inkl. Versand knapp 140.-, also nur minimal mehr als ein eventuelles Lowe-Angebot. Letzteres mit der Ungewissheit, ob der neue Rucksack dauerhaft seine Beschichtung halten wird.

Den Tahoe kenne ich schon von der kleineren Größe 55+10. Von diesem Konzept bin ich begeistert. Sicherlich ist der Tahoe von der Gesamtrobustheit nicht so hochwertig wie z.B. ein Cerro Torre. Aber ich habe bei meinem letzten "Mittelklasse-Rucksack" (für Tagestouren) von Salewa auch über 20 Jahre und ca. 450 Einsatztage gebraucht, bis er verschlissen war. Der Lowe Alpamayo hielt dagegen nur ca. 110 Einsatztage bis die Beschichtung hin war. Das dürfte für den großen Tahoe (nur für Mehrtagestouren) eine leichte Übung sein.

Auch wenn die anderen Artikel, die ich von Lowe besitze, absolut Spitze sind, der Rucksack und allen voran die Haltung zur Garantie finde ich äußerst enttäuschend. Insbesondere Ausreden wie UV sind eigentlich eine Frechheit.
epp4

Comet1000
14.12.2006, 16:39
Tach auch, also nochmal , wir hätten den Rucksack auch ohne Rechnung eingeschickt und ich bin mir sicher ,ein guter ortsansäßiger Händler hätte das gleiche getan, aber wer nicht probiert........der kann auch nichts erreichen. So weit zum Thema teure Fachhändler. Gruss Frank

epp4
15.12.2006, 06:45
Da hätte ich aber zunächst auch noch das Problem gehabt, dass ich den Rucksack nicht bei einem Händler in der Nähe gekauft habe, also hätte ich praktisch es bei einem anderen "Fremdhändler" versuchen müssen. Dazu bräuchte es aber wohl eine gewisse bestehende Geschäftsbeziehung und die habe ich zu keinem einschlägigen Bergsport/Trekking-Händler in München und Umgebung.
Wenn Du sagst, ich hätte einfach zu Schuster / Scheck & Co. gehen können und die hätten dies einfach erledigt, dann gebe ich zu, es nicht probiert zu haben. Nur ich konnte mir nicht vorstellen, diesen Service sozusagen als Fremdperson zu erhalten, ohne in den letzten 10 Jahren bei denen als Kundschaft aufgetreten zu sein.

Die Lowe-Deutschland-Niederlassung ist wie gesagt in meiner Nähe und dort habe ich beim Werksverkauf eine eindeutige Abfuhr erhalten, als ich den Rucksack vorzeigte. Weiter wollte ich am Werksverkauftag nicht diskutieren, ich hätte mir bei den anderen an der Kasse anstehenden Personen wohl "Freunde" gemacht.

Wie die Erfahrungen in anderen Fällen bei dem Beschichtungsproblem zeigen, wäre es doch wirklich illusorisch gewesen, einen kostenlosen Ersatzrucksack zu bekommen bzw. nur einen geringen Preis < 100 EUR zu bezahlen.

Die klare Ablehnung von Lowe bezüglich des Problems hätte wohl auch nicht von einem Fachhändler komplett ausgehebelt werden können. Gut, vielleicht wäre ein Angebot über 100.- anstelle von 130.- rüber gekommen.

Aber:
- Ich konnte im Internet keinen Fall finden, wo Lowe das Beschichtungsproblem als Garantiefall anerkannt hat. Siehe z.B. auch ein Bericht bei wdr ServiceZeit. Ich darf leider noch keine Links posten, aber einfach bei google nach <Servicezeit "Lebenslange garantie" lowe> suchen, sollte der erste Treffer sein.
- Die bekannten Fälle stammen aus unterschiedlichen Jahren, somit geht es nicht um eine einzelne schlechte Serie. Einzelfälle können es auch kaum sein, ansonsten hätte der Lowe-Mitarbeiter beim Werksverkauf ohne große Erläuterungen meinerseits nicht sofort gekontert: "Hat sich die Beschichtung abgelöst?". Das deutet doch wohl schon sehr stark darauf hin, dass das Problem bekannt ist. Damit besteht potenziell eine Wiederholungsgefahr. Der neue Mehrtagesrucksack muss jetzt 20 Jahre halten, zumal ich jetzt weniger oft über mehrere Tage unterwegs bin als früher. Da kann ich einen Defekt aufgrund reiner Alterung wirklich nicht brauchen.
- Vor diesem Hintergrund hätte mich schlussendlich auch ein 100.- Angebot nicht überzeugen können. In 10-20 Jahren werde ich wissen, ob der Salewa Tahoe ein guter Kauf war und die 10 bis 40 EUR mehr gegenüber einer eventuell durchgefochtenen Lowe-Reklamation gut angelegt waren ;)
- Und für diesen geringen Aufpreis habe ich jetzt 2 Rucksäcke. Auch wenn der defekte Lowe nur noch eingeschränkt nutzbar ist (Kleidung muss in Plastiktüten), es kommt doch ab und zu vor, dass sich jemand für eine 2-Tagestour interessiert, aber nur einen kleinen Rucksack hat. Da wäre der Lowe ein ausleihbarer Notbehelf.
epp4

epp4
15.12.2006, 07:11
So weit zum Thema teure Fachhändler. Gruss Frank Auf diesen Punkt möchte ich auch noch kurz eingehen:
Ich gebe zu, seit längerer Zeit auf günstige Einkaufsquellen zurückzugreifen. So z.B. auf Online-Händler oder auch den Lowe-Werksverkauf (aber nicht diesen Rucksack, zeitlose "Topware" gibt es nicht im Lagerverkauf).

Dazu gehört auch eine gewisse Fairness gegenüber den Fachhändlern. So gehöre ich NICHT zu den Leuten, die den Fachverkäufern die Zeit für die Beratung stehlen und dann woanders kaufen. Meine Infos bekomme ich aus Internet-Foren, Testberichten und vor allem den Erfahrungen meiner Bergkameraden.

In gewisser Hinsicht hat mich auch diese o.g. Fairness davon abgehalten, einen Fachhändler zu bemühen, bei dem ich das Teil nicht gekauft habe und voraussichtlich in Zukunft auch nicht einkaufen werde.

Außerdem sollte es vor allem bei Premium-Herstellern wie Lowe unerheblich sein, ob die Reklamation vom Fachhändler oder direkt vom Kunden kommt. Den Vorteil über einen Fachhändler würde ich vor allem dann sehen, wenn dieser ein größerer Kunde beim Hersteller ist und deshalb etwas mehr Gewicht hat. Bei einem sogenannten Premium-Hersteller und den damit verbundenen Ansprüchen darf aber die Frage "Was ist das für ein Kunde, der reklamiert?" eigentlich gar nicht gestellt werden, wenn es um die Beurteilung Garantiefall Ja/Nein geht. Ich weiß, ich habe selbst das Wort "eigentlich" verwendet....
epp4

Comet1000
15.12.2006, 21:07
Guten Abend, um das Thema jetzt mal abschließend zu behandeln, mein Vorredner hat insofern Recht das es vom Grunde her keinen Unterschied machen dürfte wer sich an den Hersteller wendet, so jetzt kommt das aber....wir sind ein recht kleiner Laden und haben woll aufgrund dessen keine Macht gegenüber einem Hersteller, wir wollen aber auch gar keinen Druck ausüben, sondern versuchen Dinge wie diese Reklamation über eine pesönliche Schiene zu regeln, das heißt wir kennen die Leute bei den Herstellern zumeist persönlich und das macht halt einen Unterschied.Wir versuchen nicht zu drücken und zu pressen, sondern handeln partnerschaftlich, das hat auch sehr viel mit Zwischenmenschlichkeit zu tun und dieser Faktor muß wachsen, deswegen ist es dann schon wieder ein Unterscheid ob du als "Unbekannter" dort stehst oder aber mit jemandem redest den du schon Jahre kennst und zu dem du eine Beziehung (wenn auch eine geschäftliche) führst. Ich bin sehr froh darüber in so einer Atmoshäre zu arbeiten und nicht in einem Buiseness in dem ausschließlich um Profit und Shareholder value geht, damit wir uns nicht falsch verstehen, auch wir müssen wir Geld verdienen, ansonsten gibts kein Brot auf den Tisch und unsere Branche ( was die kleinen kleinen Händler betrifft) ist im Moment auch in einem harten Kampf.Ich finde es halt schade das bei vielen nur der Preis zählt, wir versuchen zumeist mit sehr grossem Engagement für unsere Kunden da zu sein und von vielen wird das auch auch honoriert in dem die Leute wieder kommen sich auf unsere Beratung verlassen und uns über Jahre ihr Vertrauen schenken, das rechnet sich für beide Seiten, da die Kunden ein Produkt nur einmal kaufen und es nicht erst nach dem 5. Versuch funktioniert. Wenn wir mal daneben liegen (wir sind auch nur Menschen), dann versuchen wir das wieder zu regeln, genauso wenn ein Produkt versagt oder Kaputt geht. Aber ich finde es ja schon anständig, wenn man wenigstens hin geht und sich nicht erst bei uns eine 3 stündige Beratung einholt und dann bei der elektronischen Bucht oder sonst wo vermeintlich billig einkauft. So auf diesem Wege möchte ich mich mal bei allen bedanken die auch weiterhin zum Fachhändler gehen sich dort beraten lassen und auch dort kaufen, das erhält nämlich auch Arbeitsplätze und zwar mehr als bei irgendeinem Internetportal und sorgt außerdem dafür das wir morgen Abend bei Bier und Gegrilltem am Lagerfeuer im Wald sitzen können und mit unserer Mannschaft unsere Weihnachtsfeier abhalten können.:-) DANKE!!!!!!!! Frank der immer noch sehr viel Spass an seinem Job und am Leben hat.

epp4
16.12.2006, 20:09
Hallo Frank,
um auch von meiner Seite zum Abschluss zu kommen:
Ich kann dein letztes Statement wirklich nur gut heißen. Ich bin sicherlich erfreut darüber, dass es Sportgeschäfte gibt, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, den Kunden bestmöglich zu beraten und keinen unnötigen Mist anzudrehen!!!
Aufgrund meiner jahrzehntelangen Bergerfahrung traue ich mir zu, auf eine spezielle Beratung nun verzichten zu können. Bis vor einigen Jahren bin ich auch immer zu einschlägigen Geschäften wie z.B. die Kletter-und-Hochtouren-Ecke in München gegangen, habe mich beraten lassen und auch dort gekauft.
Aber man muss auch die andere Seite sehen. Die Bergsportartikel sind im Laufe der Zeit immer deutlich teurer geworden, weit jenseits der normalen Inflationsrate. Gerade bei Goretex-Jacken etc. kommt es einem so vor, als wären EUR mit DM ausgestauscht worden.

Ich kann dir auf jeden Fall weiterhin meine Fairness zusichern, dass ich im Falle einer wirklich benötigten Beratung aufgrund neuer Ausrüstungsgegenstände bzw. Materialien im Fachgeschäft kaufen werde!
Aber wenn ich genau weiß, was ich brauche oder nur einen Ersatz für aufgebrauchte Ware benötige, ist es heutzutage im Zeitalter von angespannter Haushaltskassenlage wohl durchaus legitim, günstigere Einkaufsquellen zu nutzen. Früher habe ich das auch unkritischer gesehen, aber wenn man so wie ich auch das Studium von 2 Kindern finanzieren will (nicht muss!!), dann ist ein gewisses Sparpotenzial nicht so unwichtig.

Noch ein abschließendes Wort zum partnerschaftlichen Umgang mit den Herstellern:
Wenn es sich um einen gewissen "Garantie-Graubereich" gehandelt hätte, was den Defekt am Rucksack betrifft, könnte eine bessere Beziehung durchaus eine Rolle spielen. Aber die Verweigerungshaltung, die mir entgegen gekommen ist, hätte wohl nur ein größerer Händler mit einem gewissen Druck brechen können. Dafür spricht auch die nicht beantwortete Mail an Lowe-Alpine. Vielleicht hätte ich darin nicht vermerken dürfen, bereits am Vortag beim Werksverkauf eine Ablehnung erhalten zu haben.

Viele Grüße!
epp4