Vollständige Version anzeigen : Kanu Tour in Skandinavien
Hey Leute,
vielleicht seid ihr mir mal wieder mit einem Tipp hilfreich.
Und zwar plane ich eine Kanutour, am liebsten mit einem Kanadier in Skandinavien, am liebsten eig. in Schweden, weil ich da eig. des öfteren bin.
Ich suche:
-möglichst abgeschiedene Ecken
-Gerne auf Seen oder so, da ich wenig bock auf Stromschnellen habe.
-die Möglichkeit den Kanadier dort zu leihen, da ich keinen eigenen habe.
das ganze soll ca 2-3 Wochen dauern.
Hallo Jonne,
ich hab etwas Erfahrung mit Kanadiern in Schweden.
Zuerst: Mieten und abgeschieden ist ein Widerspruch. Weil Vermietung lohnt nur da,wo auch was los ist. Aber "abgeschieden" ist ja auch relativ.
Zu meinen Erfahrungen:
Wir (Ich und drei Freunde) haben eine Flußtour mit gemietetem Kanadier im westlichen Dalarna gemacht. Die drei hatten auch keinen Bock auf Stromschnellen, aber das ist in Mittelschweden gut möglich . Wir haben die Boote in Sälen oder Särna gemietet, wurden etwas stromaufwärts gebracht und fuhren dann einfach stromab wieder zurück. Am Anfang waren etwas Stromschnellen, aber auch für Anfänger gut machbar. Bei mehr Zeit kann man einfach entsprechend weiterfahren. Aber weiter stromab wird es wohl auch langweiliger.
Die anderen Touren haben wir auf verschiedenen Seeen südlich und südwestlich von Arjang gemacht. In dem schwedisch / norwegischen Grenzgebiet gibt es ein ziemlich großes zusammenhängendes Seeengebiet (Foxen / Lelang / Stora Le = Seeen um den kleinen Ort Lennartsfors) mit mehreren Kanuvermietern.
Schmale, langgezogene Seen, Buchten, kleine Inseln, einige Windschutze mit Feuerstellen und Plumpsklos. Da recht weit südlich gelegen auch angenehme Wassertemperaturen.
In der Hauptsaison ist für skandinavische Verhältnisse viel los. Je später du fährst, umso leerer wird es. Wir haben unsere Touren dort im September gemacht.
Sollte die Gegend potentiell interessant sein, könnte ich noch einige Infos nachliefern.
Hoffe, etwas weiter geholfen zu haben,
Peter
Hallo nochmal,
mir ist noch ein Gebiet eingefallen, welches dir vielleicht eher liegen könnte, weil leerer: Der Femunden, östlich der Fjällstation Grövelsjön, kurz hinter der norwegischen Grenze, oder der Rogen, nördlich der Fjällstation.
Gefahren bin ich dort noch nicht, nur gewandert. Soll aber für Kanuten sehr interessant sein. Ob man dort Kanadier mieten kann, weiß ich nicht. Müsste über die Fjällstation zu erfahren sein.
Peter
Ahh, das klingt ja schon sehr gut. das vom 2ten Post vorallem.
Mit welchen Kosten muss ich denn für ein 2er Kanadier für ca 2 Wochen rechnen? hast du da ne Preisrichtung?
danke für die Tipps. Hast du irgend welche Material/Ausrüstung tipps, die man nicht missen sollte?
Jon
Hallo,
bei den Kanuvermietern bei Lennartsfors kostet ein 2-Kanadier (Alu) pro Woche um die 800 SEK, Gepäcktonnen nicht inclusiv. Hab aber keine Ahnung wie's da oben bei Grövelsjön aussieht.
Du müsstest mal bei http://www.svenskaturistforeningen.se/de/Entdecken-Sie-Schweden/Unterkunft-o-Aktivitateten/Dalarna/Fjallstationer/STF-Grovelsjons-Bergstation/ nachfragen, ob es überhaupt eine Vermietung auf dem Rogen gibt. Da sind wohl einige Kanuten unterwegs, aber es liegt nicht gerade an einer Haupttouristenstrecke. Daher für Vermietung vielleicht nicht so interessant.
Für Femunden guckst du hier http://www.femund-canoe-camp.com/
Zum Thema spezielle Ausrüstung fällt mir im Moment nichts ein. Außer, dass der Kanadier den großen Vorteil gegenüber Rucksack hat, dass man nicht so auf's Gewicht achten muss. Man kann beim Packen einiges großzügiger sein. Wirkt sich angenehm auf die Küche aus (und auf die Getränkeauswahl ;)).
Peter
Konstantin
20.03.2010, 18:06
Hi,
ich war letztes Jahr mit einem Kumpel beim Kanuverleiher "Bergslagsgarden" in Hällefors. Findest du über Google.
Eines vorweg: Wir waren Mitte September da und haben tatsächlich in 7 Tagen nicht ein Boot gesehen! Und auch an den Schutzhütten und Feuerstellen waren wir immer alleine. Dazu hatten wir auch noch super Glück mit dem Wetter, sodass das der schönste Outdoor-Urlaub war, den ich je gemacht habe.
Im Sommer (Juni bis August) sieht das da anders aus: Da sind in der Umgebung dutzende Boote auf dem Wasser.
Zum Anbieter: Super nett, sie sprechen deutsch, fairer Preis, gutes Material, das man leihen kann.
Landschaft: Sehr vielfältig, kleine Seen, große Seen, Flüsse (die haben uns am besten gefallen, da abwechslungsreicher, wenig bis keine Strömung, wenig bis kein Wind).
Du kannst da in der Wildnis campen oder an den Schutzhütten. Das haben wir immer gemacht, weil es da a) ein Dach für die Klamotten gibt (schlafen im Zelt) b) vorbereitete Feuerstellen gibt.
Bei Rückfragen kannst du dich gerne bei mir melden.
Viele Grüße,
Konstantin
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