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Vollständige Version anzeigen : Was für einen Rucksack brauche ich?


vachi
25.06.2003, 12:37
Hallo Zusammen,

ich möchte in Zukunft mehr Wander und Reiseurlaube machen. Da ich auf diesem Gebiet aber bis auf ein paar Wochenendtripps vor vielen Jahren absolut neu bin, habe ich auch recht wenig Ahnung vom benötigten Material.

Vielleicht vorweg:
Ich möchte nur bei + Temperaturen trecken (also nciht Winter).
Vorwiegend im west und nordeuropäischen Raum (Frankreich Schottland Skandinavien)
Und so immer so 5 - 15 Tage.

Nun ist meine Farege was für eine Rucksack benötige ich da?
Ganzwichtig wäre mir zu wissen welche Literzahl?

Und evtl. ein paar infos über Herstellersysteme und deren Vorteile.

Vielen Dank jetzt schon
Vachi

Peter_N
25.06.2003, 12:58
Hallo,

diese Frage wurde hier im Forum schon einmal gestellt.
Hier der Link zu diesem Thema.
http://www.trekkingforum.com/cgi-bin/forum/trekkingforum.pl?board=ausrüstun
g&action=display&num=1045409963
Vielleicht ist der eine oder andere Tipp dabei.

Gruss Peter

Gerry
25.06.2003, 12:58
Es kommt darauf an...
was du genau machen möchtest.
Wenn du von einer Basis aus auch mehrtätige Wanderungen machst, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, zivil aussehen willst und in der Regel ein Zimmer hast, könnte ich als Kombination einen sog. "Reiserucksack" und einen größeren Tagesrucksack, bzw. einen kleineren Wanderrucksack empfehlen.
Bei den Litern ist es auch so, daß es daraufankommt, wie lange du unterwegs sein möchtest und ob du Zelt, Schlafsack usw. mitschleppst.
Ich könnte mir für den Reiserucksack so ca. 65 - 80 Liter vorstellen und für den kleinen Rucksack so 25 - 35.
Wenn du extremere Sachen machen möchtest, wäre auch ein guter, großer Trekkingrucksack alleine okay.
Dann würde ein zusätzlicher 2. Rucksack, den du auch noch mitschleppen müßtest eher stören.

vachi
25.06.2003, 19:47
OK ok habe das alles gelesen,

bleiben dennoch ein paar Fragen:

Also ich stelle mir meine Tripps so vor, dass ich spätestens alle 3-4 Tage Futter einkaufen kann.
Ansonnsten muss ich alles was ich brauche mitschleifen.

was ist denn da nun an Grösse zu empfehlen?

da ich als Student leider nciht massig Kuhle habe ist es mir unmöglich mir eine kleinen und einen großen Rucksack zu kaufen.

brauche ich 60 oder 70 Liter oder
besser eine 60 Liter + ~15 durch den Höhenverstellbaren Deckel?

Und von welcher Firma sollte man den Rucksäke kaufen?

Danke
vachi

Gerry
26.06.2003, 07:24
60 Liter + variablen Deckel mit 15 Liter Zusatzstauraum wenn er benötigt wird, scheint mir okay.
Das reicht, wenn du nicht wochenlang Selbstversorger bist.
Bei den Marken gibt es viele gute.
Da mußt du dir echt die Mühe machen in ein gutes Bergsport- bzw. Outdoorgeschäft zu gehen, dir einige Modelle zeigen lassen, sie vor allem mit Gewicht ausprobieren.
Solltest du dann 3,4 Modelle in der engeren Auswahl haben kannst du ja hier posten und fragen, ob wer gute Erfahrungen mit deinen Favoriten hat.
Einige gute Marken (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) wären z. B. Deuter, Lowe, Salewa, Bach, McPack.
Du kannst dir ja mittels Google die Websites raussuchen und dir Kataloge zum Heimstudium anfordern.
Weiters wären unter www.outdoor-magazin.com Testberichte u. a. von Trekkingrucksäcken abrufbar.

Hakku
10.07.2003, 07:41
Hi,

ich habe mir einen 75 + 10 l Rucksack, Kangtega Extreme der Firma LARCA (www.larca.de) zugelegt und war damit bereits 2x in Nepal. Das Teil ist echt gut, wiegt aber auch ein wenig mehr als Kleinere. Melde Dich doch bei Larca an, die haben immer tolle Angebote.

Für Nepal muss man aber auch auf kältere Regionen (bis 5.400 m) eigestellt sein und nur das Nötigste mitnehmen. Das solltest Du auch immer bedenken, man nimmt am Anfang meist zuviel Sachen mit.

Wenn Du Lust hast ein paar Reiseberichte zu lesen, schau auf meiner hp vorbei!

Save trekking,

Hakku

vachi
13.07.2003, 23:44
Also ich habe mir inzwichen den MacPac Glissade4 gekauft ud bin superzufrieden alle hundert kleineren Rucksäcke die ich Testete waren mir immer von Rücken her zu kurz.

cya
Matthias

Tim
24.07.2003, 23:58
huhu :)

ich kämpfe auch gerade mit dem problem welchen rucksack ich nehmen soll. sowohl was die größe angeht wobei ich mich eigentlich schon für einen 7ß+10 entschieden habe aber vor allem auch was modell und marke angeht...

ich habe mir mal den neuen von wolfskin angesehen der ein neuartiges tragesystem hat das die hüftbewegungen mitmacht...

hier der link (http://www.wolfskin.de/produkte/highlight_ebs/index.php3)

die paar minuten und treppen rauf und runter im geschäft hat es sich super angefühlt. die rucksack hat zwar etwas abstand zum körper was mir vom schwerpunkt her nicht gefällt, der besseren lüftung wegen dagegen schon aber das ist nicht ausschlaggebend das gefühl mit dem system war einfach spitze man hat das gewicht kaum bemerkt (waren ca. 15kg) aber wie gesagt ich habs nur eine gute viertelstunde ausprobiert.

hat jmd von euch erfahrungen damit?

bin kurz vorm kauf und das ding kostet knapp 300 euro wäre nett wenn ich hier einen erfahrungsbericht bekommen könnte ob es wirklich so gut ist wie es angepriesen wird und sich anfühlt..

danke schon vorab :)

tim

Thomas
25.07.2003, 10:42
@Tim: Ich würde mal den Rucksack mit mehr als 15kg im Geschäft ausprobieren. Bei so einem grossen Rucksack und mit nur 15kg Gewicht füllen sich auch billige(re) Rucksäcke noch super gut an, erst ab 25kg geht die Schere weit auseinander.

Habe übrigens einen Gregory Pallisade ( 77l ) und bin super zufrieden damit. Hatte bisher bis zu 33kg auf den Rücken, und es war absolut kein Problem, bzw. anstrengend ist es ja immer noch, nur drückt es noch ganz erträglich auf die Schultern bzw. Hüften!

Grüße

Thomas

Tim
26.07.2003, 22:02
danke für den tipp :) ich bin nochmal hin und hab das ding mit gut 25kg vollgepackt. nach der einstellung noch immer ein supergefühl treppauf und treppab und auch in der stadt ein kleines hügelchen rauf und runter... bis ich einer frau mit schirm die ich übersehen hatte plötzlich ausweichen musste... ich beuge mich zur seite, das tragegestell macht die bewegung super mit bis das komplette oberteil des rucksacks zur seite rutscht und es mich um ein haar hinpackt. :/ leider.
schöner rucksack, gut gearbeitet, 2 seitentaschen für krimskrams und eine regenhaube schon integriert schön dezente farbe ein hervorragendes tragegefühl, massig luft für durchzug und entlüftung nur leider zuviel auflagefläche auf den schultern eingespart. das ding rutscht auf den schulterblättern rum wenn man sich zur seite beugt.

nun bin ich völlig unentschlossen... habe viel im internet gestöbert und weiss nicht was ich tun soll. das geschäft in dem ich war genießt nicht mein volles vertrauen und ein besseres fällt mir nicht ein.

thomas, ich habe gelesen, dass der hüftgurt des palisade recht hart sein soll und dass auch bei ihm bei grösseren lasten ein verrutschen auf den schultern auftritt. hast du auch diese beobachtungen gemacht?

und alle anderen, kennt jmd ein outdoorgeschäft mit großer auswahl und guter beratung im bereich unterfranken? ggf. auch nürnberg wenn es sein muss...

danke für die hilfe :)

tim

Thomas
01.08.2003, 05:59
@tim: Jop, der Palisade hat schon einen recht harten Hüftgurt, ist halt Geschmackssache. War dafür mit biszu 35kg unterwegs, und hatte damit keine großen Probleme, he, nur dass es sehr anstrengend war ;D.

Ansonsten würde ich mich an deiner Stelle nicht allzusehr verrückt machen. Den Besten Rucksack gibt es ehe nicht. Zum einen sind heute die teureren Rucksäcke alle Firmen heute auf einen sehr guten technischen Stand, zum anderen, je mehr Leute man zu einen guten Rucksack befragt, desto mehr verschiedene Antworten bekommt man wohl.

Grüße

Thomas

Tim
01.08.2003, 10:56
ich habe jetzt 5 in der näheren auswahl die ich versuchen werde irgendwie zu testen bevor ich mich entscheide.

bach specialist 2 link (http://www.bachpacks.com/products/detail.asp?PID=2)

big pack performic 80 link (http://www.bigpack.de/html_ger/products/rucksacks.html)

gregory palisade lt link (http://www.gregorypacks.com/prod.php?ID=7)

osprey crescent 75 link (http://www.ospreypacks.com/crescentintro.html)

tatonka katagena 80 link (http://intranet.tatonka.com/infosys/infocgi/artinfo1.dll?1438)

bin schon gespannt was am ende rauskommt.

tim

Thomas
01.08.2003, 13:49
Bei dem Tatonka Katagena hätte ich schon etwas Bedenken, da sein Gurt recht weich ist für einen Rucksack, mit dem man ab 25kg aufwärts tragen kann bzw. soll. Da bringt das aufwendigste Tragesystem nichts, wenn der Hüftgurt nicht hält.

Ansonste, ich sage nur, Gregory ;D

Grüße

Thomas

Tim
01.08.2003, 23:23
vielen lieben dank für deine hilfe :)

ich hoffe, dass ich nicht über 25kg komme, sonst müsste ich mir ernsthaft gedanken über einen bergans link (http://www.bergans.no) gedanken machen. :)

aber wie gesagt ich werd sie alle mal probetragen (mit 25kg im gelände) und habe mir bislang noch keinen favoriten erdacht, so dass ich auch nicht raten kann welcher der rucksäcke es schlußendlich werden wird. wenn ich mich entschieden habe werde ich meine erfahrungen berichten.

tim

Guest
03.08.2003, 21:41
Hi,
kann mich nur anschließen, DEN perfekten Rucksack gibts nicht. Er muss qualitativ gut sein, für das entsprechende Gewicht (da hat auch jeder andere Anforderungen) ausgelegt sein UND: er muss passen!!

Von daher kann man schlecht einen Rucksack empfehlen, aber es gibt schon einige Hersteller, bei denen erfahrungsgemäß die Qualität stimmt: Lowe alpin, Bach, Macpac, Gregory, VauDe, DanaDesign, Arcteryx bspw.

Zum Thema zweiter, kleiner Rucksack: genial sind die kleinen Faltrucksäcke (etwa 20l) ohne Tragesystem und Trägern aus flachem Gurtmaterial, die zusammengepackt kleiner als ein Poncho sind und ausgefaltet ideal sind, wenn man was zu transportieren hat und der "Große" Rucksack stehen bleibt. Also Tagesausflüge, kurzer Einkauf, Stadtbummel, Strand usw usw. Findet im großen Rucksack immer noch Platz und ist wirklich eine feine Sache!! Kosten dürften so bei 20-30 € liegen. Lohnt sich !!!

Grüße
Steffen

Tim
12.08.2003, 19:55
so, meinen speziellen eigenen rucksacktest habe ich abgeschlossen und hier ist das ergebnis:

über die verwendeten materialien kann ich nichts sagen ich gehe aber mal davon aus, dass die verwendeten stoffe und reisverschlüsse in ordnung sind.


Jack Wolfskin Trail Balance II

+ 2 seitentaschen unter den seitlichen kompressionsbändern daher befestigung von gegenständen trotz seitentaschen leicht möglich.
+ alle im gebrauch zu lösende bänder einfach mit einklinksystem zu öffnen
+ garantie 3 Jahre auf alles, material, verarbeitung und reisverschlüsse
+ gepäckschlaufen unter dem rucksack für zusätzliches voluminöses gepäck. (z.b. zelt ohne gestänge)
+ vorbereitung für trinksystem
+ kartentasche
+ deckel als daypack verwendbar, deckel gut aufgeteilt.
+ dank neuem tragesystem extrem wenig auflagefläche am körper, abstand zum rucksack ca. 5 cm. tragesystem hervorragend, gewicht ruht gut auf der hüfte, tragekomfort ideal, völlig freie bewegung möglich bis auf:

- lastenkontrolle sehr schlecht möglich. bei einer seitlichen bewegung verrutscht die komplette last und das ganze rucksackgewicht zieht zur seite und bringt den träger aus dem gleichgewicht
- bei vollem rucksack und vollen seitentaschen wird es langsam schwierig etwas seitlich am rucksack anzubringen

sehr schöner rucksack, sehr gut durchdacht, gut verarbeitet nur leider dank schlechtem tragesystem nicht zu gebrauchen. NICHT KAUFEN. angeblich wurde das tragesystem überarbeitet. sollte es nun ausreichenden halt gegen verrutschen bieten sollte, ein unbedingter kauftipp und mit 298€ noch angemessen. (listenpreis, durch die änderungen am EBS sind die auslaufmodelle auch für rund 230 € zu haben)

Osprey Crescent 75

+ front und bodentasche als zusätzlichen zugang
+ kartentasche im deckel. auch während des tragens erreichbar
+ außen 2 seitliche fächer, davon eines für trinkgefäße geeignet (netztasche), eines mit reisverschluss für geld / taschenmesser u.ä.
+ vorgefertigte kopfmulde zum zurücklegen des kopfes
+ tragegestell stufenlos einstellbar mittels klett. unterschiedliche grundgrössen von S-XL in rückenlänge, beckengurtlänge und trageriemenlänge erhältlich.
+ deckel als daypack verwendbar, sogar mit abpolsterung gegen den Inhalt
+ deckel in drei taschen unterteilt. davon eine Kartentasche und eine Dokumententasche.

- keine schlaufen / befestigungsmöglichkeit für trekkingstöcke / eispickel
- bodenfach im rucksack nicht durch reisverschluss getrennt sondern nur mittels zweier umständlich einzufädelnder Bänder abgetrennt daher nicht „dicht“
- keine schlaufen zur befestigung von ausrüstung unter dem rucksack vorhanden (z.b. zelt)
- deckel (daypack) bei zwei (von 4)befestigungen nicht per einklinksystem befestigt sondern mittels band recht umständlich einzufädeln.
- kompletter rücken liegt ohne luftzirkulation o.ä. am rucksack an
- kaum die möglichkeit etwas anderes als ski seitlich am rucksack zu befestigen mit etwas glück vielleicht das zeltgestänge

auch hier ein durchdachter rucksack, liegt satt am körper auf, wer das erhöhte schwitzen in Kauf nimmt fährt bestimmt nicht schlecht damit. auf jeden fall im geschäft probetragen und die richtige größe herausfinden. das tragegestell war leider nur in einer grösse verfügbar, die mir eine nummer zu klein war, daher hat er etwas nach hinten gezogen. Sollte das Tragesystem von der Größe her passen sicherlich ein GUTER KAUF, wenn auch mit 315 € nicht unbedingt günstig.
ich hatte nun die gelegenheit zum testen in der richtigen grösse. er trägt sich wirklich gut. das modell crestcent 65 kann ich bedenkenlos empfehlen, beim 75er vorsicht, denn über 20 kg beginnt der hüftgurt sich etwas nach oben zu biegen, was zum einen für druck auf den bauch soragt zum anderen nach längerem tragen bestimmt sehr unangenehm wird.

Big Pack Performic 80

+ 2 zusätzliche taschen im rucksack 2 davon klein mit reisverschluss
+ trinkbeutelvorbereitung, 1 der oben genannten taschen hat eine kleine Verbindung nach außen.
+ tragegestell sehr individuell anpassbar und gut auf den körper zu ziehen
+ vorgefertigte kopfmulde zum zurücklegen des kopfes
+ über etliche bänder und verschnürungen sehr gut komprimierbar
+ 2 halterungen für trekkingstöcke / eispickel

- kein frontzugang
- bodenfach im rucksack ist nicht durch reisverschluss sondern nur durch gummizug getrennt
- kein kartenfach vorhanden.
- keine schlaufen zur befestigung von ausrüstung unter dem rucksack vorhanden
- keine seitlichen ski-schlaufen vorhanden
- deckel nicht als daypack verwendbar

schöner rucksack ohne zuviel schnörkel. bBeim ausstattungsvolumen könnte man sicherlich noch etwas besser werden, vor allem für den stolzen preis von 330,00 Euro. das tragesystem überzeugt, wenn man sich die Mühe macht es wirklich gut auf den körper einzustellen aber das muss man ja nur einmal ich war nach der Stunde die ich den rucksack getestet habe noch immer nicht ganz glücklich mit der einstellung des tragesystems. GUTER KAUF wenn man auch mit weniger rucksack für sein geld zufrieden ist als man haben könnte.

Bach Spezialist 2

+ 2 getränketaschen am rucksack
+ deckeltasche während des tragens erreichbar und ggf. als kartentasche verwendbar.
+ materialbänder auf deckel und an der hinterseite des rucksacks
+ bodenfach im rucksack durch reißverschluss abgetrennt
+ mit einem oreis von nur 210 € lässt er seine konkurrenten verblassen

- sehr spartanische ausrüstungsmerkmale.
- deckel nicht als daypack verwendbar.
- deckel in zwei taschen unterteilt, ansonsten keine taschen vorhanden
- keine schlaufen zur befestigung von ausrüstung unter dem rucksack vorhanden
- kein frontzugang
- kein kartenfach vorhanden.


bach ist eine sympathische Firma, die ihr Produkt sehr ernst nimmt. bach repariert ihnen ihren rucksack IMMER! sas gehört zur unternehmensphilosophie. aber auch das kann leider nicht darüber hinweghelfen, dass der rucksack in punkto ausstattung deutlich überarbeitet werden muss. das tragesystem ist relativ flexibel nur der mittel Klett angebrachte tragegurt stört etwas. er macht den rucksack zwar etwas felxibler als die konkurrenz stützt dafür aber nicht so gut wie z.B. der sehr feste beckengurt wie der von tatonka. der preis ist für diesen rucksack mehr als nur angemessen, denn mitspielen kann er auf jeden fall in der riege der um 100 € teureren konkurrenten. wer nicht sooo viel wert auf ausstattung legt ist gut bedient. mein PREISHAMMER. wer sich über den bigpack gedanken macht sollte den bach auf jeden fall dazu ansehen. 100€ gespart und etwas vergleichbares bekommen.


Tatonka Katagena 80

+ von außen zugängliche fronttasche und seitlicher eingriff in den Innenraum.
+ trinksystemvorbereitung
+ 2 seitliche taschen für getränke oder Kleinteile
+ weitgehend spritzwassersichere reißverschlüsse
+ dokumententasche und schlüsselhalter wobei der schlüssel dort oft auch störend wirkt insb. weil man den schlüssel i.d.r. bis zum ende der wanderung nicht mehr braucht.
+ steht selbständig vor, während und nach dem beladen
+ bodenfach im rucksack durch reißverschluss abgetrennt


- keine schlaufen zur befestigung von ausrüstung unter dem rucksack vorhanden
- deckel nicht als daypack verwendbar.
- kein kartenfach vorhanden.

gibt es auch leute die sich gedanken über rucksäcke machen? ja, die gibt es. allen voran die deutschen hersteller. So hat, wie auch Jack Wolfskin, Tatonka einen rucksack in das high-end-trekkingsegment gebracht (wer mehr als 25kg tragen möchte sollte sich m.e. einen esel anschaffen 8) ), der sich sehen lassen kann und das zu einem wirklich annehmbaren preis von 239 €. das tragesystem ist recht steif alles in allem. das gewicht lässt sich recht gut tragen nachdem man alles so gut wie möglich auf den körper gezogen hat, dafür kommt man sich so eingequetscht vor wie in einem korsett. dennoch meines erachtens das BESTE PREISS-LEISTUNGSVERHÄLTNISS

zur erklärung:

das häufig nicht vorhandene kartenfach heisst:
es ist kein fach vorhanden das getrennt von anderen fächern zur aufnahme von karten dient und während des tragens erreichbar ist. einige der modelle bei denen ich „kein Kartenfach vorhanden“ geschrieben habe ¤*#haben ein erreichbares deckelfach (z.B. Bach), doch wenn dieses noch mit anderen gegenständen befüllt ist könnte das zu einem riskanten unterfangen werden da beim öffnen sich dann alles mögliche über den träger ergiest.

es sind keine schlaufen zur befestigung von ausrüstung unter dem rucksack vorhanden heißt:

dass es keine extrabänder gibt mit denen man etwas unter dem rucksack festschnallen kann. rinige der hersteller haben schlaufen am boden des rucksacks angebracht (z.B. Osprey) doch ohne festzurrmöglichkeit wird alles was an diesen schlaufen befestigt wird hin und herpendeln und den träger m.e. so lange nerven bis er es woanders befestigt.



abschließend muss ich sagen, tut man allgemein Jack Wolfskin unrecht besonders in der fachpresse. das neue EBS-system ist den tragesystemen der anderen hersteller eine generation voraus. das gewicht trägt sich anders als bei sämtlichenkKonkurrenten wirklich „wie von alleine“ und dank der um die mittenstange rotierenden befestigungspunkte macht der rucksack jede drehung des oberkörpers mit.
wollte man ernsthaft vergleichen müsste man den agadir von Jack Wolfskin als vergleichsgröße heranziehen der von der ausstattung und dem Tragesystem her mit den anderen locker mithalten kann, preislich mit 179 € jedoch sehr attraktiv ist. einziger mängel beim Agadir ist sein etwas zu weicher hüftgurt fürlLasten über 20 Kilo.

ich habe mich für den Tatonka entschieden weil er vom Umfang her am ehesten dem entspricht was ich mir vorstelle und ich das tragesystem und das war ausschlaggebend als sehr angenehm empfunden habe. Ich bereue meine entscheidung jetzt schon, denn wenn Wolfskin das EBS-System ohne das gefährliche seitliche Verrutschen hinbekommt ist der Wolfskin ganz klar meine allererste Wahl.

Es ist mir unbegreiflich, dass sich so viele menschen scheinbar so wenig gedanken machen. sicherlich es gibt immer viele pro und contra. Big Pack verwendet so wenig reißverschlüsse wie irgend möglich. schließlich sind das auch die teile die am ehesten kaputt gehen. Bach baut rucksäcke für die ewigkeit und verzichtet daher soweit wie möglich auf zubehör, das ja doch wieder kaputt gehen kann. ich für meinen teil jedoch würde mir sinnvolle features wünschen und bitte so viele wie möglich, alles was mir das Leben erleichtert hätte ich gerne, da kaufe ich mir lieber alle 10 Jahre einen neuen rucksack. so kann ich z.B. nicht verstehen, dass kein einziger der rucksäcke die ich mir angesehen habe einen kleine Tasche für ein Taschenmesser oder ein bisschen Geld am Hüftgurt und somit am leichteste erreichbar hatte.

Tim

Tim
13.08.2003, 22:43
einen kleinen nachtrag muss ich noch machen.

ich hatte mir die rucksäcke zum testen zusenden lassen und bei zweien wurde es etwas knapp mit den zwei wochen also habe ich mich dann doch ins auto gesetzt und sie zurückgefahren.

dort angekommen habe ich mich selbstverständlich auch den anderen rucksäcken die dort vorrätig waren zugewandt. die oben angeführten waren ja die vorauswahl die ich durch internetrecherche getroffen hatte.

den gregory palisade hatte ich dabei dann gelassen, denn den hätte ich einzeln von einem dritten händler kommen lassen müssen...

gregory hatte dieser händler auch, aber nur die grossen für 600€ aufwärts und das war eine kategorie in die ich nicht vorstossen wollte.

natürlich kommt man mit dem verkäufer etwas in schwatzen und erklärt ihm dann auch warum man gerade die die man zurückbringt nicht haben möchte...

dabei hat sich dann erstmal herausgestellt, dass es den osprey auch auch bei uns in der passenden grösse gibt. und dass der verkäufer mir ja wärmstens nur einen rucksack wirklich ans herz legen kann, den

Arcteryx Bora 75

+ seite und bodentasche als zusätzlichen zugang
+ außen 2 seitliche fächer, für trinkgefäße geeignet
+ trinksystemvorbereitung
+ deckel als daypack verwendbar, sogar mit abpolsterung gegen den Inhalt
+ schlaufen / befestigungsmöglichkeit für trekkingstöcke / eispickel
+ schlaufen zur befestigung von ausrüstung unter dem rucksack vorhanden (z.b. zelt)
+ schnell und leicht zugängliche fronttasche in ausreichender größe für die unterbringung von z.b. regenhülle und regenjacke

- bodenfach im rucksack nicht durch reißverschluss getrennt sondern nur mittels eines zuges
- nur eine tasche im deckel, keine unterteilung in z.B. kartentasche
- verdammt teuer


ich habe mich dann für diesen rucksack entschieden und nicht für den tatonka. im wesentlichen aus zwei gründen, zum einen weil der tatonka ziemlich nach frischer chemie gerochen hat und meine bessere hälfte so etwas wie "wenn deine kleider da drin waren läufst du besser ein stück hinter mir" u.ä. von sich gegeben hat wobei ich mir sicher bin, dass sich das noch gegeben hätte. zum anderen und das war der ausschlaggebende punkt, weil der arcteryx das mit abstand beste tragesystem von allen hatte. das rucksackgestell endet exakt in der mitte des hüftgurtes, was dazu führt, dass das gewicht immer satt auf dem becken ruht, gleichzeitig der oberkörper jedoch relativ frei sein kann und auch seitliche bewegungen gut ausgeführt werden können. ich hab ihn eine halbe stunde treppauf und treppaub, unter dem dachboden, unter niedrigen hindernissen hindurch und balancierend getragen und bin begeistert. lediglich der preis von 410 € den ich dafür gezahlt habe liegt mir sehr schwer im magen. ich hoffe ich werde das nicht bereuen.

bin ich nun ein opfer des verkäufer geworden oder nicht und der kauf war eine kluge entscheidung? keine ahnung, wenn ich anfang september von meiner nächsten kleinen tour zurückkomme (nur eine woche, leichte wanderwege zum eingewöhnen nach einer längeren zwangspause) werde ich es wissen.

tim