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Vollständige Version anzeigen : Ist Tengboche bis Kala Patar (EBC) Ende Dezember machbar?


math65
10.12.2010, 15:26
Hallo,
ich fliege am 22.12. los und wollte eigentlich von Lukla zum Everest Base Camp lostrekken.
(Als Solotour - hatte im Dezember vor 9 Jahren bei der Annapurna prima gepasst!)

Mittlerweile sind mir da aber einige Fragen gekommen:

- In der Zeit um den 24.12. finde ich keine Flüge nach Lukla -
machen die Companies Winterpause oder ist das Wetter so völlig unberechenbar???

- Brauche ich ein Trekking Permit fürs Everestgebiet/Khumbu?
Und muss ich das in Kathmandu besorgen (evtl. übers Wochenende/Weihnachtstage geschlossen),
oder bekomme ich das auch (für doppelte Gebühr?) im Lukla bzw. am Parkeingang?

Bei visitnepal com/trekking/area_permits steht FREE,
aber beim Ministerium www taan org np/trekking-permit steht: pro Woche 10$,
und - was noch viel schlimmer ist:

a trekking permit will not be issued to individual trekkers!!!

Panik - lassen die einem gar nicht mehr alleine rein???
Muss ich eine Trekking Agentur/einen Guide anheuern für die ganze Zeit???

- Die National Park Fee (Rs. 1,000, less than US$ 15) kann ich erst am Parkeingang zahlen, oder?

- Das Wetter... ist wohl schon sehr heftig diesen Winter, auch in Nepal.
Island Peak kann ich wohl von vornherein streichen, Kala Pattar ist womöglich auch schon fraglich...
In Namche will ich mir eine Daunenjacke kaufen, aber reichen normale Bergstiefel oder brauche ich "Moon boots"?
Würden ggf. Schneeschuhe Sinn machen?

- DIE FUNDAMENTALFRAGE: Soll ich mir das Everestgebiet diesen Winter ganz abschminken und lieber eine andere Gegend suchen? Annapurna war ich schon... vielleicht Langtang/Gosainkind/Helambu?

Freue mich über alle weiteren Tipps und Hilfen!

Schöne Grüße
Tobias

Gregor aus Essen
10.12.2010, 15:49
Hallo Tobias,

- Brauche ich ein Trekking Permit fürs Everestgebiet/Khumbu?

Ja.

Und muss ich das in Kathmandu besorgen (evtl. übers Wochenende/Weihnachtstage geschlossen),oder bekomme ich das auch (für doppelte Gebühr?) im Lukla bzw. am Parkeingang?

Ja und Ja. Wobei ich nicht genau weiss, ob die Kosten in Monjo oder am Parkeingang wirklich doppelt so hoch sind.

Bei visitnepal com/trekking/area_permits steht FREE,
aber beim Ministerium www taan org np/trekking-permit steht: pro Woche 10$,
und - was noch viel schlimmer ist:

a trekking permit will not be issued to individual trekkers!!!

Für Individual Trekker kostet das TIMS 20 Euro.
Der Eintritt in den NP kostet 10 US Dollar für die ersten 4 Wochen.

Muss ich eine Trekking Agentur/einen Guide anheuern für die ganze Zeit???

Wenn du einen Guide / Porter anheuerst, dann muss der über eine Agenbtur gebucht sein. Ansonsten verstößt man gegen nepalesisches Recht. Weiterhin ist es aber möglich komplett alleine zu gehen.

In Namche will ich mir eine Daunenjacke kaufen, aber reichen normale Bergstiefel oder brauche ich "Moon boots"?

Bergschuhe reichen wohl. No Boots.

Würden ggf. Schneeschuhe Sinn machen?
Nein.

DIE FUNDAMENTALFRAGE: Soll ich mir das Everestgebiet diesen Winter ganz abschminken und lieber eine andere Gegend suchen? Annapurna war ich schon... vielleicht Langtang/Gosainkind/Helambu?

Von vorn herein würde ich das Khumbu nicht ausschließen.
Vor Ort kannst du die aktuelle Situation dort erfragen.
Flexibel sein können ist aber sicherlich angebracht.

Grüße aus Essen,
Gregor

Navyo
11.12.2010, 09:20
Hallo Math65,
ich weiss nicht wo Du gesucht hast, aber es gibt selbstverständlich auch am 24 Dezember Flüge nach Lukla. Ich hab grad nachgefragt und es gibt Flüge nach Lukla mit freien Plätzen.

Bei Ankunft 22 Dezember hast Du ganze 2 Tage für die Erledigung des TIMS (es braucht hierfür vieleicht 10 Minuten) und kostet Dich 20 US Dollar.

Den TIMS erhälst Du direkt beim NTB bzw. bei den

Trekking Agents Assosiation of Nepal (TAAN) www.taan.org.np (http://www.taan.org.np),
jedoch ist es einfacher (und leichter zu finden) dies beim
Nepal Tourism Board (NTB) (www.welcomenepal.com (http://www.welcomenepal.com)) zu erledigen.

Die Nationalparkgebühr für den Everest National Park zahlt man bei Parkeintritt am 2. Tag bei Monjo und kostet 1000 Rupien (ca. 11 Euro).

visitnepal ist eine private Infoseite mit Teils ziemlich veralteten angaben wie ich sehe, schau unter den offiziellen webseiten, da stehts (meist) aktuell.
So auf den webseiten der der
Nepal Immigration www.immi.gov.np (http://www.immi.gov.np) (zuständig auch für Trekkingpermits) oder eben den NTB halten oder eine Agentur (möglichst in Nepal) zum aktuellen Stand anfragen.

Selbstverständlich kannst Du also den Everest Trek autonom (allein) machen, es gibt keine Restriktionen hierzu.
In Namche kannst Du fast alle Austrüstung noch kaufen, jedoch rate ich grundsätzlich davon ab, sich dort Bergstiefel/Bergschuhe zu besorgen, denn abgesehen von der Qualität, sollten diese schon gut eingelaufen sein.
Auch würde ich nicht unbedingt Schuhe in Nepal, sondern in Deutschland kaufen. In Nepal sit die Qualität der Schuhe nichts besonderes und Originalware kostet nicht weniger wenn Du sie denn auch findest (fakes findest man ja leicht). Für Jacken, Pile gilt dies nicht.

Die Winterzeit ist für mich eigentlich die Zeit wo ich am liebsten im Khumbu bin aus folgenden Gründen:
1) Die einheimischen (die wenigen) haben Zeit und das Wetter ist superfantastisch.
2) Wenig bis kaum Touristen unterwegs.

Was spricht eventuell dagegen im Winter im Khumbu zu trekken:

1) Die Kälte die vor allem Nachts sehr tief sein kann, also es braucht schon einen sehr´guten Schlafsack!
2) Schlechtwetter bei den es auch untertags recht unangehnem sein kann, aber auch tolle Lichtstimmungen gibt.
3) Duschen kann man meist vergessen, ausser in sehr teuren Deluxelodges.
Also wenn die relativ tiefenTemperaturen (tagsüber wärmt die Sonne) kein Problem sind, dann ist der Everest ein fantastischer Trek gerade wenn man gerne fotografiert und sich gerne mit den Menschen auch mal unterhält.

Navyo
Kathmandu

Andrees
11.12.2010, 09:25
Das mit den Permits ist etwas kompliziert. Es gibt restricted areas wo man eine besonder Erlaubnis eben ein trekking permit braucht.
Dan gibt es Nationlparks, für duie man eine gEbühr bezahlen muss.
Dann gibt es in bestimmten Gegenden wie die Annapurna einen art Enwicklungsgebiet wofür man auch eine Permit benötigt.
udn zu guter letzt gibt es noch die verpflichtnede Trekkerregistrierung TIMS f+ür die auch eine Gebühr erhoben wird
Everestgebiet
Das Trekking permit für das Everestgebiet wurde vor Jahren abgeschaft und meines Wissens nicht wieder eingeführt.
Auf der Taan seite bezieht es sich auf die Strecke nördlich von Thame zum Nangpa la, wohin du ja gar nicht gehen willst.

Man muss allerding für den Nationalpark eine Gebühr bezahlen, das kann man in Monjo , es liegt zwischen Lukhls und Namche Bazaar oder schon in Kathmandu machen. Der Preis ist der gleiche.

Jeder Trekker der in ein permit freies Gebiet geht muss sich allerdings TIMS registrieren lassen. das geht nur in Kathmandu

siehe auch http://www.nepal-dia.de/nepal_reisetips_informationen/Visa_und_Gebuhren_fur_Nepal/visa_und_gebuhren_fur_nepal.html

math65
11.12.2010, 12:12
Merci Gregor, Navyo und Andrees -
dank euch sitze ich hier und erfreue mich einer hoffnungsvolleren Stimmung!


Hallo Math65,
ich weiss nicht wo Du gesucht hast, aber es gibt selbstverständlich auch am 24 Dezember Flüge nach Lukla. Ich hab grad nachgefragt und es gibt Flüge nach Lukla mit freien Plätzen.


Prima! Wo kann ich da nachfragen? Direkt bei den Airlines?
Und sollte ich gleich den Rückflug mitbuchen, auch wenn das Wetter ggf. nicht passt?

Meine Ankunft ist am 23. nachmittags, daher bleibt nur der Abend (bis 18 Uhr?) zum TIMS besorgen - und es wär ziemlich blöd, deshalb gleich einen Tag (oder mehr) zu verlieren.


Bei Ankunft 22 Dezember hast Du ganze 2 Tage für die Erledigung des TIMS (es braucht hierfür vieleicht 10 Minuten) und kostet Dich 20 US Dollar.

Den TIMS erhälst Du direkt beim NTB bzw. bei den

Trekking Agents Assosiation of Nepal (TAAN) ,
jedoch ist es einfacher (und leichter zu finden) dies beim
Nepal Tourism Board (NTB) zu erledigen.

Die Nationalparkgebühr für den Everest National Park zahlt man bei Parkeintritt am 2. Tag bei Monjo und kostet 1000 Rupien (ca. 11 Euro).

visitnepal ist eine private Infoseite mit Teils ziemlich veralteten angaben wie ich sehe, schau unter den offiziellen webseiten, da stehts (meist) aktuell.
So auf den webseiten der der
Nepal Immigration (zuständig auch für Trekkingpermits) oder eben den NTB halten oder eine Agentur (möglichst in Nepal) zum aktuellen Stand anfragen.


Eine Agentur in Nepal könnte mir das TIMS besorgen, und die Flüge für je 80$ (was mir günstig erscheint) - ich überlege, dieses Angebot anzunehmen um mir vor Ort Zeitstress zu ersparen.


Selbstverständlich kannst Du also den Everest Trek autonom (allein) machen, es gibt keine Restriktionen hierzu.
In Namche kannst Du fast alle Austrüstung noch kaufen, jedoch rate ich grundsätzlich davon ab, sich dort Bergstiefel/Bergschuhe zu besorgen, denn abgesehen von der Qualität, sollten diese schon gut eingelaufen sein.


Gut eingelaufene Bergschuhe hab ich, die sind aber nicht dick gepolstert. Allerdings laufe ich in diesen Schuhen, und beim Laufen kann ich mit langen Unterhosen und dicken Strümpfen vermutlich genug Wärme erzeugen, um mir keine Zehen abzufrieren. Oder wie dramatisch seht ihr die Kältegefahr?


Auch würde ich nicht unbedingt Schuhe in Nepal, sondern in Deutschland kaufen. In Nepal sit die Qualität der Schuhe nichts besonderes und Originalware kostet nicht weniger wenn Du sie denn auch findest (fakes findest man ja leicht). Für Jacken, Pile gilt dies nicht.


O.K. - das passt ja dann. Daunenjacke (oder brauch ich einen ganzen Daunenanzug??) in Namche kaufen. Oder besser in Kathmandu oder Lukla?


Die Winterzeit ist für mich eigentlich die Zeit wo ich am liebsten im Khumbu bin aus folgenden Gründen:
1) Die einheimischen (die wenigen) haben Zeit und das Wetter ist superfantastisch.
2) Wenig bis kaum Touristen unterwegs.


Ja, ja, ja - deshalb reizt mich ja auch diese Zeit so sehr!
Ich bin sehr gerne "antizyklisch" unterwegs - will mir eben nur keine Himmelfahrtstour einbrocken...


Was spricht eventuell dagegen im Winter im Khumbu zu trekken:

1) Die Kälte die vor allem Nachts sehr tief sein kann, also es braucht schon einen sehr´guten Schlafsack!


Haben die Lodges keine Decken?
Mit meinem Schlafsack war ich vor 5 Jahren in Ladakh auf 5000m in einem Zelt und hab ein wenig gefroren, allerdings war das im Sommer.


2) Schlechtwetter bei den es auch untertags recht unangehnem sein kann, aber auch tolle Lichtstimmungen gibt.
3) Duschen kann man meist vergessen, ausser in sehr teuren Deluxelodges.
Also wenn die relativ tiefenTemperaturen (tagsüber wärmt die Sonne) kein Problem sind, dann ist der Everest ein fantastischer Trek gerade wenn man gerne fotografiert und sich gerne mit den Menschen auch mal unterhält.


Duschen sind nicht so wichtig, bin ja alleine unterwegs... ;-)
Und Fotographieren ist neben Wandern/Bergsteigen meine zweite Leidenschaft!
Ich überlege noch, statt meiner alten Olympus SP550UZ - 28-486mm - eine neue Kamera zu kaufen.
Kann ich im Khumbu wirklich Akkus aufladen?

Und - last question - haltet ihr die Besteigung des Island Peak Ende Dezember für möglich?
Dann würde ich mich doch um ein Permit kümmern. Könnten allerdings schnell mal 100$ in den Sand (Schnee) gesetzt sein...

Und - very last question : Wie muss ich mir das Gelände da oben vorstellen?
Nur saukalt, aber mit freien Wegen?
Oder - nach Schneefall, womit ich rechnen muss - völlig weglos und unpassierbar?
Kann ich wirklich eingeschneit werden ohne einen Weg zurück?
(Doch Schneeschuhe mitnehmen?? Steigeisen? GPS??)
Oder sind die Wege auch trotz Schnee von Einheimischen und Karawanen begangen?

Schöne Grüße von der Mosel nach Essen, Weinheim und Kathmandu!
Tobias

@Navyo: Reist du durchs Land - oder wohnst du in Nepal???

Navyo
11.12.2010, 15:01
Hallo math65,
Flüge bei Airlines und Agenturen vor Ort anfragen.
Bei Ankunft 23 nachmittag hast eventuell bis 16 Uhr Zeit. ansonsen am Freitag den 24.das TIMS bsorgen.
Individuellen TIMS kann man offiziell nur direkt bei den NTB oder Taan offices machen.
Die Kälte ist schon "grantig" auch. Dein Schlafsack reicht sicher nicht, man kann auch ausleihen/kaufen in KTM oder Namche, Decken bekommst überall. Gute Daunenjacke auch erforderlich.
Zu den Fotofragen schau mal is Fotoforum hier: http://www.trekkingforum.com/forum/forumdisplay.php?f=55 (http://www.trekkingforum.com/forum/forumdisplay.php?f=55)

Dort werden verschiedene für Dich sicher interessante Themen besprochen und Du kannst auch Fragen stellen.

Den Island Peak sehe ich eher ziemlich unrealistisch, ausser Du bist gut erfahren auch in Hochtouren im Winter in den Alpen. Auch die Kälte nicht unterschätzen, die doch lähmend sein kann.
Das Gelände ist gemischt, teils verschneit aber begehbar, teils trocken. Die Pässe wohl selten begehbar, generell technisch nicht schwierig.

Bei Schneelfall kann schon mal ein Tag draufgehen, da aber kaum mehr Schnee zu erwarten ist, dürfte das Wetter eher mitspielen. Aber in den Bergen ist das Wetter kaum vorherzusehen. Gröteln sich sicher gut für schattige verschneite stellen.

Ich wohn in Nepal,

Navyo

bergtrekfoto64
12.12.2010, 07:58
Hallo Tobias,
die Vorredner haben schon alles wesentliche geschrieben. Meine Erfahrungen mit einem Khumbu-Trek incl. Kala Patar Anfang Januar liegen nun schon 9 Jahre zurück. Die Lodges mögen jetzt etwas wärmer sein, trotzdem wirst du unbedingt einen warmen Schlafsack brauchen. Eine Daunenjacke habe ich nicht vermisst, die gute Überhose war angenehm. Morgens war es oberhalb Dingboche sehr kalt, es ist wichtig, nachts die Schuhe warm und trocken zu bekommen. Socken am besten in den Schlafsack.
Kala Patar und Chukung Ri waren fast schneefrei und problemlos zu erreichen. Island Peak sehe ich sehr kritisch, ein paar Norweger waren dort mit Sherpas unterwegs, sind aber wegen Kälte und Schnee nicht weit gekommen. Ohne Expeditionsschuhe und Daunenausrüstung würde mich im Winter nicht in diesen Bereich trauen.
Es war ein toller Trek mit wunderschönen Stimmungen und sehr wenig Touristen, sehr zu empfehlen. Einige Fotos findest du auf www.foto-tilmann-graner.de
Gute Tour wünscht Tilmann

Jens
13.12.2010, 13:11
Man kann TIMS und die Nationalparksgebühr auch im NTB bekommen.
Wetterprognosen können vorallem im Winter schwierig sein.
Genügend Reservetrage sollten bei evtl. Wartezeiten in Lukla mit einkalkuliert werden.
Gruß und viel Spaß in Nepal
Jens

Torero
13.12.2010, 16:07
Hallo,

Wetterprognosen, Permit- und Kleidungsfragen sind sicher auch interessant (die nötige Kleidung, Ausrüstung etc. kann man auch in Namche mieten). Ich will kein Miesepeter sein, aber die entscheidende Frage ist doch, ob oberhalb von Namche überhaupt noch um diese Zeit (Ende Dez.-Januar) Lodgen offen haben. Normalerweise sind die Lodgen doch von Mitte Dez. - Ende Februar geschlossen und es findet kein Trekking statt (so mein erfahrener nepal. Guide). Oder willst Du auch ein Zelt und ausreichend Nahrung mitnehmen? Dann hast Du noch mehr Gepäck. Ich war Anfang Nov. bis zum EBC und hätte oberhalb von 4000m nicht zelten wollen, so kalt war es schon in der Lodge.

Alleine in dieser Höhe zu dieser Jahreszeit zu trekken, ist natürlich schon etwas gewagt. Was ist, wenn Du krank wirst (Höhenkrankheit, Erschöpfung wg. Höhe und Rucksack-Tragen, Erkältung) und - z. Bsp. nach einem Wintereinbruch mit meterhohem Neuschnee - kaum Trekker unterwegs sind?

Ich würde dazu raten, den EBC-Trek in den Osterferien (2. Aprilhälfte 2011) zu machen, dann müsstest Du leichter zum EBC trekken und auf die Aussichtsberge Kalar Pattar, Gokyo Ri und Chuking Ri steigen können. Auch dürfte dann auch die Überschreitung des ChoLa machbarer sein und Du musst nicht den gleichen Weg zurück gehen. Dann kann es aber natürlich auch wieder ein Massenaufkommen an Touristen geben. Als Alternative zum EBC-Trek bietet sich der Jiri-Namche-Trek an, da gibt es genügend Lodgen, die offen haben.

Viel Spaß in Nepal und Gruß
Michael

bergtrekfoto64
14.12.2010, 08:03
...aber die entscheidende Frage ist doch, ob oberhalb von Namche überhaupt noch um diese Zeit (Ende Dez.-Januar) Lodgen offen haben. Normalerweise sind die Lodgen doch von Mitte Dez. - Ende Februar geschlossen und es findet kein Trekking statt...Michael
Wie bereits mehrfach gepostet hatten selbst im Krisen-Jahr 2002 (Zusammenbruch des Tourismus wg 11/9 und Bürgerkrieg) auch oberhalb von Namche genügend Lodges auch Anfang Januar geöffnet. Die meisten Trekkingrouten verlaufen in besiedelten Gebiet, bis hinauf nach Gorak Shep war reger Verkehr von Yak-Karawanen. Man ist keineswegs einsam, es gibt lediglich kaum Trekker. Extreme Schneefälle wären außergewöhnlich, aber nicht unmöglich. Ob die Trekkinggipfel besteigbar sind, was in der Regel der Fall ist, kann man vor Ort leicht selbst entscheiden.
Ein Trekking im Khumbu im Winter ist sehr zu empfehlen, man muß sich lediglich auf die Kälte einrichten. Extrem im arktischen Sinne ist die auch nicht, nachts halt harter Frost, tagsüber zumindest bei Sonne auch Erwärmung, je nach Höhe. (Die Temperaturen sind vielleicht vergleichbar mit Andenhochlagen (z.B. Vilcanota) im dortigen Winter.)
Gute Tour wünscht Tilmann

Torero
15.12.2010, 09:07
OK, ich hab nochmal beim Manager meiner Agentur in KTM bzgl. Trekking-Situation oberhalb von Namche Ende Dez-Jan. nachgefragt. Hier seine eMail:

"Usually the August is most rainy time in Nepal. we can do the trek with some rain gears in the Annapurna region but it might be too risky for the Everest region. So it might not be good time for trek.

Yes we can organize a trek in Late December/ January. There are few staffs to run the tea house in the Everest region in this winter time. Information to be closed all the tea house is wrong. They are open in whole year.

To cross the passes is not possible in the winter but we can do the trek with good and warm equipments. We have to prepare very good clothing and boots for this time because there is too much cold probably - 20 /25 degree Celsius in the night time. "

math65
17.01.2011, 21:47
Hallo liebe Leute - ich bin wieder zurück, mit knapp 3000 Fotos im Gepäck, und es war toll!

Vielen Dank für all eure Meinungen, Ratschläge und Tipps - letztendlich war alles kein Problem!!!

Meine Tagesetappen im Überblick:

Lukla - Monjo - Namche Bazaar - Thame (Akklimatisationstag, kein "Ruhetag" ;-) - Tengboche - Dingboche - Lobuche - Gorak Shep (nachmittags Kala Pattar) - EBC (morgens) Dzonglha - über Cho La (nach 20cm Neuschnee, mühsamster Tag) nach Dragnag - Gokyo - Gokyo Ri bis Machermo - Khumjung und Khunde - Namche Bazaar - Lukla

Anbei ein paar Details im FAQ-Stil:

Bist du denn heil aus Nepal zurück gekommen ?
- yes! Keine Schramme, nur die letzten 5 Tage Zahnweh (Zahnfleischentzündung, evtl. aufgrund nicht ganz sauberen Wassers/Essens, per Paracetamol gut aushaltbar)

Mich würde interessieren wie die Temperaturen am Tag und in der Nacht waren.Hast du arg gefroren?
- tags in der Sonne: warm, keine lange Unterwäsche nötig!
- tags im Schatten: eisig, feuchte Wegstellen vereist, aber unproblematisch
- nachts im Zimmer: kalt bis -5°,
aber mit Schlafsack, Schlafmütze und Zusatz-Decken kein Problem
- Gefroren: nein, nicht wirklich.
Manchmal gefröstelt morgens vor dem Frühstück, wenn der Bollerofen noch nicht brannte...

Gab es viel Schnee ?
- Nein. Bis zum 31.12. gar keinen - dann in der Silvesternacht ca. 20cm Neuschnee.
Der 1.1. mit dem Cho La-Pass (5400m) bei vollem Gepäck und rutschigen rolligen Gerölletappen
war der härteste Tag.

Hattest du Probleme offene Lodges zu finden ?
- no no never

Fliegen regelmäßig Maschinen von Kathmandu nach Lukhla ?
- yes, allerdings... gab es aufgrund schlechten Wetters in Lukla zwei Tage lang keinen Rückflug!

Waren außer die denn noch ein paar Trekker unterwegs ?
- o ja: zwei englische Familien, eine Hauser-Gruppe, eine Gruppe aus Holland, eine Schulklasse(!) aus Australien und diverse weitere Grüppchen und Singles, fast alle mit Guides (ich auch, spontan in Lukla entschieden und keine Sekunde bereut - thank you so much, Sidar !).

Highlights?
- die Puja (um 16 Uhr) in Tengboche:
Mönche, Mantren, Gesänge, Musik, Bilder aus einer anderen faszinierenden Welt!
- der Sonnenuntergang (!) vom Kala Pattar bis zum letzten Sonnenstrahl!
(Runter "joggt" man mit Stirnlampe schnell und unkompliziert)
- die Eiswelt unterhalb des Everest Base Camps
- die Silvesterfete mit Alex und Slava (den beiden Russen inkl. 20 Dosen heißen Biers - "russian tradition") und Mr. Um Hong-Gil (koreanischer alle-8000er und seven-summits-Besteiger inkl. 2 Flaschen edelsten Whiskys)

...........und würdest du wieder zu dieser Jahreszeit ins Khumbu gehen ?
- Sofort:
Ruhe, Weite, blauer Himmel mit gelegentlichen dekorativen Wolken...!
Nur mehr Grün würde ich gerne mal sehen - das gibts im Winter wenig...
Jetzt muss ich knapp 3000 Fotos sortieren & arrangieren...

Mit schwärmerischen Grüßen
Tobias