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Vollständige Version anzeigen : Trekkingstöcke Pro / Contra


jug02
11.01.2011, 20:28
Hallo zusammen,
habe in diesem Jahr eine Woche in der Wildschönau verbracht und Spaß am Wandern bekommen. Ich war dort noch ohne Trekkingstöcke unterwegs und fand es gar nicht so schlimm. Als ich mir jetzt jedoch noch weitere Utensilien für meine nächste Tour gekauft habe, meinte der Verkäufer, dass ich mir auch unbedingt Trekkingstöcke zulegen soll. Er würde jedenfalls niemals ohne in die Berge gehen, egal ob es jetzt eine einfache oder eine schwerere Tour ist. Da ich absolut nicht weiß, ob es wirklich sinnvoll ist, welche zu kaufen und wenn ja welche, erhoffe ich mir von euch einige Infos. Solltet ihr noch andere Infos von mir benötigen, werde ich die gerne nachliefern.
Gruß
jug02

teijo
11.01.2011, 21:33
klar rät dir der verkäufer dazu ;-). am liebsten welche aus seinem laden :p

aber im ernst; bei schwerem gepäck sind trekkingstöcke fast notwendig. also ich würde nie ohne losgehen.
und je nach gelände können sie sehr hilfreich sein. durch das gepäck kann man schnell die balance verlieren, wenn man z.b. durch einen fluss waten muss. oder über stege, zäune usw.
desweiteren entlasten sie die gelenke beim bergabgehen

Loewe1981
11.01.2011, 21:36
Zu Trekkingstöcken an sich kann ich nix sagen. Aber ich hab nen Wanderstab der mich seit mehr als 10 Jahren begleitet. Und den möcht is nicht missen. Sei es als 3. Bein in rutschigem Gelände oder um mir einen Weg durch Dornenranken zu bahnen. Hutständer und Kleiderhaken, Zeltstange für Tarps, Abstandhalter bei Elektrozaun unterquerungen, Angel, Armverlängerung ... zur Not könnt ich ihn noch verbrennen, oder mich damit verteidigen :roll:

olker65
11.01.2011, 22:00
Hey, denke es ist etwas eine persönliche Sache. In den Mittelgebirgen oder auch auf einer 6 wöchigen Tour durch Frankreich hatte ich nur einen Wanderstab dabei und habe meine Stöcke nicht vermisst. In den Bergen aber möchte ich die Stöcke nicht mehr missen.Ist für die Gelenke einfach schonender und du kannst, wenn es denn nötig ist, mit denen auch richtig Speed machen.

Mimi11
12.01.2011, 14:23
Hi,
super, dass Du dieses Thema angesprochen hast.
Ich komme gerade von einer "Outdoor-Shopping-Tour". Und natürlich habe ich mir auch die Stöche angeguckt. Aber es gibt sooo viele verschiedene - da kann frau sich kaum entscheiden.
Kann hier jemand also einen Tipp abgeben, welche füre Trekking (Nepal) gut sind.
Und was ist mit denen, die man "klein machen" kann; sind die genau so belastbar wie die anderen?

Danke,
Mimi :coffee:

wanderharzhexe
25.02.2011, 22:42
Hi Mimi, also mit den Wanderstöcken ist das so. Wenn man sie über 14 Tage im Hochgebirge
benutzt hat, wegen schwerem Rucksack und Gelände, dann will man sie überhaupt nicht mehr
missen. Mir geht es jedenfalls so, auch noch, als ich viiiiiel jünger war. Hatte mir vor ca. 2o Jahren welche gekauft, kein Karbon oder sowas, günstige, mit Spitzen dran, damals so um die 70 Mark.
Laufe heute noch damit, ohne denen gehts nie zum wandern. Und wenn ich sie mal nicht brauche,
dann schiebe ich sie zusammen und stecke sie seitlich an den Rucksack. Jedenfalls ist das
Ansichtssache, die Männer, auch mein Mann, brauchen solche Dinger vielleicht erst wenn sie
sehr alt sind, so wie richtige Rentner.
Gruß Wanderharzhexe

erftwanderer
26.02.2011, 12:16
Hallo Harzhexe,

auch ich gehe sehr oft mit Stöcken, lasse sie aber bewusst bei kürzeren Wanderungen (<15km) weg. Wenn du immer mit Stöcken gehst, lässt langfristig die Trittsicherheit und der Gleichgewichtssinn nach. Deshalb immer mal auf die Stöcke verzichten und probieren, ob es noch "ohne" geht.

Gruß
Klaus

PS. Habe vor 2 Jahren auch den Harzer Hexenstieg gemacht. Die 1. und 4. Etappe waren nicht ganz so toll, aber insgesamt ist es ein wunderschöner Weg. Die Etappe von Wendefurt nach Thale war einsame Spitze.

wanderharzhexe
26.02.2011, 13:21
Hallo Klaus,
danke für den Tipp. Es stimmt, es ist eben Gewohnheit. Das nächste Mal gehe ich ohne
Stöcke, mal sehen, was der Kopf sagt.
Wir waren letztes Jahr den Rennsteig unterwegs. Es war schön, aber der Hexenstieg ist
abwechslungsreicher. Wir haben unterwegs Gleichgesinnte getroffen, aus unterschiedlichen
Regionen Deutschlands und komischer Weise waren sie alle dieser Meinung. Trotzdem war es eine
Erfahrung, vielleicht auch wegen dem Wetter. Durchgehend die 9 Tage um die 30 Grad.
Dieses Jahr reicht es nur für eine Woche Malerweg im Elbsandsteingebirge.Sicherlich erst im
September, der Arbeit wegen.
Ein schönes Wochenende wünscht die Wanderharzhexe

Florian Martin
26.02.2011, 13:30
Hi,
Kann hier jemand also einen Tipp abgeben, welche füre Trekking (Nepal) gut sind.
Und was ist mit denen, die man "klein machen" kann; sind die genau so belastbar wie die anderen?



Die Belastbarkeit ist bei guten Stöcken kein Problem. Die Teleskopversion hat mehrere Vorteile: beim Transport (Anreise oder wann immer Du sie nicht verwenden möchtest) sin dsie klein zu verpacken, im Gelände kannst Du Länge anpassen (z.B. etwas kürzer im steilen Anstieg, etwas länger im Abstieg, ganz lang beim Furten, einer länger einer kürzer bei längeren Passagen weglos am Hang entlang). Bei kleineren Verstauchungen können 2 Stöcke als Gehhilfe herhalten, vom Schienen von Knochenbrüchen will ich gar nicht schreiben, könnte Unglück bringen).
Es gibt zwei verschiedene Klemmechanismen, um die (2)-3 Teleskopteile auf die gewünschte Länge einzustellen. Mit einem Klemkonus habe ich weniger gute Erfahrungen gemacht, denn der leierte irgandwann aus (Globetrotter Eigenmarke Anfang der 90iger). Mit diesem http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=132460&k_id=0710&hot=0 bin ich nun sehr zufrieden, da wird von aussen geklemmt, was immer hält und auch mit dicken Handschuhe gut geht. Austauschbare Teller schätze ich, da ich im Winter grössere Skiteller und im Sommer kleine oder gar keine Teller dran habe.
Ob Du letztlich Freude daran hast, kann Dir keine im Voraus sagen. Hast Du Abfahrtsstöcke oder kannst welche leihen? Dann könntest Du die ausprobieren, ehe Du 70 oder mehr Euro für ein 5-600 Gram schweres Teil ausgibst, was Du nur mit rumschleppst aber nie benutzt.
Gruss!

domi
26.02.2011, 13:53
Hey,
Nein, man braucht Trekkingstöcke nicht! Sie können die Gelenke entlasten - bei richtigem Einsatz - doch der derzeitige Hype ist meiner Meinung nach übertrieben (ich verwende trotz Kreuzbandriss keine Stöcke). Bevor du nun losrennst und dir von einem Verkaüfer Leki, BlackDiamond o.ä. aufschwätzen lässt leih dir erstmal im Bekanntenkreis welche aus und schau, ob sie dir von der Art liegen. Die 100€ sind meiner Meinung nach eher in bessere Schuhe, Regenkleiung usw. zu investieren.

Mfg domi

Zorro
28.02.2011, 09:06
Moin,
jedem das seine, ich war auch sehr lange skeptisch bis meine Frau nach einer Hüttentour Knieprobleme hatte und sich welche zugelegt hat. Hat dann noch eine Saison gedauert bis ich überzeugt war und mir auch welche zu gelegt habe. Ich will sie nicht mehr missen, zumindest nicht wenn ich mit schwerem Rucksack im bergigen Gelände unterwegs bin. Vor allem Bergabpassagen kosten so deutlich weniger KRaft und Konzentration, dazu kommt man dann auch noch wesentlich schneller voran...:coffee:
Klar wenn jung ist und voll im Saft steht der kommt auch gut ohne klar, was nicht heisst dass man nicht trotzdem von Stöcken profitieren würde. Kommt eben darauf an was man macht, für eine Tour in ebenen Gelände verzichte ich auch auf die Stöcke auf Bergtouren hat man den größen Vorteil durch die Dinger.
BWG
Zorro

zepeh
02.03.2011, 23:07
Moin,

bei Touren mit großem Gepäck (ab ca. 15 kg ) entlasten Trekkingstöcke ungemein, vor allem im Gebirge. Im Gebirge würde ich auch schon bei weniger Rucksackgewicht welche mitnehmen.

Teleskopstöcke haben den Vorteil, dass sie im Flugzeug nicht als Sperrgepäck aufegeben werden müssen und beim Nichtbenutzen einfach an den Rucksack gebunden werden können.

Gruß
zepeh

Scone1976
03.03.2011, 14:09
Die Frage ist nicht, ob du Stöcke brauchst sondern welche. :confused:

Bin jetzt schon mehrere Male viele Tage unterwegs gewesen, mit leichtem aber auch mit schwerem Gepäck, alleine oder in der Gruppe, feste Unterkünfte nutzend oder als Camper.

Die Stöcke haben nie gestört. Voraussetzungen: Qualität, geringes Gewicht, Teleskopstöcke! :up:

Sie geben guten Halt beim Auf- und Abstieg oder in schwierigerem Gelände. Man kann sich vortasten, Gelenke entlasten und den Körper (ähnlich wie beim Nordic Walking) nicht nur einseitig trainieren. (Entsprechende Schuhe für die Spitzen zum Einsatz auf hartem Untergrund [Asphalt] nicht vergessen!)

Eine Untertsützung sind sie im wahrsten Sinne des Wortes dann , wenn man etwas "Fuß müde" wird oder Blessuren hat. Außerdem kann man sie beim Campen als Wäschestangen (kleine Leine mitnehmen) für leichte Klamotten benutzen und sogar als Zeltstangen. ;)

Wandi
03.03.2011, 19:15
Es gibt die unterschiedlichsten ausführungen an Stöcken, das einem schwindelig wird.
Welcher denn nun der richtige ist????????........Da hilft nur ausprobieren.........am besten ausleihen.
Meine Wenigkeit verzichtet seit vielen Jahren nicht mehr auf die Stöcke. Die benutze ich zu 98% wenn es Bergauf geht, Steilhänge und oder gerade da wo es besonders nass ist.
Sie sind 2 - fach einstellbar und wie meine Vorredner schon geschrieben haben, haben diese Stöcke eine tolle Eigenschaft, sie können am Rucksack optimal eingebunden werden.

Verzichten auf Stöcke?,,,,,,,,,,definitiv nein.
Empfehlen zu Stöcken ? ....aber nur..........:)

Nur gibt es kein unbedingtes MUß zu Stöcken.............mein Tip und wie am Anfang geschrieben.......ausprobieren