pepenipf
21.01.2010, 14:38
Wir sind die Strecke vom 18.-27.08.2008 gewandert, wobei Anreisetag der 17.08. und Abreisetag der 28.08. war.
Im Vorfeld hatten wir uns schon etwas Sorgen gemacht, schließlich würde es unsere erste Alpentour werden und die Höhenunterschiede sind doch was ganz anderes als wir bisher gewohnt waren. Auch war unklar ob Enzos Vorderbein dieser Belastung gewachsen ist (Enzo, unser Altdeutscher Schäferhund hat nach einem Unfall Athrose im Ellenbogen). Zudem war für die Zeit Dauerregen gemeldet.
Aber alles in allem haben wir uns umsonst Sorgen gemacht. Die Tour war sehr anstrengend, aber Problemlos zu meistern und hat sehr viel Spaß gemacht, auch die Hunde haben das super hin bekommen, Enzos Vorderbein musste uns gar keine Sorgen machen, dafür hat er sich die Hinterfüße fast wieder aufgelaufen, zum Glück konnten wir hier schlimmeres verhindern. Und das Wetter war fast ausschließlich einfach nur herrlich.
Losgezogen sind wir wieder ohne Zelt, Isomatten und Kochutensilien. Trotzdem hatte Pepes Rucksack 10,5 kg + Wasser, Ninas 11,5 + Wasser, Lexes 3,5 kg und Fyns 5,5 kg.
0. Tag: Neustadt - Kempten:
Sonntag der 17.08.2008: Tag 0: Der perfekte Auftakt eines Urlaubs mit kleinen Hindernissen
Heute geht es also endlich los. Immer noch sind wir recht unsicher. Wird das alles klappen? Vor allem bezüglich des Wetters. Der Wetterbericht ist zwar nicht mehr ganz so Katastrophal, aber von gut immer noch weit entfernt.
Wir brechen um kurz vor 14:00 Uhr endlich auf. Noch schnell an der Bank vorbei und schon sind wir auf der Autobahn. Wo mein Navi mich auch immer hinschicken will, ich ignoriere es. Vor Stuttgart beginnen wie erwartet die Staus, die sich bis Ulm ziehen.
Bei Stuttgart schreckt Pepe auf, wir haben die Sachen aus dem Kühlschrank, Wurst und Käse und das Hundefutter für heute und morgen früh, vergessen. Schitt, das darf doch nicht wahr sein! Endlich sind wir auf der A7, ab hier ist es mit dem Verkehr besser. Dafür wird das Wetter schlechter. Um viertel vor sechs erreichen wir endlich das Haus einer Freundin in Kempten bei der wir diese Nacht verbringen werden.
Als hätte diese Freundin geahnt das wir zu doof sind und unser Proviant, na ja, einen Teil unseres Proviants zu Hause vergessen, hat sie etwas Wurst und Käse für uns gekauft. Mensch das ist wirklich super! Nun kann doch nur alles gut werden!
1. Tag: Kempten - Oberstdorf - Kemptner Hütte: 15,7km, 980m hoch, 0m runter, ca 4h Gehzeit
Montag der 18.08.2008: Tag 1: Aller Anfang ist schwer
Um 6:30 ist Zeit zum aufstehen. Wir sind Beide noch müde, doch was soll's. Ich bin halt absolut kein Frühaufsteher, auch wenn ich es manchmal gerne wäre.
Dann ein kurzes Frühstück und los geht's.
I. fährt uns zum Bahnhof, was doch ein ganzes Stück ist.
Am Bahnhof erst mal Fahrkarten kaufen. Danke netter Bedienstete (ja sowas gibts tatsächlich) bekommen wir eine sehr günstige Fahrkarte für die Hunde und schon stehen wir auf dem Gleis. Der Zug kommt frühzeitig und los geht die 50 Minütige Fahrt nach Oberstdorf.
Kurz vorm Ziel werden die Hunde gesattelt und auch wir machen uns fertig. Um 9:00 Uhr laufen wir in Oberstdorf los. Unsere Wanderung hat begonnen!!!
Der Anfang ist gleich mal schwierig, es gibt keinen Wegweißer und nur mit Hilfe der Karte, die ja auch noch einen recht großen Maßstab hat ist es nicht gerade einfach. In der Fußgängerzone begegnen uns die ersten Menschen die uns neugierig wegen der Hunde befragen. Das soll die ganze Tour auch wieder so weiter gehen. Wir sind eine Sehenswürdigkeit...
Einmal gehen wir wohl zu weit nach links, erreichen dann aber trotzdem, ohne größeren Umweg den E5 am Ortsausgang. Zu Beginn geht es ausschließlich auf Asphalt auf der Strasse lang. Nur einmal kur durch Wald. Zum Glück waren wenigstens nicht viele Autos unterwegs, das schönste Stück war es trotzdem nicht gerade. Zwischendurch ging schon die Strasse ordentlich hoch, doch meist steigt sie nur sanft an. Nach gut 2 Stunden erreichen wir Spielmannsau. Schnell durch, hier ist einiges los, und das Trettachtal hinter. Vor dem Anstieg zur Materialseilbahn (zur Kemptner Hütte) habe wir noch eine 15 Minutenpause an der Trettach gemacht, so dass die Hunde noch mal planschen konnten. Aber hier ist doch zuviel los.
Dann wird es ernst. Zunächst schlängelt sich der schmale Weg durch den Wald, teilweise steil bergauf. Über Fels ging es immer neben dem Bach entlang. Um 12:45 Uhr erreichen wir die Walfahrtsstätte, dort ist einiges los, alles E5 Wanderer, mit denen wir hier das erste mal Kontakt aufnehmen, wir werden sie noch oft wieder sehen. Nach 45 Minuten Pause werden Mensch und Hund wieder gesattelt und weiter geht's.
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Das Wetter ist herrlich, strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, nur fast zu warm, nicht wie noch letzte Woche vorhergesagt, schlechtes Wetter mit Regen.
Die Landschaft ist Atemberaubend. Man sieht das Tal nun nicht mehr, um einen Rum nur Berge.
Es geht den Sperbachtobel hinauf, der Weg ist felsig und besteht ansonsten aus grobem Schotter, die Sonne brennt. Zunächst geht es durch Mannshohen Bewuchs, dann über ein Eisfeld, später gibt es nur noch Almwiesen, Felsen und den Bach. Der Weg geht steil nach oben, man freut sich richtig über die kurzen flacheren Stelle. Pepe hat Kopfschmerzen, Anstrengung und die Sonne bekommen ihr nicht so gut. Vor und hinter uns sind Menschengruppen, einsam ist es nicht, aber das macht uns heute nichts aus. Alle sind sehr freundlich. Es ist mal was ganz anderes und da diese Menschenmassen alles E5 Wanderer sind ergibt sich daraus eine ganz eigene Gemeinschaft. Mal was ganz anderes und auch sehr schön!
Um 15:00 Uhr erreichen wir doch reichlich geschafft die Kemptner Hütte, die wir schon seid einer guten viertel Stunde sehen. Der Kessel in dem sie liegt ist sehr schön. Wir schnaufen erstmal kurz aus, legen unsere Rucksäcke ab und während Pepe die Hunde hält, schaue ich ob wir Schlafplätze bekommen. Ich hatte vorher ja angefragt ob Hunde erlaubt sind, aber da wir keine DAV Mitglieder sind, konnten wir hier nichts reservieren. Der Wirt ist super nett, Schlafplätze kein Problem.
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2. Tag: Kemptner Hütte - Memminger Hütte: Höhenunterschied: 1305m, ca 8,5h Gehzeit
Dienstag der 19.08.2008: Tag 2: Taxi oder nicht und werden wir eine Schlafplatz bekommen
Das Wetter ist erneut strahlend schön, Sonne satt, sommerlich warm. Heute morgen waren wir dann schon um 7:00 Uhr wach. Und um 8:00 Uhr waren wir Abmarsch bereit. Zunächst ging es heftig den Berg hoch, bis über den Pass, heute morgen ging das aber recht gut. Danach ging es erstmal lang abwärts. Wir sind nun in Österreich. Oben an der Grenze stand ein Schild und ich war mal wieder besonders albern und verabschiedete mich kräftig winkend von Deutschland.
Das Tal bot irgendwie ein ganz anderes Bild und irgendwie auch wieder nicht. Ich finde die Landschaft sehr beeindruckend, mich faszinierend die Berge schon immer, ihre Formen, Farben,...
Der Rossgumbenbach, der später Höhenbach heißt, begleitet uns die ganze Zeit bergab. Teilweise geht es richtig steil bergab, über Stein und Felsen, für Pepe mit dem ziehenden Enzo nicht ganz so einfach. Zwischendurch betätigt sie sich mal eben als Kuhhirte und verscheucht die Kühe vom Weg. Dann sind wir unten, na ja, runter geht es immer noch, aber nicht mehr so steil. Am herrlichen Wasserfall vorbei nach Holzgau. Enzo scheint das viele Bergab problemlos gemeistert zu haben, er zeigt keine Lahmheiten.
In Holzgau machen wir erstmal Pause, die Kirche vor den Bergen als Hintergrund bietet ein tolles Bild.
Wir überlegen hin und her ob wir zu Fuß gehen sollen, oder doch das Taxi nehmen sollen. Eigentlich nimmt hier alles das Taxi und mit Rücksicht auf die Hunde währe das sicherlich besser. Vor allem da der Weg sich ziemlich ziehen soll, fast nur Asphalt ist und nicht so spannend. Als das nächste Taxi kommt frage ich nach, ob wir mit den Hunden überhaupt mitfahren können, ja ginge. Doch das Taxi ist schon zu voll, das nächste will uns nicht wirklich mitnehmen und so bleibt die Frage wie lange wir warten sollen, oder doch zu Fuß gehen sollen. Irgendwie läuft uns die Zeit davon. Aber das nächste Taxi nimmt uns mit, Lex zwischen meine Beine, Fyn auf meinen Schoß, Enzo zwischen Pepes Beine, so nehmen wir nicht mehr Platz weg, als 2 normale Personen. Das erste Stück geht durch Dörfer, man hätte auf der Strasse gehen müssen. Auch der Rest wäre auf der Strasse weiter gegangen, die Hälfte auf Asphalt, die Hälfte auf Schotter, aber das Tal war schon ganz nett. Am Parkplatz zur Memminger Hütte ist Endstation. Hier gibt es ebenfalls eine Materialseilbahn, die wir aber nicht in Anspruch nehmen.
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Wir gehen mit den Hunden erstmal die 2 Schritte bis zum Paseierbach, ein richtig großer Bach, runter und lassen die Hunde toben, trinken und sich abkühlen. Als auch die nächsten 2 Taxis durch sind, machen wir uns auch an den ewig langen, extrem steilen Anstieg. Nach 2/3 machen wir noch mal eine etwas längere Pause, auch hier gibt es einen schönen Wasserfall. Mühevoll quälen wir uns hoch bis wir oberhalb des Wasserfalls wieder an den Bach kommen. Die Gegend ist gezeichnet durch den schnell fliesende Bach und mehrere Hügel die den Berghang säumen. Wir machen erneut eine pause, die Hunde saufen etwas und planschen kurz, dann dösen wir alle eine Runde in der Sonne. Es ist herrlich hier, aber wir sind ganz schön geschafft und es fällt uns richtig schwer weiter zu gehen.
Als wir weiter gehen entwickeln sich immer mehr Wolken. Nun zieht sich der Weg ganz schön, nach jeder Kurve hofft man endlich die Memminger Hütte zu sehen. Doch wir müssen erst noch über den Pass, dann stehen wir in einem Hochtal, ein Kessel, flankiert von Bergen, durchzogen von dem Bach, der sich ganz gemächlich im Zick-Zack durch den Talkesel schlängelt. An einer Seite die Memminger Hütte, nicht ganz unten.
Nach dem Hickhack per Mail, erst ja, dann nein, bin ich mir nicht sicher ob wir bleiben können.
An der Theke muss ich kurz anstehen, eine Unterbringung hingegen ist völlig problemlos möglich, der junge Wirt sehr nett. Er zeigt mir schnell das Notlager in dem wir schlafen, ebenfalls ein Gebäude das knapp neben der Hütte steht, aber hell und freundlich ist.
Zuerst Futter für die Hunde anrichten, dann Klamotten sortieren, den Hunden was zu knabbern geben und die Dusche suchen. Schock, es gibt nur eiskaltes Wasser (nicht das wir damit Grundlegend nicht gerechnet haben, aber in dem Moment...)!
Nun ruhen wir uns etwas aus und spielen eine Runde Kniffel, breiten Decken aus, es ist nicht üppig warm. Der erste kurze leichte Schauer kommt, es folgt ein Gewitter, kaum Gewitter, aber heftiger Regen.
Mitten in der Nacht kommt Fyn ins Bett, er hustet, hat wohl ein Haar im Hals, dann übergibt er sich auf 2 Decken, Schlafsack, Pulli und T-Shirt. Na toll, die Kleidungsstücke gehen auch am nächsten Morgen nicht sauber zu machen.
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3. Tag: Memminger Hütte - Wenns: ca 9,5h Gehzeit + Seilbahnfahrt
[B]Mittwoch der 20.08.2008: Tag 3: Versetzt
Wieder stehen wir gegen 7:00 Uhr auf, es wirkt nicht sehr hell, doch die Hoffnung stirbt zuletzt, genauer gesagt als wir den Vorhang zurück ziehen. Nebel eine einzige Suppe draußen.
Was nun? Pepe lässt erstmal die Hunde raus, draußen ist großer Aufbruch. Sollen wir auch los? Einfach hinten anhängen? Wir entscheiden uns nach einigem hin und her dafür. Als wir abmarschieren stellt sich heraus, das die Sicht doch ganz gut ist, man den Weg so nicht verfehlen kann und auch die Markierungen super zu sehen sind.
Zunächst durchqueren wir den Talkessel, vorbei am unteren Seewiesee, dann beginnt der heftige Aufstieg zur Seescharte. Der mittlere und obere Seewiesee liegen schon unterhalb, als wir an ihnen vorbei kommen. Der Weg ist ein einziger Geröllhang, es zieht sich. Die letzten 5 Meter sind eine Kletterpartie über Felsen, durch die Scharte durch und drüben wieder runter. Pepe hat etwas Angst um ihren Enzo, aber er, wie auch Lex und Fyn, meistern das problemlos.
Nun beginnt der lange Abstieg. Zunächst geht es durch Bergwiesen, auf sehr steinigem Weg mit viel Geröll steil bergab, später nimmt der Bewuchs zu und irgendwann kommen wir auch unten aus den Wolken raus. Zum Schluss geht es noch mal richtig steil im Zickzack runter, hier überholen wir auch eine große Gruppe, wieder mit viel Hallo und so, bis wir unten den Kessel erreichen. Dort fließt der Lochbach als breiter Bach durch und an der oberen Lochbachhütte machen wir eine kurze Pause und essen was. Dann geht es weiter, zunächst steinig am Bach entlang, dann über eine Brücke und durch den Wald. Das Tal wird enger und wir gehen nun am Hang, immer noch waldig, entlang, der Bach liegt schon ein gutes Stück unter uns. Bald ist es nur noch felsig mit deutlich weniger Bewuchs. So geht es am Berghang vor, immer leicht bis mittel abwärts, während der Bach schon viel tiefer unter uns liegt. Vorne an der Bergkante geht es dann im Zickzack bis Zams, noch mal sehr steil runter. Unten angekommen sind wir ziemlich erschöpft, vor allem Pepe und Enzo, die nicht sicher sind ob sie den Rest noch schaffen. Wir gehen durchs Dorf und Pepe glaubt das der Rest mit einer Pause noch geht.
So machen wir an der Talstation der Venet Seilbahn eine halbe Stunde Pause.http://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080820_01.jpghttp://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080820_37.jpghttp://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080820_50.jpg
Während wir das Tal nach Zams runter gelaufen sind, sind die Wolken immer mehr aufgelockert und nun scheint warm die Sonne, nur die Berge hüllen sich noch ab und zu etwas in den Wolken. Mit einer 5er Gruppe, der wir schon öfters begegnet sind, fahren wir mit der Bahn hoch, oben ist leider wieder alles im Nebel gehüllt.. Wir alle entscheiden uns den Weg Untenrum zu nehmen, nicht über den Venet, bei dem Wetter würde man eh nichts sehen. Wir laufen los, nach einiger Zeit treffen wir mal wieder auf Kühe und mein mutiger Lex ergreift vor der Kuh die Flucht. Danach geht es auf einem angenehm zu laufenden Pfad um den Berg rum, die meiste Zeit leicht abwärts, nur einmal auch aufwärts. Nach gut 1 ½ Stunden erreichen wir die Galflunalm. Wir sind nun alle ganz schön geschafft.
Ich gehe rein während Pepe die Hunde hält. Man hat meine Reservierung notiert, nur von Hunden will man nichts wissen. Das gibt's doch nicht! Mir wurde versichert das die Hunde kein Problem seien und nun ist es eins. Hin und her, schließlich zeigt er Pepe das Lager, denkt wohl weiter nach und telefoniert mit der Lacheralm und meint ich könnte da mit den Hunden im Kabuff schlafen. Die hätten zwar eigene Hunde, die würden aber im Zwinger sein. Wir also noch die 20 Minuten, die es ordentlich runter geht, zur Lacher Alm gelaufen. Dort kommen uns erstmal 2 Hunde frei laufend entgegen gesprungen. Die Hunde sind normal nicht im Zwinger, sie würden sie nur Nachts für uns rein tun, normal währen die Hunde immer bei ihnen, das Kabuff ist nur ein offener Raum unter der Treppe, wo ich also erst schlafen gehen könnte wenn alles im Bett wäre, das könnte leider 23:00 bis 24:00 Uhr werden. Naja, kann man nichts machen. Inzwischen ist uns ja fast alles egal, wir sind müde und wollen einen Schlafplatz, auch wenn ich mich etwas ärgere, denn bei der Galflun Am hatte ich mich extra noch mal vergewissert...
Doch was machen wir bis dahin nur mit Enzo (Enzo hat leider Angst vor fremden Hunden)? Er ist müde und würde sich nie mit den Hunden verstehen. Also überredet das eine Mädel Pepe es doch mal mit dem Zwinger zu versuchen. Das da ein Elektrozaun drumrum ist, sagt sie Pepe aber erst, als Enzo das erste mal drin hing. Er schreit wie am Spieß, wird panisch, rennt noch mal rein und flüchtet in die Hundehütte, dort kommt er nicht mehr raus. Pepe ist total aufgelöst, hier können wir also nicht bleiben.
Wir raffen uns mühsam auf und gehen weiter, es ist inzwischen 18:45 und bis Wenns sind es noch 1 ½ bis 2 Stunden. Zunächst geht es den Fahrweg weiter, dann quer ziemlich steil den Berg hinab. Wir queren noch mal den Fahrweg, etwas seltsam ist das die Schilder hier wieder quer den Berg runter zeigen, aber ein Elektrodraht quer gespannt ist. Die Hunde passen drunter durch, ich rolle mich und schaue mal nach, aber es scheint der richtige Weg zu sein. Trotzdem sind wir erstmal unsicher ob das nun stimmt und natürlich kommt dann ewig kein Schild/markierung mehr. Es geht zwischen Weiden durch. Später treffen wir wieder auf den Fahrweg, der dann auf die Strasse trifft. Nun geht es auf Asphalt weiter, immer ordentlich steil bergab. Endlich, kurz nach 20:30 erreichen wir Wenns, noch geht es weiter bergab bis zum Stadtkern. An der Kreuzung unten im Tal stehen wir kurz da und überlegen wo weiter. Zur Touristinfo, die hat zwar schon zu, aber vielleicht haben sie ja was angeschrieben. Aber in welche Richtung ist sie? Da kommt ein Mann die Strasse runter und ich frage nach dem Weg. Er beschreibt ihn mir, meint aber das die ja schon zu habe. Ich erkläre ihm unsere missliche Lage, worauf er telefoniert und uns dann anbietet in seiner Ferienwohnung zu übernachten. Das nehmen wir natürlich dankbar an. Ich denke wir sahen ziemlich fertig aus, waren wir ja auch, und er hatte einfach mitleid mit uns, zudem schien er das Verhalten der Galflunalm ziemlich unmöglich zu finden.
Die Leute sind super freundlich, die Ferienwohnung riesig und wir haben eine heiße Dusche, was wir, nachdem wir de Hunde versorgt haben, auch ausgiebig nutzen. Wir und die Hunde sind fix und fertig, die Oberschenkel tun weh, die Knie auch, wir sind am Ende unserer Kräfte. Mit 9 ½ Stunden reiner Gehzeit war der Tag einfach zu lang, vor allem da das Stück nach Zams runter schon als recht hart gilt. Wir fallen wie tot ins Bett. Zum Glück können wir morgen ausschlafen und müssen nicht früh aufstehen.
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4. Tag: Galflun Alm - Braunschweiger Hütte: ca 6,5h Gehzeit + 1h Busfahrt
Donnerstag der 21.08.2008: Tag 4: Schwindelfreiheit vorausgesetzt
Heute haben wir endlich mal ausgeschlafen, kurz vor 9:00 Uhr sind wir erst aufgestanden. Das Wetter ist leider noch bedeckt, klart aber auf und bis wir los fahren, haben wir strahlenden Sonnenschein.
Von oben hatten wir schon einen Spar-Markt gesehen, den wir gleich mal aufsuchen. Im Spar begegnen uns auch die ersten der Oase Gruppe, sie hatten auf der Lacher Alm übernachtet. Da man ja irgendwie immer den selben begegnet, sind das schon so was wie Freunde. Das ist echt super schön!!!
Danach geht's zur Bushaltestelle, wo wir noch 40 Minuten auf den Bus warten müssen, den die Oase Gruppe mit uns teilen wird. Kurz bevor der Bus kommt, taucht unsere Vermieterin von heute Nacht auf, sie dachte zwar das wir schon weg sind, hat die Gästekarten aber trotzdem mit gebracht. Die hatte sie ganz vergessen. Mit den Karten kostet uns und sogar die Hunde der Bus nichts. Dafür macht mich der Busfahrer wegen der fehlenden Maulkörben an, als ich ihm verspreche eine Maulschlaufe zu machen, lässt er mich rein, Pepe hat er einfach so durchgelassen.
Enzo liegt mit den ganzen Rucksäcken gegenüber der hinteren Tür, Lex liegt unter unserer Sitzbank und Fyn auf unserem Schoß. Die Stunde Busfahrt geht irgendwie ruck-zuck rum. Alles aussteigen, Hunde satteln, uns bepacken und auf geht's. Zunächst geht es mittelsteil auf einem Schotterweg nach oben, bis zu einer Jausenstation an der auch die Materialseilbahn der Braunschweiger Hütte beginnt. Hier machen wir 30 Minuten Pause. Als wir aufbrechen, jagt uns auf einmal, und vor allem Fyn eine irre Kuh! Wir sind echt froh heil dran vorbei zu kommen. Später beobachten wir von oben noch 2 Männer die ebenfalls von der Kuh attackiert werden, nur diesmal meint es die Kuh wirklich ernst. Die Männer haben noch mehr schaff von der Kuh wieder weg zu kommen ohne das was passiert.
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Nun geht es auf einem steilen Bergpfad weiter. Es wird immer felsiger und dann beginnt die Kletterpartie. Über Fels und Geröll geht es schier senkrecht nach oben, teilweise fällt seitlich der Felsen senkrecht ab. Pepe ist ganz schön mulmig und auch bei den Hunden haben wir immer wieder Sorgen, die meistern das aber absolut souverän. Für uns gibt es immerhin meistens Halteseile, den Hunden bringt dies nichts. Dann haben wir das Schlimmste hinter uns, rechts sieht man schon seid einiger Zeit den Gletscher. Bald kommen wir um eine Ecke und sehen die Braunschweiger Hütte, hoch über uns. Das ist noch mal ganz schön heftig, zwar keine Kletterei mehr, aber viel Geröll und steil. Und endlich sind wir an der Braunschweiger Hütte, wir haben nur etwas mehr als die vorgesehenen 3 Stunden gebraucht. Trotzdem war es schon ein kurzer Tag, was wir schon auch merken, nach gestern aber auch dringend notwendig war.
Während Pepe die Hunde hält, frag ich nach den reservierten Schlafplätzen. Irgendwie ist die Wirtin nicht sehr freundlich, aber mit der Reservierung klappt hier alles.
Wir setzen uns mit den Hunden noch eine Runde raus in die Sonne, genießen das Panorama, unterhalten uns gut, während die Hunde durchgeknuddelt werden.
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5. Tag: Braunschweiger Hütte - Zwieselstein: ?m hoch, 1545m runter, ca 5,5h Gehzeit
Freitag der 22.08.2008: Tag 5: Nicht schon wieder Enzo!!!
Den Beinen geht es besser als gedacht, aber wir sind müde. Das Wetter ist wieder einfach nur herrlich. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen.
Um kurz vor 8:00 Uhr brechen wir auf. Der Weg übers Piztaler Jöchel ist wegen Steinschlaggefahr gesperrt, also müssen wir über das Rettenbach Joch, was aber keinen wirklich unterschied macht. Über Geröll und Felsen geht es relativ nah am Gletscher entlang, steil bergauf. Kurz müssen wir etwas klettern, Pepe will am liebsten nicht weiter, aber zum Glück bleibt das die einzige Stelle. Nach knapp einer Stunde kommen wir oben an und uns trifft knallhart der Kulturschock. Irgendwie ist es nach der "Quälerei" frustrierend, wenn von der anderen Seite die Leute einfach mit der Bahn hoch fahren!
Kurz bevor wir oben angekommen waren begann die Katastrophe. Enzo hatte sich die Hinterpfoten aufgerissen, noch war es nicht blutig, aber wie soll es weiter gehen. Wird er uns schon wieder den ganzen Urlaub beenden? Aber egal wie, bis nach Zwieselstein muss er es wohl oder übel noch schaffen.
Nach einer Pause und dem versuch Enzos Hinterpfoten zu verbinden, bevor die noch richtig aufreisen - es hebt nicht ganz so wie es soll - geht es weiter. Zunächst steil auf Felsen, geht es dann ein ganzes Stück auf Schnee weiter bergab. Pepe rutscht etwas, die Hunde genießen es, fressen Schnee und tollen herum. Dann geht es auf der Fahrspur weiter bis zur Talstation der Bahn. Danach geht es im Zick-Zack über sandiges Geröll runter bis zum Bach und dann sanfter abfallend eine Sandstrasse entlang, das Tal nach vorne raus. Das Panorama ist super schön, vor allem wenn man nach hinten schaut - da stören nur die Liftanlagen - ansonsten ist es durch den Fahrweg eher nicht so schön, lässt sich dafür aber gut gehen.
Weiter geht es wieder auf einem schmalen Pfad, erst durch Felsblöcke und Heidelbeeren, wo wir doch glatt den falschen Weg nehmen und über die Felsen zum richtigen Weg hochklettern müssen, dann durch den Wald und über die Schihänge. Es ist nun weitestgehend eben. Dann beginnt der Abstieg nach Zwieselstein, mal wieder steil bergab, zuerst auf einem Schotterweg, dann über Wiesen und zuletzt durch den Wald bis man unten an der Strasse raus kommt.
Das letzte Stück runter durch den Wald ist sehr steil und hier macht uns Enzo das erste mal Sorgen. Er will nicht so recht weiter. Woran liegt es? Zu wenig Kondition? Kann er nicht mehr? Oder was. Aber wieso kann er dann wieder ziehen wie ein Ochs und überhaupt. Am Ende denken wir das er natürlich wie wir alle schon etwas erschöpft war, das aber das nicht die Ursache war, sondern sein Vorderbein. Auch wenn er nie gehumpelt ist, sondern immer schön sauber gelaufen ist, war dieses heutige steile bergab eventuell zuviel. Aber bei Enzo ist das ja immer schwer zu sagen, er hat manchmal auch seinen eigenen Kopf und wenn er lieber spielen anstatt spazieren gehen will, dann könnte das genauso aussehen...
Zum Glück müssen wir nicht auf der Strasse lang, zwischen Strasse und Venter Ach führt ein Waldweg nach Zwieselstein. Schon auf dem Weg haben wir unsere Pension gesehen, da es ganz groß außen am Haus angeschrieben ist. So sind wir schnell dort und richten uns in unserem Zimmer gemütlich ein. Endlich wieder so lange man will heiß duschen.http://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080822_04.jpghttp://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080822_13.jpg
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Der Wetterbericht für morgen ist leider nicht so gut, aber dann soll es wieder besser werden, aber etwas kälter bleiben.
Die Frage was nun morgen werden soll wegen Enzos Pfoten und so, ist noch nicht geklärt. Enzos Pfoten sind zum Glück nicht so schlimm wie befürchtet, aber das wird sicherlich schlimmer und dann geht es nicht weiter, auch wenn ihm das egal wäre, denn da ist er ja völlig Schmerzfrei. Energie hat er nach der ersten runde schlafen und Fressen auch wieder, so wird klar das das ganz sicher nicht die Ursache für seine nicht weiter lauf Anfälle waren (er konnte ja auch schon wieder heftig ziehen als er das Wasser unten gesehen hat).
Wir werden morgen auf alle Fälle mal schauen ob ein Bus fährt und eventuell mit dem Bus bis Moos fahren, ein Ruhetag kann ja nicht schaden.
Ich habe auch an der linken Verse vermehrt Blasen, trotz allem (Blasenpflaster und so weiter), bin ich aber gewohnt und ist auch nicht schlimm, da ich sie mit Blasenpflastern eigentlich nicht spüre.
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6. Tag: Zwieselstein - Moos: ca 7h Gehzeit
[B]Samstag der 23.08.2008: Tag 6: Gott sei Dank, es ist alles nicht so schlimm!
Um halb sieben sind wir wach, dösen aber noch bis 7:00 Uhr weiter. Wir haben gut geschlafen.
Nun wird hin und her überlegt was wir heute machen, noch mal Karte und Plan gewälzt, aber abschließend wird nichts geklärt. Langsam packen wir zusammen. Ich verbinde Enzos Füße so gut ich kann, damit da hoffentlich nichts passiert. Die Hunderucksäcke werden auch erstmal in unsere Rucksäcke gepackt, Lex und Fyn haben sich auch mal einen Erholungstag verdient, um 9:00 Uhr brechen wir auf. Gleich vorne am Ortsausgang ist eine Bushaltestelle, aber laut Fahrplan fährt hier nur ein Bus bis Obergurgel und wer weiß ob wir von da weiter kommen, für den Fußweg wäre das die falsche Richtung. Wir entscheiden erstmal in die Ortsmitte zu gehen, dort würde eh der Weg weiter gehen und vielleicht gibt es da ja auch eine Touristinfo oder ähnliches.
Auf dem Weg meint Pepe das sie für Enzos Füße sogar ein paar Socken opfern würde, wenn sie nur ein normales Paar dabei hätte, aber wir haben nur die teuren Wandersocken dabei. Socken, ja das ist die Idee, so sollten wir Enzos Pfoten doch halbwegs geschützt bekommen!
In der Ortsmitte treffen wir auf einen Mann, ich frage ihn kurzerhand ob es in Zwieselstein ein Geschäft gibt, in dem man Socken kaufen kann, aber in Zwieselstein gibt es gar nichts mehr, nur 6 km entfernt, aber das ist natürlich zu Fuß zu weit. Ich mache irgendeine passende enttäuscht klingende Bemerkung und schon hatten wir wieder einen super Menschen getroffen. Er fragt nach, ich erklär ihm Enzos Pfotenproblem und schwupps schenkt er uns 2 Paar Socken. Es ist echt erstaunlich was für Hilfsbereite Menschen es noch gibt!
Unten an der Bushaltestelle in der Ortsmitte sammeln sich Leute mit Rucksäcken, Wanderer? Wir entscheiden uns schnell hin zu gehen und erkennen bekannte Gesichter, ja es fährt ein Bus zum Timmelsjoch. Irgendwie ist es gleich auch ein besseres Gefühl das wir nicht die einzigen sind die "Be¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#en" und mit dem Bus hoch fahren. Und bei dem Wetter, die Berge liegen teilweise in den Wolken, auch wenn die Wolken nicht sehr dick zu sein scheinen. Die Fahrt ist gemütlich und wir schauen uns in Ruhe die Strecke an die wir nun "versäumt" haben. Kurz vorm Joch beginnen die Wolken. Als wir aussteigen, direkt vor der italienischen Grenze, ist es nebelig, windig und kalt.
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Wir entscheiden uns von hier los zu laufen. Zunächst zieht der Weg sich steil und felsig nach unten, dann wird das Bild von Almwiesen und einem Bach abgelöst, hier geht es nicht mehr ganz so steil abwärts. Wenn da nur nicht wieder diese neugierigen Kühe währen... Bald sind wir aus dem Wolken draußen und immer mal wieder kommt sogar kurz die Sonne raus. Ab der Schönauer Alm geht es erstmal kurz über die Strasse weiter, bevor uns der Weg durch ein Gehöft und seine Wiesen führt. Unten stoßen wir auf die Passer, an deren Ufer wir eine kurze Pause machen. Weiter geht es auf breitem Weg durch den Wald bis Rabenstein. Dort zieht das Wetter wieder zu, wir müssen noch mal ein ganzes Stück auf der Strasse lang, bevor wir wieder ans Passerufer zurück kehren.
Nun sieht es immer mehr nach Regen aus, aber erst als wir Moos erreichen fängt es an zu regnen. Auf unserem Weg durch Moos kommen wir an einem Spar vorbei und da dies unsere letzte Chance ist und unser Proviant nicht bis zum Schluss hält, warten wir die dreiviertel Stunde bis die Mittagspause rum ist und der Spar wieder geöffnet hat. Wir sitzen trocken vor der Grundschule, die Hunde schlafen eine Runde.
Leider regnet es immer noch als wir nach dem Einkauf aufbrechen, hört aber dann bald auf, alles in allem sind wir nicht wirklich nass geworden.
Ein kurzes Stück die Strasse entlang aus Moos raus, dann die Treppen hoch in den Wald. Es geht zunächst heftig weiter bergauf, nun merken wir an leichter Erschöpfung das der Tag doch nicht ganz kurz war und wir die vollen Hundetaschen geschleppt haben, den Hunden merkt man dagegen nichts an, die sind noch fit. Der Anstieg kostet Kraft. Später geht es ebener durch den Wald, an einem Wasserfall vorbei und dann sind wir nicht sicher ob es hier schon links geht, oder gerade aus weiter. Auch ein Studium der Karte bringt uns nicht weiter und so entscheiden wir uns für links, was sich aber als Sackgasse herausstellt. Also wieder zurück.
Scheinbar ewig zieht sich der Weg noch hin, bis wir auf die Strasse treffen, die wir 3 Kehren lang noch steil Bergauf gehen müssen. Endlich im Ort kommt uns gleich mal ein frei laufender Golden entgegen, er gehört wohl zu unserer Pension. Wir folgen der Dame zu unserem Zimmer. Sie meint zu Pepe das die Hunde ja auf dem Balkon schlafen. "Balkon, ne, bei uns im Zimmer" "Nein das geht so nicht und sei ja auch nicht angegeben gewesen" ???, ach so was muss man extra angeben? Wir hatten doch ein Zimmer für 2 Personen und 3 Hunde reserviert! Wir müssen alles mit Decken auslegen, wegen der Haare und der folgenden Gäste, weil ja bei den Haaren einmal saugen nicht mehr reicht,...
Die betten sind dafür typisch italienisch, die reinsten Hängematten...
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7. Tag: Moos - Pfandler Alm: 960m hoch, 693m runter, ca 6,5h Gehzeit
Sonntag der 24.08.2008: Tag 7: wo ist unsere Pension?
Heute können wir ausschlafen, was wir auch tun. Es gibt ein Frühstücksbuffet. Wir frühstücken reichlich und machen uns dann ganz langsam fertig. Um 10:15 machen wir uns auf den Weg.
Das Wetter ist herrlich, blauer Himmel und Sonnenschein!
Es geht wieder eine zeitlang auf der Strasse weiter, dann immer wieder durch Wald, über Wiesen und kurze Stücke auf der Strasse. Meist geht es relativ steil bergab, bis St. Leonhard.
Nun müssen wir quer durch den Ort, vor uns sind wieder die 3 Jungs, die wir schon öfters getroffen haben. Im Zentrum gibt es einen Platz über dem Fluss, dort stehen Bänke und wir machen eine Pause. Die Sonne scheint schön warm, das Panorama ist herrlich, ich könnte ewig hier sitzen bleiben.
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Dann geht es weiter. Zunächst bergauf aus dem Ort raus, dann relativ eben einen wunderschönen Schotterweg entlang, bis wir in den Wald kommen. Auch dieses Wegstück ist sehr schön, geht aber immer wieder hoch und runter und am ende sogar richtig steil hoch, so dass wir nicht sicher sind ob wir hier noch richtig sind. Auf dem E5 sind wir, aber vielleicht kommt er viel weiter oben erst an der Strasse raus als eingezeichnet. Doch das tut er nicht, wenn er auch nicht ganz in der Kehre raus kommt. Hier steht eine Bank und da es ja noch sehr früh ist machen wir erst einmal eine Pause.
Tja nur wo ist nun unsere Pension, hoch oder runter, es gibt keinen Anhaltspunkt. Wir entscheiden uns für hoch, da da am nächsten Häuser sind und wir uns eventuell anhand der Hausnummer dann etwas besser orientieren können und sicherlich war auch etwas Wunschdenken dabei. Doch das Haus hat Nummer 22 und steht in einer Sackgasse, wir suchen Nummer 15, also weiter runter, erstmal Enttäuschung. Wir müssen ganz schön weite runter. Ohje, so tief hatte ich nicht erwartet / gehofft. Wir treffen auf den von oben kommenden Waldweg nach St. Martin und hoffen so etwas abkürzen zu können. Doch der Weg verläuft schräg nach unten und trifft erst wieder fast ganz unten auf die Strasse. Mist. Nun müssen wir wieder ein Stück die Strasse rauf und schon bald treffen wir auf den Holzerhof, viel weiter unten als gedacht.
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8. Tag: Pfandler Alm - Hirzerhütte: 915m hoch, 265m runter, ca 4h Gehzeit
[B]Montag der 25.08.2008: Tag 8: gibt's noch was anderes außer hoch?
Ein wenig Sorgen machte uns der heutige Tag schon. Werden wir und vor allem auch Enzo und Lex (Lex ist immerhin schon ein Opa von 10 Jaren) das schaffen? Die Jungs müssen wieder ihr volles Gewicht schleppen und da der Holzerhof so tief liegt geht es heute 1400 Höhenmeter am Stück hoch! Das ist richtig viel.
Zunächst die Strasse wieder hoch, dann eine Kehre durch den Wald abgekürzt und wir stehen wieder an der Bank, wo wir gestern den E5 verlassen haben. 30 Minuten haben wir gebraucht. Nun zieht sich der Weg relativ steil durch den Wald bis zur Pfandler Alm. Aber der Weg lässt sich erstaunlich gut gehen und so erreichen wir überraschend schon nach einer weiteren Stunde die Pfandler Alm. Bis hierhin haben wir immerhin schon 600 Höhenmeter zurück gelegt!
Dort machen wir nun eine kurze Pause, obwohl die Pfandler Alm schön ist, ist es irgendwie nicht so gemütlich. Sie ist auch komplett ausgestorben, außer den Wirtsleuten.
Weiter geht es über Almwiesen und durch den Wald, teilweise schon sehr steil bis zur Riffelschulter. Nun haben wir fast den kompletten Aufstieg gepackt und es war eigentlich recht angenehm zu gehen. Klar anstrengend und man merkt es nun schon in den Beinen, aber wir hatten es uns schlimmer vorgestellt. Woran lag es, sind wir einfach fitter als am Anfang unserer Tour, oder war der Anstieg, obwohl steil einfach nur viel besser zu gehen, da er nicht so felsig war wie die bisherigen?
Nun zieht sich der Weg sehr schmal am Hang entlang. Teilweise muss man schon genau schauen wo man hintritt und auch einige Felsen überwinden. Deshalb ist das Stück auf der Karte wohl auch nur für Geübte eingezeichnet, naja, wenn es nicht schlimmer kommt ist das ok. Zunächst geht es noch bergan, dann wieder leicht abwärts, den höchsten Punkt für heute haben wir überquert. Kurz öffnen sich die Berghänge zu einer Wiese. Ein wunderschöner Platz. Hier machen wir eine längere Mittagsrast.
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Der Weg geht nun noch am Berghang weiter, immer noch schmal und felsig, bis man in einen Kessel kommt. Hier stehen die Mähd-Alm und die Hintereggalm und mehrere Nebengebäude. Es ist ein morz Betrieb, alles voller Menschen, der reinste Wahnsinn. Wir müssen wieder durch ein Türchen, der Elektrozaun ist sehr dicht und Lex rennt voll rein. Nun hört er gar nicht mehr und rennt auch noch auf der anderen Seite rein, dann ist er drunter durch und geht Richtung Hütte stiften. Mein armer Lex! Als ich ihn rufe kommt er nicht, wenn ich mich nähere geht er weg, er hat das ganze mit mir verbunden, ich stand ja auch mehr oder weniger direkt neben ihm. Ich lock ihn und kann ihn schließlich zwischen den Menschen an der Hütte einfangen, er hat sich wieder etwas beruhigt, zum Glück ist er nicht panisch losgerannt.
Wir gehen erstmal nur durch die Almen durch und setzen uns dann etwas an den Hang.
Wir sollten Eintritt verlangen, so viele Leute wie stehen bleiben und unsere Hunde bewundern, begaffen,...
Wir machen eine lange Pause bevor wir das letzte Stück zur Hirzer Hütte gehen, die in einem weiteren Kessel liegt, nicht weit von einer Seilbahnstation. Auch hier ist viel los.
Wir schauen erstmal welcher Gipfel der Hirzer ist und wie es morgen da wohl hoch geht. Der Anfang sieht ok aus, aber oben raus, hm, wir sehen den Weg nicht mehr, aber viel steilen Fels, das könnte übel werden. Naja, warten wir's ab.
Ich gehe rein und lass uns unser Zimmer erklären. Wir müssen die Nacht in einem Durchgangszimmer zum Lager verbringen, na das kann ja heiter werden, da werden bis spät Abends Leute durchlaufen und morgens früh auch schon wieder und wie ich Lex kenne wird er jeden Kommentieren. Ich bin echt mal auf die Nacht gespannt.
Pepe bringt unsere Sachen ins Zimmer, dann setzten wir uns mit den Hunden draußen in die Liegestühle. Herrlich, Sonne satt. Nur die Kuh die um uns rum grast nervt. Erstens ist sie mit ihrer Glocke ganz schön laut und zweitens stehen wir nach unseren letzten Erlebnissen nicht mehr so auf Kühe.
Oben schlafen zum Glück nur ein Kölner und 2 Männer und eine Frau aus Göppingen, denen wir schon öfters begegnet sind. Die 3 machen sich schon mal mit Lex bekannt, er wird sie trotzdem anbellen, wenn sie Nachts mal runter müssen und die Toilette ist vor unserem Zimmer... Mir ist das sehr peinlich, aber ich weiß nicht was ich dagegen machen soll.
Die Nacht ist dann doch erstaunlch ruhig.
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9. Tag: Hirzerhütte - Meraner Hütte: 865m hoch, 910m runter, ca 5,5h Gehzeit
Dienstag der 26.08.2008: Tag 9: nur noch der Hirzer
Wir wachen wie immer recht früh auf. Zum Glück sind die anderen auch keine extremen Frühaufsteher und stehen auch erst so gegen 7:00 Uhr auf.
Heute folgt der "letzte Akt". Ein letztes mal geht es heftig über einen Berg. Wenn wir erstmal auf dem Hirzer sind wird der Rest ein Kinderspiel. Aber der Hirzer, naja, ganz auf den Gipfel gehen wir ja nicht, wird noch ein hartes Stück arbeit. Knapp 900 Höhenmeter steil bergauf und das Ende sieht von unten nicht gut aus und was der Kölner gestern Abend erzählt hat, er war schon mal gestern oben, das hört sich auch nicht ohne an. Aber das schaffen wir auch noch!
Der Aufstieg beginnt direkt an der Hirzer Hütte. Zunächst geht es über Almwiesen, an Kühen vorbei, schon recht steil aufwärts. Es wird immer felsiger und steiler. Kurz vor der Felswand geht es nur noch durch Geröll, puh, schon ganz schön anstrengend. Aber langsam weiter, etwas Kraft schonen, wer weiß was uns ganz oben noch erwartet.
Und dann beginnt die Kletterei durch die Felsen das letzte Stück bergauf. Aber da wo man arg klettern muss sind links und rechts Felswände und eigentlich überall gute Tritte. Klar muss man achtgeben, aber eigentlich kann man kaum abstürzen oder so. Wir und auch die Hunde meistern das ganze ohne Probleme und es war gar nicht so schwer wie befürchtet.
Oben machen wir erstmal eine längere Pause. Die Aussicht ist grandios, auch wenn es heute etwas dunstiger ist. Ansonsten ist das Wetter aber wieder herrlich, auch wenn sich die Wolken deutlich vermehren. Leider bläst hier oben auch noch ein kalter Wind.
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Schließlich machen wir uns an den noch mal ganz schön anstrengenden Abstieg. Zu beginn durch Felsen, aber ohne Kletterpartie nur steil, dann eine Geröllhalte runter und schon sind wir am Rand eines großen, grünen Kessels, in dem Kühe, Schafe, Ziegen und Pferde frei rumstromern und grasen. Weiter geht es durch die Almwiesen abwärts, Lex nehme ich dann doch der Scharfe wegen an die Leine, ich trau ihm da nicht ganz, was die Sache aber etwas anstrengender macht. Schließlich sind wir unten und unser Weg zieht sich am Kesselrand an 2 Tümpeln vorbei entlang. Dann verlassen wir den Kessel auf einer Seite und wandern am Berghang weiter. Ein großer Felsen bietet uns die Gelegenheit für eine Rast, ich merke das ich nun doch etwas müde (zu wenig Schlaf) und hungrig bin. Wir essen eine Kleinigkeit und sitzen herrlich gemütlich auf dem Felsen in der Sonne. So könnte ich ewig bleiben. Einfach nur herrlich. Doch dann schiebt sich eine große Wolke vor die Sonne und es wird kühl. Also ziehen wir weiter.
Immer am Berghang entlang. Es geht immer wieder um Ecken und durch Mulden, so dass man den Weg teilweise weit voraus sieht, das was aber bald kommt nicht. Und dann kommen wir ums Eck und sehen den Kratzberger See. Einen wunderschönen Bergsee, den wir auch bald erreichen. Wir lassen die Hunde kurz rein, bleiben aber trotzdem nicht lange, da wir ja gerade erst Pause gemacht haben.
Weiter geht es am Hang entlang bis man eine Mulde zwischen mehreren Bergen erreicht, das Eck hat man schon von weitem gesehen. Der Ausblick ist nun nicht mehr so schön, überall Skilifte. Einige auch jetzt im Sommer für Wanderer in Betrieb. Wir steigen zur Meraner Hütte, unserem heutigen Tagesziel hinab. Die Meraner Hütte liegt fast direkt bei den Talstationen zweier Sessellifte, viele Menschen laufen hier rum.
Ich gehe rein und frage wegen dem Zimmer nach, eigentlich dürften die Hunde nur auf den Balkon, aber das geht nicht, ich erkläre es mit Lex Erkrankung und so macht er eine Ausnahme. Trotzdem alles völlig Problemlos... Die Hunde tun wir trotzdem erstmal auf den Balkon. Das Zimmer ist schön, wir haben sogar ein Waschbecken im Zimmer und es ist nicht kalt.
Nachts ist es in der Hütte absolut still, trotzdem Wufft Lex ab und zu rum. Ob er wohl schlecht träumt?
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10. Tag: Meraner Hütte - Bozen: ca 6h Gehzeit
Mittwoch der 27.08.2008: Tag 10: Alles hat ein Ende
Wir wachen wie immer früh auf uns stehen um kurz nach 7:00 Uhr auf. Wir frühstücken unsere letzten Waffeln und säubern das Zimmer ein wenig von den Hundehaaren. Wenn sie schon für uns eine Ausnahme gemacht haben wollen wir das Zimmer möglichst ordentlich verlassen.
Dann geht's los. Wir kommen nicht weit, dann müssen die Hunde erstmal alle Geschäfte erledigen. Wir drehen uns um, auf der Terrasse steht der ältere Mann der 3 Göppinger. Durch großes Winken verabschieden wir uns, schade das wir wohl keinen mehr treffen werden, denn wir sind ziemlich die ersten die losziehen, bergab nicht gerade langsam und viele Pausen werden wir wohl auch nicht machen. Da wir heute nicht in der Hütte gefrühstückt haben, konnten wir uns auch nicht wirklich verabschieden.
Zunächst ging es ein Stück den breiten Weg hoch, dann auf schmälerem, aber irgendwie künstlich mit Steinen und Schotter angelegtem Weg weiter den Berg hoch. Dieser zog sich durch Almwiesen sehr schön übers Kreuzjöchel und das Kreuzjoch. Nun war ein Großteil der Aufstiege geschafft, nur zur Langfen Alm würde es noch mal etwas aufwärts gehen.
Die Sicht war heute leider eher bescheiden, zwar wunderschönes Wetter mit viel Sonne, aber es war sehr dunstig.
Vom Kreuzjoch ging es zunächst über Almwiesen bergab und dann in den Wald.http://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080827_01.jpghttp://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080827_10.jpg http://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080827_16.jpghttp://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080827_14.jpg
Nun veränderte sich das Bild doch sehr. Den Rest des Tages ging es in erster Linie auf breiten, angelegten Schotterwegen durch stark bewirtschaftetes Gebiet. Man kam sich manchmal wie in einem riesigen Park vor. Auch schön, aber mir gefällt das schroffe, wilde besser.
Leider wurde die Beschilderung nun immer schlechter und so bogen wir auf dem Weg nach Langfen wohl falsch ab. Ein Bauer half uns weiter und so mussten wir wenigstens nicht wieder alles zurück und erreichten unseren Weg mit minimalem Umweg vor dem Anstieg nach Langfen, das schon von weitem durch die kleine Kapelle St. Jakob gut zu erkennen war. Der Anstieg war noch mal steil, aber nur ganz kurz.
Vor der Kapelle machten wir Mittagspause, aßen unser letztes Corny und saßen herrlich in der Sonne. Am liebsten wären wir hier ewig sitzen geblieben, aber jeglicher Schatten war verschwunden und den Hunden war viel zu warm. So gab es noch mal Wasser für alle und wir zogen weiter.
Nun war die Beschilderung nur noch Katastrophal. Mal stand Jenesin angeschrieben, mal nur das nächste Ziel auf dem Weg, mal dies, mal das und regelmäßig gab es gar keine Schilder. Von E5 hatten wir schon lange nichts mehr gelesen. Hier waren viele Menschen unterwegs, wie seid dem Möltner Kaser eigentlich die ganze Zeit, aber immer wenn man mal einen gebraucht hätte um nach dem Weg zu fragen war keiner da. So waren wir uns mehrfach unsicher was richtig ist, zogen die Karte zu rate, aber die half auch nur selten, aber irgendwie trafen wir bis zum Edelweiß eigentlich immer den richtigen Weg. Das Gelände war hier sehr eben und wir konnten gemütlich lang schlendern. Lex und Enzo hatte die Pause irgendwie nicht gut getan, Lex kam so gar nicht mehr in die Gänge und blieb immer wieder zurück.
Nach dem Möltner Kaser war Lex beim pinkeln in ein Loch getreten und hatte auf der Brust gebremst. Hatte er sich etwa da schon weh getan? Aber er zeigte nichts, trabte dann auch immer wieder hinterher um aufzuholen.
Kurz vorm Edelweiß begann der recht steile Abstieg ins Jenesin. Ab dem Edelweiß war die Beschilderung dann nicht mehr vorhanden und so landeten wir dann doch auf der Strasse und mussten diese ein ganzes Stück runter gehen. Es war echt das letzte!
Jenesin ist ein schönes Örtchen, hoch über Bozen gelegen, aber auch hier gibt es kein E5 Schild und erst kurz vor Schluss einen Hinweis zur Seilbahn.
Wir entschieden uns erstmal Richtung Ortsmitte zu halten, zum Glück stand dort eine Infotafel, mit deren Hilfe wir wenigstens mal eine Richtung hatten. Dazu unser Spürsinn und so fanden wir den richtigen Weg auf Anhieb. Schon von weitem sah ich mein Auto auf dem Parkplatz stehen und dann auch unseren Abholservice im Eck des Cafes sitzen. Angekommen! Wir haben es geschafft. Die Hunde erkannten ihn sofort und so wurde erstmal kräftig geschmust.
Der Ausblick auf die gegenüber liegenden Berge und Bozen war schon super. Schade das die Sicht so schlecht war. Hinter Bozen wachsen senkrechte Felsspitzen einfach so aus dem Boden. Wunderschön. Noch mal ein grönender Abschluss der Tour, der heutige Tag hatte ansonsten ja nicht mehr ganz so viel sehenswertes zu bieten gehabt.
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Im Vorfeld hatten wir uns schon etwas Sorgen gemacht, schließlich würde es unsere erste Alpentour werden und die Höhenunterschiede sind doch was ganz anderes als wir bisher gewohnt waren. Auch war unklar ob Enzos Vorderbein dieser Belastung gewachsen ist (Enzo, unser Altdeutscher Schäferhund hat nach einem Unfall Athrose im Ellenbogen). Zudem war für die Zeit Dauerregen gemeldet.
Aber alles in allem haben wir uns umsonst Sorgen gemacht. Die Tour war sehr anstrengend, aber Problemlos zu meistern und hat sehr viel Spaß gemacht, auch die Hunde haben das super hin bekommen, Enzos Vorderbein musste uns gar keine Sorgen machen, dafür hat er sich die Hinterfüße fast wieder aufgelaufen, zum Glück konnten wir hier schlimmeres verhindern. Und das Wetter war fast ausschließlich einfach nur herrlich.
Losgezogen sind wir wieder ohne Zelt, Isomatten und Kochutensilien. Trotzdem hatte Pepes Rucksack 10,5 kg + Wasser, Ninas 11,5 + Wasser, Lexes 3,5 kg und Fyns 5,5 kg.
0. Tag: Neustadt - Kempten:
Sonntag der 17.08.2008: Tag 0: Der perfekte Auftakt eines Urlaubs mit kleinen Hindernissen
Heute geht es also endlich los. Immer noch sind wir recht unsicher. Wird das alles klappen? Vor allem bezüglich des Wetters. Der Wetterbericht ist zwar nicht mehr ganz so Katastrophal, aber von gut immer noch weit entfernt.
Wir brechen um kurz vor 14:00 Uhr endlich auf. Noch schnell an der Bank vorbei und schon sind wir auf der Autobahn. Wo mein Navi mich auch immer hinschicken will, ich ignoriere es. Vor Stuttgart beginnen wie erwartet die Staus, die sich bis Ulm ziehen.
Bei Stuttgart schreckt Pepe auf, wir haben die Sachen aus dem Kühlschrank, Wurst und Käse und das Hundefutter für heute und morgen früh, vergessen. Schitt, das darf doch nicht wahr sein! Endlich sind wir auf der A7, ab hier ist es mit dem Verkehr besser. Dafür wird das Wetter schlechter. Um viertel vor sechs erreichen wir endlich das Haus einer Freundin in Kempten bei der wir diese Nacht verbringen werden.
Als hätte diese Freundin geahnt das wir zu doof sind und unser Proviant, na ja, einen Teil unseres Proviants zu Hause vergessen, hat sie etwas Wurst und Käse für uns gekauft. Mensch das ist wirklich super! Nun kann doch nur alles gut werden!
1. Tag: Kempten - Oberstdorf - Kemptner Hütte: 15,7km, 980m hoch, 0m runter, ca 4h Gehzeit
Montag der 18.08.2008: Tag 1: Aller Anfang ist schwer
Um 6:30 ist Zeit zum aufstehen. Wir sind Beide noch müde, doch was soll's. Ich bin halt absolut kein Frühaufsteher, auch wenn ich es manchmal gerne wäre.
Dann ein kurzes Frühstück und los geht's.
I. fährt uns zum Bahnhof, was doch ein ganzes Stück ist.
Am Bahnhof erst mal Fahrkarten kaufen. Danke netter Bedienstete (ja sowas gibts tatsächlich) bekommen wir eine sehr günstige Fahrkarte für die Hunde und schon stehen wir auf dem Gleis. Der Zug kommt frühzeitig und los geht die 50 Minütige Fahrt nach Oberstdorf.
Kurz vorm Ziel werden die Hunde gesattelt und auch wir machen uns fertig. Um 9:00 Uhr laufen wir in Oberstdorf los. Unsere Wanderung hat begonnen!!!
Der Anfang ist gleich mal schwierig, es gibt keinen Wegweißer und nur mit Hilfe der Karte, die ja auch noch einen recht großen Maßstab hat ist es nicht gerade einfach. In der Fußgängerzone begegnen uns die ersten Menschen die uns neugierig wegen der Hunde befragen. Das soll die ganze Tour auch wieder so weiter gehen. Wir sind eine Sehenswürdigkeit...
Einmal gehen wir wohl zu weit nach links, erreichen dann aber trotzdem, ohne größeren Umweg den E5 am Ortsausgang. Zu Beginn geht es ausschließlich auf Asphalt auf der Strasse lang. Nur einmal kur durch Wald. Zum Glück waren wenigstens nicht viele Autos unterwegs, das schönste Stück war es trotzdem nicht gerade. Zwischendurch ging schon die Strasse ordentlich hoch, doch meist steigt sie nur sanft an. Nach gut 2 Stunden erreichen wir Spielmannsau. Schnell durch, hier ist einiges los, und das Trettachtal hinter. Vor dem Anstieg zur Materialseilbahn (zur Kemptner Hütte) habe wir noch eine 15 Minutenpause an der Trettach gemacht, so dass die Hunde noch mal planschen konnten. Aber hier ist doch zuviel los.
Dann wird es ernst. Zunächst schlängelt sich der schmale Weg durch den Wald, teilweise steil bergauf. Über Fels ging es immer neben dem Bach entlang. Um 12:45 Uhr erreichen wir die Walfahrtsstätte, dort ist einiges los, alles E5 Wanderer, mit denen wir hier das erste mal Kontakt aufnehmen, wir werden sie noch oft wieder sehen. Nach 45 Minuten Pause werden Mensch und Hund wieder gesattelt und weiter geht's.
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Das Wetter ist herrlich, strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, nur fast zu warm, nicht wie noch letzte Woche vorhergesagt, schlechtes Wetter mit Regen.
Die Landschaft ist Atemberaubend. Man sieht das Tal nun nicht mehr, um einen Rum nur Berge.
Es geht den Sperbachtobel hinauf, der Weg ist felsig und besteht ansonsten aus grobem Schotter, die Sonne brennt. Zunächst geht es durch Mannshohen Bewuchs, dann über ein Eisfeld, später gibt es nur noch Almwiesen, Felsen und den Bach. Der Weg geht steil nach oben, man freut sich richtig über die kurzen flacheren Stelle. Pepe hat Kopfschmerzen, Anstrengung und die Sonne bekommen ihr nicht so gut. Vor und hinter uns sind Menschengruppen, einsam ist es nicht, aber das macht uns heute nichts aus. Alle sind sehr freundlich. Es ist mal was ganz anderes und da diese Menschenmassen alles E5 Wanderer sind ergibt sich daraus eine ganz eigene Gemeinschaft. Mal was ganz anderes und auch sehr schön!
Um 15:00 Uhr erreichen wir doch reichlich geschafft die Kemptner Hütte, die wir schon seid einer guten viertel Stunde sehen. Der Kessel in dem sie liegt ist sehr schön. Wir schnaufen erstmal kurz aus, legen unsere Rucksäcke ab und während Pepe die Hunde hält, schaue ich ob wir Schlafplätze bekommen. Ich hatte vorher ja angefragt ob Hunde erlaubt sind, aber da wir keine DAV Mitglieder sind, konnten wir hier nichts reservieren. Der Wirt ist super nett, Schlafplätze kein Problem.
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2. Tag: Kemptner Hütte - Memminger Hütte: Höhenunterschied: 1305m, ca 8,5h Gehzeit
Dienstag der 19.08.2008: Tag 2: Taxi oder nicht und werden wir eine Schlafplatz bekommen
Das Wetter ist erneut strahlend schön, Sonne satt, sommerlich warm. Heute morgen waren wir dann schon um 7:00 Uhr wach. Und um 8:00 Uhr waren wir Abmarsch bereit. Zunächst ging es heftig den Berg hoch, bis über den Pass, heute morgen ging das aber recht gut. Danach ging es erstmal lang abwärts. Wir sind nun in Österreich. Oben an der Grenze stand ein Schild und ich war mal wieder besonders albern und verabschiedete mich kräftig winkend von Deutschland.
Das Tal bot irgendwie ein ganz anderes Bild und irgendwie auch wieder nicht. Ich finde die Landschaft sehr beeindruckend, mich faszinierend die Berge schon immer, ihre Formen, Farben,...
Der Rossgumbenbach, der später Höhenbach heißt, begleitet uns die ganze Zeit bergab. Teilweise geht es richtig steil bergab, über Stein und Felsen, für Pepe mit dem ziehenden Enzo nicht ganz so einfach. Zwischendurch betätigt sie sich mal eben als Kuhhirte und verscheucht die Kühe vom Weg. Dann sind wir unten, na ja, runter geht es immer noch, aber nicht mehr so steil. Am herrlichen Wasserfall vorbei nach Holzgau. Enzo scheint das viele Bergab problemlos gemeistert zu haben, er zeigt keine Lahmheiten.
In Holzgau machen wir erstmal Pause, die Kirche vor den Bergen als Hintergrund bietet ein tolles Bild.
Wir überlegen hin und her ob wir zu Fuß gehen sollen, oder doch das Taxi nehmen sollen. Eigentlich nimmt hier alles das Taxi und mit Rücksicht auf die Hunde währe das sicherlich besser. Vor allem da der Weg sich ziemlich ziehen soll, fast nur Asphalt ist und nicht so spannend. Als das nächste Taxi kommt frage ich nach, ob wir mit den Hunden überhaupt mitfahren können, ja ginge. Doch das Taxi ist schon zu voll, das nächste will uns nicht wirklich mitnehmen und so bleibt die Frage wie lange wir warten sollen, oder doch zu Fuß gehen sollen. Irgendwie läuft uns die Zeit davon. Aber das nächste Taxi nimmt uns mit, Lex zwischen meine Beine, Fyn auf meinen Schoß, Enzo zwischen Pepes Beine, so nehmen wir nicht mehr Platz weg, als 2 normale Personen. Das erste Stück geht durch Dörfer, man hätte auf der Strasse gehen müssen. Auch der Rest wäre auf der Strasse weiter gegangen, die Hälfte auf Asphalt, die Hälfte auf Schotter, aber das Tal war schon ganz nett. Am Parkplatz zur Memminger Hütte ist Endstation. Hier gibt es ebenfalls eine Materialseilbahn, die wir aber nicht in Anspruch nehmen.
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Wir gehen mit den Hunden erstmal die 2 Schritte bis zum Paseierbach, ein richtig großer Bach, runter und lassen die Hunde toben, trinken und sich abkühlen. Als auch die nächsten 2 Taxis durch sind, machen wir uns auch an den ewig langen, extrem steilen Anstieg. Nach 2/3 machen wir noch mal eine etwas längere Pause, auch hier gibt es einen schönen Wasserfall. Mühevoll quälen wir uns hoch bis wir oberhalb des Wasserfalls wieder an den Bach kommen. Die Gegend ist gezeichnet durch den schnell fliesende Bach und mehrere Hügel die den Berghang säumen. Wir machen erneut eine pause, die Hunde saufen etwas und planschen kurz, dann dösen wir alle eine Runde in der Sonne. Es ist herrlich hier, aber wir sind ganz schön geschafft und es fällt uns richtig schwer weiter zu gehen.
Als wir weiter gehen entwickeln sich immer mehr Wolken. Nun zieht sich der Weg ganz schön, nach jeder Kurve hofft man endlich die Memminger Hütte zu sehen. Doch wir müssen erst noch über den Pass, dann stehen wir in einem Hochtal, ein Kessel, flankiert von Bergen, durchzogen von dem Bach, der sich ganz gemächlich im Zick-Zack durch den Talkesel schlängelt. An einer Seite die Memminger Hütte, nicht ganz unten.
Nach dem Hickhack per Mail, erst ja, dann nein, bin ich mir nicht sicher ob wir bleiben können.
An der Theke muss ich kurz anstehen, eine Unterbringung hingegen ist völlig problemlos möglich, der junge Wirt sehr nett. Er zeigt mir schnell das Notlager in dem wir schlafen, ebenfalls ein Gebäude das knapp neben der Hütte steht, aber hell und freundlich ist.
Zuerst Futter für die Hunde anrichten, dann Klamotten sortieren, den Hunden was zu knabbern geben und die Dusche suchen. Schock, es gibt nur eiskaltes Wasser (nicht das wir damit Grundlegend nicht gerechnet haben, aber in dem Moment...)!
Nun ruhen wir uns etwas aus und spielen eine Runde Kniffel, breiten Decken aus, es ist nicht üppig warm. Der erste kurze leichte Schauer kommt, es folgt ein Gewitter, kaum Gewitter, aber heftiger Regen.
Mitten in der Nacht kommt Fyn ins Bett, er hustet, hat wohl ein Haar im Hals, dann übergibt er sich auf 2 Decken, Schlafsack, Pulli und T-Shirt. Na toll, die Kleidungsstücke gehen auch am nächsten Morgen nicht sauber zu machen.
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3. Tag: Memminger Hütte - Wenns: ca 9,5h Gehzeit + Seilbahnfahrt
[B]Mittwoch der 20.08.2008: Tag 3: Versetzt
Wieder stehen wir gegen 7:00 Uhr auf, es wirkt nicht sehr hell, doch die Hoffnung stirbt zuletzt, genauer gesagt als wir den Vorhang zurück ziehen. Nebel eine einzige Suppe draußen.
Was nun? Pepe lässt erstmal die Hunde raus, draußen ist großer Aufbruch. Sollen wir auch los? Einfach hinten anhängen? Wir entscheiden uns nach einigem hin und her dafür. Als wir abmarschieren stellt sich heraus, das die Sicht doch ganz gut ist, man den Weg so nicht verfehlen kann und auch die Markierungen super zu sehen sind.
Zunächst durchqueren wir den Talkessel, vorbei am unteren Seewiesee, dann beginnt der heftige Aufstieg zur Seescharte. Der mittlere und obere Seewiesee liegen schon unterhalb, als wir an ihnen vorbei kommen. Der Weg ist ein einziger Geröllhang, es zieht sich. Die letzten 5 Meter sind eine Kletterpartie über Felsen, durch die Scharte durch und drüben wieder runter. Pepe hat etwas Angst um ihren Enzo, aber er, wie auch Lex und Fyn, meistern das problemlos.
Nun beginnt der lange Abstieg. Zunächst geht es durch Bergwiesen, auf sehr steinigem Weg mit viel Geröll steil bergab, später nimmt der Bewuchs zu und irgendwann kommen wir auch unten aus den Wolken raus. Zum Schluss geht es noch mal richtig steil im Zickzack runter, hier überholen wir auch eine große Gruppe, wieder mit viel Hallo und so, bis wir unten den Kessel erreichen. Dort fließt der Lochbach als breiter Bach durch und an der oberen Lochbachhütte machen wir eine kurze Pause und essen was. Dann geht es weiter, zunächst steinig am Bach entlang, dann über eine Brücke und durch den Wald. Das Tal wird enger und wir gehen nun am Hang, immer noch waldig, entlang, der Bach liegt schon ein gutes Stück unter uns. Bald ist es nur noch felsig mit deutlich weniger Bewuchs. So geht es am Berghang vor, immer leicht bis mittel abwärts, während der Bach schon viel tiefer unter uns liegt. Vorne an der Bergkante geht es dann im Zickzack bis Zams, noch mal sehr steil runter. Unten angekommen sind wir ziemlich erschöpft, vor allem Pepe und Enzo, die nicht sicher sind ob sie den Rest noch schaffen. Wir gehen durchs Dorf und Pepe glaubt das der Rest mit einer Pause noch geht.
So machen wir an der Talstation der Venet Seilbahn eine halbe Stunde Pause.http://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080820_01.jpghttp://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080820_37.jpghttp://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080820_50.jpg
Während wir das Tal nach Zams runter gelaufen sind, sind die Wolken immer mehr aufgelockert und nun scheint warm die Sonne, nur die Berge hüllen sich noch ab und zu etwas in den Wolken. Mit einer 5er Gruppe, der wir schon öfters begegnet sind, fahren wir mit der Bahn hoch, oben ist leider wieder alles im Nebel gehüllt.. Wir alle entscheiden uns den Weg Untenrum zu nehmen, nicht über den Venet, bei dem Wetter würde man eh nichts sehen. Wir laufen los, nach einiger Zeit treffen wir mal wieder auf Kühe und mein mutiger Lex ergreift vor der Kuh die Flucht. Danach geht es auf einem angenehm zu laufenden Pfad um den Berg rum, die meiste Zeit leicht abwärts, nur einmal auch aufwärts. Nach gut 1 ½ Stunden erreichen wir die Galflunalm. Wir sind nun alle ganz schön geschafft.
Ich gehe rein während Pepe die Hunde hält. Man hat meine Reservierung notiert, nur von Hunden will man nichts wissen. Das gibt's doch nicht! Mir wurde versichert das die Hunde kein Problem seien und nun ist es eins. Hin und her, schließlich zeigt er Pepe das Lager, denkt wohl weiter nach und telefoniert mit der Lacheralm und meint ich könnte da mit den Hunden im Kabuff schlafen. Die hätten zwar eigene Hunde, die würden aber im Zwinger sein. Wir also noch die 20 Minuten, die es ordentlich runter geht, zur Lacher Alm gelaufen. Dort kommen uns erstmal 2 Hunde frei laufend entgegen gesprungen. Die Hunde sind normal nicht im Zwinger, sie würden sie nur Nachts für uns rein tun, normal währen die Hunde immer bei ihnen, das Kabuff ist nur ein offener Raum unter der Treppe, wo ich also erst schlafen gehen könnte wenn alles im Bett wäre, das könnte leider 23:00 bis 24:00 Uhr werden. Naja, kann man nichts machen. Inzwischen ist uns ja fast alles egal, wir sind müde und wollen einen Schlafplatz, auch wenn ich mich etwas ärgere, denn bei der Galflun Am hatte ich mich extra noch mal vergewissert...
Doch was machen wir bis dahin nur mit Enzo (Enzo hat leider Angst vor fremden Hunden)? Er ist müde und würde sich nie mit den Hunden verstehen. Also überredet das eine Mädel Pepe es doch mal mit dem Zwinger zu versuchen. Das da ein Elektrozaun drumrum ist, sagt sie Pepe aber erst, als Enzo das erste mal drin hing. Er schreit wie am Spieß, wird panisch, rennt noch mal rein und flüchtet in die Hundehütte, dort kommt er nicht mehr raus. Pepe ist total aufgelöst, hier können wir also nicht bleiben.
Wir raffen uns mühsam auf und gehen weiter, es ist inzwischen 18:45 und bis Wenns sind es noch 1 ½ bis 2 Stunden. Zunächst geht es den Fahrweg weiter, dann quer ziemlich steil den Berg hinab. Wir queren noch mal den Fahrweg, etwas seltsam ist das die Schilder hier wieder quer den Berg runter zeigen, aber ein Elektrodraht quer gespannt ist. Die Hunde passen drunter durch, ich rolle mich und schaue mal nach, aber es scheint der richtige Weg zu sein. Trotzdem sind wir erstmal unsicher ob das nun stimmt und natürlich kommt dann ewig kein Schild/markierung mehr. Es geht zwischen Weiden durch. Später treffen wir wieder auf den Fahrweg, der dann auf die Strasse trifft. Nun geht es auf Asphalt weiter, immer ordentlich steil bergab. Endlich, kurz nach 20:30 erreichen wir Wenns, noch geht es weiter bergab bis zum Stadtkern. An der Kreuzung unten im Tal stehen wir kurz da und überlegen wo weiter. Zur Touristinfo, die hat zwar schon zu, aber vielleicht haben sie ja was angeschrieben. Aber in welche Richtung ist sie? Da kommt ein Mann die Strasse runter und ich frage nach dem Weg. Er beschreibt ihn mir, meint aber das die ja schon zu habe. Ich erkläre ihm unsere missliche Lage, worauf er telefoniert und uns dann anbietet in seiner Ferienwohnung zu übernachten. Das nehmen wir natürlich dankbar an. Ich denke wir sahen ziemlich fertig aus, waren wir ja auch, und er hatte einfach mitleid mit uns, zudem schien er das Verhalten der Galflunalm ziemlich unmöglich zu finden.
Die Leute sind super freundlich, die Ferienwohnung riesig und wir haben eine heiße Dusche, was wir, nachdem wir de Hunde versorgt haben, auch ausgiebig nutzen. Wir und die Hunde sind fix und fertig, die Oberschenkel tun weh, die Knie auch, wir sind am Ende unserer Kräfte. Mit 9 ½ Stunden reiner Gehzeit war der Tag einfach zu lang, vor allem da das Stück nach Zams runter schon als recht hart gilt. Wir fallen wie tot ins Bett. Zum Glück können wir morgen ausschlafen und müssen nicht früh aufstehen.
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4. Tag: Galflun Alm - Braunschweiger Hütte: ca 6,5h Gehzeit + 1h Busfahrt
Donnerstag der 21.08.2008: Tag 4: Schwindelfreiheit vorausgesetzt
Heute haben wir endlich mal ausgeschlafen, kurz vor 9:00 Uhr sind wir erst aufgestanden. Das Wetter ist leider noch bedeckt, klart aber auf und bis wir los fahren, haben wir strahlenden Sonnenschein.
Von oben hatten wir schon einen Spar-Markt gesehen, den wir gleich mal aufsuchen. Im Spar begegnen uns auch die ersten der Oase Gruppe, sie hatten auf der Lacher Alm übernachtet. Da man ja irgendwie immer den selben begegnet, sind das schon so was wie Freunde. Das ist echt super schön!!!
Danach geht's zur Bushaltestelle, wo wir noch 40 Minuten auf den Bus warten müssen, den die Oase Gruppe mit uns teilen wird. Kurz bevor der Bus kommt, taucht unsere Vermieterin von heute Nacht auf, sie dachte zwar das wir schon weg sind, hat die Gästekarten aber trotzdem mit gebracht. Die hatte sie ganz vergessen. Mit den Karten kostet uns und sogar die Hunde der Bus nichts. Dafür macht mich der Busfahrer wegen der fehlenden Maulkörben an, als ich ihm verspreche eine Maulschlaufe zu machen, lässt er mich rein, Pepe hat er einfach so durchgelassen.
Enzo liegt mit den ganzen Rucksäcken gegenüber der hinteren Tür, Lex liegt unter unserer Sitzbank und Fyn auf unserem Schoß. Die Stunde Busfahrt geht irgendwie ruck-zuck rum. Alles aussteigen, Hunde satteln, uns bepacken und auf geht's. Zunächst geht es mittelsteil auf einem Schotterweg nach oben, bis zu einer Jausenstation an der auch die Materialseilbahn der Braunschweiger Hütte beginnt. Hier machen wir 30 Minuten Pause. Als wir aufbrechen, jagt uns auf einmal, und vor allem Fyn eine irre Kuh! Wir sind echt froh heil dran vorbei zu kommen. Später beobachten wir von oben noch 2 Männer die ebenfalls von der Kuh attackiert werden, nur diesmal meint es die Kuh wirklich ernst. Die Männer haben noch mehr schaff von der Kuh wieder weg zu kommen ohne das was passiert.
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Nun geht es auf einem steilen Bergpfad weiter. Es wird immer felsiger und dann beginnt die Kletterpartie. Über Fels und Geröll geht es schier senkrecht nach oben, teilweise fällt seitlich der Felsen senkrecht ab. Pepe ist ganz schön mulmig und auch bei den Hunden haben wir immer wieder Sorgen, die meistern das aber absolut souverän. Für uns gibt es immerhin meistens Halteseile, den Hunden bringt dies nichts. Dann haben wir das Schlimmste hinter uns, rechts sieht man schon seid einiger Zeit den Gletscher. Bald kommen wir um eine Ecke und sehen die Braunschweiger Hütte, hoch über uns. Das ist noch mal ganz schön heftig, zwar keine Kletterei mehr, aber viel Geröll und steil. Und endlich sind wir an der Braunschweiger Hütte, wir haben nur etwas mehr als die vorgesehenen 3 Stunden gebraucht. Trotzdem war es schon ein kurzer Tag, was wir schon auch merken, nach gestern aber auch dringend notwendig war.
Während Pepe die Hunde hält, frag ich nach den reservierten Schlafplätzen. Irgendwie ist die Wirtin nicht sehr freundlich, aber mit der Reservierung klappt hier alles.
Wir setzen uns mit den Hunden noch eine Runde raus in die Sonne, genießen das Panorama, unterhalten uns gut, während die Hunde durchgeknuddelt werden.
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5. Tag: Braunschweiger Hütte - Zwieselstein: ?m hoch, 1545m runter, ca 5,5h Gehzeit
Freitag der 22.08.2008: Tag 5: Nicht schon wieder Enzo!!!
Den Beinen geht es besser als gedacht, aber wir sind müde. Das Wetter ist wieder einfach nur herrlich. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen.
Um kurz vor 8:00 Uhr brechen wir auf. Der Weg übers Piztaler Jöchel ist wegen Steinschlaggefahr gesperrt, also müssen wir über das Rettenbach Joch, was aber keinen wirklich unterschied macht. Über Geröll und Felsen geht es relativ nah am Gletscher entlang, steil bergauf. Kurz müssen wir etwas klettern, Pepe will am liebsten nicht weiter, aber zum Glück bleibt das die einzige Stelle. Nach knapp einer Stunde kommen wir oben an und uns trifft knallhart der Kulturschock. Irgendwie ist es nach der "Quälerei" frustrierend, wenn von der anderen Seite die Leute einfach mit der Bahn hoch fahren!
Kurz bevor wir oben angekommen waren begann die Katastrophe. Enzo hatte sich die Hinterpfoten aufgerissen, noch war es nicht blutig, aber wie soll es weiter gehen. Wird er uns schon wieder den ganzen Urlaub beenden? Aber egal wie, bis nach Zwieselstein muss er es wohl oder übel noch schaffen.
Nach einer Pause und dem versuch Enzos Hinterpfoten zu verbinden, bevor die noch richtig aufreisen - es hebt nicht ganz so wie es soll - geht es weiter. Zunächst steil auf Felsen, geht es dann ein ganzes Stück auf Schnee weiter bergab. Pepe rutscht etwas, die Hunde genießen es, fressen Schnee und tollen herum. Dann geht es auf der Fahrspur weiter bis zur Talstation der Bahn. Danach geht es im Zick-Zack über sandiges Geröll runter bis zum Bach und dann sanfter abfallend eine Sandstrasse entlang, das Tal nach vorne raus. Das Panorama ist super schön, vor allem wenn man nach hinten schaut - da stören nur die Liftanlagen - ansonsten ist es durch den Fahrweg eher nicht so schön, lässt sich dafür aber gut gehen.
Weiter geht es wieder auf einem schmalen Pfad, erst durch Felsblöcke und Heidelbeeren, wo wir doch glatt den falschen Weg nehmen und über die Felsen zum richtigen Weg hochklettern müssen, dann durch den Wald und über die Schihänge. Es ist nun weitestgehend eben. Dann beginnt der Abstieg nach Zwieselstein, mal wieder steil bergab, zuerst auf einem Schotterweg, dann über Wiesen und zuletzt durch den Wald bis man unten an der Strasse raus kommt.
Das letzte Stück runter durch den Wald ist sehr steil und hier macht uns Enzo das erste mal Sorgen. Er will nicht so recht weiter. Woran liegt es? Zu wenig Kondition? Kann er nicht mehr? Oder was. Aber wieso kann er dann wieder ziehen wie ein Ochs und überhaupt. Am Ende denken wir das er natürlich wie wir alle schon etwas erschöpft war, das aber das nicht die Ursache war, sondern sein Vorderbein. Auch wenn er nie gehumpelt ist, sondern immer schön sauber gelaufen ist, war dieses heutige steile bergab eventuell zuviel. Aber bei Enzo ist das ja immer schwer zu sagen, er hat manchmal auch seinen eigenen Kopf und wenn er lieber spielen anstatt spazieren gehen will, dann könnte das genauso aussehen...
Zum Glück müssen wir nicht auf der Strasse lang, zwischen Strasse und Venter Ach führt ein Waldweg nach Zwieselstein. Schon auf dem Weg haben wir unsere Pension gesehen, da es ganz groß außen am Haus angeschrieben ist. So sind wir schnell dort und richten uns in unserem Zimmer gemütlich ein. Endlich wieder so lange man will heiß duschen.http://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080822_04.jpghttp://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080822_13.jpg
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Der Wetterbericht für morgen ist leider nicht so gut, aber dann soll es wieder besser werden, aber etwas kälter bleiben.
Die Frage was nun morgen werden soll wegen Enzos Pfoten und so, ist noch nicht geklärt. Enzos Pfoten sind zum Glück nicht so schlimm wie befürchtet, aber das wird sicherlich schlimmer und dann geht es nicht weiter, auch wenn ihm das egal wäre, denn da ist er ja völlig Schmerzfrei. Energie hat er nach der ersten runde schlafen und Fressen auch wieder, so wird klar das das ganz sicher nicht die Ursache für seine nicht weiter lauf Anfälle waren (er konnte ja auch schon wieder heftig ziehen als er das Wasser unten gesehen hat).
Wir werden morgen auf alle Fälle mal schauen ob ein Bus fährt und eventuell mit dem Bus bis Moos fahren, ein Ruhetag kann ja nicht schaden.
Ich habe auch an der linken Verse vermehrt Blasen, trotz allem (Blasenpflaster und so weiter), bin ich aber gewohnt und ist auch nicht schlimm, da ich sie mit Blasenpflastern eigentlich nicht spüre.
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6. Tag: Zwieselstein - Moos: ca 7h Gehzeit
[B]Samstag der 23.08.2008: Tag 6: Gott sei Dank, es ist alles nicht so schlimm!
Um halb sieben sind wir wach, dösen aber noch bis 7:00 Uhr weiter. Wir haben gut geschlafen.
Nun wird hin und her überlegt was wir heute machen, noch mal Karte und Plan gewälzt, aber abschließend wird nichts geklärt. Langsam packen wir zusammen. Ich verbinde Enzos Füße so gut ich kann, damit da hoffentlich nichts passiert. Die Hunderucksäcke werden auch erstmal in unsere Rucksäcke gepackt, Lex und Fyn haben sich auch mal einen Erholungstag verdient, um 9:00 Uhr brechen wir auf. Gleich vorne am Ortsausgang ist eine Bushaltestelle, aber laut Fahrplan fährt hier nur ein Bus bis Obergurgel und wer weiß ob wir von da weiter kommen, für den Fußweg wäre das die falsche Richtung. Wir entscheiden erstmal in die Ortsmitte zu gehen, dort würde eh der Weg weiter gehen und vielleicht gibt es da ja auch eine Touristinfo oder ähnliches.
Auf dem Weg meint Pepe das sie für Enzos Füße sogar ein paar Socken opfern würde, wenn sie nur ein normales Paar dabei hätte, aber wir haben nur die teuren Wandersocken dabei. Socken, ja das ist die Idee, so sollten wir Enzos Pfoten doch halbwegs geschützt bekommen!
In der Ortsmitte treffen wir auf einen Mann, ich frage ihn kurzerhand ob es in Zwieselstein ein Geschäft gibt, in dem man Socken kaufen kann, aber in Zwieselstein gibt es gar nichts mehr, nur 6 km entfernt, aber das ist natürlich zu Fuß zu weit. Ich mache irgendeine passende enttäuscht klingende Bemerkung und schon hatten wir wieder einen super Menschen getroffen. Er fragt nach, ich erklär ihm Enzos Pfotenproblem und schwupps schenkt er uns 2 Paar Socken. Es ist echt erstaunlich was für Hilfsbereite Menschen es noch gibt!
Unten an der Bushaltestelle in der Ortsmitte sammeln sich Leute mit Rucksäcken, Wanderer? Wir entscheiden uns schnell hin zu gehen und erkennen bekannte Gesichter, ja es fährt ein Bus zum Timmelsjoch. Irgendwie ist es gleich auch ein besseres Gefühl das wir nicht die einzigen sind die "Be¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#en" und mit dem Bus hoch fahren. Und bei dem Wetter, die Berge liegen teilweise in den Wolken, auch wenn die Wolken nicht sehr dick zu sein scheinen. Die Fahrt ist gemütlich und wir schauen uns in Ruhe die Strecke an die wir nun "versäumt" haben. Kurz vorm Joch beginnen die Wolken. Als wir aussteigen, direkt vor der italienischen Grenze, ist es nebelig, windig und kalt.
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Wir entscheiden uns von hier los zu laufen. Zunächst zieht der Weg sich steil und felsig nach unten, dann wird das Bild von Almwiesen und einem Bach abgelöst, hier geht es nicht mehr ganz so steil abwärts. Wenn da nur nicht wieder diese neugierigen Kühe währen... Bald sind wir aus dem Wolken draußen und immer mal wieder kommt sogar kurz die Sonne raus. Ab der Schönauer Alm geht es erstmal kurz über die Strasse weiter, bevor uns der Weg durch ein Gehöft und seine Wiesen führt. Unten stoßen wir auf die Passer, an deren Ufer wir eine kurze Pause machen. Weiter geht es auf breitem Weg durch den Wald bis Rabenstein. Dort zieht das Wetter wieder zu, wir müssen noch mal ein ganzes Stück auf der Strasse lang, bevor wir wieder ans Passerufer zurück kehren.
Nun sieht es immer mehr nach Regen aus, aber erst als wir Moos erreichen fängt es an zu regnen. Auf unserem Weg durch Moos kommen wir an einem Spar vorbei und da dies unsere letzte Chance ist und unser Proviant nicht bis zum Schluss hält, warten wir die dreiviertel Stunde bis die Mittagspause rum ist und der Spar wieder geöffnet hat. Wir sitzen trocken vor der Grundschule, die Hunde schlafen eine Runde.
Leider regnet es immer noch als wir nach dem Einkauf aufbrechen, hört aber dann bald auf, alles in allem sind wir nicht wirklich nass geworden.
Ein kurzes Stück die Strasse entlang aus Moos raus, dann die Treppen hoch in den Wald. Es geht zunächst heftig weiter bergauf, nun merken wir an leichter Erschöpfung das der Tag doch nicht ganz kurz war und wir die vollen Hundetaschen geschleppt haben, den Hunden merkt man dagegen nichts an, die sind noch fit. Der Anstieg kostet Kraft. Später geht es ebener durch den Wald, an einem Wasserfall vorbei und dann sind wir nicht sicher ob es hier schon links geht, oder gerade aus weiter. Auch ein Studium der Karte bringt uns nicht weiter und so entscheiden wir uns für links, was sich aber als Sackgasse herausstellt. Also wieder zurück.
Scheinbar ewig zieht sich der Weg noch hin, bis wir auf die Strasse treffen, die wir 3 Kehren lang noch steil Bergauf gehen müssen. Endlich im Ort kommt uns gleich mal ein frei laufender Golden entgegen, er gehört wohl zu unserer Pension. Wir folgen der Dame zu unserem Zimmer. Sie meint zu Pepe das die Hunde ja auf dem Balkon schlafen. "Balkon, ne, bei uns im Zimmer" "Nein das geht so nicht und sei ja auch nicht angegeben gewesen" ???, ach so was muss man extra angeben? Wir hatten doch ein Zimmer für 2 Personen und 3 Hunde reserviert! Wir müssen alles mit Decken auslegen, wegen der Haare und der folgenden Gäste, weil ja bei den Haaren einmal saugen nicht mehr reicht,...
Die betten sind dafür typisch italienisch, die reinsten Hängematten...
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7. Tag: Moos - Pfandler Alm: 960m hoch, 693m runter, ca 6,5h Gehzeit
Sonntag der 24.08.2008: Tag 7: wo ist unsere Pension?
Heute können wir ausschlafen, was wir auch tun. Es gibt ein Frühstücksbuffet. Wir frühstücken reichlich und machen uns dann ganz langsam fertig. Um 10:15 machen wir uns auf den Weg.
Das Wetter ist herrlich, blauer Himmel und Sonnenschein!
Es geht wieder eine zeitlang auf der Strasse weiter, dann immer wieder durch Wald, über Wiesen und kurze Stücke auf der Strasse. Meist geht es relativ steil bergab, bis St. Leonhard.
Nun müssen wir quer durch den Ort, vor uns sind wieder die 3 Jungs, die wir schon öfters getroffen haben. Im Zentrum gibt es einen Platz über dem Fluss, dort stehen Bänke und wir machen eine Pause. Die Sonne scheint schön warm, das Panorama ist herrlich, ich könnte ewig hier sitzen bleiben.
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Dann geht es weiter. Zunächst bergauf aus dem Ort raus, dann relativ eben einen wunderschönen Schotterweg entlang, bis wir in den Wald kommen. Auch dieses Wegstück ist sehr schön, geht aber immer wieder hoch und runter und am ende sogar richtig steil hoch, so dass wir nicht sicher sind ob wir hier noch richtig sind. Auf dem E5 sind wir, aber vielleicht kommt er viel weiter oben erst an der Strasse raus als eingezeichnet. Doch das tut er nicht, wenn er auch nicht ganz in der Kehre raus kommt. Hier steht eine Bank und da es ja noch sehr früh ist machen wir erst einmal eine Pause.
Tja nur wo ist nun unsere Pension, hoch oder runter, es gibt keinen Anhaltspunkt. Wir entscheiden uns für hoch, da da am nächsten Häuser sind und wir uns eventuell anhand der Hausnummer dann etwas besser orientieren können und sicherlich war auch etwas Wunschdenken dabei. Doch das Haus hat Nummer 22 und steht in einer Sackgasse, wir suchen Nummer 15, also weiter runter, erstmal Enttäuschung. Wir müssen ganz schön weite runter. Ohje, so tief hatte ich nicht erwartet / gehofft. Wir treffen auf den von oben kommenden Waldweg nach St. Martin und hoffen so etwas abkürzen zu können. Doch der Weg verläuft schräg nach unten und trifft erst wieder fast ganz unten auf die Strasse. Mist. Nun müssen wir wieder ein Stück die Strasse rauf und schon bald treffen wir auf den Holzerhof, viel weiter unten als gedacht.
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8. Tag: Pfandler Alm - Hirzerhütte: 915m hoch, 265m runter, ca 4h Gehzeit
[B]Montag der 25.08.2008: Tag 8: gibt's noch was anderes außer hoch?
Ein wenig Sorgen machte uns der heutige Tag schon. Werden wir und vor allem auch Enzo und Lex (Lex ist immerhin schon ein Opa von 10 Jaren) das schaffen? Die Jungs müssen wieder ihr volles Gewicht schleppen und da der Holzerhof so tief liegt geht es heute 1400 Höhenmeter am Stück hoch! Das ist richtig viel.
Zunächst die Strasse wieder hoch, dann eine Kehre durch den Wald abgekürzt und wir stehen wieder an der Bank, wo wir gestern den E5 verlassen haben. 30 Minuten haben wir gebraucht. Nun zieht sich der Weg relativ steil durch den Wald bis zur Pfandler Alm. Aber der Weg lässt sich erstaunlich gut gehen und so erreichen wir überraschend schon nach einer weiteren Stunde die Pfandler Alm. Bis hierhin haben wir immerhin schon 600 Höhenmeter zurück gelegt!
Dort machen wir nun eine kurze Pause, obwohl die Pfandler Alm schön ist, ist es irgendwie nicht so gemütlich. Sie ist auch komplett ausgestorben, außer den Wirtsleuten.
Weiter geht es über Almwiesen und durch den Wald, teilweise schon sehr steil bis zur Riffelschulter. Nun haben wir fast den kompletten Aufstieg gepackt und es war eigentlich recht angenehm zu gehen. Klar anstrengend und man merkt es nun schon in den Beinen, aber wir hatten es uns schlimmer vorgestellt. Woran lag es, sind wir einfach fitter als am Anfang unserer Tour, oder war der Anstieg, obwohl steil einfach nur viel besser zu gehen, da er nicht so felsig war wie die bisherigen?
Nun zieht sich der Weg sehr schmal am Hang entlang. Teilweise muss man schon genau schauen wo man hintritt und auch einige Felsen überwinden. Deshalb ist das Stück auf der Karte wohl auch nur für Geübte eingezeichnet, naja, wenn es nicht schlimmer kommt ist das ok. Zunächst geht es noch bergan, dann wieder leicht abwärts, den höchsten Punkt für heute haben wir überquert. Kurz öffnen sich die Berghänge zu einer Wiese. Ein wunderschöner Platz. Hier machen wir eine längere Mittagsrast.
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Der Weg geht nun noch am Berghang weiter, immer noch schmal und felsig, bis man in einen Kessel kommt. Hier stehen die Mähd-Alm und die Hintereggalm und mehrere Nebengebäude. Es ist ein morz Betrieb, alles voller Menschen, der reinste Wahnsinn. Wir müssen wieder durch ein Türchen, der Elektrozaun ist sehr dicht und Lex rennt voll rein. Nun hört er gar nicht mehr und rennt auch noch auf der anderen Seite rein, dann ist er drunter durch und geht Richtung Hütte stiften. Mein armer Lex! Als ich ihn rufe kommt er nicht, wenn ich mich nähere geht er weg, er hat das ganze mit mir verbunden, ich stand ja auch mehr oder weniger direkt neben ihm. Ich lock ihn und kann ihn schließlich zwischen den Menschen an der Hütte einfangen, er hat sich wieder etwas beruhigt, zum Glück ist er nicht panisch losgerannt.
Wir gehen erstmal nur durch die Almen durch und setzen uns dann etwas an den Hang.
Wir sollten Eintritt verlangen, so viele Leute wie stehen bleiben und unsere Hunde bewundern, begaffen,...
Wir machen eine lange Pause bevor wir das letzte Stück zur Hirzer Hütte gehen, die in einem weiteren Kessel liegt, nicht weit von einer Seilbahnstation. Auch hier ist viel los.
Wir schauen erstmal welcher Gipfel der Hirzer ist und wie es morgen da wohl hoch geht. Der Anfang sieht ok aus, aber oben raus, hm, wir sehen den Weg nicht mehr, aber viel steilen Fels, das könnte übel werden. Naja, warten wir's ab.
Ich gehe rein und lass uns unser Zimmer erklären. Wir müssen die Nacht in einem Durchgangszimmer zum Lager verbringen, na das kann ja heiter werden, da werden bis spät Abends Leute durchlaufen und morgens früh auch schon wieder und wie ich Lex kenne wird er jeden Kommentieren. Ich bin echt mal auf die Nacht gespannt.
Pepe bringt unsere Sachen ins Zimmer, dann setzten wir uns mit den Hunden draußen in die Liegestühle. Herrlich, Sonne satt. Nur die Kuh die um uns rum grast nervt. Erstens ist sie mit ihrer Glocke ganz schön laut und zweitens stehen wir nach unseren letzten Erlebnissen nicht mehr so auf Kühe.
Oben schlafen zum Glück nur ein Kölner und 2 Männer und eine Frau aus Göppingen, denen wir schon öfters begegnet sind. Die 3 machen sich schon mal mit Lex bekannt, er wird sie trotzdem anbellen, wenn sie Nachts mal runter müssen und die Toilette ist vor unserem Zimmer... Mir ist das sehr peinlich, aber ich weiß nicht was ich dagegen machen soll.
Die Nacht ist dann doch erstaunlch ruhig.
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9. Tag: Hirzerhütte - Meraner Hütte: 865m hoch, 910m runter, ca 5,5h Gehzeit
Dienstag der 26.08.2008: Tag 9: nur noch der Hirzer
Wir wachen wie immer recht früh auf. Zum Glück sind die anderen auch keine extremen Frühaufsteher und stehen auch erst so gegen 7:00 Uhr auf.
Heute folgt der "letzte Akt". Ein letztes mal geht es heftig über einen Berg. Wenn wir erstmal auf dem Hirzer sind wird der Rest ein Kinderspiel. Aber der Hirzer, naja, ganz auf den Gipfel gehen wir ja nicht, wird noch ein hartes Stück arbeit. Knapp 900 Höhenmeter steil bergauf und das Ende sieht von unten nicht gut aus und was der Kölner gestern Abend erzählt hat, er war schon mal gestern oben, das hört sich auch nicht ohne an. Aber das schaffen wir auch noch!
Der Aufstieg beginnt direkt an der Hirzer Hütte. Zunächst geht es über Almwiesen, an Kühen vorbei, schon recht steil aufwärts. Es wird immer felsiger und steiler. Kurz vor der Felswand geht es nur noch durch Geröll, puh, schon ganz schön anstrengend. Aber langsam weiter, etwas Kraft schonen, wer weiß was uns ganz oben noch erwartet.
Und dann beginnt die Kletterei durch die Felsen das letzte Stück bergauf. Aber da wo man arg klettern muss sind links und rechts Felswände und eigentlich überall gute Tritte. Klar muss man achtgeben, aber eigentlich kann man kaum abstürzen oder so. Wir und auch die Hunde meistern das ganze ohne Probleme und es war gar nicht so schwer wie befürchtet.
Oben machen wir erstmal eine längere Pause. Die Aussicht ist grandios, auch wenn es heute etwas dunstiger ist. Ansonsten ist das Wetter aber wieder herrlich, auch wenn sich die Wolken deutlich vermehren. Leider bläst hier oben auch noch ein kalter Wind.
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Schließlich machen wir uns an den noch mal ganz schön anstrengenden Abstieg. Zu beginn durch Felsen, aber ohne Kletterpartie nur steil, dann eine Geröllhalte runter und schon sind wir am Rand eines großen, grünen Kessels, in dem Kühe, Schafe, Ziegen und Pferde frei rumstromern und grasen. Weiter geht es durch die Almwiesen abwärts, Lex nehme ich dann doch der Scharfe wegen an die Leine, ich trau ihm da nicht ganz, was die Sache aber etwas anstrengender macht. Schließlich sind wir unten und unser Weg zieht sich am Kesselrand an 2 Tümpeln vorbei entlang. Dann verlassen wir den Kessel auf einer Seite und wandern am Berghang weiter. Ein großer Felsen bietet uns die Gelegenheit für eine Rast, ich merke das ich nun doch etwas müde (zu wenig Schlaf) und hungrig bin. Wir essen eine Kleinigkeit und sitzen herrlich gemütlich auf dem Felsen in der Sonne. So könnte ich ewig bleiben. Einfach nur herrlich. Doch dann schiebt sich eine große Wolke vor die Sonne und es wird kühl. Also ziehen wir weiter.
Immer am Berghang entlang. Es geht immer wieder um Ecken und durch Mulden, so dass man den Weg teilweise weit voraus sieht, das was aber bald kommt nicht. Und dann kommen wir ums Eck und sehen den Kratzberger See. Einen wunderschönen Bergsee, den wir auch bald erreichen. Wir lassen die Hunde kurz rein, bleiben aber trotzdem nicht lange, da wir ja gerade erst Pause gemacht haben.
Weiter geht es am Hang entlang bis man eine Mulde zwischen mehreren Bergen erreicht, das Eck hat man schon von weitem gesehen. Der Ausblick ist nun nicht mehr so schön, überall Skilifte. Einige auch jetzt im Sommer für Wanderer in Betrieb. Wir steigen zur Meraner Hütte, unserem heutigen Tagesziel hinab. Die Meraner Hütte liegt fast direkt bei den Talstationen zweier Sessellifte, viele Menschen laufen hier rum.
Ich gehe rein und frage wegen dem Zimmer nach, eigentlich dürften die Hunde nur auf den Balkon, aber das geht nicht, ich erkläre es mit Lex Erkrankung und so macht er eine Ausnahme. Trotzdem alles völlig Problemlos... Die Hunde tun wir trotzdem erstmal auf den Balkon. Das Zimmer ist schön, wir haben sogar ein Waschbecken im Zimmer und es ist nicht kalt.
Nachts ist es in der Hütte absolut still, trotzdem Wufft Lex ab und zu rum. Ob er wohl schlecht träumt?
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10. Tag: Meraner Hütte - Bozen: ca 6h Gehzeit
Mittwoch der 27.08.2008: Tag 10: Alles hat ein Ende
Wir wachen wie immer früh auf uns stehen um kurz nach 7:00 Uhr auf. Wir frühstücken unsere letzten Waffeln und säubern das Zimmer ein wenig von den Hundehaaren. Wenn sie schon für uns eine Ausnahme gemacht haben wollen wir das Zimmer möglichst ordentlich verlassen.
Dann geht's los. Wir kommen nicht weit, dann müssen die Hunde erstmal alle Geschäfte erledigen. Wir drehen uns um, auf der Terrasse steht der ältere Mann der 3 Göppinger. Durch großes Winken verabschieden wir uns, schade das wir wohl keinen mehr treffen werden, denn wir sind ziemlich die ersten die losziehen, bergab nicht gerade langsam und viele Pausen werden wir wohl auch nicht machen. Da wir heute nicht in der Hütte gefrühstückt haben, konnten wir uns auch nicht wirklich verabschieden.
Zunächst ging es ein Stück den breiten Weg hoch, dann auf schmälerem, aber irgendwie künstlich mit Steinen und Schotter angelegtem Weg weiter den Berg hoch. Dieser zog sich durch Almwiesen sehr schön übers Kreuzjöchel und das Kreuzjoch. Nun war ein Großteil der Aufstiege geschafft, nur zur Langfen Alm würde es noch mal etwas aufwärts gehen.
Die Sicht war heute leider eher bescheiden, zwar wunderschönes Wetter mit viel Sonne, aber es war sehr dunstig.
Vom Kreuzjoch ging es zunächst über Almwiesen bergab und dann in den Wald.http://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080827_01.jpghttp://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080827_10.jpg http://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080827_16.jpghttp://pepenipf.pe.funpic.de/2008/0817_28_E5_Alpen/20080827_14.jpg
Nun veränderte sich das Bild doch sehr. Den Rest des Tages ging es in erster Linie auf breiten, angelegten Schotterwegen durch stark bewirtschaftetes Gebiet. Man kam sich manchmal wie in einem riesigen Park vor. Auch schön, aber mir gefällt das schroffe, wilde besser.
Leider wurde die Beschilderung nun immer schlechter und so bogen wir auf dem Weg nach Langfen wohl falsch ab. Ein Bauer half uns weiter und so mussten wir wenigstens nicht wieder alles zurück und erreichten unseren Weg mit minimalem Umweg vor dem Anstieg nach Langfen, das schon von weitem durch die kleine Kapelle St. Jakob gut zu erkennen war. Der Anstieg war noch mal steil, aber nur ganz kurz.
Vor der Kapelle machten wir Mittagspause, aßen unser letztes Corny und saßen herrlich in der Sonne. Am liebsten wären wir hier ewig sitzen geblieben, aber jeglicher Schatten war verschwunden und den Hunden war viel zu warm. So gab es noch mal Wasser für alle und wir zogen weiter.
Nun war die Beschilderung nur noch Katastrophal. Mal stand Jenesin angeschrieben, mal nur das nächste Ziel auf dem Weg, mal dies, mal das und regelmäßig gab es gar keine Schilder. Von E5 hatten wir schon lange nichts mehr gelesen. Hier waren viele Menschen unterwegs, wie seid dem Möltner Kaser eigentlich die ganze Zeit, aber immer wenn man mal einen gebraucht hätte um nach dem Weg zu fragen war keiner da. So waren wir uns mehrfach unsicher was richtig ist, zogen die Karte zu rate, aber die half auch nur selten, aber irgendwie trafen wir bis zum Edelweiß eigentlich immer den richtigen Weg. Das Gelände war hier sehr eben und wir konnten gemütlich lang schlendern. Lex und Enzo hatte die Pause irgendwie nicht gut getan, Lex kam so gar nicht mehr in die Gänge und blieb immer wieder zurück.
Nach dem Möltner Kaser war Lex beim pinkeln in ein Loch getreten und hatte auf der Brust gebremst. Hatte er sich etwa da schon weh getan? Aber er zeigte nichts, trabte dann auch immer wieder hinterher um aufzuholen.
Kurz vorm Edelweiß begann der recht steile Abstieg ins Jenesin. Ab dem Edelweiß war die Beschilderung dann nicht mehr vorhanden und so landeten wir dann doch auf der Strasse und mussten diese ein ganzes Stück runter gehen. Es war echt das letzte!
Jenesin ist ein schönes Örtchen, hoch über Bozen gelegen, aber auch hier gibt es kein E5 Schild und erst kurz vor Schluss einen Hinweis zur Seilbahn.
Wir entschieden uns erstmal Richtung Ortsmitte zu halten, zum Glück stand dort eine Infotafel, mit deren Hilfe wir wenigstens mal eine Richtung hatten. Dazu unser Spürsinn und so fanden wir den richtigen Weg auf Anhieb. Schon von weitem sah ich mein Auto auf dem Parkplatz stehen und dann auch unseren Abholservice im Eck des Cafes sitzen. Angekommen! Wir haben es geschafft. Die Hunde erkannten ihn sofort und so wurde erstmal kräftig geschmust.
Der Ausblick auf die gegenüber liegenden Berge und Bozen war schon super. Schade das die Sicht so schlecht war. Hinter Bozen wachsen senkrechte Felsspitzen einfach so aus dem Boden. Wunderschön. Noch mal ein grönender Abschluss der Tour, der heutige Tag hatte ansonsten ja nicht mehr ganz so viel sehenswertes zu bieten gehabt.
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