Vollständige Version anzeigen : Kocher allgemein
Kampfzwerg
01.10.2003, 21:20
Hat jemand schon Erfahrung mit sogenannten Multikochern? (z.B. Primus Omnifuel)
Wie machen die sich bei Höhe/Kälte? Wartungsprobleme?
Welcher Kocher ist für kalte und ggf. hohe Trekkingtouren am Besten?
Hallo
Also ich habe mir den "TRANGIA Kocher klein" gekauft. Er ist sehr gut zu verstauen und hat ein Gewicht von 890g. Da brauchst du kein Gas sonder Sprit. Er ist auch leicht zu bedienen. Besonders gut geeignet für eine Suppe zu kochen. Aber für mehrere Personen ist er zu klein. Für mich jedenfalls ist er ok. Auch bekommt man der Sprit überall.
Einen Link dazu gibt es hier:
Gruss Aaron
http://www.transa.ch/documents/Dokumente/PDF/kochzubehoer.pdf
890g ist schon GANZ SCHÖN VIEL :( Und dazu kommt noch der Spiritus, der auch noch ganz schön viel wiegt im gegensatz zu Gas/Benzin. Währe nicht so mein Ding!
Grüße
Thomas
alaskawolf1980
19.02.2004, 19:22
Multikocher von Primus sind einfach Spitze. Ich habe einen MFS und meine Eltern den Nachfolger Omnifuel. Der MFS ist robust, mittlerweile relativ billig und verbrennt wie das Wort schon sagt alles. Tolle Standfestigkeit, Töpfe rutschen nicht....diese 3 Beinkocher sind Gold Wert. Ob du den Omnifuel oder den MFS willst mußt du entscheiden. Omnifuel ist etwas feiner regulierbar und etwas leiser. Ansonsten sieht er mit der Goldfarbe noch etwas schicker aus. Naja....der MFS ist weniger verspielt. Ich mag den lieber.
@alaskawolf1980: Wie sieht's bei den Prmius-Kochern eigentlich mit Tankstellenbenzin aus? Verbrennen die das halbwegs genau so gut wie Waschbenzin?
Grüße
Thomas
Jenst509
22.02.2004, 20:15
Hi !
Die Frage ist leider nicht so leicht zu beantworten. Von der Versorgung mit Brennstoff ist natürlich so ein Multikocher ideal, leider sind die aber alle recht schwer.
Ich würde dir 2 empfehlen.
1. den Primus Omnifuel: , sehr robustes, wiegt fast 800 g, verbrennt aber auch Gas.
2. der Optimus Nova: wiegt 640g, verbernnt kein Gas, dafür musst du aber beim wechseln des Brennstoffes die Düsen des Kochers nicht mehr austauschen. Meine sogar das wäre der einzigte der das kann.
Jetzt ist die Frage was du von den jeweiligen Eigenschaften am ehesten benötigst und was du mit dem Kocher alles vorhast.
Schönen Gruss ;D
Jens
alaskawolf1980
23.02.2004, 18:59
@thomas: habe es bisher nur mit Waschbenzin versucht. Aber wie alle sagen soll auch normales Tankstellenbenzin relativ gut funktionieren. Rußt eben etwas mehr. Ich benutze am liebsten Gas. Das verdreckt nicht so die Düse. Aber mit gereinigten Benzin dauert das sowieso recht lange, bis man da mal putzen muß. Ist also halb so wild.
Benzin und Gas verbrennst du mit der gleichen Düse!!! Mußt also nicht die Düse wechseln wenn du diese beiden Brennstoffe benutzt. Ich glaube bei Diesel mußte die andere Düse draufschrauben.
ab welcher Höhe/Temperatur ist denn von Gaskochern wirklich abzuraten? Ich möchte Juni/Juli nach Peru fahren zum Trekken. Temperaturen um den Gefrierpunkt und 4000m Höhe sind zu erwarten. Ist das mit Gaskochern noch möglich?
@MP: Mit ganz normalen Gaskartuschen (z.B. Coleman oder Primus) würde ich bei 2000m noch höchstens bis -5°C gehen, alles darunter dauert viel zu lange und verbraucht zuviel Gas. Es gibt von Primus aber extra Kartuschen mit einer anderen Gasmischung, die ich schon bei -15°C ganz gut eingesetzt habe. Der Höhendruck sollte aber in 4000m Höhe tiefere Temperaturen ausgleichen, so dass man dort auch recht gut kochen sollte. Habe mal gelesen, dass in den Höhenlagern am Everest auch oft mit Gas gekocht wird.
Grüße
Thomas
kriegst du überall?
habe lange mit trangia gekocht. bin zwischendurch fast verzweifelt weil ich keinen brennspiritus gefunden hab. zum beispiel in frankreich sehr schwer zu bekommen.
in canda hab ich 6 wochen über dem feuer gekocht bis ich die möglichkeit hatte brennspiritus nachzukaufen.
meiner steht seit langem in der ecke und wird nur noch in heimischen gefilden auf kruztrips genutzt.
brauche im moment den msr dragonfly, ein leichter sehr effizienter multifuel kocher. für diesel und petrol musst die düse wechseln. ein halber liter tankstellenbenzin reicht für knapp zwei wochen.
was ich mag ist die sehr feine regulierung. was ich nicht mag ist die plastikpumpe, die geht häufig kaput, nie so dass der kocher ausfällt nur dass es mühsam wird. ersatzpumpen gibts aber noch nach jahren gratis vom importeur :-) schwachpunkt ist dort bekannt.
was mit der zeit nervt ist der an und abbau der flasche. auf der andern seite kann ich je nach reise die 0.35 flasche die 1/2liter oder die literflasche mitnehmen.
gibt immer lustige gesichter wenn ich an die tankstelle gelatsch komme und einen halben liter benzin kaufe.
gewöhnungsbedürftig ist der lärm bei voller leistung. faszinierend wie schnell das wasser kocht und wie leicht sich der kocher regulieren lässt.
vorsicht preis-schock wenn man das teil in europa erwerben will.
gruss
Der Dragonfly ist echt ein super kocher! Gab's jetzt lange bei Globi im Sonderangebot für 99 Euro da die neuen Modell mit einer neuen Pumpe daherkommen, die nicht aus Plastik ist.
Grüße
Thomas
War mit meinem Multifuel 3 Monate in Peru in den Anden.Waschbenzin bekommt man in jeder "Ferreteria" und funktioniert problemlos.
Schoen an dem Kocher ist, die Moeglichkeit auch Gas benutzen zu koenne, besonders wenn man einen Adapter fuer Stechkartuschen hat.In Chile z.B. sind Gaskartuschen billig (1 Euro) und ueberall zu haben.
@alaskawolf1980: ich habe eine frage bezüglich feinregulierung. habe soeben dern primus valivful gekauft ohne zusätzliche regulierung am brenner. ich will während mehreren wochen "normal" kochen auf dem brenner. bringt die feinregulierung (zb. omniful) viel?
Habe schon seit etlichen Jahren den MSR XGK (wohl die erste Version, also ohne Nadel in der Düse).
Ich habe ihn erst einmal Jahre lang nicht benutzt, nachdem ich anfangs sehr schlechte Erfahrungen mit Petroleum gemacht habe: Sehr dickflüssig, d.h. man muss viel P. auf den Asbestlappen (gibt es den eigentlich noch bei neueren Modellen?) tropfen lassen, was dann beängstigend hohe Flammen beim vorheizen gibt. Ausserdem verstopfte ständig die Düse. Ätzend!
Dann war ich lange Zeit von Trangia-Spirituskochern begeistert (super verpackbar im Topf, klein, simpel, keine Verschleissteile, sauber, stinkt nicht, Brennstoff harmlos etc.). Aber auch schon in Schottland zeigte sich das Problem, an Spiritus zu kommen. Ist ja eigentlich auch logisch, ich meine, wer brauch den eigentlich schon.
Vor zwei Jahren in Chile hatte ich dann den MSR wieder reaktiviert, diesmal mit Benzin von der Tanke. Prinzipiell problemlos (kaum Verstopfungen), heizt gut, auch auf 3000 Meter +. Aber: (1) Das vorheizen ist ziemlich hakelig, zumal wenn man das im Dunkeln betreiben muss. (2) nach dem Kochen muss man den Kocher umdrehen und den Regler öffnen, damit der Druck abgebaut werde kann. Da kommt immer etwas Benzin mit. Folge: Kocher und Flasche stinken penetrant nach Benzin (im Rucksack). Auch war ich mir nie ganz sicher, ob die Flasche/Pumpe wirklich 100 Prozent dicht ist. Irgendwie fliegt Gepäck ja doch mal durch die Gegend (im Bus, beim Trampen etc.).
Fazit: wenn er erstmal läuft gut, keine Versorgungsprobleme, aber vom Handling her nicht optimal.
Hi McJ,
ich würde mir die Ersatzteile von MSR besorgen. Da sind dann auch Nadeln und die neuesten Düsen mit drin. Was die Asbestlappen angeht, sind die immer noch da. Hab den XGK selber, manche vergleichen ihn wegen der Lautstärke mit nen Düsenjet. Bin aber nicht der Meinung. Außerdem frißt er alles. Probier mal die neuen Düsen mit Petroleum.
Peter
Kebnekaise
19.07.2004, 08:37
Ich häng mich mal an die erste Frage dran!
Für extreme Kälte ist meiner erfahrung Petroleum immer noch das Beste. Deshalb haben die Arktis und Antarktis - Expeditionen der 70er immer den Phoebus mitgenommen (aber den gibt es leider nicht mehr!!) Also irgendein Mehrstoffbrenner, den man ganz einfach umrüsten kann (z.B. MSR - mit denen habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht).
In großer Höhe ist weniger der Brennstoff ein Probelm (außer Gas) sondern vielmehr der geringe Luftdruck, der das Waser schneller - also bei niedriger Temperatur (i.e. unterb 100°C) kochen lässt. der niedrige Luftdruck sorgt übrigens auch für die Probelem mit den Gaskartuschen...
@ben
Brennspiritus heißt in Frankreich "alcool a bruler" - kriegt man eigentlich in jedem Supermarkt....
Den lauten Dragonfly kenne ich auch. Ich bevorzuge deshalb den Whisperlite. Den kann man zwar nicht mit Diesel heizen, dafüer ist das Ding wirklich leise...
@kebnekaise: Ist doch besonders schön, vor allem im Winter, wenn es so richtig kalt ist, den Dragonfly so rauschen zu höre. Das hat schon was :D
Grüße
Thomas
hallo,
unser Beitrag zum Thema. Wir haben nach einer Alternative gesucht und gefunden. Die Brennstoffversorgung war für uns oft ein Problem. Uns ging der Umgang mit stinkendem Benzin auf die Nerven. Darum haben wir uns einen einen echten Wildniskocher zugelegt, den WK 15 von outreq (www.outreq.com). Auf unseren Nordlandtouren hatten wir damit nie Probleme, entweder Holz oder Esbit, oder auch beides. Der friert auch nicht ein, und funktioniert immer.
Gruß
Anja und Bernd
hallo anja und bernd,
ich hätte mal ne frage, wie lange brennt der WK15 denn mit einer holzladung? is ja nicht viel Volumen, muss ich dann immer den topf rübertun und nachlegen? wie ist die Rußentwicklung? kann man damit gut in der Apside kochen? wie lange braucht er zum abkühlen nach dem Frühstücksei? oder Kaffee?
leider ist die Webseite nicht sehr informativ...
gafi
hallo,
probier es mal mit dem Wildniskocher von outreq. Der funktioniert überall und immer, wiegt weniger als 500g!!
Dazu gibt es Lagerfeuerfeeling. Zum Anmachen und als Reserve (wenn mal alles Holz naß ist) etwas Esbit mitgenommen - fertig. Unter outreq.com findest mehr.
Gruß Bernd und Anja
hallo gafi,
sorry, mein letzter Eintrag war ein Versehen :-/
Aber zu deiner Frage. Wenn wir morgens Kaffee gekocht haben (etwa 1/2 Liter), mußten wir etwa 4-5 mal Holz nachlegen, d.h. Topf anheben, Holz rein, Topf wieder drauf, das war uns nicht lästig. Ruß war eingentlich nicht das Problem. Ich habe noch einen Bezinkocher, bei dem Ruß ein wesentlich größeres Problem war. Außerdem sind Kocher und Topf aus Edelstahl, da läßt sich der Ruß schnell abwischen. Unangenehm ist nur feuchtes Holz, das qualmt natürlich, solange es noch nicht richtig brennt, dann würde ich auch nicht unter der Apside kochen. Ich habe in diesen Fällen mit Esbit gekocht. Wie schnell er kalt wird?? Schwer zu sagen, wenn wir die Frühtücksutensilien zusammengepackt hatten, wurde auch der Kocher mit eingepackt.
Uns macht das Ding eingentlich kein Problem, mein oller Bezinkocher war da problematischer.
Gruß Bernd
hallo zusammen,
mit Interesse verfolge ich die Diskussionen im Forum. Der Wildniskochers WK15 kann an Orten wie jeder andere Kochertyp auch betrieben werden. Ich selbst habe schon unter der Apside meines Zeltes gekocht, mit Bedacht versteht sich. Hält man sich an die Empfehlungen, die ich in meiner Gebrauchsanweisung gebe (als download auf meiner website) sollten nicht mehr ¤*#Flammen aus dem Kocher kommen, wie bei jedem anderem Kocher auch. Trotzdem Vorsicht, im Betrieb mit Holz habe ich Temperaturen am oberen Seitenblech von 250 bis 300° gemessen. Ganz sicher ¤*#ist das Kochen mit Esbit, wie es Anja und Bernd auch beschrieben haben. Die Größe des Brennraumes, bzw des Kochers, ist meiner Meinung nach das Optimum zwischen Kocherleistung und Gewicht/ Kompaktheit. Die Wahl des Gehäusematerials Edelstahl ist gewählt worden, um die einfache Reinigung von Ruß zu ermöglichen, und Festbrennen zu vermeiden. Andere Bleche wären deutlich günstiger gewesen. Trotz alldem, Kritik stehe ich jederzeit positiv gegenüber.
Fa outreq (outreq.com) wünscht allen Reisenden schönes Wetter und tolle Erlebnisse.
Michael Stets
Hallo Alle,
ich habe meinen Dragonfly immer geschätz auf Touren in den Alpen oderim Sommerurlaub. Jetzt kommts aber ganz dicke: er verträgt Höhen über 4000m nicht. Ich habe ihn nicht anbekommen. Einen Hinweis habe ich auf der website von MSR gefunden. Dort wird der Dragonfly fürs trekking eingestuft und nicht fürs Höhenbergsteigen. Weiteren Hinweis gabs im globetrotter forum unter Beurteilung des Primus Kocher Omnifuel. Dort beschrieb ein Bergsteiger von einem Mitstreiter, der den Dragonfly in 6000m Höhe nicht zum Laufen gebracht hat. Im Gegensatz zu seinem Omnifuel.
Die Finger würde ich an deiner Stelle vom japanischen Modell snow peak lassen. Die Kritiken sind sehr fragwürdig. Obwohl dieser fürs Höhenbergsteigen gebaut wurde, taugt er nix und ist teuer. Ich habe mir den Omnifuel mit Gasadapter gekauft. Schwer ist nicht leicht.
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
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