Vollständige Version anzeigen : Der richtige Rucksack
Ich werde im März nächsten Jahres das erste Mal Nordindien/Nepal besuchen und möchte mir dafür einen neuen Rucksack zulegen. Auf meinen bisherigen Reisen war ich immer mit einer grossen Reisetasche unterwegs, da ich die Länder meist mit einem Mietwagen abgefahren habe. Da ich in Indien jedoch grösstenteils mit dem Zug unterwegs sein werde, erscheint mir ein Rucksack sinnvoller. Der Rucksack sollte wohl eher ein Ersatz für die Reisetasche sein, denn ich werde damit keine Berge besteigen oder mehrtägige Wanderungen unternehmen sondern höchstens mal Halbtageswanderungen. Als Grössenrichtwert hatte ich an 75 Liter gedacht oder ist das zuviel/zuwenig? Auch erscheint mir ein abnehmbares kleines Daypack sinnvoll, da ich den Kleinkram irgendwo im Flugzeug unterbringen muss oder wenn ich für einen Tempelbesuch nur die Fotokamera und ein paar Kleinigkeiten benötige und den Rest im Hotelzimmer lassen will. Kann mir bitte jemand weiterhelfen? Für jeden Vorschlag bin ich dankbar.
hallo pan,
es gibt da einige "kofferrucksäcke" mit abnehmbaren Daypack. Die Frage ist natürlich wieviel du ausgeben willst, danach richten sich dann auch die "Tips".
Schau mal das den hier an, Macpac Genesis
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=wc_33001&GTID=46e96306d88c74c334 b55a8fc929b5f5
von Tatonka und anderen Firmen gibt es auch sowas, hab aber da im Moment keine Links oder Namen.
Kebnekaise
19.11.2004, 12:27
75 Liter scheinen mir doch ein bisschen übertrieben. Es sei denn, du willst auf deiner Trekking-tour so ungefähr 3 Wochen abseits jeglicher Zivilisation als selbstversorger leben.
Will damit sagen: Ein 75er ist ein riesieger Packen, der dazu verleitet viel zu viel mitzuschleppen. Meistens wird der Kram dann nicht gebraucht und das Zeug ist schwer. Außerdem - und das spricht mM noch viel mehr gegen einen so großen Rucksack - fällst du damit noch mehr als ohnehin auf (ist das deutsch??)...
ich denke, dass 60 Liter bei weitem ausreichend sind, zumal du ja kein Trekking-Equipment (Kocher, Geschirr, Zelt) herumschleppen musst. Da hast du dann auch noch genügend Platz für Reiseeinkäufe...
Abzippbare Daypacks sind immer sehr klein (5 - 7 Liter). Ich empfehle dir ein normales Daypack (ca. 20 l) ohne Rückenplatte - also etwas Faltbares. Das Ding kannst du dann gleichzeitig als Handgepäck imm Flugzeug benutzen bzw. bei langen Zugreisen da das Nötigste unterzubringen. Es nervt nämlich unheimlich den "Großen" immer wieder aus dem Gepäcknetz zu angeln, nur weil man vergessen hat die Zahnbürste auf dem weg zum Waschraum eintzupacken
@Kebnekaise
An die Lösung hatte ich auch schon gedacht. Kannst du mir evtl. sagen, wo man diese faltbaren Daypacks kaufen kann und was die so im Schnitt kosten? Danke
Ich habs selber noch nicht ausprobiert, aber ich stelle es mir sehr unpraktisch vor, wenn Daypack und Rucksack mal beide voll sind und man dann den Daypack an der Hand mitschlüren darf - der Rücken ist ja schon mit dem großen Rucksack belegt. Ich glaube, da ist so ein anzippbarer Daypack doch praktischer. Aber wie gesagt, das ist keine eigene Erfahrung, sondern nur eine Vermutung.
Andererseits sieht so ein kleiner faltbarer Daypack vielleicht auch nicht nach so viel Geld aus - das kann ein großer Vorteil sein.
Abzippbare Daypacks sind immer sehr klein (5 - 7 Liter).
Laut Macpac hat der Daypack am Genesis 25l Volumen. Insgesamt hat das Teil aber je nach Rückenlänge stolze 85-95l (inkl. Daypack, also 60+25). Das ist wirklich reichlich viel, wenn man ohne Zelt & Kocher unterwegs ist. Aber soweit ich weiß gibt es auch kleinere Modelle mit dem gleichen guten Tragesystem.
Egal wie du dich entscheidest: auch wenn du mit dem vollen Gepäck nur Halbtageswanderungen machst, wird dein Rücken trotzdem ein gutes Tragesystem zu schätzen wissen. Also kauf nicht den erstbesten preisreduzierten Sack, sondern probier möglichst alle in Frage kommenden Modelle aus - und zwar länger als 5 Minuten, und mit vollem Leistungsgewicht. Nicht jedes Tragesystem passt zu jedem Rücken, die Unterschiede sind enorm, auch wenn auf den ersten Blick alle ähnlich aussehen.
Ich hab hier nur ein bisschen an den Formatierungen (beim Zitat) rumgespielt, um die neue Forumssoftware mal auszuprobieren. Keine Änderung am Inhalt!
Kebnekaise
24.11.2004, 12:23
Ich hab´ wohl vergessen zu erwähnen, dass ich den daypack nicht in der hand trage, sondern IM Großen. Ich habe da normalerweise meien ganze Verpflegung drin - benutze3 ihn on tour also wie einen Packsack um Ordnung zu halten. Deshalb haben die bei mir auch immer das prädikat "faltbar"...
Ich habe meine immer bei den Kaffeeröstern oder Lebensmitteldicountern gekauft (i.e. für Österreicher Eduscho und Hofer, für Deutsche Tchobo und Aldi....). Sind zwar nicht von absoluter Spitzenqualität, aber bei einem Preis von 10 bis 15 € macht es nicht soviel aus, wenn die Dinger nach zwei Jahren den Geist aufgeben. Du kannst aber in jedem Fachgeschäft nachschauen. Normalerweise gibt es da immer ein oder zwei Modelle, die deinen Ansprüchen genügen dürften. Ansonsten schau mal hier nach http://www.globetrotter.de/de/shop/rubrik.php?k_id=0408.
Die Kofferrucksäcke, wozu auch der MacPac Genesis gehört, sind aufgrund des abzippbaren Daypacks, des verstaubaren Tragesystems und des Front-Openings immer etwas gewichtiger als normale Trekkingrucksäcke. Falls Du nicht soviel damit laufen mußt, ist das okay, es gibt auch eine kleinere Variante davon von MacPac, den Gemini, mit ca. 55 l Volumen. Insgesamt muß ich aber Kebnekaise rechtgeben, ich find´s auch sinnvoller, ein richtiges Daypack in einem richtigen Trekkingrucksack mitzunehmen. Ich selbst hab das x-Cross von Mammut, das ist superweich und faltbar mit Neoprenbauchgurt. Es gibt aber auch solche klein faltbaren Mini-Daypacks wie das Deuter Hokuspokus oder das Itsy-Bitsy von Bach, aber ich glaub nicht, dass die viel aushalten...
Liebe Grüße...:))
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