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Vollständige Version anzeigen : länger (und trotzdem körpernah) geschnittene Softshell?


kingofthedogs
02.08.2010, 13:21
Bin 1,94 groß, sehr schlank aber dennoch mit etwas breiteren Schultern. Viele körpernah geschnittene Modelle passen in L sehr gut, sind aber an Hüfte und Ärmeln zu kurz. XL labbert oft am Bauch, und ist machmal auch noch zu kurz.

Suche entsprechend was, das trotz schmalem, "athletischerem" Schnitt etwas länger an der Hüfte ist.
Die Zeit vorm Kanada-Trip reicht gerade noch so, um ein paar Testbestellungen zu machen...

Was die Funktionalität betrifft, so steht Breathability am höchsten auf der Prioritätenliste, dann Windschutz, und bei Regen reicht mit Schutz vor Nieselregen oder kurzer Schauer (für drunter hab ich Merino-Fleece Veste und für drüber zur Not Montane LiteSpeed H20 dabei).
Schön wäre auch gute Abriebsfestigkeit, da öfter ein leichterer Rucksack (3-7kg) dabei ist.

Preislich sollte es, da ich keine Hardcore-Jacke suche, 250.-€ nicht übersteigen.

Besten Dank schonmal für Tipps !

strauch
02.08.2010, 13:43
Was hast du denn bisher für welche getestet. Bei Amimarken (TNF, Marmot) hab ich oft das Problem das mit die Sachen an der Hosenoberkante Enden und rechts und links 10cm Platz sind.
Mit nordischen Marken wie Bergans, Haglöfs, Berghaus etc. habe ich recht gute Erfahrung gemacht und die Dinge sind wesentlich schlanker und länger geschnitten.

Harp Booth
02.08.2010, 13:53
Hallo,

mit ebenfalls großer Länge habe ich mit Mammut Produkten sehr gute Erfahrung gemacht.
lange Arme
körpernaher Schnitt
und beim Sitzen am Abend immer noch warme Nieren.

Fleece und Jacken sind hinten sehr lang geschnitten.

Beim Preis muss man jedoch immer schlucken oder nach Sonderangeboten (Vorjahresmodelle oder ungewöhnliche Farben) suchen.

Mir passt die Ultimate sehr gut.

Preisrecherchen schnell und übergreifend...
http://meta-preisvergleich.de

Gruss Harald

kingofthedogs
02.08.2010, 14:18
Hi und danke für den Tipp. Da muss ich nochmal checken. Ich hatte im Globi mal Mammut an und mir kamen die kurz vor.

Was mir übrigens NICHT reicht, ist nur eine verlängerte Rückenpartie, sie sollte auch vorne vom Schnitt her länger sein. Ich trage wegen der langen Beine eher "hüftige" Hosen, im Alltag die Levis 501 und unterwegs die Fjällräven Karl. Vorne kürzer geschnittene Jacken machen optisch noch längere Beine und kürzeren Oberkörper, sieht einfach furchtbar aus... XXL ist zu labberig.

kingofthedogs
02.08.2010, 14:31
Was hast du denn bisher für welche getestet. Bei Amimarken (TNF, Marmot) hab ich oft das Problem das mit die Sachen an der Hosenoberkante Enden und rechts und links 10cm Platz sind.
Mit nordischen Marken wie Bergans, Haglöfs, Berghaus etc. habe ich recht gute Erfahrung gemacht und die Dinge sind wesentlich schlanker und länger geschnitten.

Das ist ein guter Hinweis. Ich hatte in der Tat keine der genannten nordischen Marken für Softshells probiert. Von Bergans oder Berghaus (?) hatte ich mal den Vortex Windbreaker an, der war in der Tat lang genug, aber ein wenig labberig geschnitten. Habe mich aber dann wegen des Gewichts und Schnitts für die Montane LiteSpeed als Notfallregenjacke / Windbreaker entschieden.

Angehabt hab ich verschiedene Vaude, TNF, Arc'terix und Montane, die zu kurz waren. Jack Wolfskin auch, die waren mir zu labberig geschnitten, außer einer Winterjacke (Black Maginc). Z.Z. hab ich die Montane Dyno (und die LiteSpeed H20 für Regen), die ich nur wegen des sehr angenehm zu tragenden Pertex Equilibrium behalten habe - da macht man auch keine Membran kaputt, wenn man mal einen Rucksack trägt. Aber da schaut schon ein etwas länger geschnittenes T-Shirt oder meine Fleece-Veste vorne unten raus :(

Hast Du konkrete Tipps bei den nordischen Marken, was die Kombi aus körpernahem und dennoch auch vorne längerem Schnitt betrifft?

strauch
02.08.2010, 14:32
Vorne kürzer geschnittene Jacken machen optisch noch längere Beine und kürzeren Oberkörper, sieht einfach furchtbar aus... XXL ist zu labberig.

Auf Tour wäre mir das egal da muss es funktional sein und passen, ob dann mein Körper aus 4/5 Beine und 1/5 Oberkörper besteht wäre mir dann egal, der Körper ist nun mal so wie er ist. Mammut kam mir auch nicht lang vor, aber gerade mit Haglöfs und Bergans hab ich da gute Erfahrung gemacht.

kingofthedogs
02.08.2010, 14:40
Auf Tour wäre mir das egal da muss es funktional sein und passen, ob dann mein Körper aus 4/5 Beine und 1/5 Oberkörper besteht wäre mir dann egal, der Körper ist nun mal so wie er ist. Mammut kam mir auch nicht lang vor, aber gerade mit Haglöfs und Bergans hab ich da gute Erfahrung gemacht.

Naja, das gilt nur, wenn ich nicht mit meiner modebewussten Freundin unterwegs bin... Sie ist auch bestenfalls für 4-6 stündige Touren mit absehbarer Regenfreiheit zu haben.

Meine genannten Kriterien dürften vielleicht schon deutlich gemacht haben, dass es mir aktuell nicht auf höchste Funktionalität ankommt (die jährliche Männertour fällt dieses Jahr wegen mehrerer "Invalider" aus, da ist zum Suchen also noch gut ein Jahr Zeit), sondern ein anständiges Grundmaß an Funktionalität, das optisch auch publikumstauglich ist.

Zorro
02.08.2010, 14:44
Naja aber wenn man schon soviel Geld ausgibt sollte nicht nur die Funktion stimmen sondern man sollte sich rund um wohlfühlen auch wenn es verpöhnt ist, zuzugeben dass man auch noch gut aussehen will ;-)
Schau dich bei den Kletterfirmen um hier ist ein sportlicher körpernaher Schnitt bei breiten Schulter häufig angesagt. Mammut wurde ja schon genannt aber es gibt ja noch genügend andere wie Millet, Vaude, Chilaz usw.
Millet schneidet auch sehr eng nur haben die Franzosen meistens noch kurze Arme ;-):coffee:
BWG
Zorro

strauch
02.08.2010, 15:56
Also ich habe z.B. von Bergans die Stamsung Softshell und von Haglöfs die Barrier wattierte Jacke, weil beide recht lang sind. Und von Berghaus die Paclite Trek als Regenjacke.

kingofthedogs
02.08.2010, 22:28
Also ich habe z.B. von Bergans die Stamsung Softshell und von Haglöfs die Barrier wattierte Jacke, weil beide recht lang sind. Und von Berghaus die Paclite Trek als Regenjacke.

Danke für den Tipp. Bergans setz ich mal mit auf die Liste. Wobei die Stamsung II auf den Abbildungen ja eher "falsch herum" geschnitten aussieht - so, als wäre Brust-/Schulterbereich schmal geschnitten und als würde sie nach unten hin immer weiter.... aber die Länge sieht gut aus. Wattierte oder Regenjacke brauch ich erstmal nicht mehr.

Habe übrigens in einem Review gelesen, dass die Norröna Svalbard lang geschnitten ist und sie gleich auf die Liste gesetzt. Leider ist die völlig wetterfeste Kapuzenversion 100€ außerhalb meiner anvisierten Preisklasse. Aber die ohne Kapuze wird es auch tun, wenn noch ein Regenschutz dabei ist.

kingofthedogs
07.08.2010, 13:50
Für alle "Längeren" unter Euch die's interessiert: Die Norröna Svalbard Flex1 ist in der Tat wohltuend lang genug geschnitten. Aber für 1,94 und 86kg ist sie in XL einfach noch zu weit. L dürfte wieder ein Hauch zu kurz sein. Die Norröna Svalbard Dri3 in XL ist einfach RIESIG - Da könnte ich zwei dicke Daunenjacken drunter anziehen. Die Länge ist angenehm lang, so dass L oder gar M noch lang genug sein dürften für die Lulatsche unter uns, auch was die Arme betrifft. Als äußerst atumungsaktive (3-lagig, Event, mit schön unauffälligenen Rucksack-Verstärkungen an den Schultern) und dennoch komplett wasserdichte Jacke wäre sie mein Fall, übersteigt aber mit 315.-(günstigestes Angebot) meinen anvisierten Rahmen. Hab sie trotzdem nochmal in L bestellt, falls sie super sitzt, wird sie es...

Die anderen Tipps sind noch unterwegs.

kingofthedogs
10.08.2010, 13:00
Falls es noch große Menschen geben sollte, die den Thread verfolgen: Ich habe mir die Norröna Svalbard Dri3 zugelegt. Wind- und wasserdicht, sehr gute Atmungsaktivität (ich zitiere da einfach mal die Herstellerbehauptungen) und gut versiegelte, sehr schön lange Pitzips zum Belüften. Und Verstärkungen zum Tragen von Rucksäcken. Bei 1,94m Größe und recht schlankem, aber sportlichem Körperbau mit 86kg passt die Größe L ideal. Damit habe ich zwar mein anvisiertes Budget um 50% überschritten, aber das ist endlich mal eine Länge, die wirklich passt. Ist gut 7-8cm länger am Rumpf als alles andere (kann man auch mal ein längeres Fleece oder auf dem Weg ins Büro ein nicht in die Hose gestecktes Herrenhemd drunter tragen, ohne dass es rausschaut), dass ich probiert habe, ohne dass dabei die Ärmel unsinnig lang würden. Der Stoff ist haptisch nicht so ganz angenehm und wenig geschmeidig, aber wenigstens raschelt er nicht wie manch andere Wasserdichte.

strauch
10.08.2010, 13:14
Das ist aber keine Softshell, sondern eine 3lagen Hardshell, mit Sicherheit aber eine sehr gute Jacke :-).

kingofthedogs
10.08.2010, 14:42
Das ist aber keine Softshell, sondern eine 3lagen Hardshell, mit Sicherheit aber eine sehr gute Jacke :-).

Hi, ist mir klar - aber leider war keine Softshell zu finden, die mir in der Länge zugesagt hat, ohne labberig zu werden.

Allerdings wäre das meine erste Hardshell - ist das mit dem Klimacomfort wirklich so gut, wie die Hersteller behaupten? Ich nehme denen ab, dass die Werte gut sind und im Vergleich zu anderen Marken stimmen, aber mein Eindruck vom Material her ist schon, dass man in dem Teil ziemlich schwitzen wird, wenn man sich bewegt. Einsatzgebiet sollten schon auch kühlere windige Sommertage sein können...

strauch
10.08.2010, 14:58
Also ich hab eine Paclite von Berghaus die ja auch als sehr atmungsaktiv gelten, aber da muss es schon sehr regnen das ich die einer Softshell vorziehe. Da ich da auch sehr schnell drin schwitze. Also IMHO ist das mit der Atmungsaktivität nicht weit her. Klar unter eine Plastikfolie schwitzt man mehr, aber fürs Wandern muss es schon sehr kühl sein, damit das funktioniert. Wobei mein nächste "Anlauf" eine Windjacke sein wird. Die wiegen so um die 100g und haben im Prinzip ähnliche eigenschaften. Darunter ein Fleece und es eignet sich auch für sehr kalte Temperaturen.

kingofthedogs
10.08.2010, 16:12
Also ich hab eine Paclite von Berghaus die ja auch als sehr atmungsaktiv gelten, aber da muss es schon sehr regnen das ich die einer Softshell vorziehe. Da ich da auch sehr schnell drin schwitze. Also IMHO ist das mit der Atmungsaktivität nicht weit her. Klar unter eine Plastikfolie schwitzt man mehr, aber fürs Wandern muss es schon sehr kühl sein, damit das funktioniert. Wobei mein nächste "Anlauf" eine Windjacke sein wird. Die wiegen so um die 100g und haben im Prinzip ähnliche eigenschaften. Darunter ein Fleece und es eignet sich auch für sehr kalte Temperaturen.

Jetzt bin ich wieder unsicher ob ichs nicht doch wieder zurückgehen lassen soll... :-/ Eigentlich wollte ich ja auch keine Hardshell, aber die steht mir so gut :D, einfach die ideale Länge. Ich habe eine Montane LiteSpeed als 180g Windschutz, der dafür auch prima ist. Für drunter hätte ich ne sehr körpernah geschnittene 260'er Icebreaker-Weste, und wenns in den Rockys mal richtig kalt sein sollte auch ein Ortovox 320'er Merino-Fleece (hab ich mich gefreut als ich gesehen hab das es sowas gibt!). Wenn ich Dich so höre, glaub ich dass ich je nach Tageswetteransage mit wahlweise einem davon (oder eben beiden) über nem Shirt und der LiteSpeed im Gepäck für den Wind und kurzes Nieseln schon bestens gerüstet bin, und dann für den wirklichen Notfall eben so ein 50g Wegwerfponcho...

Um weiter zu suchen, ist die Zeit nun etwas knapp, nächste Woche ist Abflug. Ist glaub ich wie mit dem Autokauf und der Wohnungssuche - man sollte immer dann anfangen, wenn man es noch nicht dringend braucht.

strauch
10.08.2010, 16:29
Um weiter zu suchen, ist die Zeit nun etwas knapp, nächste Woche ist Abflug. Ist glaub ich wie mit dem Autokauf und der Wohnungssuche - man sollte immer dann anfangen, wenn man es noch nicht dringend braucht.

Hihi daran halte ich mich auch nie. Probier es einfach aus, ich lauf nicht gerne in Gortexjacken, ich teste dieses Wochenende mal einen Poncho falls es überhaupt notwendig ist, ansonsten ist Windjacke/Softshell ganz klar mein Favorit.

kingofthedogs
11.08.2010, 15:46
Bin gestern abend mal bei noch 20°C mit der Norröna Hardshell flink um den Block marschiert (die Etiketten schön in den Taschen versteckt, damit ich nicht wie ein Ladendieb auf der Flucht vor den Outdoorshop-Angestellten aussehe). Das ist echt unangenehm, selbst mit geöffneten Ventilationsschlitzen und nur T-Shirt drunter. Hätt ich nicht gedacht. Schnell viel zu stickig.

Nach Inspektion der Wettervorhersagen zwischen Banff und Vancouver sieht es nach wenig Regen und extrem wenig Wind aus. Da werden wohl die Merino-Layer reichen, dazu die Montane Dyno für leichten Wind- und Nieselschutz und ein Wegwerfponcho für den Notfall.

Ich schick die Jacke nun doch zurück. Aber der Tipp bleibt dennoch bestehen: Wer über 1,90m groß und schlank ist, sollte als Hardshell die Norröna Svalbard Dri3 echt in Betracht ziehen. Hinreichende Länge bei schmalem Schnitt, ohne zu "baggy" zu werden, und dennoch Platz zum Layern drunter.

Danke an alle für die Tipps.