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Vollständige Version anzeigen : Rucksack für einwöchige Tour


Guest
05.07.2004, 08:55
Hi!

Da ich Trekkinganfänger bin und mich nicht gleich in himalayaartige Höhen stürzen will, plane ich vorerst eine einwöchige Tour rund um den Großglockner. Die Nächtigung erfolgt in Schutzhütten, Zelt ist nicht erforderlich. Meine Frage: Auf welches Fassungsvermögen sollte ich beim Rucksack achten?

Danke im Voraus!

Kebnekaise
05.07.2004, 15:39
Bei einer 1-Wochen-Tour in den Alpen mit Übernachtung auf Hütten und Essen vermutlich ebenda sollte ein 30 bis 35 Liter Rucksack eigentlich ausreichend sein.
Ich empfehle dir ein schmales und langes Teil, das wirklich bis zur Hüfte reicht mit einem passenden Hüftgurt.

eastwest
04.08.2004, 15:08
hallo,

mich würde interessieren für welchen rucksack du dich entschieden hast bzw. ob du die runde dann schon gegangen bist (erfahrungen, eindrücke...)?

wenn es mir zeitlich ausgeht (ganze woche) hätte ich demnächst ebenfalls die glocknerrunde (entweder noch im august od. september) geplant.

mfg
ew

werdi
12.08.2004, 09:35
also, ich habe mir einen 55+ Rucksack von Deuter gekauft.
Bei meiner letzten Tour (1ne Woche Alpen Hüttentour) war der nicht ganz voll. Durch die seitlichen Riemen kann ich diesen aber auf die passende Größe "zurecht stutzen". Wichtig ist aber, dass man bei einem größeren Rucksack nicht mehr mitnimmt, nur weil noch Platz ist. Ich habe durch den 55+ den Vorteil, dass ich alles in den Rucksack packen kann incl. Steigeisen/Gurte etc. und nichts am Rucksack rumbaumelt !

Mit Grüßen,

werdi

mahajan
16.08.2004, 13:26
wo viel reinpasst, passt auch wenig rein.. ich find's immer besser, wenn der rucksack nicht unbedingt 100% vollgestopft ist, es gibt immer situationen, wo man doch noch etwas unterbringen muss..
trotzdem immer nur das nötigste mitnehmen, gell ;)

Guest
16.08.2004, 22:26
Ich hab mir gerade einen neuen Rucksack für eine einwöchige Tour durch die Venedigergruppe gekauft.

Größe:
40 Liter reichen nach meiner Erfahrung für eine Woche aus, weniger wird bei Gletschertouren, etc eng, wenn mal etwas mehr Kleidung und Gerät mitgenommen werden muß.

Der Rucksack sollte "normal", also ohne Erweiterung, gut gefüllt sein, da nur so gut gepackt werden kann (schwere Sachen nahe an den Rücken ohne dass sie durch den Rucksack fliegen). Für zusätzliche Sachen ist dann in der Erweiterung unter dem Deckel genügend Platz.

Tragesystem:
Mittlerweile bieten einige Tourenrucksäcke ausgefeilte Tragesysteme. Für mich lag hier der entscheidende Punkt für den Neukauf. Ich komme für eine 1 wöchige Tour nicht unter 10kg Anfangsgewicht (mit Essen und Trinken). Dieses Gewicht sollte gut im komfortablen Bereich des Rucksacks liegen.

Vergleich:
Ich habe den Gregory noch nicht "im Gelände" testen können, habe aber ein paar Spaziergänge mit Gewicht gemacht.

Deuter: Das Belüftungssystem ist prima und bringt eine ganze Menge. Der Rucksack an sich ist durchdacht, hat z.B. einen Regenüberzug im Bodenfach.

Allerdings ist das Deckelfach nicht in der Höhe verstellbar, so dass das Volumen nicht "dehnbar" ist. Das Tragesystem ist in der Länge nicht verstellbar und ist bis maximal 10kg tragbar (meine Meinung, aber ich (1,80m, 70kg) bin auch nicht die kräftigste Person dieses Planeten).

Gregory: Der Rucksack ist ohne Regenschutz 100g schwerer als der Deuter, und ist u.a. durch einen gummierten Boden sehr robust. Er hat sehr große Netztaschen, was sehr praktisch ist, sowie eine Halterung für Skier auf Skiwanderungen.

Das Tragesystem ist eins der Besten, die ich in dieser Größenordnung gesehen habe. Durch flexible Aufhängungen passen sich die Schultergurte der individuellen Rückenbreite perfekt an (Achtung, es gibt auch Leute, denen der Rucksack gar nicht zu passen scheint). 15kg lassen sich komfortabel tragen, harte Polster sorgen für eine optimale Kraftübertragung und Bewegungsfreiheit.

Etwas wenig durchdacht ist die Anbringung der unteren Packriemen, die über die Netztaschen laufen und die Deckelschließen, die in den Netztaschen beginnen.
Außerdem hat der Greory einen stolzen Preis und ist eine langfristige Anschaffung.

Fazit:
Orientiere Dich beim Kauf in etwa an der Größenordnung (40l liegt zwischen 30l und 50l ;)) und nimm den Rucksack, der Dir gefühlsmäßig am besten paßt, denn: Wohlfühlen ist mehr als die halbe Miete.