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Vollständige Version anzeigen : Benötige Rat zum Thema Höhenmesser


Kruemelchen
18.06.2010, 14:01
Hallo alle zusammen :)

ich bin neu hier und hoffe dass mir jemand von euch "Profis" weiterhelfen kann :)

Mein Freund besteigt im August den Kilimanjaro. Da er vorher Geburtstag hat, dachte ich daran ihm einen Höhenmesser hierfür zu schenken. Als ich mich ein wenig im Netz erkundigt hab, habe ich gesehen, dass viele nur bis 4.000 oder 5.000 Meter funktionieren. Alle die darüber gehen, sind wesentlich teurer (z.B.: Barigo 39 = 200 € oder Vaude Thommen = 330 €).

Finde zwar diese nicht-digitalen Messer sehr schön, habe aber gesehen dass es ebenfalls Multifunktionsuhren gibt, die schon in einem wesentlich niedrigeren Preissegment (ca. 100 -150 €) über 6.000 Meter messen. Nun bin ich etwas verwirrt :)

Warum sind diese günstiger und sind sie empfehlenswert? Was ist der Vorteil "normaler" o.g. Höhenmesser gegenüber dieser Multi-Uhren? Was benutzt ihr?

Ich würde mich seeeehr über ein paar Antworten hierzu freuen! Danke schon im Voraus!

Liebe Grüße

Kruemelchen

akonze
18.06.2010, 17:14
Die Frage ist, wie oft und wofür dein Freund den Höhenmesser braucht. Bleibt es bei unregelmäßigen Touren auf kleine bis mittlere Berge wie den Kilimandscharo, so reicht der digitaler Höhenmesser einer Outdooruhr vollkommen aus. Wenn du wenig Geld investieren möchtest, dann empfehle ich die Techtrail Summit. Eine soldie Uhr für rund 150 Euro:

http://www.odoo.tv/Techtrail-Summit.246.0.html

Wenn es auch etwas mehr sein darf, dann wäre die Suunto Core mein Favorit. An der Uhr gefällt mir besonders, daß sie automatisch zwischen Höhenmessung und Wetterveränderung umschaltet, was die Fehleranfälligkeit reduziert. Dafür kostet die Uhr aber auch schon 250 Euro.

http://www.odoo.tv/Suunto-Core-Lumi.402.0.html

Uhren haben immer den großen Vorteil, daß sie nicht nur die Höhe Anzeigen, sondern auch noch diverse andere Dinge (Uhrzeit, Timer, Kompass, Wetter, Statistiken, etc.). Allerdings sind sie auch fehleranfälliger und müssen daher regelmäßiger kalibriert werden. Bis zu einem gewissen Level leisten sie aber gute Dienste.

Wenn man allerdings in den professionellen Alpinismus einsteigt, dann kommt man schwerlich an einem Thommen vorbei. Der TX22 und der TX25 sind faktisch die Referenzklasse. Dafür kosten sie aber auch 250 bzw. 300 Euro und sie zeigen nur die Höhe an.

So oder so, muss aber jeder klassische Höhenmesser egal ob mechanisch oder digital regelmäßig an Refenrenzhöhen ausgerichtet werden. Das liegt ganz einfach daran, daß diese Geräte eigentlich nicht die Höhe, sondern nur den Luftdruck messen. Da sich dieser aber nicht nur mit der Höhe ändert, sondern auch mit dem Wetter, wird jeder klassische Höhenmesser irgendwann ungenau.

Die einzige Variante, bei der man das nicht muss, ist ein GPS Gerät. Dieses errechnet die Höhe nämlich aus den Zeitverzögerungen des Satellitensignals und ist damit unabhängig vom Wetter. Zumindest, so lange man Empfang hat...

bergtrekfoto64
19.06.2010, 13:22
Wenns für die Ewigkeit sein soll, kann ich die analogen Thommen nur empfehlen. Ich bin jedenfalls froh, daß ich ohne Batterie oder Empfangsprobleme Höhe (und Wetterveränderung) ablesen kann. Zusätzlich finde ich aber die Höhenbestimmung per GPS sehr sinnvoll, auch um den barometrischen Höhenmesser nachzustellen. Wenn man guten Empfang hat (5 Sateliten) ist das sehr GPS genau.
Das Thommen bis 6000m misst auch darüber hinaus, die 1000er Scheibe dreht sich einfach weiter.
Mit meiner ersten Höhenmesser-Uhr von Avocet hatte ich leider große Probleme, die ist wegen Korrosion kurz nach Garantieablauf gestorben.
Viel Spaß hoch droben wünscht Tilmann

MarcusW
22.06.2010, 09:23
So oder so, muss aber jeder klassische Höhenmesser egal ob mechanisch oder digital regelmäßig an Refenrenzhöhen ausgerichtet werden. Das liegt ganz einfach daran, daß diese Geräte eigentlich nicht die Höhe, sondern nur den Luftdruck messen. Da sich dieser aber nicht nur mit der Höhe ändert, sondern auch mit dem Wetter, wird jeder klassische Höhenmesser irgendwann ungenau.

In der Praxis sind brauchbare Referenzhöhen jedoch oft ein gravierendes Problem, da es nach wie vor für viele außereuropäische Regionen nur mäßig genau Karten gibt: Auf einer Expedition in Dolpo/Nepal im vergangenen Oktober hatten fünf Teilnehmer (unterschiedliche) Höhenmesser dabei: Die Messergebnisse streuten im Basecamp auf einer Höhe von ca. 5000 Metern bereits um fast 200 HM...

LG,
M