Vollständige Version anzeigen : Digitalkameras
Hallo zusammen,
hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Zuverlässigkeit von Digitalkameras in etwas größeren Höhen (5000m-6000m) und bei tiefen Temperaturen (-15°C) gemacht. Gibt es da böse Überraschungen oder machen die das locker mit?
Joachim
Hallo,
ich habe eine Canon Powershot A40 und die mußte schon -20 Grad aushalten. Ich hatte nie Probleme, obwohl sie nur in einem Täschchen am Rucksack hing. Zur Sicherheit kannst du sie noch nah am Körper tragen, damit sie nicht ganz so auskühlt, dann halten die Akkus länger. Die Höhe ist der Kamera sicher egal, werd ich aber im April bei einem Nepaltrek ausprobieren.
Wichtig ist, dass du die Kamera nicht zu klein wählst, damit du sie auch mit Fingerhandschuhen bedienen kannst. Sonst frieren dir nämlich die Finger ab.
Gruß
Bea
wishbone
25.02.2004, 12:03
ICh habe mal vor Jahren mit einer Non-Digi-Spiegelreflex bei Temperaturen knapp unter Grad in der Höhe gemacht. Der Blitz hat sich mit einem kleinen Knall verabschiedet, was ich auf die Kälte zurückführe.
Daher mein Rat: Halte die Kamera warm (ist auch besser für die Akkus, wie schon geschrieben) und stell vorsichtshalber den Blitz ab.
Christian
ich benutze eine Olympus C-220Z, hab sie auch schon bei -17 Grad benutzt.
Hab sie immer schön am Körper getragen und nur zum benutzen rausgeholt, wenn ich sie aber etwas länger draußen hatte, hab ich schon gemerkt, das sie länger brauchte um die Bilder zu speichern.
Andreas
???
Bin auch am überlegen, ob ich mir eine Digitalkamera kaufen soll.
Wer hat Erfahrungen damit, auch im allgemeinen Gebrauch und kann allgemeine Infos aus seiner/ihrer Sicht geben!
Worauf würdet ihr bei einem Neukauf achten, was hat sich als wichtig erwiesen?
Viele Megapixel, Speichermedium, Zoom, Akkus usw.
Für die Akkus mag es besser sein, wenn man die Kamera nah am Körper hält, man sollte aber aufpassen, das sich kein Kondenswasser im Fotoapparat bildet, dass kann ansonsten böse Folgen haben. Ich trage immer ein Ersatzakku bei mir am Körper und die Kamera auch bei tieferen Minustemperaturen in der Außentasche vom Rucksack. In der Nacht nehme ich auch die Kamera nicht in das Innenzelt mit rein. Hatte schon zu oft am Frühen morgen ein total beschlagenes Objektiv, das nur noch Nebenfotos gemacht hat.
Ah, ich verwende übrigens eine Non-Digital-Kamera. Persönlich halte ich nicht allzuviel von den Digitalen. Hauptsächlich wegen den Akkus. Mit der analogen komme ich mit einem Akku gut ein bis zwei Jahre aus. Für eine Digitalkamera müsste ich auf eine Tour schon drei oder vier Akkus mitnehmen. Sehe einfach ansonsten keine großen Vorteile.
Grüße
Thomas
Hallo,
ich möcht mich auch mal Gerry anschließen und fragen, was man bei einer Digi-Cam beim Kauf berücksichtigen muß.
Bin zwar auch ein "analoger" Fan, meine Minolta 7000 hat mich auch noch nie im Stich gelassen, und liefert wunderschöne Bilder, nur leider ist sie auch recht schwer (erste Generation Spiegelreflex halt). Und wenn ich demnächst in Südamerika unterwegs bin, zählt halt jedes Gramm.
Bin von der Minolta 28 bis 300 mm Brennweiten gewohnt, und die möcht ich irgendwie nur ungern missen.
(von extremen Höhen- und Temperaturbereichen bin ich bei meinen üblichen Touren nicht betroffen).
Danke schon mal vorab und viele Grüße
Ingrid
wickie69
15.06.2004, 12:48
ich hab mir den luxus einer nikon d100 geleistet. so kann ich von meiner spiegelreflexkamera die objektive weiterverwenden.
ich plane grade meine tour für Okt/Nov. zum Gorky Ri und Kala Pattar und nehm eher meine normale Spiegelreflex mit und mach die fotos auf dia und scan sie nachher ein. so sind sie leichter zu präsentieren, da die beamer die farben noch nicht so gut rüber bringen (find ich zumindest)
wickie
travel04
23.06.2004, 10:43
So hallo zusammen!!
Ich möchte mich auch nochmal in die Diskussion einmischen:
Stehe kurz vor dem Kauf einer Digicam. Eigentlich bin ich total Verfechterin der guten Fotographie, denke aber das eine Digicam für die Reise einfach leichter im Handling ist!??? Transport...
Hat jemand Erfahrungen mit Digicams in Nepal/ Thailand?? Wie klappt das mit dem Aufladen der Akkus?
Welche Speicherkarten oder gibt es Alternativen, siene Bilder von der Digicam los zu werden? (So was wie einen Stick für den PC??)
Vielleicht könnt ihr mir sogar eine Kamera empfehlen? Absolute Preisgrenze sind 500 Euro inklusive großer Speicherkarten!!)
Wäre über Tipps und Infos dankbar!!
Liebe Grüße Sonja
Hi Sonja !
Es kommt darauf an, wohin Du in Nepal so willst...
Wenn Du Dich in zivilisierten Gegenden aufhältst, sollte es kein Problem sein, deine Akkus dort zu laden. Das sieht in höheren Regionen schon etwas anders aus. Auf dem Everest Trek gab es genau eine Möglichkeit zum Laden von Akkus und das hätte mich ca. 40 Euro pro Satz gekostet (Lodge in Chukhung).
Deshalb halte ich es für wichtig, eine Kamera OHNE Spezialakkus zu kaufen, da man diese auch notfalls einmal mit normalen Alkaline Batterien betreiben kann. Speziell zu Nepal kann ich sagen, dass es in KTM viele Fotoläden gibt, die Dir deine Daten auf CD brennen oder direkte Prints machen können (sogar in sehr guter Qualität). Wenn Du viel Speicherplatz für Bilder brauchst, ist Compact Flash wahrscheinlich die günstigste Lösung (ist auch in Nepal sehr verbreitet).
Zu den Kameravorschlägen:
Ich kann Dir die Fuji S5000 empfehlen. Hat zwar "nur" 3 Megapixel, dafür aber 10-fach optischen Zoom und viele Funktionen und die Möglichkeit, auch mal was manuell einzustellen. Die Kamera funktioniert mit XD Picture Karten, die sind deutlich schneller als normale Compact Flash Karten, aber auch teurer.
Dafür bekommt man die Kamera mittlerweile schon für knapp unter 300 Euro.
Ich selber besitze den grossen Bruder der S5000, die S7000 und bin restlos begeistert.
Bei weiteren Fragen, kannst Du ja mailen.
Viele Grüsse
Carsten
Hallo Carsten!!
Danke erstmal für deine prompte Rückmeldung.
Habe jetzt einen Freund engagiert, der sich mit Digicams ganz gut auskennt. :)
Werde deine Infos an ihn weiterleiten und gleich mal im Netz schauen, was das so für ne Cam ist, die du mir da vorgeschlagen hast! ::)
Ach ja, wir sind 2 1/2 Monate in Nepal und wollen auf jeden Fall den everest-Trek sowie den Helambu mit Langtang. Event. noch Annapurn, je nach pol. Situation!
Liebe Grüße Sonja
Hallo zusammen,
ich bin in diesem Jahr zum ersten Mal mit einer digitalen Kamera in Nepal (Everest-Trek) unterwegs gewesen. Die Nikon D 100 hat keine Probleme gemacht und ich habe sie in Namche nur einmal (kostenlos) aufladen müssen.
Allerdings habe ich den Akku ab einer gewissen Höhe (Kälte) nachts mit in den Schlafsack genommen.
Gruß
Hakku
Hallo Floyd!
Habe eine ähnliche Expeditions-Frage in einem Leica-Digital-Forum gestellt (so nach dem Motto "wie überleben Akkus und Speichermedien -20°C in 6.000 m Höhe über mehrere Wochen...") und hab' einige interessante Antworten bekommen.
Hier der Pfad zu diesen Informationen:
--> http://www.leica-camera.com/
--> dann Leica Forum
--> dann Kunden-Forum
--> dort dann als "Gast" reinsehen oder registrieren, und dann
--> Digital-Forum und weiter zum Eintrag
--> "Digieinsatz bei Expeditionen (Akkufrage)"
Dort gibt's dann einiges an Info und einiges an "Geplänkel", aber ein paar gute Anregungen...
lg, Manfred
Hallo,
unter http://www.fredmiranda.com/A19/ findest Du praktische Hinweise zu einer Expedition in Nepal mit Digitalkameras.
http://www.fredmiranda.com ist generell eine gute Seite zum Thema Digitalfotografie
Navyo
Habe nur Erfahrungen mit der Canon Powershot G5, die hat letzten Winter -20 Grad ohne zu mucken mitgemacht (tagsüber, also ohne Blitz; nachts haben wir es nicht versucht).
Allerdings war es eine Tagestour, so dass der Stromverbrauch nicht die grösste Rolle spielte (Aufladgerät war in Reichweite).
Bedienbarkeit mit Handschuhen ist ein sehr wichtiges Argument, und Akku warmhalten ebenfalls (eher den Akku als die ganze Kamera, wegen der erwähnten Kondens).
???
@Julia
Welche Erfahrungen hast du allgemein mit der G5?
Bin auch an der Kamera interessiert!
Handhabung, Ausstattung, Bildqualität etc.?
Danke, Gerry
Hi,
zum Stromverbrauch - meine Erfahrung hat gezeigt bei extremer Kälte und keine Lademöglichkeit folgendes zu beachten:
- Akku nur einsetzten wenn gefilmt oder fotografiert wird, sonst Akku einstecken und warm halten.
- Nachts unbedingt Kamera und Akku mit in den Schlafsack (warme Kamera weniger Stromverbrauch)
- Fokusieren und Zoom brauchen sehr viel Strom - nicht zuviel spielen...
- zweiten Akkupack oder eine Kamera kaufen mit Batterien (diese können mit Hochleistungsakkus ersetzt werden). ich nehme immer 2 Sätze Akkus + 1xErsatzbatterien mit, denn wie der Teufel will gibt die Kamera den Geist auf wenn man damit nicht rechnet...
Speicher:
- ab 3500m funktionieren keine Microdrives mehr
- mehrere Speicherkarten und nicht eine Große (1GB) verwenden, falls die Speicherkarte eingeht. Sicherheitshalber auf einem Webspace Datenwiederherstellungsprogramm für Speicherkarte
- Beim Brennen von Speicher auf CDROM immer 2. Sicherungskopie (lieber mehr tragen als sich ärgern...)
- wenn mit MP3-Player unterwegs darauf achten das der Speicher auch für Kamera paßt...
Sorry Gerry, hab ne Weile nicht reingeschaut.
G5 Vorteile:
- flexibel und mit manuellen Einstellmöglichkeiten, die Dir für eine Kompaktkamera ungewohnt viel Spielraum zu indivudeller Gestaltung lassen. Vor allem toll, wenn Du schon vorher 'ne canon Spiegelreflex gehabt hast
- 5 Megapixel reichen für den privaten Gebrauch absolut aus
- sehr gute Bildqualität
- brauchbares Zoom (optisch!)
- sehr gute Akkureichweite
- robust, macht sehr viel mit, für mich sehr wichtig unterwegs, vor allem im Gebirge
- raw-Format möglich
- bis ISO 50 runter einstellbar
- habe bis -15 Grad und kälter keine Batterieprobleme gehabt
- recht gutes Makro
G5 Nachteile:
- schlechtes Weitwinkel
- Autofokus ist recht träge
- Suchfenster und Sensor haben ein etwas anderes Blickfeld (wie bei allen Kompakten), d.h. Du solltest nach Möglichkeit mit Display fotografieren, was wiederum mehr Strom kostet
- für Klettertouren ist sie schon fast nicht mehr kompakt genug, d.h. zu umständlich
- nur bis Blende 8 (normal für Kompakte, alles drüber ist eben Spiegelreflex-Bereich)
Lieben Gruss
Julia
Flachlandtiroler
04.08.2004, 15:24
Hallo Julia,
- nur bis Blende 8 (normal für Kompakte, alles drüber ist eben Spiegelreflex-Bereich)
wenn ich das richtig verstanden habe produziert Blende 8 beiden den Brennweite- und Formatverhältnissen einer Kompakten wohl auch schon eine ganz ordentliche Schärfentiefe. Das Problem ist doch wohl eher am andern Ende der Blendenskala, wo man nur noch schlecht ein Objekt gegen den Hintergrund freistellen kann.
Ein anderes Problem könnte höchstens sein, daß man bei geschlossener Blende und kürzester "Verschlußzeit" in manchen Situationen (z.B. im Schnee) immernoch überbelichtet. Kannst Du das kommentieren?
Gruß, Martin
Hallo Martin,
ich meinte das sowohl als Nachteil bei sehr hellen/grellen Lichtverhältnissen, wo Überbelichtungen trotz kleinster Blendenöffnung vorkommen können (ist aber relativ selten, da man eben den ISO-WErt so weit runtersetzen kann. Wir haben im Winter im Hochgebirge bei Sonnenschein hervoragende Belichtungen erzielt), als auch wegen der Schärfentiefe. Die ist zwar mit Blende 8 durchaus brauchbar und in den allermeisten Fällen ausreichend, aber nicht immer.
Vergass noch eine andere Schwäche: die Belichtung funktioniert nur optimal bei verhältnismässig gleichmässig ausgeleuchteten Motiven. Z.B. Abend- oder Morgensonne auf den Bergspitzen (die evtl. auch noch schneebedeckt sind -> noch ungünstiger) und der Rest im Schatten, gibt trotz Stativ, kleinster Blende und Lichtmessung im hellen Bereich Überbelichtung genau dort, d.h. ein Teil der Farben geht verloren und die Zeichnung wird sehr grell. Grosse Helligkeitskontraste schafft sie also nicht, wobei andererseits die Farbwiedergabe bei gleichmässig ausgeleuchteten Verhältnissen hervorragend ist!
Die Zeichnung ist auch nicht ganz so gestochen scharf wie bei einer hochwertigen (!) Optik, aber auch das kann man wohl kaum erwarten (dafür bezahlt man ja schliesslich für letztere auch das Vielfache).
Fazit: sehr guter Allrounder für das Allermeiste, aber keine Kamera für anspruchsvolle Lichtverhältnisse.
:D
@ Julia
Danke, für deine ausführlichen Infos zur G 5!
Ist bis jetzt mein Favorit, aber mal schaun, was im Herbst für neue (verbesserte) Modelle rauskommen!
Gruß, Gerry
Martin: habe im grossen Blendenbereich wenig Erfahrungen. Ich benutze eigentlich als Standardeinstellung AV, Blende 8 und ISO 50 für alles ausser Pflanzenfotografie und ungünstige Lichtverhältnisse.
Gut finde ich auch, dass man, wenn man das Display benutzt, das Resultat vorher abchecken kann, indem man den Auslöser halb gedrückt lässt, bis das Display das Ergebnis anzeigt. Besondern bei Pflanzenfotografie und anderen Naheinstellungen kann man so unnötige unscharfe Aufnahmen vermeiden.
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