PDA

Vollständige Version anzeigen : Chile


Waldschrat
15.10.2004, 22:15
;) Hallo erstmal alle miteinander ;),

wie ich gerade vom admin nach dem einloggen erfahren habe bin ich noch der blutige Forumsfrischling.

Ich hoffe aber trotzdem, daß Ihr mir bei meinen Entscheidungen helfen könnt.

Ich bin blutiger Trekkinganfänger und werde Ende Januar bis Mitte Februar nach Chile auf große Rucksacktour (von Santiago Richtung Feuerland) gehen. Habe mich bisher schon ein wenig umgehört zwecks Reiseführer, Trekkingrucksack, Schuhe.

Hinsichtlich Reiseführer werde ich mich voraussichtlich für einen aus dem Iwanowski-Verlag entscheiden (hoffe der taugt was)
Bei Rucksäcken bin ich mir noch ncht so sicher. Manche empfehlen mir Rucksäcke mit einem Fassungsvermögen um die 75 Liter und mit einem Tragesystem bis ca. 25Kg von verschiedenen Herstellern wie Arx´teryx, Tatonka, Deuter, Lowe oder Osprey.
Nach Schuhen hab ich mich auch schon umgesehen, und war von HANWAG Yukon beeindruckt ( im Gegensatz zu Meindl / Salomon oder Lowa). Sind diese Hanwag-Schuhe für eine Trekkingtour in Chile geeignet?

Habe auch schon etwas im vorbeifliegen von Höhenkrankheit gehört, kann aber damit leider nichts anfangen. Kann ich in Chile evtl. davon betroffen werden (bin zur Zeit nicht so gut in Form)??

Viele Fragen auf einmal, aber ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tips hinsichtlich Ausrüstung und Vorbereitung geben.

auaox
16.10.2004, 13:26
Das klingt ja richtig blutig ;D
Ömm... bist Du sicher, dass Du gleich von Santiago nach Feuerland trekken willst, ohne vielleicht mal vorher ein paar Erfahrungen zu sammeln? Vielleicht einfach auch nur mutig...
Mit Höhenkrankheit kann man theoretisch schon ab 2800 m rechnen - meines Wissens nach liegen viele Hochplateaus in der Gegend um 4000 Meter und höher. Dagegen hilft nur langsames Akklimatisieren und ggf. eine medikamentöse Prophylaxe.
Es gibt allerdings auch Menschen, die haben mit der Höhe gar keine Probleme - oft unabhängig vom Alter und der Kondition. Ausprobieren kannst Du das am Besten in den Alpen.
Bei Schuhen würde ich bei so einem Trek nicht nur auf Bequemlichkeit und Trittsicherheit (etwa gleiche Anforderungen wie ein Allround-Bergschuh) achten, sondern auch auf einfache Materialien, die leicht zu pflegen und auch von Schuhmachern am Ort ggf. zu reparieren sind, sowie auf extrem stablile Verarbeitung. Oftmals sind da die "klassischen" Zwiegenähten, wie man sie noch bei Meindl und Hanwag findet, anderen Modellen "voraus".
Ähnliches gilt für Rucksäcke. Stablität und Robustheit sind bei so einem monatelangem Trek der technischen Raffinesse und Ultraleichtgewichten (die beim reinen Bergsteigen durchaus Sinn machen) vorzuziehen - am Besten Materialien, die man auch mal selbst nähen kann. Ob Du mit 75 l und 25 kg hinkommst, kommt darauf an, wie lange Du einsam unterwegs bist, wie oft Du Proviant auffüllen kannst, wie schwer ggf. das Zelt ist, wo Wasserstellen sind und wieviel und was Du isst.
..
Aber mal ganz ehrlich: Wenn Du solche Fragen stellen musst, und gleich tausende Kilometer durch Südamerika trekken willst, das kommt mir ein wenig so vor, als würde mein Nachbar (der ohne krächzende Kupplung nicht aus der Garage fahren kann) fragen, ob er für die Rallye Paris-Dakar seinen Golf behalten könne und er hätte auch schon mal was davon gehört, dass so ein Auto auch kaputt gehen könne und ob das ihn auch betreffen könne...
Es ist nicht böse gemeint, vielleicht irre ich mich ja auch. Aber es wäre doch schade, wenn das Ende genauso blutig werden würde wie der Anfang ;D...
Mein Tipp: Ziehe doch ein paar Wochen durch Mittelgebirge, danach über alpine Höhenwege.. und Du wirst sehen, wieviel Du tragen kannst, wie lange Du gehen kannst, was Deinen Füßen gut tut, welche Ausrüstung für Dich unentbehrlich ist und welche Du nur unnötlig mitschleppst. Du merkst, wieviel Du zu essen brauchst, und wie fies es sein kann, wenn man vergisst, die Trinkflascha aufzufüllen - und wie man am Gelände erkennt, wo man sie auffüllen könnte, ohne Güllewasser unterhalb einer Weide zu trinken. Lass Dich vom Arzt und Zahnarzt durchchecken.
---
Oder habe ich Dich falsch verstanden - und Du willst eigentlich nur eine Bus/Bahn/Tramp-Tour von einer Herberge zur nächsten machen?

Waldschrat
16.10.2004, 14:19
Hallo Auaox,

vielen Dank für die durchaus positive Kritik. Vielleicht hab ich mich am Anfang etwas schwammig ausgedrückt. Wir sind zu zweit auf Tour (m/m) und haben uns vorgenommen von Santiago Richtung Chile zu kommen. Werden versuchen einen Großteil des Weges zu Fuß zurückzulegen. Sind aber auch sicherlich mit Bus unterwegs bzw. trampen von einem Ort zum nächsten. Ob wir es bis Feuerland schaffen oder wir uns weiter nördlich für ein paar Tage einquartieren komt auf die Situation vor Ort an. Wollten hauptsächlich auf befestigten Wegen unser Fortkommen sichern und in Zivilisationsnähe über Nacht unterkommen.

Waldschrat
16.10.2004, 14:21
Werde sicherlich vorher noch einige Male in die Alpen gehen um meine Ausdauer zu testen und zu stärken.

Gruß
Waldschrat

Marco_Polo
17.10.2004, 17:12
Hola Waldschrat,

wenn ihr sowieso zu zweit geht, denke ich schon, dass das in Ordung geht (ich bin damals ja auch ins kalte Wasser gesprungen).

Wenn ihr von Santiago südwärts reisen wollt mit Hauptziel Patagonien denke ich nicht, dass ihr Probleme mit der Höhenkrankheit haben werdet. Trotzdem schadet es nicht, wenn du dich zuvor kundig machst, was es damit auf sich hat.

Ein weiterer Vorschlag ist mit dem Bus zu den verschiedenen Locations zu fahren oder zu trampen. Dort angekommen geht ihr dann in einen Nationalpark um zu trekken. Davon gibt es in Chile mehr als genug.
Wenn ihr von SdC bis Feuerland laufen wollt, dann habt ihr in dem knappen Monat einiges vor euch...................

Daniel

gafi
17.10.2004, 17:20
hallo waldschrat,

bin jetzt aus peru wieder da, ist zwar nicht ganz chile aber glaube ich hoch genug, bin da auch von ord nach süd.

höhenkrankheit: gibt es tropfen in der apotheke die die sympthome lindern, habe ich am anfang ungefähr eine woche genommen, war auch extrem von 0 lima auf 5000 meter, wichtig ist sich in der zeit der anpassung nicht zu viel vorzunehmen, meist komtm dazu eh noch der durchfall, also am anfang busse mit innenklo nehmen, kosten aber meist etwas mehr.

tabletten gegen reisekrankheit, fieber, mittelchen gegen durchfall usw solltest du auch mitnehmen,

rucksack: probieren was passt, mit 20 kg die du am ende rumschleppst im laden vollpacken lassen mit katalogen und mindestens ne halbe stunde damit umherlaufen, so habe ich deuter, bach usw alle aussortiert und bin bei macpac/ lowe alpin hängengeblieben. aber jeder rücken ist anders, also glaube ich nicht das man pauschalisieren kann oder nach dem preis kaufen sollte, handeln kann man meist auch. wichtig für mich war gutes tragesystem und keine aussentaschen, damit er für flugzeug/ inlandsbusse ohne probleme in einem müll-/tranportsack unterzubringen ist.

schuhe: eingelaufene schuhe sind am wichtigsten, eventuell sollten sie nicht zu schwer sein, da wenn du höhenkrank/duchfall usw hast eh schwach bist und kaum einen fuss vor den anderen setzten kannst, zumindest ging es mir so. habe 50 euro für halbhohe lederstiefel in einem normalen schuhladen ausgegeben und damit konnte ich überall gut laufen, egal ob wüste, dschungel oder berge.

mach dir am besten eine checkliste was du brauchst und was du für geld ausgeben willst, der rest findet sich dann schon.

gafi

auaox
17.10.2004, 19:16
Bach baut prima bequeme 3-Tages-Touren-Hütten-Rucksäcke, aber da ich meinen Rucksack auch für autarkere Einsätze benötige, schwöre ich auch auf MacPac. Alle anderen Systeme bei Rucksäcken >60 Litern waren nur bis max. 15 kg geeignet; mit etwas Gefühl für wabblige Gurte und Vorstellungsvermögen, sowie Kenntnis der Schwachstellen des eigenen Körpers ließ sich das in meinem Fall auch ohne diesen Test feststellen ;) - was ihn aber durchaus trotzdem sinnvoll erscheinen lässt. Als meine Schultern noch untrainierter waren, empfand ich als einziges Manko die etwas schlankeren Traggurte des MacPacs, aber heute weiß ich gerade sie zu schätzen! Ich bin ziemlich stabil gebaut - und die schlanken Gurte lassen mir noch Bewegungsfreiheit, wodurch die Schultern nicht immer in einer Position verharren müssen - bei langen Touren viel entspannter!

Guest
22.10.2004, 00:17
also ich war vor zwei Jahren in Chile und war auch Anfänger und es gab nicht keine probleme - chile ist ein traum !

Ich hatte auch den HanWag Schuh - aber mit GoreTex also Alaska und nicht Yukon, der Yukon ist aber auf alle Falle ausreichend ... v.a. ist der für shcmalere füße besser als der maindl (der ist ehr breiter !)

Die Busse sind relativ billig - trampen weiss ich nicht ob das gut klappt - haben wir nicht gemacht - waren dafür zu viele

je weiter du nach süden kommst, desto schwieriger wird es mit bussen weiterzukommen - der bus geht nachher über argentinien - wenn ich ein paar tips geben darf - es ist eh alles gut was du dort machst - aber der Norden ist auch super - ich würde über Peru einsteigen - MachuPichu mitnehmen durch die Atacama Wüste reisen dann um Santiago einen Bogen machen und lieber eine Woche in Valparaiso bleiben ... dann gibt es auf dem Weg nach Süden superviele Nationalparks - die kann man eh nicht alle machen ... ein zwei vulkane dann gibt es

am Ende Torres Del Paine ist ein absolutes Muss da muss ichauf jeden Fall nochmal hin ... das war echt unglaublich toll

gut ist wenn man dort nicht zur Hauptsaison ankommt, dann ist da glaube ich alles sehr teuer und die Amis nerven total

Feuerland war ich nur zwei tage aber das war auch toll
wenn du mehr tipps haben wills schreib mir ne mail

seho-1@gmx.de

*einerwillauchwiedernachchile*

Conception war auch super
dort liegen riesige Seelöwen im Hafenbecken
und fressen die Fischreste von den MArktständen

Mit Chile anzufangen ist deswegen verkehrt weil man das kaum noch toppen kann - ich war danach in zentral amerika, guatemala Honduras Nicaragua ... tauchen auf den Bay Islands ... uahhh

dann waren wir in Rumänien ... uahhh

alles auch toll aber Chile ist echt der Hammer
zu Fuss da durch ist super ! nehmt ein gutes Zelt mit, wenn dort mal wind aufkommt peitscht der direkt die WOlken aus den Gletscherseen

Im Torres del Paine sind die Leute reihenweise nachts weeggepustet worden ::))