Vollständige Version anzeigen : trockene Wanderstiefel+ Gaskocher im Fugzeug
adam+otto
18.11.2004, 15:33
moin
Wir haben vor im Ende März in den Alpen eine Mehrtägige Tour zu machen.(ca. 10 Tage) Und dazu haben wir zwei Fragen:
1. Wie kann man über Nacht im Zelt seine Schuhe und auch der rest der Klamotten trocknen?
2.Kann man einen Gaskocher mit Standardkatuschen im Fugzeug im Gepäck mitführen oder muss man da irgendwelche Sicherheitsteile(-dinger) beantragen?
Schon man im Voraus DANKE für die Antworten
Hi, Gaskartuschen kann man im Flugzeug nicht transportieren, dazu gab's schon ¤*#mal was:
http://www.trekkingforum.com/cgi-bin/forum/trekkingforum.pl?board=vorbereit
ung&action=display&num=1087993871&start=2
Grüße, Lungta
moin
Wir haben vor im Ende März in den Alpen eine Mehrtägige Tour zu machen.(ca. 10 Tage) Und dazu haben wir zwei Fragen:
1. Wie kann man über Nacht im Zelt seine Schuhe und auch der rest der Klamotten trocknen?
2.Kann man einen Gaskocher mit Standardkatuschen im Fugzeug im Gepäck mitführen oder muss man da irgendwelche Sicherheitsteile(-dinger) beantragen?
Schon man im Voraus DANKE für die Antworten
zu 1) Schuhe eigentlich gar nicht, am besten am Abend über Kocher halten, dass geht noch am besten. Klamotten, solange sie nicht alzunass sind, am besten im Innenzelt aufhängen und unten den Gaskocher laufen lassen, dass geht dann recht fix. Feutchte Socken und Unterwäsche kann man auch mit in den Schlafsack nehmen. Ist zwar nicht ganz angenehm, aber die werden auch trocken.
zu 2) Gas-Kocher kein Problem, Kartuschen auf gar keinen Fall!! Mußt du dann vor Ort besorgen, ist heutzutage aber kaum ein Problem mehr!
Grüße
THomas
Kebnekaise
19.11.2004, 07:37
Kartuschen kannst du im Flugzeug nicht mitnehmen...
Zu Trocknen: Am Besten vermeidest du, dass von deinen Klamotten zu viel nass wird - also nimm Wasserdichtes mit (Überhose und Jacke). Beides kannst du im Vorzelt über den Rucksack breiten, dann ist es am nächsten Tag halt nur noch klamm...
Durchgeweichte Schuhe stopfst du am Besten mit Zeitungspapier aus. Das holt einen Großteil des Wassers wieder raus...
Hi,
zum trocknen der schuhe hab ich´s bisher so gehalten, dass ich dafür in jeden schuh einen kohletaschenofen hineinlege. den kohlestab nur an einer seite anzünden, dann wird´s nicht so heiß und der ofen heizt auch länger. damit die schuhe unters vordach des zelts und los (sicherheitshalber nicht ins innenzelt!!!). vielleicht vorher mal ausprobieren und falls die öfen doch zu heiß werden in einen zusätzlichen waschlappen o.ä. einwickeln (natürlich nicht luftdicht verschließen! ;)).
tom
liebe bisherige antworter!
ich staune nicht schlecht über eure teils richtigen und brauchbaren aber auch teils mit verlaub föllig schwachsinnigen antworten!
tut mir leid, aber manche von euch scheinen wirklich keine ahnung bzgl. längeren wintertouren (und in ich den alpen würde ich den märz absolut noch zu den hochwintermonaten rechnen) haben.
also.:gaskatuschen gehören zu den sog. dangerous goods. fluglinien die nach JAR OPS eine zulassung für diesen gefahrenguttransport besitzen, dürfen diese auch befördern. das trifft aber nur auf sehr wenige in der branche zu. in der regel sind das keine fluglinien sondern fracht- und hubschrauber unternehmen. (die befördern auch anständig viel sprengstoff zum lawinen absprengen)
da ich annehme, dass ihr mit einem linienflug irgendwo in den alpen (salzburg, Innsbruck bern,bozen...) aufschlägt würde ich tunlichst davon abraten. sptästens seit ground zero reagieren die sicherheitsdienste der flughäfen auf solche potentiellen bomben sehr nervös und das kann verdammt teuer werden. grund dafür ist, dass auch der frachtraum in einem flugzeug bedruckt ist (im gegensatz zu hubschraubern im allgemeinen). falls dieser druck aus irgendeinem grund (technisch oder fehlbediehnung) abfällt, wirkt der umgebungsdruck auf die kartuschen. somit steigt der innendruck der kartuschen sprunghaft an und die gefahr, dass es euch diese dinger sammt dem sie umgebenden flugzeug in dem ihr sitzt um die ohren haut ist verdammt gross.
mit benzin in bedruckten kocherflaschen schauts übrigens nicht viel anders aus.
zur zweiten frage: falls ihr wirklich 10 tage im gelände und nur im zelt nächtigend unterwegs sein wollt, sind eure einzigen wärmequellen die sonne, dei körperwärme und der kocher. und zwar genau in dieser reihenfolge. das problem in den alpen ist, dass es jeh nach wetterlage sehr feucht werden kann (im gegensatz zu höheren gebirgen oder arktischen gegenden)
am wichtigsten ist, dass du einfach nicht nass wirst. in der regel trocknet kleidung ganz gut am körper (keine naturfasern verwenden!) ganz gut. du kannst sie aber auch wenns minusgrade hat ganz gut in der sonne trocknen ( bei entsprechend trockener luft kein problem, schnee und eis in der kleidung sublimiert einfach)
die schuhe kriegst du nach meiner erfahrung nie trocken. für zehn tage brennstoff bei einem verbrauch von ca .25 bis .40l benzin für zwei personen (gas hat etwa den selben energiegehalt und damit wird auch ungefähr die selbe menge verbraucht) pro tag zum trocknen von kleidung und schuhen oder gar zeitungspapier (wer soll denn ¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*# den tragen?) einzuplanen ist einfach ¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#. ich würde sie auch gefälligst aus dem schlafsack draussen lassen. denn erstens muss dein körper mehr heizen um die energie auzuwenden die zu trocknen notwendig ist und zweitens geht die feuchtigkeit nur in die schlafsackfüllung. dann hast halt einen umso feuchteren schlafsack...
in den alpen ist meiner meinung ein schalenbergschuh (ich nehme nicht an, dass ihr mit schiern , wies am meisten sinn machen würde,unterwegs seid) immer noch am sinnvollsten. am nächsen morgen kratzt das eis einfach aus der schale und klopft es aus dem innenschuh und fertig ist der zauber. die bessten erfahrungen habe ich mit geschlossenzelligen innenschuhen gemacht. die nehmen viel wehniger feuchtigkeit auf, sind wärmer und trocknen schneller.
viel mehr sorgen würde ich mir allerdings um lawinen machen...
gerade im märz kanns oft ganz ordentliche neuschneezuwächse geben.
ich hoffe, dass ihr diebezüglich auf zack seid und alle berge- und rettungstechniken gut beherrscht.
jedenfalls viel spass,
gerhard
@Gerhard: Erstmal willkommen in unserem Forum. Wenn du bisher die Gelegenheit hattest dich hier ein bißchen umzuschauen, dann wirst du feststellen, dass hier ein durchaus sehr freundlicher Umgangston herscht. Dazu gehört auch, dass man Aussagen anderer, so falsch sie in den eigenen Augen auch sein mögen, nicht als "schwachsinnig" bezeichnet.
Nun aber zum fachlichem: Keiner hat geschrieben, dass es darum geht jeden Tag seine Klamotten auf's neue trocknen zu wollen. Wenn man, warum auch immer, seine Klamotten nass bekommen hat, dann muss man sie nun mal trocken bekommen. Und in vielen Situationen wird einem nun mal Sonen- und Körperwärme nichts helfen. Da muss der Kocher ran oder, falls es möglich ist, ein kleines Lagerfeuer. Deinen Äußerungen würde ich folgen, dass du schon längere Wintertouren gemacht hast. Dann kann ich mir auch nicht vorstellen, dass du nicht Reservebenzin oder -gas eingeplant hast, für den Fall, dass man etwas unbedingt trocken bekommen muss.
Zum Trocknen im Schlafsack: Keiner soll ja seine vorher im Fluss eingeweichten T-Shirts in den Schlafsack legen :) Für Socken oder Unterwäsche funktioniert das gut. Da wir hier nicht von Extremtouren ausgehen, ist die zusätzliche "Energie", die hier der Körper für aufwenden muss wohl fast zu vernachlässigen. Und ein etwas nasser KUFA-Schlafsack am Abend wärmt woll immer noch besser als total durchnässte Socken am morgen. Das ist nun mal meine Erfahrung. Kann ja jeder ausprobieren und ansosnten halten wie er will :-)
Grüße
Thomas
Kebnekaise
26.11.2004, 11:32
da kann ich mich nur vollinhaltlich anschließen.
Außerdem haben die beiden Jungs (adam & otto) mit ein paar anderen Fragen schon klar gemacht, wo und wnn sie durch die Alpen ziehen wollen. Und auf DER Route sollte es eigentlich kein Problem sein, sich regelmäßig mit Brennstoff oder einer gebrauchten Zeitung zu versorgen.
Ceterum censeo, dass die zwei bestimt nicht über Schalenstiefel verfügen, sondern mit den Ledernen vorlieb nehmen müssen...
bachergerardo
26.11.2004, 17:22
Hallo aus Chile,
ich hab gehoert, dass man nasse Stiefel sehr gut mit einem heissen Stein trocknen kann.
Das Rezept ist wie folgt:
Man erhitze einen handtellergrossen Stein ueber 15 Minuten in kochendem Wasser und lege ihn dann vorsichtig in den Stiefel. Die Hitze laesst das Wasser sanft verdunsten und trocknet das Leder nicht zu sehr aus.
Hab ich zwar noch nie ausprobiert, klingt aber einleuchtend.
Viel Spass bei der Tour,
Gerhard
Wo wir nochmal beim Thema sind: ich habe mir auch schon Gedanken gemacht, wie ich beim Wintercamping ggf. meine (Langlauf-)Stiefel trocknen könnte. Zeitung und zusätzlicher Brennstoff scheiden aus, Steine befinden sich wenn überhaupt zwei Meter unterm Schnee - aber wie ist das mit diesem Taschenofen? Das Prinzip ist ja eigentlich das gleiche wie beim heißen Stein. Ich habe die Dinger zwar immer eher für Spielerei gehalten, aber wenn ich tatsächlich damit meine Stiefel trocken bekommen sollte, wäre es vielleicht die 100g Gewicht mehr wert? Ist das Ding auch nicht zu heiß, ich will mir ja nicht das Leder kaputt machen? Könnte ich mir ja prima zu Weihnachten schenken lassen.
Lungta
Hallo Lungta,
mit den Taschenöffen habe ich noch keine Erfahrungen gemacht. Die Langlaufstiefel sind aus Leder, oder? Dann wirst du wohl das Problem am morgen haben, dass die Dinger steif sind wie steine. Auf meinen paar Wintertouren war ich immer nur mit meinen Hanwags Alaska unterwegs und morgens hätte ich die als Waffe benutzen können :mad: Da hilf nicht dagegen außer schnell rein und soviel bewegen wie es nur geht :-)
Grüße
Thomas
bachergerardo
26.11.2004, 20:44
Hallo,
die Taschenoefen sind beileibe keine Spielerei.
Ich habe jahrelang immer wieder unter schweren Bedingungen im alpinen
Hochgebirge Touren durchgefuehrt und Taschenoefen verwendet.
Ob sie jedoch auch bei starken Minusgraden helfen moechte ich bezweifeln.
Kurze Frage: hast du die mit Benzin oder mit Kohlestäbchen verwendet? Über die Kohlestäbchen-Öfen habe ich einiges Negatives gelesen, allseits gelobt wird der Benzin-Ofen von Peacock. Ist sicher nicht der allerwichtigste Ausrüstungsgegenstand, aber wenn ich schon so ein Teil mitschleppe, soll es auch funktionieren und nicht gefährlich sein.
Christine
bachergerardo
28.11.2004, 13:44
Hallo Lungta,
koenntest Du bitte kurz erlaeutern, was die Nachteile eines Kohlestab- Taschenofens sein soll? Ich kenne nur diese Art Ofen und kann daher nicht vergleichen.
Danke und bis bald,
Gerhard
Hallo Gerhard,
ich kann natürlich nur weitergeben, was ich in den Bewertungen von Globetrotter gelesen habe: er stinke (was sich ja noch verkraften ließe), die Kohlestäbe gingen ständig aus, und wenn das Teil mal nicht mehr richtig schließe, bestünde aufgrund der erhöhten Luftzufuhr erhebliche Brandgefahr. Habe den Link mal kopiert:
http://www.globetrotter.de/de/beratung/rating.php?show=anzeigen_modnr&mod_nr=rd_01101&artbez=Four+Seasons+Kohle+Taschenofen
Aber vielleicht bezieht sich das auch nur auf "Billig"-Modelle (der dort bewertete Ofen ist von Four Seasons, das ist die Hausmarke von Globetrotter - ich nehme an, so etwas importieren die auch nur aus China).
Viele Grüße
Christine
bachergerardo
28.11.2004, 18:22
Hallo Christine,
zuerst mal vielen Dank fuer Deine Muehe.
Klingt einleuchtend, was Du ueber den Taschenofen schreibst.
Ich hatte mal einen vor einigen Jahren, die Kohlestaebchen gingen aber
kaum aus, hatte insgesamt keine grossen Probleme. Ich denk mal, wie
Du richtig schreibst, dass bei Billigmodellen Probleme auftreten.
Wie ueberall ist's nur eine Preisfrage.
Bis bald,
Gerhard
dave_one
28.11.2004, 19:09
Hi!
Und wie siehts nun mit den Benzin-Wärmern aus?
(z.B. die Benzinzippos taugen nicht viel, weil das Benzin immer verdunstet - was aber hier in der kalten Jahreszeit wohl nicht so das Problem sein wird.)?
Habe mal gehört, dass manche die Stiefel in eine Plastiktüte (wasserdicht) verpacken und ins Fußende des Schlafsacks stecken - dann frieren sie zwar nicht ein, sind aber immer noch schön nass. :mad:
Danke für weitere Infos....
Schlage mich mit dem Problem auch jeden Winter rum und wäre mal für eine befriedigende Lösung dankbar.
MfG
Dave
bachergerardo
28.11.2004, 19:14
So komisch es klingen mag, aber ich lasse bei Temperaturen unter null die Stiefel immer an. Man schlaeft zwar nicht gut, manchmal ist's auch etwas kuehl, aber die Stiefel trocknen mit der Koerperwaerme und gefrieren nicht, hat daher auch keine Probleme mit dem Reinkommen.
Gerhard
@Gerhard: Na, und wie sieht dein Schlafsack danach aus? Ich meine, meistens hat man nasse und schmutzige Schuhe, da will ich nicht noch in den Schlafsack mit reinkriechen!
Grüße
Thomas
bachergerardo
28.11.2004, 22:36
Du hast schon Recht, der Schlafsack sieht danach nicht schoen aus, ist auch fuer Daunenschlafsaecke nicht zu empfehlen, aber irgendwie muss man ja die Stiefel trocken und warm bekommen.
Ausserdem, wenn man die Stiefel vorher gut saeubert geht's. Dies ist auch nur fuer Extremfaelle gedacht, wenn kein anderes Mittel mehr vorhanden ist, bei meiner Hochgebirgsausbildung war dies oefters der Fall.
Hab leider im Moment keinen besseren Vorschlag parat,
Gerhard
Kebnekaise
29.11.2004, 07:31
Also ich versuche seit Jahren auf Wintertouren mit der Geduld des Verzweifelten meine Taschenöfen zum Trocknen und Vorwärmen meiner Stiefel einzusetzen. Mein Problem dabei ist, dass die Dinger immer wieder ausgehen (ich verwende Benzin-Öfen, weil ich Brennstoff-Nachschub in jedem Dorf erhalte - zumindest in Europa...)
Ich vermute mal, dass das Benzin eine gewisse Temperatur braucht, um überhaupt zu verdunsten. Damit funktioniert das zwar unter der Oberbekleidung, aber eben nicht mehr in den Schuhen, die halt auskühlen.
Wie sich die Sache bei den Kohle-Öfen verhält, weiß ich leider auch nicht...
bachergerardo
29.11.2004, 09:52
Hast Du Lederschuhe oder Kunststoff Schalenschuhe?
Ich denke, Lederschuhe sind bei Extrembedingungen den Schalenschuhen
unterlegen, da man die Innenschuhe rausnehmen und trocknen
kann.
Dies ist zumindest meine Ueberlegung,
Gerhard
hallo nochmals an alle,
also ihr habt sorgen...
schaut ja nicht so aus als hätte da jemand wirklich erfahrung mit wintertouren...
erstmals noch kurz zur geplanten route von adam und otto:
südlich des brenners, zumindest solange ihr im eisacktal bleibt wirds keine probleme mit schnee, feuchten schuhen oder kälte geben. ab sterzing wird zumindest auf der schattseite schnee liegen. allerdings habt ihr auf diesem streckenabschnitt nur die möglichkeit auf der autobahn (da werdet ihr wohl nicht lange mautfrei unterwegs sein...) oder auf der brenner staatsstrasse zu stiefeln (auch kein leckerbissen).
auf der österreichischen seite wird ziemlich sicher (ausgenommen der abschnitt schönberg - zirler berg) liegen. dann könnt ihr auch nur wieder entlang der landstrasse latschen, von tausenden fahrzeugen pro tag überholt... ich weis nicht ob eine sog. alpenüberquerung zu dieser jahreszeit ohne schi und ohne alpines gelände zu berühren eso lecker ist (od. ist es mehr eine landstrassenwanderung?), und das ursprüngliche problem der nassen schuhe zum tragen kommt (die strassen sind um diese zeit meist schneefrei, und auf den kleinen wege daneben versinkt man ohnehin im schnee, und geheizte gasthäuser und tankstellen gibts auf dieser strecke genug...)
also lieber adam und lieber otto: überlegt euch die sache nochmals, kommt im sommer und macht etwas viel schöneres. geht in die berge. da gibts auch meist kein problem mit zelten und es ist einfach viel schöner als unter autobahnbrücken nur mit gehöhrschutz schlafen zu können.
der winter ist etwas zum schifahren. wer´s nicht kann sollte sich auch nicht die mühe antun mit kalten lederschuhen an den füssen tagelang bis zu den ohren im schnee zu versinken. glaubt mir.
nun zum zweiten, sehr heftig diskutiertem thema: ich geh seit gut 15 jahren im winter im in und ausland auf längere touren (alpen, skandinavien, spitzbergen, alaska, kanada, russland...) und bin selbst bei minus 40°C noch nicht auf die idee gekommen einen taschenofen oder zeitungspapier zu verwenden. das wichtigst ist,dass die schuhe trocken bleiben! mit körperwärme kriegt ihr schuhe nie trocken. ofen und extra brennstoff ist einfach zu schwehr (oder glaub ihr dass mann mit solchem ballast auf hohe berge käme?) es gibt aber einen schmäh: die dampfsperre. zieht euch einen wasserdichten socken (plastiksack) an, der verhindert, dass schweiss von innen in den schuh gelangt. wenns schön kalt ist dringt eh keine feuchtigkeit in den schuh von aussen ein. bei kunststoffschuhen sowieso nicht. (die haben aber auch so ihre nachteile) dafür schwimmt man dann im eigenem saft. auch keine wunderlösung.
es kommt immer auf die bedingungen an. letztendlich führt aber nix an kalten füssen vorbei. soviel ist sicher. das hat aber der winter so an sich...
solang man aber in bewegung bleibt ists nicht so schlimm. und im zelt gibts eh den schlafsack...
so, ich geh jetz durch schneestapfen.
grüsse aus tirol,
gerhard
Ich habe in der Tat keine Ahnung vom Wintercamping, deshalb habe ich ja gefragt :D . In der Hütte konnte man die Schuhe (in angemessener Entfernung) über'm Ofen aufhängen (und im Fjell-Zentrum gibt's eh Trockenschränke). Ich habe im Internet so VBL-Socken gesehen, analog zu den Teilen für in den Schlafsack. Für über den Innensocken und unter die dicken Socken. Das müsste wohl dem entsprechen, was du meinst? (vielleicht etwas mehr High-Tech als Plastiksack). Ansonsten kenne ich wasserdichte Socken nur vom Fahrradfahren, aber die sind nicht unbedingt für längeres Laufen geeignet.
Viel Spass beim Schneestapfen, hier ist es leider deutlich über Null, kein Schnee in Sicht.
Christine
Kebnekaise
02.12.2004, 11:12
@Bachergerardo
Bisher war ich immer mit Lederstiefeln unterwegs, habe mir aber jetzt Schaklenschuhe zugelegt, eben weil man da die Innenschuhe rausnehmen kann. Vielleicht brauch ich die Öfen dann ja nicht mehr....
@lungta:
hi,
stimmt, die vapor barrier liner socken sind die high tech ausführung von den plastiksackerln mit dem vorteil, dass die naht, weil oft recht dick, unglaublich drücken kann und die dinger ganz fürchterlich zu stinken anfangen. die plastik socken haust dagegen einfach weg. und mit 3, 4 paar kommst schon 10 tage aus.
der schlafsack vbl ist auch so eine sache. über minus 20°C brauchst dir das nicht antun. da pfeift die körperfeuchtigkeit meist noch schön durch die schlafsackfüllung und gefriert an der aussenseite.
die radelsocken sollen den sinn haben, dass keine feuchtigkeit (und wind) an die füsse kommt, also genau das gegenteil vom vbl. darum sind sie auch gern aus goretex und damit als vbl wieder völlig ungeeignet.
hab gesehen, du möchtest diesen winter in skandinavien mit schi unterwegs sein und grossteils auf hütten übernachten. da würd ich mir wegen nasser schuhe keine sorgen machen. schon eher wegen kalter zehen. ich benutz für flache wintertouren einen alten, um 2 nummern zu grossen leder telemarkschuh mit zwei paar socken und isolierten gamaschen (gibts von or). funktioniert ganz gut, solangs nicht zu warm wird...
schier gibts meines wissens nach von meheren herstellern. vor allem von atomic, tua, fischer, matshus...
hat der e99 nicht schuppen??
grüsse,
gerhard
Hallo Gerhard,
ja stimmt, ich möchte gerne wieder nach Lappland - Hütten und/oder Camping steht noch nicht so ganz fest. Auf meine Frage hat sich ja leider niemand gemeldet http://trekkingforum.com/forum/images/smilies/sad.gif , hatte aber eh nicht viel Hoffnung. Werde es vielleicht noch mal woanders versuchen, ansonsten wird es wohl auf eine organisierte Tour hinauslaufen - um alleine loszuziehen fühle ich mich nicht erfahren genug, ganz abgesehen davon, dass es in der Gruppe viel mehr Spass macht. Und bei den organisierten Touren (von denen es in dem Stil + in Lappland nicht gerade viele gibt) wäre meine erste Wahl eine, die auch viel Camping involvieren würde - daher die Fragerei. Wenn es Ernst damit werden sollte, werden noch so einige Fragen von mir kommen, ich hatte mich nur an die Thread hier schon mal angehängt.
Zur Ausrüstung: Ja, ich habe den Fischer 99 - grundsätzlich gibt es ihn in beiden Varianten, hier habe ich ihn aber nur mit Schuppen bekommen. Haftung außerhalb der Loipe war bisher aber OK + ich muss mich bei wärmeren Temperaturen nicht mit der Frage des richtigen Wachses rumärgern (wie bei meinen Loipen-Ski). In meine bisherigen (Garmont Kunststoff-) Stiefel bekam ich nur ein paar dicke Socken, was vor zwei Jahren bei unter 20 Grad minus etwas problematisch wurde (laufen war OK, Pausen fielen halt kurz aus). Das war allerdings im Winter, im Frühjahr hat mir ein Paar Socken bisher gereicht. Trotzdem habe ich mir jetzt neue Lederstiefel gekauft, erstens passen jetzt zwei Paar Socken und zweitens gefällt mir Leder einfach besser. Gamaschen habe ich ganz einfache billige, nicht atmungsaktiv - aber wozu auch: das Kondenswasser gefriert einfach an der Innenseite. Dito übrigens das Kondenswasser in meiner Goretex-Jacke, da konnte ich abends das Eis rauskratzen.
Viele Grüße
Christine
PS: was genau meinst du mit Plastiksocken? Zurechtgeschnittene Plastiktüten oder gibt es da was spezielles? wenn ja, wo?
hi lungta,
...wundert mich, dass sich niemand gemeldet hat. schaut ganz so aus als wären die vielen vermeintlich harten buben in diesem forum nicht ganz so kältefest...
dass eine wintertour in lappland verdammt schön ist, steht wohl ausser zweifel.
naja, vielleicht sprichst du auch einfach den falschen personenkreis an.
mit plastik socken mein ich nix besonderes, sondern ganz simple gefrierbeutel.
ich war heute übrigens auf schitour.bin gleich hinterm haus weggegangen. mega fernsicht und gar kein schlechter schnee.
so long, gerhard
bachergerardo
04.12.2004, 15:40
@Gerhard
Hallo Namensvetter, bald kommen ein paar Landsleute von Dir zu uns nach Chile.
Zum Thema: Ich denke, alles hat Vor- und Nachteile, aber unter Extrembedingungen wuerde ich Schalenschuhe vorziehen, es ist die Handhabung einfach leichter und- sollten sie ein Mal innen nass sein - wieder leichter trocken zu bekommen. Der Nachteil besteht natuerlich darin, dass sie auch nach aussen hin wasserfest sind und den Schweiss nicht verdunsten lassen, ausserdem sind sie sehr starr, was beim "normalen" Gehen eher hinderlich wirkt.
Bis bald,
Gerhard
Murmel-Sepp
06.12.2004, 17:00
ich habe diese taschenofen als kleiner junge beim angeln benutzt - man muss damit etwas trainieren ... manchmal gehen die aus usw. aber bei wintertouren finde ich das durchaus ein sehr nützliches Tool, es reicht eigentlich auch nur einen mitzunehmen man kann die Schuhe ja abwechselnd trocknen, es geht ja eh nur darum, die Feuchtigkeit raus zu bekommen - bei wirklicher nässe, das ist gefährlich !!! empfehle ich absteigen, feuer machen und gründlich aufwärmen.
ah - dann fällt mir gerade noch etwas - es gibt für Angler und Jäger so EinlegeSäckchen
die sind vakuum verpackt, ganz flach und wenn man die öffnet, reagiet da irgendwas und wird angenehm warm ... die heizen dann 10 stunden oder so, sind nicht ganz billig aber superleicht und bei wintertouren glaube ich echt hilfreich.
ah - dann fällt mir gerade noch etwas - es gibt für Angler und Jäger so EinlegeSäckchen
die sind vakuum verpackt, ganz flach und wenn man die öffnet, reagiet da irgendwas und wird angenehm warm ... die heizen dann 10 stunden oder so, sind nicht ganz billig aber superleicht und bei wintertouren glaube ich echt hilfreich.
So was habe ich letztes Jahr im Winter mal versucht, ab ca. -10 bis -15°C hat sich da nichts mehr getan. Keine Ahnung, wie die Dinger funktionieren, aber ich hatte mehrere zum Versuchen dabei. Da hat sich bei keinem etwas getan.
Grüße
Thomas
bachergerardo
06.12.2004, 23:53
[QUOTE=Thomas]So was habe ich letztes Jahr im Winter mal versucht, ab ca. -10 bis -15°C hat sich da nichts mehr getan.
Diese Dinger funktioniern mit irgendwelchen Kristallen, die miteinander reagieren. Ich bin zwar kein Chemiker, aber ich kann mir schon vorstellen, dass ab einem gewissen Temperaturbereich nix mehr geht.
Schoenen Gruss,
Gerhard
vBulletin® v3.8.1, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.